Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch.

Gardasee

Aus Wikitravel
(Weitergeleitet von Lago di Garda)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Gardasee (ital.:Lago di Garda) liegt an der Grenze der Regionen Lombardei im Westen, Venetien im Osten und dem Trentino im Norden, und ist mit einer Fläche von etwa 368 km² der größte See Italiens. Im Norden liegt er zwischen hohen Bergen und im Süden reicht er bis tief in die Po-Ebene. Auf Grund der herrschenden Windverhältnisse ist er ein bevorzugtes Ziel für Surfer und Segler. Seine Umgebung lädt zum Wandern, Klettern und Mountainbiken ein. Zahlreiche Orte mit ihren gut erhaltenen mittelalterlichen Zentren sowie die nahegelegene Stadt Verona bieten auch kulturell interessierten Urlaubern zahlreiche Attraktionen. Schließlich gedeihen rund um den See dank des milden Klimas Oliven, Wein, Trüffeln und vieles mehr, so hat die Gegend neben Fisch auch mit weiteren kulinarischen Besonderheiten aufzuwarten.

Wegen seiner leichten Erreichbarkeit über die Brennerautobahn zählt er zu den bevorzugten Urlaubsgebieten auch für Kurzurlaube aus dem westösterreichischen und süddeutschen Raum und ist darum zu gewissen Zeiten stark überlaufen.

Karte des Gardasees

Orte[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Auto:

Von Süddeutschland bzw. Westösterreich über die Brennerautobahn (A22) von Innsbruck kommend bis zur Ausfahrt Rovereto-Süd/Gardasee-Nord (Verbindung ins Gebiet Riva del Garda, Torbole und Malcesine) bzw. Affi für den südlichen Teil des Sees. Von Ostösterreich über Villach und die italienische A 23 durch das Kanaltal und weiter ab Palmanova über die A4 Richtung nach Verona und von dort aus zum südlichen Ende des Sees.

Mit der Bahn:

Die Anreise ist über die Brennerbahn (Österreich) und Gotthardbahn (Schweiz) möglich. Internationale Züge halten in Rovereto und Verona. Einige Eurocity-Verbindungen (München-Mailand) halten auch direkt in Peschiera und Desenzano. Die Weiterfahrt ist mit Bussen problemlos möglich.

Mit dem Flugzeug:

Die nächstgelegenen Flughäfen sind Brescia Montichiari und Verona Villafranca, die zusammen die "Aeroporti del Garda" bilden. Weitere Flüghäfen befinden sich in Mailand und Bergamo. Die Weiterfahrt ist mit Bussen problemlos möglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Ostufer führt die Gardesana Orientale entlang. Sie ist problemlos zu befahren, sieht man von den häufigen Staus - vor allem in der Hauptsaison Juli/August - ab, wo man oft nur sehr langsam vorankommt. Die das Westufer entlangführende Gardesana Occidentale wurde Anfang der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gebaut und ist nach wie vor eine technische Meisterleistung. Da hier zwischen See und Fels kaum Platz ist, so musste die Straße vorwiegend in Galerien und Tunnels angelegt werden. Stellenweise ist sie sehr schmal, so dass breitere Fahrzeuge (Campingbusse) kaum aneinander vorbeikommen. Streckenweise wurden mittlerweile neue Tunnels gebaut, leider sieht man in diesen nichts von der traumhaft schönen Landschaft. Die alten Tunnels sind oft unbeleuchtet und der Wechsel zwischen Dunkelheit und gleißendem Sonnenlicht ist nicht ungefährlich, zumal sich die zahlreichen Motorradfahrer kaum an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote halten. Dazu sind hier oft auch Radfahrer und Fußgänger unterwegs!

Eine spektakuläre Strecke führt südlich von Limone auf die Hochebene von Tremosine. Mitten durch die Felswand führt eine teilweise sehr enge und kurvige Straße, einmal sogar mitten durch eine schmale Klamm, in die kaum das Tageslicht dringt. Hier sollten Sie Ihr Fahrzeug vor allem was dessen Breite und Wendekreis anbelangt perfekt beherrschen! Fahrer, die sonst nur im Flachland und auf Autobahnen unterwegs sind, können hier bei Gegenverkehr durchaus verzweifeln und kommen dann weder mehr vor noch zurück. Auch zahlreiche andere Straßen in dieser Gegend zeichnen sich durch Steilheit und Enge aus und manche Kehre ist mit einem größeren Fahrzeug nur mit Reversieren zu meistern.

Um den See verkehren Überlandbusse, auf dem Wasser die Linienschiffe und Fähren der Freccia del Garda.

Für Radfahrer besteht nur im Nordteil (Provinz Trentino) ein schönes Radnetz (mit Verbindungen von Riva und Torbole nach Rovereto und Arco).

Parken in Seenähe ist für Autos praktisch überall kostenpflichtig, wenn nicht, dann zeitlich begrenzt. Die historischen Zentren der einzelnen Ortschaften sind Fußgängerzonen.

Klima[Bearbeiten]

Es herrscht Mittelmeerklima. Der See mit seiner gewaltigen Wassermasse wirkt temperaturausgleichend und schafft ein Mikroklima mit warmen Sommern und milden Wintern. Dies macht die Region um den See zum nördlichsten Oliven- und Zitronenanbaugebiet - der Olivenanbau hat heute noch wirtschaftliche Relevanz! Das Frühjahr kann, vor allem im gebirgigen Hinterland, unfreundlich kühl und regnerisch sein. Am Ostufer steigen die Berge auf über 2000 m an, hier ist das Klima alpin geprägt.

Sprache[Bearbeiten]

Auf Grund der großen Bedeutung des Tourismus kann man sich auch ohne größere Italienischkenntnisse meist gut mit Deutsch und Englisch verständigen. Zahlreiche Hinweisschilder und Speisekarten in Restaurants sind italienisch und deutsch.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • die historischen Kerne der Dörfer und Städte rund um den See
  • das Vittoriale degli Italiani in Gardone - Park und Grab von Gabriele D'Annunzio
  • die Insel von S. Felice mit Villa im neugotisch-venezianischen Stil und Gartenanlage
  • die Venezianische "Dogana" in Lazise
  • verschiedene Naturparke und botanische Gärten in den Orten um den See

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Baden, die meisten - größeren - Badestrände sind am Ost- und Südufer, am Westufer gibt es nur teilweise sehr kleine Strände, da hier die steilen Felswände bis ans Wasser reichen.
  • Windsurfen und Segeln, der See ist bekannt für seine hervorragenden Windverhältnisse.
  • Tauchen, im Südwesten des Sees gibt es hervorragende Tauchspots. Sie liegen rund um die Gardainsel und vor der Rocca von Manerba und weiteren Punkten. Die Sicht unterhalb von 25 Metern ist grandios, die Unterwasserwelt von fantastischen Wänden geprägt, die zum großen Teil hunderte von Metern im See verschwinden. Die Reviere sind anspruchsvoll, die besten Spots liegen bei ca 45 m. Trotzdem gibt es auch wunderschöne Plätze für Anfänger und für Schnuppertaucher. Ein Nachttauchgang an der Gardainsel ist ein Muss. Da die Spots für einen Außenstehenden nicht erkennbar und auch nur per Boot zu erreichen sind, empfiehlt es sich, über die ortskundigen Tauchbasen (z.B. Sottoquota in Manerba) so einen Tauchgang einzuplanen.
  • Kanu- bzw. Kajakfahren ist nicht nur am Gardasee, sondern auch auf einigen Flussläufen der Umgebung möglich.
  • Angeln am Gardasee und den kleineren Seen der Umgebung ist möglich, aber an eine Genehmigung gebunden.
  • Paragliding vom Monte Baldo, der mit einer Seilbahn von Malcesine aus erreichbar ist, erfreut sich stark zunehmender Beliebtheit.
  • Wandern auf den Uferpromenaden und den zahlreichen Hügel- und Gebirgspfaden bis auf über 2000 m.
  • Klettern, Routen gibt es teilweise am See selber, z.B. an der Straße zwischen Torbole und Malcesine. Rein sportliches Freeclimbing (vor allem bei Arco, aber auch Begehen gesicherter Klettersteige und klassische Klettertouren sind möglich.
  • Radfahren im Norden bei Riva auf den Radwegen, im Süden im Hinterland. Vom Befahren der "Gardesana"-Panoramastraße in der Hochsaison wird abgeraten!
  • Mountainbiken auf den Bergen rund um den See erfreut sich großer Beliebtheit, es gibt zahlreiche Routen, zum Teil auf alten Militärstraßen des Ersten Weltkrieges.
  • Golf, Plätze gibt es unter anderem bei Toscolano-Maderno, Soiano und Peschiera.
  • Tennis ist auf öffentlichen Plätzen und auch bei zahlreichen Hotels möglich.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Küche rund um den Gardasee ist sehr vielfältig. Neben den obligaten Nudeln finden auch Reis und Polenta Verwendung. Natürlich finden sich auf den Speisekarten Fische aus dem See, aber auch jahreszeitlich bedingt seltene Spezialitäten wie Trüffeln. Hervorragende Fleisch- und Milchprodukte, Gemüse und Olivenöl aus vermehrt biologischer Landwirtschaft der unmittelbaren Umgebung sowie hervorragende Weine wie der nach dem gleichnamigen Ort benannte ‘‘‘Bardolino‘‘‘ und andere lassen keine kulinarischen Wünsche offen. Zudem findet man abseits der Touristenhochburgen nur wenige Kilometer im Hinterland zahlreiche Restaurants, in denen man nicht nur hervorragend, sondern auch sehr preiswert essen kann.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Weiter geht's[Bearbeiten]

Verona, die Stadt von Romeo und Julia mit seiner sehr sehenswerten Altstadt und der berühmten Arena, einem gut erhaltenen römischen Amphitheater, in dem im Sommer Opernaufführungen stattfinden, liegt nicht weit vom südöstlichen Ende des Gardasees entfernt. Auch Venedig ist in einem Tagesausflug erreichbar. Weitere empfehlenswerte Ziele wären der Lago d´Idro, der Lago d´Iseo und der Lago di Ledro. Nördlich von Peschiera liegt das Gardaland ein riesiger Vergnügungspark, wo man nach Bezahlung einer relativ hohen Eintrittsgebühr dann allerdings alle Attraktionen frei benutzen kann. Daneben liegt das SeaLife-Aquarium, wo man sich über das Tierleben im Gardasee und den Meeren informieren kann.




Varianten

Aktionen

Insider für dieses Reiseziel:

In anderen Sprachen

andere seiten