Kleinwalsertal
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Das Kleinwalsertal liegt im Nordosten von Vorarlberg und ist ein Seitental der Iller. Das Tal ist Skigebiet und Ziel von Tagestouristen, vor allem aus dem Allgäu. Seit 1891 ist das Kleinwalsertal österreichisches Zollausschlussgebiet und mit dem Wirtschaftsraum Deutschland verbunden. Bis zur Einführung des Euro war die D-Mark gesetzliches Zahlungsmittel.
[bearbeiten] Orte
Die drei Orte des Tales, Mittelberg (mit dem Ortsteil Baad), Hirschegg und Riezlern, sind seit 1563 (Trennung vom "Gericht Tannberg" und Bildung des "Gericht Mittelberg") zur Gemeinde Mittelberg zusammengefasst.
[bearbeiten] Hintergrund
- ab 1270: Mehrere Walser Familien wandern aus dem (Stammgebiet) Wallis kommend von Süden her (über den Tannberg sowie über den Hochalppaß) in das Tal ein. Das zu der Zeit noch bewaldete Hochtal, welches als herrschaftliches Jagdgebiet genutzt wird, muß von den Neuankömmligen erst gerodet werden. Die so entstandenen Nutzflächen bewirtschaften sie fortan als Erblehn schwäbischer Adelsfamilien (Freiherrn bzw. Grafen von Rettenberg bis (ca.) 1350, danach im Besitz von Adelheit von Waldburg welche das Breitachtal anschliessend wieder an die Gebrüder von Heimenhofen verkauft (ca. 1351)).
- 1302: Vermutlich erste Kapelle in Mittelberg (sodann 1390 Weihebrief der Kapelle am Mittelberg und ab 1391 eigene Pfarrei Mittelberg).
- 1357: die Walser erhalten diverse Sonderechte wie z. B. freie (niedere) Gerichtsbarkeit.
- 1451-1453: Das Tal fällt durch Waffengewalt an Tirol (Eroberung durch Herzog Sigsmund von Tirol, Neffe des Kaisers Friedrich III.) und gerät somit unter habsburgische Herrschaft. Die Talbevölkerung muß daraufhin viele Freiheiten wieder abgeben, welche aber durch Kaiser Maximilian I. um 1519 wieder zurückgegeben werden.
- 1806: Durch den Preßburger Frieden kommt das Tal zu Bayern. Die Walser verlieren ihre bisher gewährten Rechte (u.a. Gerichtsbarkeit).
- 1814: Das Gebiet wird wieder an Österreich zurückgegeben. Aber auch endgültiger Verlust der freien Gerichtsbarkeit.
- 1891: Der Zollanschlußvertrag mit Deutschland wird abgeschlossen. Damit wird der freie Warenverkehr von landwirtschaftlichen Produkten und anderen Handelsgütern sichergestellt und schafft für die Bevölkerung sehr grosse wirtschaftliche Erleichterungen. Der Vertrag kann als Grundlage des wirtschaftlichen Aufschwungs (u.a. Tourismus) bezeichnet werden.
- 1938: Anschluss an das Deutsche Reich.
- 1940: Der erst Ski- bzw. Schlepplift (Parsennlift) in Riezlern geht in Betrieb.
- II. Weltkrieg: Der Krieg bricht die touristische Entwicklung im Kleinwalsertal ab.
- Nachkriegszeit: Das Tal erlebt einen neuerlichen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Tourismus.
- 1995: Österreich tritt der EU bei. Die Grenze, welche seit dem Zollanschlussvertrag von 1891 "praktisch" nicht mehr existierte, hat damit endgültig an Bedeutung verloren.
[bearbeiten] Sprache
[bearbeiten] Anreise
Die Zufahrt ist nur über das Gebiet von Deutschland möglich, mit dem übrigen Österreich ist das Tal nur über Fusswege verbunden. Die einzige Straße führt von Oberstdorf ins Tal. Eine Straßenverbindung über das Gebirge nach Österreich wurde mehrmals geplant, aber nie verwirklicht.
Ab Oberstdorf Bahnhof verkehren Busse in das Tal.
[bearbeiten] Mobilität
Im Tal gibt es ein vorbildliches Busnetz (zur Hochsaison im 10-Minutentakt, sonst oftmals alle 20 Minuten), das mit der Gästekarte kostenlos benutzt werden kann. Gegen eine geringe Zuzahlung kann man damit bei Bedarf auch bis Oberstdorf fahren.
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Breitachklamm
- Hoher Ifen (im Winter Schibetrieb)
- Kanzelwandbahn (Skigebiet Fellhorn Kanzelwand)
- Walmendiger Horn mit Grosskabinenbahn (im Winter Schibetrieb)
- Widderstein
[bearbeiten] Aktivitäten
- Skialpin (diverse Schlepplifte sowie drei hochalpine Skigebiete - Hoher Ifen, Fellhorn-Kanzelwand und Walmendinger Horn - mit gesamt rund 120 Pisten-Km; des weiteren Snowboarding, Telemark etc.)
- Langlauf (verschiebene Rundloipen, die verteilt im Tal liegen; Loipengebühr - sie entfällt beim Besitz einer Gästekarte ("Allgäu-Walser-Card"); gesamte Länge rund 42 Km)
- Bergwandern
- Klettern (z.B. Mindelheimer Klettersteig)
- Mountainbiken (einfache aber auch sehr anspruchsvolle Routen mit vielen Schiebe- und Tragepassagen - Einkehr- und Rastmöglichkeiten sind jedoch vorzufinden)
[bearbeiten] Einkaufen
Einkaufsmöglichkeiten sind relativ rar - zum Teil muß man auch auf Apothekenpreise aufpassen (z.B.: 250g Kaffee für 4,50 €!). Da kann sich eine (Einkaufs-)Fahrt nach Oberstdorf durchaus lohnen.
[bearbeiten] Küche
[bearbeiten] Ausgehen
[bearbeiten] Sicherheit
Spezielle Sicherheitshinweise bezüglich der Kriminalität gibt es nicht.
[bearbeiten] Klima
[bearbeiten] Weiter geht's
[bearbeiten] Weblinks

