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Lanzarote

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Lanzarote ist eine Insel im Atlantischen Ozean. Sie zählt zu den Kanarischen Inseln.

Regionen[Bearbeiten]

Lanzarote besteht aus sieben Gemeinden: Arrecife, Haría, San Bartolomé, Teguise, Tías, Tinajo und Yaiza. Die Gemeinde Teguise beinhaltet dabei noch zusätzlich die kleinere Insel La Graciosa sowie vier weitere Inseln, darunter Alegranza und Montana Clare, die jedoch beide nicht bewohnt sind. Die Insel lässt sich auch grob in drei große Regionen einteilen: Inselnorden, Inselmitte und Inselsüden.

Arrecife[Bearbeiten]

Arrecife selbst ist die Hauptstadt Lanzarotes. In Arrecife leben 55000 Einwohner, dies ist etwa die Hälfte der Gesamteinwohnerzahl der Insel. Arrecife heißt auch der einzige Flughafen Lanzarotes Aeropuerto de Lanzarote-Arrecife, der jedoch etwa 5 Kilometer weit entfernt, zwischen Playa Honda und Puerto del Carmen, liegt. Auf dem Flughafen landen zahlreiche Ferien- und Charter-Flieger aus ganz Europa. Zusätzlich verkehren die einzelnen Fluggesellschaften zwischen den Kanarischen Inseln. In der Hauptstadt liegt auch der Hafen Los Mármoles, ein wichtiger Umschlageplatz für Güter sowie ein Passagierhafen für Schiffsverbindungen zu den anderen Kanarischen Inseln sowie zum spanischen Festland nach Cadíz. Zu Fuß lassen sich auch andere Ziele in der Umgebung von Arrecife erreichen. Interessant sind hier zum Beispiel der Fischereihafen Puerto del Naos, der jedoch mittlerweile stillgelegt wurde. Gleich oberhalb des Fischereihafens befindet sich ein großes Gebiet stillgelegter Salinen, in denen Salz gewonnen wurde. Insbesondere für Interessierte der Wirtschaftsgeschichte Lanzarote ein lohnender Ausflug. Direkt über dem Hafen 'Los Mármoles befindet sich ein Kastell, das Castillo de San José. Das Gebäude wurde von Cesar Manrique restauriert, und mit einem neuen Bereich,einem Restaurant mit Panoramablick auf den Hafen und dem Museum für zeitgenössische Kunst im alten Bereich. Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenlos. Das Restaurant (Servierzeiten von 13 bis 16 sowie von 20 bis 23:30 Uhr) und eine Bar (geöffnet bis 1 Uhr nachts). Es steht ein bewachter Parkplatz zur Verfügung.

Haría[Bearbeiten]

Haría ist (abgesehen von La Graciosa, das zu Teguise gehört) die nördlichste Gemeinde Lanzarotes. Sie wird auch das Tal der 1000 Palmen genannt und wer sie in einem Tagesausflug besichtigt, kann zustimmen: Im Norden der Insel gibt es die grünste und verschiedenste Vegetation. Der Hauptort Haría selbst ist lohnend, es gibt einiges zu sehen: An der Plaza León y Castillo wachsen Lorbeersträucher und Eukalyptusbäume. Jeden Samstag findet in Haría ein Kunsthandwerksmarkt statt, der jedoch nicht mit diesem in Teguise zu vergleichen ist, da er um einiges ruhiger und gemächlicher ist - teilweise sind auch Lebensmittel und andere Produkte wie Honig, Käse oder Körbe. Von 10 bis 14:30 Uhr. Der Monte Corona ist ein 609 m hoher Vulkan, der den Norden Lanzarotes sehr prägt. Wer gut zu Fuß ist, sollte sich die Besteigung keinesfalls entgehen lassen, der Auf- und Abstieg dauert lediglich eineinhalb Stunden. Es empfiehlt jedoch in Gruppen zu wandern, da bei einem Absturz oft tagelang keine Hilfe zu erwarten ist. In Haria war Cesar Manrique die letzten Jahre seines Lebens wohnhaft und hat hier großformatige Bilder gemalt. Ein Ort in dem das Klima noch bedeutend gesünder ist als in anderen Bereichen der Insel. Kommentar von Cesar Manrique : "Das Dorf mit dem natürlichen Ventilator am Abend". Damit sind die erfrischenden Passatwinde gemeint, die Abends die Luft über Haria reinigen. Im kleinen Kulturzentrum Arte de Obra, welches von einer ehemaligen Schülerin Manriques geleitet wird, kann man mehr über den Kampf für ein gesundes Lanzarote und C. Manrique erfahren.


Mirador del Rio

Von einem weiteren Berg, dem Mirador del Rio,ein Werk Cesar Manriques, ergibt sich ein herrlicher Blick auf die kleine Nachbarsinsel La Graciosa. Hinter riesigen Panoramafensterscheiben blickt man auf die Insel. Hier wurden 1979 Teile des Filmes "Timm Thaler" gedreht. Ebenfalls ist ein kleines Café vorhanden. Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 18 Uhr, der Eintritt kostet etwa 2,70 €. Wer sich das Eintrittsgeld sparen möchte, fährt am Eingang links vorbei und findet in etwa 200 Metern Entfernung auf der rechten Seite einen Parkplatz und kann auf der rechten Seite La Graciosa mit dem "schlafenden Elefanten" (der linke Teil der Insel) bewundern. Lohnenswert sind sicherlich auch die Famara-Strände, ein ideales Surf-Paradies. Jedoch ist vor der starken Strömung zu warnen. Vorsicht beim Parken, nur auf festen Straßen parken, die Sandflächen rechts und links der Straße sind sehr tief und ein selbständiges herausfahren ist fast unmöglich. Geheimtipp: Auf Famara und das Meer schauend, RECHTS die Strasse den Hügel hinauf fahren, Richtung Siedlung. Oben angekommen LINKS halten und dort wieder runter Richtung Meer. Die Belohnung ist ein Strand der den Touristen nicht bekannt ist. Ebenfalls wichtig ist der Ort Orzola, ein Zentrum für Bus-Touristen. Hier lässt sich bei direkter Brandung gut Fisch essen. Geheimtipp Orzola: Vor dem Ort nach LINKS in die Felder fahren, Richtung Felsen. Weiter und immer weiter um den Felsen herum. Als Belohnung winkt ein einsamer Traumstrand. Interessant ist auch die Gegend um Arrieta: Dort gibt es verschiedene Sandbuchten, in denen sehr weisser Sand liegt. Bei schönem Wetter lohnt sich ein Besuch, da man im seichten und daher warmen Wasser ideal baden kann.

Yaiza[Bearbeiten]

Yaiza ist die südlichste aller Gemeinden Lanzarotes. Wichtig sind insbesondere die Ortschaften Playa Blanca (als neue Feriendestination), El Golfo, Femés, und Yaiza selbst. In Playa Blanca hat seit 2000 ein großer Bauboom eingesetzt. Die Bauwut der Investoren scheint keine Grenzen zu kennen: Es werden große neue Ferienanlagen und - Appartements gebaut, ein Yachthafen entstand ebenfalls. Und die Lawine rollte anscheinend weiter, denn die Regierung scheint nicht gewillt, einen seriösen Baustopp zu verordnen, da bereits 90000 Baugesuche durchgewunken wurden. Die herrlichen Playas de Papagayo laden zum baden und im Strand liegen ein. Sie sind mit dem Auto erreichbar, doch zuerst muss ein Obulus von ca 5 € pro Wagen errrichtet werden. Danach hat man die Auswahl zwischen mehreren Stränden. Die, die am nahesten bei Playa Blanca liegen, sind meistens auch am vollsten und die meisten Familien finden sich dort ein.

Charco de los Clicos bei El Golfo

In El Golfo kann man sehr gut frischen Fisch essen, es gibt eine große Auswahl an Fisch-Restaurants. Für Individualisten eignet sich das kleine Hotel im Ort selbst hervorragend, das Hotelito del Golfo. Ein weitere Sehenswürdigkeit lohnt sich sehr: Die Charco de los Clicos. Hierbei handelt es sich um eine Bucht und gleichzeitig eine Lagune, die ein bestechendes Grün als Wasserfarbe hat. Dies ist die Folge von starkem Algenwuchs und dem ständigen Nachströmen von Meereswasser durch eine unterirdische Verbindung. Hier lässt sich auch ideal ein schönes Gestein suchen: Olivin. Wer im schwarzen Lavakies die Augen aufhält, wird schnell reichhaltig fündig. Die Salinas de Janubio sind Salzgewinnungsanlagen, die etwas ausserhalb von El Golfo liegen. Die Salinen sind heute leider nur noch teilweise und automatisiert in Betrieb, während früher die Windkraft genutzt wurde. In Femés kann man den Ortsplatz und die Eremita besichtigen, beide Sehenswürdigkeiten lohnen sich sehr. Außerdem hat man einen herrlichen Blick und bei guter Fernsicht kann man bis nach Fuerteventura blicken. In Femés kann man ebenfalls hervorragend speisen, insbesondere die typische Küche Lanzarotes. Yaiza wurde bereits mehrere Male als schönster Ort Spaniens ausgezeichnet und es erweckt weiterhin den Anschein, diesen Ruf beizubehalten: Wer durch den Ort fährt, wundert sich über die blitzblank gereinigten Bürgersteige. Lohnenswert ist ein Besuch des Dorfplatzes, abends kann man auf einen der Bänke Platz nehmen und dem prächtigen Vogelgezwitscher lauschen. In Yaiza gibt es auch das Restaurant La Era, das von César Manrique gestaltet wurde. Dort wird eine sehr typische Küche für Lanzarote offeriert, auch die Weinkarte ist anspruchsvoll.

Orte[Bearbeiten]

Arrecife[Bearbeiten]

Arrecife ist seit 1852 die Hauptstadt Lanzarotes. Die Stadt an sich stellt keine architektonische Schönheit dar, im Gegensatz zu Teguise. In Arrecife bestechen andere Bauten das Auge: Das Gran Hotel wurde in den 70er gebaut und war das einzige Hochhaus der Insel. Von weit und auch aus dem Flugzeug sichtbar, war es 1991 in Betrieb. Ein Grossbrand zerstörte das Hotel 1994. Eine Neueröffnung erfolgte im Juli 2004.

Infrastrukturell interessant ist ebenfalls die Meerwasserentsalzungsanlage, die 1964 in Betrieb genommen wurde. Diese Anlage gewährleistet die Wasserversorgung Lanzarotes, indem sie 90% des Süswasser produziert. Somit ist Lanzarote sehr abhängig von ihr und insbesondere vom Dieselöl, mit der die Fabrik betrieben wird. Diese Versorgungsabhängigkeit wird nun mit einem Windpark-Projekt bei Los Valles versucht, in Griff zu bekommen. Es gibt auf der Insel weitere Ensalzungsanlagen, beispielsweise in Costa Teguise und in Puerto del Carmen. Auch wenige Hausbesitzer betreiben mit Solarenergie die Entsalzung. Das Wasser ist übrigens trinkbar, doch fast niemand konsumiert es: In allen Läden gibt es Mineralwasser zu kaufen, meist importiertes.

Teguise[Bearbeiten]

Teguise ist die ehemalige Hauptstadt Lanzarotes. Der Ort liegt relativ zentral im Inselinneren. Zentrum des Ortes ist die Plaza de la Constitucion. Hier ist auch das Wahrzeichen der Stadt, die dreischiffige Kirche Señora de Guadeloupe, gelegen. Die Westseite des Platzes bildet der Palacio Spinola. Der Palast wurde zwischen 1730 und 1780 erbaut. Heute wird er für Repräsentationszwecke genutzt und ist als Museum zu besichtigen.

Während der Ort während der Woche eher beschaulich wirkt, erwacht er am Sonntag zum Leben, wenn Händler der ganzen Insel zum Markt zusammenkommen. Es wird eine große Vielfalt von Artikeln angeboten. Man findet Kleidung, Schmuck, Taschen und Kunsthandwerk. Auch in kulinarischer Hinsicht bleibt kein Wunsch unerfüllt. Neben landestypischen Spezialitäten kommt hier auch der zum Zuge, der im Urlaub nicht auf seine Weiß- oder Currywurst verzichten kann. Bei Artikeln ohne Preisauszeichnung ist es sinnvoll sich vor der Bestellung zu informieren, um nicht unliebsame Überraschungen zu erleben.

Am östlichen Ortsrand ist auf dem Vulkankegel Guanapay eine ehemalige Habsburger-Festung, das Castillo Santa Barbara gelegen. Von hier hat man einen guten Blick auf die Stadt und auf Lanzarote. Die Festung diente den reicheren Familien als Zufluchtsstätte bei Überfällen durch Piraten. Heute ist im Inneren ein Museum untergebracht, das über die Emigration der Lanzaroteneros Auskunft gibt.

Playa Blanca[Bearbeiten]

Playa Blanca ist vor Puerto del Carmen und Costa Teguise das größte Touristenzentrum auf Lanzarote. In Playa Blanca finden sich zwei kleine gepflegte Sandstrände. Der eigentliche Playa Blanca liegt im Stadtzentrum, etwas weiter östlich liegt der Playa Dorada. An der Strandpromenade finden sich die üblichen Geschäfte, Pubs und Restaurants. Parallel zur Strandpromeade verläuft die Calle Limones, eine Fußgängerzone mit weiteren Geschäften.

Die Küstenabschnitte sowohl östlich als auch westlich des am Hafen gelegenen Stadtzentrums sind überwiegend mit Hotels und Bungalows bebaut. Die 2002 eröffnete Marina Rubicon hebt sich dabei angenehm von der übrigen touristischen Infrastruktur der Insel ab. Hier wurde um den Yachthafen herum ein Dorf im spanischen Kolonialstil errichtet. In der Fussgängerzone lässt es sich gemütlich spazieren gehen. Die Straßencafés, Tapasbars und Restaurants laden zum Verweilen ein.

Von Playa Blanca fahren regelmäßig Fähren zur Nachbarinsel Fuerteventura. Man hat die Auswahl zwischen der staatlichen Fährgesellschaft Armas und der Fred-Olsen-Linie. Das Armas-Schiff ist etwas billiger aber dafür langsamer (30 min). Der futuristisch anmutende Fred-Olsen-Katamaran ist deutlich schneller und geringfügig teurer (3/2007: 34 Euro für Hin- und Rückfahrt ohne PKW). In der Nähe des Hafens gibt es eine Minigolfanlage. Das Hotel Playa Dorada bietet einen für die Öffentlichkeit zugänglichen Pitch and Putt-Platz. Das Vergnügen schlägt mit 20 Euro für eine Runde (9 Löcher) bzw. 25 Euro für 2 Runden allerdings relativ teuer zu Buche (Preise Stand 3/2007).

Wer gerne Ausflüge mit dem Fahrrad unternimmt, findet im Hafen einen Fahrradverleih. Der bisher einzige Fahrradweg Lanzarotes wurde zwischen Playa Blanca und Femés angelegt. In der Marina Rubicon gibt es ein Bowlingcenter, in dem es sich auch gut Poolbillard spielen lässt. Playa Blanca lässt sich auch als Ausgangspunkt zu Wanderungen auf den nahe gelegene Atalaya-Berg nutzen. Unmittelbar an Playa Blanca grenzen im Osten die Papageienstrände an (siehe dort).

Puerto del Carmen[Bearbeiten]

Puerto del Carmen ist die Touristenstadt auf Lanzarote. Die Mehrheit aller Urlauber verbringen hier ihre Ferien. Spitzenreiter an Besuchernationalität ist Großbritannien, dicht gefolgt von Deutschland. Auch findet sich Spanien selbst, und die Staatengemeinschaft Skandinavien unter den Gästen des ursprünglichen Fischerdorfes. Auf einer Länge von etwa acht Kilometern reiht sich Hotel an Hotel, Appartement an Appartement; immer dazwischen finden sich auch Boutiquen mit italienischer Mode, Fotoläden, Elektronikfachhändler, Tauchshops, Restaurants, Bars, Discos, Arztpraxen (Puerte del Carmen ist eine Goldgrube für ausländische Ärzte, die fremdsprachig sind), gefolgt von Spielsalons, Supermärkten und anderen Läden. In Puerto del Carmen findet ebenfalls das Nachtleben von den Touristen Lanzarotes statt. Von der Meerseite aus - also vom Schiff, wirkt die Bebauung von Pt. del Carmen zwar sehr langgezogen, ist aber von den anderen 3 Touristen - Küstenbebauungen wie Playa Blanca / Puerto Calero / Costa Teguise die Ansprechendenste. Da dieses Gebiet vor 20-30 Jahren erbaut wurde, richtetet man sich noch mehr an die 2-geschossige Bebauung. In anderen neueren Touristengebieten hat man die 2 geschossige Bauweise mit 3 weiteren Untergeschossen belogen. Man kann erkennen das Puerto del Carmen ein langsamer gewachsener Ort ist als die restlichen Touristengebiete. Jedoch hat Puerto del Carmen eine dringende Renovierung nötig.

Costa Teguise[Bearbeiten]

Neben Puerto del Carmen ist Costa Teguise das Touristenzentrum von Lanzarote. Seit 1970 begann man im grossen Stil mit neuen Bauten, bei denen auch anfänglich César Manrique mitwirkte, so zum Beispiel bei Hotel Melia Salinas. Dann erbaute er das Pueblo Marinero, ein kleines Dorf welches auf den ersten Blick wirkt, als wenn es dort ewig gestanden hatte. Es sollte ein Beispiel sein für die weiteren Bauten, die in Costa Teguise geplant waren. Jedoch waren die hiesigen Architekten nicht dazu fähig die inseltypische Architektur Lanzarotes zu begreifen. Noch heute ist das Pueblo Marinero einer der gemütlichsten Plätze Costa Teguises. Im Ort selbst wohnen kaum Einheimische, dafür sehr viele Touristen. Jedoch haben sich sehr viele Einheimische in freistehenden Häusern am Ortsrand angesiedelt. Die Trumpfkarte von Costa Teguise sind die idealen Bedingungen für Surfer: Der Wind trifft die vier künstlich angelegten Strände - Playa de los Charcos, Playa de las Cucharas, Playa del Jablillo sowie Playa Bastián - optimal. Ein eigentliches Stadtzentrum gibt es hier nicht, dafür mehrere große Straßen (zum Beispiel die Av. de las Islas Canarias und die Av. del mar), an denen es ähnliche Geschäfte und Läden wie in Puerto del Carmen gibt: Restaurants, andere Gaststätten, Boutiquen und ähnliches. Im Gesamterscheinungsbild gleicht Costa Teguise einer riesigen Retortenstadt, die zur Unterhaltung der großen Touristenmasse dient. Als Individual-Tourist und Interessierte an Geschichte und Natur Lanzarotes gibt es hier sicherlich wenig Möglichkeiten, Unbekanntes zu entdecken.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Los Hervideros

Los Hervideros

Der Küstenabschnitt zwischen den Salinas do Janubio und El Golfo zeichnet sich durch bizarre Felsformationen aus. Durch das Zusammenspiel von ins Meer gelaufener Lava und Brandung kommt es beim Befahren der Straße immer wieder zu beeindruckenden Ausblicken. Als Los Hervideros wird ein Abschnitt bezeichnet bei dem die Felsen Brücken ins Meer bzw. das Wasser Höhlen gebildet hat. Der zungenförmig ins Meer ragende Felsblock ist begehbar, bei entsprechendem Wellengang spritzt das Wasser meterhoch durch die Felshöhlen nach oben.

Mirador del Rio

Monumento del Campesino

Playa de Papagayo

Namensgebend für diese Strände ist das verlassene ehemalige Fischerdorf Papagayo. Neben dem eigentlichen Playa de Papagayo gibt es eine Reihe weiterer Strände, die alle relativ geschützt gegen den Wind und die Brandung in kleinen Buchten liegen. Alle Strände weisen einen hellen feinen Sand auf. In Kombination mit der azurblauen Farbe des Wassers erfüllen diese Strände nahezu perfekt das Bild vom Traumstrand. Trotz ihrer abgelegenen Lage sind die Strände sehr beliebt und teilweise nehmen die Touristen Anfahrten aus dem nördlichen Teil Lanzarotes in Kauf, um zu den Stränden zu gelangen. Am leichtesten lassen sich die Strände mit dem PKW über eine holprige Schotterpiste erreichen. Hierbei ist pro PKW eine Gebühr zu entrichten (z. Zt. 3€). Alternativ kann man auch von Playa Blanca mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen (ca. 1 bis 1,5h Fußmarsch, ausgehend von der Calle El Calvario in Playa Blanca sind es ca. 600m bis zum 1. Strand). An einigen Stränden wird auch inoffizielle FKK betrieben.

Timanfaya Nationalpark mit Restaurant El Diablo. Geysir Demonstration

Timanfaya Nationalpark: Die Feuerberge (Montanas del Fuego), ein Vulkangebiet, das während einer Reihe von Erruptionen in den Jahren 1726-1730 entstanden ist. Die letzten kleineren Vulkanausbrüche fanden im Jahr 1824 statt. Der Timanfaya-Nationalpark umfasst eine Fläche von 51 Quqadratkilometern. Mit dem PKW führt von der Straße Yaiza-Tinajo eine Abzweigung zum Islote de Hilario. Hier gibt es einen Parkplatz. Der Zutritt zum Nationalpark kostet pro Person 8 Euro (2007). Erkundungen des Nationalparks auf eigene Faust sind nicht möglich. Nach Anmeldung gibt es die Möglichkeit, geführte Wanderungen durch den Park zu unternehmen. Da die Wanderungen recht begehrt und früh ausgebucht sind, empfiehlt es sich, bei Interesse die Anmeldung bereits vor der Reise vorzunehmen. Am Islote de Hilario herrscht bereits in 10 cm Tiefe eine Temperatur von 140°C, in 6 m Tiefe 400°C. Die Hitze wird von den Parkangestellten demonstriert, indem Kameldorn mit Hilfe der Hitze des Vulkans verbrannt wird. Es gibt künstliche Geysire bei denen kaltes Wasser in Rohre gefüllt wird und wenige Sekunden später explosionsartig als Wasserdampf entweicht. Von Cesar Manrique ist das Restaurant El Diablo entworfen. Hier hat man die Möglichkeit Speisen zu sich zu nehmen, die auf einem natürlichen Vulkangrill zubereitet wurden. Den Nationalpark selber kann man auf einer 14 km langen Rundfahrt mit Touristenbussen erleben. Während der Fahrt werden Erläuterungen von Band in spanischer, englischer und deutscher Sprache vorgespielt.

Eine weitere Möglichkeit, die Vulkanlandschaft zu erkunden besteht darin, mit einem Kamel zu reiten. Ausgangspunkt ist ein Parkplatz an der Straße, die durch den Nationalpark hindurchführt. Allerdings ist der Ausritt relativ kurz, was angesichts der Unbequemlichkeit dieser Forbewegungsmethode aber gut zu verschmerzen ist.

Montanas del Fuego

  • Tel. 928840057
  • Fax: 928173788
  • Besuchszeiten: von 9:00 bis 17:45h
  • letzte Busrundfahrt: 17:00h
  • Restaurant: von 12:00 bis 15:30h


Salinas de Janubio


Cueva de los Verdes


Jameo del Agua


Jardin de Cactus

Hintergrund[Bearbeiten]

Lanzarote ist wie alle anderen Inseln der Kanaren durch Vulkanismus entstanden.

Sprache[Bearbeiten]

Auf Lanzarote wird Spanisch gesprochen. Für den kurzen Urlaubsaufenthalt ist es kaum von Nöten, Spanisch zu lernen, da die meisten Personen Englisch, Deutsch und die Gebärdensprache verstehen. Somit lässt sich auch problemlos ein Auto oder ein Zimmer mieten. Wer jedoch in näheren Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung kommen möchte, für den lohnt es sich, sich einige Brocken Spanisch zu merken. Die Einheimischen schätzen meistens sehr, wenn ausländische Urlauber sich im Spanischen versuchen. Am nützlichsten ist es, wichtiges Vokabular zu lernen und dann vor Ort zu improvisieren. Je nach Situation wird schnell deutlich, was man wünscht und oftmals wird einem im Spanischen auch weitergeholfen.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Der Aeropuerto de Lanzarote (ACE) befindet sich etwa 5 km westlich von Arrecife und wird aus dem deutschsprachigen Raum angeflogen:

  • Air Berlin aus Berlin-Tegel, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, Münster/Osnabrück, Nürnberg, Paderborn/Lippstadt, Stuttgart und Zürich
  • Austrian Airlines aus Wien
  • Condor aus Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart
  • Edelweiss Air aus Zürich
  • Germania aus Bremen und Friedrichshafen
  • Niki aus Wien
  • Ryanair aus Frankfurt-Hahn, Karlsruhe/Baden-Baden und Weeze
  • TUIfly aus Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart und Zweibrücken

Die reine Flugzeit ab Deutschland beträgt je nach Abreiseort etwa vier bis fünf Stunden. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Flug nicht sieben Stunden dauert. Bei dieser Variante werden oftmals zuerst Gran Canaria, Teneriffa oder Fuerteventura als Zwischenstopp angeflogen.

Schiff[Bearbeiten]

Es gibt eine einzige Verbindung vom europäischen Festland zu den Kanarischen Inseln: Von Cádiz nach Las Palmas de Gran Canaria. Einmal in der Woche legt die Fähre ab und ist etwa 39 Stunden später in Gran Canaria angelangt - dies bedeutet eine zweimalige Übernachtung an Bord. Von Gran Canaria fährt dreimal in der Woche eine Verbindung nach Lanzarote, direkt in die Hauptstadt Arrecife. Die Rückfahrt gestaltet sich erheblich komfortabler, da hier die Direktverbindung Arrecife-Cádiz noch in Betrieb ist. Alles in allem sollte man von Deutschland nach Lanzarote etwa sechs Tage rechnen. Diese Anreisemöglichkeit lohnt sich daher eher für Langzeitresidenten mit Automobil oder sonstigem sperrigem Gepäck. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, per Zug nach Barcelona zu reisen, von dort mit dem Autoreisezug und Schlafwagen nach Sevilla weiterreisen und danach die Strecke Sevilla-Cádiz mit dem Wagen zurückzulegen. Als letzte Variante kann man bis Sevilla reisen und von dort per Flugzeug nach Lanzarote weiterreisen. Zwischenzeitlich wird das Auto mit der Fähre nach Gran Canaria verschifft. Dort kann man es weiter transportieren lassen oder nach einem Flug auf Las Palmas de Gran Canaria abholen und selbst auf Lanzarote befördern.

Mobilität[Bearbeiten]

Auf Lanzarote ist man am besten mit einem Mietauto unterwegs. Die Straßen sind gut und die Insel klein, so dass man in 2-3 Tagen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anschauen kann. In allen drei Ferienzentren, Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca, sowie in der Hauptstadt Arrecife, lässt sich problemlos ein Wagen mieten. Marktführer ist Cabrera Medina mit rund 20 Filialen auf der Insel. Durch das Freihandelsabkommen mit der EU und dem Konkurrenzdruck sind die Preise pro Tag mit 18 bis 28 € sehr günstig, die Steuern und die Vollkaskoversicherung sind inbegriffen. In der Regel muss der Fahrer oder die Fahrerin mindestens 21 Jahre alt sein. Meistens muss eine Kaution hinterlassen werden. Das Angebot besteht meistens aus einfachen Wagen der Marken Seat, Opel, Renault oder Peugeot. Es lassen sich auch Jeeps mieten, mit denen die nicht asphaltierten Straßen leichter befahren werden können, diese kosten jedoch auch fast doppelt so viel pro Tag.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Bus: Das Zentrum des Busverkehrs von Lanzarote ist Arrecife. Von dort starten Busse an die folgenden Orte der Insel: Arrieta, Puerto del Carmen, Costa Teguise, Playa Blanca, Conil, Femés, Guatiza, Haría, La Asomada, La Caleta de Famara, La Santa, Los Valles, Máguez, Mala, Montaña Blanca, Orzola, Playa Honda, Tahiche, Teguise, Tiagua, Tinajo, San Bartolomé, Sóo, Uga sowie Yaiza. Generell gilt, dass die Busse morgens von den Dörfern ins Zentrum fahren und abends wieder zurück. Die Abfahrtszeiten sind leider lediglich im Busbahnhof von Arrecife angeschlagen, doch es sind in den Büros des Bahnhofs sowie in den Touristen-Informationen erhältlich. Im Notfall kann aufgrund der kleine Grösse der Insel auch ein Taxi organisiert werden. Fahrscheine werden im Bus selbst gelöst. Preisbeispiele: Arrecife - Puerto del Carmen ca. 1,50 - 2,20 €.

Taxi: Alle Taxifahrer und Taxifahrerinnen haben eine Lizenz und sind in der Regel freundlich und ehrlich. Für eine Überlandfahrt gibt es feste Preise, ansonsten kommen Taxameter zum Einsatz. Es gibt vier Tarife: Der Tarif 1 gilt für Fahrten in Städten, Tarif 2 für Hin- und Zurück-Fahrten, Tarif 3 für Überlandfahrten (die nicht fixe Preise haben) und Tarif 4, der an Feiertagen gilt. In allen größeren Orten gibt es Taxistandplätze, ansonsten können Taxis per Handsignal angehalten werden, wenn die grüne Lampe auf der Dachleuchte an ist.

Weiterer Individualverkehr[Bearbeiten]

Fahrrad: Da Lanzarote ein flache Insel ist (ca. 600 m als höchste Erhebung), ist sie ideal zum Radfahren. Es lassen sich fast alle asphaltierten Straßen befahren, auch die Hauptachse zwischen Arrecife und Tías, die LZ-2, kann man benutzen, da Randstreifen gebaut wurden. Auch für das Benutzen von Mountainbikes ist Lanzarote geeignet. Zu bedenken ist, dass es nicht erlaubt ist, abseits von den Pisten, Straßen und Pfaden zu fahren, da so die Flechten in ihrem Wachstum gestört werden.

Wandern: Ein großes Paradies für Wanderfüchse ist die Insel sicherlich nicht. Dazu gibt es zu wenig Vegetation und die Landschaft ist zu kahl. Dennoch lohnt es sich sehr, Lanzarote zu bewandern. Es gibt geführte Wanderungen, so zum Beispiel im Nationalpark Timanfaya. Dabei werden von den Führern der Wanderungen sehr viele Informationen der Lavalandschaft weitergegeben. Anderseits lässt sich auch ohne Probleme individuell und auf Sicht wandern. Ein größeres Problem stellt die schlechte Transfer-Situation dar, indem man sich stets mit dem Mietwagen oder Taxi zum Ausgangspunkt begeben muss. Es ist von Vorteil, festes und strapazierfähiges Schuhmaterial zu tragen, da die scharfkantige Lava leicht und schnell Turnschuhe oder Sandalen zerschneiden. Nötig ist es ebenfalls, viel Wasser oder andere Trinkflüssigkeiten mitzunehmen, da es nur sehr wenige Wasserquellen gibt. Oftmals ist der Sommer zu heiß für ausgedehnte Wanderungen. Am geeignetsten sind der Vorfrühling und die Frühling selbst, da dann die Pflanzen sprießen. Vorsicht vor Wetterumschlägen: Es ist nützlich, trotz wolkenlosem Himmel einen Regenschutz mitzunehmen.

Fährverbindungen: Die kleine Nachbarsinsel im Norden, La Garciosa, sowie die größere Insel, Fuerteventura, lassen sich mit Fähren besichtigen. La Graciosa ist autofrei, daher muss der Wagen auf Lanzarote gelassen werden. Die Mietwagenfirmen tolerieren es ebenfalls nicht, Automobile nach Fuerteventura mitzunehmen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Cesar Manrique: Der Künstler Cesar Manrique hat Lanzarote stark beeinflusst. Auf ihn gehen das Verbot von Werbetafeln und Hochhäusern zurück, weiter hat er die vulkanisch entstandenen Naturphänomene aufgenommen und architektonisch umgestaltet. Zu sehen sind:

  • Mirador del Rio, Aussichtspunkt an der Nordküste
  • Fundacion Cesar Manrique, ehemaliges Wohnhaus
  • Cueva de los Verdes und Jameos del Agua, aus einem Lavatunnel entstanden
  • Jardin de Cactus, Botanischer Garten mit Sukkulenten
  • Restaurant El Diablo im Nationalpark

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Lanzarote bietet für Sportler ideale Bedingungen. Es lassen sich viele Aktivitäten betreiben, so zum Beispiel Fahrrad, Reiten (Pferde sowie Kamele), Golf, Tauchen (Schnorcheln und Gerätetauchen), Surfen (sowohl Wind- als auch Wellensurfen), Fischen, Drachen- und Gleitschirm sowie Go-Kart.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Spezialitäten[Bearbeiten]

Gofio: Das Grundnahrungsmittel der Kanarischen Inseln besteht aus gerösteten Gersten-, Mais- oder Weizenkörnern. Danach wird das Geröstete zu einem Mehl verarbeitet. Die Weiterverwendung erfolgt vielseitig: Mit Wasser oder Öl werden Laibe geformt und beispielsweise zu Wein gereicht, zur Verdickung von Suppen oder mojos besteht ebenfalls die Möglichkeit. Gofio de maíz ist aus Mais, und die Grundlage von gofio de trigo ist Weizen.

Kartoffeln: Praktisch zu jeder Hauptspeise wie Fisch oder Fleisch werden die sog. papas arrugadas gereicht, also runzlige Kartoffeln. Die Besonderheit liegt an der Schale: Diese ist von einer dünnen Meersalzkruste überzogen und wird stets auch mitgegessen. Zubereitung: Die Kartoffeln werden zuerst gereignigt, dann in stark gesalzenem Wasser gekocht. Man wartet bis das Wasser verdunstet ist, und lässt die Schalen auf kleiner Flamme noch runzlig werden. Dazu wird Mojo in verschiedenen Variationen gereicht. Zusätzlich wird auf Lanzarote auch die Süsskartoffel angebaut, die batata.

Fisch: Auf Lanzarote gibt es eine grosse Atlantik-Fischauswahl. Zu den wichtigsten Fischen zählen: Thunfisch (atún oder bonito), Kabeljau (bacalao), Sardellen (boquerones), roter Papageienfisch (vieja), Seehecht (merluza) und Seezunge (lenguado). Nicht alle diese Fischarten stammen nur kanarischem Gewässer, viele werden auch tiefgefroren geliefert und danach verarbeitet. Die häufigste Verwendungsart ist a la plancha, ausgenommen und gegrillt. Selten wird der Fisch auch gekocht (cocido) oder paniert (rebozado). Unter pescado mixto oder p. frito versteht man eine grosse Fischplatte, auf der sich unter anderem auch Tintenfisch findet. Empfehlenswert ist es, pescado del dia zu bestellen, da hier die grösste Chance besteht, einen wirklich frischen Fisch geniessen zu können.

Schalentiere und Meeresfrüchte: Es werden Muscheln, Tintenfische, Garnelen, Langusten, Hummer und Krebse offeriert. Dabei ist zu bedenken, dass die meisten Produkte tiefgefroren importiert und weiter verarbeitet werden. Es gibt verschiedene Gerichte mit Meeresfrüchten, bekannt ist zum Beispiel gambas al ajillo", bei dem Garnelen in einem Ölsud gereiht werden, zusätzlich finden sich noch gerösteter Knoblauch, Chili und Petersilie in dem noch kochendem Töpfchen. Dieses Gericht ist in vielen Restaurants als Vorspeise zu finden.

Suppen und Eintöpfe: In dieser Kategorie stechen vor allem zwei Gerichte hervor: puchero sowie potaje. Beim ersten handelt es sich um einen kräftigen Eintopf, der aus mindestens drei Sorten Fleisch besteht: Huhn, Schwein und Rind. Additiv folgen noch verschiedene Gemüsesorten, wie zum Beispiel Kichererbsen (garbanzo), Weisskohl, Mais oder Karotten. Das Gemüse wird zuerst in Salzwasser gedünstet, bevor man es zum Fleisch hinzufügt. Potaje (canario) ist eine sättigende Gemüsesuppe, deren Hauptkomponente die Kartoffel ist. Dazu können noch Kichererbsen oder Karotten kommen. Potaje ist man als Vorspeise, es wird aber auch als Zwischenverpflegung gereicht.

Fleisch: Dieses wird weitgehend importiert. Zu den Spezialitäten zählen unter anderem Zicklein (cabrito), Kaninchen (conejo) und Lamm (cordero). Meistens wird das Fleisch gegrillt. Wer eine Auswahl von Fleisch wünscht, bestellt parrillada, eine Grillplatte.

Mojo: Der Mojo ist eine Sosse. Dabei existieren hauptsächlich zwei Varianten: Der mojo rojo"" oder mojo picón besteht aus Chilischoten, Essig, Salz, Pfeffer, Kümmel, Olivenöl und Knoblauch. In der Regel scharf, seltener sehr scharf. Daneben gibt es den mojo verde, dieser ist wesentlich milder im Geschmack. Er besteht aus grünen Paprikaschoten, Petersilie, Koriander sowie Salz, Pfeffer und Olivenöl. Traditionsgerecht wird ein zurechtgeschnitter Happen in die Sosse getaucht, und nicht die Sosse zuerst auf den Teller gekleckert. Einige Puristen nehmen den roten Mojo nur zu Fleisch und den Kartoffeln, den grünen jedoch nur zu Fisch. Mojo gibt es auch in Läden in Töpfchen abgefüllt zu kaufen.

Gemüse, Salat: Hier ist die Auswahl eher beschränkt, Kartoffeln und Zwiebeln sind die meist verbreiteten Anbaugemüsesorten. Salat wird oft importiert oder stammt aus dem Gewächshaus. Dieser wird in Restaurants oftmals mit verschiedenen Beilagen versehen, unter anderem mit schwarzen und grünen Oliven, Spargeln, Tomaten, hart gekochten Eiern oder Avocados.

Käse: Der wichtigste Käse nennt sich queso blanco oder queso de país (Landkäse). Dieser besteht aus Ziegenmilch. Er hat unterschiedliche Reifestadien: frisch, weich, halbtrocken. Das letzte Stadium ist das sog. curado. Zu diesem Zeitpunkt ist der Käse 2 Monate alt. Hierbei wird nochmals in drei Stadien unterschieden: alt, hart und trocken.

Süsspeisen: Das wichtigste Dessert ist bienmesabe (Schmekt-mir-gut) und ist eine klebrig-zähflüssige Masse aus Honig, Mandeln und Eigelb. Es gibt ihn in verschiedenen Varianten, mit Bananen, gerösteten Mandeln, Kakaopulver oder Vanille-Eis. Verbreitet ist auch der flan, ein Karamelpudding.

Ausgehen[Bearbeiten]

Insbesondere in der Touristenhochburg Puerto del Carmen stellt das Ausgehen kein Problem dar, es gibt eine große Auswahl an Bars, Clubs, Discos und Restaurants. In Playa Blanca ist weniger los, die Familien suchen dort eher die Ruhe am Abend.

Sicherheit[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu Gran Canaria oder Teneriffa ist die Kriminalität auf Lanzarote relativ geringfügig präsent. Üblich sind Diebstähle und Einbrüche. Daher verfügen sehr viele der Apartements oder Hotels über Wandtresore. Sollte dennoch der Safe aus der Wand gerissen werden, ersetzt die Versicherung den Schaden. Auch ist es sinnvoll, keine Wertsachen im Auto liegen zu lassen oder zum Strand mitzunehmen. Durch eine leeres und geöffnetes Handschuhfach im Wagen kann verdeutlicht werden, dass sie der Diebstahl nicht lohnen wird. Keine elektrischen Geräte wie Digitalkameras, Handys oder Camcoder kaufen, da die Möglichkeit besteht, dass das Gerät eine Atrappe oder Imitation ist. Auch ist es von Vorteil, keine sog. Time-Sharing-Angebote zu kaufen, mit diesen erwirbt man sich lediglich ein Nutzungsrecht an einer Wohnung und kein Eigentumsrecht. Es ist nützlich, die Kreditkarte nur dann zu benützen, wenn die Bank, der der Automat gehört, geöffnet ist.

Klima[Bearbeiten]

Lanzarote liegt in der Zone der Passatwinde, was bedeutet, dass ganzjährig ein Wind aus nördlich-nordöstlicher Richtung herrscht. Das ganze Jahr über befindet sich die Insel in einem ausgesprochen ariden, also trockenem, Klima; die Passatwinde regnen sich nicht ab, da Lanzarote zu flach ist. Die Lufttemperatur beträgt im Jahr durchschnitlich 20,5 °C. Der monatliche Durchschnitt beträgt im August 24,7 °C und im Januar 16,9 °C. Die Wassertemperatur des Atlantik schwankt durch das Aufquellen kalten Tiefenwassers vor der nordwestafrikanischen Küste und dem Kanarenstrom zwischen 22 °C im Sommer und 17 °C im Winter. Das macht in Zusammenhang mit dem Passatwind die teils hohen Sommertemperaturen erträglich. Es gibt sehr wenig Niederschlag auf Lanzarote.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Nahe Ziele stellen die weiteren Kanarischen Inseln dar. Insbesondere ein Tagesausflug von Playa Blanca nach Fuerteventura lohnt sich sehr. Wer interessiert ist, kann auch die kleine Insel im Norden Lanzarotes besuchen, La Graciosa.






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