Jerusalem
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| Jerusalem | |
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| Kurzdaten | |
| Bevölkerung: | 729.100(206 ) |
| Fläche: | 126,4 km² |
| Höhe über NN: | 606–826 m |
| Koordinaten: | 31° 46' 45" N, 35° 13' 25" O |
| Vorwahlnummer: | 02 |
| Zeitzone: | UTC +2 |
| Sommerzeit: | UTC +3 |
| Website: | offizielle Website von Jerusalem |
Jerusalem (Hebräisch: ירושלים Yerushalayim, Arabisch: القدس al-Quds) ist die Hauptstadt von Israel.
[bearbeiten] Stadtteile
[bearbeiten] Hintergrund
[bearbeiten] Klima
[bearbeiten] Anreise
[bearbeiten] Flugzeug
- Ben Gurion International Airport (IATA: TLV) [1], in der Stadt von Lod - liegt zwischen Jerusalem and Tel Aviv.
[bearbeiten] Bahn
[bearbeiten] Bus
Es gibt Minibusse (Sammeltaxis, sogenannt "Sherut") von Tel Aviv aus, die ca. 20 Shekel kosten. Ebenso verkehren Lininebusse zwischen den Central Bus Stations von Tel Aviv und Jerusalem, Preis ca. 15 Shekel. Die Fahrtzeit beträgt in beiden Fällen etwa eine Stunde. Weiters gibt es von Jerusalem aus Verbindungen in das Westjordanland, zum Beispiel Ramallah. Von Jericho aus gibt es keine direkten Busse. Es gibt auch keinen direkten Bus von Amman in Jordanien aus. Die Fahrt mit Minibus, normalen Bus und nochmals Minibus plus das stundenlange Warten an der Grenze auf die Einreise ist sehr anstrengend.
[bearbeiten] Auto
[bearbeiten] Schiff
Da Jerusalem auf mehreren Hügeln liegt, ist eine Schiffspassage nicht durchführbar.
[bearbeiten] Mobilität
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die Altstadt von Jerusalem wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.
[bearbeiten] Jüdische Sehenswürdigkeiten
- Die Kotel (auch "Klagemauer" genannt) ist die nach der Zerstörung des 2.Tempels, übriggebliebene Westmauer des Tempels. Sie ist ein Ort des Gebets und man findet fast immer einen Minjan.
Dresscode: Mäner mit Kipa oder Mütze / Hut und langen Hosen, Frauen mit Kleidung die die Knie und Arme bedeckt, Frauen mit T-Shirts und Miniröcken bekommen am Eingang zum Kotel ein Tuch angelegt ohne das sie den Bereich nicht betreten dürfen. Eine Kopfbedeckung für verheiratete Frauen oder ein Rock ist keine Voraussetzung um den Bereich zu betreten, die meisten jüdischen Frauen sind auch westlich gekleidet. Es gibt eine Mechiza (Trennwand) sodaß Frauen in den Frauenteil und Männer in den Männerteil gehen. Wer nicht mag, das Chabad einem das Legen von Tfilin aufnötigt, sollte einfach 'Nein Danke, nicht nötig' sagen (lo zarich, toda).
Zedaka: An der Kotel gibt es viele Schnorrer, die um Zedaka bitten, hier sollte man maximal einem etwas geben, um die Mizwa für heute gemacht zu haben, wenn es denn unbedingt für einen professionellen Schnorrer sein muss. Oft bieten die Schnorrer an, einen als Gegenleistung zu segnen, was sich im Prinzip löblich anhört, ist oft nicht viel wert, da der Segnende keine ausreichende Kavannah (= Ernsthaftigkeit) bei seinem Segen hat, denn er denkt eher an den eingenommenen Betrag als wirklich daran, dem zu Segnenden zu helfen. Jeder fromme Mensch wird es als große Mizwa ansehen, für einen zu beten, wenn man ihn fragt.
Bar Mizwa: Tägich feiert hier jemand seine Bar Mizwa, weil die Kotel, solange der Tempel nicht wieder aufgebaut ist, der beste Ort dafür ist. Es gibt einige Organisationen, die bei der Ausrichtung einer Bar Mizwa an der Kotel behilflich sind.
Synagoge: In der linken Ecke der Westmauer gibt es eine kleine Synagoge Der Eingang ist ein unscheinbarer Torbogen in der linken Ecke der Kotel. Die Synagoge ist mit einer Bibliothek ausgestattet, die eine umfassende Siddursammlung, mehrere Talmud-Editionen und auch den sehr guten englischen Artscroll-Talmud umfasst. Die meisten Bücher wurden an die Kotel gespendet.
Chabad: "Hast Du heute schon Tfilin gelegt?" Chabad, eine chassidisch-orthodoxe Bewegung, ist immer bemüht, die Religiosität der Juden zu intensivieren. Eine beliebte Aktion ist das öffentliche Tfillin-Legen, was für eher sekuläre Juden, die zu ihrer Bar Mizwa das erste und letzte Mal Tfilin gelegt haben, oft ein besonderes Erlebnis ist. An der Kotel darf das natürlich nicht fehlen, denn wo sonst soll man Tfilin legen, wenn man es sonst (beispielsweise aus Faulheit) nur sehr selten oder garnicht macht?
[bearbeiten] Muslimische Sehenswürdigkeiten
Tempelberg: An seinem Gipfel befindet sich ein künstliches Plateau. Ursprünglich standen hier der salomonische Tempel und der nachfolgende herodianische Tempel. Heute befinden sich dort der Felsendom und die al-Aqsa-Moschee. Der Tempelberg ist einer der umstrittensten heiligen Orte der Welt. Der Zugang zum Tempelberg ist nur für Muslime erlaubt und über 11 offene Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich. Andersgläubigen ist der Zutritt nach scharfen Sicherheitskontrollen nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer möglich.
Der Besuch des Tempelbergs ist für gläubige Juden mit großen halachischen Schwierigkeiten verbunden, da der Ort des Allerheiligsten, des ehemaligen Tempels nicht genau bekannt ist. Das Allerheiligste durfte nur vom Kohen Gadol und nur an Jom Kippur betreten werden. Daher sollten gläubige Juden den Tempelberg nicht betreten, um nicht in die Gefahr zu kommen, das Verbot zu übertreten. Das Verbot den Tempelberg zu betreten wird allerdings in den letzten Jahren von zahlreichen nationalreligiösen und chassidischen Rabbinern angezweifelt. Sie erlauben das Betreten des Tempelberges, allerdings nur nach entsprechenden rituellen Vorbereitungen (Mikve, spirituelle Reinheit, keine Lederschuhe, kein Betreten des Platzes des Kodesch Ha Kodeschim (Allerheiligsten).Provokationen der Araber z.B. durch das Blasen des Schofars sollten unter allen Umständen unterbleiben.
- Felsendom ist im Stadtteil Altstadt.
Der Felsendom ist über einem für die Moslems heiligen Stein, offenbar ein Meteorit, gebaut worden, und wird als fast so heilig wie der heilige Stein in Mekka, der sehr wahrscheinlich auch kosmischen Ursprungs ist, angesehen.
- al-Aqsa-Moschee ist im Stadtteil Altstadt.
Diese Moschee ist mit ihrer goldenen Kuppel weithin zu erkennen, und stellt eines der Wahrzeichen der Stadt dar. Wie jede Moschee ist sie ein Haus der Verehrung Gottes. Eine Moschee betritt man ohne Schuhe mit gewaschenen Füßen. Zum Waschen stehen, wie in jeder anderen Moschee, Waschbecken bereit.
Dresscode: In einer Moschee bekleidet man sich bescheiden, in gedeckten Farben, wobei Frauen ihre Haare verhüllen und hochgeschlossene Oberbekleidung, die mindestens die Ellbogen und die Knie bedeckt, tragen sollen. Jüdischen Touristen wird dringend geraten beim Besuch einer Moschee, ihre Zizit in die Hose zu stecken, und die Kipa durch eine Baseballmütze zu ersetzen, sodaß sie auf den ersten Blick nicht als Juden zu erkennen sind.
[bearbeiten] Christliche Sehenswürdigkeiten
- Als Grabeskirche im Stadtteil Altstadt wird die Kirche bezeichnet die sich an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu befindet. Sie zählt zu den größten Heiligtümern des Christentums. Die Hauptverwaltung der Kirche haben die Griechisch-Orthodoxe, die Römisch-Katholische Kirche und die Armenische Apostolische Kirche. Protestantische Konfessionen sind in der Kirche nicht vertreten, sie besitzen eine eigene Kirche an der Via Dolorosa, die Erlöserkirche.
[bearbeiten] Säkulare Sehenswürdigkeiten
- Yad Vashem
Yad-Vaschem (offiziell: Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust), dient der ewigen Erinnerung an die Opfer des Völkermordes und an die unmenschlichen Verbrechen, welche die Nazis und ihre Helfer an den Juden sowie anderen Bevölkerungsgruppen verübt haben.
Den Nachkommen der Opfer dient die Bibliothek, die auch Mikroverfilmungen der KZ-Karteien verwahrt, als unschätzbar wertvolle Quelle bei der Erforschung der Leidensgeschichte ihrer Familie. Die Nazis haben mit deutscher Gründlichkeit nicht nur gefoltert und gemordet sondern auch dabei jedes Detail akribisch festgehalten, sodass sich beispielsweise jeder Transport genau nachvollziehen läßt.
Architektonisch ist Yad Vaschem sehr gelungen, da die Gebäude ohne zu übertreiben und auf Effekthascherei aus zu sein, eine nachdenkliche gedrückte Stimmung erzeugen. Dies gilt besonders für die Halle zum Gedächtnis an die Opfer der Konzentrationslager
Die Ausstellung mit der Halle der Namen ist jedem zu empfehlen, da sie den Völkermord von vielen Seiten dokumentiert.
[bearbeiten] Aktivitäten
[bearbeiten] Einkaufen
Religiöse jüdische Artikel bekommt man in den Läden entlang der Mea-Schearim Strasse, und den Seitensträßchen, die von ihr abzweigen.
[bearbeiten] Küche
[bearbeiten] Nachtleben
Mit Ende des Schabat beginnt das Nachtleben, und man geht in die zahlreichen Cafes der Stadt.
[bearbeiten] Unterkunft
[bearbeiten] Lernen
Wer seine Jiddischkeit verbessern will, und noch kein Talmid Chacham ("weiser Schüler", denn man lernt nie aus) ist, der kann beispielsweise die Yeshiva Machon Meir in 2 Hameiri Avenue, Kiryat Moshe besuchen, und an einigen Schiurim (Unterrichtsstunden) teilnehmen. Vorteil dieser Yeshiva ist, dass neben Hebräisch auch Englisch und Rusisch Unterrichtssprachen sind und daß es hier Unterricht für erwachene Anfänger gibt. Daneben gibt es viele weitere Yeshivot unterschiedlicher religiöser Richtungen und Schwierrigkeitsgrade. Weiterhin gibt es noch verschiedene Ulpanim (Sprachkurse in Modern-Hebräisch) und natürlich die Hebräische Universität von Jerusalem. Für christliche Theologie-Studenten wird hier ein Auslandsjahr angeboten. Jüdische Studien mit wissenschaftlicher Textarbeit in Talmud und Tora kann man beispielsweise am Pardes-Institut studieren. An der Hebräischen Universität wird entsprechendes auf höherem Niveau angeboten.
[bearbeiten] Arbeiten
Um arbeiten zu dürfen, muss man seinen Status ändern lassen. Ein Touristenvisum berechtigt nicht zur Erwerbstätigkeit.
[bearbeiten] Sicherheit
Aufgrund der rigorosen Sicherheitsvorkehrungen (Checkpoints, Metalldetektoren, bewaffnete Armee überall) kann Jerusalem als sicher betrachtet werden. In Ost-Jerusalem sind die Sicherheitsvorkehrungen allgemein geringer, doch gilt auch dieses Gebiet als sicher.
[bearbeiten] Gesund bleiben
[bearbeiten] Klarkommen
[bearbeiten] Kommunizieren
Die offiziellen Sprachen sind Hebräisch und Arabisch. Fast alle Hebräer sprechen Englisch, bei den Arabern ist der Prozentsatz geringer. Aber die Leute sind sehr freundlich und helfen einem weiter (egal ob Israeli oder Palestinenser), wo es geht, egal in welcher Sprache kommuniziert wird.
[bearbeiten] Weiter geht's
[bearbeiten] Weblinks
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