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Limburg an der Lahn

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Limburg an der Lahn
Blick über die Kernstadt von Osten
Lage
Lage von Limburg an der Lahn
Limburg an der Lahn
Limburg an der Lahn
Kurzdaten
Bevölkerung: 35.966
Fläche: 45,15 km²
Höhe über NN: 117 m
Koordinaten: 50° 22' 59" N, 8° 4' 0" O 
Vorwahlnummer: 06431
Postleitzahl: 65549
Website: offizielle Webseite von Limburg an der Lahn




Limburg an der Lahn ist eine Stadt in Hessen.

Anreise[Bearbeiten]

Limburg verfügt über eine ausgezeichnete Verkehrsanbindung. Über die A3 aus Richtung Köln oder Frankfurt.

Bahn[Bearbeiten]

Mit dem ICE aus Köln oder Frankfurt zur Haltestelle Limburg Süd. Weiter mit dem Bus in die Innenstadt.

Regional- und RegionalExpress-Züge fahren nach Frankfurt, Wiesbaden, Gießen und Koblenz, sowie in den Westerwald.

Mobilität[Bearbeiten]

Gute Anbindung an den RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund). Im Stadtgebiet verkehrt die Stadtlinie mit Bussen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Der Georgsdom, die Altstadt mit einem der ältesten Häuser Deutschlands. Das Lahnufer mit der Alten Lahnbrücke.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Stadt Limburg besticht durch eine der geschlossensten Altstädte Deutschland, den berühmten siebentürmigen Georgsdom als prominentesten Sakralbau zwischen Romanik (Untergeschosse!) und Gotik (Obergeschosse) und die wunderschöne Lage an der Lahn..


Begeben wir uns vorab auf einen Bummel durch die Altstadt, deren Renovierung bereits in den 1970er Jahren begann und Vorbild für die Stadtsanierung anderer Altstädte in Deutschland wurde. Limburg war seit alters eine Kaufmannsstadt und lag an der wichtigen Handelsstrasse Frankfurt - Köln. Schon früh wurde aus hellem Kalkstein eine Brücke errichtet. Am äußeren, heute noch existierenden Turm, wurde Brückenzoll erhoben. Die Brücke wurde in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges gesprengt - wer genau hinschaut, erkennt die neue Aufmauerung in den mittleren Torbögen. Unter dem Domfelden an der Lahn stehend können Sie auch einen Bunker entdecken, wie eine Höhle in den Felsen gestemmt, heute zugemauert.

Die sogenannte Fahrgasse war die A3 des Mittelalters. Dort befindet sich eine Markierung für die engste Stelle auf der ganzen Strecke. Die hochbeladenen Fuhrwerke mussten in Köln und Frankfurt "Limburger Maß" nehmen und durch ein Holztor fahren. Gingen sie dort durch, konnten sie auch den Engpass in Limburg passieren. Entlag der Handelsroute befanden sich die sogenannten Hallenhäuser. Die Wagen konnten hier direkt hineinfahren und ausge- und beladen werden. In späteren Jahrhunderten wurden in die hohen Hallen Zwischendecken eingezogen um mehr Wohnraum zu schaffen. An den Fachwerkfassaden ist dies gut nachvollziehbar.

Auf den Plätzen und in den Srassen befanden sich Geschäfte und Märkte, nach Gewerbe geordnet (Fischmarkt,Kornmarkt, Salzgasse).

Heute sind in den pittoreken Häsern kleine Läden untergebracht, die zum Bummeln, Schauen und Kaufen verlocken: Andenken, Mode, Accessoires und Genusswaren.

Die engen Gässchen führen über verschiedene kleine Plätze von Lahn und Neustadt steil zum Höhepunkt der Stadt: dem siebentürmigen Georgsdom, der auf steilem Kalkfels die Stadt krönt. Vom Balkon rechts des Dom hat man einen fantastischen Blick auf die Lahn mit der alten Brücke.

Wenn Sie vor dem Dom stehen, sollten sie den südlichen (rechten) Teil der Altstadt für sich entdecken. Hier liegen hinter hohen Kalksteinmauern große, oft terrassenförmige Gärten. Sie laufen viele Stufen hinunter und wieder hinauf. Im heißen Sommer flimmert der Kalkstein fast weiß und sie können sich leicht vorstellen, in einer kleinen Stadt am Mittelmeer unterwegs zu sein.

Die Stadt bietet verschiedene Führungen an, besonders beliebt sind die Nachtwächtertouren. Treffpunkt ist der "Hattstein-Brunnen" an der Plötze.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Haupteinkaufsmeile ist die Fußgängerzone in der Innenstadt (mit den üblichen Filialisten wie z.B. Karstadt, Thalia, Wehmeyer, etc.). Hier unterscheidet sich Limburg kaum von anderen Einkaufsmeilen.

Mittwochs und Samstag findet allerdings ein attraktiver Wochenmarkt auf dem Neumarkt statt.

Ein besonderes Einkaufsparadies - direkt am Bahnhof - ist die sogenannte Werkstadt. Eine Besichtigung lohnt sich schon aus architektonischen Gründen, da die verschiedenen Läden in einem alten Ausbesserungswerk der Bahn untergebracht sind. Sollte es regnen: alles ist überdacht. Sind die meisten "Einkaufsparadiese" am grünen Tisch kalkuliert und auf die grüne Wiese gestellt, so strahlt die Werkstadt Charme und Individualität eines Industriedenkmals aus.

Richtig schön kann man das Einkaufen mit Bummeln und Flanieren in der Limburger Altstadt verbinden. Die meisten Geschäfte sind inhabergeführt. Zwar gibt viele Boutiquen mit verschiedensten Stehrumdien asiatischer Herkunft und mediterranem Aussehen, doch man findet auch etliche wirklich originelle Läden:

Brot und Brötchen: Ziemlich einmalig ist die Bäckerei Hensler am Kornmarkt mit sehr individuellem Gebäck. Dieses schmeckt nicht nur besonders, es fasziniert oft durch seine Form. Der verstorbene Vater des jetzigen Bäckers war noch mehr Künstler als sein Sohn und hat die Fassade des Hauses mit phantastischen Figuren ausgeschmückt. Ein Muss für jeden Limburg-Besucher!

Kuchen und Torten zum mitnehmen: Café Kosmol am Bischofsplatz. Die Auswahl ist gigantisch. Spezialität: Baumkuchen und Pralinen.

Italienische Waren am Bischofsplatz "Generale", mittags kocht "la Mamma" persönlich ein oder zwei italiensche Hausmannsgerichte.

Weine: Auf dem Weg zum Dom liegt der kleine Laden "Muscat" - mit sehr kompetenter Beratung. Neben dem Altstadtparkhaus die traditionsreiche Weinhandlung Eberhard.

Das Schokoladenhaus verführt am Fischmarkt zum Einkaufen und Schnabulieren.


Schuhe: es gibt einige gute Schuhgeschäfte (Brühl, Lanz)

Stupor mundi - ein Geschäft, das den Geschmack der Mittelalterszene bedient.

Teeparadies Limburg, Am Fischmarkt 6, führt eine große Auswahl, unter der man sich nach kompetenter Beratung gut entscheiden kann. Dort wird auch der gut gemachte Reiseführer: "Limburg entdecken" verkauft. Kein Wunder: Der Teehändler ist auch der Autor.

Gemälde und Rahmen: Galerie auf der Treppe, gleich neben der Plötze.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Es gibt viele Restaurants im Stadtgebiet, darunter - natürlich - deutsche, aber auch italienische, spanische, thai, chinesische und griechische.

Die wirklich lokaltypischen und interessanten Restaurants sind:

Das Weinhaus Schultes an der Plötze besteht schon seit mehr als 100 Jahren. Es hat sich innen und außen nicht verändert. Die Einrichtung aus der Jahrhundertwende ist gepflegt und gewienert. Wirtin Nicole Wölltge, die das Lokal vor einigen Jahren übernahm, hat stilsicher nur einige wenige Accessoires verändert und modernisiert. Die Küche ist bodenständig und wirklich gut. Spezialität sind die Rumpsteaks in verschiedenen Varianten, meist mit Zwiebel oder Pfeffer serviert. Dazu gibt es eine aussterbende Gebäckart: Wasserweck - schön dunkel gebacken. Auf der Karte finden sich weitere regionaltypische Gerichte (Handkäs, Frankfurter Grüne Soße besser bekannt als "grie´ Soß´"). Relativ wenig Auswahl bietet die Weinkarte mit dem Schwerpunkt Deutschland, besonders dem nahegelegenen Rheingau.

Hermann´s Café an der Plötze bietet tagsüber Kuchen von allerhöchster Qualität - und alle selbstgemacht! Dazu laden Hermann und Sonja Formeier ihre Gäste Mittags zu einem kleinen Mittagstisch ein (Wechsel der Karte wöchentlich) sowie Donnerstags bis Samstags Abends auch zu ganz exquisiten Abendgerichten. Ein solches Preis/Leistungsverhältnis ist sonst kaum zu finden. Die Atmosphäre ist intim, viel Stammpublikum. Schöne Terrasse.

Sehr gute deutsche Küche bietet das "Restaurant de Prusse" im Domhotel (1. Stock!) mit Schwerpunkt auf vegetarischen und gesunden Gerichten. Man sitzt entrückt der Welt in der Bel Etage, die bodentiefen Fenster geben den Blick frei auf die hektische Welt der Fußgängerzone.

Die "Strausswirtschaft" und das "Tafelspitz", beide am Rande der Altstadt gelegen, offerieren moderne deutsche Küche von engagierten Wirten auf hohem Niveau. So empfehlenswert, dass Sie vorbestellen sollten.

Das Restaurant "Himmel und Erde" ist in einer inzwischen säkularisierten Friedhofs-Kapelle von 1896 untergebracht. Selbst kritische Limburger, die den Besuch in den Anfangsjahren für ein Sakrileg hielten, beeindruckt die Architektur. Die moderne deutsche Küche ist ordentlich. Es gibt gute Veranstaltungen (Konzerte, Krimidinner..).

Zwei traditionelle Limburger Lokale "Goldener Löwe" und "Zum Schlöß´je" haben sich seit Jahrzehnten nicht verändert und bieten Vertrautes: Deutsche Küche, unverfälscht und ordentlich, im Ambiente der 70 Jahre des letzten Jahrtausend, aufgehübscht mit aktuellen Dekorationsmaterialen. Und doch: Es gibt Tage, da will man genau das.

Unter den (wenigen) orginal-italienischen Lokalen ragt "Don Camillo" an der Plötze heraus, nicht zuletzt wegen des Senior-Chef´s alias Don Camillo. Wer am Lokal vorbeiflaniert wird meist angesprochen. Ist das Lokal voll? - Er findet noch einen Platz. Die Küche kann sehr lecker sein.

Das Restaurant Fellini wird ebenfalls gerne besucht. Ansonsten findet sich bei italienischen Lokalen - meist unter türkischer Leitung - eine hohe Fluktuation. Schade, dass es kein einziges gutes türkisches Restaurant gibt.

Sehr schön gelegen ist das Restaurant Obermühle mit schönem Biergarten, spektakuläre Sicht auf den Dom - ganz oben!

Für Schnellesser: Klar gibt es McDonald, jedoch nicht in der Innenstadt. Und warum eigentlich essen, was es überall gibt? Eine gute und schmackhafte Alternative bietet der indische Imbiss "Maharadja" in der Altstadt (indisch-mediterran-amerikanisch).

Imbiss Schneider in der Hospitalstrasse bietet gute Currywurst und mehr.

Ausgehen[Bearbeiten]

für den Abend: Es gibt einige Café-Bars:

Das Café Melonie am Kornmarkt stillt Italiensehnsucht, denn hier ist Limburg am italienischsten. Sie blicken auf die benachbarten Eisdielen. Auf dem Kornmarkt fahren junge Männer mit gegeeltem Haar und ältere Männer ohne gegeelte Haare ihre Cabrios spazieren, Touristen flanieren, immer wieder beeindrucken junge Frauen oder Männer mit ihrer Erscheinung. Bei guter Musik können sie dies hinter ihrem Aperol Sprizz mit ihrer Begleitung diskutieren. Nicht zuletzt deshalb ist der Außenbereich auf dem Kornmarkt so beliebt.

Die Bar "Georgs" mit dominanter Theke zieht unterschiedliches Publikum an. Gute Coctails, ordentliches Essen im internationalen Stil, Zigarren und ab und zu nette Aktionen. Außenplätze.

Für noch später: Die Discothek "Musikpark" mit Agostea, Club Lounge und Garden Lounge in Staffel bedient junges bis jüngstes Publikum; der dort ebefalls eingerichtete Discostadel auch reifere Jahrgänge. Erstaunlich, wie weit die Besucher anreisen.

Ansonsten: Discothek "Loft" in Elz. "Billard-Bistro" in LM-Staffel. "Tonne" in der Limburger Altstadt "Unten Drunter" (UD) in Limburg - zur Zeit geschlossen.

Für ganz späten Hunger: "Imbiß Rebell" in der Diezer Strasse, kurz vor der Landesgrenze.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Domhotel, Hotel Huss, Hotel Nassauer Hof, Hotel Ramada, Hotel Zimmermann, Hotel Martin, Jugendherberge Mehrere Pensionen, z. B. Gasthaus Priester

Weiter geht's[Bearbeiten]

Mit Auto oder Zug nach Köln oder Frankfurt.





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