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Meiningen

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Deutschland : Thüringen : Meiningen
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Meiningen
Schloss Elisabethenburg
Lage
Lage von Meiningen
Meiningen
Meiningen
Kurzdaten
Bevölkerung: 21.267
Fläche: 41,38 km²
Höhe über NN: 287 m ü. NN
Koordinaten: 50° 33' 0" N, 10° 25' 0" O 
Vorwahlnummer: 03693
Postleitzahl: 98617
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Sommerzeit: UTC+2 (MEZ+1)
Website: offizielle Website von Meiningen
Im Notfall
Polizei: 110
Feuerwehr: 112




Meiningen liegt im Werratal zwischen Thüringer Wald und Rhön. Die Kreisstadt ist das Kultur-, Finanz- und Justizzentrum von Südthüringen. Die touristische Hochburg hat für den Städtetourismus und den Kulturtourismus gleichermaßen ein großes und breites Angebot.

Hintergrund[Bearbeiten]

Meiningen wurde 982 erstmals urkundlich als Königsgut erwähnt. 1008 gelangte es zum Bistum Würzburg. 1230 erstmalig als Stadt (civitas) genannt, erhielt Meiningen mit den erweiterten Stadtrechten der Stadt Schweinfurt weitgehend Autonomie. 1542 kam die Stadt zur Grafschaft Henneberg. Durch Erbteilung entstand 1680 das ernestinische Herzogtum Sachsen-Meiningen und Meiningen wurde Haupt- und Residenzstadt. Mit einer durchgreifenden Theaterreform 1874 und zahlreichen Gastspielen des Hoftheaters durch ganz Europa bis 1890 machte Herzog Georg II. die Stadt weltbekannt. Hans von Bülow entwickelte die Meininger Hofkapelle ab 1880 zu einem europäischen Eliteorchester, dem später weitere bekannte Dirigenten wie Richard Strauss, Johannes Brahms und Max Reger vorstanden. 1918 musste Herzog Bernhard III. abdanken und Meiningen wurde Hauptstadt des Freistaates Sachsen-Meiningen. Dieses ging 1920 in das neu gegründete Land Thüringen auf, Meiningen blieb aber bis heute Kreisstadt.

Anreise[Bearbeiten]

Meiningen ist über die A 71 mit den Anschlussstellen Meiningen-Nord aus Richtung Erfurt und Meiningen-Süd aus Richtung Schweinfurt gut erreichbar. Von Eisenach führt die B 19 und von Sonneberg die B 89 direkt nach Meiningen.

Die Stadt liegt an der Werrabahn, der zweitältesten Bahnstrecke Thüringens. Die Züge verkehren von Eisenach und von Sonneberg und dem Raum Coburg. Weitere direkte Zugverbindungen nach Meiningen gibt es von Schweinfurt und Erfurt.

Per Fahrrad kommt man über den Werratal-Radweg und den Main-Werra-Radweg aus Richtung Würzburg nach Meiningen. Auch mit einem Kanu kann man nach Meiningen reisen, im Schlosspark befindet sich eine Bootsanlegestelle mit einer Rastanlage.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Meininger Busbetriebs GmbH betreibt ein dichtes Netz mit 12 Buslinien und hoher Fahrtenfolge. Der zentrale Busbahnhof ZOB direkt am Bahnhof, der Knotenpunkt Sachsenstraße im Stadtzentrum und insgesamt 64 Haltestellen erschließen jeden Stadtteil. Alle Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen sind hiermit gut erreichbar. Weiterhin stehen ausreichend Taxis am Bahnhof bereit.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Als ehemalige Residenz- und Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Meiningen ist die Stadt reich an sehenswerten Schlössern und Palästen, eindrucksvollen Geschäfts- und Bürgerhäusern und ausgedehnten Parkanlagen.

Schlösser[Bearbeiten]

Das hervorragendste Gebäude der Stadt ist das einstige Residenzschloss Elisabethenburg, erbaut von 1682 bis 1692. Hervorzuheben sind das Treppenhaus, der Hessensaal, der Marmorsaal und der Johannes-Brahms-Konzertsaal (ehemalige Schlosskirche) im Südflügel. Im Schloss befinden sich die Meininger Museen, die die umfangreichste Kunstsammlung in Thüringen beherbergen.

Schloss Landsberg
Das Meininger Theater
Stadtkirche St. Marien

Von 1836 bis 1840 ließ der damalige Herzog Bernhard II. das neugotische Schloss Landsberg errichten. Das Schloss liegt an der Stadtgrenze Richtung Walldorf und ist heute ein romantisches Vier-Sterne-Hotel, das bei Hochzeitspaaren aus ganz Deutschland beliebt ist.

Sehenswert sind im Stadtzentrum das Große Palais (1823/Umbau 1863) und das Kleine Palais (1821), die ehemals als Wohnstätten für die Erbprinzen und anderen herzoglichen Familienmitgliedern dienten.

Öffentliche Gebäude[Bearbeiten]

Weltbekannt wurde das Meininger Theater durch eine Theaterreform im 19. Jahrhundert, die vom Herzog Georg II., seiner Frau Helene von Heldburg und dem Regisseur und Intendanten Ludwig Chronegk durchgeführt wurde. Das schöne und imposante klassizistische Haus zieht noch heute viele Gäste aus nah und fern an und ist nach dem Nationaltheater in Weimar das bedeutendste Theater in Thüringen.

Direkt neben dem Theater befinden sich die Kammerspiele, die in einem ehemaligen prachtvollen jüdischen Kaufhaus (1831) untergebracht sind.

Nördlich der Altstadt in der Leipziger Straße befinden sich mehrere große und imposante Bankgebäude, die in der Blütezeit Meiningens als bedeutender Finanzstandort Deutschlands um 1900 entstanden. Hier residierten die Deutsche Hypothekenbank, die Bank für Thüringen und die Reichsbank. Die Gebäude sind architektonisch anspruchsvoll und reich verziert.

Kirchen[Bearbeiten]

  • Evangelisch-lutherische Stadtkirche „Unserer lieben Frauen“ am Markt.
  • Katholische Kirche „Unsere liebe Frau“ in der westlichen Altstadt.
  • Herzogliche Gruftkapelle im Englischen Garten.
  • Schlosskirche im Schloss Elisabethenburg.
  • Bethel-Kapelle der Baptisten in der Nordstadt.
  • Neuapostolische Kirche an der Peripherie der östlichen Altstadt.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Weiter geht's[Bearbeiten]

  • Bad Salzungen (36 km nordwestlich, B 19) - Kur- und Kreisstadt.
  • Wasungen (12 km nordwestlich, B 19) - zahlreiche Fachwerkbauten.
  • Themar (20 km südöstlich, B 89 bzw. "Klassikerstraße") - Agrarhistorisches Museum.
  • Hildburghausen (28 km südöstlich, ab Themar weiter über die B 89) - Bürgerhäuser aus dem 16. bis 19. Jahrhundert.




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