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Lefkás

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Porto Katsiki
Lefkás: Aghios Ioannis
Kastri
Die Bucht von Vlicho. Ganz vorne im Bild ist die Stadt Nidri zu sehen
Die der Stadt Nidri vorgelagerten Inseln: Heloni, Sparti, Madouri, Scorpidi, Scorpios und Meganisi
Blick vom Hafen von Vasiliki auf die Berge
Fußgängerzone in Lefkada Stadt

Auf Lefkás (Lefkada), der griechischen Insel im Ionischen Meer, gibt es bisher keinen Massentourismus wie auf Kreta oder Korfu. Und eigentlich ist Lefkás auch gar keine richtige Insel, denn die Anfahrt ist zwar nur über eine Schwenkbrücke möglich, doch geographisch ist Lefkás durch eine langgestreckte Lagune mit dem Festland verbunden. Aber ob Insel oder nicht: Dass bis heute recht wenige Menschen auf Lefkás Urlaub machen, ist wegen der touristischen Attraktivität der Destination eher verwunderlich.

Anreise

Flugzeug

Der nächste Flughafen liegt in Preveza (etwa 20km entfernt). Von dort gibt es auch öffentliche Busverbindungen zur Insel.

Auto

Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz empfiehlt sich der Weg zu einem der großen Fähren-Terminals nach Italien: Venedig oder Ancona. Die Überfahrt nach Griechenland dauert dann etwa 23h (Venedig) bzw. 16h (Ancona). Der Ankunftshafen in Griechenland ist Igoumenitsa. Die Autofahrt von Igoumentitsa nach Lefkás dauert etwa 1 1/2 Stunden. Die Fähren bieten einen sehr hohen Reisekomfort. Schlafmöglichkeiten: Kabinen, Pullman Seat (ähnlich wie Flugzeugsitze) oder Deckpassage (Übernachtung mit dem Schlafsack an Deck).

Mobilität

Auf der Insel gibt es einige Buslinien und auch Taxis. Es empfiehlt sich jedoch, ein Auto, Motorrad oder Moped zu mieten. Eine Inselrundfahrt mit dem Auto dauert etwa 1 Tag. Zu den Inseln Kefalonia und Ithaki gibt es regelmäßige Fährverbindungen.

Aktivitäten

Kaum ein Landstrich in Griechenland bietet bessere Bademöglichkeiten als Lefkás. Sauberes Wasser, zahlreiche ruhige Stellen. Unter der vielen Stränden ist Porto Katsiki am südlichen Inselende der bekannteste und schönste. Weitere Strände findet man z. B. in den Dörfern Kariotes und Ligia an der Ostküste, in Vassiliki im Süden und in Agios Nikitas im Westen. Lefkás bietet zudem einige Wassersportmöglichkeiten, insbesondere bei Nidri (Ostküste) und Vassiliki.

Segelsport

Die Stadt Lefkás besitzt eine große Marina mit Yacht Chartermöglichkeit. Die Insel ist ein beliebter Ausgangspunkt für Segeltörns zu den benachbarten Inseln und zum Festland. In der 3. September-Woche wird die jährliche South Ionian Regatta abgehalten, welche in Nidri startet und in der Bucht von Sivota endet.

Tauchen

In Nidri und Vasiliki und Nikiana befindet sich auch jeweils ein Tauchcenter. Die Tauchplätze sind für Anfänger sowie für fortgeschrittene Taucher interessant, und bieten auf jedem Fall eine sehr lebendige Unter-Wasserwelt. Achtung: Tauchplätze unterliegen strengen gesetzlichen Bestimmungen. Es darf nicht überall getaucht werden. Es ist nicht lustig von der Coast Guard erwischt zu werden, deshalb empfiehlt sich eine Nachfrage im Tauchcenter, oder geführte Tauchgänge.

Tageskreuzfahrten

Mit den beliebten Tageskreuzfahrten kann man an einem Tag gleich bis zu 7 ionische Inseln besuchen. Die Schiffe legen meist um 09:00 am Vormittag ab, und kehren am späten Nachmittag (ca. 19:00) wieder zurück. Die Fahrten werden in den Häfen Nidri und Vassiliki angeboten. Zu den Zielen zählen die Inseln Meganisi, Scorpios, Kefalonia, Ithaki und Paxos. An einigen Stränden werden Badestopps eingelegt.

Wandern und Radfahren

Die Insel ist - obwohl relativ klein - extrem gebirgig. Passionierte Radfahrer und Wanderer finden hier herausfordernde Wege, die an vielen Stellen eine großartige Aussicht bieten.

Sehenswürdigkeiten

Der klassische Touristenort Nidri ist u. a. für seine vorgelagerten kleinen und ausgesprochen grünen Inseln bekannt. Eine dieser Inseln kaufte einst der legendäre griechische Milliardär Aristoteles Onassis, um sie für sich allen zu nutzen: Skorpios, die "Onassis-Insel". Die Insel kann im Verlauf der von Nidri aus stattfindenden Inselrundfahrten von See aus betrachtet werden. Die Insel ist weiterhin im Privatbesitz der Familie Onassis und darf nicht betreten werden.

Eine weitere Attraktion bei Nidri ist der örtliche Wasserfall (etwa 4 Kilometer vom Ort entfernt), der ein beliebtes Wanderziel darstellt.

Auch Touren durch die karstige "Gebirgslandschaft" von Lefkás haben ihren speziellen Reiz. Der höchste Berg ist der Elati (1158 Meter Seehöhe). Um die Schönheit der Insel vollständig zu "erfahren" empfiehlt sich die Besichtigung mit einer Enduro oder einem geländegängigen Auto abseits der asphaltierten Straßen. Eine eigene Entdeckungstour sind Lefkás' kleine, entlegene Bergdörfer wert, z. B. Karia. Hier pflegen die Bewohner noch zahlreiche alte Bräuche - und zwar aus echter Traditionsverbundenheit und nicht um Touristen mit "Attraktionen" zu versorgen. Karia ist besonders bekannt für die Stickereiwaren der einheimischen Frauen.

Die Stadt Lefkás an der Inselnordspitze ist für das Gros der Besucher lediglich eine Durchgangsstation zu den populären Badestränden. Doch auch Lefkás Stadt ist nicht ohne Reize. Eine gemütliche Fußgängerzone, hübsche Blumengärten, kleine Cafes und nette Museen laden (eigentlich) zum längeren Verweilen ein. Zudem bietet Lefkás Stadt interessante Veranstaltungen, wie etwa das Literaturfestival oder das Internationalen Festival von Folklore und Tanz, die im Sommer von Urlaubgästen besucht werden. Die Marina ist nach dem Erdbeben 2004 neu gestaltet. Jedes Jahr im Juli findet in Lefkás am Kite-Surfing Spot ein internationaler Kite-Surfing Wettbewerb statt.

Neben dem auch bei Windsurfern Spot in Lefkás ist auch der Spot in Vassiliki bei den Windsurfern sehr beliebt, da hier nachmittags regelmäßig kräftige Winde und eine flache See für viel Freude beim Surfen sorgen.

Zu den Hauptattraktionen zählt auch das sagenumwobene Kap Dukato, dessen weißen Kalkklippen Lefkás (die "Weiße") seinen Namen verdankt. Hierhin, an die rauhe Südspitze von Lefkás, verlegte einst Homer den Eingang zur "Unterwelt". Im Altertum sollen sich von den hohen Klippen unglücklich verliebte Mädchen in den Tod gestürtzt haben; der Legende nach auch die Dichterin Sappho, nachdem der Jüngling Phaon ihre Liebe zurüchgewiesen hatte. Auch als religiöse Opferstelle diente der Felsen. Am Platz des heutigen Leuchtturms stand einst ein Apollontempel. Verbrechern, die man "rituell" den Felsen herunterstürzen ließ, wurden Federn und lebende Vögel angebunden, die den Sturzgeschwindigkeit dämpfen sollten. Wer den Aufprall überlebte, hatte Glück und wurde freigesprochen: die Götter hatten sich auf ihre Weise gnädig gezeigt.

Küche

Auf Lefkada findet man hauptsächlich die typische griechische Küche. In den letzten Jahrzehnten haben sich auch sehr gute italienische Restaurants angesiedelt. Die asiatische Küche fasst nur langsam Fuß.

Lefkás ist bis jetzt von den großen Fast Food Ketten "verschont" geblieben. Statt dessen gibt es viele kleine Imbißläden mit "griechischem Fast-Food" wie Gyros Sandwich oder Pitá Gyros. Besonders beliebt für die kleine Mahlzeit zwischendurch sind Crépes in allen Variationen, die besonders in der Stadt Nidri in sehr hoher Qualität angeboten werden.

Der bieliebteste Speisefisch ist der White Grouper (weißer Zackenbarsch)

Ausgehen

Nidri hat als die Touristen-Metropole der Insel die größte Auswahl an Ausgeh-Möglichkeiten. Die Hauptstraße bietet eine große Zahl an Tavernen, Bars, Pubs und Dance Clubs, die bis spät in die Nacht geöffnet sind. An der Hafenpromenade kann man aus einer großen Zahl an griechischen Tavernen und Fischrestaurants und italienischen Restaurats wählen.

Ein Geheimtipp sind die kleinen Tavernen im Insel-Inneren. Hier kann man oft zu günstigen Preisen ein üppiges Mahl zu sich nehmen. Wie sonst auch in Griechenland üblich, wird normalerweise eine Rechnung für den ganzen Tisch ausgestellt. Man sollte den Kellner also schon frühzeitig informieren falls man getrennte Rechnungen haben möchte.

Als Trinkgeld sind etwa 10-15% üblich.

Sicherheit

Die Insel kann allgemein als sehr sicher angesehen werden. Einbrüche und Diebstähle sind sehr selten, und die Einheimischen sind Touristen gegenüber sehr freundlich, hilfsbereit und ehrlich. Etwas vorsichtig muss man dagegen im Straßenverkehr sein. Dieser kann auf den Mitteleuropäer etwas chaotisch wirken, da viele Griechen so manche Verkehrsregeln "etwas lockerer" sehen. Als Fußgänger kann man also ruhig einen Blick mehr riskieren. Wer selbst mit dem Auto unterwegs ist, sollte auf jedem Fall viel Geduld und Toleranz mitbringen. Die Einheimischen bleiben beispielsweise gerne mitten am Weg stehen, um sich mit dem Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeugs zu unterhalten.

Wer mit dem Motorrad fährt sollte schon alleine aus Sicherheitsgründen einen Helm tragen. Das Tragen des Helms ist gesetzlich vorgeschrieben, auch wenn man viele Moped- und Motorradfahrer ohne Helm sieht.

Klima

Lefkás ist vom mediterranen Klima geprägt. Das bedeutet heiße und sonnige Sommermonate mit wenig Niederschlag und milde Wintermonate mit vielen Regenfällen. Eine Eigenheit des Klimas in Lefkás sind in einigen Teilen starke thermische Winde, die an einigen Plätzen (z.B.: Vassiliki Bay) hervorragende Bedingungen für Windsurfer, Kitesurfer und Paragleiter schaffen. Die Luftfeuchtigkeit ist auch im Hochsommer vergleichsweise hoch. Die Vorsaison startet im April und endet im Juni, wobei bereits im Juni mit sehr hohen Temperaturen gerechnet werden kann. Die Hauptsaison ist Juli und August mit den höchsten Temperaturen und kaum Niederschlag. Die Nachsaison kann noch mit einem angenehm warmen September und einem milden Oktober punkten.

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