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Mexiko
Mexiko liegt in Nordamerika. Nur der Süden gehört geografisch zu Mittelamerika. Das Land wird im Norden von den Vereinigten Staaten und im Süden von Belize und Guatemala begrenzt. [Bearbeiten] Städte
[Bearbeiten] Hintergrund[Bearbeiten] KlimaWährend im Hochland fast das ganze Jahr über ein angenehmes Klima herrscht, ist das Wetter im Tiefland von Yucatan oft sehr belastend. Aufgrund der Nähe zum Äquator sind die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten nur schwach ausgeprägt. Hochland: Tagsüber meist angenehm warm, nachts z.T. sehr kalt. Achtung: Ciudad de Mexico leidet unter Smog, wodurch das Atmen schwer fallen kann. Weite Teile des Hochlandes liegen über 2.000 Meter Höhe, was den Organismus ebenfalls belasten kann. Tiefland von Yucatan: Hier ist es im Winter am "angenehmsten", da nicht so schwül. Generell ist es sehr heiß, außerdem droht eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. In Merida z.B. schwankt das Monatsmittel nur zwischen 28 und 35 Grad, die gefühlte Temperatur kann aber aufgrund der sehr hohen Luftfeuchtigkeit deutlich höher liegen. Auch die Gewitterschauer bringen dann keine Abkühlung. [Bearbeiten] Anreise[Bearbeiten] FlugzeugFlüge von Europa nach Mexico von Frankfurt am Main, Paris, Madrid, Amsterdam, und vielen Flughäfen aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Mittelamerika und Südamerika. [Bearbeiten] BahnEin Zug verkehrt von San Diego Kalifornien nach Mexiko. [Bearbeiten] BusÜberland-Busfahrten sind mit Linien der 1. Klasse oder der Deluxe-Klasse ("primera" oder "clase ejecutivo") sehr angenehm. Mexikaner neigen dazu, wenn sie eine Klimaanlage zur Verfügung haben, das "Projekt Alaska" auszurufen. Deshalb ist eine Decke oder ein dicker Pullover für Busreisen immer ratsam. In den Bussen sind Toiletten vorhanden, meistens sogar getrennt für Männlein & Weiblein. Getränke und etwas zu essen muss man allerdings mitnehmen. Busse der 1. Klasse haben so gut wie keine Zwischenstopps, bei sehr langen Fahrten gibt es Imbisspausen. Kurzstrecken kann man gut mit 2. Klasse-Bussen bewältigen. Da die Sitze nicht gepolstert sind, sind 2. Klasse-Busse für Komfort-Liebende und längere Strecken nicht unbedingt geeignet. In den 2. Klassse-Bussen sind keine WC's vorhanden. Fahrten mit 2. Klasse-Bussen dauern wegen vieler Zwischenstopps oft länger. Gepäckstücke in 2. Klasse-Bussen stets gut im Auge behalten, am besten kein Nickerchen machen. In abgelegenere Gebiete oder innerhalb von Städten fahren Kleinbusse (Microbus) oder Sammeltaxis (Colectivo oder Pesero), die meist dann losfahren, wenn alle Plätze besetzt sind. Unterwegs werden sie an der Straße (Kreuzungen oder wichtige Punkte) herangewunken. Im Bundesstaat Chiapas und Oaxaca kann es zu Kontrollen durchs Militär kommen. Die Leute sind zu westlichen Touristen aber normalerweise freundlich (zu Menschen aus Lateinamerika, die illegale Migranten sein könnten, weniger) und haben auf mich persönlich niemals einen feindseligen Eindruck gemacht. Wenn man schläft, wird man nicht mal geweckt! Überfälle: Man muss wirklich großes Pech haben, wenn ausgerechnet der Bus, in dem man sich befindet, überfallen wird. Sei dies am Tag oder auch in der Nacht. Gesunder Menschenverstand ist unerlässlich, Angst jedoch unnötig. Busfahrten sind in Mexiko ein bewährtes Transportmittel. Sie fahren immer und überall hin, sind günstig und angenehm [1]. [Bearbeiten] Auto[Bearbeiten] Schiff[Bearbeiten] RegionenBundesländer sind:
[Bearbeiten] Weitere Ziele
[Bearbeiten] Mobilität[Bearbeiten] AutoMietwagen sind in Mexiko im Allgemeinen recht günstig zu haben, dies gilt auch, wenn sie über einen längeren Zeitraum (1-2 Wochen) zur Verfügung stehen sollen. Allerdings ist immer zu beachten, dass eine Rundreise mit einem gemieteten Wagen meist am Anfangsort enden sollte, da sonst teure Rückführgebühren entstehen (einige hundert Euro und mehr sind möglich!). Die weltweit operierenden Verleihfirmen sind den lokalen mexikanischen vorzuziehen, gerade auch, weil sie im Vergleich nicht teurer sind. Es ist auch immer ein Verhandlungsspielraum gegeben, z.B. das Einbeziehen besserer Versicherungen (unbedingt empfehlenswert) oder auch am Endpreis. Nachfragen lohnt. An jedem Flughafen, aber auch in touristischen Städten (und auch nur dort) können Wagen in einer breiten Fahrzeugpalette angemietet werden. Zu bedenken ist auch die sehr hohe Absicherung der Verleihfirmen selbst, die sich bis zu 20 Prozent des Wagenwertes als Sicherung von einer Kreditkarte ab bedingen um im Falle eines Unfalls ihre Kosten zu decken. Man kann dies aber durch eine Vollkaskoversicherung im Heimatland oder vor Ort zu nahezu 100 Prozent rückversichern, so dass letztlich keine Kosten auf den Reisenden zukommen. Der Verkehr ist unterschiedlich zu beurteilen. Auf der Baja und im hohen Norden sind die Straßen eher einsam, Nebenstraßen mit einem Jeep gut zu befahren. Im Kernland (Hochland) ist der Verkehr eher mit dem in Europäischen Großstädten vergleichbar, wobei noch lokale Unterschiede hinzukommen; d.h. es ist immer mit Tieren auf Autobahnen zu rechnen, auch Fahrradfahrer sind anzutreffen oder beidseitig abbiegende Fahrzeuge. Auf Yucatan ist es wieder eher ruhiger. Alle Strassen sind in einem relativ guten Zustand, aufgrund der Wettereigenschaften des Landes aber ist immer mit Erdrutschen, Überschwemmungen, Pottholes und fehlender Randabsicherung zu rechnen. Dies ist insbesondere in der Regenzeit der Fall (am Pazifik und im Gebirge von Mai bis September, am Atlantik bereits ab April bis Oktober). Um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben, sollte man sich im Vorfeld genau über die geplante Route informieren und ein dem jeweiligen Straßenzustand erforderliches Fahrzeug anmieten. Auf der Webseite von cochera andina findet man ausführliche Informationen (auf deutsch) zu Straßenzuständen, Reisezeit und Entfernungen. Zusätzlich ist vor Ort eine gute Straßenkarte hilfreich z.B. Mexiko von World Mapping Project. Für das Auto fahren in Mexiko reicht der Führerschein des Herkunftslandes aus. Aber um Missverständnisse mit der Polizei zu vermeiden, sollte man zusätzlich einen internationalen Führerschein dabei haben. Allgegenwärtig sind die Polizei und das Militär. Beide überprüfen mit unterschiedlicher Zielrichtung den Verkehr. Es ist also immer mit Kontrollen und im besonderen auch militärischen Kontrollposten zu rechnen. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen innerorts 40 km/h, auf Landstraßen 80 km/h sowie auf Autobahnen 100 bzw. 110 km/h. In der Regel ist das nationale Tankstellennetz recht dicht. Bleifreies Benzin wird in 87 und 93 Oktan angeboten, außerdem gibt es Diesel. Alles in allem ist für einen erfahrenen Reisenden das Auto als Fortbewegungsmittel in Mexiko durchaus zu empfehlen, da es Freiheit bezüglich der Tourenplanung bringt und die Gefahren nicht im krassen Gegensatz dazu stehen. [Bearbeiten] BusIn Mexiko-Stadt sollte man auf die sehr guten öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen und auf Grund der chaotischen Verkehrsverhältnisse im Straßenverkehr auf das Autofahren lieber ganz verzichten. Zu Zeiten des Stoßverkehrs gibt es hier eine Besonderheit: die ersten 3 Waggons sind für Frauen und Kinder reserviert. [Bearbeiten] SpracheDie Menschen sprechen Spanisch oder eine der zahlreichen indigenen Sprachen (oder auch beides). In Touristenorten wie z.B. Cancun wird auch Englisch, in großen Hotels aber auch Deutsch gesprochen. In weniger touristisch geprägten Orten ist Englisch nicht verbreitet. Das gesprochene Spanisch gilt zusammen mit dem in Guatemala (Hochburg der Spanisch-Sprachschulen in ganz Lateinamerika!) als das akzentfreieste und bestverständliche in der Gemeinschaft der spanischsprechenden Länder. Kann man sich auf Spanisch verständigen, wird man - meine Erfahrung - freundlicher behandelt. Faustformel (in ganz Lateinamerika): "Wenn Du Englisch sprichst, kommst du weiter. Wenn Du Spanisch sprichst, öffnen sich dir die Türen und Herzen". Siehe auch: Sprachführer Spanisch [Bearbeiten] Kaufen[Bearbeiten] KücheBesonders verbreitet in Mexiko sind Tortillas. Der mexikanische Maismehl-Fladen darf aber nicht mit dem gleichnamigen spanischen Omelette verwechselt werden. Die Tortilla werden mit unterschiedlichen Zutaten befüllt und mit einem anderem Namen (Taco, Quesadilla) versehen. Die Sättigungsbeilage - der Maismehl-Fladen - bleibt jedoch immer gleich. Entgegen der Meinung des Volksmundes stammt Chili con Carne nicht aus Mexiko, sondern wurde zuerst im Süden der USA zubereitet. Das feurig scharfe Gericht wird man höchstens an der us-amerikanischen-mexikanischen Grenze und in Touristenorten finden. Tortillas gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: mit Maismehl und mit Weizenmehl. Als Beilage zu jeder Hauptspeise werden meistens Tortillas serviert. Tacos sind gefüllte Maistortillas, die einfach zusammengeklappt werden. Die Füllung kann alles sein, verbreitet sind Tacos de bistec (kleingeschnittenes Stück Fleisch), mit Hühnerfleisch (pollo), oder in Küstenregionen mit Fisch oder Meeresfrüchten. Wie zu so ziemlich allem gibts zu den Tacos Limettensaft, Chilisauce (Salsa) und frische Kräuter (vor allem Koriander). Im Norden Mexicos sind Tacos weniger üblich, aber dafür findet man an jeder Strassenecke einen Burrito-Verkäufer. Burritos sind Weizentortillas, diese sind größer als die Maistortillas. Sie können ebenfalls mit so ziemlich allem gefüllt sein, die einfachste und billigste Version ist ein Burrito de frijoles (Bohnenmus), aber man findet auch Burritos de cabeza de puerco (Schweinskopf). Überall im Land bekommt man an den Straßenkiosken Tortas, die nichts mit Torten zu tun haben, sondern gefüllte Brötchen sind. Das oben erwähnte Bohnenmus ist die zweite obligatorische Beilage zu jedem Essen, also auch zum Frühstück (meistens Eier auf verschiedenste Weise zubereitet)). Sonst gibt es viele mit Tortillas zubereitete Speisen, zum Beispiel enchiladas oder chilaquiles. [Bearbeiten] Ausgehen[Bearbeiten] UnterkunftEin Bett in einem Hostel kostet ca. 7-10 Euro pro Nacht, abhängig auch davon wo man ist. [Bearbeiten] LernenIn nahezu jeder größeren mexikanischen Stadt gibt es Sprachschulen. In Coyoacan - dem ehemaligen Künstlerviertel von Mexicocity gibt es beispielsweise die Schule Spanishcoyoacan, die persönliche Kurse auf jedem Niveau anbietet. [Bearbeiten] Arbeiten[Bearbeiten] Feiertage
[Bearbeiten] SicherheitSolange man nicht Journalist/in oder politisch aktiv ist oder in die falsche Gegend gerät, ist Mexiko relativ sicher. Es gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: keine Wertsachen offen tragen, nicht allein in dunkle Gegenden gehen, in Mexiko-Stadt kein unlizenziertes Taxi nehmen. [Bearbeiten] Gesund bleibenHochland (z.B. Ciudad de Mexico oder Taxco) Aufgrund der Höhenlage können Besichtigungen recht anstrengend werden. Dies kann Reisenden Probleme bereiten. Hinzu kommt ein mildes Klima, wodurch die Sonneneinstrahlung unterschätzt wird. Sonnenbrand, Sonnenstich drohen. Tiefland von Yucatan Hier ist es ganzjährig sehr heiß und sehr schwül (besonders im Sommer). Man kommt extrem leicht ins Schwitzen, Besichtigungen - etwa von Pyramiden - können richtig anstrengend werden. Essen und Trinken Sowohl im Hochland (aufgrund der Höhenlage und der vermeintlich niedrigen Temperaturen), als auch im Tiefland (hohe Verdunstung), ist es unbedingt wichtig, sehr viel zu trinken. Beim Essen ist es wichtig, auf Salate und Obst möglichst zu verzichten. Wenn man es doch isst, unbedingt schälen. Abwaschen reicht nicht. So verlockend Salate auch sind: Nach ihrem Genuss droht Montezumas Rache! Für alle Fälle Medikamente mitnehmen. Ein guter Reisemediziner weiß Rat. Generell gilt: Koche es, schäle es oder lasse es bleiben! [Bearbeiten] RespektRespekt ist sehr sehr wichtig [Bearbeiten] KommunizierenOft kommt man mit ein paar Worten Spanisch und Händen und Füßen weiter als mit fließendem Englisch. US-Bürger sind, wie in ganz Lateinamerika, nicht besonders beliebt. Wenn man seinen Gesprächspartnern klar gemacht hat, dass man Europäer ist, kann aber auch Englisch sehr hilfreich sein. Besonders positiv steht man den Deutschen gegenüber. Hier genügt oft ein kurzer beiläufig hingeworfener Hinweis und es öffnen sich zahlreiche verschlossene Türen.
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