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Kairo/Muqaṭṭam

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Muqattam (arab. جبل المقطم, Gabal al-Muqaṭṭam; gesprochen Gebel el-Mu'aṭṭam) ist ein Stadtteil am bzw. auf dem gleichnamigen Gebirgsmassiv im Südosten von Kairo.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Gebirgsmassiv wurde seit den pharanonischen Zeiten als Steinbruch für Quarzit (Sandstein) benutzt.

In der Fatimidenzeit wurden auf dem gebirgskamm Moscheen und Mausoleen errichtet, das Gebiet ist der östliche Ausläufer der Südlichen Totenstadt. Seit den 70-er Jahren wird am Rand der Siedlung der Kirchen- und Klosterkomplex St. Sama'an restauriert und erweitert.

Am Fuße des Gebirgsmassiv erstreckt sich die große Siedlung der (koptischen) Müllarbeiter (Zabbālīn), die die Hauptlast der Müllentsorgung der Metropole Kairo sicherstellen. Der Müll wird in den Wohnhäusern sortiert und einer Wiederverwertung zugeführt.

Das Gebirge bietet naturgemäß gute Möglichkeiten für eine Aussicht auf die Stadt Kairo. Dies ist auch der Grund für die Ansiedlung großer Militäranlagen in diesem Gebiet; beim Fotografieren ist Vorsicht geboten, da das Fotografieren von Militäranlagen in Ägypten strengstens verboten ist.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise kann mit einem Auto oder Taxi erfolgen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen[Bearbeiten]

Kirchen- und Klosterkomplex St. Sama'an[Bearbeiten]

Der Kirchen- und Klosterkomplex St. Sama'an (arab. دير قديس سمعان الحزاز, Deir qiddīs Samaʿān al-ḥazāz) abefindet sich m Rande der Siedlung der (koptischen) Müllarbeiter (Zabbālīn).

Man berichtet, dass der Gerber (bzw. Schuster) Sama'an (Simeon, auch Simon, der Gerber) das Muqattam-Gebirge am 27. November 979, zur Zeit des Patriarchen Abraham des Syrers, spaltete (Matt 17:20) und mit dieser Machtdemonstration christlichen Glaubens die koptische Bevölkerung vor Verfolgung durch die fatimidischen Herrscher bewahren konnte.

Der Komplex besteht aus sieben Kirchen und einem Kloster, letzteres befindet sich in der Nähe zum Eingang. Beeindruckend ist die Grottenkirche der Jungfrau Maria und des Hl. Sama'an. Als Ausgangspunkt diente 1977 eine etwa 1 m hohe Höhle, deren Boden ausgehöhlt und vertieft wurde. Schließlich wurde 1986 der Altar eingebaut. Nach einer erneuten Vertiefung wurde die Kirche am 27. November 1994 geweiht. Nachdem die Reliquien des Hl. Simon 1991 in der Kirche der Jungfrau Maria in Babylon al-Darag (ca. 1 km südlich der Festung Babylon) wiedergefunden wurden, wurden sie 1992 hierher verbracht und rechts vom Altar zugänglich gemacht. Mit Sitzplätzen für ca. 10.000 Gläubige gehört diese Kirche zu den größten Kirchen Ägyptens. Messen finden donnerstags Abends und sonntags von 07:00 bis 11:00 Uhr statt.

Weitere Kirchen im Kirchen- und Klosterkomplex St. Sama'an:

  • Kirche des St. Bola,
  • Kirche des Vaters Abraham des Syrers. Sie wurde erst 1992 wiederentdeckt, die erste Messe fand 1993 statt.

Die gewaltigen Felszeichnungen auf dem Wege zur Grottenkirche wurden vom Polen Mariusz Dybich in den 1990-er Jahren geschaffen.

Moscheen und Mausoleen[Bearbeiten]

  • Mausoleum der Ichwat Yūsuf (Mausoleum der Gebrüder Joseph, arab. مشهد اخوة يوسف, Maschhad Ichwat Yūsuf), Sidi Galal St, al-Abāgīya (Militärgebiet), MMC 301. Das Mausoleum wurde in den Jahren 1125 – 1150 AD (519 – 545 AH) errichtet.
  • Giyūschi-Moschee (arab. مسجد ومرقب الجيوشى, Masgid wa Marqab al-Giyūschī), Westseite Muqaṭṭam, nahe Salah Salem St, MMC 304. Die Moschee 1085 AD (478 AH) vom Emir Badr el-Gamāli errichtet.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Man kann an den Messen donnerstags Abends und sonntags von 07:00 bis 11:00 Uhr im Kloster St. Sama'an teilnehmen.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Zahlreiche Restaurants finden Sie in Kairo.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Unterkünfte gibt es in Kairo.

Weiter geht's[Bearbeiten]