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Kreta/Palast von Knossós

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Der Palast von Knossós ist eine der bekanntesten und am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten auf der griechischen Mittelmeer-Insel Kreta.

Allgemeines[Bearbeiten]

Der Palast von Knossós ist nur einer von mindestens vier Palästen, die einst über ganz Kreta verteilt waren. Er ist allerdings ein ganz besonderer: Der Palast des Königs nämlich. König Minos, Sohn von Zeus und der phönizischen Prinzessin Europa, nach dem auch die minoische Kultur (2800 - 900 v.Chr.) benannt ist, ließ ihn im mittleren Osten Kretas, etwa 5 km südöstlich vom heutigen Iráklion gelegen, erbauen. Mit einer Größe von etwa 3 Morgen (ca. 7,5 Quadratkilometer) war er doppelt so groß wie andere minoische Paläste auf der Insel und damit eines Königs würdig. Eine Befestigung der Anlage war nicht erforderlich, denn die Minoer waren allen anderen Völkern ihrer Zeit in jeder Hinsicht überlegen und ohnehin eher an Handel und Wissenschaft interessiert.

Die Stelle, an der heute die Ruinen des Palastes von Knossós stehen, diente bereits vorher zum Bau von Siedlungen. Die ältesten Funde datieren immerhin bis in das Neolithikum zurück, also etwa bis 5700 v.Chr. Der erste Palast wurde dort etwa um 1900 v.Chr. erbaut, aber durch ein Erdbeben um 1700 v.Chr. zerstört. Auf den Ruinen wurde der Palast neu erbaut, aber gegen 1450 v.Chr. wiederum durch ein Erdbeben vernichtet. Für einen erneuten Aufbau fehlte den Minoern dann aber offenbar die Kraft.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Ausgrabung des über 3.000 Jahre alten Palastes beruht auf den frühen Arbeiten von Minos Kalokairinos und der späteren, berühmt-berüchtigten Freilegung durch den Briten Sir Arthur Evans, der die Rekonstruktion zum Teil völlig ohne Anhaltspunkte durchführte und so ein Gebäude erschuf, das mehr seiner Fantasie als der tatsächlichen Historie entspricht. Dennoch trug Evans viel zum Verständnis der kretischen und vor allem minoischen Geschichte bei, so dass die Kreter ihn zugleich lieben und hassen.

Es wird vermutet, dass die griechische Sage des Labyrinths des Minotaurus auf die verschachtelte Anordnung der Räume des Palastes des Minos zurückgeht.

Beachtliche 1.400 Räume, die um einen weitläufigen Mittelhof gruppiert waren, boten der königlichen Familie und den Bediensteten Platz zum Leben, und ein eigenes Theater stellte den kulturellen Mittelpunkt des Prachtbaus dar. Ausgeklügelte Bautechniken und unterirdische Konstruktionen stellten dem König fließendes Wasser und eine effektive Kühlung zur Verfügung, so dass Lebensmittel lange haltbar blieben und Hygiene einen großen Stellenwert einnahm.

Aus der Sicht des Touristen[Bearbeiten]

Das sollte man wissen[Bearbeiten]

  • Adresse:
  • Anfahrt: Ab Heraklion bestens ausgeschildert
  • Kontakt:
  • Öffnungszeiten: Täglich 08:00 - 19:00 Uhr
  • Eintritt: 6 EUR p.P.

Das gibt es zu sehen[Bearbeiten]

Die Besucher können frei durch die riesige Palastruine spazieren und so die beeindruckende Größe ermessen. Von den meisten Räumen sind nur die Grundmauern erhalten, z. T. auch noch Treppen und Teile der oberen Stockwerke. An einigen Stellen wurden aus gefundenen Original-Farbpigmenten bunte Wandbemalungen rekonstruiert.

Besonders beachtenswert ist das weltberühmte Delphinfresko, das in einem eigenen Raum an einer Wand zu sehen ist. Um es eingehend zu betrachten, muss man schon recht nahe herangehen, was besonders bei großem Besucherandrang problematisch werden kann. Genauso interessant und auch als Postkarte erhältlich ist der Blick in den Thronsaal. Ingenieure werden die vorchristliche Klimaanlage interessant finden: Die Gebäude wurden von ihren Erbauern mit diversen und weit verzweigten Belüftungsschächten versehen, so dass auch im Sommer stets ein kühler Hauch durch die Räume wehte und die Hitze Kretas erträglich wurde. Selbst Wasserleitungen aus Terrakotta sind zu bestaunen.

Tipps & Hinweise[Bearbeiten]

Auf dem Ausgrabungsgelände gibt es nur wenig Schatten, d.h. man sollte ausreichend zu Trinken mit sich führen (bewährt hat sich eine Flasche gefrorenes Wasser) und eine Besichtigung am besten in den Morgenstunden planen. Dann ist auch der Besucherandrang nicht so groß und die Gebäude sind besser zu besichtigen und vor allem zu fotografieren.

Kommt man mittels Auto auf der Straße aus Richtung Heraklion, sollte man nicht gleich den erstbesten Parkplatz auf der linken Seite ansteuern (auch wenn man hektisch "hereingewunken" wird). Dort bezahlt man leicht 3 EUR Parkgebühr und muss noch etliche Meter zum Eingang laufen. Besser ist es also weiterzufahren und den offiziellen großen Parkplatz direkt vor dem Eingang zu benutzen.

Fotostrecke[Bearbeiten]

Thronsaal
Amphoren
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Literatur[Bearbeiten]

  • Vassilakis, Antonis: Minoisches Kreta. Vom Mythos zur Geschichte. Athen 1999. ISBN 960-500-345-7.
  • Vassilakis, Antonis: Knossos. Mythologie - Geschichte. Führer durch die archäologische Ausgrabungsstätte.

Weblinks[Bearbeiten]



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