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Jemen

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Lage
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Flagge
Ym-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Sana'a
Staatsform: Präsidial Republik
Währung: 1 Jemenitischer Rial
= 100 Fils
Fläche: 528.000 km²
Bevölkerung: 25,408 Mio
Sprachen: Arabisch
Religionen: Muslime
Telefonvorwahl: +967
Internet TLD: .ye
Zeitzone: UTC+3


Karte von Jemen

Der Jemen liegt im Nahen Osten. Angrenzende Länder sind Saudi-Arabien und der Oman.

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

  • Sana'a - Die Hauptstadt. Sehenswert sind die Lehmhochhäuser.
  • Aden - moderne Hafenstadt mit ca. 1 Mio. Einwohner. Die Stadt wurde bereits im Alten Testament erwähnt.
  • Mukalla - bedeutende Stadt im Osten ca. ein halbe Mio. Einwohner.
  • Ta'iz - Großstadt im Südwesten des Landes.


Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Der Jemen ist mit dem Flugzeug recht gut zu erreichen. Lufthansa und Egypt Air (jeden Do), Royal Jordanian, Emirates Airlines, Ethiopian Airlines, und Yemenia fliegen die Haupststadt Sana'a aus Frankfurt an.

Bahn[Bearbeiten]

Im Jemen gibt es keine Eisenbahn.

Bus[Bearbeiten]

Auto[Bearbeiten]

Von einer Anreise auf dem Landweg über Saudi-Arabien wird abgeraten, da die Grenze derzeit für Privatpersonen faktisch geschlossen ist. Außerdem ist die Sicherheits­lage in den Grenzregionen nur schwer überschaubar. Die Einreise auf dem Landweg über Oman ist problemlos möglich. Man benötigt jedoch ein im Heimatland ausgestelltes Visum. Wenn man nicht Arabisch (Jemenitisch) spricht sollte man mit einer jemenitischen Reiseargentur eine Abholung von der Grenze vereinbaren.

Schiff[Bearbeiten]

Man fährt bis Jidda bzw. Akkaba und ca. 800km bis zur jemenitischen Grenze.

Eine Alternative ist das Frachtschiff von Djibouti-Ville nach Mokha. Etwa wöchentlich verkehren zwischen beiden Orten Dhaus, die neben der Fracht auch Passagiere mitnehmen. Die Überfahrt dauert etwa 18 Stunden. Die voraussichtlichen Abfahrtzeiten erfährt man bei der Hafenverwaltung.

Mobilität[Bearbeiten]

Reisen im Jemen ist sinnvoll nur mit dem Kraftfahrzeug oder eventuell mit dem Motorrad umzusetzen. Die Organisation von Reisbegleitern/Fahrern ist über ortsansässige Agenturen möglich. Individuelles Reisen ist (ganz abgesehen vom Sicherheitsaspekt) nicht leicht, da an vielen Kontrollposten die Papiere und Permits kontrolliert werden und hier - jedenfalls ohne gute Sprachkenntnisse - mit erheblichen Schwierigkeiten zu rechnen ist.

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache ist (jemenitisch-)arabisch. Man kann sich mit Englisch ganz gut verständigen, zumindest in den grösseren Städten und den Gegenden, die vom Tourismus berührt werden.

Kaufen[Bearbeiten]

Die Währung im Jemen heißt Rial. Kurs: 1 € = 294 Rial.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Curry mit Schafskopf

Hotelrestaurants und einige private Restaurants bieten sowohl internationale Spezialitäten (besonders indische und chinesische Küche) als auch arabische Gerichte an. Meeresfrüchte sind besonders empfehlenswert. Haradha (ein Gericht aus Hackfleisch mit Pfeffer) ist äußerst schmackhaft. Getränke: Alkohol ist nicht überall erhältlich, wird aber in einigen Hotels angeboten. Es ist verboten, Jemeniten alkoholische Getränke zu verkaufen.

In den grösseren Städten gibt es viele kleine Restaurants. Angeboten werden Reis, Hähnchen, Fisch, Gemüse und Suppen. Typisch für Jemen sind die vielen Saftbars, die erfrischende Säfte aus Lemonen, Melonen, Erdbeeren, Guaven und anderen Früchten anbieten. Das jemenitische Nationalgetränk ist stark gesüßter, schwarzer Tee.

Ausgehen[Bearbeiten]

Die Möglichkeiten hierfür sind im Jemen sehr begrenzt. Die internationalen Hotels in Sana'a haben Bars und auch Restaurants mit entsprechendem Angebot. Es gibt in den Städten auch einige eigenständige Restaurants, die man zum Abendessen aufsuchen kann. Sonstige kulturelle Unterhaltung, die für den Reisenden interessant sein könnte, ist rar. Alkohol ist verboten. Ausnahmen gibt es (selten und teuer)z.B. in den internationalen Hotels in Sana'a.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In Sana'a reicht das Angebot von 3 bis 5-Sterne-Hotels. In Taiz und Hodeida befinden sich einige 3-Sterne-Hotels, und in Mareb gibt es ebenfalls ein 3-Sterne-Hotel. In Aden sind die Touristenhotels (darunter zwei Hotels von internationalem Standard) im Tawahi-Viertel zu finden. Ferner gibt es Hotels in Mukalla (al-Shaab), Seiyyum (al-Salaam), Shihr (al-Sharq), Mukheiras und Jaar. Außerhalb der größeren Städte und Urlaubsgebiete sind Unterkünfte begrenzt. Das Spektrum reicht generell von alten Palasthotels über moderne Luxushotels bis hin zu Funduks (Gasthäusern) und Nomadenzelten. Vorausbuchung wird empfohlen, und man sollte auf eine schriftliche Bestätigung bestehen. 15 % extra werden für Bedienung berechnet.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Freitag ist allgemeiner Ruhetag. Fällt ein Feiertag auf einen Freitag so ist der folgende Tag bei den Behörden dienstfrei.

Regierungs und andere offizielle Büros sind auch Donnerstags geschlossen.

Religiöse Feiertage varieren mit dem islamischen Mondkalender und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr um 10 oder 11 Tage. Informieren sollte man sich über die aktuelle Lage des Ramadan und des Islamischen Neujahrstages da sich einen Beeinträchtigung der Reisemöglichkeiten und Verpflegung ergeben könnte.

Staatliche (feste) Feiertage sind :

Termin Name Bedeutung
01. 01. New Year Neujahr
01. 05. Labour Day Tag der Arbeit
22. 05. Unification Day Vereinigungstag von N- & S- Jemen
26. 09. Revolution Day Revolutionstag (des Nordjemen - wird nicht mehr offiziell begangen)
14. 10. Revolution Day Revolutionstag (des Südjemen - wird nicht mehr offiziell begangen)
30. 11. Independence Day Tag der Unabhängigkeit von GB

Sicherheit[Bearbeiten]


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Reisewarnung des Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland:
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen.Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge, die in einzelnen Landesteilen, aber auch in der Hauptstadt Sanaa, auftreten und von denen auch Unbeteiligte betroffen sein können. Zudem besteht in ganz Jemen, auch in der Hauptstadt, die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden. Am 6. Oktober 2013 wurde im Stadtgebiet Sanaa ein deutscher Staatsangehöriger erschossen. - Stand: 28. November 2013





Die Einfuhr jeglicher Art von Drogen wird mit Gefängnisstrafe geahndet. Der öffentliche Genuss von Alkohol ist strafbar.

Fotografierverbot besteht für militärische Einrichtungen (wie z. B. Kasernen, Flugplätze, Panzerstellungen usw.), Regierungsgebäude wie z.B. Präsidentenpalast, Verteidigungs­ministerium, Gebäude der politischen Sicherheit usw., militärisches Personal und Waffen und für Wohnhäuser hochrangiger Persönlichkeiten.

Homosexuelle Handlungen sind nach islamischem Recht verboten und können mit dem Tod bestraft werden.

Bevor man Frauen fotografiert, sollte man unbedingt um Erlaubnis bitten.

Klima[Bearbeiten]

Tihama-Küstengebiet: Dieses Gebiet zählt klimatisch zu den unangenehmsten Regionen der Welt. Der Sommer ist ungelaublich feucht und heiß, jedoch fällt kein Niederschlag. Stattdessen weht ein heißer Wind, der die Temperaturen nicht mildert sondern sie noch unangenehmer erscheinen lässt. Die Luft ist oft recht stickig, was auch am Staub liegt, den der Wind mit sich reißt. Die Temperaturen können selbst im Winter weit über 30 Grad klettern (bis 33,34 Grad), im Sommer sind 33 Grad eher die Minimaltemperaturen am frühen Morgen. Mittags klettern sie auf 40 Grad hoch oder darüber. Deshalb ist der Sommer hier als Reisezeit ganz dringend abzuraten. Wenn Niederschläge fallen, dass meistens als Platzregen, der zu heftigen Überflutungen führen kann!

Hochland (Saana): Tagsüber eigentlich das ganze Jahr über angenehm (Winter um 20 °C, Sommer bis 30 °C), nachts in den kühleren Monaten recht frisch! Niederschläge in den Sommermonaten!

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Die medizinische Versorgung in Sanaa ist insgesamt für die meisten akuten Notfälle ausreichend, außerhalb der Hauptstadt ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen bzw. eine Versorgung gar nicht gewährleistet.

Respekt[Bearbeiten]

In Bezug auf die Kleiderordnung ist der Jemen ein sehr traditionelles, arabisches Land, in dem Frauen weitgehend vollverschleiert sind. Außerhalb der großen Städte sind die Frauen zumeist nicht verschleiert. Ausländern gegenüber sind die Jemeniten tolerant, eine Kopfbedeckung für Frauen ist nicht nötig. Sowohl Männer als auch Frauen sollten allerdings Arme und Beine bedeckt halten.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Telefon[Bearbeiten]

Das GSM Mobilfunknetz wird durch zwei Betreiber abgedeckt: Spacetel - Yemen (MTN) und Yemen Mobile Phone Company - Sabafon. Prepaidkarten werden für beide Netze angeboten. Weitere Infos zur Netzabdeckung und Roamingpartnern findet man unter GSM-World.

Für längeren Aufenthalt bzw. für Wüstentouren empfiehlt sich ein Satellitentelefon der Thuraya Satellite Telecommunications Co. Geräte können in fast allen europäischen Ländern geliehen werden.








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