Montagnola senese

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Die Montagnola senese ist eine waldreiche Hügellandschaft südlich-westlich von Siena in der Toskana

[bearbeiten] Orte

  • Ancaiano
  • Marmoraia
  • Montecagnano
  • Pievescola
  • Sovicille

[bearbeiten] Weitere Ziele

[bearbeiten] Hintergrund

Montagnola senese nennt man die kleine, bergige Waldlandschaft zwischen Monteriggioni, der SS 541 und Siena, begrenzt durch die Täler der Elsa, der Rosia und des Merse. Das Gebiet unterscheidet sich vor allem durch seinen dichten Wald vom restlichen Sieneser Umland und sollte deshalb als selbstständige Landschaft erwähnt werden, wobei es oft einfach zum Alta Val d'Elsa (Oberen Elsa-Tal) gezählt wird, gelegentlich auch zum ähnlichen Merse-Tal. Die zentrale Comune ist Sovicille.

Das landschaftlich sehr schöne, fruchtbare Gebiet ist hügelig, fast bergig, reich an Bächen, dicht mit Mischwald und Unterholz bewachsen und ist durch seine Nähe zu Siena ein beliebtes Wohn- und Naherholungsgebiet der Sienesen. Im Mittelalter und während der Renaissance wurde hier in kleinen Stil farbig gemusterter Marmor abgebaut. Die Hügel sind sehr mineralreich, unter anderem findet sich hier Eisen, was auch die rötliche Farbe der Erde verrät. Die ausgedienten Marmorbrüche und eine Reihe von Höhlen laden nicht nur Speleologen zum Entdecken ein.

Die abwechslungsreiche und üppige Flora setzt sich u.a. zusammen aus Stein-, Kork- und anderen Eichen, Wacholder, Ginster, Erdbeerbaum, Eßkastanien, Wildrosen und Mäusedorn. Neben der Forstwirtschaft gibt es hier Tierzucht, vor allem Schafen und die einheimische Schweinerasse cinta-senese, die halbwild in den Wäldern gehalten wird. Auch die Fauna in dem naturnahen Gebiet ist vielfältig: Wild- und Stachelschweine, Füchse, Dachse, Hasen und verschiedene Greifvögel sind hier heimisch.

[bearbeiten] Klima

Siehe Chianti.

[bearbeiten] Sprache

Italienisch.

[bearbeiten] Anreise

Auf der A1 (E35) bis Firenze Firenze Certosa und dort auf die SR2 (Via Cassia).

[bearbeiten] Mobilität

Das Gebiet ist durch die öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ausreichend erschlossen, ein Pkw oder motorisiertes Zweirad ist angeraten. Alternativ kann man das nicht sehr große Gebiet zu Fuß oder mit dem Rad erkunden.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die Schönheit der Montagnola liegt weniger in Kulturschätzen, sondern in der einzigartigen, naturbelassenen Landschaft und in der Stille, die den Gast trotz seiner Nähe zu Siena und den großen Verbindungsstraßen empfängt. An warmen Sonnentagen, aber auch nach einem Regen duftet der Wald intensiv nach Erde, Eichen, Moos, Wacholder und Kräutern und regt zum Spazieren gehen an. An einem Bächlein lässt es sich hervorragend rasten. Man kann kilometerweit gehen, ohne Motorengeräusche zu hören oder durch ein Dorf zu kommen, nur hin und wieder gibt es einen versteckten Weiler oder ein einsames Ferienhaus.

Eine Reihe von gepflegten Wanderwegen und Naturlehrpfaden erschließt das Gebiet. Auch für Mountainbike- oder Vespa-Touren und Ausritte zu Pferd lädt das Gebiet mit einen kleinen, gewundenen Schottersträßchen ohne nennenswerten Verkehr ein. Unterwegs gibt es immer wieder schön gelegene Picknickplätze an der Straße.

Für Speleologen und Entdecker gibt es 80 Höhlen zu erkunden, einige davon sind ohne spezielle Ausrüstung begehbar. Die schönste Höhle ist wohl die Grotta del Chiostraccio bei Castello Pietraio, die jedoch durch ihren Höhenunterschied von 20 Metern eine gewisse Trittsicherheit und gutes Schuhwerk voraussetzt. Mit etwas Vorsicht ist auch die Grotta di Mugnano (oder Grotta del Leccione) zu besichtigen, man findet sie nahe der Straße Pian del Lage nahe des Dorfes Fungaia. Unweit davon liegt die Grotta del Nebbia. Nur wenige Kilometer entfernt findet man auch die kleine Höhle Buca della Tana di Casa Bocci, die auch bei Familien beliebt ist, da sie problemlos erkundet werden kann, sie liegt nahe von Casabocci (bei Santa Colomba) beim Fosso Arnano.

In der Nähe von Pian del Lago gibt es einen ca. 2300 m langen unterirdischen Frischwasserkanal aus dem 18. Jahrhundert, den Canale del Granduca, der im Rahmen von (unregelmäßigen) Führungen besichtigt werden kann. Auskunft in der Touristeninfo in Siena oder beim Club Ippico in Pian del Lago.

Der Monte Maggio ist mit 671 m die höchste Erhebung der Montagnola. Zwar ist der Gipfel weitgehend bewachsen und bietet kaum Aussicht, doch lohnt der kleine Naturpark mit vielen Wanderwegen wegen seiner einmaligen Naturschönheit dennoch einen Besuch.

Die Ponte della Pia nahe Rosia, eine mittelalterliche Bogenbrücke, ist ein beliebtes Ausflugsziel inmitten idyllischer Landschaft.

[bearbeiten] Aktivitäten

Am zweiten Novemberwochenende gibt es in Casole d'Elsa die Sagra dei Prodotti Tipici della Montagnola Senese, ein kulinarisches Fest mit Markt und Unterhaltungsprogramm zu Ehren der Kastanie und anderen lokalen Erzeugnissen.

Das Gebiet ist ein Paradies für Wanderer, die Wege sind überwiegend gepflegt und gut ausgeschildert, die Routen sehr abwechslungsreich.

Auch mit dem Mountain Bike kann man die Montagnola sehr gut erkunden, viele Wege sind ausgewiesen.

[bearbeiten] Küche

Die Küche der Montagnola ist wesentlich von dem geprägten, was Wald und Flur saisonal zu bieten haben. Die Küche ist hier noch sehr ursprünglich und schlicht. Die frischen Zutaten werden ungekünstelt mit Olivenöl und Kräutern zubereitet.

Eine große Rolle spielen die Eßkastanien, die ab Oktober geerntet werden. Im Winter röstet man sie im Feuer oder verwendet sie gekocht, manchmal werden sie in Honig eingemacht oder als süßes Püree serviert. Im Sommer verwendet man Kastanienmehl für Süßspeisen oder Pasta.

In den kühlen Monaten ist Pilzsaison. Auf den Speisekarten findet man dann eine breite Vielfalt von Pilzen in verschiedenen Zubereitungsarten, z.B. gegrillte Pilzköpfe oder geschmorte Pilzgerichte und Suppen mit Pilzen.

Das Fleisch der heimischen cinta-senese-Schweine ist auch hier sehr beliebt, z.B. einfach mit Kräutern und Olivenöl im Ofen gegart.

[bearbeiten] Nachtleben

[bearbeiten] Sicherheit

[bearbeiten] Weiter geht's

[bearbeiten] Weblinks