Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch.

Kleinwalsertal

Aus Wikitravel
Wechseln zu: Navigation, Suche


Kleinwalsertal
Lage
Lage von Kleinwalsertal
Kleinwalsertal
Kleinwalsertal
Kurzdaten
Bevölkerung: 5.002 (Stand 1.3.2009)
Fläche: 97 km²
Höhe über NN: 1.000- 2.533 m ü. A.
Koordinaten: 47° 18' 45" N, 10° 8' 8" O 
Vorwahlnummer: (+43) 05517
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Sommerzeit: UTC+2 (MEZ+1)
Website: Fremdenverkehrsamt




Das Kleinwalsertal liegt im Nordosten von Vorarlberg und ist ein Seitental der Iller. Die drei Hauptorte des Tales, Mittelberg (mit den Ortsteilen Bödmen und Baad), Hirschegg und Riezlern, sind seit 1563 (Trennung vom "Gericht Tannberg" und Bildung des "Gericht Mittelberg") zur Gemeinde Mittelberg zusammengefasst. Das Tal ist ein beliebtes Wander- und Skigebiet vor allem deutscher Urlauber. Seit 1891 ist das Kleinwalsertal österreichisches Zollausschlussgebiet und mit dem Wirtschaftsraum Deutschland verbunden. Bis zur Einführung des Euro war die D-Mark gesetzliches Zahlungsmittel.

Der Große Widderstein mit 2.533 Metern schließt das Tal nach Süden hin ab. Die Skiberge Ifen, Walmendingerhorn und Kanzelwand sind gleichermaßen auch als Wandergebiet äußerst beliebt. Der Talanfang um Riezlern ist u-förmig mit einer Breite von ca. 3 Kilometern. Danach teilt der Heuberg ab Hirschegg das Breitachtal und das Schwarzwassertal. Die Siedlungen Schwende, Hirschegg, Mittelberg, Bödmen und Baad liegen links der Breitach.

Blick vom Parsennlift auf Riezlern

Orte[Bearbeiten]

Die drei Orte des Tales:

sind zur Gemeinde Mittelberg zusammengefasst.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • ab 1270: Mehrere Walser Familien wandern aus dem (Stammgebiet) Wallis kommend von Süden her (über den Tannberg sowie über den Hochalppass) in das Tal ein. Das zu der Zeit noch bewaldete Hochtal, welches als herrschaftliches Jagdgebiet genutzt wird, muss von den Neuankömmligen erst gerodet werden. Die so entstandenen Nutzflächen bewirtschaften sie fortan als Erblehn schwäbischer Adelsfamilien (Freiherrn bzw. Grafen von Rettenberg bis (ca.) 1350, danach im Besitz von Adelheit von Waldburg welche das Breitachtal anschliessend wieder an die Gebrüder von Heimenhofen verkauft (ca. 1351)).
  • 1302: Vermutlich erste Kapelle in Mittelberg (sodann 1390 Weihebrief der Kapelle am Mittelberg und ab 1391 eigene Pfarrei Mittelberg).
  • 1357: die Walser erhalten diverse Sonderrechte wie z. B. freie (niedere) Gerichtsbarkeit.
  • 1451-1453: Das Tal fällt durch Waffengewalt an Tirol (Eroberung durch Herzog Sigsmund von Tirol, Neffe des Kaisers Friedrich III.) und gerät somit unter habsburgische Herrschaft. Die Talbevölkerung muss daraufhin viele Freiheiten wieder abgeben, welche aber durch Kaiser Maximilian I. um 1519 wieder zurückgegeben werden.
  • 1806: Durch den Preßburger Frieden kommt das Tal zu Bayern. Die Walser verlieren ihre bisher gewährten Rechte (u.a. Gerichtsbarkeit).
  • 1814: Das Gebiet wird wieder an Österreich zurückgegeben. Aber auch endgültiger Verlust der freien Gerichtsbarkeit.
  • 1891: Der Zollanschlussvertrag mit Deutschland wird abgeschlossen. Damit wird der freie Warenverkehr von landwirtschaftlichen Produkten und anderen Handelsgütern sichergestellt und schafft für die Bevölkerung sehr grosse wirtschaftliche Erleichterungen. Der Vertrag kann als Grundlage des wirtschaftlichen Aufschwungs (u.a. Tourismus) bezeichnet werden.
  • 1938: Anschluss an das Deutsche Reich.
  • 1940: Der erst Ski- bzw. Schlepplift (Parsennlift) in Riezlern geht in Betrieb.
  • II. Weltkrieg: Der Krieg bricht die touristische Entwicklung im Kleinwalsertal ab.
  • Nachkriegszeit: Das Tal erlebt einen neuerlichen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Tourismus.
  • 1995: Österreich tritt der EU bei. Die Grenze, welche seit dem Zollanschlussvertrag von 1891 "praktisch" nicht mehr existierte, hat damit endgültig an Bedeutung verloren.

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Das Kleinwalsertal ist motorisiert nur über das Oberallgäu bzw. die Bundesstraße B19 über Sonthofen, Fischen vorbei an Oberstdorf erreichbar. Von Vorarlberg aus führen verschiedene Wanderwege ins Kleinwalsertal. Eine Straßenverbindung über das Gebirge nach Österreich wurde mehrmals geplant, aber nie verwirklicht. Dem entsprechend ist der nächste Bahnhof in Oberstdorf zu finden. Von dort kann der Anreisende mit dem Bus in das Tal fahren.

Mobilität[Bearbeiten]

Im Tal gibt es ein Busnetz (zur Hochsaison im 10-Minutentakt, sonst oftmals alle 20 Minuten), das mit der Gästekarte kostenlos benutzt werden kann. Gegen eine geringe Zuzahlung kann man damit bei Bedarf auch bis Oberstdorf fahren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Breitachklamm
  • Heimatmuseum Riezlern
  • Bergschau im Walserhaus in der Bergstation der Kanzelwand Bergbahn und in Oberstdorf.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Walmendingerhornbahn in Mittelberg und die Kanzelwandbahn in Riezlern erschließen im Sommer ein Wandergebiet und im Winter ein Skigebiet mit zwei zusätzlichen Sesselliften.

  • Walmendingerhornbahn, Moosstraße 4. ab Mai - November, 8:30 Uhr bis 16:45 Uhr. Berg- und Talfahrt 21,50€.  edit
  • Skialpin (diverse Schlepplifte sowie drei hochalpine Skigebiete - Hoher Ifen, Fellhorn-Kanzelwand und Walmendinger Horn - mit gesamt rund 120 Pisten-Km; des weiteren Snowboarding, Telemark etc.)
  • Langlauf (verschiebene Rundloipen, die verteilt im Tal liegen; Loipengebühr - sie entfällt beim Besitz einer Gästekarte ("Allgäu-Walser-Card"); gesamte Länge rund 42 Km)
  • Wanderungen im Sommer können zum Hohen Ifen mit dem Gottesacker-Plateau, zum Großen- und Kleinen Widderstein und zur Gehren- und Kuhgehrenspitze über die Kanzelwandbahn von Riezlern unternommen werden. Ins Gemsteltal mit Besuch auf den Gemstelhütten, das Bärgunttal, Schwarzwassertal und das Mahdtal gehören ebenfalls zu den beliebten Wanderzielen.
  • Im Winter bietet sich durch das zusammenhängende Skigebiet die Möglichkeit, vom Walmendinger Horn bis zum Fellhorn Ski zu fahren. Hervorzuheben sind das Walmendinger Horn, Ifen-Skigebiet, Skigebiet Kanzelwand/Fellhorn, Heubergarena (Skigebiet zwischen Heuberg und Parsenn).
  • Klettern (z.B. Mindelheimer Klettersteig)
  • Mountainbiken (einfache aber auch sehr anspruchsvolle Routen mit vielen Schiebe- und Tragepassagen - Einkehr- und Rastmöglichkeiten sind jedoch vorzufinden)

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einkaufsmöglichkeiten sind relativ rar - in Hirschegg und Riezlern befinden sich jeweils ein Supermarkt (Sparmarkt und Feneberg) sowie Drogeriemärkte und Apotheken. Weitere Supermärkte befinden sich in den angrenzenden Orten im Oberallgäu. Regionale Produkte, Käse und Wurst der ortsansässigen Bauern, erhält man in den entsprechenden Geschäften der Walser Bura.

Darüber hinaus gibt es mehrere Supermärkte im nahe gelegenen Oberstdorf.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Hotel Riezler Hof, Walserstraße 57, +43/5517/53770 (, fax: +43/5517/537750), [1].  edit
  • Altes Doktorhaus - Frühstückspension und Ferienwohnungen, Walserstraße 33, +43/5517/52900 (, fax: +43/5517/5290-52), [2].  edit
  • Ferienhaus Ahorn, Walserstraße 331, +43/5517/5524 (, fax: +43/5517/5524), [3].  edit
  • Pension Walmendinger Haus, Wäldelestrasse 9, +43/5517/5524 (, fax: +43/5517/5524), [4]. Das traditionelle Walmendinger Haus befindet sich direkt am Naturlehrpfad in Hirschegg. In nächster Nähe befinden sich Fußballfelder, der Mountainbike Park und die Wasserfälle.  edit
  • Haus Widdersteinblick, Eggstr. 24, +43/5517/5601 (, fax: +43/5517/3458), [5]. Das Haus Widdersteinblick liegt am Beginn zahlreicher Wanderrouten und bietet für Zimmer und Ferienwohnungen das Bergbahnenticket inklusive!  edit

Sicherheit[Bearbeiten]

Spezielle Sicherheitshinweise bezüglich der Kriminalität gibt es nicht.

Klima[Bearbeiten]

Weiter geht's[Bearbeiten]

nach Oberstdorf und Füssen mit den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau, nach Oberammergau oder in das österreichische Bundesland Vorarlberg.



Varianten

Aktionen

Insider für dieses Reiseziel:

In anderen Sprachen

andere seiten