Kamerun
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| Lage | |
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| Flagge | |
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Yaoundé |
| Staatsform: | Präsidiale Republik |
| Währung: | CFA-Franc (XAF) |
| Fläche: | 475.442 km² |
| Bevölkerung: | 16,1 Mio |
| Sprachen: | Französisch , Englisch (offiziell), Bantusprachen |
| Religionen: | Naturreligionen 40 %, Christen 40 %, Muslime 20 % |
| Telefonvorwahl: | +237 |
| Internet TLD: | .cm |
Kamerun liegt in Westafrika. Angrenzende Länder sind Nigeria, der Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Gabun und Äquatorialguinea.
[bearbeiten] Regionen
[bearbeiten] Städte
| 1. | Douala | 3.500.120 | ||
| 2. | Yaoundé | 2.000.050 | ||
| 3. | Garoua | 287.586 | ||
| 4. | Bamenda | 229.109 | ||
| 5. | Maroua | 205.635 |
[bearbeiten] Weitere Ziele
- Buea (Haus des deutschen Gouverneurs)
- Mount Cameroon (4100 m)
- Mandara-Berge (Nordkamerun an der Grenze zu Nigeria) und Waza Nationalpark.
Zu empfehlen ist die Anreise zuerst nach Maroua, um von hier ein Fahrzeug zu mieten und den Ausflug zu planen. Die Anreise nach Maroua dauert von Yaoundé auf dem Landweg 3- 4 Tage, je nach Dauer der Zuganreise und Straßenverhältnissen. Die Reise ist anstregend lohnt aber, da man hautnah den Wechsel der Vegetation vom tropischen Regenwals bis zur Trockensavane erlebt. Wem das zu stressig ist, oder auf dem Rückweg Zeit sparen will, der kann Fliegen. Siehe auch: Reiseroute Nordkamerun
[bearbeiten] Hintergrund
Bevor die Europäer in Afrika sich Gebiete als Kolonien unterwarfen, waren die meisten Volksstämme unabhängig. Lediglich das nördliche Gebiet war verbunden mit den angrenzenden Gebieten von Nordnigeria und Tschad. Diese Gebiete bildeten den islamisch-geprägten Staat von Kanem-Bornu. Im Süden begannen Missionare mit Verbreitung des christlichen Glaubens (z.B. Alfred Saker). 1884 schloss das Deutsche Reich einen Schutzvertrag mit dem König der Dualas (Manga Bell) und kam somit einer geplanten Besitzergreifung durch Großbritannien zuvor. Daher hieß diese Kolonie "Deutsches Schutzgebiet von Kamerun". Das Deutsche Reich hatte aufgrund des Schutzvertrages Anspruch auf des gesamte Hinterland und setzte diesen auch hoheitlich durch. Eine Kündigung des Schutzvertrages wurde verhindert durch einen Hochverratsprozess und endete mit der Hinrichtung von Manga Bell, obwohl viele Vertreter der christlichen Kirchen dagegen protestierten oder wenigstens Milde verlangten. In der deutschen Kolonialzeit wurde mit dem Eisenbahnbau begonnen und eine funktionierende Verwaltung aufgebaut, Plantagen angelegt, die bis heute eine wirtschaftliche Grundlage weiter Teile der Bevölkerung darstellen. Im ersten Weltkrieg gab es heftige Kämpfe zwischen den zählenmäßig unterlegenen Deutsch-kamerunischen Truppen und den britischen und französischen Kolonialtruppen bis 1916 die deutschen Schutztruppen kapitulierten. Nach dem ersten Weltkrieg war Kamerun geteilt. Wobei Großbritannien nur einen Streifen entlang der Grenze zu Nigeria übernahm und Frankreich alles andere. Im zweiten WEltkrieg wurden auch französisch-kamerunische Truppen an der Seite der Alliierten gegen die Achsenmächte und deren Vasallen (Vichy-Frankreich) eingesetzt. 1960 Kamerun erlangt die Unabhängigkeit von Frankreich. 1961 ein Teil des britisch verwalteten Gebietes kommt zurück zu Kamerun (Nord-West und Süd-West). Erster Präsident Ahidjo, seit 1984 Präsident Biya. Die Wirtschaft ist heute konzentriert in Douala und Yaounde.
[bearbeiten] Anreise
[bearbeiten] Flugzeug
Linienflüge: Anreise von Eruopa aus mit dem Flugzeig ohne Probleme möglich. Es fliegen, aus der näheren Umgebung von Deutschland: KLM (Amsterdamm), Royal Air Maroc (Frankfurt via Casablanca), SWISS (Zürich), Air France (Paris) und andere.
Die beiden internationalen Flughäfen in Kamerun liegen in Douala (DLA) und Yaounde. Anreise zu beiden Flughäfen möglich.
[bearbeiten] Bahn
[bearbeiten] Bus
[bearbeiten] Auto
[bearbeiten] Schiff
Evtl. über die Schiffe, die von Europa aus die westafrikanische Küste ansteuern. Hafenstadt ist Douala.
[bearbeiten] Mobilität
Pkw: Es gibt nur wenige asphaltierte Straßen in Kamerun. Diese verbinden Douala mit Yaoundé, Limbé, Buéa, Bafoussam und Bamenda. Der Zustand der Straßen ist sehr unterschiedlich. Zwischen Garoua und Maroua baut die EU eine Straße, die mit europäischen Überlandstraßen keine Vergleiche scheuen muss.
In den Norden gibt es von Nagoundere eine Straße nach Garoua und Maroua. Von Yaoundé kommt mach nur auf Pisten bis Nagoundere.
In der Regenzeit sind die restlichen Pisten/Straßen (vor allem die Ring Road) nur schwer befahrbar. Viel Polizeikontrollen im gesamten Land. Rechtsverkehr. Nachtfahrten sollten aus Sicherheitsgründen unbedingt vermieden werden, besonders an Feiertagen/Wochenenden muss mit alkoholisierten Fahrern gerechnet werden.
Taxis
In Yaoundé und Douala fahren Taxis herum, die prinzipiell als Sammeltaxis funktionieren. Man hebt seine Hand um anzuzeigen, dass man mitgenommen werden will und ruft dem Fahrer sein Fahrtziel (markanter Punkt in der Nähe des Ziels, z.B. "marché central") zu. Liegt dieses Ziel auf seinem Weg hupt er einmal um zu signalisieren, dass er einen mitnimmt. In Yaounde kosten Innenstadtfahrten 200 CFA (August/2009), lange Strecken eventuell etwas mehr.
Eine Alternative ist ein Taxi als "Depot" zu nehmen. Dann mietet man es für sich alleine für die Strecke. Dies empfiehlt sich Nachts oder wenn man viel Gepäck hat. In Yaounde kostet ein Depot in der Stadt nach 22 Uhr 3000 CFA, vorher 1500 CFA.
In Maroua und Garoua existieren praktisch keine Taxis. Der Personenverkehr wird über Mototaxis (Mopeds) abgewickelt. Bei den Ankünften der Busse an den Busagenturen warten manchmal Privatleute, die einem Fahrdienste anbieten. Wir haben diese genutzt und hatten keine Probleme mit dem Fahrern. Der Preis sollte verhandelt werden - ca. 1/3 bis 50% des geforderten Erstgebots des Fahrers bieten und schauen wie weit einen die Nerven tragen :) - Allerdings ist das verhandeln hier schwierig, da die Fahrer wissen, dass es kaum Konkurrenz gibt.
Busse von agences de voyages verbinden alle größeren und die meisten kleineren Städte des Landes. Busse in abgelegene Regionen starten in unregelmäßigen Abständen, die Fahrweise ist häufig gefährlich, oft finden regelrechte Wettfahrten zwischen den Bussen statt. Ausserdem fahren sogenannte clandos und taxi brousse (Minivans oder kleinere Peugeots) zu Orten, die von den Bussen nicht angefahren werden.
Mietwagen gibt es in Douala, Yaoundé und Limbe, über Privatkontakte praktisch in allen Städten (im Hotel Fragen)
Es bieten sich im Norden Wagen mit Fahrer an, da die Pistenverhältnissen v.a. in der Regenzeit einige Fahrerfahrung auf Sand erfordern. Kosten (Im Juli 2009 und Maroua): 4*4 Toyota Kombi mit Fahrer und Benzin 35.000 CFA pro Tag, große Jeeps ca. 5000 CFA teuer.
Bahn Es existieren folgende Bahnverbindungen (Stand 8/2009)
Douala - Yaounde: 2 mal täglich, Morgens und Nachmittags. Ein Zug ist ein schneller Intercity, der andere ein Bummelzug.
Yaounde - Nagoundere: Der "Transcamerounais" fährt 1 mal täglich, Abfahrt Yaounde 18.10, Ankunft Nagoundere ca. 9 Uhr morgens. Verspätungen (auch mehr als 5 Stunden) können vorkommen, da die Strecke in den Norden im wesentlichen eingleisig ist und auf entgegenkommende Züge gewartet werden muss.
DER TRANSCAMEROUNAIS ist die beste Möglichkeit in den Norden zu fahren, da zwischen Yaounde und Nagoundere keine Teerstraßen existieren. Die Fahrt mit dem Auto dauert je nach Fahrzeug und Wetterverhältnissen 2 - 3 Tage.
Kosten und Tickets kaufen: 1 Klasse Sitzplatz mit Reservierung: 17.000 CFA 1 Klasse ohne Sitzplatzreservierung: 8000 CFA 2 Klasse: 6000 CFA
Schlafwagen: 21.000 - 27.000 CFA
Tickets für die Schlafwagen am bestem mindestens zwei Tage im vorraus reservieren, da sie schnell weg sind. Erste Klasse Ticktes am Morgen der Abfahrt kaufen (Verkauf im 1. Stock des Bahnhofs von Yaounde). Ich würde aus persönlichen Empfehlungen die erste Klasse Variante empfehlen. Immer noch ein großes Abenteuer (Gänge liegen voll mit Bananen, Manoik und sonstigem Kram), aber man hat einen Sitzplatz und es gibt eine Toilette. In der zweiten Klasse muss man um seinen Platz kämpfen und ihn verteidigen. Kann nervig sein.
Flugzeug (stand August 2009)
Tägliche ein Flug von "Air Leasing" der in Douala losfliegt und in Maroua, Garoua und Yaounde landet bevor der nach Doula zurückkehrt.
Kosten: Maroua - Yaounde 121.000 CFA
Es gibt drei Seehäfen (Douala, Limbe und Kribi), von denen Douala der größte und wichtigste ist. Zusätzlich existieren im Land verschiedene Fährverbindungen (Flussüberfahrten).
[bearbeiten] Sprache
In Kamerun wird in 8 von 10 Provinzen französisch gesprochen, in der Nord- und Südwest Provinz englisch. Neben diesen zwei offiziellen Amtssprachen gibt es zahlreiche "Dialekte" (afrikanische Sprachen), Sprachwissenschaftler reden von über 200 im ganzen Land.
Im Norden des Landes ist zusätzlich das Fulfulde sehr verbreitet und wird mancherorts als Handelsprache benutzt. In den englisch sprachigen Provinzen spricht man auf der Strasse Pidgin, eine Kreolsprache die für das ungeübte Ohr schwer verständlich ist.
[bearbeiten] Kaufen
In Yaounde existieren zahlreiche Supermärkte auf europäischem Niveau und mit Fixpreisen.
Auf Märkten gilt sonst immer alle Preise sind zum verhandeln da. Das ist ein Spielchen auf das man sich einlassen sollte. Fragen wie teuer etwas ist und einen Preis vorschlagen der zwischen 1/3 - 1/2 des geforderten liegt. Der Preis ist dann ok, wenn er für einen ok ist :)
[bearbeiten] Küche
Am Straßenrand:
"Prume" Urwaldfrüchte die wie kleine Auberginen aussehen und für meinen Geschmak entfernt nach Leberwurst schmecken.
"Brochettes" Spießchen aus Fleisch oder Innereien (habe leider die unterschiedlichen Namen vergessen). An Busstops wird allerdings meistens die Innereienvariante angeboten. Habe ich nicht gegegssen, weil ich nicht darauf stehe. Fleischvariante aber ein leckerer Snack zwischendurch.
Im Restaurant:
"Follere": Ein Essen aus "Follere Blättern" (habe nicht rausbekommen was das ist) mit Fleisch. Dazu Reis. Sehr lecker, ein wenig wie Boeuf Stroganof.
"Sauce de Gombo": Aus Orkaschoten gemacht, dementsprechen sehr schleimige Struktur. In meinen Augen etwas für Mutige. Ich mags nicht.
Unbedingt Fisch Essen! Ist immer frisch (auf jeden Fall frischer als alles Fleisch!!!!) und unglaublich köstlich.
"Pizza" ist in Kamerun relativ verbreitet und meistens ziemlich lecker.
[bearbeiten] Ausgehen
Kribi
Fischessen am Fischereimarkt: Marktfrauen Grillen hier frischen Fisch. Den Preis verhandeln. Wunderbar!
Yaounde
- Fischessen in "Le Bunker" in der Nähe des Botschaftsviertels "Bastos". Man such sicht einen frischen Fisch aus, der gegrillt wird. Preis verhandeln!
- "Café de Yaounde" angesagtes Restaurant und Bar
- Brochettes (Fleischspießchen) an einem Straßenstand im Viertel "Brique" (Räucherei) Essen (Taxifahrer sagen, dass man in dieses Viertel will und einen da hin bringen soll wo es die Brochettes gibt). Kosten 50 CFA pro Stück.
- Ebenfalls im Viertel "Brique" einen frisch gepressten Saft trinken und das Leben an sich vorbeiziehen lassen.
- "Village" ein Kulturzentrum in dem alle zwei Wochen Reaggepartys mit Livetrommelszessions stattfinden. Tolle Atmosphäre und nette Leute.
Maroua
- Wunderbare multikulturelle Küche mit afrikanischen, europäischen und vietnamesischen Einflüssen (der Küchenchef ist Vietnamese) im Hotel Porte Mayo.
[bearbeiten] Unterkunft
Hotels von sehr einfach bis guter europäischer Standard in allen größeren Städten.
Beispiele aus eigener Erfahrung:
Nagoundere: Hotel Nice, Doppelzimmer 16.000 CFA, Menu 4000 CFA, etwas müder Service
Garoua (besser vorbestellen, da in dieser Stadt wohl oft Kongresse stattfinden)
Hotel Benoue: europäischer drei Sterne Standard, Doppelzimmer (klimatisiert) für 25.000 CFA, gutes Essen und Pool
Hotel St. Hubert: Übernachtung in kleinen Rundbungalows, Zimmer ca. 18.000 CFA
Maroua: Hotel Porte Mayo: Doppelzimmer im eigenen kleinen Rundbungalow 17.000 CFA, hervorragende europäisch-afrikanische Küche für angemessens Geld (Abendmenu 6000 CFA), Der deutsche Hotelmanager hilft gerne bei der Organisation eines Autos oder von Ausflügen.
[bearbeiten] Lernen
[bearbeiten] Arbeiten
[bearbeiten] Feiertage
| Termin | Name | Bedeutung |
| 20. Mai | National-Feiertag | Erste unabhängige Verfassung am 20 Mai 1972 |
[bearbeiten] Sicherheit
Kamerun ist ein relativ stabiles und sicheres Land. Lediglich in den Großstädten (z.B.Douala) gibt es häufig Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl. Auffallend sind die vielen Polizeikontrollen auf den Straßen. Wichtig ist immer, dass die Dokumente in Ordnung und vollständig sind und das Fahrzeug in Ordnung ist. Bestechungsgelder sollte man nicht bezahlen, es geht auch ohne.
Stay Safe in Yaounde:
Tagsüber keine Probleme! Nach Einbruch der Dunkelheit und in der Nacht, keine langen Strecken in der Stadt zu Fuß zurücklegen oder durch kleine Nebenstraßen laufen. Taxis als "Depot" nehmen (das heißt es steigen unterwegs keine Mitfahrer zu) und möglichst nicht alleine im Taxifahren. Wer das beachtet hat in Yaounde´ keine Probeleme.
Stay Safe in Douala:
Ich war selber nicht da, kann also nur aus zweiter Hand berichten. Douala ist größer und hecktischer als Yaoundé. Reiseführer und das Auswärtige Amt empfehlen, auch am Tag nicht alleine über Straßen zu laufen. Gleiches wurde auch für Lomé in Togo empfohlen, wo ich letztes Jahr keinerlei Probleme hatte und mir auch keine berichtet wurden. Im Zweifelsfall die Verhaltensrgelen aus Yaoundé etwas stregner auslegen und die "Night-Live" Erfahrungen lieber in Yaoundé machen.
Sobstiges Land: Ausserhalb der größeren Städte prinzipiell keine Probleme. Im Norden würde ich empfehlen einen Fahrer zu nehmen, da auf manchen Pisten im Grenzgebiet zu Nigeria bisweilen (selten!!!!) Überfälle stattfinden. An Markttagen fährt die Polizei Patroullie und es besteht KEINE GEFAHR!
[bearbeiten] Gesund bleiben
Für die Reise nach Kamerun ist eine Gelbfieberimpfung notwendig. Diese Impfung ist für 10 Jahre gültig (Eintragung im internat. Impfausweis). Außerdem ist Malariaprophylaxe nötig (z.B. Lariam-Tabletten). Für jeden Reisenden ist es sehr wichtig, alle für den persönlichen Bedarf benötigten Medikamente ausreichend mitzubringen (z.B. Insulin oder verordnete Medikamente).
Nur Wasser aus versiegelten Flaschen trinken! Ggf. einen Vorrat mitnehmen (bei Reisen in kleinere Dörfer oder in den Norden).
Wer an der Straße isst, muss mit Magenverstimmungen und / oder Durchfall rechnen. Macht trotzdem Spaß, ist also Abwägungssache. Ich habs immer gemacht, aber auch immer wieder ein oder zwei Tage im Hotel flach gelegen deswegen.
NICHT IN STEHENDES SÜßWASSER GEHEN, AUCH NICHT DIE FüßE EINTAUCHEN! Hier können (müssen nicht, aber die Gefahr ist da) Schnecken leben, die Bilharziose Parasiten beherbergen. Unschöne Krankheit, die aber unkompliziert behandelt werden kann und erst nach langem Verlauf bleibende Schäden hinterlässt. Trotzdem: Muss nicht sein.
Bei Krankheitssymptomen halte ich es nach dem dritten Afrikaaufenthalt inzwischen wie folgt (sind nur meine Erfahrungen und ersetzen nicht eure eigene Entscheidung!). First at all: DONT PANIC. Zwar gibts es in Afrika fieße Krankheiten aber ich bin bisher immer wieder auf die Beine gekommen und ich kenne keinen der dauerhaften Schaden genommen hat. Auch nicht diejenigen die Malaria hatten.
- Durchfall (kommt häufig vor)ohne Fieber und weniger als drei Tage kein Problem: Rehydrieren (Gibt Pulver zum anrühren von Lösungen in jeder Apotheke in Kamerun) und ausruhen.
- Durchfall mit Fieber ist ein Symptom von Malaria: Lieber zum Arzt (Privatklinik) und einen Test machen lassen und rechtzeitig (!) behandeln. Eine Tropicana kann sonst tödlich sein. Vorsicht bei Verordnugen von Paracetamol! Ein Arzt in Ghana hat mir eine Tagesdosis von 10 Tabletten über 5 Tage verordnet, weil ich Malariaverdacht hatte. Da Paracetamol über die Leber ausgeschieden wird und die Malariaparasiten hier ihr Unwesen treiben kann das zu schweren Leberschäden führen. Auf die deutsche Packungsbeilage achten!
- Durchfall der länger Anhält oder sich zumindest temporär nicht bessert kann ein Hinweis auf Parasiten sein. Stuhlprobe machen.
- Mich hat eine "Sandfly" in den Fuß gestochen der innerhalb von einer Woche sehr stark angeschwollen ist. Ist das der Fall: Zum Arzt und Antibiotikasalbe verschreiben lassen, klingt schnell wieder ab.
[bearbeiten] Klima
Das Klima im Westen und Süden von Kamerun ist sehr heiß mit vielen Niederschlägen (besonders von Juni bis September), im zentralen Gebiet und immer weiter in den Norden (bis zum Tschadsee) wird es noch heißer und trockener, und die Niederschlags- menge und -wahrscheinlichkeit nimmt drastisch ab. Das Jahresmittel liegt für Douala bei 26°C, Bamenda bei 19°/20°C (im Hochland der Nord-West-Provinz), Yaounde bei 23°C, Garoua 31°C (März-Mai) + 26°C (Juni-August), Kousseri 31°C.
[bearbeiten] Respekt
Die meisten Kameruner gehen respektvoll mit Europäern um und insbesondere Deutschen wird viel Sympathie entgegengebracht (rührt aus einer leicht verklärenden Haltung gegenüber der deutschen Kolonialzeit her).
Fliegene Händler versuchen einem wie jedem anderen auch Dinge zu verkaufen (Tempos, Wasser, Essen, Bonbons....), geben sich bei Weißen aber manchmal nicht mit dem ersten Nein zufrieden. Geduldig "non, merci" sagen und meistens ist alles fein. Ist jemand zu aufdringlich (kommt selten vor!) Höflich und deutlich sagen, dass man in Ruhe gelassen werden will. "Monsieur j´ai dit non! C´est pas tres gentile si vous continuer demander!" Dieser Satz hat ein oder zwei aufdringliche Nerver schnell verscheucht.
[bearbeiten] Kommunikation
Telefonnetz in Kamerun: schlechte Festnetz-Verbindungen und wenig Festnetztelefone, aber relativ gute Mobilfunk-Anbindung, Provider: MTM und Mobilis. Telefonshops bieten Fax- und Telefon-Service.
Telefonieren von Kamerun nach Deutschland: Empfehlung - Freigeschaltetes Handy mitnehmen, vor Ort eine Handykarte kaufen und aufladen. Somit ist man von Deutschland aus direkt erreichbar.
Telefonieren von Deutschland nach Kamerun: Um nach Kamerun zu Telefonieren ist die Direktwahl über die Deutsche Telekom sehr teuer! Günstiger ist es, sich Prepaid-Call-Cards zu besorgen (z.B. über Reisebank in Hauptbahnhöfen und Flughäfen)
- Internet
Email ist eine günstige Alternative zum Telefonieren. Es gibt Internetshops in Kamerun. Internet-Telefonie (Skype) ?
[bearbeiten] Weblinks




