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Myanmar

Aus Wikitravel
Asien : Südostasien : Myanmar
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Lage
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Flagge
Bm-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Pyinmana
Staatsform: Präsidial Republik
Währung: Kyat (MMK)
Fläche: 678.000 km²
Bevölkerung: 54 Mio (2011)
Sprachen: Burmesisch
Religionen: Buddhisten 89%, Christen 4%, Muslime 4% u.a.
Telefonvorwahl: +95
Internet TLD: .mm
Zeitzone: UTC+6,5 (MEZ+5,5)


Karte von Myanmar

Myanmar (früherer Name: Burma/Birma) ist ein Land in Südostasien. Im Südwesten grenzt es an den Golf von Bengalen und an das Andamanische Meer. Angrenzende Länder sind Bangladesch, Indien, China, Laos und Thailand.

Städte[Bearbeiten]

Eine vollständigere Liste findest du unter Städte in Myanmar.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Bagan - Riesiges antikes Tempelareal. Touristenziel Nummer Eins in Myanmar.
  • Inle See - romantischer See südlich von Taunggyi.
  • Kyaiktyo Pagode - Der Goldene Felsen.
  • Pindaya - Ort im Shan State. Höhlen mit über 8000 Buddhafiguren
  • Kalaw - Trekking für Abenteuerfans
  • Ngapali Beach - ruhiger Traumstrand - es gibt keinen besseren Ort zum Entspannen.
  • Ngwe Saung Beach - Silber Strand - ein 14 km langer, wunderschöner, Palmen gesäumter, weißer Sandstrand
  • Mrauk U - alte Königshauptstadt im Rakhine State
  • Mount Popa - dort liegt der Sitz der Nats - imposanter solitär stehender Berg
  • Mergui Archipel - über 800 dünnbesiedelte Inseln und Korallenriffe in der nördlichen Andamanensee.
  • Myitkyina - Ausgangspunkt für eine ewig lange Bootsfahrt mit Einheimischen in Richtung Mandalay
  • Putao - Trekkingparadies hoch im Norden, nahezu kein Tourismus und Basis für den erst einmal bestiegenen höchsten Berg im Land (Hkakabo Razi)

Gliederung[Bearbeiten]

Myanmar gliedert sich in sieben States und sieben Divisions. Die Landesteile, die überwiegend von der größten Volksgruppe Myanmars, den Bamar, besiedelt sind, heißen Division, die Bereiche, die überwiegend von Minderheiten bewohnt werden, State.

Die Minderheiten-States bilden zum überwiegenden Teil die Außengrenzen Myanmars; im Uhrzeigersinn beginnend im Südwesten:

  • Rakhine (Arakan) (Hauptstadt: Akjab)
  • Chin (Hauptstadt: Hakha)
  • Kachin (Hauptstadt: Myitkyina)
  • Shan (Hauptstadt: Taunggyi)
  • Kayah (Hauptstadt: Loi-kaw)
  • Kayin oder Karen (Hauptstadt: Pa-an)
  • Mon (Hauptstadt: Mawlamyaing)

Von den sieben Divisions verfügen zwei über Außengrenzen auf dem Festland, die übrigen fünf liegen entweder im Binnenland oder am Meer:

Hintergrund[Bearbeiten]

Hier noch ein bisschen Statistik:
  • Städtische Bevölkerung: 24,8%
  • Bevölkerungswachstum: 2,2%
  • Lebenserwartung (m/w): 60/63 Jahre
  • Analphabetenrate: 16%
  • Anzahl Touristen: 208.000 (2001), 816.000 (2011), ueber 1 Million (2012)

Das Land wird von einem sozialistischen Militärregime regiert, dessen Politik wegen der Einschränkung grundlegender Menschenrechte kritisiert wird. Deshalb wird es von vielen Staaten mit Embargos belegt. Insbesondere sind das die Staaten der Europäischen Union sowie die USA. Größere Handelsbeziehungen existieren mit China sowie weiteren asiatischen Ländern. Ebenso gibt es lokale Beziehungen zum Nachbarn Thailand. Speziell im Kampf gegen den Drogenhandel. Jeder Tourist muss sich bewusst sein, dass ein Großteil seines Geldes bei der Regierung landet. Daher sollte sich jeder vor der Reise überlegen, ob er das Land besucht oder dem Aufruf der burmanischen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi folgt, und das Land boykottiert. Wikitravel ist nicht der Ort für politische Diskussionen. Für diesen Gedankenaustausch gibt es Foren im Internet. Vor Ort sollte man sich nicht mit Einheimischen über die Politik des Landes unterhalten. Unter Umständen kann das Probleme für beide Seiten bringen.

In Myanmar gibt es viele Volksgruppen, die allein 100 Sprachen und Dialekte sprechen. Neben den Burmanen, die zwei Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen, gibt es die Karen, Shan, Chin, Arakanesen, Wa, Palaung, Mon, Kachin, Akha, Lahu, Naga, Intha. Diese bestehen teilweise noch aus Untergruppen. 88% der Einwohner Myanmars sind Theravada-Buddhisten. Aufgrund der vielen Volksgruppen flammen immer wieder Unruhen in einigen Regionen auf. Viele Völker wollen eine komplette oder teilweise Unabhängigkeit. Ein Beispiel sind die Karen im Grenzgebiet zu Thailand, die mit einer Kinderarmee für einen eigenen Staat kämpfen. Aber nur selten sind Informationen zur derzeitigen Situation zu bekommen. Offiziell gibt es in der Zwischenzeit zwischen der Regierung und allen rebellischen Gruppen eine Waffenruhe.

1989 wurden im Rahmen eines Prestigeprojektes der Regierung der Landesname sowie Orts- und Flußnamen umbenannt. Um Verwirrungen zu vermeiden, werden hier nur die neuen Namen verwendet, da sie auch im Land üblich sind. Einige wichtige Beispiele:

  • Union of Burma -> Union of Myanmar
  • Rangoon -> Yangon
  • Akyab -> Sittwe
  • Arakan -> Rakhine

Weite Teile des Landes sind nach wie vor für den Tourismus gesperrt. Dazu gehören zum Beispiel der Chin State und weite Teile des Shan State. Einige weitere Orte sind zwar zugänglich, allerdings herrschen verschiedene Einschränkungen. Teilweise ist eine spezielle Reiseerlaubnis notwendig, teilweise braucht man einen Führer, teilweise sind die Reiserouten vorgegeben. So sind einige Orte nur mit dem Flugzeug, bzw. auf einer vorgeschriebenen Straße erreichbar. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen dient es dem Schutz des Reisenden (auf der Inlands-Strecke nach Kengtung kommt es immer wieder zu Überfällen), zum anderen sollen einfach einige Regionen vom Blick des Ausländers verborgen bleiben. Die touristischen Hauptattraktionen des Landes sind aber ohne Bedenken und Probleme zu bereisen. Wer weitere Regionen bereisen will, sollte sich vor Ort bei Reisebüros (z.B. beim staatlichen Reiseunternehmen MTT) sowie den entsprechenden Behörden informieren. Die Wirtschaft des Landes wird zur Zeit von zahlreichen Joint Ventures aufgebaut. Die typische Konstruktion dieser Joint Ventures sieht etwa so aus: Ein ausländischer Investor stellt das Geld zur Verfügung und bekommt 49% der Anteile des Unternehmens. Eine Tochter oder ein Sohn eines hochhrangigen sozialistischen Nomenklaturamitgliedes bekommt 51% der Anteile - oft ohne jede finanzielle Einlage. So privatisiert die herrschende sozialistische Militärkaste den Reichtum des Landes.

Anreise[Bearbeiten]

Sonnenuntergang an der U-Bein Bridge
Eine Anreise ist nur per Flugzeug möglich. (Aktuelle Änderungen, siehe:Landweg) Internationale Flughäfen gibt es in Yangon und Mandalay. Ausnahmen stellen eintägige Ausflüge von Thailand aus dar (Tachilek - Grenzgebiet im nördlichen Thailand sowie Tauchausflüge in der Andmanensee).

Für die Einreise sind ein noch sechs Monate gültiger Reisepass und ein Visum erforderlich. Hierzu muss man den Visa-Antrag und ein Arrival Report Form ausfüllen. Beides kann man sich von der Myanmarischen Botschaft in Berlin zufaxen lassen oder auf deren Website herunterladen. Der Reisepass wird zusammen mit den Formularen, der Gebühr und einem für ein Einschreiben frankierten Rückumschlag an die Botschaft geschickt. Nach einer Woche liegt der Reisepass mit dem Visum wieder im Briefkasten. Das Arrival Report Form ist bei der Einreise nach Myanmar mit sich zu führen. Wer das Visum schneller benötigt, kann auch die Dienste von www.visaexpress.de in Anspruch nehmen.

Wer während der Reise entscheidet einen Teil davon in Myanmar zu verbringen, tut gut daran, das von Bangkok per Flugzeug aus zu machen. Zwar gibt es auch Flüge von den meisten anderen südostasiatischen Ländern, aber es gibt nur eine Botschaft, die wirklich hilfreich ist: Die Botschaft in Bangkok. Im Gegensatz zu den meisten anderen Botschaften der Union von Myanmar in der Gegend, bietet diese Botschaft 24h-Service an und stellt keine besonderen Anforderungen, wie etwa komplett gebuchte Reiseroute oder nur Geschäftsvisa. Man geht heute bis 15:00 Uhr hin, lässt seinen Pass da und kann morgen ein Visum mitnehmen. Daher: Bei Entscheidungen Vorort 48h Stop-over in Bangkok einlegen (Achtung: Wochenende mitplanen!).

Botschaft in Südostasien: Embassy of the Republic of the Union of Myanmar 132, SATHORN NUA ROAD, BANGKOK 10500, Thailand

bzw. สีลม บางรัก กรุงเทพมหานคร 10500, Thailand Tel : (662) 233-2237, 234-4698, 233-7250, 234 4789,237 7744

Zuständig für Thailand und internationale Reisende Öffnungszeiten: verm. 9:00-15:00

Öffentl. Verkehrsmittel: Surasak Station

Botschaft der Union Myanmar: Thielallee 19, 14195 Berlin (Dahlem), Tel.: 030-2061570, Fax: 030-20649757, http://www.botschaft-myanmar.de, E-Mail - Die Sprechzeiten der Botschaft sind Mo-Fr von 10:00-16:00 - Die Botschaft in Berlin ist auch für Österreich, Belgien und die Niederlande zuständig.

Für die Schweiz: Myanmar Union auprès de l'ONU; consulat géneral, av. Blanc 47, 1202 Genf, Tel.: 022-9069870, Fax: 022-7328919. Auf der Homepage http://www.myanmargeneva.org können Visaanträge heruntergeladen werden.

Luftweg[Bearbeiten]

Eine Einreise nach Myanmar per Flugzeug ist über den internationalen Flughafen in Yangon möglich. Von Europa aus kann man Myanmar ab 6. November 2012 seasonal per Direktflug mit Condor erreichen. Ggf. bietet sich ein Flug über Bangkok oder Singapur an. Über Bangkok kann man inzwischen Mynamar auch über Mandalay anreisen. Eine Direktverbindung nach Kambodscha mit Air Bagan ist in Planung aber bis jetzt nicht eingerichtet.

Landweg[Bearbeiten]

Eine Einreise auf dem Landweg war bis vor kurzem (Stand September 2013) ohne weiteres nicht möglich. Momentan ist die Einreise auf dem Landweg von Thailand aus an mindestens 3 Stellen möglich wenn man das Visum schon (in Bangkok) im Voraus besorgt hat: Mae Sai/Tachileik, Mae Sot/Myawaddi, und Ranong/Kawthaung. Laut auswärtigem Amt kann man auch in Hteekhee (Thantharyi) – Phunaron (Thailand)einreisen, diese Orte sind aber in gängigen Landkarten mit der Schreibweise nicht zu finden.

Es scheint aber nicht sehr verlässlich zu sein und die Einreise kann bestimmten Nationalitäten willkürlich verweigert werden und insgesamt ändern sich die Regelungen anscheinend oft, also ist es wohl am besten sich aktuell zu informieren. Anfang Oktober 2013 konnte man mit meinem deutschen Pass problemlos über Tachileik eingereist und von dort mit dem Bus weiter nach Keng Tung gefahren. Ironischerweise kann man von dort nur via Flugzeug weiterreisen. Es ist auch möglich, im Süden Myanmars von Ranong (Thailand) aus kommend nach Kawthaung einzureisen. Von hier ist die Weiterreise per Schnellfähre (nach Myeik und/oder Dawai) und Flugzeug möglich. In beiden Fällen sind zur Weiterreise spezielle Genehmigungen unbedingt notwendig sowie ein gültiges Visum. Die Genehmigung kann jedoch bei der örtlichen Tourismus Agentur MTT gegen eine Gebühr von z.Z. USD 30,- problemlos eingeholt werden.

Seeweg[Bearbeiten]

Eine internationale Seeroute nach Myanmar gibt es derzeit nicht.

Mobilität[Bearbeiten]

Kyaikto Pagode - 'Golden Rock'

Flugzeug[Bearbeiten]

Es gibt ein Netz von Flugrouten, mit dem die größeren Orte Myanmars verbunden sind. Aufgrund mangelnder Wartung sollte nicht die einheimische Fluggesellschaft Myanmar Airways benutzt werden (Schreibweise ohne "r"). Diese ist aber nicht mit der international fliegenden Gesellschaft Myanmar Airways International zu verwechseln. Die drei Fluggesellschaften Air Mandalay, Air Bagan und Asian Wings bedienen alle Strecken zu touristisch interessanten Orten und teilweise zu asiatischen Metropolen. Die Fluggesellschaft Yangon Airways hat 2011 keine neue Fluglizenz erhalten.

Bahn[Bearbeiten]

Das Land besitzt ein Bahnnetz, welches die größeren Städte miteinander verbindet. Bei Touristen recht beliebt ist die Bahnfaht von Yangon nach Mandalay. Das Ticket kostet ca. $US 30-40. Das Fahren mit der Bahn in Myanmar ist eine gemächliche Angelegenheit. Der Zug fährt recht langsam, mehrstündige Verspätungen sind durchaus normal. Als Tourist sollte man die erste Klasse buchen. Dort sitzt es sich sehr bequem. Wer einen angeschlagenen Magen hat, und oft die Toilette aufsuchen muss, sollte sich vielleicht überlegen, den über 14 Stunden-Ritt zu verschieben. Man sollte sich für die Fahrt mit Trinkwasser versorgen. Dann steht einer interessanten und beschaulichen Fahrt nichts mehr im Wege. Wer einen Abstecher zum Inle See machen will, steigt in Thazi um.

Bus[Bearbeiten]

Es gibt staatliche und private Busse. Die staatlichen sind billig. Das erkauft man sich mit einer ziemlich unbequemen Reise. Diese Busse sind immer überfüllt. In der Zwischenzeit gibt es auch einige private Busunternehmen, die die wichtigen Hauptstrecken bedienen. Hier hat man dann seinen eigenen Sitzplatz und Klimaanlage. Man sollte sich das Ticket einen Tag im voraus besorgen. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse wird das Fahren allerdings nie wirklich bequem sein und man kommt in der Regel auch nicht zu einem Nickerchen. Am Schlafen hindert in vielen Überlandbussen außerdem das in schallender Lautstärke über meist schwer knarzende Boxen auf einem Fernseher ausgestrahlte Karaoke-TV, bei dem der gesamte Bus lauthals mitsingt - auf jeden Fall ein Erlebnis. Die langen Fahrten werden alle paar Stunden unterbrochen um zu Essen oder zur Toilette zu gehen.

Auto[Bearbeiten]

  • Pickups: Auf allen Verbindungen zwischen den Orten verkehren auch Sammeltaxis (Pick-Ups). Auch hier geht es sehr eng und unbequem zu. Bei Regen kann man zusätzlich noch naß werden. Für lange Strecken ist von der Benutzung abzuraten.
  • PKW: Es ist Ausländern nicht erlaubt, in Myanmar ein Auto zu führen. So gibt es auch keine Autovermietungen. Man kann sich aber durchaus ein Auto mit einem Fahrer mieten. So ist es auch möglich sich für den ganzen Urlaub ein Auto mit Fahrer zu besorgen.
Tempelareal von Bagan

Schiff[Bearbeiten]

Einige Strecken im Land kann man auch mit dem Boot befahren. Dazu gehören alle Verbindungen auf dem Ayeyarwaddy. Allerdings ist es ein sehr gemächliches Reisen. Aber man bekommt auf bequeme Art und Weise viel vom Land zu sehen. Empfehlenswert sind folgende Touren:

Sprache[Bearbeiten]

Die Haupt- und Amtssprache ist Birmanisch. Nebenbei gibt es etwa 100 weitere Sprachen und Dialekte. Das Burmanische gehört der Tibeto-Burmanischen Sprachgruppe an. Die Schrift setzt sich hauptsächlich aus Kreissegmenten zusammen. Der Ursprung dieser Schrift ist - ebenso wie der thailändischen und laotischen - Südindien. Wie bei anderen Sprachen Südostasiens ist auch beim Burmanischen die Bedeutung der Worte von der Betonung abhängig. Daher sollte man sich die Worte beim Lernen von einem Einheimischen vorsprechen lassen. Die Schwierigkeiten mit der Aussprache sollten den interessierten Reisenden nicht davon abhalten, sich ein paar Worte anzueignen. Ein 'Mingalabah!' für 'Guten Tag' oder 'Shisubeh!' für 'Danke' wird den Einheimischen schnell ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Sehr oft findet man die Silbe Shwe- in den Bezeichnungen. Dieses ist das birmanische Wort für Gold.

Alle Myanmaren, die mit Touristen in Kontakt kommen, können Englisch. Es ist somit kein Problem, sich zu verständigen. In touristisch wenig frequentierten Gebieten, wie z.Bsp. in Sittwe und Mrauk U herrscht teilweise nur ein kleiner Grundwortschatz, da kann es auch mal im Hotel mit der Verständigung eng werden. Das sollte aber niemanden davon abhalten, diese Gegenden zu bereisen.


Kaufen und Geld[Bearbeiten]

Stand August 2012.
Myanmar Exchange Certificate 10USD

Die in Myanmar gültige Währung ist der Kyat (gesprochen: Tschatt). Es sind nur Scheine im Umlauf. Für die Bezahlung von Eintrittsgeldern und in Hotels sind allerdings Euro oder der Dollar gefragt. Myanmar ist wohl das Land mit dem komplizierten System. Neben der Währung und den Devisen gibt es auch noch sog. Exachnge Certificates, die zu einem USD äquivalent sind. Ehe die Bevölkerung Devisen annehmen durfte, musste man als Tourist zunächst Exchange Certificates kaufen. Das ist heute nicht mehr nötig. Daher: Ignorieren.

Geldautomaten und Verfügbarkeit[Bearbeiten]

Es gibt ab 2013 ATMs, zumindest in Yangon (Airport, Strandhotel), Mandalay, Nyaung-U und Tachileik, wo man mit Maestro- oder Visa-karten Geld abheben kann. Aber besser vorher die Bank fragen, ob sie ihre Karten in Myanmar freigeschaltet hat. Da Myanmar jetzt an das internationale Bankennetz angeschlossen ist, ist es daher nicht mehr unbedingt nötig sich vorher genug Geld zu besorgen und es bar einzuführen. Die einzigen aktzeptierten Währungen sind Euro, US-Dollar und Singapurdollar. Andere Währungen werden nur auf dem Schwarzmarkt gehandelt und dort sind die Kurse generell etwas schlechter und illegal ist es obendrein.

Der US-Dollar ist als Währung nicht zu empfehlen, da es eine starke Kultur der Banknotenschönheit gibt (siehe unten). Von offizieller Seite werden nur einwandfreie Scheine akzeptiert, was unter Umständen schwierig werden kann. Daher: Bevorzugt EUR oder SGD mitbringen. Die dürfen so zerknüllt sein, wie sie gerade sind. Sie werden angenommen. Es empfiehlt sich daher folgendes Vorgehen: Wer in DACH losfliegt, nimmt sich die entsprechende Menge EUR-Bargeld mit. Wer vorort entscheidet und sowieso durch Singapur muss, der holt sich dort aus dem Geldautomatwn die entsprechende Menge Singapurdollar (Tip: OCBC-ATM). Wer via Bankok (siehe Botschaft) einreist, kann sich dort an den Geldautomaten Baht abheben (Fast alle ATMs verlangen 150฿ Gebühr. Evtl. Bei Heimbank rückerstattbar. Wechselstuben oder Touristen können das dann in EUR/SGD wechseln. Achtung: Tages, Wochen und Kartenlimits beachten!

Für Notfälle kann man in internationalen Hotels via Kreditkarte und gegen üble Abzüge Bargeld bekommen. Die Kartenterminals sind dann typischerweise per Telefonleitung ins Ausland verbunden und rechen in USD. Allerdings gibt es diese internationalen Hotels bei weitem nicht überall.

Wechselkurs und Geldwechsel[Bearbeiten]

Es gibt in Myanmar ein System der zwei Umtauschkurse. In Banken und öffentlichen Wechselstuben erhält man aber den besseren Kurs. (siehe unten). Der Außenkurs liegt ca. bei 1 EUR = 1140 Kyat! Überschüssiges Geld kann problemlos zurückgetauscht werden. In manchen Gegenden ist es auch üblich beim Zahnarzt (Hpa-an) zu wechseln. In Hotels sind die Wechselkurse signifikant schlechter. In Yangon ist es ratsam direkt am Flughafen das Geld zu tauschen, ansonsten kann das Geld auch in den Wechselstuben an der Sule Pagode oder im Bogyoke Aung San Market getauscht werden, obwohl hier viele Touristen bereits schelcteh Erfarungen gemacht haben. Nicht ratsam ist es auf offener Straße oder in den Gängen des Marktes zu tauschen, worauf man oft angesprochen wird, insbesondere von Indern. Es gibt Fälle, in denen der Händler, den Dollar-Schein entgegennimmt und begutachtet und dann einfach wegrennt. Auch werden Taschenspielertricks angewendet und ein Teil der ausgegeben Scheine wieder zurückgeholt bzw. 100 US-Dollar Noten gegen 1 US-Dollar Noten ausgetauscht. Diese Fälle häufen sich, wenn man sich einschlägige Foren (Stefan Loose, Lonely Planet) etc. durchliest. Es können in der Regel nur saubere, ungeknickte 100 Dollar Noten ohne Risse getauscht werden, die nicht älter sind als 1996 und nicht mit der Seriennummer CB versehen sind. Hierbei gilt, je höher der Wert der Note ist desto besser ist der wechselkurs(Stand März 2012) Zudem werden die Scheine mit einem kleinen Gerät elektronisch getestet. Der Umtausch ist an sich sehr pingelig. Sogar mit einer Lupe rücken die Mitarbeiter der Wechselstuben an. Der Umtausch dauert zwar, aber in der Regel bekommt man den Gegenwert in Kyat. Auch bei EUR-Scheinen soll darauf geachtet werden, dass sie wie neu aussehen und keinerlei Markel wie Flecken oder Knicke aufweisen, da diese auch oftmals abgelehnt werden.

Trinkgeld und Kleinigkeiten[Bearbeiten]

Empfohlen wird aber auch die Mitnahme von kleinen Scheinen (1, 5, 10) in USD für Trink- und Bestechungsgelder. Die 1er dürfen auch durchaus einige Schönheitsfehler haben. Tauschen ist mit kleinen Scheinen nur mit deutlichen Abschlägen möglich. Außerdem ist die Anschaffung einer "Geldkatze" sinnvoll. Im Tagesgeldbeutel befinden sich damit nur die für ein bis zwei Tage benötigten Beträge.

Generell sollte für die Masse an Geld Euro oder Singapurdollar mitgebracht werden.

Kaufen[Bearbeiten]

Tempelareal von Bagan

Im Allgemeinen ist bei den gekauften Waren (insbesondere Souvenirs) immer Verhandeln angesagt. Ein Souvenir kostet statt 69 US-Dollar dann schnell nur noch 28 US-Dollar. Zum Verhandeln hatten wir mangels Sprachkenntnissen gute Erfahrungen mit einem winzigen Solar-Taschenrechner. In Gästehäusern macht man den Preis vorher aus - typischerweise gibt es eine Preisliste und genau das bezahlt man auch (vorher). In Restaurant sollten vorher die Preise erfragt werden, da diese auf den Karten nicht sichtbar sind.

Ausgemachte Preise sollten einfach bezahlt werden. Es ist möglich, dass der ausgemachte Preis plötzlich verdoppelt wird (insbesondere bei Taxen oder Tuk-Tuks) und diesen nach der Fahrt verlangt wird. In einem solchen Fall einfach den vorher ausgemachten Preis in die Hand drücken und wortlos gehen. Da das korrekt ist und der Taxifahrer das weiß, wird er nicht rebellieren. Wenn während der Fahrt neue Preise daherkommen, kann es auch ratsam sein eine Fahrt vorzeitig zu beenden oder so zu tun. Damit stärkt man seine Verhandlungsposition und zeigt auch auf, dass das ein Schritt zu viel war. In aller Regel gilt aber auch in Myanmar: Ein Mann ein Wort. Preise werden vorher einfach vereinbart und eigentlich auch gehalten.

Wechselkurse in einer Bank
  • Umtauschkurs (November 2007): 1 US Dollar -> Kyats: 1280; 1 Euro -> Kyats: 1750
  • Umtauschkurs (Dezember 2010): 1 US Dollar -> Kyats: 860,-
  • Umtauschkurs (März 2012): 1 US Dollar -> Kyats: 767
  • Umtauschkurs (August 2012): 1 US Dollar -> Kyats: 868; 1 Euro -> Kyats: 1083
  • Umtauschkurs (April 2013): 1 US Dollar -> Kyats: 879; Euro -> Kyats: 1142

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Es gibt in Myanmar eine Reihe von Curries, die sich in den einzelnen Regionen unterscheiden. Beispielsweise sind die Curries im Rakhine State bedeutend schärfer als im Rest des Landes. In Rakhine werden auch Stäbchen benutzt, während in anderen Gegenden mit der Hand, bzw. mit Löffel und Gabel gegessen wird. Ein Allrounder ist die Suppe Mohinga. Ohne feste Rezeptur kann sie zu jeder Tageszeit gegessen werden. Einige Hotels und Gästehäuser bieten sie auch als Alternative zum eher langweiligen Kontinentalfrühstück an, welches normalerweise bei der Übernachtung inklusive ist. Dieses besteht immer aus Toast, Butter, Marmelade und 2 Eiern. In manchen Hotels sind auch Pancakes ein willkommende Abwechslung. Schälbares Obst in Myanmar ist ein Genuss. Auf den Märkten sind insbesondere Mangos erhältlich (besonders ganz gelbe), Bananen und vieles mehr. (siehe Hinweise dazu unten) Eine warme Mahlzeit bekommt man fast zu jeder Tageszeit nahezu überall. An fast jeder Ecke sind Restaurants in denen man sehr günstig essen kann (ca. 2-3 Euro pro Portion). Selbst westliche Getränke wie Cola etc. sind überall erhältlich. Myanmar ist nach wie vor ein Entwicklungsland. Wasser in Trinkqualität kommt durch nicht direkt aus der Leitung sondern ist abgepackt in Plastikflaschen. Es ist ratsam nur dieses Wasser zu trinken. In der Regel bekommt man überall für enorm wenig Geld (ca. 100 Kyat) eine Flasche Wasser, die noch nicht geöffnet wurde. Absolut tabu sollte das Wasser aus den typischen Bechern sein. In der Regel stehen überall Trinkwassertanks mit einem Zapfhahn und einem Becher (aus dem jeder trinkt) darunter. Auch in Zügen wird der Becher herumgereicht und für wenige Kyats bekommt man etwas zu trinken. Die Hygiene bleibt dabei außen vor. Die Einheimischen sind aber die Bakterien längst gewöhnt. Fast alles kauft man auf Märkten. Supermärkte und Discounter sind dort noch fast unbekannt. Die Regel: "Koch es, schäl es oder wirf es weg" gilt auch in Myanmar. Zu verlockend ist natürlich der Anblick von Salat und Obst. Allerdings werden diese Lebensmittel mit dem lokalen Leitungswasser (auch in Hotels) gewaschen und führen bei Westlern zu starken Magenverstimmungen. Essbar ist zudem aber noch der morgendliche Toast etc. Geschält werden sollte aufgrund oft sehr verschmutzter Messer selbst. Hierzu ist es ratsam ein eigenes kleines Reisetaschenmesser mitzuführen.

Ausgehen[Bearbeiten]

Infolge der Isolation des Landes und der wenigen Touristen des Landes ist außer den kulturellen und den Erholungsmöglichkeiten in Myanmar nicht viel los. Die Myanamaren selber gehen eher früh zu Bett. In den Hotels der Oberklasse gibt es Clubs, die lange geöffnet haben und Live-Musik und Möglichkeiten zum Tanzen bieten.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

(Stand März/April 2012) Unterkünfte in Myanmar kann man telefonisch im Voraus buchen, oder als "Walk-In" Kunde. Allerdings liegen die Preise oft um ein vielfaches höher als der eigentliche Preis. Besser ist es, eines der zahlreichen Reisebüros aufzusuchen, die man leicht findet und das jeweils nächste Hotel dort zu buchen. Damit liegen die Preise in der Regel zwischen 15 US-Dollar und 30 US-Dollar pro Doppelzimmer und mit Frühstück. Nur selten (Yangon, direkt oben am Golden Rock, Ngapali Beach) muss man mehr Geld einplanen. Wie man uns mitteilte liegt die Vorgehensweise der Buchung via Reisebüro an einer komplizierten Regelung der Regierung. In Ngapali-Beach liegt die derzeit günstigste Übernachtungsmöglichkeit (immer noch ausgezeichnetes Hotel) bei ca. 45 US-Dollar/Zimmer inkl. Frühstück (südlichstes Hotel am Strand). Auch hier ist ein Vorausbuchen unbedingt nötig! Wer ohne Reservierung anreist, zahlt mangels Reisebüro vor Ort Preise um 200 US-Dollar pro Doppelzimmer und Nacht. Luxushotels sind inzwischen auch in den meisten touristisch geprägten Regionen vorhanden. In Yangon empfiehlt sich das Vorausbuchen eines Hotels, da die Bettenkapazität dem Touristenansturm nicht mehr ausreicht. Eine volle Auslastung ist inzwischen mehr die Regel als die Ausnahme. (Stand: März/April 2012) Die Zimmer in der genannten Preiskategorie sind sehr ordentlich und sauber. Wer mehr Luxus (oder schönes Ambiente) wünscht, ist in den luxuriöseren Hotels aber besser aufgehoben. Wichtig: Es dürfen ausschließlich Hotels aufgesucht werden, die staatlich registriert sind und über eine Lizenz verfügen! Private Übernachtungen sind streng verboten und bringen, wie wir erfahren mussten, die Einheimischen in große Schwierigkeiten! Die Ausstattung der Unterkünfte ist sehr variabel und hängt wie überall anders auch stark am Preis. In Myanmar ist die Stromversorgung unregelmäßig. Oft ist Nachts kein Strom vorhanden. Bessere Hotels haben in der Regel eine eigene Not-Stromversorgung. Wer darauf Wert legt sollte vor dem Einchecken danach fragen. Busse und Züge starten in Myanmar in der Regel früh am morgen gegen 06:00 oder 07:00 Uhr. Das macht oftmals ein zeitiges Aufstehen erforderlich und bietet nicht mehr die Möglichkeit zu Frühstücken. Wie überall in Südostasien haben eigentlich auch die Myanmesen kein Problem Ihre Dienste jederzeit anzubieten. So ist es normalerweise möglich, sich auch früh um 05:00 das Frühstück als Lunch-Paket mit auf dem Weg geben zu lassen. Man braucht eigentlich nur am Abend vorher Bescheid sagen. So bekommt man meistens auch noch schnell einen Kaffee hingestellt.

Lernen[Bearbeiten]

An der Universität in Yangon kann man das Fach "Burmanisch" (für Ausländer) belegen.

Arbeiten[Bearbeiten]

Vor Ort zu arbeiten ist kaum möglich. Lediglich ausländische Firmen, die vor Ort tätig sind, bieten die Möglichkeit, im Land zu arbeiten. Viele Firmen haben sich aber aufgrund der politischen Besonderheiten und der Probleme, die einem die Regierung in den Weg legen kann, wieder zurückgezogen. Eine weitere Möglichkeit, im Land tätig zu sein, bieten gemeinnützige Organisationen.

Feiertage[Bearbeiten]

Shwedagon Pagode in Yangon am Abend
Termin Name Bedeutung
Januar/Februar Vollmondfest Das Fest findet an drei Orten statt: im Ananada-Tempel in Bagan, der Shwedagon-Pagode in Yangon und der Shwenattaung-Pagode in Pyay
Januar/Februar htamane Reiserntefest
Februar/März Vollmond von Tabaung Pagodenfeste im ganzen Land
April/Mai Vollmond von Kason
April/Mai Thingyan Das Wasserfest wird zu Beginn des neuen Jahres gefeiert
Juni/Juli Vollmond von Waso Beginn der buddhistischen Fastenzeit
Juli Natfest Natfest auf dem Mt. Popa
Juli/August Vollmond von Wagaung Beginn der buddhistischen Fastenzeit
September/Oktober Vollmond von Thadingyut Ende der buddhistischen Fastenzeit
September/Oktober Phaung Daw U Pagodenfest großes Fest auf dem Inle See
September/Oktober Dewali Lichterfest
Oktober/November Vollmond von Tazaungmon Vollmondfest in der Shwezigon Pagode in Bagan
November Ballonfest Heißluftballonfest in Taunggyi
November/Dezember Vollmond von Nadawt Natfeste
Dezember/Januar Vollmond von Pyatho
4. Januar Independence Day Nationalfeiertag
12. Februar Tag der Einheit (Union Day) Feiertag zur Erinnerung an die Gründung des Landes im Jahre 1947
2. März Tag des Bauern Paraden in der Hauptstadt
27. März Tag des Widerstandes Paraden in der Hauptstadt
1. Mai Tag der Arbeit
19. Juli Tag der Erinnerung an Bogyoke Aung San
4. Dezember Nationalfeiertag Nationalfeiertag

Sicherheit[Bearbeiten]


Achtung neu.png
Von Reisen in den Rakhine-Staat einschließlich der Städte Sittwe und MraukU wird bis auf weiteres abgeraten..

Stand: 26.11.2013

Quelle: Auswärtiges Amt - Reise- und Sicherheitshinweise





In den für Touristen frei zugänglichen Gebieten kann man sich in der Regel ohne Sicherheitsbedenken frei bewegen. Auch allein reisende Frauen brauchen keine Bedenken haben. Wie eigentlich immer im Urlaub sollte man immer ein Auge auf seine Besitztümer haben. Diebstahl ist in Myanmar sehr selten. Für die eigene Reise ist das sehr positiv. Aber: Wie uns Einheimische mitteilten, liegt das unter anderem an exorbitanten Strafen. In der Regel ist das Volk sehr ehrlich und gibt sogar zu viel bezahltes Geld wieder heraus. Das einzige Sicherheitsrisiko stellen die weltweite Terrorgefahr sowie möglicherweise aufflammende interne Unruhen dar. So kam es am 26.04.05 und am 7.5.2005 zu Bombenanschlägen in Mandalay und Yangon. Eventuelle Auswirkungen auf den Tourismus lassen sich aufgrund der spärlichen Informationspolitik des Landes kaum abschätzen. Man sollte sich daher vor der Reise über die aktuelle Situation informieren.

Stand (Maerz/April 2012): Die Verbannung von Zeichen Opposition (Plakate, Fotos von San Suu Kyi und ihrem Vater) aus der Öffentlichkeit ist zwar deutlich zurückgegangen. Menschen zeigen auf T-Shirts und mit Flaggen offen die Zugehörigkeit zur Opposition. Auch Fotos von der "Lady", wie sie liebevoll genannt wird sind überall zu sehen. Dennoch sollte man als Tourist unbedingt Zurückhaltung zeigen und die Einheimische Bevölkerung nicht auf politische Themen ansprechen. Auftritte von Aung An Suu Kyi sollten als Ausländer generell gemieden werden. Hin und wieder wird man (inbesondere als Individualtourist) auf Politik angesprochen. Auf diese Gespräche kann man sich inzwischen durchaus einlassen. Unter keinen Umständen sollte Kontakt zur politischen Organisationen gesucht werden! Auch der Kauf von NLD T-Shirts oder Utensilien, was auf offener Straße immer wieder angeboten wird, sollte zwingend unterlassen werden.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Was die Gesundheit betrifft ist natürlich einiges zu beachten. Hepatitisimpfung ist notwendig. Ebenso empfohlen ist die Impfung gegen Thyphus. In einigen Foren findet man auch Hinweise und Empfehlungen, sich gegen Tollwut und japanische Enzephalitis zu impfen. In jedem Fall sollte man vor der Abreise einen Arzt konsultieren, um die notwendigen Vorkehrungen abzusprechen.

Malaria. Die WHO stuft mit Ausnahme der Stadtregionen von Yangoon und Mandalay das Land unter 1000 Höhenmetern als Malaria Risikogebiet ein und rät zur Prophylaxe. Wichtig sind also hierbei die üblichen Vorbeugemaßnahmen gegen Mückenstiche (lange, helle Kleidung; Mückenspray, Moskitonetz). Als Notfallmittel sollte hier jeder Tourist das Medikament Malarone dabeihaben. Einige Teile des Landes, an denen der Tourist vorbeikommt, sind aufgrund geografischer und klimatischer Verhältnisse malariafrei. Dagegen ist die Küstenregion sehr malariagefährdet (z.B. Ngapali Beach). Laut Auswärtiges Amt besteht in der Gegend um Ngapali Beach nur eine geringes Malariarisko!

Die medizinische Versorgung in Myanmar ist in technischer, apparativer und hygienischer Sicht mit Europa nicht zu vergleichen. Bei komplizierten Beschwerden sollte man eventuell einen kurzen Trip nach Bangkok in Erwägung ziehen. Dort findet man jede Menge Ärzte auch mit Fremdsprachenkenntnissen.

Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfungen findet man auf Tropeninstitut.de.

Weiterführende Webseiten:

Klima[Bearbeiten]

In Myanmar herrscht typisches Monsunklima mit drei unterschiedlichen Jahreszeiten. Dadurch ergibt sich eine ideale Reisezeit von Mitte Oktober bis Mitte Februar. Dann herrschen tagsüber angenehme 30°. Leichte Sommerkleidung für untertags ist also völlig ausreichend. Allerdings kann es in einigen Gegenden, z.B. in höher gelegenen Orten wie in Pindaya oder am Inle See, abends und in der Nacht recht kühl werden. Dann benötigt man unbedingt auch warme Pullover oder Jacken. Die Region um Mandalay kann in der Zeit von März bis Juli extrem heiß werden, Temperaturen von über 40 Grad sind dort dann keine Seltenheit!

Monat J F M A M J J A S O N D
Temperatur min. 19 20 22 25 25 25 24 25 25 25 23 20
Temperatur max. 32 34 35 36 33 30 30 30 30 31 31 31

Respekt[Bearbeiten]

Auch wenn Myanmar zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, legt man Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Deshalb tragen fast alle Männer - neben dem für den Europäer ungewohnten Wickelrock (Longyi) - ein gepflegtes Hemd. Daher sollte auch der Tourist einiges beachten. Die Knie und Schultern sollten immer bedeckt sein. Bademode gehört nur an den Strand und den Hotel-Pool. So gibt auch einige Verhaltensregeln, die es zu beachten gilt. Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern Südostasiens hat die Regierung die Bevölkerung jahrzehntelang von der Außenwelt isoliert. So ist niemand in diesem Land an Massentourismus gewöhnt. Begegnen Sie deshalb den Menschen bescheiden und zurückhaltend. Durch Heben der Stimme oder gar Wutausbrüche verlieren sie in den Augen eines Myanmaren Ihr Gesicht. Eine große Portion Gelassenheit zur Kompensation von Unzulänglichkeiten gehört unbedingt in das Gepäck eines Myanmar-Touristen. Im Gegensatz zu Europa sind Umarmungen und Zärtlichkeiten bei Paaren in der Öffentlichkeit unmöglich. Das Händeschütteln als Begrüßung ist nicht beliebt. Als besonders heiliger Teil des Körpers gilt der Kopf. So berührt man niemals ohne besonderen Grund den Kopf eines Kindes. Vor Pagoden und Tempeln müssen prinzipiell die Schuhe ausgezogen werden.

Kommunizieren[Bearbeiten]

  • Internet: Durch die strenge Isolierungspolitik der Regierung ist der Zugang zum Internet im Land beschränkt. Trotzdem bieten immer mehr Internetcafés und Hotels, vor allem in Yangon, Mandalay und Bagan, Internetzugänge für ihre Gäste an. Diese sind oft sehr langsam und instabil. Die bekannten E-Mail-Dienste wie z.B. Google oder Yahoo sind oft gar nicht oder zeitweise nicht erreichbar, E-Mail-Zugänge von Firmen oder kleineren Anbietern allerdings meistens schon. Als eines der ersten bietet das Cafe "Tokyo Donuts" in Yangon einen kostenlosen WLAN-HotSpot an. Der Abruf von Emails IMAP oder POP3 Servern funktionierte jedoch nicht. Gmail hingegen scheint nicht mehr blockiert zu werden. (Stand Feb. 2010).
  • Telefon: Auch das Telefonnnetz ist nur eingeschränkt nutzbar. Es ist nicht immer möglich von jedem Ort zu jedem Ort in Myanmar zu telefonieren. Das liegt an den teilweise unterschiedlich ausgebauten lokalen Netzen. Es ist in der Regel möglich, von der Hotelrezeption ein Gespräch nach Hause zu führen. Die Kosten belaufen sich auf ca. $US 4 pro Minute. Öffentliche Telefonzellen gibt es nicht.
  • Mobilfunk: Ein Mobilfunknetz wird gerade aufgebaut und funktioniert schon. Es haldelt sich hierbei um ein GSM 900 Netz der Firma Myanmar Posts and Telecommunications (Das Display zeigt "MPT GSM" an). Mit einer deutschen Sim-Karte ist noch kein Roaming möglich. (vorrausichliches Abkommen mit Telefonica o2, Ende 2013). In Grenznähe (z.B. Kawthoung) funktionieren Sim-Karten des Nachbarn Thailand gut. Die Kosten über MPT sind mit USD 0,90/Min ins Ausland akzeptabel es ist jedoch nach wie vor Glückssache, wenn einmal eine einwandfreie Verbindung zustande kommt. Das versorgte Gebiet umfaßt bis dato: Rangoon und Umgebung / Mandalay und Umgebung / Bhamo Stadt / Dawei / Myeik. Bei Einreise muß das Mobiltelefon deklariert werden.
  • Post: Die Post ist in Myanmar noch sehr unzuverlässig. Eine Ankunft Ihrer Urlaubspost kann nicht garantiert werden. Eine Postkarte kostet 30 Kyat. Es ist am besten, man gibt die Karte persönlich bei der Post ab. Oder man fragt bei der Hotel-Rezeption nach.
    • DHL Worldwide Express: 7A, Kaba Aye Paya Str., Yangon; Tel.: +95-1-664423
  • Botschaften
    • Deutschland: Embassy of the Federal Republic of Germany - Hausanschrift: 9 Bogyoke Aung San Museum Road, Bahan Township, Yangon - Postanschrift: GPO Box 12, Yangon 11181 - Tel.: +95-1-5489-51,52,53, Fax: +95-1-548899, E-Mail
    • Österreich: 63, 157.Str., Tarmwe Township
    • Schweiz: Schweizerische Botschaft - No. 11, Kabaung Lane, 5 ½ mile, Pyay Road, Hlaing Township, Yangon, Telefon & Fax: +95 1 534754 / 512873 / 507089, E-Mail






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