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Mongolei

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Asien : Ostasien : Mongolei
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Lage
noframe
Flagge
Mg-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Ulaanbaatar
Staatsform: Parlamentarische Republik
Währung: Tugrik (MNT)
Fläche: 1,56 Mio km²
Bevölkerung: 2,75 Mio
Sprachen: Mongolisch, Russisch, Kasachisch und andere ethnische Sprachen
Religionen: Buddhisten 50%, keine 40%
Stromsystem: 220 Volt/50 Hz
Telefonvorwahl: +976
Internet TLD: .mn
Zeitzone: MEZ + 6,7 h


Karte von Mongolei

Die Mongolei ist ein großes Land in Ostasien. Sie grenzt an Russland und China.

Regionen[Bearbeiten]

Die Mongolei ist in 21 Regionen untergliedert die Aimag genannt werden. Diese Aimags sind in Sum genannte Untereinheiten aufgegliedert, die wiederum Hauptstädte haben. Die kleinste Verwaltungseinheit ist der Bag, wo es in der Regel keine festen Behausungen mehr gibt.

Die Hauptstadt und die umgebende Region ist der Zentral-Aimag. Hier siedeln etwa die Hälfte der sesshaften Bevölkerung. Ulaanbaatar hat im Mai 2007 den 1-Millionsten Einwohner gefeiert. Die Mongolei ist von der geografischen Ausdehnung so groß, daß sie 3 Zeitzonen umfasst.

Städte[Bearbeiten]

Die wichtigste Stadt ist Ulaanbaatar. Sie zählte im Mai 2007 eine Million Einwohner, und ist nicht nur der Sitz der Regierung und praktisch aller Verwaltungseinrichtungen und Behörden, sondern auch die einzige Stadt die dem Begriff einer Großstadt im westlichen Sinne entspricht.

Hier wird sämtlicher Handel mit dem Ausland abgewickelt, der Bahnhof hat eine Containerverladestation, die gleichzeitig eine Art Zollfreies Gebiet ist in dem die Handelsgüter für den Import vorabgefertigt werden.

Etwa 400 km nordwestlich von Ulaanbaatar liegt Erdenet, die zweitgrößte Stadt der Mongolei. Hier ist eins der weltweit größten Molybdänvorkommen, und eine der größten Kupferminen Asiens. Die Erlöse aus dem Kupferbergbau machen etwa 70% der Staatseinnahmen der Mongolei aus, was die Wichtigkeit dieser Stadt (68.000 Einwohner) unterstreicht. Molybdän ist ebenfalls ein gefragtes Edelmetall, welches zur Herstellung von rostfreiem Stahl und für Hochtemperatur-Supraleiter verwendet wird.

Nordöstlich von Ulaabataar liegt Darchan. Darchan ist die drittgrößte Stadt der Mongolei, und liegt in der Nähe der (vermutlichen) Geburtsstätte von Dschingis Khan.

Die größte Stadt im Süden ist Dalansadgad, welche mitten in der Gobi-Wüste in einem Ausläufer des Altai-Gebirges liegt.

Die vermutlich grünste Stadt und die wichtigste Stadt im Westen ist Chowd. Mitten in einem Tal des Altai-Gebirges gelegen, erfreut sich die Stadt reichlichen Wasservorkommen, auch ist Chowd der Sitz einer Universität zu der Studenten aus den westlichen, südlichen und östlichen Regionen anreisen um Fremdsprachen (Englisch, Russisch), Politik, Wirtschaftswissenschaften, Geologie zu studieren. Hier gibt es eine Niederlassung des WWF, der in dieser Region der Mongolei Projekte im Naturschutz betreibt.

Die am weitesten im Westen gelegene Stadt ist Bayan Olgii, hier wird schwerpunktmäßig der Im/Exporthandel mit Kasachstan abgewickelt. Dies ist auch die kälteste Stadt der Mongolei mit einer Durchscnittstemperatur von -0,5 Grad und einer Höhe von 1700 Metern über NN. Die Stadt ist von bis zu 3000 Meter hohen Bergen umgeben, die leicht zu erreichen und besteigen sind.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Praktisch alle Sehenswürdigkeiten der Mongolei liegen außerhalb der Städte. Jedes Tal, jeder Berggipfel, jede Passstraße kann eine besondere Attraktion darstellen. Solche Orte lassen sich meist nur mit einem kundigen Fahrer finden.

Wer nur wenige Tage in der Mongolei verbringt, kann einen ein- oder mehrtägigen Ausflug in das Naturschutzgebiet Terelj machen, das etwa 70 km von Ulaabaatar entfernt liegt. Hier bietet sich auch die Möglichkeit bei einer Familie zu übernachten und das Leben auf dem Land hautnah miterleben zu können.

Weitere Ausflugsziele sind das Kloster Mandschuir (ca. 50 km von UB) das ebenfalls in einem Naturschutzgebiet liegt. Es werden Unterkünfte vor Ort geboten und man kann auch Wandertouren in der Umgebung unternehmen.

Für einen Zwei-Tagesausflug mit öffentlichen Verkehrsmitteln eignet sich Karakorum, 480 km westlich von Ulaanbaatar. Hier befindet sich das Kloster Erdene Zuu. Ebenfalls sehenswert ist die Ausgrabungsstätte von Karakorum, der ersten befestigten Haupstadt der Mongolei. Karakorum wurde vermutlich im 14. Jahrhundert erobert und zerstört.

Klostermauer des Kloster Erdene Zuu

Der vielleicht interessanteste Ort ist der Gurvan Saichan Nationalpark in der Nähe von Dalansadgad. Hier ist eine der größten Fundstätten von Dinosaurierknochen weltweit zu finden. Es handelt sich um eine Sandsteinformation, die durch natürliche Erosion diese Dinosaurierknochen freigibt welche weltweit angereiste Forscherteams beschäftigen.

Eine halbe Tagesreise westlich von Dalansadgad liegt ein Gletscher mitten in der Wüste, und noch drei Stunden weiter (ca. 100 km) liegt Khohgoryn Els, die größte Sanddüne der Welt mit ca. 120 km Länge, 30 km Breite und 200 Meter Höhe.

Sanddüne Khohgoryn Els


Im Norden der Mongolei liegt der Khovsgol See, einer der größten Binnenseen der Mongolei, umgeben von einem Naturschutzgebiet das bis an die russische Grenze reicht. Geologen vermuten daß in der Vergangenheit der See mit dem Baikalsee zusammen verbunden war. Der See ist für Wanderer gut geeignet, und es bieten sich auch Touren an, die mehrere Tage hauptsächlich zu Pferde absolviert werden. Im Nordosten leben die Saatan, das sind Rentiernomaden, deren Gebiet man nur mit einer Sondererlaubnis besuchen darf.

Blick über den Khovsgol See

200 Km südlich vom Khovsgol See liegen die Heißwasser-Quellen von Dschargalant. Der Naturpark liegt leider abseits der Fernstrecken, und ist praktisch nur per organisierter Tour zu erreichen. Nicht weit davon weg sind die Orchon Wasserfälle, die ebenfalls sehenswert sind.

Wer bergsteigerische Ambitionen hat, kann sich in der Umgebung von Chowd und Bayan Olgii austoben. Der höchste Gipfel der Mongolei liegt eine Tagesreise von Chowd entfernt und ist etwas mehr als 4000 Meter hoch. Anfänger kraxeln lieber am Rand von Bayan Olgii herum, hier kommt man auch ohne spezielle Ausrüstung aus.

Blick über Olgii

Jeweils eine bis zwei Tagesreisen von Bayan Olgii liegen vier Nationalparks, die allesamt nahe der Grenze zu Kasachstan, China oder Rußland liegen. Man benötigt hierfür eine sogenannte Border Permit (mongolisch: Polisiin Graniziin Söwschöörol, Russisch: Graniziin Anketa), welche in Bayan Olgii gegen eine geringe Gebühr im Fremdenverkehrsamt zu erhalten ist und einen Eintrittsschein für Nationalparks der standsdmäßig 3000 Tugrik kostet.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Mongolei hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Die Region selbst ist seit der Steinzeit oder schon länger durch Menschen besiedelt worden. Zwischen Uliastai und Chowd wurden in letzter Zeit Höhlensiedlungen entdeckt, die über 20.000 Jahre alt sind.

Die vielleicht erste Erwähnung der kriegerischen mongolischen Reitertruppen finden sich in den Chroniken von Si Ma Qian, einem Chronisten der zur Zeit des Qin Shi Huang Di lebte (1. Jahrhundert vor Chr.) , des legendären ersten Kaisers von China. Er berichtet mehrfach von berittenen Kriegern, die die Chinesen Hsioung Nu nannten - die gefährlichen Völker. Schon in der damaligen Zeit bauten die chinesischen Staaten Mauern, welche sich entlang der heutigen Grenze Chinas und der Inneren Mongolei hinzogen.

Man vermutet daß die mongolischen Völker in Gemeinschaften von vielleicht 100 bis 150 Familien organisiert war, welche eine gemeinsame Sprache und ein zusammenhängendes Gebiet besiedeln. Periodisch haben sich diese Clans verbündet, um Raubzüge in den reichen südlichen Ländern zu organisieren. Aus der Mongolei ist leider nichts überliefert, aber verschiedene Chronisten der chinesischen Königreiche berichten über periodische Überfälle aus dem Norden. Da diese Königreiche sich aber auch selbst untereinander immer wieder bekriegten, sind die Mauerprojekte der chinesischen Staaten nicht alleine aufgrund der mongolischen Angriffe verwirklicht worden.

Es ist etwa im 10. Jahrhundert scheinbar zu einer konsolidierung der Machtverhältnisse und zur Bildung von 5-10 regionalen Machtzentren gekommen.

Man nimmt das Jahr 1155 als das Geburtsjahr Dschingis Khans an, der als Nationalfeiertag in der Mongolei gefeiert wird. Er setzte den Einigungsprozeß der verschiedenen Volksgruppen fort und festigte die Macht der Mongolen im asiatischen Raum. Genaueres ist nicht schriftlich überliefert, aber aus mündlichen Überlieferungen wurde letztenendlich die geheime Geschichte der Mongolen niedergeschrieben welche eine ergänzende Quelle zu den spärlichen Informationen aus der damaligen Zeit ist.

Dschingis Khan eroberte den Staat Han (nördliches China) und leitete damit das Ende der Song-Dynastie ein. Er starb im Alter von ca. 65 Jahren, und er hinterließ seinen Nachkommen ein Reich, das nach weiteren Eroberungen seines Sohnes Ögödei und seines Enkels Khubilai eine territoriale und politische Stabilität erreichte. Khubilai Khan begründete nach der erfolgreichen Unterwerfung von einem Großteil des chinesischen Staatsgebietes und von Korea die Yuan-Dynastie (1261-1368). Lediglich die Invasion nach Japan wurde vereitelt - ein Tropensturm vernichtete einen Großteil der Flotte. Von krankhaften Ehrgeiz getrieben, konnte der Feldherr dieses Krieges nicht von den Japanern lassen. Er plante einen weiteren Invasionsversuch mit 50.000 Kriegern. Die Japaner hatten sich militärisch aber als stärker gezeigt und rieben die Mongolen vollständig auf.

Zu Zeiten Khubilai Khans war unter anderem Marco Polo ca. 20 Jahre Gast am Hofe (vermutlich in Baidu, dem heutigen Peking), und auch einige Mönche sind vom Vatikan aus in die Mongolei geschickt worden. Von den ursprünglich 100 Mönchen kamen letztendlich nur zwei am Hofe des Khubilai Khan an. Es gab also vereinzelt Briefe und Botschaften, die mit den Handelskarawanen der Seidenstraße ihren Weg nach Europa nahmen. Weil so eine Reise ca. 6-12 Monate in Anspruch genommen hat, gab es lediglich einen Handel mit seltenen Luxusgütern wie Seide und Porzellan. Beides war in Europa damals noch unbekannt. Nach dem Tode Kubilai Khans reiste Marco Polo wieder ab, aber die Machtverhältnisse waren einigermaßen geregelt, so dass für eine lange Zeit Frieden herrschte. Man sagt, daß er die Nudeln und das Klopapier nach Europa gebracht hat. Noch heute entdeckt man Gemeinsamkeiten - zwei der traditionellen mongolischen Gerichte Bansh und Zsuiwan Khool sind in Italien als Tortellini und Spaghetti bekannt.

Allerdings waren die Mongolen nach Zeiten der Ruhe wieder auf neue Eroberungen aus, und nachdem sie diverse irakische und persiche Städte vernichtet hatten, fielen sie im 14. Jahrhundert in Osteuropa ein und unterwarfen Georgien und Russland. Diese leisteten mehrere hundert Jahre lang Tributzahlungen. Während dieser Zeit konnte man über die Seidenstraße praktisch gefahrlos Handel treiben, da man sich von Georgien bis kurz vor der chinesichen Grenze auf mongolischem Gebiet bewegte.

Erst im 16. Jahrhundert zerfiel das mongolische Reich zunehmend, und wurde in mehrere Teilreiche aufgeteilt, von denen eins beispielsweise das osmanische Reich war, das teilweise auf dem Territorium der heutigen Türkei lag.

Im 17. Jahrhundert blieb praktisch nur noch ein Rumpfstaat auf dem Gebiet der jetzigen Mongolei zurück, der keine militärische oder politische Einigkeit mehr hatte und wieder zu einem Flickenteppich von Familien- oder Stammesverbänden wurde. Aus dem einstigen russichen Staat rund um Moskau herum wurde durch Rückeroberungen das Russland mit seiner territorialen Ausdehnung bis zum Ende der GUS im Jahre 1990.

Im 18.und 19. Jahrhundert war die Mongolei fest in den Fängen Chinas - die Wirtschaft und die Verwaltung wurde durch gehasste chinesische Ambans, eine Art Gouverneur in eroberten Gebieten, kontrolliert. Die zunehmende Ausbeutung der Bevölkerung und Übervorteilung durch chinesische Kaufleute führte zu unerträglichen Zuständen.

Im Jahr 1911 wurde die erste chinesische Republik ausgerufen und der letzte Kaiser in der Verbotenen Stadt interniert. Zu dieser Zeit formierte sich aussh eine Unabhängigkeitsbewegung in der Mongolei, die unter der Einflussnahme russischer Kommunisten letztendlich zur Ausrufung der Volksrepublik Mongolei durch Sukhbataar im Jahre 1925 führte. Sukhbataar wird heute noch als Held verehrt, genauso wie der erste Staatschef der Mongolei, der Bogd Gegen.

Da auch in China gegen Ende der 20er und 30er Jahren Bürgerkrieg herrschte, war Rußland stark dran interessiert, sein Territorium im Südosten gegenüber China mit einem 'Bruderstaat' zu verstärken. Mit einher ging eine Alphabetisierungskampagne, und die Ausbildung von Ingenieuren und Technikern in Russland. Nachdem 1949 Mao die Volksrepublik China ausgerufen hat, fiel auch der Südteil der Mongolei an China.

In den 60er und 70er Jahren wurden gewaltige Anstrengungen unternommen, um aus der Mongolei einen Industrie- und Agrarstaat zu machen. Da das harte Klima aber keine intensive Landwirtschaft erlaubt waren diese Versuche im Bereich der Landwirtschaft zum Scheitern verurteilt und die Industrie litt gewalting unter der fehlenden Infrastruktur zum Transport von Rohstoffen und Fertigerzeugnissen.

Mit dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1990 und der Gründung der GUS erklärte sich die Mongolei kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands für unabhängig. Nun von russischer Unterstützung und Förderung abgeschnitten, zeigte sich dass praktisch alle Industriebetriebe und 90% aller landwirtschaftlichen Betriebe alleine nicht überlebensfähig waren und nach kurzer Zeit sämtliche Technik ausfiel. Die Russen nannten das Entwicklungshilfe und forderten dafür eine Summe von 16 Milliarden Dollar. Die mongolische Regierung nannte das Pfusch, und man einigte sich auf 8 Milliarden. Woher das Geld nehmen, mit einer funktionsunfähigen Industrie und maroden Staatsunternehmen?

Es blieb nur eine Rückbesinnung auf die nomadische Viehzucht und auf die Hoffnung, daß die Staatengemeinschaft der Mongolei Hilfestellung geben würden. Die Weltbank und einige Staaten engagierten sich sehr stark in Entwicklungshilfe, die Viehherden wurden wieder in Privatbesitz überführt und nach einer schwierigen Übergangszeit hat die Mongolei seit 2006 einen ausgeglichenen Staatshaushalt und eine stabile politische und wirtschaftliche Situation erreicht. Seit 2006 betrug die Inflation nur wenige Prozent. Zur Information: 2005 war der Umtauschkurs Tugrik/Euro 1200:1, 2006 war es 1500:1, und 2007 etwa 1550:1

Der Einfluß des Nomadentums ist auch heute noch ein prägendes Element des mongolischen Alltages, des Brauchtums und der Sprache. Das jahrtausendelange Trotzen gegenüber dem rauhen Klima, dem absoluten Ausgeliefertsein gegenüber den Naturgewalten und die äußerst dünne Besiedelung des Landes haben eine ganz besondere, liebenswerte Mentalität hervorgebracht die diese Besonderheit dieses Landes ausmacht.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist extrem. 40 Grad Minus im Winter, nachts, und 40 Grad plus im Sommer. Da ein Großteil des Landes Steppenklima hat, ist es auch dementsprechend trocken. Das zermürbt Mensch und Material, und Besucher des Landes sollten sich drauf einstellen, tagsüber im T-Shirt rumzulaufen und sich nachts in den Polarschlafsack zu verkriechen. Da selbst an einem Tag Unterschiede von 35 Grad tagsüber und 5 Grad nachts auftreten können sollte man sich entsprechend vorbereiten.

Sandstürme kommen regelmäßig vor, Hagelstürme in der Wüste und dreitägige Regenfälle welche das Land teilweise unpassierbar machen sind im Frühjahr häufige Wetterphänomene. Ansonsten ist Wasser eher rar.

Anreise[Bearbeiten]

Visafreie Einreise für Deutsche, Türken, Japaner und US-Amerikaner; Registrierungspflicht bei längerem Aufenthalt

Seit dem 01. September 2013 können Deutsche und seit dem 11. Oktober 2013 Türken visafrei für bis zu 30 Tage in die Mongolei einreisen. Japaner durften sich schon vorher bis zu 30 Tage, US-Bürger sogar bis zu 90 Tage visafrei in der Mongolei aufhalten.

Alle Ausländer, die länger als 30 Tage in der Mongolei bleiben wollen, müssen sich innerhalb von 7 Tagen nach ihrer Ankunft bei der Mongolia Immigration Agency in Ulaanbaatar registrieren lassen.


Allgemeine Informationen

Die Mongolei hat vier Grenzübergänge, die mittlerweile von Ausländern benutzt werden können. Dies sind:

  • Altanbulag (Mongolei) / Kyakhta (Russland): Auto, Motorrad, Bus (Fahrräder sind nicht erlaubt, müssen in einem Fahrzeug mitgenommen werden)
  • Suhkbatar (Mongolei) / Nauschki (Russland): Eisenbahn
  • Samiin Uud (Mongolei) / Erlian (China): Eisenbahn, Auto, Motorrad, Fahrrad, Bus
  • Tsagaan Nuur bei Bayan Ölgii (Mongolei) / Tashanta (Russland): Auto, Motorrad, Bus, (Fahrräder sind nicht erlaubt, müssen in einem Fahrzeug mitgenommen werden).

Die wichtigste Stadt, und auch die einzige mit internationaler Flug- und Eisenbahnbverbindung ist Ulaanbaatar.

Flugzeug[Bearbeiten]

Nationale Fluggesellschaft: MIAT [www.miat.com]

Es gibt nur 5 Fluglinien überhaupt, die die Mongolei anfliegen: 1. MIAT 2. Aeroflot 3. Korean Air 4. Air China 5. Türkisch Airlines Seit Sommer 2012 bietet Turkish Airlines einen Direktflug von Istanbul nach Ulaanbataar an. Die Preise liegen ab Istanbul bei 690 €, die Flugzeit beträgt mit einem technischen Stop in Bishkek (Kirgisien) gut 10 Stunden. Bucht man den Flug ab Deutschland, erhöht sich der Preis, liegt aber immer noch unter denen der anderen Anbieter.

Air Korea scheidet auch wegen des Preises aus, da ein Ticket von Deutschland und zurück schon mal 1.500 € in Economy kostet und man jeweils einen Tag verliert, den man in Seoul verbringen muss.

Der Service, Essen und Getränke der MIAT sind ausgezeichnet. Man fliegt nach Deutschland mit einem Airbus A310, der von Lufthansa Technik gewartet wird. Das Flugzeug ist sauber und das Personal ausgesprochen höflich und zuvorkommend. In Deutschland werden Berlin Tegel(TXL) und Frankfurt (FRA) von der MIAT bedient.

Wer chinesische Bekannte hat und für An/Abreise jeweils 2 Tage kalkuliert sollte eine Anreise über Beijing überlegen. Im Winter 2008 betrugen die Ticketpreise 450-700 € nach Peking, und zwischen 700 und 1200 € für direkte Flüge in die Mongolei.

Neben Ulaanbaatar, hat Bayan Olgii noch einen internationalen Flughafen, wo allerdings nur Flüge aus Kasachstan landen.

Bahn[Bearbeiten]

Diese Form der Reise ist besonders zu empfehlen, da man dabei die Strecke Moskau-Peking der Transsibirische Eisenbahn (Transsibirische Eisenbahn ist die Strecke von Moskau nach Vladivostok) fährt. Vor allem sehenswert sind die Streckenabschnitte Irkutsk - Ulan Bator und Ulan Bator - Peking.

Wenn man die Reise in Ulaanbaatar beginnt, zahlt man nur einen Bruchteil dessen, was in Peking oder gar Deutschland / Österreich / Schweiz verlangt wird für ein- und dieselbe Strecke in ein- und demselben Zug. Dies gilt vor allem für die Strecken Peking-Ulan Bator und Ulan Bator-Zamin Uud Grenze, Details auf <ref>http://transsibirischeeisenbahn.me<ref/>. Im Sommer ist es fast ausgeschlossen, von Ulan Bator ohne Umsteigen nach Peking oder Moskau zu kommen, und wenn, dann zu extrem hohen Preisen; dabei kostet Ulan Bator-Peking mit einem Umstieg an der Grenze nur ca. EUR 40.-, im internationalen Zug durchaus das Zehnfache.

Empfehlenswert ist auch, mit einem russischen oder mongolischen Zug zu fahren, da im chinesischen überhaupt kein Service existiert (unfreundliches Personal, Zug und Speisewagen unhygienisch und sehr dreckig).

Tickets für die internationalen Züge gibt es nicht im Bahnhof selbst, sondern mit viel Glück in einem etwas abseits gelegenen Gebäude der Bahn. Eine funktionierende Website hat die Mongolische Bahn auch 2014 immer noch nicht. Am besten, man lässt sich die Transsib Karten und die für den Zug nach Peking vom Hotel oder Guesthouse besorgen. Wer aber keine Karten kriegt, muss nicht in Panik ausbrechen, täglich fahren Züge nach Zamin Uud / Erlian (dort gehts dann per Bus nach Peking) oder zur russichen Grenze. Ein Zug geht nur von UB nach Irkutsk, aber von dort aus gibt es mehrfach täglich Anschluss nach Moskau, EUR 420.- = 5.200 km, im Sommer 2014 deutlich teurer.

Abseits der Durchquerung der Mongolei bietet die Bahn noch lokale Züge an, die zwischen Zamin Uud und UB verkehren, bzw. von Ulaanbaatar zur russischen Grenze. Diese Züge halten an jeder Ortschaft, die einen Bahnhof hat.

Es gibt mittlerweile mehrere kleine Abzweigungen von der Hauptstrecke, von denen die bedeutendsten die Strecken nach Erdenet und nach Darhan sind, die auch täglich angesteuert werden. Die anderen Verzweigungen sind 1-2x pro Woche zu erreichen.

Bus[Bearbeiten]

Man kann von Russland aus (Ulaan Ud) oder auch von der chinesischen Grenzstadt Erlian mit dem Bus nach Ulaanbaatar fahren. Die Busverbindung Ulaan Ud _ Ulaanbaatar verkehrt täglich in beiden Richtungen. Fahrzeit ca. 12 Std. Auch gibt es von Bayan Ölgii aus Busverbindungen nach Almaty und Astana (beides in Kasakstan).

Ebenso gibt es von Ulaanbaatar aus Busverbindungen in alle Landesteile, wobei aber nur die umliegenden Städte Darhan, Erdenet, Arvaicheer und Bayanhongor fast täglich angefahren werden. Darhan und Erdenet werden auch mit großen komfortablen Bussen angefahren, weiter entfernte Stäte mit 12-sitzigen Kleinbussen aus russischer Produktion.

Es gibt eine Nordwestroute, die über die Städte Arvaiheer, Uliastai, Chowd nach Bayan Olgii in den Westen führt und eine Südwestroute, die über Arvaicheer, Bayanhongor, Altai, Chowd nach Bayan Olgii führt. Andere Ziele sind teilweise nur nach mehreren Tagen Warten oder gar nicht erreichbar.

Auf der Südroute wird Mandalgov und Dalansadgad angefahren (Richtung China), auf der Nordroute liegen keine großen Städte.

In den einzelnen Städten gibt es offizielle Busbahnhöfe (Sochid Teerin Gasar), wo am späten Nachmittag, meist zwischen 16 und 20 Uhr Busse in die jeweils nächstgelegene Aimaghauptstadt fahren. Pro Tag schafft man vielleicht 300-400 Kilometer, das sind dann zwischen 5 und 16 Stunden Fahrt. Die Fahrt wird auch erst aufgenommen, wenn ca. 12-15 Fahrgäste zusammengekommen sind, notfalls erst am nächsten oder übernächsten Tag. Ansonsten hat auch jede große Stadt ein Marktviertel, in dessen Nähe auch immer Bus- und Jeepfahrer auf Fahrgäste warten.

Auto[Bearbeiten]

Seit dem 1.6.2009 wird bei der Einreise das Fahrzeug in den Reisepass eingetragen. Damit entfällt die bisher übliche Kaution / Verzollung für das Fahrzeug. An der Grenze muss nur noch eine Fahrzeugversicherung für den Zeitraum des Aufenthaltes abgeschlossen werden. Für das Fahrzeug bekommt man eine Transitnummer. Sofern man mit dem Fahrzeug wieder ausreist, entstehen keine weiteren Probleme. Kompliziert wird es nur, wenn man ohne das Fahrzeug wieder ausreisen will / muss z.B. wegen Krankheit oder Fahrerwechsel.

Die meisten Menschen in der Mongolei besitzen kein Auto. Nur in den Innenstädten werden Autos gefahren, aber diese würden in Deutschland wohl kaum mehr durch den TÜV kommen. Unabhängig davon, kann man sich in Ulaanbaatar einfach an die Straße stellen und versuchen ein Auto anzuhalten. Für vergleichsweise geringe Preise (1.000 T / KM stand 2012) wird man dann zu seinem Ziel gebracht, falls man Mongolisch oder Russisch beherrscht. Den Preise sollte man im Vorfeld verhandeln. Für die Strecke Flughafen-Innenstadt zahlt man etwa 15 -20.000 T (Stand 2012).

Schiff[Bearbeiten]

Es gibt keine Binnenschiffahrt für Passagiere, die einzige Schiffsverbindung die die Mongolei ins Ausland hat führt über den Khovsgol See im Norden des Landes und dient in der eisfreien Zeit zwischen Juni und Oktober dem Warenaustausch und dem Rohstofftransport

Fahrrad[Bearbeiten]

Die Anreise mit dem Fahrrad ist derzeit für Ausländer nur über 3 Grenzübergänge möglich. Das sind Kyachta im Norden (Grenze zu Russland) und Samiin Uud (Grenze zu China) und Tsagaan Nuur (im Westen). Es existieren zwar noch etliche weitere Grenzübergänge, welche aber nur für Bürger der angrenzenden Länder offen sind bzw. speziell für die westliche Landesgrenze Genehmigungen der russischen und der mongolischen Behörden, Grenztruppen und andere erfordern, sprich es ist so gut wie unmöglich.

Es gibt einige wenige gut ausgebaute Straßen, eine führt direkt vom nördlichen Kyachta über Ulaanbaatar weiter nach Süden, nach Samiin Uud. Weitere Straßen, die auch für Radfahrer praktikabel sind - sprich asphaltiert - führen nach Erdenet und Bayanhongor. Alles andere ist Piste, Wüste oder Steppe. Ersatzteile sind in den Provinzhauptstädten auf dem örtlichen Markt zu kriegen, aber abseits davon nicht.

Rings um die Aimaghauptstädte gibt es jeweils 40-50 km Betonplattenstraßen, hin und wieder ist die Straße auch asphaltiert. Weiter im Landesinneren kann man, wenn überhaupt nur planierte Wüstenpisten erwarten. Wer solches vorhat, sollte solides Wissen über Survivaltechniken in der Steppe und Wüste mitbringen, sowie große Wasservorräte.

Mobilität[Bearbeiten]

Nahverkehr

Man muss zwischen dem Nahverkehrswesen in Ulaanbaatar und dem Rest des Landes unterscheiden. In Ulaanbaatar fahren von morgens ab 6 Uhr bis ca. 22 Uhr abends im Minutentakt Busse, es gibt auch elektrisch betriebene Buslinien auf den Hauptstraßen. Es verkehren auch noch Minibusse, die in die etwas entfernteren Stadtteile fahren. Diese Minibusse gibt es auch in den größeren Städten - kurioserweise werden diese Fahrzeuge "Mikrobus" genannt, obwohl oft mal bis zu 20 Leute in so einem Gefährt drinsitzen. Nachts kommt man nur noch per Taxi und als "Nichtmongolisch-sprechender" nur mit einem Zettel mit Adressangaben ans Ziel. Wer schon eine ziemliche Fahne hat, der wartet meist vergeblich auf ein Taxi - aber mehr als 2 Stunden dauert es nicht vom äußersten Stadtrand bis ins Zentrum zu laufen.

Fernverkehr

Da in der Mongolei nur knapp 3 Millionen Menschen leben, gibt es keinerlei ausgeprägte Infrastruktur für öffentliche Verkehrsmittel. Sämtliche Fernbuslinien werden von Familienunternehmen betrieben, die oft nur einen einzigen Bus im Einsatz haben.

Fasst alle Aimaghauptstädte sind per Flugzeug 1-2 mal wöchentlich zu erreichen, auch gibt es private Fluggesellschaften die Hubschrauber oder kleine Propellerflugzeuge zur Verfügung stellen und Linienflüge in die größeren Städte im Landesinneren.

Für Busreisen gibt es zwar ein staatlich geregeltes Transportwesen, aber je weiter man sich von der Hauptstadt entfernt, desto weniger finden deren Regelungen Anwendung und desto abenteuerlicher sind die Zuladungen und Füllzustände. Kleinere Städte lassen sich, wenn überhaupt, nur mit privaten Jeeps erreichen, wo man entweder wartet bis genügend Passagiere zusammenkommen oder man alleine für die nicht unerheblichen Fahrtkosten aufkommen muss.

Für kürzere Strecken kann man auch auf Motorrädern mitfahren, und neuerdings fahren auch immer mehr Menschen mit dem Fahrrad. Mittlerweile gibt es auch autofreie Sonntage, einer davon war der 29.4.2007.

Für Touristen gibt es relativ gut organisierte Touren von Reiseunternehmen, die in Ulaanbaatar ansässig sind. Diese Reiseagenturen bieten für Einzelreisende, kleine und größere Gruppen Fahren ins Landesinnere an, wobei auch für Unterkunft, Verpflegung und für eine englischsprachige Begleitung gesorgt ist.

Sprache[Bearbeiten]

Das Mongolische gehört zur Familie der Ugro-Altaiischen Sprachen, und unterteilt sich in etwa 10 Dialekte die auch in den angrenzenden Ländern teilweise gesprochen werden. Selbst in Afghanistan gibt es ca. 500.000 Menschen, die einen (wenn auch entfernt verwandten) Dialekt des Mongolischen sprechen. Der Lernaufwand ist relativ hoch, da diese Sprache keinerlei Gemeinsamkeiten im Vokabular (außer bei wenigen Fremdwörtern) hat und selbst vom Satzaufbau und Grammatik her sich vollkommen von anderen Sprachen unterscheidet.

Das Mongolische wird seit 1949 mit einem leicht erweiterten kyrillsichen Alphabet geschrieben, von dem es auch eine lateinische Umschrift gibt und es existiert eine vertikal geschriebene Schriftsprache, der Uighur-Schrift. Diese fand in der Mongolei bis Mitte der 40er Jahre Verwendung und wird bis heute in der autonomen Provinz Innere Mongolei (China) benutzt. Die Uighur-Schrift läßt sich auf die heute gesprochene Umgangssprache nur noch schwer anwenden, da sie seit dem 14.Jahrhundert praktisch unverändert im Gebrauch ist, aber die Sprache sich weiterentwickelt hat.

In der Mongolei wird Mongolisch, genauer der Khalha Dialekt als Amtssprache benutzt, auch wird sämtlicher Unterricht an den staatlichen Schulen und der Universität auf Mongolisch erteilt so dass dieser Dialekt auch gleichzeitig eine Umgangssprache für alle in der Mongolei lebenden Volksgruppen ist.

Im Norden werden oiratische und burjatische Dialekte gesprochen, der gesamte Westen der Mongolei von Bayan Olgii bis zur Grenze ist kasachisch-sprachig. Praktisch alle älteren Mongolen sprechen oder verstehen auch Russisch, und im Osten sind mandschurische Dialekte weit verbreitet.

Der Unterricht an der Universität wurde vor längerer Zeit von Russisch auf Mongolisch umgestellt, auch gibt es Bestrebungen, Englisch als Fremdsprache einzuführen. Aufgrund reger Handelsbeziehungen zu Rußland und China werden Russisch und Chinesisch im Handel ihre Bedeutung beibehalten. Die meisten gebildeten Mongolen der jüngeren Generation beherrschen oft Englisch, und auch Deutsch hört man in Ulan Bataar immer wieder.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In Ulaanbaatar gibt es wirklich alles, auch Importwaren und Hightech-Artikel. Bezahlung mit Kreditkarte ist zwischenzeitlich fasst überall möglich, und die Preise sind so gut wie immer ausgezeichnet und nicht verhandelbar. Man kann auch mit Devisen bezahlen (eher selten geworden), und kriegt das Wechselgeld dann in der Landeswährung zurück. Es gibt zwei große Märkte, eine Vielzahl kleinerer 'Delguur' genannte Geschäfte die sich auf bestimmte Waren spezialisiert haben wie beispielsweise Kaschmir-Produkte oder Handarbeiten. Die Anzahl der Supermärke hat deutlich zugenommen. Zwischenzeitlich haben sich hier mehrere lokale Lebensmittelketten etabliert. Die grösste ist "Normin" mit vielen Filialen in Ulaanbaatar und auch in den grössten Aimakstädten, wie Darkhan und Dalandzagad. Ein Einkauf auf dem Markt ist aber in jedem Falle empfehlenswert, wegen der Athmosphäre und natürlich auch wegen der niedrigeren Preise.

Der größte Markt ist der "Naraan Tuul Zach" oder umgangssprachlich "Schwarzmarkt". Der name stammt aus der Zeit, wo es verboten war, privat zu handeln. Auf dem Markt bekommt man fasst alles. Wobei das meiste chinesischer Herkunft ist. Wer vorhat den Markt zubesuchen, solte sich sehr gut vor Taschendieben schützen, die es in der Region des Marktes reichlich gibt.

Frische Lebensmittel und auch Fleisch, kauft man am besten im "Mercury Markt" ein. der Markt liegt etwas versteckt westlich vom Zirkus in einer Wohngegend. Findet man aber schnell, wenn man den fliegenden Ständen vom Zirkus aus folgt. Im Mercury Markt hat man die beste auswahl an frischem Gemüse, Fisch und Seefisch, sowie Fleisch.

Außerhalb von Ulaanbaatar gibt es in jeder Aimakhauptstadt ein Marktviertel, in denen man sich mit Lebensmittel, Kleidung und einfacheren technischen Geräten versorgen kann. Es gibt auch kleinere Geschäfte, die meist eine Auswahl an Getränken und abgepackten Lebensmitteln haben und den einen oder anderen handwerklichen Artikel anbieten. Hier ist Barzahlung angesagt, Kartenterminals sind gänzlich unbekannt.

Viele Kosmetikartikel werden aus Europa, Japan oder China importiert, wie auch sämtliche technischen Artikel, und es sind auch westliche Preise dafür zu erwarten. Kleindungsstücke lassen sich sehr günstig einkaufen, auch sind Maßanfertigungen für relativ wenig Geld möglich.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Buuz, eine Teigtasche die mit gehacktem Schaf- oder Yakfleisch gefüllt ist.

Die Haupteinahmequelle bzw. die Zivilisation in der Mongolei beruht auf Viehwirtschaft. Die mongolische Küche besteht überwiegend aus Fleisch, tierischen Fetten und Milchprodukten. Vegetarierer haben eher "schlechte Karten" in der Mongolei. Ein mongolisches Sprichwort sagt, "... eine Speise ohne Fleisch ist keine Speise..." und die Steigerung davon ist der Spruch "... nur das fette Fleisch ist das gute Fleisch...". Ich denke, druch diese beiden Zitate, wird die Geschmacksrichtung der mongolischen Küche sehr klar verdeutlicht. Als Europäer ist man im ersten Moment geschockt über den Geschmack der Produkte, alles schmeckt irgendwie "hochkonzentriert". Aber das liegt nur daran, dass wir als Europäer es nicht mehr wissen bzw. es uns von der Lebensmittelindustrie abgewöhnt wurde, dass Fleisch, Milch oder Joghurt einen Eigengeschmack hat. Hier in Deutschland wird alles pasteurisert, homogenisiert und standardisiert. In der Mongolei lebt ein Schwein nicht nur 6 Monate und es bekommt kein Kraftfutter aus der Retorte, sondern es lebt im Freien und frisst den ganzen Tag nur Kräuter und Gewürm. Das merkt man diesem Fleisch auch an, egal welches Tier man isst. Man kann dort Fleisch auch ohne Gewürze zubereiten und es hat trotzdem Geschmack. Genauso verhält es sich mit den Milchprodukten oder dem Gemüse (Kartoffeln, Kohl, Möhren, Tomaten und Zwiebeln, alles andere ist Importware aus China und schmeckt nur nach Wasser). Wer einmal mongolische Tomaten gegessen oder Tomatensaft aus mongolischen Tomaten getrunken hat, wird dieses Erlebnis nie vergessen. Natürlich sehen die Tomaten nicht so aus wie unsere Supermarkttomaten, aber der Geschmack ist einmalig.

Die besten mongolischen Speisen sind:

1. Boozz (Teigtaschen mit Fleisch gefüllt und gedämpft) 2. Hushuur(wie oben nur frittiert) 3. Zuiwan Khool (Nudeln mit Möhren und Kohl gebraten) 4. Lapscha (mongolische Nudelsuppe) 5. Hutzei-Suppe (Glasnudelsuppe mit Fleisch, Kartoffeln Möhren, Kohl, Fleischbällchen und Speck) 6. Borzock (In Fett ausgebackener süßer Teig) 7. Aaruul (getrocknete Milch oder auch Betonquark genannt)

Außerhalb von Ulan-Baatar ist es für Vegetarier möglicherweise schwierig an Essen zu kommen, da die traditionelle mongolische Küche auf Fleischprodukten basiert. In der Hauptstadt Ulanbaatar hingegen gibt es zahlreiche vegetarische und vegane Restaurants und genug Möglichkeiten, sich mit vegetarischen Lebensmitteln zu versorgen.

Milch wird auch in der Mongolei grundsätzlich gekocht, und ist aus diesem Grunde im mittleren Landesteil vollkommen unbedenklich. Im Umkehrschluß gibt es aber auch keinen Käse. Im kasachisch geprägten Landesteil Bayan Ölgii gibt es vielerorts noch Rohmilchprodukte wie Buttermilch, Käse und Joghurt.

Bedingungen:

1. Wasser aus der Leitung immer abkochen.

2. Immer etwas Schnaps dabeihaben, da der europäische Körper diese naturbelassenen Lebensmittel nicht gewohnt ist und nach jedem Essen einen "Doppelten" nehmen. Es ist auch ein weit verbreiteter Brauch, Wodka gemeinsam zu trinken. Lediglich besagter kasachsicher Landesteil kommt ohne Alkohol aus.

3. Niemals Essen oder Trinken oder Einladungen dazu ablehnen, vor allem nicht auf dem Land bei Nomaden.

4. Wer Airag (vergorene Stutenmilch) probieren will, immer genug Toilettenpapier mitnehmen. Der obligatorische Durchfall nach dem erstmaligen Genuss ist nicht schädlich, sondern gesund, wie die Stutenmilch überhaupt. Bei einer Airagkur kann der Durchfall auch eine Woche anhalten, dann nur genügend trinken (vor allem Stutenmilch)!

5. Bier gibt es mittlerweile auch 4 mongolische Biermarken, wobei ich ganz klar das Chinggis Beer bevorzuge. Das Kharkhorin Dark kann bei übermäßigem Genuß Durchfall verursachen, wie auch die anderen Schwarzbiere.

6. Wer vorwiegend einheimisches Essen genießen möchte, sollte bedenken, daß dieses vorwiegend fett und ballaststoffarm ist (Fett, Fleisch, Milch, Nudeln, Zucker), für ernährungsbewußte Mitteleuropäer sehr ungewohnt, führt auch oft zu Verstopfung. Ein paar Dörrpflaumen oder Flohsamen sollten sich in jedem Reisegepäck befinden, zumal die Sanitäranlagen außerhalb der Touristencamps gewöhnungsbedürftig oder nicht existent sind.

Nachtleben[Bearbeiten]

Es gibt in Ulaanbaatar praktisch alle Vergnügungsmöglichkeiten die es auch in anderen internationalen Großstädten gibt. Unter den Diskos sei nur das UB Palace hervorgehoben, und der Club The Strings im Stadtviertel Bayangol. Es gibt noch viele kleinere Tanzschuppen, die in der Innenstadt und im Uni-Viertel liegen und gerade mal genug Platz für ca. 50 Leuten bieten.

In der Innenstadt sind die Biergärten von Khan Bräu und einer weiteren Brauerei zu finden, es gibt viele weitere Möglichkeiten, z.B. das Great Mongol neben dem Staatszirkus oder das Irish Pub. Das Khan Bräu ist seint dem 1.10.2008 geschlossen. An gleicher stelle befindet sich jetzt der "Havana Pub". Aus dem "Havana Pub" ist dann seit mitte 2010 die "Chingges Beer Hall" geworden.

Fast jeden Abend gibt es Veranstaltungen in der Staatsoper, und häufige Vorführungen im Staatstheater. Entlang der Peace Avenue gibt es noch viele kleinere Clubs, Restaurants und Gaststätten die meist bis Mitternacht aufhaben.

In der Stadtmitte ist das Tengis Kino angesiedelt, wo in 3 Kinosälen meist nachsynchronisierte Filme aus Indien oder Blockbuster laufen.

Nachts sollte man nicht alleine zu fuß unterwegs sein, weil immer wieder Betrunkene anzutreffen sind die relativ aufdringlich werden können. Da im Frühjahr 2007 der öffentliche Alkoholkonsum außerhalb von Restaurants verboten wurde, hat dieses Phänomen abgenommen.

Die offizielle Sperrstunde ist um 24:00. Da müssen alle Restaurants und Bars schließen. Einige einschlägige Nachtclubs haben bis 2 Uhr Nachts geöffnet.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ulaanbaatar bietet mehrere große Hotels, in denen man für westliche Preise auch westlichen Komfort erwarten kann. Das bedeutet insbesondere saubere Bettwäsche, elektrisch erzeugtes Warmwasser , Telefon und Internet, Restaurants, eine Reinigung, und vor allem Ruhe. Fließend Warmwasser gibt es nur in Ulaanbaatar das ganze Jahr über, jedoch wird es immer mal wieder abgestellt wenn Leitungen erneuert werden müssen. In Sukhbaatar gibt es nur einmal in der Woche Warmwasser.

Für Budgetreisende bieten sich die vielen Guesthouse genannten Einrichtungen an, die bereits ab 4 $ pro Nacht Gemeinschaftsunterkünfte anbieten. Einzel- oder Doppelzimmer sind hier für 15-20$ pro Tag zu erwarten.

Auch bieten vereinzelt Privatleute Unterkünfte an, das ist dann meist ein möbliertes Zimmer für 10-20$ am Tag.

Im Landesinneren sind komfortable Hotels unbekannt. Selbst die teuersten Hotels sind verdreckt, Warmwasser gibts nur im Winter und saubere Toiletten sind eine Seltenheit. Auch muß man vereinzelt damit rechnen, als Ausländer eine andere Preisliste gezeigt zu kriegen.

Es gibt in Chowd, Bayanhongor und Bayan Olgii motelähnliche Etablissements für ca. 5 $ pro Übernachtung. Duschen tut man in öffentlichen Duschhäusern, dort ist auch immer ein Friseur anzutreffen. In einigen Städten ist es besser, ein Zelt mitzunehmen und außerhalb der Stadt zu campen, weil die billigsten Unterkünfte in den Provinzstädten mit 8 bis 12 kettenrauchenden betrunkenen Mongolen bevölkert sind.

Die Situation bei den Unterkünften ausserhalb Ulaanbaatar, ändert sich allerdings in letzter Zeit sehr schnell. In fasst allen grossen Städten (Aimakzentren) gibt es jetzt auch für den europäischen Geschmack vernünftige Hotels. So z.B. in Uliastai, wo gerade ein altes Hotel völlig neu renoviert wurde. Gleiches git für Morön, Darkhan usw.

Camping ist landesweit erlaubt und man hat in der Regel auch seine Ruhe. In Chowd sei das Chowd Hotel erwähnt, in Bayan Olgii kommt man im Basteau ganz gut unter, und in Altai gibts das Altai Hotel in dem man auf Mongolisch etwas rumdiskitiert und dann nicht mehr den Touristenpreis bezahlt.

Im Sommer sind an vielen Orten Gercamps offen. Hier schläft man in traditionellen mongolischen Zelten, kann dort auch sein Essen zubereiten und es gibt vernünftige Toiletten und Duschen. Dies ist außerhalb von Ulaanbaatar vermutlich auch die schönste Art, zu übernachten wenn man nicht campen möchte.

Lernen[Bearbeiten]

Die Mongolei kennt eine Art Grundschulpflicht, die für jedes Kind eine verpflichtende, vierjährige Schulausbildung vorsieht. Für die Stadtbevölkerung gibt es darüberhinaus Mittelschulen, die nach dem 8. oder 9. Schuljahr zuende sind, und Berufsfachschulen wie der Akademie der MTR (Eisenbahngesellschaft) und vielen privaten Schulen die auf bestimmte Berufe vorbereiten.

Ulaanbaatar und Chowd haben Universitäten, wo man sich regulär für Studienkurse einschreiben kann. Die Studiengebühren betragen je nach Fach und Einkommen der Eltern 200-400 Euro pro Semester. Die Uni in UB bietet für ausländische Studenten Kurse zum Erlernen oder Vertiefen von mongolischen Sprachkenntnissen an, welche man im Rahmen eines Sprachenstudiums belegt werden können, auch gibt es Angebote im Bereich Agronomie und Ökologie für ein oder zwei Auslandssemester in Kooperation mit anderen Universitäten.

Interessierte können privat Mongolisch lernen wenn man bereit ist, Englisch oder Russisch in Einzelstunden zu unterrichten.

Arbeiten[Bearbeiten]

Die Mongolei hat eine hohe Arbeitslosigkeit, regional bis zu 40%. Das bedeutet daß viele Menschen sich mit Kleingewerbe und Handlangerdienste ein Zubrot verdienen und bedeutet auch daß der Zugang zum Arbeitsmarkt für Ausländer fast vollkommen unmöglich ist.

Einzige Ausnahme sind Spezialisten wie Ingenieure oder Sprachlehrer, welche eine befristete Auffenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten können.

Vereinzelt arbeiten Ausländer auch als Berater oder haben sich selbstständig gemacht. Die einzige, praktikable Möglichkeit ist hier die Mitarbeit in Entwicklungshilfe-Projekten oder als Freiwilliger in einer NGO. Insbesondere sei hier das amerikanische Peace Corps hervorgehoben, das einen Großteil der im Inland tätigen Freiwilligen stellt.

Diese NGO-Tätigkeiten bestehen im überwiegenden Teil aus Englisch-Unterricht welcher dann in den Schulen zusätzlcih zum normalen Unterricht angeboten wird. Es gibt vereinzelt Hilfsprojekte im Agrarbereich und im Naturschutz wo beispielsweise Tiere beobachtet oder gezählt werden.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Mongolei ist ein relativ sicheres Land. Gewaltdelikte kommen selten vor und Touristen werden gelegentlich mal Opfer von Taschendiebstählen oder Trickbetrügereien.

Die Gefahr der man sich abends aussetzt, ist die Belästigung durch Betrunkene. Teilweise wird Frauen empfohlen, außerhalb der Hauptstadt nicht alleine zu reisen. Mit selbstbewusstem Auftreten und gesunder Vorsicht, wie man sie auch in Deutschland anwendet, ist das aber durchaus moeglich. Auf Touren mit oeffentlichen Verkehrsmitteln ins Land sollte man keine empfindlichen Wertgegenstände wie Camcorder oder Laptops mitnehmen. Dies wiederum ist eine Empfehlung wegen den größtenteils nicht vorhandenen Straßen bei Überlandreisen in Bussen oder Jeeps - ins Reisegepäck gehört nur, was einen tagelangen Ritt in einem Offroadfahrzeug übersteht.

Kriminalität: Aufgrund von Vorfällen weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass insbesondere in von Touristen frequentierten Gegenden Ulan Bators (Ulaanbaatar) gewalttätige Überfälle vorkommen können. Nach Einbruch der Dunkelheit wird daher davon abgeraten, sich allein in Ulan Bator zu bewegen.
Besondere Vorsicht ist bei der Benutzung von Privattaxis angebracht. Sofern der teilweise stark überhöhte Fahrpreis nicht gezahlt wird, kann es zu äußerst unangenehmen Situationen mit dem Fahrer kommen. Inzwischen gibt es reguläre Taxen, die auch telefonisch bestellt werden könnnen. (Stand 10.10.2012)

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Leitungswasser nur abgekocht benutzen, und nur gut durchgebratene oder gekochte Speisen verzehren. Da zwischen Tag und Nacht teilweise 30 Grad Temperaturdifferenzen auftreten können, sollte man an passende Kleidung denken und sich entsprechend abhärten.

Die in Restaurants angebotenen Speisen sind allesamt unbedenklich, wenn auch nicht immer geschmackvoll.

Einfache Medikamente lassen sich in Ulaanbaatar in Apotheken ohne Verschreibung besorgen, aber es ist nicht zu erwarten daß das Personal Englisch spricht. Spezielle Medikamente, Insulin und anderes MUSS grundsätzlich mitgebracht werden.

Da selbst in Ulaanbaatar nicht mit Krankenhäusern westlichen Standards gerechnet werden kann, sollte man Operationen grundsätzlich zuhause ausführen lassen und eine entsprechende Versicherung dazu abschließen.

Respekt[Bearbeiten]

Die klassische mongolische Mentalität ist sehr stark auf das Bewahren des Gesichts, auf Integrität und Ehre ausgerichet. Traditionelle Normen, die aus der nomadischen Tradition stammen wie die Gastfreundschaft, wirken sich im täglichen Leben sehr stark aus.

Das bedetet zum Beispiel daß man nie spontane Fotos von Menschen machen kann. Mongolen lassen sich zwar gerne fotografieren, aber vorher wollen sie sich zurechtmachen, nochmal in den Spiegel blicken und sich dann herausgeputzt mit der gesamten Verwandschaft knipsen lassen. Es versteht sich von selbst daß man insbesondere bei Besuchen bei Nomaden nicht wild drauflosknipst wenn man ein Ger betritt.

Besonders offiziellen Stellen gegenüber sollte man sehr höflich gegenübertreten, und niemals Ungeduld zeigen. Das ist meistens kontraproduktiv, und wird von der Gegenseite nicht verstanden. Bei (geplanten) Besuchen sollte man grundsätzlich ein paar kleine Geschenke mitnehmen, das wird erwartet und stößt auf ein wenig Unverständnis wenn man das unterläßt. Auch im alltäglichen Leben muß man sich damit abfinden, daß bestimmte Dinge nicht sofort passieren, oder zumindestens heute nicht.

Bei spontanen Besuchen, wie es auf Reisen öfters mal vorkommt, sollte man zumindestens die Grundformen der Höflichkeit beherrschen, das bedeutet sich eine Stunde Zeit nehmen, viel Tee zu trinken, den einen oder anderen Wodka und vom Essen zu probieren. Ein Getränk oder eine Speise komplet abzulehnen, wird als sehr unhöflich betrachtet - wer Wodka nicht mag, tut dem Anstand genüge wenn man dran nippt.

Wer längere Reisen oder Auffenthalte plant, der sollte sich unbedingt mit der Sprache auseinandersetzen. Das hilft über einige Probleme hinweg, oder löst sie zumindestens wenn man der richtigen Fragen stellen kann und nicht auf einen Übersetzer angewiesen ist. Die meisten Mongolen wissen wie schwer es ist, ihre Sprache zu lernen und honorieren das sehr wenn man sich ein wenig mit ihnen unterhalten kann.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Wer mit der Außenwelt Kontakt halten möchte, kann in Ulaanbaatar auf eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten zurückgreifen. Es gibt an jeder Straßenecke Internet-Cafes, wo man Emails schreibt, per Skype oder Messenger telefonieren und chatten kann, oder mit relativ günstigen Anbietern nach hause telefonieren kann.

Handies bzw. europäische Handyverträge gehen über Roaming zwar auch, aber das ist teuer, 3-5 Euro pro Minute mit einem deutschen Mobilfunkvertrag. Also raus mit der deutschen Simkarte, und man kauft sich eine MobilCom Prepaid Karte für ca. 12 Euro. Die kann man dann noch aufladen, eine Minute Mobilfunk kostet etwa 4 Cent wenn man mongolische Nummern anruft und etwa 40 Cent pro Minute nach Deutschland. Es gibt noch ein spezielles Auslands-Guthabenskonto mit dem man dann auf 15 Cent pro Minute runterkommt. Einige Anbieter wie Mobicom haben mittlerweile Nummern die man auch vom Ausland aus anrufen kann, und es gibt (Stand Sommer 2009) ein Auslandsguthaben das man mit 8800 Tugrik aufladen kann und wo man 284 Tugrik die Minute bezahlt, bei vergleichsweise guter Sprachqualität.

Das Aufladen geht in UB mit Karten und Codenummern, und außerhalb per SMS Überweisung. Man gibt dem Händler die Nummer, bezahlt, und erhält dann nach ein paar Minuten das Guthaben.

Wer im Landesinneren unterwegs ist wird nämlich keine Telefonzellen vorfinden, und manchmal ist es hilfreich um sich in schwierigen Situationen helfen lassen zu können oder um Zimmer zu reservieren. Das Mobilfunknetz ist relativ gut ausgebaut und ist im Umkreis aller Städte verfügbar. Das Kaufen einer Karte ist vollkommen unbürokratisch, allerdings verfallen die Nummern nach 6-12 Monaten, und man kann nicht immer vom Ausland aus angerufen werden. Mittlerweile hat jedes Dorf entlang der Fernverkehrsstraßen Mobilfunk, auch an den Orten wo außer 5 Raststätten nichts ist kann man mal Netz haben. Einige Buslinien haben auf ihren Fahrplänen sogar vermerkt, wo es was zu essen gibt und wo telefonieren möglich ist.

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