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Meran
Meran ist nach Bozen Südtirols zweitgrößte Stadt. Für Reisende spielt sie aber eine größere Rolle als die Landeshauptstadt - Meran ist kulturell wie auch landschaftlich reizvoll und daher seit Ende des 19. Jahrhunderts in aller Munde. In aller Welt bekannt ist das Bild der Kurstadt Meran mit Blüten, Palmen, Zedern und Zypressen vor den noch schneebedeckten, über 3000 m hohen Berggipfeln der Texelgruppe. [Bearbeiten] Hintergrund[Bearbeiten] GeografieMeran liegt an der Passer, die am Südhang der Ötztaler Alpen entspringt. Sie gab dem Passeiertal, der Heimat des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer (Freiheitskriege 1809), den Namen und mündet am westlichen Stadtrand in die vom Reschen her den Vinschgau herabströmende Etsch. Die Stadt liegt in einem weiten, sonnigen, im Norden vom langgestreckten Küchelberg geschützten Talkessel. Der Kranz der Texelgruppe mit ihren über 3000 m hohen Berggipfeln schirmt zudem im Norden das ganze Talbecken ab, das sich zum Süden hin öffnet. Vier Täler münden sternförmig in die Meraner Talmulde: das Etschtal, der Vinschgau, das Passeier und das Ultental. Es ist ein reizvoller Wechsel von Hügelland, Mittel- und Hochgebirge gegeben, der unerschöpflich viele Wander- und Ausflugsziele bietet. Zu der faszinierenden Schönheit der Landschaft kommt die Milde des Meraner Klimas. Die Milde des Klimas und die Fruchtbarkeit des Bodens haben Meran zu einem botanischen Wunder gemacht: Die Meraner Talmulde ist eine mediterrane Oase, eine subtropische Enklave. Eine ungewöhnlich artenreiche Pflanzenwelt vereinigt nordische, mediterrane und subtropische Gewächse. Hier hat der kalifornische Mammutbaum (Sequoia gigantea) ebenso eine neue Heimat gefunden wie die Zeder des Libanon. Auf den gepflegten Kurpromenaden gedeihen Palmen, Pinien, Mandeln, Mispeln, Oleander, Judasbäume u.a.m. [Bearbeiten] GeschichteErstmals im Jahre 857 erscheint in geschichtlichen Urkunden die heutige Bezeichnung der Stadt: „locus, qui dicitur Mairania“. Dem Bischof von Chur wurden Güter zu Mairania, dem Schotterkegel der Passer, geschenkt. Die Ursprünge der Siedlung Steinach, dem ältesten Teil der Stadt, verwischen sich im Dunkel der Zeit. Im Mittelalter war Meran ein Lehen der Bischöfe von Trient und Brixen, welche die weltliche Verwaltung, anscheinend Graf Albert I. von Vinschgau übertrugen. Dessen beide Söhne sollen die Stammburg Tirol erbaut und sich nunmehr Grafen von Tirol führte von hier aus seine Amtsgeschäfte. Unter den Grafen von Tirol wurde Meran 1317 Hauptstadt Tirols. Landesherrin Gräfin Margarethe Maultasch übergab 1363, nach 28jähriger Regentschaft, ihr Land den Habsburgern. Unter ihrer Herrschaft endete die geschichtliche Bedeutung des Burggrafenamtes und der alten Hauptstadt Meran. Im Laufe des 15. Jahrhunderts wurde der landesfürstliche Hof nach Innsbruck verlegt, die von Meinhard II. bereits 1274 in Meran errichtete Münzstätte nach Hall. Die früher blühende Hauptstadt des Landes verlor alle Bedeutung. Bozen und Innsbruck übernahmen die führende Rolle in Handel und Verkehr. Meran wurde zum kleinen ländlichen Städtchen, dessen Bevölkerung sich dem Handwerk und der Landwirtschaft zuwandte, blieb jedoch ein wichtiger kultureller Mittelpunkt. 1836 gilt als das Geburtsjahr des Kurortes Meran, als der Wiener Arzt Dr. Johann Huber, Leibarzt der kranken Fürstin Mathilde Schwarzenberg aus Wien, in einer Schrift das heilende Klima Merans und die gesunden Meraner Trauben- und Milchkuren pries. Hubers Schrift und die Mundpropaganda verfehlten im kaiserlichen Wien ihre Wirkung nicht. Nicht nur der Adel und das Großbürgertum, sondern auch literarische und sonstige Prominenz gaben sich in Meran ein Stelldichein. Sogar Könige und Kaiser waren hier zu Gast, allen voran die österreichische Kaiserin Sisi, die hier zwei Mal zur Kur weilte. [Bearbeiten] AnreiseDie Schnellstraße MeBo verbindet Meran mit der Einfahrt zur Brennerautobahn Bozen Süd. Die Staatsstraße Vinschgau von Meran in Richtung Westen führt über den Reschenpass nach Landeck (A). Meran ist an das italienische Eisenbahnnetz angeschlossen, Regionalzüge verkehren im 30-Minuten-Takt in Richtung Bozen, wo die Anbindung an internationale Züge besteht. Die Vinschgauer Bahn verkehrt von Meran aus in Richtung Westen bis Mals, von wo eine Busverbindung zum Rätischen Bahn-Netz in die Schweiz besteht. [Bearbeiten] FlügeDer Flughafen Bozen steht Ihnen zur Verfügung. [Bearbeiten] BahnMit der Bahn können Sie ohne Probleme den Bahnhof Bozen erreichen. Verbindungen nach Meran gibt es dort jede halbe Stunde (Dauer der Fahrt ca. 40 Minuten). [Bearbeiten] AutoMan erreicht Meran über die A22 bis zur Ausfahrt Bozen Süd. Dann weiter über die Schnellstraße MeBo die Sie in ca. 20 Minuten Meran erreichen lässt. Ausfahrtsmöglichkeiten: Sinich (Meran Süd)oder Forst (Algund) [Bearbeiten] BusMit der Busverbindung "Meraner Land Express" erreichen Sie aus München bequem Ihre Unterkunft im Meraner Land. [Bearbeiten] MobilitätInnerhalb von Meran und in die Umgebung sind Stadt- und Überlandlinien vorhanden. Wenn man sich einen Einzelfahrschein kauft (1,50 €), so ist auch eine weitere Fahrt, innerhalb 60 Minuten nach der ersten möglich. Wenn man den Bus oder die Bahn öfters in Anspruch nehmen will, so ist es ratsam, sich einen Fahrschein zu 10 € oder 25 € zuzulegen (mit diesem Fahrschein kostet die Fahrt lediglich 1,20 €). Man kann diesen Fahrschein nicht nur in den Meraner Stadtbussen benützen, sondern auch mit den Zügen von Trient bis Innsbruck, den Überlandbussen und den Stadtbussen von Bozen, Brixen, Schlanders, Bruneck, Leifers, Mals und Toblach fahren. Am Besten aber kaufen Sie sich eine sog. "Mobilcard", das sind 1- Tages-, 3-Tages 7-Tageskarten: Sie gibt es für 1 Tag: 15 €, 3 Tage: 23 € und 7 Tage: 28 €. Der Vorteil dieser Karten ist, dass man unlimiert durch ganz Südtirol mit allen öffentlichen Verkehrsmittel fahren kann. (Regionalzüge der SAD und Trenitalia, Busse, City-Busse, Seilbahnen) Achten Sie jedoch auf alle Fahrkarten, denn sie sind extrem anfällig. Lassen Sie die Fahrkarten nie neben einen Handy, Magneten oder sonstiger Wärmequellen liegen und achten Sie darauf die Karten nicht zu verbiegen. Ansonsten werden sie beschädigt und sind vom Entwerter nicht mehr lesbar und somit ungültig. Bus, Bahn und Bike und Radverleih 2012 - Kombiticket bikemobil Card in Südtirol [Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
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