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Wien/Leopoldstadt

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Die Leopoldstadt ist der 2. Wiener Gemeindebezirk. Er liegt zwischen Donaukanal und Donau und bildet zusammen mit dem 20. Bezirk (Brigittenau) eine "Insel".

Der Bezirk hat sowohl dicht verbaute städtische Grätzel als auch ausgedehnte Grünflächen, in erster Linie den Prater (der einen Großteil der Bezirksfläche einnimmt) aber auch der Augarten. Da der Bezirk im Nordosten von der Donau begrenzt wird hat der Bezirk auch Anteil an der Donauinsel, dem Naherholungsgebiet der Wiener.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden die Juden aus Wien vertrieben und "am unteren Werd", dem Gebiet des heutigen 2. Bezirks gegenüber des Schwedenplatzes angesiedelt. Um 1670 wird die jüdische Gemeinde von Kaiser Leopold auch von dort vertrieben. Seit dieser Zeit wird dieser Bereich auch Leopoldstadt genannt. Einige Jahre später kehrt ein Teil der jüdischen Gemeinde zurück in dieses Gebiet vor den Toren des damaligen Wiens. Die Leopoldstadt war lange Zeit jüdisches Ghetto und später der Bezirk mit dem höchsten jüdischen Bevölkerungsanteil. Die jüdische Gemeinde wurde von den Nazis beinahe vollständig ausgerottet oder vertrieben und es finden sich nur noch wenige Erinnerungen wie z.B. die Reste des während der Reichspogromnacht 1938 fast vollständig zerstörten jüdischen Tempels in der Tempelgasse. In den letzten Jahren kam es zu einen gewissen Wiederaufblühen der jüdischen Gemeinde, etwa 3% der Bevölkerung im Bezirk sind Juden und es gibt einige Koshere Lokale und Geschäfte (ins besondere im Bereich zwischen Karmelitermarkt und Karmeliterplatz, in dieser Gegend gehören orthodoxe Juden auch zum gewohnten Straßenbild).

Das Karmeliterviertel (im engeren Sinn die Gegend rund um den erwähnten Karmelitermarkt und Karmeliterplatz, im derzeitigen Sprachgebrauch versteht man darunter meist das gesamte Gebiet zwischen Taborstraße, Oberer Augartenstraße, Unterer Augartenstraße und Donaukanal) gilt mittlerweile als beliebte Wohngegend, ins besondere auch für Studierende, und verfügt über eine wachsende Lokalszene (siehe dort).

Teile des Bezirks gelten als weniger vornehme Gegend, dies trifft ins besondere auf das Stuwerviertel zu (Bereich zwischen Ausstellungsstraße und Lassallestraße) und auch den Nahbereich zum Praterstern auf der stadteinwärts liegenden Seite.

Anreise[Bearbeiten]

Der Bezirk wird von der U1 (Stationen Nestroyplatz, Praterstern (für den Prater) und Vorgartenstraße) und der Linie U2 (Stationen Schottenring (der Aufgang Herminengasse führt in den 2. Bezirk), Taborstraße (zum Karmeliterviertel), Praterstern, Messe, Krieau und Stadion (Zugang zum Ernst Happel Stadion sowie zum grünen Prater).

Am Praterstern befindet sich auch der gleichnamige Bahnhof hier halten sämtliche Schnellbahnen und viele Regionalezüge die Wien auf der so genannten Stammstrecke durchqueren, von den Bahnhöfen Wien Mitte, Süd und Ost ist dies der schnellste Weg in die Leopoldstadt.

Die dicht besiedelten Teils des Bezirks sind eine flächendeckende Kurzparkzone. Im Bereich Messe/Prater finden sich zahlreiche gebührenpflichtige Parkhäuser und Parkplätze weiters ist die Kurzparkzone in diesem Bereich nicht gültig (Schilder beachten!), wenn keine Großveranstaltung ist findet sich hier auch problemlos ein kostenloser Parkplatz. Für die restlichen Bezirksteile ist eine öffentliche Anreise sehr empfehlenswert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen[Bearbeiten]

Karmeliterkirche, in einem sehr schlichten Frühbarock gehalten ist. Kirche zum Heiligen Nepomuk, Ecke Praterstraße/Rotensterngasse

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Wiener Riesenrad wurde 1897, anläßlich des 50 jährigen Kronjubiläums von Kaiser Franz Joseph I., eingeweiht. Wie heute in jedem Vergnügungspark üblich ermöglichte das Riesenrad bereits damals auf knapp 65m Höhe einen wunderschönen Ausblick über den Vergnügungspark Wurstelprater und die restliche Stadt. Während des 2. Weltkriegs wurde das Bauwerk stark beschädigt, jedoch bereits kurz nach Kriegsende, gemeinsam mit Großprojekten wie der Staatsoper oder dem Stephansdom, wieder instandgesetzt.

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Im Augarten (siehe unten) liegt auch das Gustinus-Ambrosi-Museum, eine Nebenstelle der Österreichischen Galerie mit einer Halle für Wechselausstellungen.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

Die größte Grünfläche des Bezirks ist der Prater, der den größten Teil des Bezirks einnimmt, einem riesigen Park, der aus den Donauauen entstanden ist und Ende des 18. Jahrhunderts von Kaiser Joseph II. für die Öffentlichkeit freigegeben wurde. Einen Teil des Praters bildet der Wurstelprater, ein Vergnügungspark mit gelegentlicher altertümlicher Patina, in der das Riesenrad steht.

An der Grenze zur Brigittenau liegt der Augarten. Dieser entstand 1663 unter Kaiser Leopold I. auf den ehemaligen weitläufigen Donauauen als barocker Lustpark, die kaiserliche Favorita. 20 Jahre später viel die Favorita der Türkenbelagerung zum Opfer. Erst unter Kaiser Joseph I. wurde die Anlage 1705 samt Schloss wiederherstellt und im Gartensaal fanden regelmäßig Konzerte statt welche eine Zeitlang von Mozart persönlich dirigiert wurden. Im ehemaligen Gartensaal ist die berühmte Porzellanmanufaktur Augarten. 1712 beauftragte Kaiser Karl VI. den renommierten Gartenbauarchitekten Jean Trehet mit der Neugestaltung des Augartens ganz nach dem Vorbild von Versailles. Seit damals hat die Gartenanlage viel über sich ergehen lassen wie die große Überflutung von 1830. Am meisten jedoch litt der Park im 2. Weltkrieg. Berge von Schutt wurden hier deponiert Kriegsopfern in Massengräbern verscharrt und die gigantischen nie benutzten 2 klotzigen Flaktürme errichtet. Der Park ist zweifellos schön, kann aber den anderen Parkanlagen in der Stadt nicht das Wasser reichen. Er wirkt vergleichsweise ungepflegt und teils verwuchert, aber ein gemütlicher Spaziergang oder Picknick lohnt sich auf jeden Fall. Im Augarten-Palais etwas abseits des öffentlich zugänglichen Parks, sind die weltberühmten Wiener Sängerknaben zu Hause. Im Sommer bietet der Park neben großen Liegewiesen und Spielplätzen auch ein großes Freiluftkino "Kino unter Sternen" und Freiluftkonzerte.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Kino unter Sternen. Openairkino im barocken Augarten-Park. Besteht seit 1996. War Wiens erstes Freiluftkino. In den Sommermonaten Juli und August werden jährlich cineastische Hochgenüsse in Originalsprache mit deutschen oder englischen Untertiteln auf einer 200 m² großen Leinwand gezeigt. Die Filmauswahl umfasst eine bewährte Mischung aus Klassikern, Previews, europäischem und asiatischem Autorenkino, Wiedergefundenem sowie Neurestauriertem, Screwball Comedies und Musical-Filmen. Standort: Augarten Wien (1020) - Nähe Flakturm. Eingang Wasnergasse/Gaußplatz. Filmbeginn: täglich 21.30 Uhr Ticketpreis: 7,50 €.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Am Bahnhof Praterstern befindet sich einer der wenigen Supermärkte mit Sonntagsöffnung (täglich von 6:00 bis 21:00), einige weitere Geschäfte des täglichen Bedarfs, ebenfalls mit Sonntagsöffnung, befinden sich ebenso dort.

Die beiden traditionellen Einkaufsstraßen sind die Taborstraße und die Praterstraße, beide zählen jedoch nicht zu den größeren Einkaufsstraßen in Wien und sind nur sehr bedingt besuchenswert.

Kosher[Bearbeiten]

Die Leopoldstadt ist immer noch das soziale Zentrum der jüdischen Gemeinde und es ist der einzige Bezirk mit mehrere kosheren Geschäften in unmittelbarer Nähe:

Koscher Supermarkt, Hollandstraße 10

Koscherland - House of Kosher Food, Kleine Sperlgasse 7 und Rauscherstraße 29

HADAR Koscher Lebensmittel, Krummbaumgasse 12

Supermarkt Rafael Malkov, Tempelgasse 6/Ferdinandstraße 2

Gross-Import-Wien, Weine aus Israel, Nickelgasse 1, www.gross-weine.at

Kosher Fleisch Bernat Ainhorn, Große Stadtgutgasse 7

Koscher Fleisch & Imbiss, Karmelitermarkt 29-39

Bäckerei Ohel Moshe, Lilienbrunngasse 18

Bäckerei Malkov, Tempelgasse 8

Märkte[Bearbeiten]

Karmelitermarkt (Im Werd, Krummbaumgasse, Leopoldsgasse, Haidgasse), sicher der interessanteste der Märkte in der Leopoldstadt, am Samstag Vormittag Bauernmarkt, wachsende Lokalszene am und um den Markt.

Vorgartenmarkt (Wohlmutstraße, Ennsgasse)

Volkertmarkt (Volkertplatz)

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

Gasthaus Lindwurm Gasthaus Hansy, Wiener Hausmannskost, Ecke Praterstraße / Heinestraße Vapiano, italienisch, schnell und gut, Praterstraße 24 - 26

Mittel[Bearbeiten]

Am Nordpol 13 (http://www.amnordpol3.at/), Nordwestbahnstr. 17

Pizza Mari (http://www.pizzamari.at/), Leopoldgasse 23a

Pancho (http://www.pancho.at/), Blumauergasse 1a

Gehoben[Bearbeiten]

Ausgehen[Bearbeiten]

Das Fluc (http://www.fluc.at/) ist ein relativ neuer Club und am Praterstern (auf dem Areal des Bahnhofs Wien Nord) in einer ehemaligen Fußgängerunterführung beheimatet.

Publikum und Konzept sind dem Flex nicht unähnlich, ein Besuch lohnt aber sich allemal - auch wenn Fluc und Flex (und deren unmittelbares Umfeld) gleichermaßen auf den ersten Blick zwielichtig bzw. schmuddelig und daher möglicherweise nicht besonders einladend wirken.

Das Bricks (http://www.bricks.co.at/) ist eine (Eigendefinition) "lazy dancebar", Taborstraße Ecke Rotensterngasse (zu Fuß knappe 10 Minuten vom Schwedenplatz). Täglich wechselnde DJ Line, in den Ferien und am Wochenende zum Teil recht junges Publikum.

Praterdome (http://www.praterdome.at/) ist eine relativ neue Großraumdiskothek wenige Gehminuten vom Praterstern entfernt.

Die Pratersauna (http://www.pratersauna.at/) in einer ehemaligen Sauna ist 2010 eine neue hippe Location entstanden. Mit den Standbeinen Cafe, Pool, Artspace und Club bietet die Pratersauna zu jeder Tages- und Nachtzeit Programm.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • Austria Classic Hotel Praterstrasse 72, +43(1) 21 13 00 (, fax: +43(1) 21 13 072). Die Zimmer sind mit Dusche oder Badewanne, WC, Haarfön, Telefon, Kabel-TV (Flachbildschirm), Radio, Safe und Minibar ausgestattet. Nichtraucherzimmer sind vorhanden. Zudem gibt es eine Hotelbar, Parkplätze, Garagen und WLAN im gesamten Haus. Der Internet-Terminal, die Sauna und der Fitnessraum stehen kostenlos zur Verfügung
  • AllYouNeed Hotel Vienna2*** Große Schiffgasse 12, +43 (0)1 212 16 68 (, fax: +43 (0)1 218 34 71). checkin: ab 15 Uhr; checkout: bis 11 Uhr. Das AllYouNeed Hotel Vienna 2 hat saisonal von 1.Juli bis 30.September geöffnet, bietet 122 Zimmer mit Dusche, WC, Sat-TV, Internetanschluss, einen eigenen Garten, Garage, Frühstücksbuffet & Concierge Service.

Hotel Capri (http://www.hotelcapri.at/)

Hotel Praterstern

Hotel Residenz

Hotel Willhelminenhof

  • Apartment Engertstraße - gleich gegenüber vom Wiener Messe-Gelände befindet sich ein Apartment der Fam. Kaminek.
  • Apartment Pazmanitengasse - Zentral gelegenes und geräumiges Apartment in ruhiger Hoflage von wo aus man das Stadtzentrum in nur wenigen Minuten erreichen kann.

Gehoben[Bearbeiten]

Kommunikation[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]



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