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Lissabon

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Lissabon
Lisboa
Lisbon view from the castle.jpg
Lage
Lage von Lissabon
Lissabon
Lissabon
Kurzdaten
Bevölkerung: 545.000
Fläche: 84 km²
Höhe über NN: 0 - 200 m
Koordinaten: 38° 43' 31" N, 9° 9' 0" W 
Zeitzone: UTC (MEZ-1)
Sommerzeit: UTC+1 (MEZ)
Website: offizielle Website von Lissabon




Lissabon (port. Lisboa) ist die Hauptstadt Portugals. Sie liegt an der Flussmündung des Tejo in den Atlantischen Ozean. Lissabon selbst hat über eine halbe Million Einwohner. Im Großraum Lissabon leben jedoch mehr als 2,5 Mio. Menschen. Lissabon ist das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Portugals. Das Klima ist atlantisch. Die Sommer sind trocken und selten heiß, da eine stetige Abkühlung vom Atlantik her erfolgt. Im Winter fallen die Temperaturen so gut wie nie unter den Gefrierpunkt. Die regenreichsten Monate sind November bis März.

Stadtteile[Bearbeiten]

Baixa[Bearbeiten]

Die nach dem großen Erdbeben von 1755 neu konstruierte Baixa ist das Herzstück Lissabons. Im Gegensatz zu der sonst in Lissabon verwinkelten Bauweise findet man hier eine gerade Straßenarchitektur wieder, wie man sie sonst nur in Nordamerika vermutet. Hier hat man Zugang zum berühmten Aufzug Santa Justa, welche die Baixa mit dem Stadtteil Chiado verbindet, dem Praca de Comercio und dem Praca de Rossio, zwei der wichtigsten und zentralsten Plätze Lissabons. Außerdem findet man hier viele Restaurants, die jedoch zum Teil nur auf Touristen ausgelegt sind.

Aus der Baixa kommt man mit Hilfe zweier Metrostationen (Baixa/Chiado und Rossio), diverser Buslinien und auch Straßenbahnen in andere Teile der Stadt. Vor Allem die Straßenbahn 15 (Alges) ist lohnenswert, da man mit ihr nach Belem kommt. Wenn man Glück hat erwischt man sogar einen der alten Wagen.

Nicht ungewöhnlich ist es hier leider auch, vor allem im Urlaubsmonat August, auf Drogen angesprochen zu werden. Rosen- und Accessoir-Verkäufer finden auch regelmäßig (wenn auch weniger als im Bairro Alto) den Weg zum Tisch.

Alfama[Bearbeiten]

Die Alfama ist Lissabons ältester Stadtteil, durch enge Gassen mit Kopfsteinpflaster gelangt man durch die Alfama zum Castelo de São Jorge. Von hier gibt es einen wunderschönen Blick über Lissabon und den Tejo. Rund um das Castelo findet am Samstag und am Dienstag ein Flohmarkt statt, bei dem neben einigen neuen Sachen auch allerhand antike Dinge erstanden werden können.

Alfama
Castelo de São Jorge

Bairro Alto[Bearbeiten]

Das Bairro Alto hat zwei Gesichter. Tagsüber sind die engen Gassen dieses Altstadtviertels fast verlassen und ruhig. Kinder spielen auf den Straßen. Der allgemeine Autoverkehr ist ausgesperrt, nur Anwohner und Lieferanten dürfen hinein. Erst am Nachmittag öffnen trendige Boutiquen, Plattenläden und Shops für allerhand nützliche und unnütze Designartikel. Nachts ist es kaum wiederzuerkennen. Dann öffnen sich in den Straßen zwischen der Rua do Norte und der Rua da Rosa die schweren, am Tag verschlossenen, Holztüren. Musik dringt nach außen. Das Bairro Alto erwacht. Das Bairro Alto ist das Ausgehviertel Lissabons. Hier gibt es alles vom Fado-Lokal bis zur trendigen Disko und von der einfachen Tasca, wo die traditionelle Caldo Verde (eine Art Kohlsuppe) serviert wird, bis zum Edelrestaurant.

Chiado[Bearbeiten]

Das Stadtviertel Chiado liegt zwischen der Baixa und dem Bairro Alto. Es ist bequem mit der Metro (Station Baixa-Chiado) zu erreichen. Bei einem Brand im Jahre 1988 wurde ein Teil der Gebäude, vor allem an der Rua do Carmo, zerstört. Die historischen Fassaden blieben jedoch zum Glück erhalten und wurden später saniert. Innen wurden die Gebäude nach Plänen des portugiesischen Architikten Siza Vieira vollkommen neu und modern gestaltet. Hauptschlagader des Chiado-Viertels ist die Rua Garrett, teilweise Fußgängerzone. Diese ist eine der teuersten Einkaufsstraßen Portugals. Neben internationalen Modegeschäften findet man hier auch Geschäfte portugiesischer Silberschmiede. Eine Besonderheit in der Rua do Carmoist ist das wohl kleinste Modegeschäft Lissabons. Auf nur wenigen Quadratmetern werden dort Handschuhe verkauft. Chiado war um die vorletzte Jahrhundertwende das Viertel der reichen Lissboneten und Bohémiens. Einige Handlungen der Romane des Schriftstellers Eça de Queiroz sind hier angesiedelt.

Belém[Bearbeiten]

Der Lissaboner Stadtteil Belém liegt direkt am Tejo. Die beiden herausragenden Sehenswürdigkeiten dieses Stadtteils sind der Torre de Belém und das nahegelegene Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymuskloster). Beide Bauwerke, erbaut im manuelinischen Stil, gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Torre de Belém
Mosteiro dos Jerónimos in Belém

Expo[Bearbeiten]

Das Gelände der Weltausstellung Expo 98 befindet sich im Osten von Lissabon in der Nähe der ebenfalls 1998 eröffneten Ponte Vasco da Gama im Viertel Oriente (port. Osten). Das gesamte Viertel unterscheidet sich sowohl von der alten Innenstadt Lissabons als auch von den meisten Wohngebieten durch seine moderne Architektur. Auf dem Gelände der Expo, dem Parque das Nações, befinden sich das Ozeanarium von Lissabon, der Pavilhão Atlântico, eine große Konzerthalle sowie eine lange Promenade entlang des Tejo, die von zahlreichen Restaurants, Bars gesäumt wird. Zwischen dem Bahnhof Oriente und dem Gelände befindet sich das Einkaufszentrum Vasco da Gama.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Der internationale Verkehrsflughafen der portugiesischen Hauptstadt und gleichzeitig der wichtigste des Landes ist Aeroporto de Lisboa-Portela (LIS) etwa 6 km nördlich des Stadtzentrums. Er verfügt über die Terminals 1 für internationale und 2 für nationale Ziele und dient als Drehkreuz der nationalen Fluggesellschaft TAP Portugal. Folgende Fluggesellschaften fliegen Lissabon-Portela aus dem deutschsprachigen Raum an:

  • Easyjet aus Berlin-Schönefeld, Genf und Basel
  • Germanwings aus Köln/Bonn und Stuttgart
  • Lufthansa aus Frankfurt am Main und München
  • Swiss aus Zürich
  • TAP Portugal aus Berlin-Schönefeld, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Wien und Zürich

Die Innenstadt erreicht man seit 2012 am schnellsten mit der Metro Linie Vermelha, dem AeroBus (25 min., 3,50 €) oder mit der Buslinie 708 des städtischen Verkehrsunternehmens Carris zum Rossio.

Eine Fahrkarte kostet 1,40 € (1,80 € im Bus) oder man kann auf der Post in der Abflughalle die Zeitfahrkarte 7 Colinas kaufen. Muss der Flughafen nach 22:00 oder vor 8:00 Uhr erreicht werden, so empfiehlt sich neben dem Taxi die Nachtbuslinie 208, die stündlich verkehrt. Es gilt zu beachten, dass außer auf dem AeroBus auf allen Linien in der Regel keine großen Koffer mitgenommen werden dürfen (normal große Trolleys und Handgepäck sind gestattet).

Bahn[Bearbeiten]

Die Reise mit der Bahn von Deutschland aus dauert ca. 27-30 Stunden. Die Züge aus Richtung Spanien erreichen Lissabon in den Bahnhöfen Oriente und Santa Apolónia. Von beiden Bahnhöfen besteht Anschluss zur Innenstadt mit der Metro. Zu beachten ist, dass es von Lissabon täglich nur 2 grenzüberschreitende Fernzüge gibt: Nachmittags nach Hendaye (Frankreich). Anschluss nach Paris besteht. Abends einen Hotelzug (Trenhotel/EN) nach Madrid. Beide Züge starten/enden am Santa Apolonia.

via Paris - Irun:

  • TGV 8543 Paris Montparnasse (15.50) - Irun (21.36) / Trenhotel 312/313 Irun (22.20) - Lisboa Santa Apolonia (10.31)
  • Trenhotel 310/311 Lisboa Santa Apolonia (16.30) - Hendaye (7.10) / TGV 8524 Hendaye (7.53) - Paris Montparnasse (13.45)

via Madrid:

  • Trenhotel 332 Madrid Charmartin (22.25) - Lisboa Santa Apolonia (7.41)
  • Trenhotel 335 Lisboa Santa Apolonia (22.30) - Madrid Charmartin (9.03)

Weiterhin gibt eine Tagesverbindung Lisboa - Madrid mit Umsteigen in Entrocamento und Bajadoz, bei der nur reservierungsfreie Züge genutzt werden, also für preisbewusste Interrailer interessant.

Fahrkarten können bereits in jedem DB Reisezentrum oder auch unter www.tgv-europe.com gebucht werden.

Bus[Bearbeiten]

Internationale Linienbusse kommen am zentralen Omnibusbahnhof am Bahnhof Oriente an. Von hier aus bestehen Anschlüsse zum portugiesischen Linienbusnetz. Die Innenstadt erreicht man von hier aus mit der Metro.

Auto[Bearbeiten]

Kostenfreie Parkplätze sind im Stadtzentrum Mangelware. Strafzettel zeigen häufig wenig Wirkung, weshalb schneller als z.B. in Deutschland Parkkrallen angebracht werden oder im schlimmsten Fall das Fahrzeug abgeschleppt wird. Für kurzzeitiges Parken stehen diverse Parkhäuser zur Verfügung (pro Stunde ca. 1,00 €). Außerdem ist das Fahren für Ortsunkundige auf Grund der vielen Einbahnstraßen nicht ganz einfach. Wer also mit dem eigenen Auto oder mit einem Mietwagen anreist, sollte sein Fahrzeug am besten außerhalb in der Nähe einer Metrostation abstellen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren.

Schiff[Bearbeiten]

Als Hafenstadt am Tejo ist Lissabon mit dem Schiff erreichbar. Fährt man auf dem Tejo vom Hafen Lissabons bis zur Atlantik-Mündung kann man verschiedenste Wahrzeichen der Stadt vom Wasser aus bewundern und gleichzeitig dem regen, touristischen Treiben und dem erhöhten Verkehrslärm der Stadt entfliehen.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Stadtzentrum ist relativ überschaubar, weswegen die eigenen Füße das bevorzugte Fortbewegungsmittel sein können, jedoch gibt es viele Steigungen. Bei Regen können die unzähligen Pflastersteine eine rutschige Angelegenheit werden. Für denjenigen, der es etwas bequemer möchte, steht jedoch auch ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung. Busse, Trambahnen (Eléctricos) und Aufzüge werden von dem städtischen Unternehmen Carris betrieben. Die Metro verfügt zur Zeit über vier Linien und wird von einem separaten Unternehmen betrieben, weshalb die meisten Fahrkarten der Metro nicht in Bussen und Trambahnen gelten. Es lohnt sich jedoch, die Chipkarte "sete (7) colinas", die teilweise auch "Via Viagem" genannt wird, der individuell an vielen Stellen (z.B. in den U-Bahn Stationen) aufgeladen werden kann. Es können entweder kombinierte Einzelfahrscheine (Carris und Metro) oder Tageskarten aufgeladen werden. Erhältlich sind die Chipkarten zum Preis von 0,50 € in Metro- und Carrisverkaufsstellen (z.B. Metro-Oriente, Carris: Elevador da Santa Justa, Rua Aurea (Baixa), Rossio) sowie an den blauen Automaten in den Metro-Stationen.

Busse und Trambahnen bleiben nicht immer in den Haltestellen stehen, auch wenn Leute darin stehen. Nur ein deutliches Handzeichen veranlasst den Fahrer stehen zu halten.

Autobusse

Einzelfahrscheine (Umsteigen nicht möglich) können zum Preis von 1,80 € (2013) beim Fahrer gekauft werden. Inhaber der Karte "sete colinas"/"via viagem" (auch Tageskarten) halten diese gegen ein Lesegerät beim Fahrer bis ein kurzer Piepton ertönt bzw. ein grünes Licht aufleuchtet. Busse verkehren nachts bis ca. 1.00 Uhr, danach auf einigen Linien besteht besonderer Nachtverkehr.

Eléctrico (Tram)

Die alten gelben Fahrzeuge der Eléctrico gehören zu Lissabon wie Fado und Alfama. Teilweise sind sie über hundert Jahre alt, wurden aber in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts technisch überholt. Auf der Linie nach Belém/Algés verkehren teilweise moderne Bahnen. Preis pro Fahrt: 2,85 €. Die "sete colinas"/"via viagem" muss bei jeder Fahrt (auch bei Tageskarten) an das Lesegerät gehalten werden, bis das grüne Licht erscheint. Einzelfahrscheine können in den alten Bahnen beim Fahrer, in den modernen am Automaten gekauft werden. Besonders empfehlenswert ist die Line E28 (Prazeres-Martim Moniz). Für den Preis eines Einzelfahrscheins hat man eine Stadtrundfahrt durch das historische Lissabon. Ausgestiegen wird bei den alten Trams grundsätzlich hinten, eingestiegen vorne.

Eléctrico - Linie 28

Elevador (Aufzüge)

Lissabon verfügt über einen historischen Aufzug und drei Kabelbahnen. Direkt am Aufzug ist nur ein kombiniertes Ticket für eine Auf- und eine Abfahrt für 5,- € zu erwerben. Wer eine Tageskarte zu 6,- € (2013) besitzt, kann diese allerdings uneingeschränkt auch hier nutzen. (Zusatzgebühr auf die Tageskarte für die Aussichtsplattform Elevador de Santa Justa 1,50 €)

Der Elevador da Glória verbindet die Unterstadt (Baixa) mit dem Bairro Alto und dem Viertel Prinçipe Real. Die "Talstation" dieses Schrägaufzugs befindet sich gleich rechts neben der Touristeninformation an der Praça dos Restauradores in der Calçada da Glória. Wer vom Bairro Alto aus abfahren möchte findet die "Bergstation" an der Rua de São Pedro de Alcântara.

Ebenfalls ins Bairro Alto fährt der Elevador da Bica. Dieser Elevador hat sogar einen eigenes kleines "Bahnhofsgebäude" an der Rua de São Paulo in der Nähe der Metrostation Cais der Sodré.

Wer sich bislang unter einem Aufzug etwas anderes vorgestellt hat, kann mit dem Elevador da Santa Justa versöhnt werden. Dieser, von einem Schüler Gustave Eiffels erbaute Aufzug ist der einzige Vertikalaufzug Lissabons. Der untere Eingang liegt kurz hinter dem Rossio an der Rua Aurea (andere Bezeichnung für die gleiche Straße auch Rua do Ouro). Von der Aussichtsplattform (mit Café) hat man einen schönen Blick über die Baixa zum Castello und über den Tejo. Der obere Zugang liegt am Largo do Carmo. Wer nur den Ausblick genießen will, kann die Aussichtsplattform auch von hier aus erreichen.

Elevador da Santa Justa - verbindet den Rossio mit Bairro Alto

Der einzige nicht ins Bairro Alto führende Aufzug ist der Elevador do Lavra. Er liegt etwas versteckt in der R. das Portas de Santo Antão, einer Parallelstraße zur Av. da Liberdade und führt hinauf zum Campo Sant´Ana. Derjenige, der die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (Campo dos Mártires da Pátria, 38 *http://www.lissabon.diplo.de) aufsuchen muss, kann sich den Fußweg durch Benutzung des Elevadors erleichtern.

Motorroller

Eine sehr individuelle Art der Fortbewegung ist es, sich einen Motorroller (engl. scooter) auszuleihen. Ab 23 € pro Tag können bei den verschiedenen Verleihern Roller gemietet werden. Ein GPS gibt es für 10 € drauf dazu. Mit dem agilen Roller kann man sich völlig entspannt durch die engen Gassen Lissabons schlängeln.

Fahrrad

Fahrradfahren ist in Lissabon auf Grund der Topographie schwierig, auf Grund des vielen Kopfsteinpflasters anstrengend und auf Grund der Ignoranz der Autofahrer lebensgefährlich. Die (wirklich wenigen) Fahrradfahrer werden von einheimischen Autofahrern beim Rechtsabbiegen regelmäßig übersehen. Abstellplätze sind so gut wie nicht vorhanden.

Auf dem Expogelände dagegen bietet das Vélo eine großartige Möglichkeit, das weitläufige Gelände zu erkunden. Es ist quasi autofrei und man kann bis zur Ponte Vasco da Gama und hinaus radeln.

Bikeplan Fahrradverleih in Oeiras, Cascais und Lissabon (Tel: +351 91 705 8800), [1], vorbehalte auf bikeplan.info@gmail.com.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Torre de Belém

Das Wahrzeichen der Stadt im Stadtteil Belém, Weltkulturerbe der UNESCO. Eintritt 5 EUR.

Torre de Belém
  • Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymuskloster)

Klosteranlage in Belém, Weltkulturerbe der UNESCO.

  • Oceanário de Lisboa

Das größte Meeresaquarium Europas befindet sich im Park der Nationen (Metrostation Oriente). Eintritt 13,00 EUR (2013).

  • Castelo de São Jorge

Über der Stadt stehen die Reste bzw. die in den 40er Jahren des XX. Jahrhunderts wiederaufgebauten Mauern der Burg. Ein Besuch lohnt sich schon wegen der hervorragenden Aussicht. Eintritt 7,- EUR.

  • Miradouros (Aussichtspunkte)

Neben dem Blick von der Burg (Castelo) bieten die folgenden Aussichtspunkte eine lohnende Perspektive:

  1. Miradouro São Pedro de Alcântara im Bairro Alto. Blick über die Unterstadt zur Burg
  2. Convento Nossa Senhora da Graça. Kleiner Garten mit Café. Blick nach Westen über die Stadt (Sonnenuntergang!).
  3. Miradouro de Santa Luzia. Blick über den Stadteil Alfama und den Tejo zum anderen Flussufer
  4. Vasco-da-Gama-Turm im Park der Nationen. Blick über die Stadt und die Vororte
  • Kathedrale (Sé)

Romanische Kirche (12. Jhd.), Sitz des röm.-kath. Erzbischofs (Patriarch) von Lissabon

Für Museen und andere Sehenswürdigkeiten bezahlen Senioren ab 65 50% des Eintrittpreises für Erwachsene.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Führungen und Touren[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die traditionelle Einkaufszone Lissabons sind die Baixa und der Chiado (Metrohaltestelle Baixa/Chiado). In der Baixa findet man außer Niederlassungen großer Ketten (H&M, Zara, Benetton etc.) auch einige traditionelle Bekleidungsgeschäfte. Herzstück des Chiado bilden die Armazens do Chiado, ein altes Einkaufszentrum, das nach einem Brand, der 1988 das gesamte Viertel heimsuchte, originalgetreu wiederaufgebaut wurde. Im Chiado findet man teurere Boutiquen, zahlreiche Buchhandlungen sowie die ein oder andere Gallerie. Kleinere und trendigere Bekleidungsgeschäfte findet man im Bairro Alto.

Einkaufszentren sind generell, wie überall in Portugal, beliebt. Das größte ist das Colombo und befindet sich in Benfica in direkter Nachbarschaft zum Estádio da Luz, dem Heimstadion von Benifca Lissabon (Metro: Collégio Militar/Luz). Weiterhin gibt es das Vasco da Gama (Metro: Oriente) sowie eine große Filiale der spanischen Kaufhauskette El Corte Inglés (Metro: São Sebastião).

Im gesamten Stadtgebiet finden sich die Supermärkte (allerdings tedenziell seltener als in Deutschland) der Ketten MiniPreço (vergleichbar mit Netto) und Pingo Doce (vergleichbar mit Edeka), aber z.B. auch Lidl. Die größte Auswahl findet sich aber in den Hypermärkten Continente (z.B. im Untergeschoss des Einkaufszentrums Vasco da Gama, Metro: Oriente) und Jumbo.

In Portugal gibt es keine strikten Ladenschlussgesetze. Daher haben viele Geschäfte bis zehn Uhr abends geöffnet. Sonntags haben zwar viele geschlossen, aber Supermärkte haben oftmals geöffnet.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ein absolutes Muss sind Pateis de Belem bzw. in den anderen Stadtteilen Pasteis de Nata. Es handelt sich hierbei um Blätterteigtörtchen die mit einer äußerst leckeren Sahne-Vanillecreme gefüllt sind. Diese werden im Ofen gebacken und können mit Puderzucker und Zimt, welches dazugegeben wird, bestreut werden.

Kaffee und Café[Bearbeiten]

Obwohl eine portugiesische Prinzessin aus dem Hause Bragança den Engländern das Teetrinken beigebracht hat, wird in Portugal heutzutage eher Kaffee getrunken. Filterkaffee ist eher unbekannt. Kaffee ist in Portugal günstig. Ein Café kostet am Tresen zwischen 0,50 € und 0,70 €. Für einen Milchkaffee im Stehen bezahlt man selten mehr als 1,00 €. In Cafés mit Bedienung am Platz oder auf einer Terrasse ist alles ein bisschen teurer. Bestellt der Portugiese einen Café, erwartet er einen Espresso. Der traditionelle Ausdruck Bica verschwindet mehr und mehr aus dem Sprachgebrauch, insbesondere bei jungen Leuten.

  • Café oder Bica : etwa zu 3/4 mit Espresso gefüllte Espressotasse
  • Café curto oder Italiano : etwa zur Hälfte mit Espresse gefüllte Espressotasse
  • Café cheio oder Carioca : volle (Espresso-)Tasse
  • Café pingado : kleiner Milchkaffee (Espressotasse)
  • Meia de leite (de máquina) : normale Kaffeetasse mit Espresso und heißer Milch. Häufig ist der Zusatz "de máquina" empfehlenswert, da einige Cafés sonst statt Espresso löslichen Kaffee (Nescafé) verwenden.
  • Galão (de máquina) : Milchkaffee im Glas
  • A Brasileira, R. Garrett 120-122, tägl. 8-2 Uhr. Eins der noch erhaltenen Kaffeehäuser Lissabons. Im Keller befindet sich ein Restaurant. Innen hat sich seit der Renovierung in den 20er Jahren des letzten Jahrunderts nicht viel geändert. Angeblich war A Brasileira der Lieblingsplatz von Fernando Pessoa. Ihm wurde auf der Terrasse vor dem Café ein Bronzedenkmal errichtet. Es gibt drei verschiedene Preise je nach dem wo man sein Getränk zu sich nimmt. Am billigsten ist es im stehen am Tresen und am teuersten auf der Terrasse. So variiert der Preis für eine Bica (Espresso) zwischen 0,50 und 1,30 €.
  • Bernard
  • Mar Adentro Café, Rua do Alecrim 35, Mo.-Sa 10.00-23.00 Uhr. Modern gestaltetes Szene-Café in dem auch kleine Gerichte serviert werden. Es beeindruckt durch seine interessante Bar-Architektur. Die Preise sind moderat (Espresso 0,80 €, Salat 4,20 €). Der einzige Treffpunkt für Schwule und Lesben, der auch tagsüber geöffnet hat. Kostenloses WLAN.

In einfachen Cafés gibt es meist keine Speisekarte. Es lohnt sich auch nicht, da es in (fast) jedem Café das gleiche gibt.

Restaurant[Bearbeiten]

  • A Confraria, York House - Rua das Janelas Verdes,32, 1200-691 Lisboa (in der Nähe des Nationalen Museums für Alte Kunst), Telf. +351 213 962 435 (reservations@yorkhouselisboa.com), [2]. Ganzjährig zu Mittag und Abend geöffnet, bietet das Restaurant “A Confraria” saisonale Mahlzeiten an, wobei frische Produkte vom Markt verwendet werden. In einem Gebäude des 17. Jahrhunderts integriert, behält das Restaurant “A Confraria” die reizende Kachelkultur mit den grossen Arkadenumwandlungen in geräumige Fenster mit Sicht auf den grünlichen Hof,bei.
  • Pap'Açorda, R. da Atalaia 37, 213464811, Mo-Sa. Sicherlich eines der besten Resaturants der Stadt. Neue portugiesische Küche, die allerdings auch ihren Preis hat. Hauptgerichte ab 25,00 €.
  • Sinal Vermelho, R. das Gáveas 89, 213431281, Mo-Sa. Gute traditionelle portugiesische Küche zu akzeptablen Preisen. Hauptgerichte 8-12 €.
  • Restaurant Eleven, Eleven - Rua Marquês de Fronteira, Jardim Amalia Rodrigues, 1070 Lisboa. Mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant von Joachim Koerper mit Blick auf die Stadt, Telf. +351 21 3862211 ([3]). Degustiationsmenü mit Weinbegleitung für 2 Personen 250 €.
  • Farol de Santa Luzia, Largo de Santa Luzia, 5, 1100-487, Alfama, Lisboa. Telf. +351 21 8863884,([4]).
  • Grelhador de Alfama, Rua dos Remédios 135, von 11.00 Uhr vormittags bis 2.00 Uhr nachts geöffnet, Metro-Station Santa Apolónia. Ein guter Tipp für portugiesisches Essen, aber etwas abgelegen. Es kommen hier nur frische Zutaten auf den Tisch: als Vorspeise werden Käse- und Wurstspezialitäten aus der Region gereicht, gefolgt von Fisch- oder Fleischgerichten (Leider kann man nur zwischen Fleisch oder Fisch wählen! Eine Speisenkarte gibt es nicht.) Eine frische Dorade vom Grill mit Beilagen kostet 10 €, was in den meisten Lokalen in Lissabon eher preiswerter zu haben ist. Danach stehen Desserts wie Pudim Flam (Karamelpudding) zur Auswahl. Bei den Getränken empfiehlt es sich den leckeren Vinho Verde zu probieren, einen sehr trockenenen Wein mit hohem Säuregehalt. Für 0,75 l offenen Rotwein werden allerdings12 € verlangt, was deutlich übertrieben ist. Der Lokalbesitzer spendiert gerne ein Gläschen Portwein auf Kosten des Hauses.

Nachtleben[Bearbeiten]

Lissabon bietet eine große Bandbreite für ein ausgedehntes Nachtleben. Vom traditionellen Fado Lokal bis zum Techno-Club. Die meisten Bars und Fado Restaurants befinden sich im Stadtviertel Bairro Alto. Die Bars sind meist recht klein, weshalb das eigentliche Nachtleben eher auf der - für den normalen Autoverkehr gesperrten - Straße davor stattfindet. Die meisten Bars füllen sich, besonders am Wochenende, meist nicht vor 22.00 Uhr. Und in die Disko geht der/die "Lisboeta" gerne erst um 2.00 oder 3.00 Uhr am Morgen. Es wird also empfohlen, lieber einen ausgedehnten Nachmittagsschlaf zu halten, um für das Nachtleben fit zu sein.

  • Bars im Bairro Alto

Die meisten Bars befinden sich zwischen der Rua do Norte und der Rua da Rosa. Hier findet man sowohl das Fado-Lokal als auch die Studentenkneipe, wo das kleine Bier (genannt Imperial) schon für 1,00 € zu haben ist. Zu erreichen ist das Bairro Alto am besten mit der Metro (Station Baixa-Chiado. Wenn man sich den Aufstieg zu Fuss ersparen will, sollte man den Ausgang Chiado benutzen, und mit der Rolltreppe nach oben fahren). Wer tanzen (House) will geht ins Fragil (nicht zu verwechseln mit dem Lux-Fragil s.u.), Rua da Atalaia (Ecke Tv. da Queimada).

  • Bars Docas de Alcântara

In den ehemaligen Lagergebäuden ist Mitte der 90er Jahre ein neues Ausgehviertel herangewachsen. Die Lage direkt am Tejo und unterhalb der Tejo-Brücke (Brücke des 25. April) entschädigen für die zumeist sehr konventionell gestalteten und häufig als Franchising betriebenen Bars und Restaurants.

  • Tanzen

Der angesagteste Club Lissabons (und vielleicht ganz Portugals) ist seit Jahren das Lux-Fragil *http://www.luxfragil.com. Es gibt zwei Etagen mit unterschiedlicher Musik und eine Dachterasse mit Blick über die Altstadt und den Tejo. Es befindet sich in der Nähe des Bahnhofs Santa Apolónia direkt am Tejo. Geöffnet ist von Mi. bis Sa. ab 22.00 Uhr. Der Eintritt/Mindestverzehr ist im europäischen Maßstab mit 12,00 € noch eher günstig. Wasser und Bier kosten 3,00 €, für Longdrinks zahlt man 6,00 €. Teilweise internationale DJ´s (House) und Livekonzerte. Vor 2.00 Uhr ist es meist noch sehr ruhig. Geschlossen wird um 7.00 Uhr.

  • Fragil, R. da Atalaia/Ecke Tv. da Queimada, Mi-Sa, 22-4 Uhr. Trendige Disko und seit Jahren der Dauerbrenner. Am Wochenende (Fr-Sa) Eintritt/Mindesverzehr 6,00 €. Wasser, Cola, Bier 3,00 €. Mi teilweise Livekonzerte. Sehr gemischtes Publikum von 20-50 Jahre. Vor allem am Wochenende viele Schwule

Wer es etwas härter - sowohl im Umgangston als auch in der Musik - mag geht lieber ins Kremlin, Escadinhas da Praia 5, Stadtteil Santos. Die Preise sind ähnlich wie im Lux-Fragil. Gleich nebenan ist das Plateau und an der nahen Av. 24 Julho liegt das Kapital.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Hotel Avenida Palace, (+351) 21 321 81 00 (, fax: (+351) 21 342 28 84), [5]. Das im Zentrum Lissabons nahe des traditionellen Viertels Bairro Alto und des eleganten Künstler- und Einkaufsviertels Chiado gelegene Fünf-Stern-Hotel Avenida Place ist ein Gebäude, das zum Kulturerbe der Stadt Lissabon gehört und in dem luxuriöser Charme und einzigartige Eleganz verschmelzen. .  edit
  • Pensão Alegria, Praça de Alegria 12, 213220670, kleine gemütliche Pension an einem schönen kleinen Platz gelegen. DZ um 35,00 €.
  • Pensão Londres, Rua D. Pedro V 53, nette Pension mit fairen Preisen (ab 30,00 €)am höchsten Punkt des Bairro Alto
  • Hotel Real Parque, Av. Luís Bívar, 67 * Tel: + 351 213 199 000 * reservas.lis@hoteisreal.com * www.hoteisreal.com
  • Hotel Real Palácio, Rua Tomás Ribeiro, 115 * Tel: + 351 213 199 500 * reservas.lis@hoteisreal.com * www.hoteisreal.com
  • Real Suites, Rua Ramalho Ortigão, 41 * Tel: + 351 213 822 900, reservas.lis@hoteisreal.com *'www.hoteisreal.com
  • York House Lissabonne, Rua das Janelas Verdes, 32, 1200-691 Lisboa (in der Nähe des Nationalen Museums für Alte Kunst), (+351) 213 962 435 (), [7]. Das York House ist ein Boutique – Hotel mit sehr viel Charme. Es verfügt über verschiedene Service: 32 gemütliche, geräumige Zimmer, Frühstücksraum, Bar mit Terrasse, Restaurant A Confraria, Businesscenter, 24h Rezeption, Wireless Internet, Zimmerservice, Wäscheservice, Conciergeservice.  edit
  • Oasis Lisboa, Bairro Alto (in der Nähe des Elevador da Bica), [8]. Eine empfehlenswerte Unterkunft für das kleine Budget, die Mehrbettzimmer sind geräumig und sauber, Frühstück inklusive, eine Gemeinschaftsküche ist vorhanden. Das gemütliche Hostel liegt sehr zentral, die Metro-Station Baixa-Chiado ist in ungefähr 5 Minuten zu Fuss erreichbar. Das Bairro Alto mit seinen vielen Ausgehmöglichkeiten liegt quasi direkt vor der Tür. Das Hostel besitzt eine sehr nette Terrasse, auf welcher man einfach nur faulenzen oder sich einen leckeren Cocktail an der Hausbar genehmigen kann.  edit

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Kriminalität gibt es wie in anderen europäischen Großstädten natürlich auch. Dennoch ist Lissabon bislang noch verhältnismäßig sicher. Allgemeine Vorsichtregeln sind jedoch auch hier angebracht. Des öfteren wurde von Taschendiebstähle in den öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere in überfüllten Metros oder in der bei Touristen beliebten Trambahnlinie 28, berichtet. Wenn man nachts allein unterewegs ist, sollte man dunkle Ecken im Bairro Alto und die Gebiete um die Metrostationen Intendente und Martim Moniz meiden.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Klarkommen[Bearbeiten]

Fremdenverkehrsamt[Bearbeiten]

  • Associação de Turismo de Lisboa, Rua do Arsenal, 15, +351/ (21)/ 031 2700 (fax: +351/ (21)/ 031 2899), [9].  edit

Kommunizieren[Bearbeiten]

Im gesamten Innentadtbereich kann man Internetcafés finden, direkt am Rossio z.B. von PT Portugal Telecom. Dort kann man ebenfalls telefonieren. An Kiosken und in Zeitschriftenläden erhält man internationale Telefonkarten.

Wer länger in Lissabon oder Portugal ist und erreichbar sein will, erhält bei den drei Mobilfunkanbietern TMN, Optimus oder Vodafone günstig Prepaid-Karten.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Wer der Stadt für einen (halben) Tag entfliehen möchte, kann mit der Fähre auf die Südseite des Tejo fahren oder mit dem Zug an die Atlantikküste - in die Badeorte Estoril oder Cascais.

  • Die Stadt mit ihrer zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörenden Kulturlandschaft liegt gerade mal 28 km westlich entfernt und ist leicht mit dem Zug zu erreichen. Die Züge fahren sowohl vom Bahnhof Restaurados Rossio als auch von der Station Jardim Zoológico an der gleichnamigen Metrostation der blauen Linie ab.


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