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Nordhausen

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Nordhausen
Roland Nordhausen
Lage
Lage von Nordhausen
Nordhausen
Nordhausen
Kurzdaten
Bevölkerung: 44.000
Fläche: 105,27 km²
Höhe über NN: 185 m ü. NN
Koordinaten: 51° 31' 0" N, 10° 48' 0" O 
Vorwahlnummer: 03631
Postleitzahl: 99734
Website: offizielle Webseite von Nordhausen
Im Notfall
Polizei: 110
Feuerwehr: 112




Nordhausen ist eine Kreisstadt im Norden von Thüringen am Rande des Harzes mit knapp 44.000 Einwohnern.

Hintergrund[Bearbeiten]

Nordhausen wurde am 13. Mai 927 in einer Schenkungsurkunde Heinrichs I. an seine Frau Mathilde erstmals urkundlich erwähnt. Eine frühere Siedlung lässt sich jedoch schon bis ins Jahr 785 nachweisen. Mathilde gründete 961 neben der von Heinrich um 910 erbauten Burg ein Stift, was Handwerk und Gewerbe einen Anreiz gab, sich hier niederzulassen.

1220 wurde Nordhausen von Kaiser Friedrich II. zur Freien Reichsstadt erhoben, 1225 erhielt sie ihr erstes Siegel und um 1260 wurde erstmals ein Rat gebildet. 1277 gab es einen Aufstand der Handwerker und Kleinbürger gegen die Reichsritter. Dabei wurde die Reichsburg zerstört, die erst gegen Ende des 12. Jahrhunderts neu gebaut wurde. Bei einem weiteren Aufstand am 14. Februar 1375 wurde der Rat gestürzt und seine Mitglieder verbannt. Die Stadt erhielt eine neue Verfassung, und die Handwerker übernahmen die Macht. 1430 trat Nordhausen der Hanse bei.

Ab 1500 wurde mit der Produktion von Branntwein begonnen; er wurde als Nordhäuser Korn bekannt. 1523 setzte sich in Nordhausen die Reformation durch und die Kirchengüter wurden säkularisiert. In diesem Jahr hielt sich auch Thomas Müntzer in der Stadt auf. Obwohl zwei Stadtbrände (1540 und 1612), der Ausbruch der Pest (1626) und der Dreißigjährige Krieg die Entwicklung der Stadt hemmten, wuchs sie weiter an.

1866 erhielt Nordhausen Anschluss an die Eisenbahn aus Halle (Saale), die Fortsetzung nach Heiligenstadt wurde ein Jahr später eröffnet.

Am 31. Oktober 1989 fanden auf dem August-Bebel-Platz Demonstrationen mit 25.000 Teilnehmern statt.

Anreise[Bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten]

Durch Nordhausen verläuft die Hauptverkehrsachse Kassel nach Halle (Saale). Außerdem ist die Stadt seit 1898 südlicher Endpunkt der Harzer Schmalspurbahnen (HSB).

Auto[Bearbeiten]

Mit dem Auto aus Osten und Westen über die A 38, aus Süden und Norden über die B 4.

Mobilität[Bearbeiten]

Gebäude Harzquerbahnhof Nordhausen

Das Netz der Straßenbahn ist über ein Verbindungsgleis mit der Harzquerbahn der HSB verbunden. Seit 2004 verkehren über dieses Gleis Hybridstraßenbahnen nach Ilfeld.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen[Bearbeiten]

  • Dom "Zum Heiligen Kreuz" Dom
  • Frauenberg-Kirche "St. Maria auf dem Berg"

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Rathaus erhielt sein heutiges Aussehen um 1610. Um den Stadtkern herum finden sich Reste der alten Stadtmauer.

Denkmäler[Bearbeiten]

Die Rolandsfigur am Rathaus erinnert an den Sturz des Rats von 1375. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt. Der am Rathaus stehende Roland ist allerdings eine Kopie aus Gips, das hölzerne Original ist im Neuen Rathaus, direkt gegenüber zu sehen.

Gedenkstätte[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Tabakspeicher Meyenburg-Museum
  • Nordbrand Traditionsbrauerei
  • Altstadtmuseum Flohburg

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

  • Park Hohenrode
  • Gelände der Landesgartenschau

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Südharz Galerie Nordhausen

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Nachtleben[Bearbeiten]

  • Destille: Gemütliche Kneipe mit eigener kleiner Bühne, auf der teilweise namhafte DJs und Bands auftreten.
  • SAX Clubzone Nordhausen: Diskothek mit mehreren Floors am Rande von Nordhausen. Nicht zu verfehlen durch den die Nacht durchschneidenden Scheinwerfer, wann immer Party ist.
  • Karzer: Studentenclub auf dem Campus der Fachhochschule Nordhausen. Tagsüber Cafébetrieb, abends gelegentlich Partys. Bei den Partys ist die Vorlage eines Studierendenausweises erforderlich.

Es ist interessant, wie wenig nachts auf den Straßen Nordhausens abseits von den Hauptstraßen los ist. Teilweise kann man völlig gefahrlos mitten auf Straßen wandern, die tagsüber stark befahren sind.

Der Sternenhimmel in Nordhausen ist im Vergleich zu vielen anderen Städten grandios. Ob es an der Größe der Stadt liegt oder an der speziellen Straßenbeleuchtung (größtenteils Natriumdampflampen, die ein gelbes Licht abgeben), einen Blick auf dem Nachhauseweg ist er immer wert.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Lernen[Bearbeiten]

Triebwagen der HSB auf dem Verbindungsgleis zur Nordhäuser Straßenbahn

Fachhochschule Nordhausen - Gegründet in der jetzigen Form 1997. Die Fachhochschule hat zwei Fakultäten (Ingenieurwissenschaften und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) mit derzeit sieben Studiengängen.

Kunst[Bearbeiten]

Weiter geht's[Bearbeiten]

  • Ilfeld (8 km nördlich, B 4) - reizvoll im Tal der Behre gelegen, Ausgangspunkt für Wanderungen.
  • Nordhausen ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Abstecher in den Harz, mit dem höchsten Berg in Mitteldeutschland, dem Brocken.
  • Das Wander- und Naturschutzgebiet Rüdigsdorfer Schweiz liegt gleich in der Nähe.
  • Ebenfalls einen Ausflug wert ist ein Besuch der Goldenen Aue mit seinen Schlössern in Heringen (Helme) und Auleben.
  • Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora liegt nur ca. 5 km von Nordhausen entfernt. Sie zeigt verschiedene Dauer- und Wechselausstellungen und informiert über den Missbrauchs von Häftlingen für die Herstellung von Vernichtungswaffen während des Nationalsozialismus. [1]




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