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Indonesien

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Südostasien : Indonesien
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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: Jakarta
Staatsform: Präsidial Republik
Währung: Indonesische Rupiah(IDR)
Fläche: 1,92 Mio km²
Bevölkerung: 238 Mio
Sprachen: Bahasa Indonesia (Amtssprache, modifizierte Form des Malaiischen), Englisch, Holländisch
Religionen: Muslimisch 88%, Protestanten 5%, Römisch-Katholisch 3%, Hindu 2%, Buddhist 1%
Stromsystem: 230V / 50Hz (+- 20%)
Telefonvorwahl: +62
Internet TLD: .id
Zeitzone: UTC+7 bis UTC+9


Karte von Indonesien

Indonesien ist ein über unzählige Inseln verteiltes Land in Südostasien.

Regionen[Bearbeiten]

Die indonesischen Inseln sind:

  • Sumatra - wild und zerklüftet. Die sechstgrößte Insel der Welt besitzt einen großartigen Naturreichtum.
  • Borneo - unkartierte Dschungel, mächtige Flüsse, Siedlungsgebiet des Orang Utans und ein Paradies für Abenteurer.
  • Java - das Zentrum des Landes, Millionenstädte und viele Menschen auf kleiner Fläche.
  • Sulawesi (Celebes) - die Insel ist geographisch sehr langgezogen und beherbergt verschiedene Gesellschaftsformen und die eine oder andere spektakuläre Landschaft.
  • Kleine Sunda-Inseln (Nusa Tenggara) - die Inselgruppe im Südosten besitzt Scharen von ethnischen Gruppen, Sprachen und
  • Molukken - weitgehend unentdeckt und der Außenwelt fast unbekannt.
  • Irian Jaya - der Westteil von Neuguinea.
  • Raja Ampat - die Welt der tausend Inseln und der reichsten Korallenriffe der Welt.

Städte[Bearbeiten]

  • Jakarta - Hauptstadt
  • Bandung - das "Paris" Südostasiens , angenehmes Klima
  • Bogor - bekannter Botanischer Garten
  • Surabaja - Hafenstadt in Ostjava (sehr heiss wegen Insel Madura)
  • Yogyakarta - Sultanssitz in Zentraljava
  • Pelabuhan Ratu - beliebtes Ausflugsziel im Süden der Insel Java am Indischen Ozean
  • Manado - im christlichen Norden der Insel Sulawesi

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Bali ist zwar das Hauptziel, aber man sollte sich mal die Mühe machen, z.B. von Bandung nach Cirebon oder an die Südküste zu fahren, dort ist das eigentliche Indonesien. Allein eine Tour von Jakarta nach Bandung über den Puncak Pass ist schon sehr interessant! Besonders Interessant sind auch die Vulkane Indonesiens. Diese laden zu abenteuerlichen Trekkingtouren ein. Es gibt einen regelrechten Vulkantourismus auf den Inseln. Einheimische Guides führen zu den hoch gelegenen Kratern. Beliebt sind Trekkingtouren auf die Vulkane Semeru und Bromo auf Java. Kawah Ijen ist zwar kein Geheimtipp mehr, trotzdem kann man hier die Schwefelarbeiter bewundern. Die Vulkaninseln Anak Krakatau und Batu Tara sind nur mit dem Charterboot erreichbar. Ausbrüche des Vulkans Merapi können besonders gefährlich werden. Die Ortschaften an den Vulkanflanken sollte man nur in Ruhephasen des Vulkans besuchen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Äquatorial bedingt herrscht in Indonesien tropisch feuchtes Klima! In den Haupstädten beträgt die Temperatur auch nachts meistens noch 25 Grad Celsius. Für Ausländer sind die höheren Lagen günstig und angenehm. Daher wurden diese auch schon von den Niederländern in der Kolonialzeit bevorzugt. Bandung ist sehr angenehm (ca. 800 m), dort z.B. Lembang und auch der Puncak Pass, der auf dem Weg von Jakarta nach Bandung liegt, hat ein kühles Klima vor allem nachts! In der Regenzeit (ca. von Oktober bis April) hat man teilweise mit tagelangem Niederschlag zu rechnen. Also aufpassen zu welcher Jahreszeit man seine Reise nach Indonesien bucht! An den Küsten ist es das ganze Jahr über feucht schwül, die Nächte bieten keine Abkühlung.

Anreise[Bearbeiten]

Deutsche Staatsangehörige benötigen seit 01. Februar 2004 ein Visum zur Einreise nach Indonesien. Das Visum wird bei der Einreise erteilt und kostet $US 25 für einen Aufenthalt von bis zu dreißig Tagen, zahlbar in $US. Ein siebentägiger Aufenthalt kostete $US 10. Euro können getauscht werden. Das "7-Tage" Visa ist seit Anfang 2010 jedoch ersatzlos gestrichen. Die Ausgabe des Rückgeldes erfolgt in indonesischen Rupiah. Die Zahlung mit Visa- und Mastercard ist möglich. Das Auswärtige Amt rät, aus praktischen Gründen den Betrag bei der Einreise passend in $US zur Verfügung zu haben. Eine einmalige Verlängerung des Touristenvisums " OnArrival- Visa" (um 30 Tage) ist möglich, diese Verlängerung kann man beim "Kantor Emigrasi" beantragen, kostet circa 400.000.IRP. Ist ein längerer Aufenthalt geplant, muss das Visum vor der Einreise beantragt werden. Das Visum wird erteilt für Touristen- und Geschäftsreisen. Es muss teilweise mit erheblichen Wartezeiten bei der Einreise gerechnet werden.

Flugzeug[Bearbeiten]

Es gibt täglich Flugverbindungen aus Europa. Die Entfernung beträgt ca. 12.000 km, die Flugzeit ungefähr 16 bis 17 Stunden.

Schiff[Bearbeiten]

Früher gab es einige Kabinen für Gäste auf Frachtschiffen der Hapag-Lloyd. Ob es noch immer möglich ist, muss man neu überprüfen.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Kereta Api (Eisenbahn) ist schneller und komfortabler, aber auch wesentlich teurer als Busse. Es gibt z.B. im Nachtzug Jakarta - Surabaya in der 1.Klasse Liegesitze, Klimaanlage und Verpflegung. Der Zug braucht für die ca. 700km gut 10 Stunden.

Es ist möglich, sich ein Mobil (Auto) zu mieten. Hierfür muss man aber einen internationalen Führerschein besitzen und die Sprache wenigstens rudimentär beherrschen, denn wenn es zu einem Unfall kommt, steht man als Ausländer grundsätzlich erst mal nicht gut da. Gleiches gilt für Sepeda Motor (Mopeds). Diese werden besonders gern auch mal kontrolliert. Besser ist es, einen Wagen mit Fahrer zu mieten - für unsere Verhältnisse immer noch billig, 1999 waren es auf Bali ca. 20 € für einen Tag. Damit ist man auf der sicheren Seite, außerdem findet man sofort alles und die Fahrer erzählen einem auch gerne noch was über die Route und die Inseln.

Mit dem Bis (Bus) hingegen kann man alles erleben, von Anschiebehilfe am Berg bis 1 Tag Nothalt wegen Defekt! Überland- und Übernachtbusse sind im allgemeinen ganz ok, europäische Aufteilung (2-2) und fahrtüchtig. Linienbusse sind da gewöhnungsbedürftiger, da kleine Sitze, asiatische Aufteilung (2-3 oder sogar 3-3), abenteuerlicher Zustand und wenn Gepäck nicht auf den Schoß soll, kostet das extra. Gerne werden einem gegen Aufpreis auch '1.Klasse-Busse' angepriesen - im Endeffekt gibt es aber doch nur einen Bus und alle fahren mit den hoch angepriesenen Liegesitzen (normale Sitze, deren Lehnen man verstellen kann). Abfahrtszeiten sind 'Richtzeiten' - besser 15-30 min eher da sein, aber auch keine Panik bekommen, wenn 20 min nach planmäßiger Abfahrtszeit noch kein Bus in Sicht ist... irgendwann kommt immer einer. Als Richtlinie kann man ca. 20 km/h ansetzen, um Fahrtzeiten über Land einzuschätzen. Bei Zwischenstopps auf das Gepäck aufpassen!

Bemos (Minibuse) verkehren vor allem zu kleineren Zielen, wie z.B. Vulkanen und kleineren Dörfern. Sie sind meist mit doppelter Bankanzahl (vgl. zu Europa) ausgestattet und die Indonesier bekommen in einen Minivan locker 10-15 Leute rein. Bemos haben meist verschiedene Farben, die anzeigen, welche Tour ein Bemo überwiegend fährt. Je nach Insel sind aber auch nur die Stoßfänger verschieden lackiert. Touristen werden in der Regel immer im Bus befördert, Gepäck auf dem Dach, die Schulkinder am Fenster hängend, auf dem Dach, an die Leiter geklammert etc... Wer touristische Touren bei einem guten örtlichen Reisebüro bucht, oder auch vom Hotel vermittelt bekommt, sitzt heutezutage aber eher im klimatisierten kleineren Reisebus (Bis Pariwisata) der in Bestuhlung (ca. 20-30 Sitzplätze) und Standard eher Europäischen Normen genügt. Allerdings kostet das natürlich auch seinen Preis.

Oplet. Dies ist ein Abenteuer (entweder kommt man an oder nicht). Ein Oplet ist aber ideal wenn man z.B. in einer groesseren Stadt vom Bahnhof in einen Vorort oder durch die Stadt muss. In Bandung kommt man z.B. nach Lembang (wo kein Becak mehr hinfaehrt) oder zum Dago Teehaus.

Becak. Dies ist eine Fahrradrikscha. Der Fahrer sitzt hinten. Der Preis muss verhandelt werden.

Bajaj. Motoradrikscha. Der Fahrer sitzt vorne. Der Preis muss wie immer verhandelt werden.

Suburban. Dies ist eine Verbindung zwischen den großen Städten (Bandung-Jakarta, Bandung-Cirebon).

Verkehr[Bearbeiten]

Für Selbstfahrer hier einige Tipps

Wer in Indonesien selbst fahren will und dort keinen festen Wohnsitz hat, kann Fahrzeuge nur mieten. Für deutsche Staatsbürger ist meines Wissens immer noch internationale Führerschein notwendig. Wer gerne auf eigene Faust unterwegs ist, tut das am besten wie die Indonesier auch auf dem Motorrad. Es ist wendig, man kommt gut durch und man ist bei Bedarf schnell um die Ecke geflitzt, wenn einen die Polisi (Polizei) mal wieder wegen ner Handvoll Bakschisch anhalten will, was sehr regelmäßig vorkommt. Der durchschnittliche Mietpreis liegt etwa bei 10 US$ am Tag. Mit etwas Verhandlungsgeschick kann man aber auch gut handeln. Hier ist dann die Mietdauer letztlich ausschlaggebend. Wer gerne mal Ausflüge in die Berge macht, ist mit einer Enduro definitiv am besten bedient. An Hubraum ist nicht mehr als 125 ccm erlaubt, was bei einer Zweitaktmaschine aber reicht.

Fahren in Indonesien ist definitiv ein Erlebnis der besonderen Art. Nicht nur weil es im Linksverkehr stattfindet, sondern weil es auch keine Regeln gibt.

Keine Regeln?

Doch die gibt es.

1. Deutsche Oberlehrer-Mentalität ist völlig fehl am Platz. Wer meint Recht zu haben und darauf beharrt, ist schneller tot als ihm lieb ist.

2. Der Verkehr in ganz Südost-Asien läuft hierarchisch. D.h. der Größere hat immer Recht. Das staffelt sich wie folgt:

    • Omnibusse oder Lastkraftwagen,
    • Kleinere Touristenbusse,
    • Landmonster (Umgangssprache für besonders große Geländewagen oder SUV's),
    • Kleintransporter / PKW,
    • Motorrikschas,
    • Motorräder,
    • Fahrradrikschas,
    • Fahrräder,
    • Fußgänger.

Wer also unbedingt meint, er müsse sich mit deutscher Rechthabermentalität (auch wenn er Recht hat) im indonesischen Straßenverkehr bewegen, wird schnell vom Zweirad gefahren. Allerdings ist nur passiv zu fahren auch nicht immer richtig. Die obersten Regeln: Immer bremsbereit sein. Immer den Daumen an der Hupe haben.

Fahren lernen:

Wer sich im Linksverkehr zu Anfang nicht wohl fühlt, lässt einen Freund, Bekannten oder jemanden vom Hotelpersonal vor sich fahren und guckt sich die nötigen Tricks im Verkehr ab. Kreisverkehre sind für den ungeübten Fahrer sehr tückisch. Da hier viele Leser nach Bali fahren dürften, kann ich nur vom Kreisverkehr bei Kuta warnen. Hier treffen mehrere Straßen aufeinander und jeder fährt einfach drauf los. Es ist also gut, wenn man sich noch nicht so sicher ist, einfach inne zu halten, auf den Seitenstreifen zu fahren und sich wirklich 15-30 min den Verkehr und die Fahrweise der anderen zu verinnerlichen. Sucht euch einen anderen Motorradfahrer, z.B. den Familienvater der seine zwei Kinder mit auf dem Motorrad hat. Der fährt fast sicher seinen "Stiefel" weil er die Kinder keiner Gefahr aussetzen will. Fahrt mit einigem Abstand hinterher, beobachtet und lernt. Beobachtet aber nicht nur Zweiradfahrer sondern auch wie sich andere Kraftfahrzeuge verhalten.

Fahren in Indonesien ist eine sehr laute Angelegenheit. Es wird eigentlich ständig irgendwo gehupt. Dieses Hupen ist als Warnung zu verstehen. So wird beim Überholen fast immer von jedem gehupt um anzuzeigen, der Vordermann möge bitte nicht ausgerechnet jetzt abbiegen, was nur zu oft ohne Ankündigung geschieht.


Kreuzungen:

Hier kommt es zu den meisten Unfällen. Der Grund ist oft trivial. Es ist unangepasste Geschwindigkeit. Nicht wenn man zu schnell fährt, sondern wenn man plötzlich die Geschwindigkeit ändert. Also entweder plötzlich Gas gibt, oder plötzlich bremst. Am besten überquert man eine Kreuzung mit einer möglichst konstanten Geschwindigkeit. Ihr werdet beobachten, dass sich alle Verkehrsteilnehmer aufeinander einstellen. Und so kracht es dann auch am wenigsten und der Verkehrsfluss bleibt erhalten. Wer schon mal in Hanoi oder Saigon war, sieht sofort was ich meine. (Einfach mal ein Video auf Youtube dazu gucken)

Wenn möglich immer eine verspiegelte Sonnenbrille tragen, so das einem das gegenüber nicht in die Augen sehen kann. Warum? Ganz einfach: Wenn der andere meint Ihr habt ihn nicht gesehen, wird er in der Regel vorsichtiger fahren. Meint er aber Ihr habt ihn gesehen, kann es passieren, dass er losfährt, weil Ihr seiner Meinung nach z.B. die schwächeren Verkehrsteilnehmer seid. Das soll nun nicht heißen "Augen zu und durch". Im Gegenteil. Aber versucht beim Beobachten des Verkehrs nicht zu sehr den Kopf zu drehen und mehr aus den Augenwinkeln zu arbeiten.


Auf der Strecke

Es begegnen einem schon so manche skurrile Dinge auf der Straße. Der Straßenzustand ist nie zu unterschätzen. Man fährt 20 Kilometer auf guter Straße und auf einmal ist die Straße ohne jegliche Vorwarnung weggespült, oder es hat sehr tiefe sehr große Löcher (wo man selbst nebst Motorrad gut reinpassen würde).

Da liegt schon mal ein Toter auf der Straße und keinen kümmert es.

Man kommt um eine Kurve und fliegt über einen schlafenden Wasserbüffel. Ein Hund wärmt sich in der Dämmerung auf der Straße und man übersieht ihn. (Was in Bali sehr extrem ist)

Oder man staunt noch über die eigenartige Straßenverzierung inmitten der Fahrbahn, in Form eines kleinen Steinhaufens in dem ein Zweig steckt und schon fliegt man von der Straße. Hier hat man dann die indonesische Form des Warndreiecks übersehen und krachte in ein Hindernis.

Man kann beobachten, das Fahrzeuge die über die Kreuzung fahren, den Warnblinker einschalten. Nun, das ist hierzulande die Art zu sagen: ich will geradeaus.

Wer sich wundert, warum im überwiegend hinduistischen Bali ausgerechnet die Tankwagenfahrer wie die Berserker am Bypass lang fahren, findet die Erklärung tatsächlich in der Religion. Der Fahrer braucht im Falle eines Unfalls nicht mehr teuer in einer Zeremonie eingeäschert zu werden.

Unfälle - Ein unschönes Kapitel mit viel Stoff zum Nachdenken:

Was ich hier schreibe, kommt aus reichlich Erfahrung im indonesischen Verkehr. Als ich einmal Zeuge bei einem sehr schweren Unfall zwischen einem Geländewagen und einem Motorradfahrer wurde, wollte ich sofort los und mit meinem mitgeführten Motorradverbandkasten dem Schwerverletzen helfen. Mein indonesischer Bekannter hielt mich zurück und meinte ich solle mich da raushalten. Auf meine Frage "Wieso?" bekam ich zu hören, dass man gerade Touristen gerne für eventuelle Fehler bei der Hilfe verantwortlich macht. Sozusagen, man hätte den Zustand verschlimmert. In Indonesien kann man für falsche Hilfeleistung also belangt werden. Das erklärt auch das Verhalten der ganzen Schaulustigen beim Unfall. Es hat keiner geholfen. Erst als die Polizei kam, hat man den Schwerverletzten mal eben in ein vorbeifahrendes Bemo gewuchtet und dem Fahrer bedeutet den Mann ins Krankenhaus zu fahren. Etwas unschöner wird es, wenn man selbst jemanden verletzt. Es gibt Landstriche, wo es vorkommt, dass man einem Lynchmob zum Opfer fällt. Eine pauschale Verhaltensregel kann und will ich hier nicht geben. Das muss jeder mit seinem Gewissen ausmachen. Es kann für das eigene Leben aber besser sein, erst zu flüchten und sich dann hinterher zu stellen. Natürlich nur, wenn man sich bereits einen guten Anwalt über den ADAC oder der ständigen Vertretung in Indonesien gesichert hat. In Indonesien funktioniert alles über Geld. Reichlich Geld. Von der Polizei, Staatsanwälten, Richtern und Gefängniswärtern und Mitgefangenen will jeder vom großen Touristenkuchen etwas abhaben. Stockt der Geldfluss wird es ungemütlich.

Wer Ende der 90er auf Bali weilte, wird keine Krankenwagen gesehen haben. Keine? Nein, es gab zwei aus Australien importierte Holden Krankenwagen aus den 60er Jahren die nur einen Job hatten: Man fuhr den ganzen Tag in den Touristenzentren auf und ab um etwas beruhigende Präsenz zu zeigen. Wenn sich in einem der Wagen aber auch nur ein Pflaster fand, war das wohl schon die Vollausstattung. Wie das nun heute ist, kann ich nicht genau sagen. Getan hat sich sicher was. Vielleicht ergänzt jemand was zum Thema.

Eine Reisekrankenversicherung mit Flugambulanz ist also obligatorisch.

Polisi:

Alle in einen Topf zu werfen wäre ungerecht. Aber in der Regel sind indonesische Polizisten doch fast alle korrupt. In den Touristenzentren werden Selbstfahrer oft wegen lächerlicher Kleinigkeiten aufgehalten. Sei es nur, weil man den Fuß beim Halten über eine Fahrbahnmarkierung hinweg abgesetzt hatte oder weil der Weichplastikhelm angeblich zu locker auf dem Kopf saß. Oft liegen die Polizeistationen mitten auf der Strecke und man muss höllisch aufpassen, weil einem die braun gewandeten Männchen einfach vor das Motorrad oder Auto hüpfen und einem dabei sogar an den Lenker greifen. Meistens kommt man mit ein oder zwei Schachteln Kretek (Nelkenzigaretten) davon. Daher bietet es sich auch an, nur geringste Mengen Kleingeld griffbereit zu haben und den Rest in einem guten Versteck mitzuführen. Auch als Nichtraucher sollte man ein paar Schachteln Kretek dabei haben. Bei den Indonesiern rauchen bereits Kinder. So palavert es sich bei einer freundlich angebotenen Zigarette auch viel leichter. Das Rauchen hebt die Konversation auf eine andere freundliche Ebene. Nichtraucher paffen dann eben mit.

Fahrzeuge mieten:

Das ist ein eigenes Kapitel. Erst ist alles mal Verhandlungssache. Der Fahrzeugzustand sollte genau dokumentiert werden. Dabei bringt man am besten einen Ausdruck einer stilisierten Ansicht des Fahrzeugs mit um dort Kringel zu setzten, wo Beschädigungen sind. Je länger man mietet, desto besser ist die Verhandlungsbasis. De gesamte Mietpreis ist im Voraus zu entrichten. Man kann mit einer Zulassung für eine Insel und ohne dem schriftlichen Einverständnis des Eigentümers diese Insel als Tourist nicht mit dem Fahrzeug verlassen. Wer zum Beispiel von Bali nach Lombok will, wird spätestens am Hafen in Padang Bai aufgehalten werden. Oft sind bei den Motorrädern die Zündkerzen (Busi) nicht mehr die neuesten. Bremsen, Bremsversatz, Licht, Sitz aller Anbauteile sind selbstverständlich zu überprüfen. Ist soweit alles OK, gebt euch etwas Zeit sich an das Fahrzeug zu gewöhnen. Beim PKW ist bei den Rechtslenkern im Prinzip alles so, wie man es von zu Hause aus kennt. Auch die Pedale und Gänge sind dort wo man sie gewohnt ist. Nur das man eben auf der rechten Seite sitzt. Es ist immer eine gute Idee, mit dem Vermieter ein paar Kilometer zu fahren und sich erst mal ein wenig abzugucken. So bekommt man am besten Gefühl für die Sache.


.... wird fortgesetzt.

Sprache[Bearbeiten]

  • Bahasa Indonesia
  • Kurzdictionary
    • terima kasih - Danke (mit Zusatz "banyak" Vielen Dank)
    • tidak - Nein
    • Ya - Ja
    • berapa - eigentlich "wieviel" und wird als Frage "was kostet es" verwendet
    • selamat pagi - Guten Morgen
    • selamat datang - Herzlich Willkommen
    • selamat malam - Guten Abend
    • selamat soré - Guten Nachmittag
    • selamat siang - Guten Tag
    • selamat makan - guten Appetit
    • selamat tinggal - Aufwiedersehen ("Ein gutes Bleiben", sagt der der geht)
    • selamat jalan - Aufwiedersehen ("Einen guten Weg", sagt der der bleibt)
    • sampai jumpa nanti - Bis später
    • sampai jumpa besok - Bis Morgen
  • Verdopplung des Wortes ist fast immer Mehrzahl
    • anak - Kind
    • anak-anak - Kinder
  • Dialekte der Regionen und Inseln
  • Ein guter Sprachführer, mit dem man sich nach ein paar Tagen problemlos verständigen und vieles lesen kann, ist der 'Kauderwelsch - Indonesisch Wort für Wort', ISBN 3894160047

Kaufen[Bearbeiten]

Auf Java ist alles, zumindest für unsere Verhältnisse, extrem billig. Jedoch hat man z.B. Mühe, Kleider in seiner Größe zu finden, da die Asiaten doch kleiner und schmaler als wir Europäer sind. In dem Künstlerstädtchen Ubud (auf Bali) gibt es jede Menge Möglichkeiten zum Shoppen. Da wird der Geldbeutel schnell leichter. Bali ist etwas teurer als Java, aber trotzdem noch billig. Es gibt viele schöne Handwerksarbeit und auch Bilder, bei angeblichen Antiquitäten sollte man aber schon mehr Erfahrung haben! Der Kauf und die Ausfuhr von echten Antiquitäten kann zu erheblichen Problemen mit dem indonesischen Zoll führen. Sofern man hier bei den Beamten auffällt, kann das heftigen Ärger geben und wer nicht im indonesischen "Cafe Viereck" landen will, kann sich auf einige tausend Euro an Bakschisch einstellen.

Besonders auf Java muss man stets auf Rikscha-Fahrer achten, die einem häufig folgen. Diese geben dann in Geschäften oder Hotels an, dass sie den Kunden vermittelt hätten und bekommen Provisionen von den Händlern, die auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden.

In ganz Indonesien werden gerne die beliebten Batik- Bilder oder Batik- Sarongs / Stoffe oft in minderer Qualität (nicht UV-resistent, wasserfest,...) verkauft, daher sollte man hier immer auf den 'Wassertest' bestehen, bei dem das ausgesuchte Ojekt mit einem tropfnassen Tuch abgerieben wird. Bei echter Batik passiert hierbei nichts. Generell ist Vorsicht bei den Begriffen "Batik", "Art" und "Exhibition" geboten, die häufig nur dazu dienen Touristen Massenware zu verkaufen.

Preise sind grundsätzlich an den Dollar gekoppelt, so dass die aktuelle Preisgestaltung häufig von den Angaben in Reiseführern abweicht.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Indonesiens Küche gehört nicht unbedingt zu "Asia's Top Class" und ums Nasi Goreng kommt der Traveller eh' nicht rum. Auf keinen Fall sollte der Besucher das Sate (Hühnerfleisch mit Erdnusssauce) verpassen. Die vielen Angebote sind kaum zu verfehlen.

  • Sate gibt es mit verschiedenen Fleischsorten
    • Sate Ayam - Huhn
    • Sate Daging - Rind
    • Sate Kambing - Lamm oder Ziege
    • Sate Babi - Schwein
  • Kerupuk (das e wird verschluckt also krupuk gesprochen, früher auch kroepuk , "oe" ist aus dem Holländischen und wird als "u" gesprochen)
    • Chips aus Reis oder Krabbenmehl
  • Süßes
    • Pisang goreng - gebratene Bananen
  • Allgemein

Wer sich etwas auf die Suche begibt, findet die sogenannte kolak. Eigentlich ein Getränk mit Kokosmilch, Palmzucker und Bananenstücken. Für den speziellen Geschmack ist das ganze bereits etwas vergoren (schmeckt zumindest so).

Sehr gut schmecken auch die frisch gepressten Fruchtsäfte aus Mangga (Mango), Nanas (Ananas), Sirsak (eine Anonenart), Nangka (Jackfruit), Alpukat (Avocado - schmeckt aber süss - wird oft mit Schokosirup gereicht). Wenn Sie Getränke ohne Eis bestellen: tanpa es.

Häufig bekommt man auch Mie bakso. Das sind Nudeln mit Rindfleischbällchen. Die Bällchen gibts auch aus Fisch (ikan). Wer Tofu (Tahu) mag kann auch mal Gado-Gado probieren, eine Art Salat mit Tofu, Gemüse und Erdnuss Sauce. Bakso selbst, also die Hackfleischbällchen sind laut Einheimischer Aussagen für Touristen oft auch mit Vorsicht zu genießen. So gibt es leider auch "Billig Bakso", von denen gesagt wird, man wisse nicht so genau was wirklich drin ist.

Ziemlich risikofrei lässt es sich in den Einkaufszentren der Großstädte essen. Ansonsten kann man auch einen Warung (kleines indonesisches Restaurant) oder die Stände eines Nachtmarktes (pasar malam) - natürlich abends - besuchen. Wer gerne einen der Straßenstände probieren will, sollte sich an gekochtes, gebratenes oder gegrilltes Essen halten.

Wer direkt am Meer ist, sollte auch unbedingt frischen Fisch (ikan), Shrimps/Garnelen (udang), Tintenfisch (cumi-cumi) probieren. Ausserhalb der Touristenzonen kann man dort, wo der frische Fang gelöscht und verkauft wird, sich oft einen Fisch aussuchen und direkt zubereiten lassen. Falls vorhanden, dazu einmal Kangkung (eine Art Wasserspinat) probieren. Ach ja: und Chili heisst cabe und wenig sedikit.

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Internationale Hotels gibt es in allen Großstädten und Touristenzentren. Die Hotelsteuern sind hoch (10 % Bedienung, außerdem 11 % Steuer). In vielen Touristengegenden, z. B. auf Bali, ist von Hotels der internationalen Luxusklasse bis zu Strandhütten fast jede Art von Unterkunft erhältlich. Auch Hotels der Mittelklasse haben oft Swimmingpools und verleihen die gängigsten Sportausrüstungen.

Lernen[Bearbeiten]

  • Deutsche Internationale Schule Jakarta
  • Deutsche Schule Bandung
  • Goethe Institut
  • Universitäten

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Die indonesiche Regierung hat die offiziellen Feiertage für das Jahr 2008 bekanntgegeben. Demnach werden zwei religiöse Feiertage von einem Donnerstag auf den darauffolgenden Freitag verschoben. Insgesamt gibt es 13 nationale Feiertage und vier offizielle Urlaubstage:

Termin Name Bedeutung
01.01 Neujahr Neujahr nach gregorianischem Kalender
10.01 Idul Adha 1429 Islamisches Neujahrsfest 1429 23.03 Hari Raya Nyepi hinduistischer Feiertag hauptsaechlich auf Bali (Quiet Day)
18. April 2014 Jumat Agung Karfreitag
29. Mai 2014 Pentakosta / Kenaikan Isa Almasih Christihimmelfahrt
20.05 Waisak Buddhistischer Feiertag zur Geburt,Erleuchtung und Tod Buddhas (Borobodurfest)
30.07 Isra Miraj Mohammads Entrückung am 1.September
17.08 Hari Merdeka indonesischer Unabhaengigkeitstag

Unbekannt

Idul Fitri Ende des Fastenmonats
08.12 Idul Adha 1429 Hijriyah
25.12 Natal Weihnachten
29.12 Islamischer Neujahrstag

Sicherheit[Bearbeiten]

Es wird landesweit zu größter Vorsicht beim Verzehr von Alkohol geraten. Mehrere Kranken- und Todesfälle, auch von deutschen Staatsangehörigen, nach dem Genuss von alkoholischen Getränken lassen auf mit Methanol verunreinigte Getränke schließen. Methanolvergiftungen können schwere gesundheitliche Schäden verursachen und schlimmstenfalls tödlich verlaufen.

Man sollte überall vorsichtig sein. Vor allen Dingen sollte man nicht provozieren oder angeben. Das fordert meistens eine Aktion heraus. Also nicht die teure Uhr am Arm aus dem Autofenster oder Becak zeigen!

Bei Problemen kann man sich an die Vertretungen wenden:

  • Deutsche Botschaft Jakarta: Jalan M.H. Thamrin 1, 10310 Jakarta; Tel.: +62-21-398 55 000 - Der Bereitschaftsdienst für Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten ist unter der Nummer +62-811-152526 zu erreichen.

Außerdem gibt es Konsulate in:

  • Medan (Sumatra): Jalan Samanhudi 16, Medan 20152; Tel.: +62-61-4568006 (bis auf weiteres geschlossen)
  • Sanur (Bali): Jalan Pantai Karang 17, Batujimbar-Sanur/Bali.; Tel.: +62-361-288535
  • Surabaja - (Java): Jalan Dr. Wahidin 27, Surabaya 60264; Tel.: +62-31-5631871

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch.

Für eine Reise nach Java und Bali ist eine Hepatitis A + B Impfung empfohlen. Des weiteren sind auch mögliche Auffrischungen für Polio und Typhus notwendig. Da es in vielen Gebieten noch sumpfig ist (auch in Jakarta!!), sollte man an Malariaprophylaxe denken!

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Eine gute und kompakte Reiseapotheke sollte nicht fehlen, vor allem auch wirksame Durchfallmittel. Kohletabletten sind bei Durchfall nicht ratsam, man sollte sie nur bei Vergiftungen benutzen. Statt einer Malaria-Prophylaxe kann auch z.B. Lariam als Notfallmedikation mitgenommen werden. Insgesamt sollte man aber möglichst immer lange Kleidung tragen und Insekten-Abwehr-Mittel sowie Moskitonetze nutzen, so können Insektenstiche großenteils vermieden werden. Vorsicht ist auch vor dem Dengue Fieber geboten, Infektionen auf Java haben stark zugenommen. Die gestreiften Mosquitos können den Virus übertragen, sie sind besonders am Tage aktiv.

Die Auswahl des Medikamentes und dessen persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten entsprechend dem Reiseprofil (Dauer, Ort und Zeit) unbedingt vor Abreise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Respekt[Bearbeiten]

Da die indonesische Bevölkerung einiges mit den Kolonialmächten mitgemacht hat, sollte man mit überheblichen Phrasen und Handlungen vorsichtig sein! Besonders die älteren Indonesier kennen diese Zeit noch zu gut! Hinsichtlich Religionen waren die Indonesier immer ziemlich tolerant, man weiß aber nicht, wie die Rückkehr zu den alten Gesetzen des Islams seit 1990 hier gewirkt hat.

Kurz: Man kommt gut mit den Menschen aus, wenn man offen, aber nicht arrogant ist!

Kommunizieren[Bearbeiten]

Man kommt gut mit Englisch weiter, zumindest in den größeren Städten. Dadurch, dass erst seit ein paar Jahren Englischunterricht als Pflichtfach an den staatlichen Schulen existiert, ist es sehr schwer sich mit einfachen Menschen auf englisch zu unterhalten. Es erweckt den Anschein, dass die Indonesier Englisch sprechen können. Überall wird man auf der Strasse mit "Hello Mister!" und "How are you?" begrüsst, ein Conversation auf Englisch fällt dann meistens sehr schwer. Auf jedenfall lohnt es sich trotzdem immer auf die Leute zuzugehen, man lernt so Land und Leute gut kennen (immer ein Abenteuer). Indonesisch ist zumindest in den Grundzügen eine sehr einfache Sprache. Es lohnt sich, vor der Reise einige Wörter und Sätze zu lernen. Indonesier zeigen sich sehr erfreut, wenn man auch nur ein paar Brocken ihrer Sprache beherrscht. Dass sich daraus die eine oder andere interessante Situation ergibt, ist naheliegend. (siehe Sprache)

Weblinks[Bearbeiten]





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