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Mittlere Alb
Aus Wikitravel
Inhaltsverzeichnis
Mittlere Alb ist Teil der Schwäbischen Alb und gehört zu Baden-Württemberg
[bearbeiten] Regionen
- Blaubeurer Alb
- Hintere Alb
- Münsinger Alb
- Reutlinger Alb
- Vordere Alb
- Zwiefalter Alb
[bearbeiten] Orte
[bearbeiten] Weitere Ziele
- Albtrauf bei Reutlinge/Pfullingen
- Albtrauf bei Bad Urach
- Albtrauf bei Kirchheim/Teck
- Ermstal
- Ehem. Truppenübungsplatz Münsingen
- Laichinger Tiefenhöhle
- Großes Lautertal
- Zwiefalten
- Donautal
[bearbeiten] Hintergrund
Unter dem Namen "Mittlere Alb" werden die zentralen Teile der Schwäbischen Alb zusammengefasst. Sie erstreckt sich etwa vom Tal der Lauchert im Westen bis in den Bereich in dem die A8 bei Kirchheim/Teck die Alb quert und vom markanten Trauf zwischen Reutlingen und Kirchheim/Teck im Norden und der Donau im Süden. Der nördliche Teil der "Mittleren Alb" ist durch den etwa 400 m auffragenden und damit weit sichtbaren Albtrauf geprägt; er wird von mehreren Haupt- und zahlreichen Nebentälern fein gegliedert. Der mittlere Teil stellt eine weit gedehnte Hochfläche mit Feldern, Wiesen und Wälder dar; sie ist nur sehr dünn besiedelt und entsprechend nur schwach infastrukturell erschlossen. Nach Süden hin fällt die Hochfläche sacht zur Donau hin ab. Große Lauter, Schmiech und Blau fließen aus dem Zentrum der Hochfläche zur Donau hin und geben der Hochfläche über weite Strecken einen mittelgebiergsartigen Charakter. Seit 2009 gehört etwa die Hälfe der Mittleren Alb, darunter der gesamte Trauf, das Tal der Großen Lauter und weite Teile der Münsinger Alb (insbesondere der ehem. Truppenübungsplatz) zum "Biosphärengebiet Schwäbische Alb". Im Rahmen dieser Auszeichnung der UNESCO wird naturnaher Tourismus, bäuerliche Direktvermarktung und vieles mehr gefördert. Außerdem gehört die Mittlere Alb zum Geopark Schwäbische Alb.
[bearbeiten] Klima
siehe Schwäbische Alb
[bearbeiten] Sprache
siehe Schwäbische Alb
[bearbeiten] Anreise
Am besten mit dem Auto: über Reutlingen und die Hohnauer Steige (B 312), über Bad Urach auf der B 28 oder auf der B 465 Richtung Münsingen, über Lenningen und die Römersteiner Steige oder über die Autobahn A8 (Drackensteiner Hang) bis Ausfahrt Merklingen. Von Süden kommend durch das Donautal.
[bearbeiten] Mobilität
siehe Schwäbische Alb
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Albtrauf bei Pfullingen mit Schloss Lichtenstein
Die "Hohnauer Steige" (B 312) schlängelt sich unterhalb von "Schloss Lichtenstein" die Alb hinauf. Die Burg stammt ursprünglich aus dem späten 14. Jhdt. und war bis Mitte des 16. Jhdts. Herzogsitz. Nachdem sie im Laufe der Jahre zerfallen war ließ Graf Wilhelm von Württemberg sie um 1840 rekonstruieren. Noch heute präsentiert sie sich stolz als weiß getünchtes Märchenschloß. Die Anlage, sowie die Gemächer Wilhelms können besichtigt werden (im Sommer tägl. bis 17:30 Uhr, sonst am WE bis 16:00, geschlossen Dez.-Jan.; Eintritt 2€ (Schlosshof) bzw. 6€ (Führung), Kinder die Hälfte).
3km nordwestlich liegt die Nebelhöhle, eine beeindruckende Tropfsteinhöhle, deren Besichtigung ohne Zweifel lohenswert ist (im Sommer tägl. bis 17:30 Uhr, sonst am WE, geschlossen Dez.-Feb.; Eintritt 4€, Kinder 2,50€, Fam. 10€). 5km südlich kann man ebenso die Bärenhöhle besichtigen; hier findet man Skelettreste von Höhlenbären (Zeiten und Preise wie Nebelhöhle).
Von der Nebelhöhle kann man über die Hochweide "Won" gen Norden wandern. Nach etwa 2 km lohnt ein Abstecher zum Wackerstein, eine beeindruckende Felsnadel mit schöner Aussicht. Nach weiteren 2 km erreicht man den Schönberg; vom 28 Meter hohen Aussichtsturm, den die Pfullinger wegen seiner Form liebevoll "Onderhos" (also Unterhose) nennen, hat man einen herrlichen Blick auf das Albvorland und auf Reutlingen.
Achtung: Vorsicht ist an den Felsvorsprüngen geboten; diese sind zum Teil nicht gesichert!
- Albtrauf bei Bad Urach (Hintere Alb)
Gleich von mehrerer Stellen kann man atemberaubende Ausblicke auf die Trauflinie, das Ermstal und das Albvorland genießen: Direkt oberhalb von Bad Urach liegen die beiden "Hanner Felsen". Den östlichen der beiden erreicht man mit dem Auto aus von Bad Urach ("Hanner Steige" Richtung Sankt Johann) und genießt so einen herrlichen Blick auf das Städtchen und die zahlreichen sich hier vereinigenden Tälchen. Knapp 3km weiter westlich liegt der "Rutschenfelsen". Hier bricht die sonnige "Rohrauer Höhe" abrupt zum Brühlbachtal hin ab; die Felswände sind mehrere Zehnermeter hoch und locken auch Kletterer. Der Name stammt von den Holzrutschen (schanzenartige Holzgestelle) mit deren Hilfe im Spätmittelalter Holz von der Hochfläche ins Tal befördert wurde. Auf der "Rohrauer Höhe" kann man eine eindrückliche Einsturzdoline besichtigen und in der "Rohrauer Hütte" einkehren. Auf dem vorgelagerten "Runden Berg", einem Ausliegerberg, hat man Spuren frühgeschichtlicher Besiedlung gefunden. Ein Weg führt durch die Geröllfelder der sogenannten "Hölle" zu den "Uracher Wasserfällen". Hinter der Hütte entspringt hier im Hangschutt der Bühlerbach. Über Jahrtausende hat der mit dem Wasseraustritt ausfällende Kalk ein beachtliches Plateau geschaffen, dass heute als Grill- und Rastplatz dient. Der Bühlerbach quert das Plateau und stürzt 37m in die Tiefe. Vom Parkplatz "Eppenziller Fels" (Straße Bad Urach-Sankt Johann) erreicht man die Wasserfälle (1km), wie auch den "Rutschenfelsen" (1,5km) über schöne Wanderwege. Ebenfalls beeindruckend ist der etwa 2km westlich gelegene "Gütersteiner Wasserfall": Hier sammeln sich die Wässer in einem künstlichen Becken, bevor sie über eine Sinterterrasse gen Tal stürzten. Oberhalb von Metzingen genießt man einen eindrücklichen Fernblick bis in den Großraum Stuttgart vom "Roßberg" aus. Die sonnige Hochfläche (mit einem Flugplatz) fällt abrupt gen Ermstal ab; die Aussichtsfelsen heißen: "Grüner Fels", "Wies-", "Ross-" und "Olgafels". Den "Rossberg" erreicht man vom Gestüt Sankt Johann aus (2km). Am Gestüt selbst laden ein Gasthaus, sowie ein Hofladen ein. 2km westlich liegt das Pumpspeicherkraftwerk "Glems" mit einem kreisrunden Speichersee auf dem "Grasberg".
Achtung: Vorsicht ist an den Felsvorsprüngen geboten; diese sind zum Teil nicht gesichert!
- Albtrauf bei Beuren (Vordere Alb)
Die Vordere Alb ragt wie eine Hand aus der Albhochfläche heraus. Das Kalkplateau ist hier von unzähligen Bächen und Rinnsalen "angenagt" und bildet Sporne und Auslieger, die zum Teil herrlichen Ausblick bieten, aus. Die Südhänge von "Jusiberg" und "Hörnle", die über einen Grad mit der Vorderen Alb verbunden sind, sind begeehrte Weinlagen der Stadt Metzingen.
Lohnend ist eine Besichtigung der beeindruckenden mittelalterlichen Burgruine "Hohen Neuffen" (13.Jhdt.); neben herrlicher Aussicht gibt es Gastronomie und im Sommer Falkenvorführungen (Sa, So), sowie ein großes Mittelalterspektakel. 7km südöstlich, gut von Bad Urach aus zu erreichen, beeindruckt das Portal der "Falkensteiner Höhle"; auf der ganzen Vorderen Alb gibt es zahlreiche weitere Höhlen, einige können begangen werden wie zum Beispiel die "Gustav-Jacob-Höhle" an der "Ruine Hofen" östlich von Grabenstetten.
Achtung: Vorsicht ist an den Felsvorsprüngen geboten; diese sind zum Teil nicht gesichert! Höhlen nur mit ortskundiger Führung und entsprechender Ausrüstung betreten (insbesondere auch die Falkensteiner Höhle)!
- Albtrauf bei Kirchheim/Teck
- Oberes Ermstal
Die Erms schneidet sich bei Bad Urach etwa 14 km in die Mittlere Alb ein. Ihr Ursprung liegt unterhalb der Hochfläche nahe des Uracher Teilorts Seeburg. Hinter Seeburg schlängelt sie sich durch den sanften Talgrund mit seinen Wiesen und Weiden; etwas lebhaft wird sie nur wo kleine Laufkraftwerke sie zur Stromerzeugung nutzen. Die Hänge sind von artenreichen Schluchtwäldern, an den steilsten Stellen mit Felsnadeln und -vorsprüngen durchzogen, geprägt. Teile gehören zur Kernzone des UNESCO Biosphärengebiets und stehen damit unter besinderem Schutz. Bei Bad Urach stoßen mehrere Nebentäler hinzu und bilden die sogenannte "Uracher Talspinne"; den besten Überblick hat man vom "Hanner Fels" (siehe Albtrauf bei Bad Urach). Im unteren Talabschnitt fließt die Erms durch Metzingen dem Neckar entgegen.
Wer ab Bad Urach die B 465 Richtung Münsingen wählt, folgt dem reizvollen Tälchen bis nach Seeburg. Auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß läßt sich das Tal erschließen ("Grüner Weg"). Vom Abzweig der Straße Richtung Wittlingen kann man zur Burgruine "Hohen Wittlingen" aufsteigen (1km); wer die Höhenmeter scheut, kann vom Wanderparkplatz am westlichen Ortsrand von Wittlingen starten (ebenfalls 1km). Die Burg stammt vermutlich aus dem 12. Jhdt. und diente dem Reformator Johannes Brenz als Zuflucht. Genaueres kann man den Tafeln an der Ruine entnehmen. Heute steht von weiten Teilen des Komplexes nur noch die Grundmauern, jedoch ist ein Teil des Turms erhalten, so dass man von dort eine einmalig schöne Aussicht auf das obere Ermstal ergattern kann. Ein aussichtsreicher Wanderweg führt am Hang entlang Tal aufwärts und erreicht kurz vor Seeburg den Talgrund. Mit dem "Grünen Weg" als Rückweg zum Ausgangspunkt lässt sich so eine schöne Wanderung kombinieren. Im Örtchen Seeburg lohnt sich ein Abstecher auf den "Burgberg" (Beschilderung im Ort): Statt einer Burg steht hier heute ein Gefallenendenkmal, das man auch von der Straße aus sieht; der Blick auf den Ort ist sehr lohnend. Ebenfalls erreicht man von Seeburg aus die "Ermsquelle" (1km), jedoch ist der Quelltopf eingezäunt und somit nicht allzu romantisch. Der Weg führt weiter durch die "Trailfinger Schlucht" in den gleichnamigen Ort. Den Rückweg nach Seeburg kann man zum Beispiel über das Gut "Uhenfels" gestalten; von der Hochfläche rund um das Gut hat man einen schönen Blick Richtung Bad Urach.
- Zwiefalter Münster
- Zwiefalter Alb
- Oberes Tal der Großen Lauter
Die Große Lauter entspringt im Areal des "ehem. Klosters Offenhausen" (13.Jhdt.), etwa 2km westlich von Gomadingen. Die Klosteranlage, am Rand des kleinen Weilers Offenhausen gelegen, ist heute Teil des Landesgestüts Baden-Württemberg. In der Klosterkirche ist das Museum des Gestüts untergebracht, außerdem gibt es ein Gasthaus. Im westlichen Teil des Klosters, in einem ummauerten Garten entspringt die Lauter in einem klaren Quelltopf (Beschilderung am Kloster folgen). Etwa 5km die Lauter abwärts liegt das "Haupt- und Landgestüt Marbach"; hier werden seit Ende des 16. Jhdts. Pferde gezüchtet. Eine Besichtigung ist lohnenswert, ebenso die im Herbst stattfindende Hengstparade.
Von Gomadingen aus kann man den Sternberg mit einem Aussichtsturm erwandern.
- Unteres Tal der Großen Lauter
Der mittlere und untere Teil des Tals der Großen Lauter zählt ohne Zweifel zu den schönsten Landschaften der Mittleren, aber auch der gesamten Schwäbischen Alb. Die Lauter schlängelt sich durch den satt grünen Talgrund und passiert dabei kleine Weiler wie Hundersingen, Gundelfingen oder Indelhausen. Die Talhänge sind teils Wald bestanden, teils gibt es heideartige Abschnitte; überall ragen Felsnadeln und -vorsprünge hervor. Besonders imposant ragt der "Spitze Stein" direkt an der Straße zwischen Bichishausen und Gundelfingen empor. Zudem gibt es zwischen Hundersingen und der etwa 13 km entfernten Mündung in die Donau 11 Burgen bzw. Burgruinen; fast eine pro Kilometer. Von den Burgen bietet sich ein herrliches Panorama; hier sei insbesondere die Burgruine Hohengundelfingen erwähnt.
Das Lautertal lässt sich am schönsten mit dem Fahrrad entdecken; es gibt einen schönen Radwanderweg mit zahlreichen Rast- und Grillplätzen. Bis Anhausen folgt auch eine Straße dem Talverlauf.
- Ehem. Truppenübungsplatz bei Münsingen
Siehe Münsingen.
Auch von Feldstetten, Heroldstatt und Zainingen aus kann man den ehem. Truppenübungsplatz besuchen. Nahe der beiden letzgenannten Einstiege kann man an Wochenenden insgesamt 3 Wachtürme besteigen und den Blick über den Truppenübungsplatz genießen.
- Laichinger Tiefenhöhle
- Donautal bei Ehingen
[bearbeiten] Aktivitäten
Wandern, Rad oder Kanu fahren in der schönen, dünn besiedelten Landschaft der Albhochfläche oder in den lieblichen Tälchen. Geführte Wanderungen auf dem ehem. Truppenübungsplatz (Infos: Alb-Guides).
Feste und Märkte; viele im Rahmen des Biosphärengebiets (Biosphärentage), aber auch ausgehend vom Landes- und Hauptgestüt in Marbach (Hengstparade) oder in den Gemeinden.
[bearbeiten] Küche
Regional, schwäbisch.
Gasthöfe am Gestüt Sankt Johann, am Kloster Offenhausen (Gomadingen) oder an der Wimsener Höhle (Zwiefalten). Braugasthof in Zwiefalten.
Siehe auch bei Bad Urach, Reutlingen, Münsingen oder Blaubeuren und beachte den Biosphärengastgeber (herausgegeben vom Biosphärengebiet Schwäbische Alb).
[bearbeiten] Nachtleben
In Reutlingen und Ulm, sonst eher nicht.
[bearbeiten] Sicherheit
Gefahren bergen überhängende Felspartien, Steilhänge und Höhlen (vor allem unerwartete Hochwässer). Auf den Straßen wird teils ein unangemessener Fahrstil praktiziert.
[bearbeiten] Weiter geht's
Nach Osten grenzen Stauferland und Ostalb an, nach Westen die Zollernalb und Großer und kleiner Heuberg. Nicht fern sind die Städte Reutlingen, Tübingen und Ulm.
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