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Woiwodschaft Lublin

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Lubelskie.PNG

Die Woiwodschaft Lublin (poln. Lubelskie) liegt im östlichen Polen und grenzt im Süden an die Woiwodschaft Karpatenvorland, im Westen an die Woiwodschaft Heiligkreuz, im Osten an die Ukraine und Weißrussland, sowie im Norden an die Woiwodschaft Masovien. Lublin ist eine Region im Osten Polens an der Grenze zur Ukraine und Weißrussland. Zahlreiche Renaissancestädte künden von dem Reichtum der polnisch-litauischen Adelsrepublik in der frühen Neuzeit, z.B. Kazimierz Dolny, Zamość, Lublin. Es gibt zahlreiche Spuren der jüdischen Kultur. Schlösser und Schlossruinen sind in Puławy, Kozłówka, Lublin, Kazimierz und Janowiec. Die Landschaft des Roztocze-Nationalparks läd zu langen Wanderungen an der Tanew ein.

Regionen[Bearbeiten]

Lublin besteht vor allem aus dem Gebiet des historischen Kleinpolens, hat aber auch Gebiete Masoviens, Podlachiens und Wolhyniens.

Orte[Bearbeiten]

  • Lublin ist eine alte multikulturelle Stadt. Hier saß seit dem 16. Jahrhundert das Höchste Gericht der polnisch-litauischen Adelsrepublik. Die Stadt ist von der polnischen Renaissance geprägt.
  • Kazimierz Dolny ist eine der schönsten Kleinstädte Mitteleuropas.
  • Zamość ist auf der UNESCO-Weltkulturliste und gilt als eine der schönsten Renaissancestädte Europa.
  • Puławy hat einen wunderschönen klassizistischen Palast mit einer romantischen Gartenanlage. Dort befindet sich der Sybillentempel, in dem Ende des 18. Jahrhunderts das erste polnische öffentliche Museum untergebracht war - uzter anderem mit Werken von Leonardo da Vinci, Rembrandt van Rijn und Rafaelo Santi. Das Czartoryski-Museum befindet sich heute in Krakau.
  • Włodawa hat eine der besterhalteten Synagogen Polens sowie eine reiche sakrale Barockarchitektur.
  • Chełm ist eine barocke Stadt an der Grenze zur Ukraine.
  • In Kozłówka steht ein wunderschönes Renaissanceschloss.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die heutige Woiwodschaft Lublin war lange Zeit das Kernland der polnisch-litauischen Adelsrepublik. In Lublin wurde 1569 die neue Union zwischen Polen und Litauen geschlossen. Hier tagte das Höchste Gericht. Die Region ist von der polnischen Renaissance gerägt. In der Gegend um Lublin lebten Polen, Juden, Armenier, Ukrainer, Schotten, Deutsche und Roma und Sinti. Hier verlief die Handelsstraße von der polnischen Ukraine, die im Mittelalter und der frühen Neuzeit als Kornkammer Europas galt, an die Weichsel und weiter über Danzig nach Westeuropa. Kazimierz Dolny hatte in dieser Zeit mehrere hundert Renaissance-Kornspeicher und lag damit nach Danzig auf Platz zwei in Polen. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Gegend um Lublin zunächst von den Kosaken und dann von den Schweden geplündert. 1795 kam die Gegend im Zuge der Dritten Polnischen Teilung an Österreich und wurde Teil Galizien-Lodomeriens. Zur napoleonischen Zeit gehörte sie zum Großfürstentum Warschau und nach dem Wiener Kongress als Kongreßpolen zu Russland. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie wieder polnisch. Der Zweite Weltkieg traf die Region besonders hart. Es gab drei Vernichtungslager in Majdanek, Sobibor und Belzec. Die Juden, Sinti und Roma und die Zamoscer Kinder wurden dort und in Ausschwitz ermordet, während deutsche Siedler aus dem Baltikum und Bessarabien hier angesiedelt werden sollten, unter anderen die Eltern des in südlich von Lublin geborenen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler. 1999 wurde die Wojewodschaft Lublin aus mehreren kleineren Wojewodschaften gegründet.

Sprache[Bearbeiten]

In den Städten wird oft Deutsch gesprochen, ansonsten kommt man natürlich mit Englisch recht weit. In ländlichen Gebieten abseits der wichtigsten Touristenregionen wird es schwieriger sich mit Deutsch und Englisch zu verständigen. Kenntnisse anderer slawischer Sprachen können behilflich sein. Und schließlich ist das Polnische nicht so schwer zu erlernen, wie man vielleicht zunächst meint.

Polnische Sprache von deutscher Wikipedia

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise empfiehlt sich mit dem PkW, Bus oder der Bahn. Die Anreise empfiehlt sich aus Warschau oder Krakau. Mit dem Flugzeug kann man von Deutschland, Österreich und der Schweiz den Flughafen in Rzeszów, oder Warschau anfliegen.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Straßennetz ist mittelmäßig. Dies gilt auch für Zugverbindungen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Sehenswert sind vor allem die alten Städte Lublin, Kazimierz Dolny, Włodawa, Chełm und Zamość, aber auch die vielen Renaissancebauten in den kleineren Orten um Lublin. Der Polesie-Nationalpark und der Roztocze-Nationalpark sind schöne Erholungsgebiet. Die Schlösser Kozlowka und Pulawy und die gewaltige Schlossruine in Janowiec mitsamt ihren Parkanlagen sollten auch bei einem Besuch nicht fehlen.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

In Lublin gibt es viele Bars, Discos, Kneipen und Restaurants. Urige Kneipen und Restaurants gibt es in Kazimierz Dolny und Zamość.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z.B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiss mit Mitteltemperaturen zwischen 16° und 21°C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5°C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Lublin liegt im östlichen Polen und grenzt im Süden an die Wojewodschaft Karpatenvorland, im Westen an die Woiwodschaft Heiligkreuz, im Osten an die Ukraine und Weißrussland und im Norden an die Woiwodschaft Masovien, mit allen ihren Naturschönheiten.




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