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Irland (Republik)

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Westeuropa : Irland
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Irland ist die zweitgrößte Insel der europäischen Inselgruppe mit dem Namen Britische Inseln und besteht aus der Republik Irland und Nordirland. Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland) oder kurz Vereinigtes Königreich (engl. United Kingdom od. UK). Die Republik Irland ist politisch selbstständig.

Irland ist seit 1973 Mitgliedsstaat der Europäischen Union, wendet jedoch die Grenzbestimmungen des Schengen-Abkommens nicht an.


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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: Dublin
Staatsform: Parlamentarische Republik
Währung: Euro
Fläche: 70.300 km²
Bevölkerung: 4.581.000 (Stand: April 2011)
Sprachen: Englisch und Irisches Gälisch
Religionen: Römisch-Katholisch 91,6%,

"Church of Ireland" 2,5%, Andere 5,9%

Stromsystem: 230V/50Hz (UK Stecker)
Telefonvorwahl: +353
Internet TLD: .ie
Zeitzone: UTC (MEZ-1)


Karte von Irland

Regionen[Bearbeiten]

Irland wird unterteilt in 4 Provinzen und 32 Counties (Grafschaften); die Provinzen:

Städte[Bearbeiten]

Die Hauptstadt der Irischen Republik Dublin befindet sich an der Ostküste, die Hauptstadt Nordirlands ist Belfast - dies sind auch die beiden größten Städte Irlands.

Weitere interessante Städte:

  • Cork - zweitgrößte Stadt der Republik Irland, Kulturhauptstadt Europas 2005.
  • Limerick
  • Galway - viele Pubs, Jugendhauptstadt der Insel, Vorort Salthill mit schöner Strandpromenade
  • Sligo -
  • Kilkenny - Interessante Bauwerke aus dem Mittelalter
  • Waterford - Viel Kultur auch in der Region, in der Nähe liegt Badeort Tramore

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Spektakulär sind die Cliffs of Moher an der Westküste westlich von Shannon. Dies sind ca. 200 Meter hohe Klippen, die senkrecht ins Meer abfallen. Touristisch sind sie voll erschlossen, es gibt allerdings mindestens 3 höhere Klippen an der Westküste.
  • Giant's Causeway im Norden, einmalige Formation von Basaltsäulen (Gehört nicht zur Republik von Irland sondern zu Nordirland).
  • County Carlow ist eins von Irlands schnellsten Anbaugebieten, mit vielen neuen Entwicklungen.
  • Bru na Boinne, mehrere prähistorische Großsteingräber, darunter Newgrange.
  • Die Aran Islands gehören zu den Gaeltachtgebieten, in denen vor allem irisch gesprochen wird. Besonders lohnend ist eine Radtour auf der Hauptinsel Inishmore an, für die man jedoch eine Übernachtung einplanen sollte.
  • The Burren ist eine von der letzten Eiszeit geschaffene Landschaft, die so gar nicht nach Irland passen will. Auf 250 km² gibt es vor allem Steine, Steine und noch mehr Steine zu sehen. In dieser einzigartigen Mondlandschaft kann der aufmerksame Besucher aber dennoch Leben finden. Von den Gletschern mitgebrachte, aus der Arktis stammende Pflanzen fristen in der kargen Natur ein eher kümmerliches Dasein. Gerade der Kontrast zum sattgrünen Irland macht diese Landschaft so reizvoll.
  • Connemara - Ursprüngliches Land im Westen von Irland, das von Seen und Torfmooren überzogen ist
  • Dromineer
  • Der Ring of Kerry ist eine ca. 200 km lange Landstraße, die einmal rund um die gleichnamige Halbinsel führt. Eigentlich kann man einen ganzen Urlaub in dieser Gegend verbringen, eilige Reisende können die Strecke mit ihren fantastischen Aussichten aber auch an einem Tag abfahren.

Hintergrund[Bearbeiten]

Keltische Stämme besiedelten die Insel im 4. vorchristlichen Jahrhundert. Invasionen durch nordische Völker wurden schließlich durch den Sieg von König Brian Boru 1014 über die Dänen beendet. Englische Invasionen begannen im 12. Jahrhundert und zogen 700 Jahre Rivalität nach sich. Die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde besonders durch die große Hungersnot (engl. Great Famine) geprägt, deren katastrophale Auswirkungen das Land bis heute prägen. Man schätzt, dass zwischen 1846 und 1849 etwa eine Million Menschen verhungerten und noch einmal genauso viele vor allem in die USA auswanderten. Am Ostersonntag 1916 begann mit dem fehlgeschlagenen Aufstand der bewaffnete Kampf um die Unabhängigkeit Irlands vom Vereinigten Königreich. Die Unabhängigkeitsbewegungen gab es schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Nun brachen die nationalen und jahrhunderte lang unterdrückten Gefühle gewaltsam auf. 1921 nach einem langen und blutigen Krieg, der auf irischer Seite von ’’Michael Collins’’ geführt wurde, erkannte Großbritannien den ’’Irish-Free-State’’ an, behielt jedoch die sechs nördlichen Counties der Provinz ’’’Ulster’’’. Einige Rebellen gaben sich jedoch mit dieser Lösung nicht zufrieden und setzten den teils bewaffneten teils mit politischen Mitteln geführten Kampf weiter fort. Der Nordirlandkonflikt war in den 70er und 80er Jahren ein beherrschendes Thema, als sich die IRA auf pro-irischer Seite und verschiedene militante pro-britische Organisationen offene Straßenkämpfe lieferten und terroristische Anschläge verübten. Erst das ’’’Good-Friday-Agreement’’’, in dem die Republik Irland offiziell die Wiedervereinigung ad acta legte und die verschiedenen bewaffneten Gruppen einen Waffenstillstand erklärten, schuf so etwas wie einen modus vivendi. Der Konflikt selbst gilt dabei bis heute als ungelöst. Wirtschaftlich blieb die Republik Irland viele Jahrzehnte äußerst rückständig und hielt sich aus dem 2. Weltkrieg offiziell heraus. Erst mit dem Beitritt zur Europäischen Union 1973 und massiven Strukturförderprogrammen kam es zu einem langsamen Aufschwung. Seit Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts erlebte die irische Wirtschaft einen bis heute anhaltenden Wirtschaftsboom. Im Land des ’’Celtic Tiger’’ ist heute der IT-Bereich gleich nach dem Tourismus der wichtigste Wirtschaftssektor des Landes.


Kultur[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Irland wird derzeit von einer Koalition der liberalen Fianna Fail und der Grünen Partei regiert. Aufgrund des wirtschaftlichen Abschwunges ist diese Regierung aber stark unter Druck geraten.

Die beiden wichtigsten politischen Themen sind die Rezession und das Anstehende zweite Referendum über den Lissabon-Vertrag zur Reformierung der EU.

Klima[Bearbeiten]

Dublin Jahresklima

Das einzig Beständige am Wetter ist, dass es sich ändern wird. Ein Ire würde sich wahrscheinlich über das langweilige Wetter in Deutschland nur ärgern. Dort ist es schließlich sechs Monate warm und dann sechs Monate kalt. In Irland ist das da schon wesentlich spannender. Der normale Tourist wird das Klima als eher kühl empfinden. Wirklich heiße Tage mit über 30°C gibt es eigentlich nicht, wirklich kalte mit lang anhaltendem Frost aber dafür auch nicht. Das Wetter wechselt sehr häufig, und ein sonniger Morgen ist alles andere als ein Garant für einen schönen Tag. Es empfiehlt sich eigentlich immer, einen Schirm oder eine Regenjacke dabei zu haben. Es ist völlig normal, dass es bis zu zehnmal am Tag regnet, wobei der Regen dabei meist sehr sanft fällt. Auf Englisch wird er übrigens Irish Mist genannt und gilt eher als erhöhte Luftfeuchtigkeit. In den kühleren Monaten von Oktober bis April sollte die Kleidung auch auf den recht unangenehmen Wind vorbereitet sein. Von einem Besuch im Dezember oder Januar kann eigentlich nur abgeraten werden. Zu den heftigen Winden kommt dann fast täglich kalte und sehr nasse Luft um die 0°,- manchmal sogar etwas Schnee. Als Faustregel gilt, dass der Westen der Insel besonders an den Küsten auf Grund des Atlantiks noch etwas rauer ist als der Rest der Insel.

In der Gebirgslandschaft westlich von Killarney (Halbinsel Kerry) ist es deutlich kühler als an der Küsten und im Killarney National Park. Im Winterhalbjahr ist hier auch Schneefall wahrscheinlich!

Anreise[Bearbeiten]

Irische Hochkreuze
Dunguaire Castle
Cliffs of Moher
The Burren
Ring of Kerry

Flugzeug[Bearbeiten]

Irland verfügt über mehrere internationale Verkehrsflughäfen, die oft auch aus dem deutschsprachigen Raum direkt angeflogen werden oder aber mit Umsteigen in Großbritannien erreichbar sind. Die wichtigsten sind:

in der Republik Irland
in Nordirland

Die größten Fluggesellschaften des Landes sind die hier beimateten Aer Lingus und Ryanair, die zahlreiche Verbindungen zu Zielen im deutschsprachigen Raum anbieten. Darüberhinaus bietet u.A. auch die Lufthansa Flüge nach Dublin an.

Bahn[Bearbeiten]

Mit der Bahn gelangt man nur bis zu einem Hafen in Großbritannien. Von dort aus muss man die Fähre benutzen, meist:

  • Holyhead - Dublin Ferryport
  • Holyhead - Dun Laoghaire (gesprochen "Dann Liehri")

(Holyhead ist von London aus ohne oder mit einmaligem Umsteigen erreichbar.)

Weitere Möglichkeiten:

  • Swansea - Cork (Swansea ist direkt erreichbar ab London Paddington; 2007 gibt es keine Fahrten dieser Linie)
  • Fishguard - Rosslare
  • Pembroke - Rosslare (beide nur umständlich mit mehrmaligem Umsteigen erreichbar)

Preislich ist die Reise mit dem Zug nach Irland günstiger als man annimmt: mit dem Europa-Spezial London kommt man ab 49 EUR in der 2. Klasse von jedem deutschen DB-Bahnhof nach London. Die Plätze sind kontingentiert. Daher empfiehlt es sich, rechzeitig zu buchen. Ab London gibt es das Gemeinschaftsangebot SailRail zwischen den britschen Eisenbahnverkehrsunternehmen und den Fährgesellschaften Stena Linies bzw. Irish Ferries [1]. Das Angebot ist nicht kontingentiert und kann problemlos vor Ort erworben werden, was aber nur bedingt zu empfehlen ist, da die Reise einige Zeit in Anspruch nimmt. Ein Single-Ticket von London nach Dublin Ferry Port kostet 31 GBP.

Bus[Bearbeiten]

Von London Victoria fahren täglich Busse über Holyhead nach Dublin und weiter bis in den Westen Irlands.

Auto[Bearbeiten]

Mit dem Auto gelangt man nur per Schiff (s.u.) auf die Insel, entweder durch Großbritannien ("Land Bridge") oder von Frankreich aus.

Schiff[Bearbeiten]

Es gibt regelmäßige Fährverbindungen vom europäischen Festland nach Irland. Für Touristen aus Deutschland ist mit Sicherheit die günstigste Verbindung über Roscoff (Frankreich) nach Rosslare (im Südosten Irlands) sowie von Cherbourg entweder nach Rosslare oder direkt nach Cork zu nennen.

Eine weitere gern genutzte Möglichkeit ist die Anreise über Großbritannien. Hierzu bieten einige Fähranbieter vergünstigste Konditionen an, wenn man beide Strecken (Kontinent-Großbritannien & Großbritannien-Irland) bei ihnen bucht. Es ist jedoch angemerkt, dass die Übernachtung in Großbritannien teurer ausfallen wird als die in Frankreich. Auch die Tankfüllung ist auf der großen Insel etwas teurer.

Die Preise variieren je nachdem, ob man innerhalb der Saison oder außerhalb fährt; die Fähren von Frankreich legen meist abends ab und sind dann am nächsten Morgen in Irland.

Der Zustand der Fähren lässt meistens zu wünschen übrig; trotzdem sind sie ein zuverlässiges Verkehrsmittel.

Eine aktuelle Informationsquelle über alle Fährlinien nach Irland bietet Ferrylines.com.

Mobilität[Bearbeiten]

Bahn & Bus[Bearbeiten]

Das Eisenbahnnetz wurde in den letzten Jahrzehnten auf ein Kernnetz mit Dublin im Zentrum reduziert. Auf vergleichbaren Strecken sind die Züge etwa doppelt so schnell, aber auch deutlich teurer als Busse, und meist fahren nur wenige Züge; Taktverkehr ist unbekannt.

Das Netz der Buslinien von Bus Éireann ist deutlich dichter als das der Bahn, und Busse fahren auf bedeutenden Strecken teilweise stündlich.

Wenn man viel mit dem Bus unterwegs sein will, lohnt sich möglicherweise eins der Pass-Angebote:

  • Irish Rambler nur Bus, nur in der Republik
  • Irish Rover nur Bus, auch in Nordirland (Ulsterbus)
  • Irish Explorer Bus + Bahn, nur in der Republik
  • Emerald Card Bus + Bahn, auch in Nordirland

Nähere Informationen, Geltungsdauer, Preise gibt es bei

Trampen[Bearbeiten]

Trampen funktioniert in Irland sehr gut. Da Irland nur wenige Autobahnen besitzt, ist es schwierig, größere Distanzen außerhalb der Hauptverkehrsstrecken schnell zurückzulegen. Trotzdem ist es möglich, an einem Tag von einer Küste zur gegenüberliegenden zu gelangen. Aufgrund der teilweise sehr schlechten Busanbindungen ist das Trampen auch bei Einheimischen sehr verbreitet und wird entsprechend als normal angesehen.

Auto[Bearbeiten]

In Irland herrscht Linksverkehr, das heißt z.B. in Kreisverkehren im Uhrzeigersinn gefahren wird. Rechts-Vor-Links gilt allerdings dennoch in Irland. Auf den Straßen kommt man im Vergleich zu Deutschland eher langsam voran, da sie oft sehr schmal, von Hecken/Mauern begrenzt und kurvig sind. <br\> Autobahnen gibt es nur im Großraum Dublin. Auf National Roads (N...) kommt man jedoch meistens gut voran, die Regional Roads (Regionalstraßen) sind meistens auch recht gut zu befahren. Die Qualität der Straßen ist allerdings nicht mit der in Mitteleuropa vergleichbar, es gibt immer noch Straßen mit dürftigem Belag und Schlaglöchern, welche auch schon mal spontan und unangekündigt auftauchen. <br\> Die Anstrengungen der irischen Regierung, an dieser Situation etwas zu verbessern, sind allerdings allerorten sichtbar: es wird viel gebaut, und das Straßennetz wird kontinuierlich erweitert und verbessert.

Auch die Beschilderung ist vor allem auf dem Land zum Teil spärlich, daher gute Karten einpacken. Obwohl Straßen seit langem als National- ("N") oder Regionalstraßen ("R") klassifiziert sind, findet man auf vielen Schildern noch alte Trunk- ("T") und Link-Nummern ("L"); die beiden Nummernsysteme haben nichts miteinander zu tun. Allerdings kann man sich anhand der N- und R-Straßennummerierung mithilfe von Karten exzellent orientieren. Verwirrend sind oft auch die Entfernungsangaben, die je nach Region und Alter des Schildes in Meilen (Angabe meist ohne Einheit) oder in Kilometern (Angabe mit "km") gemacht werden. Das kann sich zum Teil munter abwechseln -- manchmal wurde bei der Umstellung von Meilen auf km einfach 1:1 umgerechnet.


Autovermietungen

... gibt es in der Regel an Flughäfen. Dort sind auch die großen internationalen Vermieter anzutreffen: Hertz, Avis, etc. Mietpreise sind mit denen in Deutschland vergleichbar, in der Regel allerdings ein bisschen teurer. Wenn man über Internet bucht, bekommt man günstigere Konditionen. Es lohnt sich nach Internetseiten von Brokern Ausschau zu halten. Bei einer Buchung vor Ort lohnt es sich, die Preise der einzelnen Anbieter zu vergleichen und vor allem zu feilschen. Dabei sind Nachlässe von mehr als EUR 100,- möglich. Empfehlenswert ist es, die Buchungen von Deutschland aus über deutsche Anbieter zu machen, da das im Regelfall günstiger ist als vor Ort. Eine Kreditkarte ist bei den meisten Anbietern erforderlich.

Ein paar Worte für Führerscheinneulinge: Fast immer ist ein Mindestalter von 25 Jahren erforderlich, um einen PKW (B-Führerschein) lenken zu dürfen. Bei manchen Firmen können auch 24- oder sogar 21-jährige ein Fahrzeug mit dem B-Führerschein lenken; diese müssen aber mit einer sogenannten insurance surcharge (ein spezielle Versicherung, nicht bei Irish-Net) rechnen, die pro Tag bezahlt werden muss und bis zu 25 € geht.


Hier eine Tabelle mit einer Auswahl der Anbietern. Das Mindestalter ist das Alter, mit dem ein Auto gemietet werden kann. Über die Höhe einer etwaigen insurance surcharge informieren die Geschäftsbedingungen (Terms & Conditions) der jeweiligen Organisation. Eine Vollkaskoversicherung beinhaltet hier KEINE Diebstahl-, Reifen- oder Unterbodenversicherung. Diese müssen extra abgeschlossen werden.

Anbieter Mindestalter Website
353 Car Hire 23 http://www.carhire.ie
Argus 23 http://www.argus-rentacar.com
Atlas 25 http://www.atlascarhire.com
Avis 23 http://www.avis.com
Budget 23 http://www.budget-ireland.com
County Car 25 http://www.countycar.ie
Dooley 21 http://www.dan-dooley.ie
easyCar 21 http://www.easycar.com
Europcar 25 http://www.europcar.ie
Hertz 25 http://www.hertz.ie
IrishCarRentals 25 http://www.irishcarrentals.com
Sixt Car Rental 18 http://www.sixt.ie
Cardelmar 21 http://www.cardelmar.de/


Verkehrsregeln

Die Vorfahrt ist meist eindeutig ausgeschildert, bei gleichberechtigten Straßen hat in der Regel der von rechts kommende Vorfahrt. Seit Januar 2005 gilt das metrische System in der Republik Irland, d.h., Entfernungsangaben und Geschwindigkeiten werden in km oder km/h angegeben. Die Verkehrsregeln werden von der irischen Bevölkerung allerdings sehr freizügig interpretiert, weswegen sich ein sehr defensives Fahrverhalten empfiehlt.

Erlaubte Geschwindigkeiten (Republik Irland):

  • innerorts 50 km/h
  • außerorts (R-Straßen, lokale Straßen) 80 km/h
  • außerorts (N-Straßen) 100 km/h
  • Autobahn 120 km/h

Erlaubte Geschwindigkeiten (Nordirland):

  • innerorts 30 mph (48 km/h)
  • auf Ausfallstraßen 40 mph (64 km/h)
  • außerorts 60 mph (96 km/h)
  • auf Autobahnen/Straßen mit getrennten Fahrbahnen 70 mph (112 km/h)

Halten/Parken:

  • gelbe Doppellinie = Halteverbot
  • eine gelbe Linie = Parkverbot
  • gelbe Striche = Parkverbot zu bestimmten Zeiten

Beschilderung und Verkehr:

Verkehrsschilder sind auf Englisch und Irisch, wobei vor allem auf dem Land die englische Bezeichnung von Anrainern/Kindern übermalt wird. Auch sind einige Entfernungsangaben einmal in km, dann wieder in Meilen ausgeschildert.

Sprache[Bearbeiten]

Die offizielle erste Amtssprache ist Irisch (Gälisch), das seit Juni 2005 auch eine offiziell anerkannte Amtssprache der Europäischen Union ist. Englisch kommt aber, obwohl es "nur" zweite Amtssprache ist, eine überragende Bedeutung im Alltag zu. Verkehrsschilder, öffentliche Bekanntmachungen und dergleichen müssen per Gesetz immer zweisprachig abgefasst sein. Irisch ist mittlerweile ein Pflichtfach in den Schulen und Lehrer müssen sich (unabhängig von den später unterrichteten Fächern), einer Irischprüfung unterziehen. Besonders im westlichen Irland (in den "Gaeltacht"-Gebieten) dominiert das Irisch noch heute und ist für die Einwohner dort oft erste Sprache. Dem Reisenden kann es passieren, dass Wegweiser und Straßenschilder dort nur in Irisch beschriftet sind. Das irische Englisch ist für Touristen anfangs oft nur schwer verständlich, nachfragen ist jedoch kein Problem und der typische Ire wird sich alle Mühe geben, das gesagte deutlich zu wiederholen. Mit dem Englisch, das im Süden (also etwa in und um Cork) gesprochen wird, haben zuweilen sogar Iren ihre liebe Not und müssen oft sehr genau zuhören.

Kaufen & Preise[Bearbeiten]

Währungen

Die Republik Irland ist Teil der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, somit ist der Euro das offizielle Zahlungsmittel. In Nordirland ist das englische Pfund Sterling die anerkannte Währung; in der Republik wird das Pfund nicht anerkannt, genauso in Nordirland der Euro nicht. Umtauschmöglichkeiten sind allerdings viele vorhanden.

Lebensmittel

Lebensmittel sind teurer als in Deutschland, man findet aber eine gute Auswahl - wenn auch nicht so groß - wie auf dem Kontinent. Große Supermarktketten sind Tesco, Dunnes Store und SuperValue (irisch/britisch), wer eher "heimisches Essen" bevorzugt, kann auch zu Lidl oder Aldi gehen - letztere findet man in jeder größeren Stadt. Das beste Essen findet man allerdings, wenn man sich an Märkte in den Städten hält.

Getränke

Bier und andere Alkoholika erhält man in Supermärkten und "off-licence-shops", die oftmals einem Pub angegliedert sind. Für den deutschen Biertrinker ist deren Auswahl und Bepreisung nicht immer befriedigend. Es ist also zu erwägen, den Bedarf an Getränken, die man während der Reise außerhalb von Restaurants und Pubs konsumieren möchte, mitzubringen.

Öffnungszeiten

In Irland haben die Geschäfte meist unter der Woche kürzere Öffnungszeiten als in Deutschland (bis 18.00 Uhr), dafür kann man dann allerdings auch sonntags nachmittag shoppen gehen. Einige Supermarktketten haben 24 Stunden, 7 Tage die Woche geöffnet, die meisten anderen unter der Woche bis 21 oder 22 Uhr. Tankstellen der großen Ketten (Esso, Shell) sind in der Regel 24 h geöffnet, allerdings bekommt man seine Ware ab ca. 23.00 Uhr nur noch am Schalter, die Tankstelle selber wird zugesperrt. Kleinere Ketten (Statoil, Texaco) haben meistens länger auf als die üblichen Geschäfte, aber selten rund um die Uhr. Pubs schließen zwischen 0:00 und 1:00 nachts, Discos um 2:30.

Spritpreise in der Republik Irland liegen generell bis zu 20 ¢ unter denen in Mitteleuropa, das Tanken ist also günstig.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Irische Küche kann sich in der Regel mit der auf dem Kontinent messen lassen, zumindest in den Restaurants. Wer lediglich schnell einen kleinen Snack haben will findet praktisch überall eine große Auswahl an Sandwichbars, Fastfoodläden oder kleinen Imbissbuden. Die Qualität lässt dabei leider oft zu wünschen übrig. Für einen Erwachsenen sollte man einschließlich eines alkoholfreien Getränks etwa mit 10€ rechnen. Die meisten Pubs bieten bis in den frühen Abend hinein eine kleine Auswahl warmen Bar Foods.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall irisches Frühstück, das sich besonders in B&B-Unterkünften finden lässt: gebratener Speck, gebackene Bohnen, Irische Würstchen, Black und White pudding (Blut- und Leberwürstchen), Spiegelei, Tomate, Pfannkuchen, selten auch Kartoffeln und Toast - der oft mit gesalzener Butter zu genießen ist - lassen den Tag gut beginnen. Die Tasse Tee sollte hier natürlich nicht fehlen. Wahlweise kann man natürlich auch auf diese Cholesterinbombe verzichten und ein kontinentales Frühstück einnehmen, das meistens aus sauren Früchten, Cornflakes oder Müsli, Joghurt und Schwarzbrot mit einer Auswahl an Konfitüre serviert wird.

Typische Gerichte:

  • Irish Stew Eintopf mit Hammelfleisch, Kartoffeln und Gemüse, gut gewürzt
  • Shepherd's Pie Hammel- (oder Rind-) Fleisch mit Zwiebeln, mit Kartoffeln überbacken, meist serviert mit Gemüse und Kartoffeln
  • Chowder gehaltvolle Suppe mit Fisch und Gemüse, Seafood Chowder mit Meeresfrüchten

Kartoffeln sind allgegenwärtig und werden zu fast jeder Mahlzeit serviert, zum Beispiel auch zu Pasta Gerichten wie Lasagne.

Wer in Restaurants isst, bekommt in der Regel sehr gutes Essen, allerdings auch zu gepfefferten Preisen. Außer in einigen indischen Restaurants wo es schon mal Angebote für 15-17€ pro Person geben kann, muss man immer mit rund 20-25€ auch in Mittelklasseetablisements rechnen. Wein außerhalb zu trinken ist ein besonders teures Vergnügen und schlägt die ohnehin mehr als verdoppelten Preise der Supermärkte noch einmal um Längen.

Es ist zu beachten, dass viele Restaurants keine alkoholischen Getränke ausschänken, und andere den Alkoholholausschank auf Wein beschränken. In einem "fully licenced restaurant" sind Bier, Wein und Spirituosen erhältlich.

Ausgehen[Bearbeiten]

Auch im kleinsten Ort findet sich in der Regel ein Pub. Dort holt man sich seine Getränke (zum Teil auch Knabbereien wie kleine Tüten mit Chips) selbst an der Theke und bezahlt gleich. Abends bieten Pubs oft Livemusik, was bereits am Tag durch entsprechende Hinweise angekündigt wird. Die Stimmung bei solchen Veranstaltungen ist einzigartig, auch, weil sie gut besucht werden. Seit Anfang des Jahres 2004 gilt ein Rauchverbot sowohl in Restaurants als auch in Pubs. Einige dieser Lokale verfügen aber über einen Raum, der entweder nach außen nur 3 Wände oder kein Dach hat - oft fehlt lediglich nur ein Teil des festen Dachs - und daher kann darin geraucht werden ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

Genauso sollte man beachten, dass der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit (also auf der Straße, im Park, etc.) in Irland verboten ist und mit einer Geldstrafe von bis zu 650 Euro geahndet werden kann.

Pubs schließen unter der Woche (So-Do) in der Regel um 23:30 Uhr und Fr/Sa eine halbe bis eine Stunde später. Es gibt hingegen einige Pubs die erst um 01:30 Uhr schliessen; in Irland geht man daher meist schon um 8 Uhr los.

Es empfiehlt sich oft, im Hotel oder B&B den Betreiber nach einer Empfehlung für den Abend zu fragen. Gerade in großen Städten mit vielen Touristen haben sich regelrechte Touristenpubs entwickelt in die sich kein Einheimischer mehr verirrt und die ihre fehlende Atmosphäre durch die hohen Preise ausgleichen wollen.


Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Sehr verbreitet sind Hostels (Jugendherbergen), günstige Unterkünfte mit einfacher Ausstattung, aber Charme (um die 20 €/Person pro Nacht). Sie bestehen oft aus Mehrbettzimmern, manchmal auch nach Geschlechtern getrennt. Für Frühstück muss man selber sorgen, aber es sollte eine kleine Kochmöglichkeit vorhanden sein, meist ist auch "Grundbedarf" wie Teebeutel, Salz oder Zucker vorhanden. Man braucht im Gegensatz zu Deutschland keinen Jugendherbergsausweis und es gibt auch keine Altersbeschränkung. Ein Verzeichnis über alle Hostels in Irland bekommt man über die dortige Tourismusorganisation, meist findet sich auch im Sommer noch ein freies Bett. Eine gute Anlaufstelle ist beispielsweise Hostels.com oder Bed&Breakfast guide.

Eine weitere Möglichkeit der Unterbringung sind die sog. B&B's, die Bed&Breakfasts. Es handelt sich hier um Unterkünfte, die von Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden. Sie bieten oft eine ausgezeichnete Qualität und lassen sich auch vor Reiseantritt buchen. Wer außerhalb der Hauptsaison (Juli-August) unterwegs ist, kann auch einfach auf gut Glück nach den B&B-Schildern Ausschau halten, die sich auch im kleinsten Dorf finden. Klassisches irisches Frühstück ist inklusive, es gibt aber auch kontinentales. Preislich bewegt man sich um die 25-35 €/Person pro Nacht wobei vor allem in größeren Städten (Dublin, Galway) die Preise in der Hauptsaison ansteigen und selten B&B unter 35 Euro zu finden sind. € 40-45 Euro sind eher die Regel als Seltenheit.

Das Campieren außerhalb von Campingplätzen ist verboten. Meistens weisen Schilder eindeutig darauf hin. Wikitravel hilft bei der Suche eines Campingplatzes in dieser Provinz mit der Liste der Campingplätze.

Zum Benutzen der Steckdosen empfiehlt sich ein üblicher Reiseadapter oder ein Stromadapter für Großbritannien.

Ein besonderes Schmankerl sind die unter Denkmal stehenden Häuser des Irish Landmark Trusts

Lernen[Bearbeiten]

In Irland besteht bis zum 16. Lebensjahr Schulpflicht. Irische Kinder beginnen mit fünf Jahren die Primary School, die sie acht Jahre lang besuchen. Anschließend besuchen die Jugendlichen noch fünf oder sechs Jahre die Oberstufe auf der Secondary School.

Oberschüler müssen nach dem 3. Jahr ihr sogenanntes Junior Certificate Exam ablegen. Die Schullaufbahn endet mit einer Abschlussprüfung, bei der eine Mindestpunktzahl erreicht werden muss, um an einer Universität zugelassen zu werden.

Einige Fächer, wie Englisch, Irisch und Mathematik, sind für alle Schüler obligatorisch. Andere Fächer wie Wirtschaft, Musik oder Geschichte sind frei wählbar. In der Regel stehen die Fremdsprachen Französisch, Deutsch oder Spanisch als Unterrichtsfächer zur Verfügung.

Die Atmosphäre an der irischen Schule ist formal aber freundlich. Die Lehrer werden mit "Sir" oder "Ms" angesprochen und Sport wird auch nach dem Unterricht groß geschrieben.

Arbeiten[Bearbeiten]

Da sowohl Irland als auch Nordirland Mitglied der Europäischen Union (EU) sind, braucht man keine Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung, um in Irland zu arbeiten.

Durch die florierende Wirtschaft ist Irland, gerade in den letzten Jahren, für viele Europäer attraktiv geworden, die in ihrem Heimatland keine Arbeit gefunden haben. Allerdings ist Irland derzeit von der Wirtschaftskrise besonders stark betroffen, die Arbeitslosigkeit ist auf 10 % gestiegen und Neueinstellungen sind derzeit selten.

Die IT-Branche boomt, Zentren sind in der Republik hier Dublin und Cork. Wenn man längerfristig Arbeit sucht, ist es von Vorteil, sich an größere Firmen zu halten; sie ermöglichen meistens einen leichteren Einstieg ins irische Arbeitsleben.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
1. Januar New Year's Day Neujahr
17. März St. Patrick's Day Feiertag des irischen Nationalheiligen
18. April 2014 Good Friday Karfreitag (nur NI)
21. April 2014 Easter Monday Ostermontag
1. Mo. im Mai May Bank Holiday Bankfeiertag zum Tag der Arbeit
Letzer Mo. im Mai Spring Bank Holiday Bankfeiertag (nur NI)
1. Mo. im Juni June Bank Holiday Bankfeiertag (nur ROI)
12. Juli Battle of the Boyne Day Tag der Schlacht am Boyne (nur NI)
1. Mo. im August First Monday in August Bankfeiertag
Letzter Mo. im Oktober Last Monday in October Bankfeiertag
25. Dezember Christmas Day Weihnachten (1. Weihnachtsfeiertag)
26. Dezember St. Steven's Day Weihnachten (2. Weihnachtsfeiertag)

Sicherheit[Bearbeiten]

Irland ist generell ein sehr sicheres Reiseland. Schwerkriminalität gibt es kaum, allerdings sollte man als Tourist die üblichen Sicherheitsvorkehrungen vor Diebstahl treffen.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Seit März 2004 sind fast alle Arbeitsplätze, was Bars, Restaurants, Cafés etc. einschließt, rauchfrei. Hotels und Bed&Breakfasts müssen nicht rauchfrei sein, sind es aber in den meisten Fällen.

Respekt[Bearbeiten]

Irland ist fest im westlichen Kulturkreis verankert, weshalb man kaum etwas wirklich falsch machen kann. Die jüngeren Iren unterscheiden sich in ihren Ansichten und Verhaltensweisen durch nichts von französischen, englischen oder deutschen Altersgenossen. Man sollte jedoch immer bedenken, dass das Land nachwievor sehr katholisch ist. Gerade älteren Leuten gegenüber sollte man sich also mit Kritik an der Kirche und ihren Vorstellungen etwas zurück halten. Zum Nordirlandkonflikt sollte man sich ebenfalls nur äußern, wenn man über mehr als nur Halbwissen verfügt. Die Taten der IRA pauschal zu verurteilen ohne die hochkomplizierte Geschichte des irischen Kampfes um politische Unabhängigkeit zu kennen, ist zum Beispiel keine gute Idee.

In Irland mag man die Bezeichnung der Europäischen Großregion "Britische Inseln " nicht, allerdings wird auch keine Alternative dazu angeboten. "Britische Inseln" ist für Iren wie "Siam" für Thailand, oder "Mesopotamien" für Irak, also eine altertuemliche Bezeichnung und wird als ein bisschen lästig empfunden.

Klarkommen[Bearbeiten]

Botschaften[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Iren lernt man schnell, vor allem auch im Pub, kennen. Sie sind sehr offen und kommunikationsfreudig; wer Englisch kann, kann sich auch verständigen, das Verstehen des anderen fällt durch den starken Dialekt dagegen manchmal etwas schwerer. Notfalls unterhalten sich die meisten Iren auch mal mit Händen und Füßen. Schwierige Themen können Religion und Politik sein, diese evtl. nicht selbst ansprechen oder kritisieren.






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