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Klingenthal

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Sachsen : Vogtland : Klingenthal
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Klingenthal im Osten des Vogtlandes liegt an der Grenze zu Tschechien und am Fuße des Aschberges (936 m ü. NN). Die mit 8 Kilometern äußerst langgestreckte Stadt im Musikwinkel des Vogtlandes ist durch den Musikinstrumentenbau sowie als Ferienort und Wintersportzentrum bekannt geworden. Sie ist von unzähligen Fichtenwäldern umgeben.

Blick auf Klingenthal

Im 16. Jh. entstand der Ort als Folge des Kupfer-, Zinn- und Eisenbergbaus und entwickelte sich als Gewerbestandort im Laufe der Jahre weiter. Erst ab 1834 nannte sich das dörflich gebliebene Klingenthal Marktflecken, bis 1919 der inzwischen mit benachbarten Gewerbesiedlungen zusammengewachsene Ort Stadt wurde. Ab 1659 wurden Geigen gebaut, später auch Mund- und Ziehharmonikas. Seit 1875 hat Klingenthal einen Bahnanschluss.

Schon zu DDR-Zeiten war die Einwohnerzahl der stark industrialisierten Stadt rückläufig. Der wirtschaftliche Niedergang nach der Wende beschleunigte diesen Vorgang, und auch die billige Konkurrenz aus Tschechien, zu der seit 2001 ein Straßen- und Eisenbahngrenzübergang hinüberführt, hat an dieser Entwicklung einen keineswegs geringen Anteil.

Anreise[Bearbeiten]

Eisenbahnbrücke nach Tschechien

Klingenthal ist über die Bahnstrecke aus Zwickau bzw. Herlasgrün (Abzweig von der Strecke LeipzigHof) erreichbar. Die Züge werden von der Vogtlandbahn betrieben. Der Triebwagen aus Zwickau wird in Falkenstein mit dem aus Herlasgrün vereinigt und in Zwotental (westlich von Klingenthal) wieder getrennt. Der Zugteil aus Herlasgrün verkehrt weiter nach Adorf, der aus Zwickau nach Klingenthal. Wenn du also aus Richtung Herlasgrün kommst, Umsteigen nicht vergessen!

Klingenthal ist an die B 283 von Aue nach Adorf angeschlossen. Oftmals günstiger bei der Anfahrt aus Richtung Norden ist jedoch die Straße von Neuensalz (AB-AS-blau.png 7 Plauen-Ost der A 72) über Bergen (Vogtland) und Schöneck. Andere ziehen wiederum die B 94 über Auerbach vor - das muss man jedoch für sich selbst entscheiden.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Tourist Information, Schloßstraße 3, Tel. 037467/648-32

Sehenswert ist die barocke Pfarrkirche "Zum Friedensfürsten", ein 1737 fertiggestellter Kuppelbau mit achteckigem Grundriss. Sie ist nach der Frauenkirche in Dresden die größte dieses Typs in Sachsen.

  • Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal (Schloßstraße 3, Tel.: 037467–64827), Öffnungszeiten: Mo-Fr. 10-16, Sa/So 11-17, Feiertage 13-17, 24. u. 31.12. 11-14, Geschichte des vogtländischen/westböhmischen Musikinstrumentenbaus (vor allem Harmonikas), Geigenbauerwerkstatt, Werkstatt eines Mundharmonikafertigers, Entwicklung des Wintersports im Vogtland.
  • Vereinsmuseum der Eisenbahnfreunde (Bahnhofstraße 1), Öffnungszeiten: Sa und So 10:00 bis 16:00 Uhr, Eintritt: Erwachsene: 1,00 EUR Kinder 4 - 14 Jahre: 0,50 EUR, Eisenbahngeschichte Klingenthal und Umgebung, Gleisbau, Streckenunterhaltung, Nachrichtentechnik
  • Wanderaussichtsturm "Otto Hermann Böhm"
  • Naturerlebnisgarten Aschberg, Höhren, Fühlen, Riechen im Wald
  • Tierpark Klingenthal (Richard-Wagner-Höhe, Tel.: 037467-22397), Eintritt: Erw. 2,50 EUR, Kinder 1,50 EUR, Familienkarte: 6,50 EUR, Gruppen ab 10 Pers.: Erw. 1,50 EUR, Kinder 1,00 EUR, Öffnungszeiten: täglich 9.00 - 18.00 Uhr
  • Sommer-Rodelbahn Klingenthal/Mühlleithen

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Bei Mühlleithen (B 283 Richtung Aue) befindet sich ein Wintersportgebiet.

Rund um Klingenthal gibt es zahlreiche Wanderwege. Eine Karte mit Wanderwegen, Fahrradwegen und Loipen ist in der Tourist Info (Schloßstraße 3, beim Musik- und Wintersportmuseum) erhältlich.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

  • Sehr gutes Essen (auch, aber nicht nur traditionelle Küche) gibt es in der "Alten Schule". Das Restaurant ist in einem alten Holzhaus, einer ehemaligen Schule, die 1630 erbaut wurde untergebracht. Das Gebäude ist gemütlich eingerichtet. Die Tische stehen in mehreren getrennten kleinen Räumen, die von Petroleumlampen erleuchtet werden.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Weiter geht's[Bearbeiten]

  • Gegenüber von Klingenthal befindet sich auf tschechischer Seite Kraslice. Dort führt die Straße in Richtung Karlsbad weiter. Auch 3 Zugpaare der Vogtlandbahn verkehren täglich über Kraslice hinaus bis nach Karlsbad (außer an Feiertagen).
  • Fährt man über die B 283 über Mühlleithen hinaus weiter, erreicht man die Ortschaft Morgenröthe-Rautenkranz. Hier werden oft Rekordminustemperaturen gemessen. Wohl eher zufällig ist der kälteste Ort der ehemaligen DDR auch Geburtsort des ersten deutschen Raumfliegers: Siegmund Jähn. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude von Rautenkranz wurde deshalb auch ein Raumfahrtmuseum (bemannte und unbemannte Raumfahrt) eingerichtet (Bahnhofstraße 8, Tel.: 037465/2538)
Öffnungszeiten: Di - So 10.00 - 17.00 Uhr, letzter Einlass: 16.30 Uhr, in den Sachsen-Ferien auch Montag geöffnet
Eintrittspreise: Erwachsene: 3 EUR, Schüler/Studenten: 2 EUR, Gruppentarif ab 10 Personen: Erwachsene: 2,5 EUR, Schüler/Studenten: 1,5 EUR
  • Südlich von Morgenröthe befindet sich außerdem der bekannte (und Europas einziger) Topasfelsen Schneckenstein.

Weitere Ziele in der näheren Umgebung sind:

  • Schöneck (11 km nordwestlich) - Wintersportort (Langlauf) mit großem Ferienhotel.
  • Adorf (16 km westlich) - Miniaturausstellung "Klein-Vogtland".
  • der "Bäderwinkel" mit den Kurorten Bad Brambach und Bad Elster, südlich von Adorf.
  • Markneukirchen: Musikstadt

Weblinks[Bearbeiten]





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