Kimberley

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Kimberley (meist bezeichnet als 'Kimberley-Region' oder 'die Kimberleys') liegt in Westaustralien und ist eines der abgelegendsten Gebiete überhaupt. Obwohl es erst seit kurzer Zeit touristisch erschlossen ist, ist es mittlerweile zu einem beliebten Urlaubsziel von Individualtouristen geworden. Manche Ziele in den Kimberleys werden mittlerweile auch von Reisegruppen in geländegängigen Fahrzeugen angefahren.

[bearbeiten] Regionen

Die Kimberley-Region ist unterteilt in die Regierungsbezirke Broome, Derby-West Kimberley, Halls Creek und Wyndham-East Kimberley. Für Reisende interessant ist zum Einen die Küste, zum Anderen das karge, aber abwechslungsreiche Inland entlang der Gibb River Road und die Bungle Bungles.

[bearbeiten] Orte

Größere Orte sind Wyndham, Kununurra, Derby und Broome. Zu erwähnen sind auch die Kleinstädte Halls Creek und Fitzroy Crossing.

[bearbeiten] Weitere Ziele

[bearbeiten] Hintergrund

[bearbeiten] Klima

Die Kimberleys sind die heißeste Region der südlichen Halbkugel. Es herrscht ein Monsun-Klima. Während der Regenzeit (November - April) fallen 90% der Regenfälle. Die Region (vor allem in der Gegend um Broome) wird dabei auch häufig von Zyklonen heimgesucht. Während der Trockenzeit werden Tagestemperaturen weit über 30°C erreicht. Nachts kühlt es ab, bleibt aber meist noch angenehm mild.

[bearbeiten] Sprache

Es wird (australisches) Englisch gesprochen, teils mit starkem Dialekt.

[bearbeiten] Anreise

Die Kimberleys erreicht man entweder im Auto (vorzugsweise ein geländegängiges Fahrzeug) von Darwin im Norden aus oder aus Süden von Perth, oder mit dem Flugzeug. Es werden die Städte Kununurra, Wyndham und Broome angeflogen. Von Kununurra aus können Sightseeing-Flüge zu den Bungle Bungles unternommen werden.

[bearbeiten] Mobilität

Der größte Teil der Kimberleys kann nur mit einem geländegängigen Fahrzeug befahren werden. Auf vielen Strecken ist dies sogar vorgeschrieben. Die eher spärlich gesäten Tankstellen (meist in Form von Roadhouses) sind auf guten Karten der Region eingezeichnet. Man sollte dies berücksichtigen, um eine vernünftige und realistische Streckenplanung zu gewährleisten. An manchen Tankstellen wird ausschließlich Diesel verkauft. Von Südosten nach Nordwesten verläuft die Gibb River Road, deren ca. 680km langes Hauptstück aus einer recht gut unterhaltenen Schotterpiste besteht. Die Gibb River Road ist nur während der Trockenzeit befahrbar und wird während der Regenzeit gesperrt. Ein Befahren gesperrter Straßen wird mit hohen Geldbußen geahndet. Auf der Gibb River Road verkehren auch Road Trains, also LKW mit mehreren Hängern und bis zu 54m Länge. Da ein Ausweichen oft nicht möglich ist, ist es aufgrund der Staubfahne geraten, kurz anzuhalten, wenn einem ein Roadtrain begegnet. Bei Möglichkeit sollte man dabei einige Meter neben die Straße fahren, um Glasschäden durch aufgewirbelte Schottersteine zu vermeiden. Diese Schottersteine sind auch der Grund für häufig auftretende Reifenschäden. Ein Mitführen von einem (besser zwei) Ersatzreifen wird dringend empfohlen.

Von Kununurra nach Broome führt der Great Northern Highway, eine gut befahrbare asphaltierte Straße, die jedoch in der Regenzeit auch stellenweise überflutet sein kann.

Die Strecke zu den Bungle Bungles ist zwar nur ca. 52km lang, jedoch sollte man dafür (bei "zügiger" Fahrweise) etwa 2 Stunden einrechnen. Sie erfordert zwingend ein allradgetriebenes Fahrzeug. Es sind auch mehrmals Flüsse zu durchqueren. Je nach Wasserstand in den Flüssen sollte das Fahrzeug mit einem Schnorchel ausgestattet sein. Die Wassertiefe wird durch Markierungspfosten angezeigt.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die gesamte Region ist durch ihre abwechslungsreiche Landschaft sehenswert. Besonders zu erwähnen sind dabei:

[bearbeiten] Aktivitäten

Viele Ziele in den Kimberleys sind ausschließlich zu Fuß erreichbar. Deswegen wird Wandern hier zur Hauptaktivität. Aber vor allem an der Küste kann auch gebadet, gesegelt und gesurft werden. In Broome werden Kamelritte angeboten, außerdem lohnt sich der Besuch der von Malcolm Douglas betriebenen Krokodilfarm. Von der El Questro Station aus werden Pferderitte und Flussfahrten sowie Trekkingtouren angeboten. An den abgelegenen Küstenteilen lohnen sich zum Teil Bootsfahrten, z.B. zu den horizontalen Wasserfällen, welche auf den extremen Tidenhub zurückzuführen sind.

[bearbeiten] Küche

Die australische Kücke ist sehr fleischlastig. In den größeren Städten sind alle Hauptlebensmittel gut verfügbar, in den Kleinstädten zum Teil mit Einschränkungen. Es wird viel gegrillt. Der Australier nennt dies "Barbie" (abgeleitet von Barbeque). Als Fleisch wird hauptsächlich Rind verwendet, jedoch auch Känguruh, Schaf (inkl. Lamm), Kamel, Krokodil, Büffel und Geflügel wird angeboten. Eine Spezialität im australischen Norden ist der Croc-Burger. Es wird relativ viel Bier getrunkten. Die bekanntesten Biermarken sind XXXX (gesprochen "Four Ex"), Victoria Bitter (VB, gesprochen "Vee Bee"), Emu Bitter und Carlton Draught. Das im Ausland (z.B. Deutschland) bekannte Fosters spielt hier kaum eine Rolle.

[bearbeiten] Nachtleben

Abseits der Städte mit ihrem Lichtermeer ist ein phantastischer Sternenhimmel zu beobachten. Zum Teil ist das Lesen bei Neumond möglich aufgrund der Leuchtkraft der Milchstraße!

[bearbeiten] Sicherheit

Die Region ist zu jeder Zeit problemlos zu bereisen. Die meisten Touristen, die sich außerhalb der Städte bewegen, übernachten auf Campingplätzen (Camp Grounds), die von Rangern unterhalten werden. Diese kann man auch bei Schwierigkeiten ansprechen, sie geben gerne Tipps. In manchen Städten, in denen Aboriginees die Bevölkerungsmehrheit bilden, ist es geraten, sich abends nicht auf der Straße, vor allem nicht in der Nähe von Läden, die Alkohol verkaufen, aufzuhalten.

Das größte Sicherheitsrisiko in den Kimberleys geht von Tieren aus. Während der Autofahrt ist besondere Vorsicht zu walten, denn eine Einzäunung ist hier nahezu unbekannt. Deshalb kommt es leicht zu Unfällen mit Tieren (Rinder, Känguruhs, ...). Vor allem nach Einbruch der Dämmerung sollte auf gar keinen Fall weiter gefahren werden. Ist gerade kein Campingplatz in der Nähe, sucht man sich eine Stelle etwas abseits der Straße und übernachtet dort, statt einen Tierunfall zu riskieren. Die gefährlichsten Tiere im Norden Australiens sind Salzwasserkrokodile (Leistenkrokodile), die sich in nahezu allen Gewässern (Süß- und Salzwasser) aufhalten können. Australien ist der Kontinent mit den meisten Giftschlangen und Giftspinnen. Wer jedoch ein paar Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt, wird mit diesen schönen und nützlichen Tieren keine Probleme bekommen. Bei Wanderungen sollte immer festes, halbhohes Schuhwerk getragen werden, auch lange Hosen werden empfohlen. Steine sollte man nicht einfach aufheben oder umdrehen. Wenn ein Baumstamm quer über dem Weg liegt, sollte man nie einfach darüber hinweg steigen, sondern lieber fest darauf treten, da darunter liegende Schlangen sonst erschrecken und evtl. zubeißen.

Im Falle eines Schlangen- oder Spinnenbisses sollte man unbedingt Ruhe bewahren und unverzüglich ärztlichen Rat suchen. Liegt die nächste Stadt zu weit entfernt, sollte über Funk (Kurzwellen- oder CB-Funk, kein Handyempfang außerhalb der Städte!) Hilfe angefordert werden. Viele Autovermieter bieten auch einen Notfallsender an. Die ärztliche Versorgung wird vom Royal Flying Doctor Service gewährleistet. Die Ärzte kennen sich sehr gut mit den endemischen Reptilien und Spinnen aus.

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[bearbeiten] Weblinks