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Moshi

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Moshi
Moshi mit Kilimandscharo im Hintergrund
Kurzdaten
Bevölkerung: 144.336 (2002)
Koordinaten: 3° 20' 57" S, 37° 20' 31" O 
Zeitzone: GMT+3




Moshi ist eine Stadt in der Kilimanjaro Verwaltungsregion im Nordosten Tansanias.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten]

Bus[Bearbeiten]

Auto[Bearbeiten]

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Das gängigste öffentliche Verkehrsmittel ist das Daladala. Es handelt sich dabei zumeist um alte Toyota-Busse, die ursprünglich als 18-Sitzer gedacht waren, allerdings gut und gerne über 22 Personen transportieren. Es gibt mehrere Daladala-Linien, die unterschiedlich durch farbige Streifen auf der Fahrzeugseite gekennzeichnet sind. Da manche Farben nicht eindeutig sind, empfiehlt es sich, auf das Fahrtziel zu achten, das an der Vorderseite des Busses aufgemalt ist. Während der Fahrt klimpert der sogenannte "Conducta" mit Münzen und sammelt von den Fahrgästen das Beförderungsentgelt ein. Das Entgelt mit Stand März 2011 beträgt für Fahrten im Stadtgebiet 300 Shilling und ist bei jeder Fahrt zu entrichten. Wer an der nächsten Station aussteigen möchte, sagt zum Conducta "Shusha", idealerweise gefolgt von der Haltestellenbezeichnung. Reguläre Fahrtzeiten gibt es nicht, die Einheimischen haben allerdings viel Verständnis für eine Verspätung, wenn man das Daladala als Grund dafür angibt.

Eine weitere Möglichkeit in Moshi voranzukommen ist das Taxi. Idealerweise macht man sich vor Fahrtantritt den Fahrpreis aus. Als Richtwert (Stand 03.11) gilt in etwa für eine Fahrt von der Double Road zum KCMC 3000 Shilling. Der Fahrtpreis ist von der Strecke abhängig. Da viele Taxifahrer versuchen, weißen Touristen so viel Geld wie möglich aus der Tasche zu ziehen, ist Verhandeln ratsam.

Auch eine Option bietet bezahlter Autostopp. Dabei hält man mit einem Handzeichen vorbeifahrende Autos an und fährt mit ihnen in die Richtung mit, in die sie unterwegs sind (vorab nach dem Ziel fragen!). Üblicherweise goutiert man eine Mitnahme mit 1000 Shilling pro Person.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die größte und bedeutendste Sehenswürdigkeit ist natürlich das Kilimanjaro-Massiv, das man von vielen Teilen der Stadt sehen kann. Ansonsten ist die Double Road (offiziell Nyerere Road, aber unter dem Namen kennt sie kaum jemand) das pulsierende Herz der Stadt. Folgt man der Double Road in Richtung Süden, gelangt man zum großen, geschäftigen Markt. Unbedingt auf Wertsachen achten und um den Preis verhandeln!

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Das größte Schwimmbad in Moshi befindet sich im YMCA. Es bietet ein tiefes Sportbecken und ein 1-Meter-Brett. An Dienstagen und Donnerstagen ist ein Teil des Beckens für Schwimmunterricht abgesperrt. Der Eintritt kostet 3000 Shilling. Bikinis sind nicht gestattet.

Ein etwa nur 15 Meter langes und geschätzte sechs Meter breites Becken bietet das Impala Hotel in Shanti Town. Für 3000 Shilling kann es auch von nicht-Hotelgästen genutzt werden. Dazu erhält man auf Wunsch ein Handtuch, Bikinis sind erlaubt und man kann im Bereich des Pools Getränke ordern (Preis sehr gehoben - eine Flasche Cola um 2000 Shilling).

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In Moshi gibt es keinen Supermarkt im westlichen Sinne. Mehrere etwas größere Tante-Emma-Läden nennen sich zwar "Supermarket", verfügen aber nur über ein eingeschränktes Sortiment. Neuerdings hat sich hier auch die kenyanische Supermarktkette "Nakumatt" angesiedelt, Stadtmitte, am "Roundabout", am Ende der Double Road rechts, gegenüber KILIMANJARO COFFEE LOUNGE. Dennoch, Lebensmittel kauft man am besten am Markt, der an die Double Road anschließt. Dort empfiehlt es sich zu handeln. Gebrauchte Textilien, Taschen und Souvenirs sind ebenfalls am Markt zu finden. Manche Geschäfte und Marktstände haben auch Sonntags offen.

Grundsätzlich findet man die Güter des täglichen Gebrauchs aber um jede Ecke: Fast jeder zweite Haushalt in Moshi betreibt ein "Business" und hofft, mit dem Verkauf von Coca Cola oder Obst und Gemüse ein kleines Zubrot zu machen.

Ein Geheimtipp unter Touristen ist Ally's Hot Bread Shop in der Boma Road. Es ist wahrscheinlich der einzige Ort in Moshi, an dem man Gebäck bekommt, dass weder süß noch trocken ist. Auch Roggenbrot ist erhältlich.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Das Hauptnahrungsmittel der Einheimischen ist mit Sicherheit Ugali, ein eher geschmacksneutraler Maisbrei. Moshi liegt in der sogenannten "Fleischfresserregion" Tansanias, traditionell wird viel Fleisch gereicht. Man sollte darauf achten, dass dieses gut durchgegart ist. Das Fleisch ist meistens sehr fettig.

Man kann an vielen Straßenecken geröstete Maiskolben kaufen oder "Mshikaki" genannte Fleischspieße (pro Spieß ca. 500 Shilling - wenn man sagt, man hätte ihn gerne zum Mitnehmen, darf man sich nicht wundern, wenn man nur das Fleisch kriegt, da der Spieß wiederverwendet wird). Ebenfalls ein beliebter Snack ist das Fladenbrot "Chapati", das etwa 200 Shilling pro Stück kostet.

Touristentreffpunkte:

Coffee Shop in der Kilima Road. Es handelt sich um ein von einer Kirche betriebenes, nichtkommerzielles Arbeitsbeschaffungsprojekt. Die Preise sind deshalb trotz für Moshi bemerkenswerter Hygiene passabel (Hauptspeisen zwischen 3000 und 6000 Shilling). Von den Spaghetti ist mangels Geschmack dringend abzuraten, Sandwiches, Bagels und Burger sind hingegen recht gut. Schöner Gastgarten, ein (fast) reiner "Mzungu"-Treff.

Kilimanjaro Coffee Lounge in der Chagga Street. Fast nur europäische und amerkikanische Gäste. Die Preise in der Coffee Lounge sind gehoben, der Service für Moshi-Verhältnisse dagegen sehr schnell (man bekommt das Getränk binnen zehn Minuten serviert - wer wirklich rasende Bedienung erwartet, sollte von einem Tansania-Besuch absehen). Burger, Pommes, Bagels und Sandwiches sind gegen den Hunger zu empfehlen, wer sich etwas gönnen will ist mit den wirklich guten Smoothies und Milkshakes oder einem Eisbecher gut beraten. Freitags bis Sonntags werden auch Torten angeboten, unter der Woche Kuchen. Eine große Auswahl an Kaffeespezialitäten rundet das Angebot ab, für musikalische Gäste steht ein Klavier bereit.

Union Cafe in der School Street. Mit Schießgewehren bewaffnete Sicherheitsleute sorgen für die Unversehrtheit der hauptsächlich weißen Gäste. Das Union Café serviert ausschließlich Kaffee, der an den Hängen des Kilimanjaro von Kleinbauern angebaut wird (die mit jeder getrunkenen Tasse finanziell Unterstützt werden). Es gibt großteils amerikanisch angehauchte Snacks wie Burger oder Quesadillas. Bemerkenswert ist die wahrscheinlich einzige schmackhafte Pizza (ab 6000 Shilling) in Moshi, die hier in einem Steinofen gebacken wird.

Milan´s Restaurant an der Double Road. Außen türkis, innen knallpink bietet das Milan's rein vegetarische Speisen in guter Qualität. Gegessen wird an sauberen Tischen mit Plastiktischdecke, in der Ecke steht ein Fernseher, der auf Bitten des Gastes gerne auch auf nicht-ohrenbetäubende Lautstärke geschalten wird. Vergleichsweise rascher, freundlicher Service, sehr schmackhafte, hauptsächlich indische Küche. Das Publikum ist gemischt: Neben manchen Touristen speisen hier viele Angehörige des Chagga-Stamms und Stadtbewohner indischen Ursprungs. [1]

Chrisburger in der Kibo Road. Im Moshi-Vergleich tatsächlich Fast Food, die Speisen werden binnen einer Viertelstunde serviert. Es gibt eine Auswahl an indischen und lokalen Speisen, das Hauptaugenmerk liegt auf Burgern, Pommes und Muffins. Günstig: Ein Cheeseburger mit Pommes kostet 3500 Shilling. Chrisburger verfügt über einen großzügigen Gastgarten im Innenhof, der sich nach Sonnenuntergang zum Nachtlokal mit Musik verwandelt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Donnerstags um 20.00 Uhr werden im "Watering Hole" Filme (meist auf Englisch) auf einer großen Leinwand in einer Art Freiluftkino gezeigt (Eintritt 3000 Shilling). Anschließend kann man bei Snacks und Cocktails (ca. 6000 Shilling, 1 Soda um 1000 Shilling) das Wochenende langsam einleiten. Bei den Besuchern handelt es sich zu mehr als 90 Prozent um Weiße.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Es gibt in Tansania keine gebräuchliche Sterne-Kategorisierung. Wenn einem fünf Sterne versprochen werden, kann man dennoch in einer besseren Jugendherberge landen.

Eine günstige und saubere Möglichkeit, in Moshi zu übernachten, ist das Twiga Home im Soweto. Einzelzimmer gibt es ab 12 Dollar, auf Wunsch kann man gegen einen kleinen Aufpreis auch eine Klimaanlage dazunehmen. Bei Aufenthalten ab 1 Monat ist eine Preisverhandlung möglich. Es gibt einen kostenlosen Shuttle-Service in die Innenstadt sowie im Preis inkludiertes WLAN. Den Gästen steht auch (gegen Bezahlung) ein Computer mit Internetanschluss zur Verfügung.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Natürlich gibt es auch in Moshi wie in allen Städten Tansanias armutsbedingte Kriminalität. Im Vergleich zur inoffiziellen Hauptstadt Dar Es Salaam oder zum touristischen Sansibar ist Moshi allerdings sehr sicher. Es empfiehlt sich, besonders im dichten Straßengetümmel oder im Daladala auf seine Wertsachen zu achten. Viel größer als die Wahrscheinlichkeit, bestohlen zu werden, ist die Chance als "Mzungu" (Weißer) über den Tisch gezogen oder mit (erfundenen) rührseligen Geschichten zu großzügigen Spenden überredet zu werden. Frauen sollten nachts nicht alleine oder in kleinen Gruppen unterwegs sein. Nach Sonnenuntergang empfiehlt es sich, mit dem Taxi zu fahren (da es keine Taxizentrale oder ähnliches gibt, sollte man die Nummer von zwei oder mehreren Taxifahrern im Handy eingespeichert haben - falls der Angerufene gerade nicht verfügbar ist, kann man ihn meistens dazu bringen, einen befreundeten Taxifahrer vorbeizuschicken).

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Wie in ganz Tansania gilt auch in Moshi: Das Einnehmen einer Malaria-Prophylaxe ist dringend empfohlen. Zusätzlich sollte man Moskito-Repellents (günstig in verschiedenen Geschäften vor Ort erhältlich) benutzen und nachts das Moskitonetz unter die Matratze einschlagen (nachdem man sichergestellt hat, dass sich im Netz keine Stechmücken befinden).

In Notfällen und im Krankheitsfall ist am Besten das KCMC Hospital (Endhaltestelle der grünen Daladala-Linie, jedem Taxifahrer ein Begriff; Tel: 2754377/78) aufzusuchen. Die Arztgebühr von 30.000 Shilling ist vorab in bar zu begleichen. Viele ausländische Ärzte und eine für örtliche Verhältnisse gute Ausstattung machen das KCMC zur besten medizinischen Adresse der Stadt. Das KCMC beinhaltet eine Medikamentenausgabe, die viele Arzneien vorrätig hat.

Für kleinere Blessuren empfiehlt sich auch das Jefferi Ärztezentrum nahe der Double Road. Die großteils indischen Ärzte bieten einen verträglichen medizinischen Standard. Auch hier gibt es eine Pharmacie mit gutem Sortiment.

Medikamente sind grundsätzlich ohne Rezept zu haben und Tabletten werden hauptsächlich Stückweise verkauft. Hauptsächlich handelt es sich um Generika aus dem indischen oder arabischen Raum - unbedingt auf Ablaufdatum achten!

Einen Malariatest kann man ab ca. 1500 Shilling in einem der vielen über die Stadt verteilten Labors machen. Dabei empfiehlt es sich, auf den Hausverstand zu vertrauen und nur in ein Labor zu gehen, dass einen halbwegs hygienischen und vertrauenswerweckenden Eindruck macht.

Im Fall eines Urlaubsflirts ist dringend (dringend!) auf die extrem hohe HIV-Durchseuchungsrate zu achten. Egal wie hoch die Hormone fliegen - von ungeschütztem Geschlechtsverkehr ist in jedem Fall abzuraten!

Klarkommen[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Viele Einheimische sprechen passabel Englisch, wenn ein Tourist sich ein paar Brocken Suaheli aneignet, wird das jedoch sehr gern gesehen.

Wichtig sind die verschiedenen Begrüßungsrituale. Jugendliche grüßen sich mit einem lässigen "Mambo", worauf die korrekte Antwort "Poa" lautet. "Poa" kann man auch auf "Jambo" zurücksagen, wobei "Jambo" laut Lehrbuch die bessere Alternative wäre. Oft fragt man sich auch nach dem Befinden: "Habari?" Darauf gibt es - es sei denn, man ist just in dem Moment am Sterben - nur eine einzige Antwort: "Nzuri", also "fein". Personen, die sichtlich mindestens 10 Jahre älter sind als man selbst, grüßt man mit "Shikamoo". Diese Antworten darauf meist freudig mit "Marahaba."

"Samahani" heißt so viel wie Entschuldigung (sowohl als Ansprache, wie zB beim Kellner, als auch als Gesuch um Vergebung). "Tafadhali" bedeutet "bitte" - man hört es in Moshi allerdings sehr selten. Viel häufiger hört man schon "Asante" - "danke". Als Weißer wird man von den "Moshikanern" gerne als "Mzungu" tituliert - angeblich ist das Suaheli-Wort für hellhäutige Menschen nicht rassistisch gemeint. Will mein ein Haus betreten, klopft man traditionell nicht, sondern bittet mit "Hodi" um Einlass und wartet, bis man mit "Karibu" willkommen geheißen wird. Üblicherweise bietet einem der Gastgeber dann mit den Worten "Karibu kiti" einen Sitzplatz an.

"Ndio" heißt "ja", "Hapana" heißt nein (auch wenn sich viele Straßenverkäufer weigern, letzteres in egal welcher Sprache zu verstehen). Oft wird man von Gleichaltrigen als "Dada" ("Schwester") oder "Kaka" ("Bruder") angesprochen. Es ist üblich, alle beim Vorbeigehen zu grüßen, außer vielleicht auf der sehr geschäftigen Double Road.

Wer als "fett" bezeichnet wird, sollte sich in Moshi übrigens nicht gekränkt fühlen: Als übergewichtig erkannt zu werden gilt hier als großes Kompliment.

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