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Kavala

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Kavala
Kavala altstadt mit festung.jpg
Lage
Lage von Kavala
Kavala
Kavala
Kurzdaten
Bevölkerung: 74.186 (Jahr)
Fläche: 350,61 km²
Koordinaten: 40° 55' 59" N, 24° 24' 0" O 
Website: offizielle Webseite von Kavala




Kavala ist eine Handels- und Hafenstadt in Nordgriechenland in der Verwaltungsregion Ostmakedonien und Thrakien

Hintergrund[Bearbeiten]

Kavala Panorama

Die wechselvolle Geschichte der Stadt beginnt im 7.Jahrhundert v. Chr. Im Jahr 1391 wurde sie von den Türken erobert und völlig zerstört. In den folgenden Jahrhunderten unter türkischer Herrschaft entwickelte sie sich, wegen der guten Lage, zu einem Handelszentrum. Ab den 40gern bis in die 60ger Jahre des letzten Jahrhunderts war Kavala ein Zentrum des Tabakanbaus und der- verarbeitung. Viele der Tabakspeicher sind noch heute ein Teil des Stadtbildes. In den Jahren 1970 bis in die 90er Jahre hinein war die Textilindustrie von großer Bedeutung. Der Rückgang erfolgte mit der Öffnung der Grenzen Bulgariens nach dem Ende der Sowjetunion und die Verlagerung der Nähereien dorthin. Seither ist der Dienstleistungssektor und der Tourismus wirtschaftlich bedeutend.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Kavala hat einen Flughafen, der besonders im Sommer von vielen europäischen Ländern direkt angeflogen wird. Von Deutschland gibt es etwa Direktflüge aus Frankfurt am Main und München. Tägliche Flugverbindungen gibt es auch nach Athen. Der Flughafen liegt 30 km östlich bei der Ortschaft Chrysoupolis und ist, außer mit Taxis, kaum mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Bahn[Bearbeiten]

Kavala hat keine Bahnanbindung. Der nächste Bahnhof ist in Drama.

Bus[Bearbeiten]

Überlandbusse (KTEL) fahren zu allen großen Städten in Griechenland. Der Busbahnhof befindet sich im Stadtzentrum in der Nähe des Hafens (Filikis Eteria Str)

Auto[Bearbeiten]

Kavala ist an die Autobahn angeschlossen

Schiff[Bearbeiten]

Einige Schiffslinien verbinden Kavala mit den Agaisinseln. Die Fahrpläne und Verbindungen wechseln häufig!

Mobilität[Bearbeiten]

Das Zentrum und die Altstadt kann zu Fuß durchquert werden. Taxis sind relativ preiswert (das Taximeter muss eingeschaltet sein und die Fahrer sind gesetzlich dazu verpflichtet eine Quittung zu geben – nur zur Vorbeuge von Betrugsabsichten). Die Fahrkarten für die Stadtbusse kann man nicht im Bus lösen, sondern sie müssen an besonderen Verkaufsstellen (oft Kioske) vorher erworben werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kavala wird in den meisten Reiseführern nur am Rande erwähnt, obwohl es sich um eine der schönsten und lebenswertesten Städte Griechenlands handelt. Eine Fülle von Ausflugsmöglichkeiten in die interessante Umgebung und viele, oft wenig belegte Strände, archäologische Stätten und Naturschönheiten machen es zu einem abwechslungsreichen Urlaubsort. Voraussetzung, um all die Sehnswürdigkeiten zu erleben, ist allerdings ein Mietwagen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist vieles nur sehr zeitraubend oder gar nicht zu erreichen. Dafür ist es aber auch nicht so überlaufen, wie die bekannten Sehenswürdigkeiten in Mittel und Südgriechenland. Klimatisch ist es in Kavala deutlich milder als Athen. Die Hauptziele in der Stadt sind:

Hafen mit Fährverbindungen nach Thassos, Limnos, Lesbos und anderen Ägäisinseln

Fischerhafen mit Restaurants, Bars am Ostende Kavalas. Besonders romantisch ist es am Abend in einem der vielen Restaurants direkt an dem kleinen Hafen zu sitzen

Promenade mit archäologischem Museum. Am Samstag ist dort ein sehenswerter Wochenmark/Bazar bis 14 Uhr.

Geschäftsviertel westlich des (Platia) Elefteria Platzes. Fußgängerzone mit verwinkelten Gassen, Geschäften aller Art und vielen Straßencafes

Rathaus (Dimarchio) am (Kipos) Iroon Park. In der Nähe auch das Tabakmuseum (Odos Philippou Str)

Ag. Nikolas Kirche mit Paulus Mosaik (Kontouriotou Str). Rund um die Kirche befindet sich ein altes, etwas heruntergekommenes Stadtviertel mit vielen Kaffeetrias, Ouzerien, Restaurants und kleinen Geschäften. Besonders am Abend sehr reizvoll.


Altstadt mit:

Burg, 1425 von den Türken erbaut, mit hervorragendem Blick auf die Altstadt, Hafen und die neuen Stadtteile Kavalas. Gelegentlich finden dort Musikveranstaltungen statt. Ein einfaches romantisches Cafe lädt zum Verweilen ein.

Stadtmauer, Hauptteil aus dem 14Jh.

Halil Bey Komplex: besteht aus der Moschee von Halil Bey (Anfang des 20. Jahrhunderts), einem älteren Minarett (wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert) und eine Medresse. Die Moschee ist über einer frühchristlichen Basilika erbaut.

Haus (erbaut 1720) und Denkmal des Mohammed Ali. Er ist der Gründer der letzten ägyptischen Dynastie

Imaret ehemalige Koranschule, erbaut 1718, heute ein Luxus-Hotel. Obwohl sehr sehenswert, ist es leider schwer hineinzukommen, wenn man nicht Gast des Hotels ist.

Panagia-Kirche.

Rundweg um die Stadtmauer. Unterhalb der Mohammed Ali Reiterstatue geht ein lohnenswerter Rundweg um die Stadtmauer. Der Weg führt hinab ans Meer, um die Landspitze der Altstadt herum und zweigt dann einmal zum Hafen ab oder wieder bergauf zurück zur Altstadt bei der Panagia Kirche.

Es ist lohnenswert von der Hauptstrassse in Seitengassen zu gehen, um die typisch byzantinischen Häuser in den verwinkelten Gassen zu besichtigen. Entlang der Hauptstraße der Altstadt (Poulidou) reihen sich Restaurants und Bars, die besonders am Abend ein sehr romantisches Bild geben.

Aquadukt. 25M hoch, 1550 erbaut zur Versorgung der Altstadt mit Trinkwasser, vor wenigen Jahren restauriert

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Strände:

Die Qualität der Strände bei Kavala und des Wassers nimmt i. a. von Ost nach West zu.

Die Stadtstrände am östlichen Stadtende (Kara Orman, Periali) und am westlichen Stadtrand (Kalamiza) sind flach und für Kinder geeignet. In den Sommermonaten stehen Liegen, Sonnenschirme und Stühle in begrenzter Zahl kostenlos zur Verfügung. Die Strände sind alle mit Stadtbussen gut erreichbar.

Weiter westlich schließen sich der Campingplatz „Batis“, das Bungalowhotel Tosca Beach und die Ortschaften Palio, Irakliza und Nea Peramos an. Die beiden letzteren sind typische Ferienorte mit Strandbars, Restaurants, Cafes, usw. Besonders bei jüngeren Leuten sind die Strände bei Amolofos (Nea Peramos) beliebt. Strandbars mit lauter Musik und kristallklares Wasser bieten ein entsprechendes Ambiente.

Je weiter man von Nea Peramos entlang der Schnellstraße Richtung Saloniki fährt, desto „einsamer“ werden die Strände, mit kristallklarem Wasser und herrlicher Umgebung. Die bekanntesten sind Sarakina (nach dem Hotel Ocean View) und der Piros Strand (am Turm). Noch weiter westlich, ca. 2 km nach der Abzweigung von Loutra Elefteron (Thermalquellen) liegt der einzige FKK-/Nudistenstrand.

Östlich von Kavala, im Nestosdelta, bei den Ortschaften Eratino und Agiasma gibt es weitläufige flache Strände an denen viel wild gecampt wird. Wildes Campen ist dort zwar verboten, wird aber bisher toleriert. Besonders empfehlenswert sind die Strände bei Keramoti.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Rund um den Platz „Platia Elefteria“ und in dessen Seitenstraßen ist das Hauptgeschäftsviertel. Typisch griechische Souvenirs bekommt man auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Hafens und auf dem Weg in die Altstadt (Poulidou Str).

Große Lebensmittel-Supermärkte liegen am Ostende der Stadt vor dem Stadion

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die bekanntesten Restaurants mit griechischen Standardgerichten liegen am Hafen, im Viertel rund um die Ag. Nikolas Kirche (Kontouriotou Str), auf der Straße zur Altstadt hinauf und am östlichen Fischerhafen (Sfagio/Thasou Str.). Preislich unterscheiden sich die Lokale wenig. Man rechnet etwa 15 Euro pro Person mit Getränk. Fischgerichte können deutlich teurer sein. In der ganzen Stadt gibt es Gyros-stände für den kleinen Hunger (2,5 Euro), Sandwich und Pizzaservice. Internationale Restaurants sind keine vorhanden, außer einem deutschen Restaurant in Nea Peramos.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben findet meist in den Cafeterias und Restaurants statt. Diese befinden sich überwiegend entlang der Promenade, am Hafen, um die Kirche Ag. Nikolas und auf der Straße, die in die Altstadt führt. Wer mobil ist, kann auch nach Palio, Irakliza, Peramos fahren. Dort ist in der Saison der Hauptbetrieb, oft mit Musikveranstaltungen, Beach-Parties usw. Nachtleben der besonderen Art findet man meist außerhalb von Kavala auf der Straße Richtung Drama oder Nea Karvali.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In Kavala Stadt herrscht auch in der Hochsaison nie „Urlaubsort-Atmosphäre“, sondern die Geschäftigkeit einer Stadt, in der das Leben nicht vom Tourismus bestimmt ist. Es mag daher für die meisten Reisenden besser sein, sich eine Unterkunft in den Vororten zu suchen, wie Palio, Nea Irakliza, Nea Peramos. Besonders in Nea Peramos ist die beliebte Urlaubsort-Atmosphäre vorhanden. Wegen der Nähe zu den Stränden von Amolofos finden hier auch regelmäßig Beach-Parties statt. Alternativ ist auch Keramoti im Nestos Delta sehr beliebt.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Für Ungelernte ist die Konkurrenz um Arbeiten in Hotels, Restaurants, Kleingewerbe, Landwirtschaft, usw. aus Bulgarien und Albanien sehr hoch. Die Löhne sind niedrig und decken kaum die Lebenshaltungskosten. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind die Chancen deutlich besser, das Lohnniveau trotzdem sehr gering. Als Ausländer kann man eigentlich nur mit selbständiger Arbeit in Kavala auf Dauer leben.

Sicherheit[Bearbeiten]

Zwar steigt die Kriminalität in letzter Zeit, bedingt durch die Wirtschaftskrise. Trotzdem gibt es keine Gefahr für Touristen, so dass man sich überall frei bewegen kann. Nur Taschendiebstahl ist ab und zu vorhanden.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Beachtet man die üblichen Hygienemaßnahmen, so ist kaum mit Gesundheitsproblemen zu rechen. Das Trinkwasser in Kavala wird nach EG Norm kontrolliert und ist trinkbar. Das Hygieneverhalten vieler Restaurants entspricht nicht nordeuropäischem Standard. Lebensmittelvergiftungen sind trotzdem selten. Nur wer einen sehr empfindlichen Magen hat, sollte bei Salaten und Milchprodukten vorsichtig sein. Vermeiden sollte man das Anfassen von streunenden Hunden, die oft Krank sind. Besonders in den Bergen kommt recht häufig eine Giftschlange (Bergotter) vor, deren Biss gefährlich ist. Sie zeigt kein Fluchtverhalten, so dass man bei Wanderungen aufpassen sollte.

Klarkommen[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Mit Englisch und Deutsch kommt man in den Restaurants und Geschäften problemlos zurecht. Im ländlichen Raum sprechen die meisten jungen Leute etwas Englisch.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Philippi, Lydia: ca. 15 km von Kavala Richtung Drama liegt die antike Stätte von Philippi. Sie wurde um 360 v. Chr gegründet und ist bekannt durch die Briefe des Apostel Paulus, der hier 49 n. Chr. die christliche Religion lehrte und die erste europäische Christin taufte, namens Lydia. Sehenswert ist das gut erhaltene Amphitheater mit herrlichem Blick über die Ebene von Drama und den Pangeon Berg, der antike Marktplatz, das Gefängnis des Apostel Paulus und die Ruinen einer Kirche aus altchristlicher Zeit. Lohnend ist auch ein Besuch des Museums und der Aufstieg zur Burg oberhalb von Philippi. Etwa 1 km von Philippi entfernt ist der Ort Lydia wo sich die Taufkirche und Taufbecken an einem Bachlauf befinden. Von hier aus gelangt man zu dem wenige km entfernten therapeutischem Schlammbad (Lasponera) , dass gegen Gliederschmerzen hilft.

Ca. 5 km weiter Richtung Drama befindet sich der Ort Apo Kefalari. Entlang eines Bachlaufes reihen sich Cafes und Restaurants (Spezialität Forellen). Besonders an heißen Sommerabenden ist es hier kühl und von romantischem Ambiente. Lohnenswert ist ein Abstecher von dort auf den oberhalb gelegenen Berg, von wo man eine beeindruckende Aussicht auf Philippi und die Ebene von Drama hat.

Tropfsteinhöhle von Maras bei dem Dorf Aggitis, ca. 25 km nordwestlich von Drama. Sie zeichnet sich durch die Besonderheit eines unterirdischen Flusslaufes aus, weshalb hier nur Stalaktiten, aber keine Stalagmiten besichtigt werden können.

Tropfsteinhöhle von Alistrati. Eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Nordgriechenlands nahe der Ortschaft Alistrati, ca. 30 km von Drama Richtung Seres. Will man sich die weite Anfahrt von Kavala aus ersparen, kann man die Höhle auch durch den Aggitis Canyon erreichen.

Wasserfall und Wanderweg bei Palea Kavala Von Kavala Richtung Drama fahrend, biegt man nach Amigdalonas rechts Richtung Zigos ab. Nach Neo Zigos nimmt man die Abzweigung Richtung Palea Kavala. Nach ca. 300 m geht rechts ein Feldweg ab, den man bis zum Steinbruch folgt. Vor dort führt ein landschaftlich besonders schöner Fußweg den Berg hinauf bis Palea Kavala. Nach ca. 30 min kommt man an einen sehenswerten Wasserfall, der im Sommer mit seinem kalten Wasser zum Rasten und Baden einlädt. Nach weiteren 30 min durch ein schattiges romantisches Bergtal mit hohen Bäumen entlang eines Bachlaufes erreicht man Palea Kavala. Dort laden zahlreiche Gaststätten zur Erholung ein. Zurück nimmt man entweder den selben Weg oder geht entlang der Straße zum Ausgangspunkt.

Rund um das Pangeon Bergmassiv. Der Berg Pangeon ist mit fast 2000 m der höchste Berg bei Kavala, mit malerischen Bergdörfern, einer Vielzahl von Klöstern und einer beeindruckenden Vegetation. Diese beginnt mit der typischen mediterranen Macchie (niedrige, verkrüppelte Hartlaubgewächse) am Fuße, geht dann langsam, mit zunehmender Höhe, in dichten Laubwald über. Weiter oben schließt sich dann Nadelwald an und erreicht dann die Baumgrenze mit Gräsern und krautigen Pflanzen, wo u.a. auch der bekannte griechische Bergtee wächst. Von Kavala aus kommend, fährt man zunächst nach Eleferopolis, wo sich die Straße in eine nördliche und eine südliche Umgehung des Pangeon teilt. Folgt man der nördlichen Straße, so kommt man nach 15 km an die Abzweigung zu dem Bergdorf Nikissiani. Oberhalb des Dorfes, wo die asphaltierte Straße endet, befinden sich Restaurants mit eindrucksvoller Aussicht auf den Pangeon. Wegen der Höhenlage ist es hier im Hochsommer erfrischend kühl. Eine bekannte Sehenswürdigkeit an der Nordseite des Pangeon ist das Kloster Ikosifinissa, ca. 15 km von Nikissiani Richtung Thessaloniki. Es ist gut ausgeschildert und wird von einer Vielzahl von Reisebussen angefahren. Eine Cafeteria neben dem Kloster bietet Erfrischungen und einen kühlen Platz zum verweilen. Das Kloster Ikosifinissa zählt zu den ältesten Klostern und Zentren der Orthodoxie auf dem Balkan überhaupt. Oberhalb des Klosters führt eine Höhenstraße 6km zurück nach Nikissiani, vorbei an weiteren, ebenfalls sehenswerten, Klöstern. Die Orthodoxie spielt im täglichen Leben in Griechenland eine viel größere Rolle, als z.B. die Religion in Deutschland. Insofern sollte man immer bedenken, daß die Klöster ein Ort der Besinnung sind und nicht Touristenattraktionen. Eine weitere Attraktion ist der wenig bekannte Aggitis Canyon. Von Nikissiani kommend, fährt man durch das Dorf Nea Mpafra auf die Hauptstraße Richtung Drama. Ca. 800 m nach dem Dorf stehen Getreidesilos. Dort biegt man links ab und folgt der Straße etwa 3 km bis zu einem großen Parkplatz am Rande des Canyons. Da die Abzweigung nicht beschildert ist, ist es empfehlenswert, sich die Strecke in GoogleEarth vorher anzuschauen. Dort ist die Abzweigung und der Parkplatz gut erkennbar. Vom Parkplatz aus führen Fußwege entlang des Canyons und einer auf die gegenüberliegende Seite zur Tropfsteinhöhle von Alistrati mit einer Cafeteria. Im Hochsommer wird es am Canyon recht heiß und nur dort sind Erfrischungen erhältlich. Folgt man der südlichen Umgehungsstraße um den Pangeon, von Elefteropolis kommend Richtung Thessaloniki, biegt man im nächsten Dorf (Akrovouni oder Panagia genannt) rechts vor der Tankstelle ab und folgt der Straße, die bis zum Gipfel des Pangeon führt. Nach etwa 20 min erreicht man auf kurviger, enger Straße eine sehenswerte Klosteranlage und nach einem weiteren km zum Hotel und Restaurant „Dasiko Horio“ (ab 2014 vorübergehend geschlossen). Besonders im Hochsommer kann man sich hier im Restaurant und Café gut von der Hitze erholen. Wegen der Höhenlage ist es deutlich kühler. Die Fahrt von hier bis zum Gipfel des Pangeon dauert ca. 1 Stunde und führt durch dichte Laub-und Nadelwälder bis man oberhalb der Baumgrenze schließlich das Skizentrum erreicht. Im Sommer ist es nicht bewirtschaftet. Die Aussicht ist atemberaubend und lohnt die anstrengende Fahrt. Der Weg bis zur Bergspitze ist für PKW gesperrt, mit einem Motorrad aber auf einem Feldweg erreichbar.

Naturschutzgebiet Nestos. Das Flussgebiet des Nestos unterteilt sich in die Nestos-Schlucht bei Toxotes und das Nestos-Delta bei Chrysoupolis. Beide sind Gebiete mit hohem Vogelbestand und einzigartiger Naturschönheit. Das Nestos-Delta ist eine der wichtigsten Brutstätten für seltene Vogelarten, eine Zwischenstation für Zugvögel und Überwinterungsgebiet für eine Vielzahl von Wasser-, Sing- und Greifvögeln. Im Delta des Nestos wurden etwa 254 Vogelarten beschrieben, darunter seltene und gefährdete Arten (siehe auch „birding-tours“, Nestos). Auch für Nicht-Ornithologen lohnt sich ein Besuch in den Auenwäldern des Deltas. Als Ausgangspunk empfiehlt sich das „Nestos-Cafe“ bei Chysoupolis (in der Ortsmitte von Chrysoupolis der Beschilderung folgen). In dem am Flussufer gelegenen einfachen Restaurant kann man die Natur bei „einem Glas Ouzo“ auf der Terrasse genießen oder Wanderungen entlang des Damms oder auch im Fluss selber machen. Der Nestos ist im Deltabereich flach und kann an den meisten Stellen einfach durchwatet werden. Durch den vor einigen Jahren in Betrieb genommenen Nestos-Staudamm in den Rodopen unterbleiben die früher üblichen Winterhochwasser, was zu einer zunehmenden Verbuschung und Verwaldung des Flusslaufes führt. Besonders im Sommer ist es ein Vergnügen im kühlen Wasser zu waten oder auch zu baden. Die Wasserqualität ist gut. Fährt man den Damm entlang, so gelangt man auf Feldwegen in das Mündungsgebiet. Da keine Beschilderung vorhanden ist, ist es ratsam, sich vorher auf GoogleEarth den Verlauf des Weges anzuschauen. 4WD ist nicht unbedingt nötig, aber besser. Von besonderer Schönheit ist die Natur in der Nestos-Schlucht bei Toxotes (40km östlich von Kavala). Es ist eines der „must-see“ Attraktionen bei Kavala. In Mäandern durchbricht hier der Fluss Kalksteinberge und formt eine Landschaft von einzigartiger Schönheit. Entlang der Schlucht führt ein über 10km langer Pfad mit hoch aufragenden Steilwände und einer wunderbaren Aussicht auf den Fluss. Um zum Ausgangspunkt des Pfades zu gelangen, fährt man durch Toxotes durch und folgt der Beschilderung. Nach wenigen Kilometern kommt man zum Endpunkt der Straße an einen Parkplatz. Hier befinden sich Schautafeln mit genauer Wegbeschreibung. Die meisten Besucher gehen den Weg aber nur 1-2 km entlang und kehren zurück an den Parkplatz um (im Sommer) ein Bad in dem eiskalten Wasser zu genießen. Ein großer Sandstrand lädt zum Verweilen ein. Die Wasserqualität ist gut, die Strömung recht stark. Es werden auch Kanutouren durch die Schlucht angeboten, die sehr empfehlenswert sind (siehe „Riverland“, „Nestos“). Man kann auch mit dem Zug durch die Schlucht fahren von der Bahnstation Stavropolis. Auch hier werden Touren angeboten. Von Galani, einer kleinen Siedlung hinter Toxots Richtung des vorher beschriebenen Nestosparkplatzes, geht eine Straße zu einer Bergspitze mit wunderbarem Ausblick auf die Nestos-Schlucht. Die Straße ist beschildert als „Scenic road“. Der Ausflug ist unbedingt empfehlenswert.

Insel Thasos: Thassos ist eine grüne Insel mit hohen Bergen und herrlichen Stränden. Sie können die Insel als Tagesausflug besuchen, es lohnt sich aber mehrere Tage dort zu verbringen. Die Überfahrt mit der Fähre von Kavala nach Scala Prinos dauert ca. 1,5 h Std. In Scala Prinos gibt es viele Mietwagen- oder Motorrad-Verleihe, wenn Sie eine Tour rund um die Insel (ca. 100 km) machen wollen. Alternativ gibt es einen Bus, der rund um die Insel und zu Thassos-Stadt (Limenas) fährt.

Berg Athos: (Άγιο Όρος, Ayio Oros) ist von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet. Diese Halbinsel von 390 km² beherbergt über 1700 Mönche in 20 orthodoxen Klöster. Athos ist ein autonomer Staat. Der Besuch ist streng kontrolliert und ist nur männlichen Besuchern erlaubt. Tourist benötigen ein Visum. Es gibt aber auch Sightseeing Boote, die Touren rund um die Halbinsel (ohne Landung) anbieten. Diese erfordern keine Genehmigungen und sind die einzige Option für Frauen, die Berg Athos sehen möchten. Man kann die „Sighseeing Tour“ als Tagesausflug von Kavala aus machen, wenn man frühzeitig aufbricht (ca. 2 Std. Anfahrt). Die Touren in Ouranopolis beginnen ab 10 Uhr.

Der Falakro (90km von Kavala, 2223 m über NN) ist einer der höchsten Berge Griechenlands und eine der „must see“ Attraktionen der Gegend um Drama, gelegen in einer Region mit beeindruckend hohen bewaldeten Bergen und reichen Wasserressourcen. Das Gebiet ist geeignet zum Skifahren im Wintersportzentrum, Wandern, Bergclimbing, für Touren mit Spezialfahrzeugen und Luftsportarten. Im Winter war der Falakro, bis zur Wirtschaftskrise, ein viel besuchtes Skizentrum. Das Wintersportzentrum besteht aus 9 Liften und 20 Pisten und war das größte Wintersportzentrum in der Provinz Makedonien und nach Parnassos zusammen mit Kalavryta das zweitgrößte in Griechenland. Auf Falakro sind 3 Chalets, 4 Geschäfte und Skiverleihe verfügbar, wo auch Skischulen betrieben werden. Ob und wie viel davon aktuell im Winter in Betrieb ist, sollte vorher erfragt werden. Auch das nahe gelegene Wintersportgebiet in Bansco, Bulgarien stellt eine ernstzunehmende Konkurrenz dar. Im Sommer lockt die Vielfalt der Flora und Fauna und die fantastische Aussicht viele Besucher und es ist dort selbst an heißesten Sommertagen angenehm kühl.

Der Rhodopen-Nationalpark kann von von dem Dorf Paranesti aus erreicht werden (60 km von Kavala) oder über Sidironero (80 km). Es ist ein riesiges, dünn besiedeltes Berggebiet mit fantastischen Landschaften, Seen, Wasserfällen und bemerkenswerter Flora und Fauna. Die besten Informationen über dieses Gebiet, in das sich nur wenige Touristen verirren, sind leider nur in Griechisch oder Englisch (www.fdor.gr/index.php, partetavouna.blogspot.gr). An die meisten Sehenswürdigkeiten kommt man nur über Feldwege, die im Sommer aber mit einem normalen Auto befahrbar sind.