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Kavango

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Nordostnamibia : Kavango
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Kavango (seltener auch Okavango) ist eine der 13 Regionen von Namibia und liegt im Nordosten des Landes. Die Region ist nach den Kavangos benannt, eine Volksgruppe Namibias, bekannt für ihre Holzschnitzereien. Die Regionshauptstadt Rundu ist nach Windhoek die zweitgrößte Stadt Namibias.

Die Region wird maßgeblich durch den Fluss Okavango und seine weiten Überschwemmungsgebiete geprägt, der über die gesamte Nordgrenze und eine Länge von rund 400 Kilometer eine natürliche Grenze zwischen Namibia und Angola bildet.

Orte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Kavangos sind ein Flussvolk, das bis heute sein Überleben zumeist mit Fischfang aus dem Okavango und in geringerem Mass Landwirtschaft sicherte. Der Fluss ist Lebensader für die Region. Bis heute besteht Kavango auch aus den fünf Königreichen Mbunza, Kwangali, Shambyu, Mbukushu und Gciriku - welchen jeweils ein König (Hompa) als traditioneller Führer vorsteht.

Kavango wurde erst vergleichsweise spät von Missionaren erschlossen. Abgesehen von einigen Missionen (1910 Nyangana, 1914 Andara, 1927 Tondoro, 1929 Bunya, 1930 Shambyu) hatten die Kavangos so gut wie keinen Anteil an der für viele Hereros und Nama oft blutigen Kolonialzeit. Im Vergleich zu anderen Regionen Namibias eröffnet Kavango insofern einen oft unberührten und mit Sicherheit mehr afrikanischen Eindruck.

Da die Kavangos beidseitig des Okavango siedelten, wurde Rundu (und die Dörfer entlang des Okavango/Grenze zu Angola) erst während des von Angola unterstützten namibischen Unabhängigkeitskrieges (1966 bis 1988) und zeitgleich während des Bürgerkriegs in Angola (1975 bis 2002) regelmäßig von militärischen Razzien gegen untergekommene Verwandte aus Angola heimgesucht.

Heute zählt die Region immer noch zu den ärmsten Regionen Namibias. Seit Vollendung der Trans-Caprivi-Fernstraße bis nach Sambia erfährt vor allem Rundu einen wirtschaftlichen Aufschwung und eine noch größere Zuwanderung.

Klima[Bearbeiten]

Kavango ist Teil der nördlichen Ausläufer des Kalahari-Beckens, eines auf etwa 1000 m Höhe liegenden Hochplateaus. So wie der gesamte Norden Namibias gehört Kavango zu den Tropen, wodurch die Region bedeutend grüner ist als Zentral- und Südnamibia. Malari- und andere Schutzimpfungen sind ratsam. Der Süden Kavangos ist zumeist Steppe oder Savanne in der teilweise Safaris stattfinden.

Sprache[Bearbeiten]

Die Kavangos sprechen RuKwangali (eine Bantu-Sprache), vielerorts auch Englisch oder Afrikaans. In Rundu kommt man vereinzelt auch auf Deutsch durch, meist aber nur in den Lodgen.

Anreise[Bearbeiten]

  • Flughafen Rundu, Linienflüge mit Air Namibia aus Windhoek oder Charterflüge
  • Nationalstraße B8 aus Tsumeb (250 km von Grootfontein nach Rundu) bzw. aus dem Caprivizipfel (500 km von Katima Mulilo nach Rundu)

Mobilität[Bearbeiten]

Geteerte Strassen gibt es (abgesehen von der B8) nur in Rundu. Die Schotterstrassen und -pisten können jedoch bequem per PKW befahren werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Straßenmärkte und Markthallen in Rundu, Schnitzereien und anderes afrikanisches Kunsthandwerk
  • Andara ist eine alte Mission aus dem Jahre 1912 und besitzt eine römisch-katholische Backsteinkirche
  • Nkurenkuru ist die alte Hauptstadt des Kavango und Sitz der Uukwangali-Könige. Auf der gegenüberliegenden Flußseite befindet sich Cuangar (ehemaliges Fort Kuangar der Portugiesen)

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • in Rundu und den einzelnen Flusslodgen werden Fluss- und Kanufahrten auf dem Okavango angeboten.
  • Safaris in der Savanne

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Sicherheit[Bearbeiten]

Weiter geht's[Bearbeiten]

  • über die B8 in den Caprivizipfel bis nach Katima Mulilo und zu den Viktoriafällen in Richtung Osten.
  • über die B8 nach Otjozondjupa, mit den Städten Grootfontein und Tsumeb in Richtung Süden.
  • über die D3405 Schotterpiste nach Nordzentralnamibia (Ovamboland) in Richtung Westen.
  • per Fähre über den Fluss nach Calai in Angola in Richtung Norden. Es besteht ein angolanisches Konsulat in Rundu, welches auch den Grenzübergang in Calai betreut.




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