Kapstadt
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Kapstadt (Engl: Cape Town; Afrikaans: Kaapstad) ist die Hauptstadt der Provinz Western Cape in Südafrika und befindet sich am Kap der Guten Hoffnung. Ihr unverwechselbares Wahrzeichen ist der Tafelberg.
[bearbeiten] Hintergrund
[bearbeiten] Geschichte
Der Portugiese Bartholomeus Diaz umsegelte bereits 1488 die Südspitze des afrikanischen Kontinents, 1497 segelte Vasco da Gama auf seiner Indienfahrt daran vorbei. Doch erst António de Saldanha ging 1503 in der Tafelbucht vor Anker. Zwischen Europa und dem Fernen Osten entwickelte sich eine rege Handelsbeziehung. Jedoch waren die Schiffe nach Indien vier bis sechs Monate unterwegs, viele der Seeleute litten unter Skorbut und anderen oftmals tödlichen Mangelerscheinungen, da ihnen auf der langen Reise die frischen Nahrungsmittel ausgingen. Auf halber Strecke zwischen Europa und Indien war die Tafelbucht eine der wenigen Stellen, an denen man sicher ankern konnte, und somit gut geeignet, hier frischen Proviant aufzunehmen. Dies erkannte Jan van Riebeeck, ein holländischer Siedler, der die Stadt gründete.
Nördlich von Kapstadt erstreckt sich die "Skeletton Coast", ein berüchtigter Küstenabschnitt, auf dem schon sehr viele Schiffe verunglückt sind.
[bearbeiten] Anreise
[bearbeiten] Flugzeug
Der Cape Town International Airport ist der zweitgrößte Flughafen Südafrikas nach dem Flughafen in Johannesburg. Fast alle Flughäfen im Inland, wichtige Städte in den Nachbarländern und einige Ziele in Europa und Asien werden direkt angeflogen. So fliegt die Lufthansa in Zusammenarbeit mit South African Airways nonstop von Frankfurt nach Kapstadt, und die LTU ab Düsseldorf und München. Edelweiss/Belair fliegt gelegentlich ab Zürich nach Kapstadt. KLM fliegt via Amsterdam mehrmals wöchentlich und British Airways via London täglich ohne Zwischenaufenthalt nach Kapstadt. Die USA sind ebenfalls von Kapstadt zu erreichen; mit South African Airlines in Zusammenarbeit mit United Airlines.
Der Flughafen liegt etwa 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Am Flughafen befinden sich einige Geldautomaten (auch für EC-Karten) und Mietwagenstationen im Ankunftsbereich. Auch stehen genügend Taxis vor dem Terminal bereit. Dabei sollte man aber darauf achten, ein offizielles Taxi zu benutzen. Dies mag im ersten Moment zwar etwas teurer sein, ist aber definitiv zuverlässiger. Bei privaten Taxis muss man damit rechnen, dass unnötige Umwege gefahren und so den Preis in die Höhe getrieben wird.
[bearbeiten] Bahn
Das Fernnetz der südafrikanischen Eisenbahn ist nicht mit dem Europas zu vergleichen. Dennoch bietet die Eisenbahngesellschaft Spoornet verschiedene Verbindungen nach Kapstadt an. Man kann von Johannesburg und Durban mit der Bahn Kapstadt erreichen. Auf Grund der Länge der Strecken handelt es sich dabei um Züge, die meist mehr als einen Tag unterwegs sind. Die Züge besitzen aus diesem Grund Liegewagen verschiedener Kategorien und einen Bistrowagen. Wer die edle Variante des Eisenbahntransportes wählt, kann auf den berühmten Blue Train zurück greifen. Die modernen Züge verbinden Tshwane (Pretoria) und Johannesburg mit Kapstadt. Diese ehemals wichtigste Verbindung zwischen den politischen und wirtschaftlichen Zentren Südafrikas lebt heute überwiegend vom Tourismus. Leider stimmt bei dieser Verbindung das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht und der Bus ist meist deutlich günstiger. Alternativ zum Blue Train kann der Eisenbahnliebhaber mit den Dampfzügen von Rovos Rail nach Kapstadt fahren. Teilstrecken werden von Dampflokomotiven betrieben. Bei den Schlafwagen handelt es sich um alte Wagen, die liebevoll restauriert wurden. Der Charme dieser Züge ist unbestritten und es werden unterwegs verschiedene Stopps eingelegt, so zum Beispiel in Kimberley beim Big Hole und in Matjesfontein. Um von den Vororten Kapstadts in die Innenstadt zu gelangen bieten sich Nahverkehrszüge der Metrorail an. Sie sind preiswert und relativ schnell. Aber bitte nicht am falschen Ende sparen. Auf das Ticket der dritten Klasse sollte man verzichten. Für Besucher, die nicht gerade südafrikanisch aussehen und sofort als Touristen erkannt werden, könnte dies mit dem Verlust von Geld und Wertsachen verbunden sein.
[bearbeiten] Bus
Alle wichtige Überlandbusgesellschaften fahren Kapstadt an. Reisen nach und von Kapstadt sind so vollkommen unproblematisch. Zu den wichtigsten und größten Unternehmen gehören Greyhound Cityliner, Translux Intercity und Mainliner Intercape. Der überregionale Busbahnhof von Kapstadt befindet sich neben dem Bahnhof an der Adderley Street. Zusätzlich wird Kapstadt auch durch BazBus bedient. Dies ist eine besonders auf die Belange von Backpackers ausgerichtete Busgesellschaft. Das Lokale Busnetz von Golden Arrow ist nicht besonders gut ausgebaut und unzuverlässig. Um in die Vororte zu kommen sollte man auf den Vorortzug von Metrorail, das Taxi oder den Mietwagen zurückgreifen.
[bearbeiten] Auto
- Die N1 verläuft durch die Karroo nach Bloemfontein und Johannesburg und Pretoria und von dort weiter nach Harare. Die Fahrzeit beträgt im günstigsten Fall 24 Stunden.
- Die N7 Verbindet Kapstadt mit der West Coast und ist die direkte Verbindung nach Namibia. Auf der Strecke werden Orte wie zum Beispiel Malmesbury, Citrusdal und Clanwilliam, Vanrhynsdorp und Springbok durchfahren. Am Orange River wird die Grenze nach Namibia erreicht. Von der Grenze geht es via Keetmanshoop weiter nach Windhoek. Die Strecke bis Windhoek kann in zwei Tagen geschafft werden, ohne dass man zu sehr rasen muss.
[bearbeiten] Schiff
Kapstadt ist auch mit dem Schiff zu erreichen. Ein regelmäßiger Verkehr wird zur Zeit nur vom Royal Mail Ship St Helena aufrechterhalten. Bis zu zwei Mal im Jahr fährt die RMS St Helena auf der Strecke von Portland (Großbritanien) nach Kapstadt. Auf dem Wege werden Teneriffa, St Helena, Ascension, Walfischbucht und Lüderitz angefahren. Häufigere Abfahrten werden mit Frachtschiffen angeboten. Diese Fahren, je nach Streckenführung, fahren einige Häfen in Europa an und nehmen dann direkten Kurs auf Kapstadt. Anbieter für eine solche Reise ist zum Beispiel die Deutsche Afrika Linie. Sie arbeitet zusammen mit der südafrikanischen Safemarine. Wer eines der luxuriösen Kreuzfahrtschiffe bevorzugt kann auch in diesem Fall aus einem großen Angebot schöpfen. Fast alle weltweit operierenden Kreuzfahrtgesellschaften fahren auf ihren Weltreisen Südafrika und Kapstadt an. So ist zum Beispiel die Europa von Hapag Lloyd und die Queen Elizabeth 2 der britischen Cunard Line schon häufiger Gast in Kapstadt gewesen. Man darf dabei allerdings nicht vergessen, daß eine Schiffsreise entsprechend lange dauert. Die durchschnittliche Reisedauer beträgt mindestens 14 Tage. Auf einem Frachter bedeutet es, viel Lesestoff mitzubringen, da an Bord dieser Schiffe kein großes Unterhaltungsprogramm geboten wird.
[bearbeiten] Mobilität
Eine nette, günstige wenn auch nicht immer ungefährliche Möglichkeit sind die MiniCabs. Sie sind notorisch überfüllt und trotzdem nie voll. Allerdings kann man so auch nette Gespräche beginnen und Leute kennenlernen. In Kapstadt wird allgemein davon abgeraten (den Touristen) die Minibusse nach Einbruch der Dämmerung zu nutzen, da dann ein erhöhtes Risiko besteht ausgeraubt zu werden.
Am sichersten sind offizielle Taxis. Der Kilometerpreis liegt lediglich bei rund R10. Das Stadtzentrum ist aber auch leicht per Fuß erkundbar - was wieder tagsüber gilt und nachts nur in den belebten Kneipen- und Touristengegenden.
Wer unabhängig sein möchte sollte sich schon in Deutschland einen Mietwagen reservieren. So kann man sich frei bewegen und auch Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen. Bitte Achtung! Tankstellen akzeptieren keine Kreditkarten. Hier muss bar bezahlt werden, oder mit einer Tankkarte. Einige Mietwagen-Anbieter in Deutschland haben eine solche Tankkarte automatisch mit im Paket eingeschlossen. Die Abrechnung des Treibstoffes erfolgt dann mit der Mietwagenfirma in Südafrika. Meist ist aber ein Geldautomat an den Tankstellen vorhanden.
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[bearbeiten] Kirchen
- St. George`s Cathedral
[bearbeiten] Bauwerke
- Bertram`s House
- City Hall
- Castle of Good Hope
- Koopmans de Wet House
- Groote Kerk
- Parlament
- Old Town House
[bearbeiten] Denkmäler
[bearbeiten] Museen
- South African National Gallery, Government Avenue, ☎ +27 (0)21/ 467 4660 (info@iziko.org.za, fax: +27 (0)21/ 467 4660), [1]. Öffnungszeiten: Di. - So.: 10 Uhr bis 17 Uhr. Geschlossen am Montag und Tag der Arbeit. Eintrittspreise: Erwachsene: R10,00. Kinder: R5,00. Studenten und Senioren kostenlos mit Ausweis. Eintritt am Samstag ist kostenlos. edit
- South African Museum, 25 Queen Victoria Street, ☎ +27 (0)21/ 4813800 (info@iziko.org.za, fax: +27 (0)21/ 4813993), [2]. Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr. Geschlossen am Weihnachtentag und Karfreitag. Eintrittspreise: Erwachsene: R10,00. Kinder: R5,00. Studenten und Senioren kostenlos mit Ausweis. Eintritt am Samstag ist kostenlos. edit
- District Six Museum (info@districtsix.co.za), [3]. edit
- Bo-Kaap Museum, 71 Wale Street, ☎ +27 (0)21/ 4813939 (info@iziko.org.za, fax: +27 (0)21/ 4813938), [4]. Öffnungszeiten: Mo. - Sa.: 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Geschlossen am Sonntag, Eid Fierentage, Karfreitag und 2. Januar. Eintrittspreise: Erwachsene: R5,00. Kinder: R2,00. Studenten: R3,00.. edit
[bearbeiten] Straßen und Plätze
- Adderley Street - Verbingugstrasse zwischen dem Banhof und dem Parlament
- St Georges Mall
- Green Market Square
- Grand Parade
- Long Street
[bearbeiten] Parks
- Company`s Garden - die grüne Lunge des Stadtzentrums. Der älteste Park der Stadt, war früher der Gemüsegarten der Holländischen Ostindien Company und wurde Mitte des 19. Jahrhundert in einen einen Park verwandelt. Die Oase ist ideal zum Entspannen während einer Stadttour. Rund um den Park befinden sich viele historische Gebäude, einige Museen, Archive und auch das Parlament
- Kirstenbosch Botanical Gardens - Der botanische Garden liegt an den Osthängen des Tafelberg und beherbergt über 6.000 verschiedene Pflanzenarten, davon sind viele endemisch.
[bearbeiten] Verschiedenes
Township - Langa - Walkingtour mit Kind Es gibt Orte, die treiben manchen Menschen allein beim Gedanken eine schaurige Gänsehaut über den Rücken. Nachts allein im Central- Park oder verloren in einem Township in Südafrika. Beide Beispiele gehören für viele Touristen nicht zu den angenehmsten Vorstellungen. Im einem Traum wacht man an dieser Stelle schweißgebadet auf. Das hier jedoch ist kein Traum. Wir befinden uns nahe Kapstadt und stehen ganz real und mitten in einem riesigen südafrikanischen Township mit dem unauffälligen Namen Langa. In diesem für uns unbegreifbaren Labyrint leben etwa zwei Millionen Menschen. Sie sind alle schwarz, farbig wie man auch sagt und das ist das eigentlich Erstaunliche, neben der Armut, die hier an jeder Stelle offensichtlich ist.
In Kapstadts Flaniermeile, der Waterfront, in den Geschäften, den Restaurants und Bars herrscht die Farbe weiß vor. Schwarz sind die Bedienungen, die Tellerwäscher, die Putzkolonnen. Alles ist sauber, die Qualität der Waren in den Geschäften ist für die Oberschicht ausgelegt, für Touristen und auf hohem, mitteleuropäischem Niveau. Die Restaurants sind hervorragend, das Leistungsniveau beim derzeitigen Kurs des Rand ist glänzend. Langa ist das genaue Gegenteil. Deutlich spürbar sind die Menschen arm, Geschäfte sind zumeist Stände an der Straße oder einfache Bretterbuden, windschief und manchmal wundert man sich, dass sie nicht schon längst zusammengebrochen sind. Kinder spielen mit den einfachsten Spielzeugen, ein Ball, ein Holzbrett, ein Einkaufswagen, der zu einem Rennauto umgebaut wird. Kinder sind erfinderisch. Warum eine Townshiptour? Vielleicht war es die Empfehlung, auch das andere Afrika kennenzulernen, vielleicht aus Interesse. Vielleicht auch ein wenig Voyeurismus.
Wahrscheinlich war es von allem ein bisschen als uns Khonaye, unser Guide, und sein weißer Fahrer Garth morgens in einem modernen Mercedeskleinbus im Hotel abholten. Wir waren die einzigen Teilnehmer und hatten uns im Vorfeld gefragt, ob eine solche Tour für einen fünfjährigen Jungen zumutbar ist. Schließlich gibt es viel Elend, zudem hatten wir uns für die „walking tour“ entschieden und waren nicht sicher, ob das zu anstrengend oder langweilig würde. Langweilig war es nicht und vor allem ich hatte nicht mit der emotionalen Kraft gerechnet, mit der unser Besuch auf mich wirkte und einen bleibenden Eindruck hinterließ. Vielleicht war es für mich das emotionalste Erlebnis der Reise, neben der großartigen Landschaft, neben Elefanten, Affen und dem wunderbarem Essen in den Winelands. Zunächst waren es die Kinder, die uns neugierig und fröhlich entgegen kamen. Dann weitere Eindrücke: Die Sozialstation, karg und doch eine soziale Gemeinschaft. Präservative werden hier verschenkt. Aids ist ein großes Problem in Südafrika und besonders in den Townships. Auch Kriminalität, Alkohol und Drogen. In manche Gebiete trauen sich Polizisten nicht hinein und die „Schwarze Community“ löst ihre Probleme ohnehin bevorzugt unter sich. Ja, sie ist da, die Gewalt, die Armut und auch das Elend. Aber nicht vorherrschend. Es ist ein Teil des Lebens im Township, nicht das Leben selbst. Wäsche flattert in bunten Reihen an der Leine zum Trocknen. Sechzehn Menschen teilen sich eine Küche, die den Namen nicht verdient. Waren liegen offen ausgelegt auf der Straße, an Ständen. Den Frisör findet man gleich neben dem Schuster in einer Bretterbude an der Straße. Der Metzger hingegen steigert seinen Umsatz durch eine innovative Idee. Im Hinterzimmer kann man sich sein Fleisch selber grillen und auch essen. Von dem Angebot wird gerne Gebrauch gemacht.
Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass sich das Leben hiergar nicht so sehr von unserem unterscheidet. Damit ist nicht die Unterdrückung und die soziale Ungerechtigkeit gemeint, die der schwarzen Bevölkerung über hunderte von Jahren wiederfahren ist, nicht die Vertreibung, die Gewalt oder der Ausschluss von den Möglichkeit an Bildung. Nein, es scheint aber so, dass die Menschen, die wir getroffen haben, keinen unglücklichen Eindruck gemacht haben. Häufig war zu unserem Erstaunen das Gegenteil der Fall und wir fragten uns etwas verunsichert, woher diese Lebensfreude, diese innere Würde und die Freundlichkeit kommen? Fast alle Leute haben gerne auf unsere Fragen geantwortet und ihre Antworten waren oft verblüffend einfach. Der Wunsch nach besserem Wohnraum, nach etwas mehr Wohlstand, dass es der Familie gut geht und man gesund ist.
Khonaye führte uns auf unserem weiteren Weg in das Haus seiner Tante. Viele Menschen leben dort. Es wuselt vor Kindern, ein Baby wurde gebadet und dann gestillt und wie die vielen Leute in dem einen Bett unterkommen, war uns nicht ganz klar. In der Hütte gab es Strom, Sofas, sogar eine Mikrowelle und den obligatorischen Fernseher. Das Leben erfolgt auf engem Raum aber offensichtlich funktioniert es ganz gut.
Tante Lou hatte uns herzlich aufgenommen. Ja, Khonaye komme öfter mit Fremden vorbei. Ob Sie das nicht störe, wollte ich wissen. Nein, meinte sie, es seien fast immer nette Leute und es ist doch interessant mit Fremden zu sprechen. „You make my day happy“, sagte sie. Man könne auch so viel lernen davon. Mich interessierte, wie es z.B. an Weihnachten in den Townships in Südafrika sei. Bei 30 Grad konnte ich mir das nur schwer vorstellen. Wird Weihnachten gefeiert wollte ich wissen, gibt es einen Weihnachtsbaum? Bei einem Glas selbstgebrauten Ingwerbier gabt uns Tante Lou lachend die Antwort: Oh ja, Weihnachten werde gefeiert und man habe einen kleinen Plastikweihnachtsbaum mit Lichterkette. Vor allem aber sind die Kinder unheimlich aufgeregt und freuen sich schon Tage vorher auf die Geschenke. Irgendwie kam mir das bekannt vor.
PS: Wir waren für knapp vier Wochen in Südafrika. Das Land läßt sich mit einem Kind sehr gut bereisen. Die Township-Tour war mit unserem fünfjährigen Sohn Luca sehr gut zu machen. Für ihn war es irgendwie auch gar nichts besonderes. Am befremdlichsten war für ihn, dass er die andern Kinder nicht verstanden hat. Wir haben uns übrigens zu keiner Zeit der Tour unsicher gefühlt und mein fotografischer Blick war insbesondere begeistert von den ausdrucksvollen Gesichtern und den spannenden Motiven. Ich wäre gerne ein paar Tage mit der Kamera geblieben. Unser Dank gilt Khonaye und seiner Familie für die sehr privaten Einblicke und die herzliche Betreuung. Die Camissa Town Ship Touren sind z.B. buchbar über „African Travel Concept“ in Kapstadt (www.atctravel.co.za).
- V&A Waterfront.
- Die Victoria & Alfred Waterfront ist eines der Vergnügungsviertel Kapstadts. Aus den alten Hafenanlagen entstand seit 1988 eine kleine Unterhaltungsstadt. Neben Shopping Malls finden sich hier auch viele Restaurants, Kinos, Theater, Bars und Kneipen, Touristeninformation und Hotels. Mit kleinen Booten kann man Hafenrundfahrten machen. Am Old Clock Tower an der Waterfront fährt auch die Fähre nach Robben Island los.
- Unmittelbar neben der Waterfront befindet sich einer der größten Hochseehäfen Südafrikas. An den Docks gibt es auch Werften, einen Fischereihafen und ein geschäftges Treiben. edit
- Two Oceans Aquarium, [5]. tägl. 9:30-18:00 Uhr.
Das in der V&A Waterfront gelegene Two Oceans Aquarium bietet einen Einblick in die Fauna und Flora der Meere am Kap. Erwachsene: R70; Kinder: R32; Ermäßigt: R55. edit
Der West Coast National Park liegt ca. 120 km nördlich von Kapstadt. Bekannt ist die Blütenpracht nach den Winterregen. Dann legen sich wahre Blütenteppiche über das Land. Aber auch im restlichen Jahresverlauf lohnt sich ein Besuch. Man kann in der Langebaan Lagoon wunderschön baden oder stundenlange Wanderungen an nahezu unberührten Stränden unternehmen. Die Tierwelt betreffend wird der Besucher besonders fasziniert sein von den vielen Schildkröten und den unzähligen Vogelarten.
- Tafelberg
- Signal Hill
- Robben Island
- Rhodes Memorial
- Cape Winelands - Weinanbaugebiete um Durbanville, Stellenbosch, Paarl, Franschhoek, Malmesbury und Worcester.
- Ratanga Junction
[bearbeiten] Aktivitäten
[bearbeiten] Tauchen
Kapstadt liegt an zwei Ozeanen, dem Atlantik und dem Indischen Ozean. Der Atlantik ist sehr kalt (ca. 10°C), hier gibt es Kaltwasserkorallen und Kelp-Wälder, in denen sich Robben tummeln. Der Indische Ozean ist etwas wärmer, dadurch sind hier auch die bunteren Fische zu sehen. Ein sehr beliebter Nervenkitzel sind Käfigtauchgänge mit Haien, die einige Tauchshops anbieten.
In Kapstadt selber gibt es das Two Oceans Aquarium, in dem es auch möglich ist, zu tauchen.
Tauchshops:
- Scuba Shack Cape Town, inside the Long street travel centre, 289 Long Street, ☎ +27 21 424 2233 (fax: +27 21 424 9368), [6]. edit
- Pro Divers, Shop 88b; Main road; Seapoint, ☎ +27 21 433 0472 (fax: +27 21 433 0472), [7]. Hat auch eine Zweigstelle in der V&A Waterfront (wo genau?). edit
[bearbeiten] Einkaufen
Südafrika hat außer Platin, Gold und Diamanten noch mehr zu bieten: Eine große Auswahl an Inneneinrichtungsgegenständen, Antiquitäten, hochwertiger Outdoorbekleidung, Kleidung und Accessoires aus Büffel- und Straußenleder, Artikel südafrikanischer Designer und Künstler ist vorhanden.
In Kapstadt und seinen Vororten haben sich viele gut gelegene Einkaufsmalls angesiedelt. Das Victoria & Alfred Waterfront Einkaufszentrums in der Hafengegend. Diese Mall liegt am Wasser, viele Besichtigungstouren und Rundfahrten nehmen hier ihren Anfang. Neben einer großen Auswahl an Geschäften, finden sich auch immer wieder Straßenhändler und Musikanten ein. Das in Kapstadts Weingebiet gelegene Constantia Village mit seinen Luxusgeschäften und dem Angebot an Schuhen und Handtaschen von südafrikanischen Designern oder das riesige, nördlich von Kapstadt gelegene Einkaufszentrum Canal Walk mit seinen 400 Läden, zahlreichen Restaurants und einigen Kino sind weitere bekannte Malls. Auch in den Vororten Kapstadt gibt es vorallem im Cape Quarter De Waterkant jung designten Gegenständen! Auch in Kapstadts Umgebung finden sich einige Einkaufsmöglichkeiten ein.
Die meisten großen Einkaufszentren sind 7 Tage die Woche geöffnet; in Vororten können die Läden jedoch Sonntags geschlossen sein: Montag – Samstag: 9.00 bis 17.00 Uhr Sonntag: 9.00 bis 14.00 Uhr
- Long Street
- Waterfront
Die berühmte Victoria & Alfred Waterfront bietet eine Menge Läden mit allen Waren des täglichen Bedarfs, Luxusartikeln und Andenken.
- Canal Walk (Ratanga Mall)
[bearbeiten] Küche
[bearbeiten] Günstig
- Mama Africa Restaurant & Bar, 178 Long Street, ☎ +27 (0)21 424 86 34. Bekanntes Restaurant mit afrikanischer Küche. Touristisch aber nett. Einordnung "günstig" ist noch zu prüfen. edit
- Toni's in Kloof Street, 88 Kloof Street, ☎ +27 (0)21 423 7617. Köstliche portugiesische Küche mit den besten und günstigsten Garnelen in Kapstadt. edit
[bearbeiten] Mittel
- Belthazar, Shop 153, Victoria Wharf, V&A Waterfront, ☎ +27 21 421 3753 (info@slickrestaurants.com, fax: +27 21 421 3748), [8]. Geöffnet laut Homepage ''von Mittags bis spät''. Schönes, sehr gutes Steakhouse mit Aussicht auf den Tafelberg. Riesige Weinauswahl. edit
- Pearl
[bearbeiten] Gehoben
- Tantris (Gardens)
- Buitenverwachiting (Contantia)
- Aubergine
- Quay Four
- Cape Grace
- Five flies
[bearbeiten] Ausgehen
- Long Street
- Sea Point
- Observatory
- Waterfront
Die Victoria & Alfred Waterfront ist das größte Vergnügungsviertel der Stadt. Hier gibt es unzählige Boutiquen, Restaurants, Bars und Kneipen.
[bearbeiten] Günstig
[bearbeiten] Mittel
- Observatory ist ein Teil der Southern Suburbs. Da die Universität um die Ecke liegt, leben hier viele Studenten und hier befinden sich auch viele Backpacker. In der Main Street gibt es viele Pool Bars und Restaurants. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei und man kommt mit den jungen Leuten gut bei einer Runde Billard ins Gespräch. Cool Runnings ist eine Strandbar, in der Abends viel los ist.
[bearbeiten] Gehoben
[bearbeiten] Unterkunft
[bearbeiten] Günstig
- Cactusberry Lodge*** http://www.cactusberry.net.ms liegt 200m von Gardens Shopping Centre,10min zu Fuss bis Green Market Square.Komfortable Doppelzimmer en suite, excellentes Frühstück, sehr gute Preis/Leistung.ab R280.-ppn
- Tudor Hotel in Zentrum von Kapstadt, direkt am berühmten Greenmarket Square. Alle Attraktionen (Waterfront, Innenstadt, Kap-Halbinsel) sind von hieraus leicht zu erreichen. Die Zimmer haben eine gute Ausstattung und sind sehr günstig (ab R210), vor allem bei der hervorragenden Lage.
- Nine Flowers Guest House http://www.nineflowers.com Im historischen Zentrum von Kapstadt. Saubere Zimmer, tolles Fruehstueck, gutes Preis-Leistungsverhaeltnis. Und sehr hilfreiche Besitzer. Absolut empfehlenswert.
[bearbeiten] Mittel
- Das Bayflowers Guest House liegt sehr zentral in Green Point, wenige Minuten zu Fuss zur Promenade, zur Waterfront und in die Innenstadt. Saubere, huebsche Zimmer, Garten mit Pool, ruhige Lage, tolles Fruehstueck, guenstiger Preis und nettes, hilfsbereites Personal. Wir koennen das Bayflowers wirklich empfehlen!
- Die Sunset Lodge befindet sich im Vorort Bloubergstrand, der für seine weißen Strände und den weltbekannten Blick auf den Tafelberg berühmt ist. Die Lodge befindet sich in einer der ruhigeren Ecken und liegt direkt am Meer. Die luxuriös ausgestatteten Zimmer haben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und die Lodge hat schon viele sehr gute Qualifikationen erhalten.
- In der direkten Nachbarschaft (zwei Häuser nebenan) befindet sich das Secret Garden Guesthouse **** , welches über fünf luxuriöse mit vier Sternen ausgezeichnete Appartements verfügt. Appartement für zwei Personen ab 49 Euro pro Nacht mit zwei Personen.
- Noch ein Geheimtipp ist die Durbanville Weinroute im Norden von Kapstadt - hier befindet sich das grapevine cottage guesthose **** . 4-Sterne Frühstück mit Blick auf das Weinland, entspannen am Pool, und ein Abendessen in einem der Weingüter in der Nähe - viel schöner kann Kapstadt nicht sein. Ein Zimmer mit Frühstück gibt es schon ab R300.- pro Person, ein Appartment für 4 Personen ist ab R500.- verfügbar.
[bearbeiten] Gehoben
- Zu den Top Adressen in Kapstadt zählt sicherlich das altehrwürdige Hotel Mount Nelson. Wer sich hier keine Übernachtung leisten kann, sollte es aber nicht verpassen einmal zum Tee vorbei zu schaun. Der Charme des britischen Kolonialreiches kann hier geatmet werden.
Darüber hinaus darf man die ***** Hotels an der Waterfront nicht vergessen. Dazu zählt das Table Bay und das Cape Grace. Vor den Toren der Waterfront sind neu das Arabella Sheraton, das Holiday Inn Waterfront und das The Cullinan entstanden. Luxus pur verspricht die Villa Atlantica. Sie bietet absolute Luxus-Appartments in Kapstadts nobelstem Vorort Camps Bay, direkt am Atlantik und mit Blick auf die bekannten "Zwölf Apostel". Die Appartments sind ab R2600 erhältlich. Man sollte aber schon länger vorher buchen, da sie oft ausgebucht sind.
[bearbeiten] Lernen
[bearbeiten] Arbeiten
Um in Südafrika zu arbeiten, muss man einige Bedingungen erfüllen. Voraussetzung ist eine Arbeitserlaubnis. Diesbezüglich wendet man sich am besten an die südafrikanische Botschaft in Berlin. Wer ein Studienpraktikum in Südafrika absolvieren möchte, sollte sich an seiner Universität oder direkt beim DAAD informieren, welche Möglichkeiten hier geboten werden. Für die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis wendet man sich dann anschließend ebenfalls an die Botschaft. Ebenso gibt es studentische Austausschprogramme und Praktika.
Auch private Agenten bieten ihre Dienste bei der Jobsuche an.
[bearbeiten] Sicherheit
Kapstadt ist nach Johannesburg die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate weltweit. So besitzt Kapstadt Stadtteile die nicht ungefährlich sind. Wer einen Einblick in das Leben eines Townships bekommen möchte, kann dies auf geführten Touren bekommen. Wie in allen Städten der Welt gibt es auch in Kapstadt Kleinkriminalität. Bitte nicht die teure Videoausrüstung und den gesammten Familienschmuck zur Schau stellen. Es ist nicht unbedingt erkennbar, ob es sich um Modeschmuck oder etwas wertvolles handelt. Aus diesem Grund so einfach und unspektakulär wie möglich aussehen. Nach Büroschluß sollte man sich nicht mehr im Stadtzentrum zu Fuß aufhalten, oder durch Parks spazieren. Ausnahmen sind zum Beispiel die Vergnügungsgebiete in der Longstreet, in Seapoint, an der Waterfront oder in Observatory.
[bearbeiten] Gesund bleiben
Grundsätzlich gilt bei diesem Thema, daß vor Reisebeginn der Hausarzt aufgesucht wird. Nur ein Arzt darf entsprechende medizinische Auskünfte geben.
Kapstadt und die gesammte Province Western Cape ist absolut Malaria frei. Alle diesbezüglichen Mittel dürfen bei einer Reise in diese Region getrost zu Hause bleiben, dies gilt allerdings nicht ganzjährig für das gesamte Südafrika. Impfungen sind nicht vorgeschrieben.
Ein sehr großes Problem in Kapstadt ist die hohe HIV- Verbreitung. Genauere Zahlen gibt es dazu nicht, aber man geht davon aus, dass sogar im mondänen Kapstadt ein sehr großer Teil der armen Bevölkerung HIV-Positiv ist. Dieses darf niemals vergessen werden. Beachtlich (und für Touristen besonders gefährlich) ist die sehr hohe Dunkelziffer an Infektionen.
Wer in Kapstadt einen Arzt benötigt, der kann sich an Dr Pieper wenden. Dr Pieper spricht deutsch und hat seine Praxis sehr zentral in der Kloofnek Road.
Die medizinische Versorgung in Südafrika ist hervorragend und so sind auch die Krankenhäuser in Kapstadt sehr gut ausgestattet. Man sollte nie vergessen, daß in Kapstadt die erste Herztransplantation vorgenommen wurde. Einen großen Unterschied besteht aber zwischen private und governmantel hospitals. Um einen deutschen Standard zu bekommen, sollte man auf jeden Fall ein nicht-staatliches Krankenhaus aufsuchen.
Zudem gibt es sehr viele kleine Privatkliniken für Schönheitsoperationen. Derzeit gibt es einen großen Trend zum Medizintourismus nach Südafrika.
[bearbeiten] Klarkommen
Die Menschen in Kapstadt und Umgebung sind sehr freundlich und hilfsbereit. Es findet sich auch häufiger als man denkt jemand, der etwas Deutsch spricht. Orientieren kann man sich immer am im Zentrum gelegenen Tafelberg. Die eigentliche Stadt ist relativ klein und überschaubar. Erst wenn man in die vielen Vororte möchte wird es komplizierter. Bitte nicht in alle Vororte unvorbereitet fahren. Es gibt leider Gegenden, in denen ein Tourist sich nicht aufhalten sollte. Nebenbei bemerkt, die gibt es auch in Miami und New York, es ist also kein Südafrika spezifisches Problem. Am besten man erkundigt sich beim Hotelier oder bei anderen Einheimischen. Geübte Globetrotter erkennen vielfach auch ohne diese Informationen wo sie sich bewegen können und wo nicht. Eine Reise nach Kapstadt bietet garantiert etwas Afrika mit etwas Europa gepaart. Als Einstieg in Reisen nach Afrika unbedingt zu empfehlen. Wer sich nicht allein traut, kann entsprechend begleitete Rundreisen buchen.
[bearbeiten] Fremdenverkehrsamt
- Fremdenverkehrsamt, Cnr Burg und Castle Streets, ☎ +27 21 487 6800 (capetown@tourismcapetown.co.za, fax: +27 21 487 6859), [9]. edit
[bearbeiten] Vertretungen
- Schweizerisches Generalkonsulat, No. 1 Thibault Square, 26th Floor, ☎ +27 (21) 418 36 65 (cap.vertretung@eda.admin.ch, fax: +27 (21) 418 36 88), [10]. Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: von 9 Uhr bis Mittag. edit
- Deutsches Generalkonsulat, 19th Floor, Safmarine House, 22 Riebeek Street, ☎ +27 (21) 405 30 00 (info@germanconsulatecapetown.co.za, fax: +27 (21) 421 04 00), [11]. edit
[bearbeiten] Kommunizieren
In Kapstadt spricht fast jeder zumindest einige Brocken Englisch. Die wohl wichtigsten Sprachen sind Afrikaans, fast alle Farbigen sprechen diese Sprache und Englisch. Dazu kommen die Sprachen der zugewanderten schwarzen Bevölkerung. Darunter ist am häufigsten Xosa und Zulu. Weiterhin lebt eine große deutsche Kolonie in Kapstadt, so daß man zumindest bei den touristischen Hauptattraktionen meist auch eine deutschsprachige Hilfe findet. Selbst in dem kleinen Ort Paarl kann es passieren, dass man plötzlich in der Apotheke auf Deutsch angesprochen wird. Die Eltern waren nach dem Krieg nach Südafrika ausgewandert.
[bearbeiten] Weiter geht's
Von Kapstadt führen viele Wege in die Welt. Wer nur kurze Zeit in Südafrika ist, fliegt vielleicht von hier nach Durban oder in den Kruger National Park. Mit dem Auto kann wunderbar entlang der West Coast nach Namibia weiterfahren, oder durch die Karoo das Landesinnere entdecken oder aber entlang der Südküste zum südlichsten Punkt Afrikas und der Garden Route fahren. Wer Kapstadt als letzten Ort auf seiner Reise durch das südliche Afrika besucht hat, wird hier hoffentlich mit guten Erinnerungen das Flugzeug besteigen und sich schon auf den nächsten Afrika-Aufenthalt freuen.
[bearbeiten] Weblinks

