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Inarisee

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Finnland : Inarisee
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Der Inarisee war früher mit der Barentsee verbunden, ist jetzt davon getrennt und mit Süßwasser gefüllt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Hauptort am Inarisee ist die heute dreisprachige Gemeinde Inari, nicht zu verwechseln mit dem kleinen Kirchdorf Inari (nur ca. 500 Einwohner). Inari ist flächenmässig die grösste Gemeinde in Finnland und der einzige Ort mit drei Amtssprachen (Finnisch, Inari-Sami und Nordsami). Der Teilort Ivalo mit dem Airport (IVL) ist inzwischen mehr als zehnmal so gross wie das Kirchdorf Inari. Der Flughafen war 1943 von der deutschen Wehrmacht erbaut worden, die beim Rückzug die Landebahn zerstörte. Die finnische Regierung legte 1950 den Flughafen neu an und inzwischen wird er ausser von der Finnair saisongebunden auch von den Billigfluglinien Norwegian und Blue1 angeflogen.

Geschichte[Bearbeiten]

Landschaft[Bearbeiten]

Der See ist 40 x 80 km groß, damit etwa doppelt so gross wie der Bodensee, aber nur bis zu 92 m tief und besitzt etwa 3.300 Inseln.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Rund um den Inarisee herrscht ein kaltes Kontinentalklima. Im Winter liegen die Temperaturen bei -10 bis -30°C, die Sonne lässt sich von Ende November bis Mitte Januar nicht blicken. Erst ab März scheint sie dann wieder häufiger, wobei die Schneeschmelze erst Ende April einsetzt. Der finnische Sommer ist kurz, aber sehr angenehm. Ein besonderes Erlebnis ist die von Mitte Mai bis Ende Juli zu beobachtende Mitternachtssonne. Die Temperaturen liegen während des Julis bei durchschnittlich 13°C, wobei die Höchsttemperaturen getrost über 20°C erreichen können. Der See, der von November bis Mai gefroren ist, erreicht auch im Juli und August mit kaum 12°C keine badetauglichen Werte. Im kurzen Sommer treten jedoch rund um den See riesige Mückenschwärme auf und machen das Übernachten unter freiem Himmel zu einer Qual. Im September setzten sich dann wieder kältere Luftmassen durch und bringen die ersten Nachtfröste. Der Oktober bringt dann die ersten Schneefälle mit sich und die Sonne steht zur Mittagszeit nur noch tief über dem Horizont.

Die kühlste Monat ist mit -15°C der Januar und der wärmste mit +13°C der Juli. Der meiste Niederschlag fällt im Sommer (Juni-August). Die angenehmste Reisezeit sind die Sommermonate.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise zum Inarisee kann erfolgen per Bahn (VR) bis Rovaniemi, und dann mit dem Linienbus (Linja auto) bis nach Inari. Wer die angesichts der Benzinpreise durchaus akzeptablen Kosten nicht scheut, kann in einem sehr komfortablen Autoreisezug (Schlafwagen) der VR die rund 800 km lange Strecke schlafend zurücklegen. Die Autos fahren in voll abgedeckten Waggons und sind vom Wetter geschützt. Buchungen sind jederzeit telefonisch oder online möglich: http://www.vr.fi/en/index/junaliput/liput/auto_ja_yojunat/helsinki-rovaniemi-helsinki.html

Per Flugzeug via Helsinki bis Ivalo und dann per Linja Auto oder Sammeltaxi nach Inari (Kirchdorf). Inzwischen gibt es ab mehreren deutschen Flughäfen und ab Zürich Tagesverbindungen der Finnair, die dank eines schnellen Transfers in Helsinki sowohl auf dem Hin- als auf dem Rückflug keine teure Übernachtung mehr nötig machen. Dies ermöglicht auch einen akzeptablen Ticketpreis für Touristen. Achtung: Finnair und Lufthansa/Swiss/AUA sind inzwischen harte Konkurrenten, so dass LH-Passagiere ein sehr viel teureres Einzelticket ab und nach Helsinki kaufen müssen. Alternativ und saisonal sollte auch nach Flügen mit Norwegian oder Blue1 recherchiert werden. Blue1 fliegt im Winter 2012/13 am Mittwoch und Sonntag direkt von Kopenhagen nach Ivalo u.z. Alternativ kann mit SAS auch Kirkenes am Eismeer angeflogen werden. Von dort bestehen Busverbindungen über Inari bis nach Rovaniemi. Lizenzierte Unternehmer in Ivalo bieten auch einen Transfer mit Kleinbussen in das russische Murmansk an. Dies ist vor allem für Historiker interessant (WK2 und finnisch-russischer Winterkrieg).

Per Pkw ab Fährhafen Helsinki Turku oder durch Schweden über Haaparanta/Tornio.

Es gibt diverse Möglichkeiten per PKW nach Norden zu kommen. Es gibt die schöne, aber längere Küstenstrecke nach Oulu, dann weiter nach Rovaniemi am Polarkreis; eine im Osten an der Finnisch-Russischen Grenze entlang nach Norden über Kuusamo nach Kemijärvi oder durch Zentralfinnland (Kürzeste Strecke), über Jyväskylä (E75) nach Oulu und weiter nach Rovaniemi. In Sodankylä treffen sich die drei Routen und es geht nach Norden durch Ivalo nach Inari (Ivalo nach Inari sind 36 km).

Man kann natürlich auch ab Helsinki nach Inari komplett mit dem Linienbus fahren (Der Bus fährt dann auch weiter bis zum Nordkap!).

Für Motorradfahrer wurde inzwischen wegen der einfachen Visabeschaffung die Route Helsinki-Ivalo-Murmansk-Kirkenes-Inari-Ivalo zu einer Art Kultstrecke.

Am Südufer des Sees verbindet die E75/Landstraße 4 Inari mit Ivalo.

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Südlich von Ivalo liegt das Goldgräberdorf Tankavaara. Touristen können Geräte zum Gold schürfen mieten.

Etwa in der Mitte zwischen Ivalo und Inari befindet sich ein Berg mit Restaurant und Aussichtsplattform, von der aus man sehr weit ins Land schauen kann. Im Nordosten blickt man auf eine große Ebene, während sonst kleinere Berge und Seen dominieren. Kurz vor Inari kann eine Bärenhöhle besichtigt werden. (Touristenrummel mit Restaurant und Souvenirshop, geräucherte Bärenwurst wird verkauft. Es wird auch Deutsch gesprochen.)

In Inari (Kirchdorf) sollte man unbedingt das neue architektonisch faszinierende Samenparlament (an Abzweigung nach Lemmenjoki) und das Samenmuseum (Richtung Utsjoki) besuchen. Von dort startet auch ein supermodernes Ausflugsboot zur heiligen Insel der Samen. Alle drei Ziele verdeutlichen, dass Lappland nicht nur Natur bietet sondern auch Heimat des letzten indigenen Volkes Europas ist, das bis in die Neuzeit kolonialisiert worden ist.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Der See ist ideal zum Fischen und Boot fahren. Hier bist du völlig allein und wirst möglicherweise wochenlang keinen weiteren Menschen antreffen. Im Wintersportgebiet Saariselkä gibt es zwei Läden, die Boote vermieten. Die Vermieter können dich zum See bringen und später auch wieder abholen. Besser und günstiger in Inari in der Touristinfo mieten, ist direkt am Wasser und kostet weniger als die Hälfte.

Kaufen[Bearbeiten]

In Inari (Kirchdorf) selber ist das Einkaufsangebot recht beschränkt, so dass man am besten die 36 km nach Ivalo fährt.

Am besten Einkaufen kann man in Ivalo, wo es mehrere Lebensmittelgeschäfte einen recht grosses Shoppingcenter gibt, in dem man (fast) alles bekommt. Zudem gibt es dort auch einen kleinen Kiosk in dem man, zumindest im Sommer, auch deutsche Zeitungen und Zeitschriften bekommt. Jedoch muss man bedenken, dass die Zeitungen eben schon mal 1 Tag älter sind... Lappland ist eben kein Mallorca. Ebenso findet man in Ivalo die Post (mittem im Ortkern), sowie 5 Tankstellen, die auch für Wohnmobile Freunde die Möglichkeit bieten, ihre Wasser Vorräte ggf. aufzufüllen bzw. Abwasser zu entsorgen.

Ebenso befindet sich in Ivalo einer der Finnischen Staatlichen ALKO Shops, wo man die alkoholischen Getränke kaufen kann, die man im Laden nicht bekommt. Aber Vorsicht! Trotz einer 33%igen Steuersenkung auf Alkohol sind die Preise immer noch hoch. Alkohol ist also weiterhin in Finnland ein teures Vergnügen. Ausserdem sind Verkehrsverstösse wegen Alkohol in Finnland mit sehr hohen Strafen belegt. Berechnet wird per Tagessätze, wobei 1 Tagessatz ein 30stel des Monatseinkommens ist.

Und wer vom vielen Einkaufen Hunger hat, kann in einem der "Gillis" oder auch in einem der Hotel Restaurants etwas essen. Die Hotels haben aber durchaus "gute" Preise. Man kann auch in manchen Tankstellen warmes Essen bekommen, und da zu vernünftigen Preisen.

Also viel Spass beim Shoppen.

Essen[Bearbeiten]

Trinken[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Hotels und Herbergen[Bearbeiten]

In den vergangenen jahren wurden zahlreiche Hotels neu gebaut bzw. renoviert sowohl in Inari (Kirchdorf) als in Ivalo.

Wer eine Paddeltour auf dem Inarisee plant, solte sich unbedingt die Seekarte hierfür besorgen - eingezeichnet sind Wilderness Cabins, in welchen man kostenfrei übernachten kann. Einfache Ausstattung, Gas und Holz vorhanden. Man trifft gelegentlich auf Einheimmische beim Angeln, jedoch selten auf Touristen.

Camping[Bearbeiten]

In Inari (Kirchdorf) befinden sich zwei am See gelegene Campingplätze. "Lomakylä Inari" (Inarientie 26) im Familienbesitz ist inzwischen ausgebaut und bietet gute Infrastruktur sowie Ferienhäuser mit verschiedener Ausstattung. Besitzer Tapani Lappalainen ist in der Region der wohl bekannteste Wildnisführer, ob für Kanuten oder Fischer. Im Winter führt er Gruppen mit Motorschlitten zum Eisfischen auf weit entfernte Inseln bis unmittelbar zur russischen Grenze. Er spricht fliessend englisch und recht gut deutsch und besitzt ein kleines Wasserflugzeug.

Ein schöner Platz ist auch zwischen Inari und Ivalo, direkt am Ukonjarvi. Hier wird man kompetent beraten, lebt in der Natur und bekommt für eine Shzeetour Unterstützung. Zudem ist der Platz sauber, billig und die Besitzerin spricht auch deutsch.

Sicherheit[Bearbeiten]

Trotz der attraktiven Landschaft wirst du im Sommer wahrscheinlich von unzähligen Mückenschwärmen überfallen werden. Entsprechende Vorsorge (z.B. Spray) ist daher dringend empfohlen). Die Mücken sind das kleinere Problem - empfehlenswert ist Antibrumm (nur in Apotheken oder der Schweiz erhältlich). Wichtiger ist, das man auf dem Inarisee die offenen Wasserflächen meidet. Starke Winde und plötzliche Wetterwechsel werden einem schnell zum tödlichen Verhängnis.

Klarkommen[Bearbeiten]

An der Seite des Postgebäudes in Ivalo findet man die Polizeiwache.

Für technische Probleme gibt es auch Werkstätten, wie z.B. bei der "TB" Tanksstelle.

Gesundheit[Bearbeiten]

Wer ärztliche Hilfe sucht, kann die im Tervestuskeskus (Gesundheitszentrum) finden. Das Krankenhaus ist erreichbar vom Kreisel an der Brücke, die über den Ivalojoki (Ivalo Fluss) führt. Einfach dem Schild mit dem Roten Kreuz folgen.

Es gibt auch einen Zahnarzt in Ivalo. Der muss jedoch direkt bezahlt werden (nimmt auch EC Karte). Zu finden ist dieser in Ivalo, wenn man an der Kreuzung in Ivalo vor der Brücke Richtung Inari abbiegt Richtung Nellimö, an der nächsten Kreuzung das weisse Gebäude rechts. Davor ist ein Parkplatz. Die Kosten können hinterher (nach unseren Berechnungssätzen), mit der Krankenkasse abgerechnet werden.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]




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