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Kosovo

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Europa : Südeuropa : Kosovo
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Lage
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Flagge
100px-Flag of Kosovo.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Prishtina (Pristina)
Staatsform: Protektorat der UNO/EU/OSZE
Parlamentarische Demokratie
Währung: Euro (€)
Fläche: 10.877 km²
Bevölkerung: 2.126.708
Sprachen: Albanisch, Serbisch
Telefonvorwahl: +381 (vorläufig, entspricht der Vorwahl von Serbien)
Internet TLD: . noch nicht vergeben
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Sommerzeit: UTC+2 (MEZ+1)


Karte von Kosovo

Der (oder auch das) Kosovo (albanisch: Kosova) ist eine Republik in Südosteuropa, deren völkerrechtlicher Status international umstritten ist.

Sie grenzt an Montenegro und Albanien im Westen, an Mazedonien im Süden und an Serbien im Norden und Osten.

Regionen[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Am 17. Februar 2008 erklärte der Kosovo einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien. Sie wurde von den USA und inzwischen auch von einem Großteil der NATO- und EU-Mitgliedsstaaten anerkannt, nicht jedoch von Griechenland, Rumänien, der Slowakei, Spanien und Zypern.

Weltweit sind neben Serbien vor allem Russland und China strikt gegen eine Anerkennung der kosovarischen Unabhängigkeit.

Klima[Bearbeiten]

Im Kosovo herrscht gemäßigtes kontinentales Klima mit heißen Sommern (bis 40 °C) und kalten, verschneiten Wintern (bis -20 °C). Mit starken Temperaturschwankungen und heftigen Schneefällen im Winter ist zu rechnen.

Sprache[Bearbeiten]

Die Amtssprache im Kosovo ist Albanisch. In einigen Regionen, so im Norden um Mitrovica und einigen Städten wie z.B. Gracanica, wird auch Serbisch gesprochen. Außerdem sind vereinzelte Sprachinseln von Romanes und Türkisch vorhanden.

Währung[Bearbeiten]

Offizielles Zahlungsmittel im Kosovo ist der Euro, der mit seiner Einführung in Deutschland die Deutsche Mark auch im Kosovo ablöste. Der Kosovo gehört aber nicht zur Eurozone und gibt auch keine eigenen Euro-Münzen oder -Scheine heraus. 1 und 2 Cent-Stücke werden nicht verwendet, "krumme" Preise werden ggf. auf- oder abgerundet.

In den von Serben bewohnten Gebieten ist es oft üblich, in Serbischen Dinar zu bezahlen.

An- und Einreise[Bearbeiten]

Einreise[Bearbeiten]

Die Einreise ist für EU-Bürger visums- und kostenfrei, ein Reisepass ist erforderlich. Er sollte noch für die maximal erlaubte Aufenthaltsdauer von 90 Tagen gültig sein. Womöglich wird man nach Grund, Adresse und Telefonnummer für die Dauer seines Aufenthaltes gefragt, das Fehlen z.B. eine Aufenthaltsadresse führt aber als Deutscher erfahrungsmäßig zu keinen größeren Problemen.

Trotzdem gilt es, aufgrund des international umstrittenen Status des Kosovo ein paar Dinge zu beachten: Serbien reklamiert kosovanische Stempel im Reisepass. Offiziell kann es deswegen sogar zur Verweigerung der Einreise nach Serbien kommen, üblicherweise werden sie aber einfach mit serbischen Stempeln ungültig gemacht. Zudem sollte es möglich sein, an der Grenze zum Kosovo statt des Stempels eine "Arrival Form" ausgehändigt zu bekommen, die bei der Ausreise wieder abgegeben werden muss.

Wer Serbien über den Kosovo verlässt, erhält keinen serbischen Ausreisestempel, was zu Problemen bei einer erneuten Einreise nach Serbien führen kann, da man das Land in den Augen der serbischen Behörden illegal verlassen hat. Eine erneute Einreise über den Kosovo ist innerhalb der Gültigkeit des Einreisestempels aber problemlos möglich.

Nicht möglich ist dagegen eine generelle Einreise nach Serbien über den Kosovo, da sie als illegal angesehen und damit kein Einreisestempel erteilt wird. Deswegen werden Einreisende ohne gültigen serbischen Einreisestempel von den Behörden an der serbisch-kosovanischen Grenze abgewiesen.

Seit dem 12. Juni 2010 benötigen Bürger der Europäischen Union, der Schweiz, Norwegens und Islands für die Einreise nach Serbien zwar keinen Reisepass mehr, es werden aber Einreisekarten verteilt, so dass eine Einreise über den Kosovo auch weiterhin nur unter den obigen Bedingungen möglich ist.

Für einen Aufenthalt von über 90 Tagen muss man sich beim Police Department for the Registration of Foreigners, gleich neben der zentralen Polizeistation in Prishtina, registrieren lassen.

Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto von Deutschland beispielsweise über Österreich / Karawankentunnel nach Slowenien / Kroatien / Serbien nach Kosovo. Längere Wartezeiten an den Grenzübergängen einplanen, vor allem am letzten (Serbien- Kosovo). Empfehlenswert für den Reisebeginn wäre Sonntag oder Montag, da man hier kaum Wartezeiten an den Grenzen zu erwarten hat.

Von vielen großen Städten in den Nachbarländern Kosovos existieren Busverbindungen. Zugreisen sind von Mazedonien und Serbien zwar möglich, aber relativ langsam.

Eine moderne, neue Autobahn zwischen Albanien (Durrës) und Kosovo (Prishtina) über den Grenzübergang Morina befindet sich im Kosovo derzeit im Bau, Teilstrecken sind seit 2009 für den Verkehr freigegeben. Auf albanischer Seite ist die Strecke auf vielen Teilstrecken nur einbahnig.

Nachtfahrten sollten, allen voran bei unbekannten Straßen, vermieden werden. Grund hierfür sind der z.T. schlechte Straßenzustand und die mangelhafte Beleuchtung der Fahrzeuge (insbesondere Traktoren, Roller).

Die Beschilderung ist schlecht bis gar nicht vorhanden. Auf Hauptrouten ist die Beschilderung noch in Ordnung, beim Verlassen der Hauptstraßen kann es vorkommen das kilometerweit keine Verkehrsschilder zu sehen sind und man sich leicht verfahren kann.

Verkehrsregeln werden meistens nicht beachtet (Überholen im Überholverbot, Rote Ampel überfahren, etc), daher sollte man immer vorsichtig unterwegs sein und nicht auf sein Recht pochen. Als Ausländer sollte man sich aber (auch wenn es schwer fällt) an die Verkehrsregeln halten. Verstöße werden teils schwer bestraft (30 km/h zu schnell bedeuten 270 EUR, Durchschnittsgehalt im Kosovo beträgt 150 EUR). Es werden bevorzugt Autos mit westlichen Kennzeichen angehalten.

Es besteht Anschnallpflicht auf dem Fahrer und Beifahrersitz.

Kinder unter 12 Jahren dürfen nur hinten sitzen.

Flugzeug[Bearbeiten]

Es gibt mittlerweile zahlreiche Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum nach Prishtina. Der Flughafen heisst Adem Jashari. Derzeit will man einen neuen Flughafen in Gjilan bauen.

Mobilität[Bearbeiten]

Zwischen den größeren Städten im Kosovo verkehren zwischen ca. 7h morgens und 18h abends sehr regelmäßig Busslinien (ca. alle 20 Minuten). Die Kosten betragen zwischen 2-4 Euro, je nach Strecke. Die Busse halten sowohl an den Busbahnhöfen als zumeist auch in den Stadtzentren an bestimmten Orten, hierfür gegebenenfalls einfach bei den Locals nachfragen. Tickets erwirbt man im Bus während der Fahrt. Aussteigen ist i.d.R. nach vorheriger Ankündigung auch in Dörfern etc. entlang der Strecke überall möglich. Die Busse sind zum Teil klimatisiert, zum Teil nicht.

Ist man mit dem eigenen Auto unterwegs sollte man eines wissen: die eigene Autoversicherung reicht im Kosovo nicht aus. Man muss an der Grenze eine eigene Versicherung für die Zeit des Aufenthalts abschließen, die Gebühr liegt bei ca. 50 € pro Woche. Ebenfalls ungewöhnlich erscheint einem auf den ersten Blick das Tempolimit auf Landstraßen von 60 km/h. Berücksichtigt man allerdings den derzeitigen Zustand vieler Straßen scheint dies nur vernünftig. Zur Zeit befinden sich viele wichtige Verbindungsstraßen weitstreckig im Bau (z.B. Pristina-Peja, Pristina-Mitrovica).

Vor allem als offensichtlicher Westeuropäer ist Trampen im Kosovo durchaus möglich. Natürlich sollte man auch hier eine gewisse Vorsicht und Aufmerksamkeit walten lassen. Wichtig ist auch, zwischen Albanern und Serben unterscheiden zu können, oder zumindest Zurückhaltung bei der Diskussion kritischer Themen (Kosovokrieg, Unabhängigkeit) zu üben. Sowohl viele Albaner als auch einige Serben sprechen ein paar Brocken Deutsch.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Neben den vielen Sehenswürdigkeiten in Prishtina ist ein Ausflug nach Rugova jedem zu empfehlen. Die atemberaubende Landschaft und das kulinarische Vergnügen sind einzigartig. Zudem gibt es seit dem Tag der Unabhängigkeitserklärung direkt im Zentrum den "Newborn" Obelisken, der inzwischen mit vielen Unterschriften verziert ist. Kurzzeitig wurde überlegt den Obelisken in seinen Urzustand zu versetzen und wieder gelb zu lackieren, dies wurde allerdings verworfen, da diese Unterschriften ein Denkmal der Freiheitsgeschichte des Kosovo sind.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Im Kosovo erhält man eine Vielzahl albanischer Spezialitäten, aber auch internationale Gerichte. Während der Saison bieten lokale Basare eine große Auswahl frischen Obsts und Gemüses feil.

Der kosovarische "Macchiato" (im Grunde ein einfacher Milchkaffee) ist in jedem Café erhältlich, günstig (50 Cent) und von guter Qualität.

Nachtleben[Bearbeiten]

Aufgrund der schlechten Arbeitssituation und des geringen Durchschnittsalter der Albaner, vor allem in Prishtina, ist in den Bars und Cafés der Stadt auch unter der Woche viel Betrieb.

Auch zu späten Abendstunden kann es vorkommen, dass Kinder Nüsse und Süßigkeiten verkaufen, um ihr geringes Auskommen und das ihrer Eltern ein wenig zu verbessern. Man sollte sich von ihrer gelegentlich etwas aufdringlichen Art nicht aus der Ruhe bringen lassen und freundlich aber bestimmt klarstellen, wenn keinerlei Interesse besteht.

Sicherheit[Bearbeiten]

Im Norden des Kosovos sollte man vorsichtig sein, da es zu Gewaltausbrüchen zwischen den Serben und Polizei oder Kosovo-Albanern kommen kann.

In den serbischen Enklaven im Süden ist die Lage inzwischen weitaus entspannter.

Das Fotografieren von NATO-Stützpunkten ist oftmals verboten, auch wenn keine drastischen Strafmaßnahmen bekannt sind. Im Zweifelsfall am besten nachfragen.

Das Verlassen der üblicherweise genutzten Wege und Straßen sollte aufgrund vieler Minenfelder unter allen Umständen vermieden werden. Im Zweifelsfall helfen ortskundige Begleiter.

Bei Problemen kann man sich neben den lokalen Behörden oder den EU- und UN-Mitarbeitern auch an das ausländische Militär wenden, die Soldaten sind aufgrund der ruhigen Lage oftmals entspannt und hilfsbereit.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Die Weiterfahrt nach Albanien, Montenegro und Mazedonien ist ohne Probleme möglich. Von Pristina fahren Busse u.a. nach Skopje (über Ferizaj, ca. 2h) und nach Podgorica (jeweils am nachmittag/abend). Nach Tirana fährt täglich um 15 Uhr ab der Busstation in Pristina ein Fernbus (Fahrpreis Sep 2012: 10€)

Die direkte Weiterreise nach Serbien ist nicht möglich, wenn die Einreise nicht bereits über Serbien erfolgt ist (siehe An- und Einreise). Viele nutzen daher den Umweg über Mazedonien, um über den Grenzübergang Tabanovce offiziell nach Serbien einzureisen.

Zug: Im Gegensatz zu den Zügen in den Nachbarländern sind die Züge im Kosovo im guten Zustand. Die einzige internationale Verbindung nach Mazedonien wird einmal täglich durch einen InterCity bedient: Pristina (ab 7:10) - Skopje (an 9.52) Skopje (ab 16:35) - Pristina (an 19:35) Für den IC werden zwei Fahrkarten benötigt: eine für die Strecke im Kosovo (zahlbar in Euro), eine zweite für den Abschnitt in Mazedonien (zahlbar in Mazedonischen Dinar). Bei Fahrt von Skopje aus kann die kosovarische Fahrkarte hinter der Grenze im Zug gekauft werden. Nur dieses Zugpaar fährt ab/bis Pristina, am dortigen Bahnhof warten jedoch keine Taxen. Deshalb besser bereits im außerhalb von Pristina gelegenden Bahnhof Kosovo Polje aussteigen. Dort fahren auch alle anderen Binnenzüge ab.



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