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Hongkong
Die Metropole Hongkong (chinesisch 香港 Xiānggǎng, kant. Yale: Hēunggóng, Jyutping: Hoeng1gong2, Guangfu: Hêng1gong2, Yựtpíng: Hơnggỏng, engl. Hong Kong „Duftender Hafen“) ist der Name einer Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China. [Bearbeiten] RegionenDie Sonderverwaltungszone Hongkong lässt sich in vier Regionen Kowloon, Hong Kong Island, New Territories und Outlying Islands aufteilen. Die eigentliche Kernstadt erstreckt sich zu beiden Seiten des Victoria Habours sowohl in Kowloon als auch auf Hong Kong Island. Viele Fährverbindungen, sowie Autotunnels und U-Bahnlinien verbinden die beiden Seiten der Stadt.
[Bearbeiten] Hintergrund[Bearbeiten] Geographie und KlimaHongkong liegt am Delta des Perlflusses. Hongkongs 1.090 qkm Fläche verteilen sich auf vier Gebiete: Hong Kong Island (79 qkm), Kowloon (12 qkm), New Territories (740 qkm) und die Outer Islands (248 qkm). Bestimmt wird die Stadt durch die Berge an deren Fuße sie sich erstreckt. Die höchste Erhebung ist der TaiMoShan (957m) in den New Territories, höchste Erhebung Hong Kong Islands ist der Peak (552 m). Fast acht Millionen Menschen leben in Hongkong, hauptsächlich in Kowloon und im Norden von Hong Kong Island. Die New Territories sowie die übrigen Inseln sind oft wenig und teilweise sogar gar nicht besiedelt. 98 Prozent der Bevölkerung Hongkongs sind Chinesen und nur ungefähr ein Prozent der Bewohner sind Weiße. Die wichtigsten Religionen sind der Konfuzianismus, der Taoismus und der Buddhismus. Christen machen in Hongkong fast 10 Prozent der Bevölkerung aus, dabei handelt sich vor allem um Anglikaner und Katholiken. Der Islam spielt nur eine untergeordnete Rolle. In Hongkong herrscht subtropisches Klima mit feuchten und heißen Sommern und mit trockenen und milden Wintern. Die Temperaturen im Januar betragen 5 bis 15 Grad und steigen in den Sommermonaten auf durchschnittlich fast 30 Grad. Besonders ungewohnt mag die hohe Luftfeuchtigkeit sein, vor allem in den Monaten April bis August. Werte von 97 % sind keine Seltenheit. Im April bis September sorgt der Monsun für große Niederschlagsmengen, vor allem in Form von plötzlichen Wolkenbrüchen. Im Sommer (Juli-September) ist Taifun-Saison, und während dieser orkanartigen Stürme herrscht teilweise Ausgangsverbot, an das man sich auch halten sollte. Hong Kong kann man das ganze Jahr über bereisen, jedoch sind die Monate Juni bis August doch klimatisch sehr anstrengend. [Bearbeiten] GeschichteArchäologische Funde belegen, dass das Gebiet des heutigen Hongkongs bereits seit 6.000 Jahren besiedelt ist. Lange Zeit befanden sich an der Stelle der heutigen Millionenmetropole aber nur kleine Siedlungen von Fischern, die wichtigste Stadt der Region war Kanton (GuangZhou). Erst mit der Ankunft der Europäer erfuhr Hongkong zunehmend Bedeutung. Mitte des 16. Jahrhunderts durften die Portugiesen in Macau einen Stützpunkt errichten, nachdem sie mehrfach chinesische Handelsschiffe im Kampf gegen Piraten unterstützt hatten. Weiterhin bestand jedoch von wenigen Ausnahmen abgesehen Einreiseverbot für Ausländer in das Reich der Mitte. Nachdem der Handel mit den Portugiesen sich für China ebenfalls als vorteilhaft erwies, wurde ab 1685 die Stadt Kanton für den Freihandel mit europäischen Händlern geöffnet. Als erste Handelsgesellschaft richtete sich die British East India Company in Kanton ein. Die Chinesen handelten mit Seide und Tee, während die Engländer Wolle, Zinn und Blei anboten. Da die Menge englischer Waren nicht ausreichte um die gewünschten Mengen Tee zu kaufen, begannen die Engländer Mitte des 19. Jahrhunderts Opium aus Indien in China einzuführen. Die Auswirkungen dieser Politik waren für China dramatisch: Plötzlich begann immer mehr Geld im Handel mit England aus China abzufließen, die Anzahl Opiumabhängiger Chinesen stieg immens an und Korruption stand in den Handelsstätten auf der Tagesordnung. Als Gegenmaßnahme wurden 1839 alle europäischen Handelshäuser geschlossen und das Opium beschlagnahmt. England entsandte daraufhin ein Expeditionsheer und es kam zum Ersten Opiumkrieg (1840-42). Am 26. Januar 1841 nahm Captain ‚’’Charles Elliott’’’ offiziell die Inseln Hongkong für die Krone in Besitz. Nachdem der Erste Opiumkrieg 1842 mit dem Frieden von NanJing beendet wurde blieb HongKong im Besitz der Engländer und fünf chinesische Häfen wurden für den Freihandel geöffnet. Dispute über den ausgehandelten Friedensvertrag führten zum Ausbruch des Zweiten Opiumkriegs (1856-58) in dem die Engländer ebenfalls siegreich hervorgingen. Die Halbinsel Kowloon wurde zur Kolonie Hong Kong hinzugefügt. Ende des 19. Jahrhunderts nutzen die Engländer politische Instabilitäten in China und schlossen einen Pachtvertrag im Juni 1898 für die New Territories und die Hongkong umliegenden Inseln für 99 Jahre. Als Pacht wurde die Summe von 5000 HKD ausgehandelt. In der darauf folgenden Zeit entspannte sich das Verhältnis zwischen chinesischen und englischen Händlern, die sich in einer gegenseitigen Abhängigkeit befanden. Die Bevölkerung in der Kolonie wuchs stetig an und auch wirtschaftlich entwickelte sich Hongkong prächtig. Im Zweiten Weltkrieg besetzte Japan ab 1938 Südchina und Hongkong wurde zum Ziel von ungefähr einer halben Millionen Kriegsflüchtlingen. Einen Tag nach dem Angriff auf Pearl Habor begann am 8.12.1941 die japanische Erstürmung Hongkongs. Nach 18 Tagen kapitulierte der Governor of Hong Kong, Sir Mark Young, und die fast vierjährige Besetzung Hongkongs begann. Heute erinnert eine Ausstellung im Museum of History an die Besetzung, in deren Folge die Anzahl der Bevölkerung durch Deportation und die harten Lebensbedingungen in der Stadt erheblich dezimiert wurde. Nach der Kapitulation Japans im August 1945 fiel die Kolonie zurück an Großbritannien. Die Bevölkerung wuchs schnell wieder an, nicht zuletzt aufgrund des Bürgerkriegs in China (1945-1949). Ein amerikanisches Handelsembargo gegen China und Korea (1950-53) bremste die Entwicklung Hongkongs als Handelsmetropole und führte zur Industrialisierung der Kolonie. In den 1970ern wurden die starken Industriezweige Textil und Uhren durch einen Ausbau der Dienstleistungssektoren Banken und Versicherungen ergänzt und Hongkongs Entwicklung zur internationalen Finanzmetropole in Fernostasien begründet. Die Industrie wanderte zunehmend in angrenzende chinesische Gebiete (z.B. ShenZen) ab und der Tourismus wurde neben dem Finanzdienstleistungssektor zum zweiten großen wirtschaftlichen Standbein. 1984 handelte die britische Regierung unter Magaret Thatcher die Sino-British Joint Declaration aus, in der das Vereinigte Königreich und China die Rückgabe Hongkongs besiegelten. Obwohl Hong Kong Island und Kowloon nicht Bestandteil des Pachtvertrages waren, waren längst die verschiedenen Gebiete Hongkong so zusammengewachsen, dass an eine getrennte Übergabe der New Territories nicht zu denken war. In der Joint Declaration wurden wichtige Punkte wie der 50jährige Status Hongkongs als Sonderverwaltungsgebiet (Special Administrative Region, SAR), die einhergehende Beibehaltung des Wirtschafts- und Rechtssystems und die Gewährleistung von Grundrechten wie Presse-, Reise- und Berufsfreiheit. Am 01.07.1997 wurde Hongkong dann in einer großen Zeremonie an China zurückgegeben, jedoch hat sich in vielen Bereichen des Alltags kaum etwas seitdem geändert. Allerdings lässt sich eine Beschränkung der Pressefreiheit feststellen und die freien Wahlen die für 2007 vorgesehen waren wurden verboten. [Bearbeiten] Anreise[Bearbeiten] EinreisebestimmungenEU-Bürger der Schengenstaaten sowie Schweizer können bis zu drei Monate (90 Tage) visumfrei Hongkong besuchen. Bei längerem Aufenthalt muss entweder ein Arbeitsvisum beantragt werden oder man muss vorübergehend (Tagesausflug reicht) Hongkong verlassen, beispielsweise nach Macau oder Shenzhen. Bei der Einreise muss man eine Arrivalcard (Einreisekarte) ausfüllen. Der Durchschlag dieser Arrivalcard ist gleichzeitig die Departurecard (Ausreisekarte). Hebt man sich diesen Durchschlag also gut auf, entfällt bei der Ausreise das erneute Ausfüllen. Grundsätzlich Zollkontrollen finden nicht statt, sind aber immer möglich. Zollfrei sind: 19 Zigaretten oder 15 Zigarren oder 75g Tabak, zusätzlich 1 Liter alkoholische Getränke [1]. Andere Güter in vernünftigen Mengen. Schusswaffen müssen deklariert werden und bei der Einreise in Verwahrung gegeben werden. Devisen und HKD sind unbegrenzt ein und ausführbar. [Bearbeiten] FlugzeugHongkong wird praktisch von allen großen Fluglinien (z.B. Cathay Pacific, China Airlines, British Airways, Air France, Lufthansa, Swiss, Emirates, Gulf Air, Singapore Airlines) von Europa aus angeflogen. Direktflüge bestehen von Frankfurt, Amsterdam, Paris, London, München und Zürich und dauern ca. 12 Stunden. Die Preise für ein Rückflugticket bewegen sich zwischen 500 und 1300 Euro. Am teuersten sind die Tickets in den Sommerferien, um Weihnachten/Silvester und natürlich zum chinesischen Neujahr. Der Flughafen Hongkong International (Cheklapkok) befindet sich in Hongkong außerhalb der Stadt auf der Insel Lan Tau. Diese ist durch eine große Brücke an die Stadt angebunden. Sollte man noch über keine Unterkunft verfügen, ist der Reservierungsschalter für Hotels in der Eingangshalle zu empfehlen, der oft Zimmer zu sehr guten Konditionen anbietet. Mehrere Möglichkeiten bieten sich an, um vom Flughafen in die Stadt zu gelangen. Wahrscheinlich empfiehlt es sich schon direkt am Flughafen eine Octopus-Karte (siehe Mobilität) zu kaufen. Der Airport-Express (AE, 06:00 Uhr bis 01:00 Uhr) ist sicher die schnellste Möglichkeit. Für 80 HKD (100 HKD) ist man in 20 Minuten (24 Minuten) in Kowloon (Hong Kong-Station). Für Octopuskarteninhaber ist eine an die Airport-Express-Fahrt anschließende MTR-Fahrt kostenlos. Eine Taxifahrt kostet ungefähr 300 HKD nach Kowloon, bzw. 350 HKD nach Hong Kong Island. Die verschiedenen Farben der Taxis stehen für die Gebiete, die sie anfahren. Rote Taxis fahren in die Stadt, grüne in die New Territories und blaue auf Lan Tau. Daneben fahren verschiedene Busse vom und zum Flughafen. Diese sind durch ein voranstehendes "A" gekennzeichnet. Günstig für die Fahrt vom Flughafen nach Kowloon zur Nathan Road ist der Bus A21 für 33 HKD. [Bearbeiten] BahnMit der Bahn fahren heute die meisten Chinesen aus der Provinz Guangdong 广东 nach Hongkong 香港, da es relativ billig ist. Dabei gibt es drei Möglichkeiten. Zum ersten gibt es einen Direktzug von GuangZhou nach Hongkong bei dem einige Züge auch in DongGuan 东莞 halten. Ein Streckenlauf pro Tag führt weiter bis nach Foshan 佛山 und ZhaoQing 肇庆. Jeden zweiten Tag fährt je ein Zug nach ShangHai 上海 und ein Zug nach BeiJing 北京. Eine weitere Möglichkeit ist den Grenzübergang LoWu (LouHu) zu nutzen. Auf chinesischer Seite befindet sich direkt der Bahnhof von Shenzhen, auf der Hongkonger Seite die Station LoWu der MTR. Vom Bahnhof Shenzhen kommt man in knapp einer Stunde nach zur GuangZhou East Railway Station. Die dritte Möglichkeit ist LokMaChau, wo auf der chinesischen Seite ein großer Busbahnhof ist und auf der Hongkonger Seite ebenfalls eine Station der MTR ist. Dabei sollte man also aufpassen, wenn man in Richtung Grenze von Kowloon aus mit der MTR fährt, dass man auch zum richtigen Grenzübergang fährt, weil einige nach LokMaChau und einige nach LoWu fahren. Es gibt die U-Bahn, in HongKong "MTR" genannt (MassTransitRailway) und auf Hongkong Island auch eine Straßenbahn. [Bearbeiten] BusDie KMB (Kowloon Motor Bus) verbinden alles das, was die MTR (U-Bahn) nicht abdeckt. Das Netz ist sehr gut ausgebaut und zu einem kleinen Preis ist man an den abgelegensten Ecken. http://kmb.hk [Bearbeiten] Auto[Bearbeiten] Schiff[Bearbeiten] MobilitätMobilität wird in Hongkong GROSS geschrieben. Doch ein eigenes Auto ist hier nicht notwendig. Dem normalen Besucher stehen derart viele Möglichkeiten zum Ortswechsel zur Verfügung, dass es manchmal schwierig wird für welche man sich denn entscheiden soll. Auf Hongkong Island fährt man aufgrund der lang gezogenen aber schmal angelegten Stadtbebauung am besten mit der fast 100 Jahre alten Tram, oder mit der U-Bahn (MTR), bzw. geht zu Fuß. In Kowloon ist man hauptsächlich mit der MTR unterwegs, oder auch zu Fuß. Für längere Durchquerungen sind auch die vielen Doppeldeckerbusse sehr günstig und praktisch. Wer unsicher ist mit dem dortigen Nahverkehr kann auch auf die günstigen Taxen zurück greifen. Diese sind schnell und günstig im Gegensatz zu deutschen Taxen. Nur die Verständigung kann mangels Englischkenntnisse des Fahrers schon einmal schwierig werden. Die Zieladresse in chinesischen Schriftzeichen ist da vom Vorteil. Hilfe hierzu bekommt man beim "Hongkong Tourism Board" und sicherlich auch im Hotel. In den New Territories ist man mit den Zügen (KCR) am besten Unterwegs. Es gibt dort zwei Strecken, die "EastRail" und die "WestRail". Aber auch Busse fahren bis ins Hinterland an die Chinesische Grenze. [Bearbeiten] Octopus-KarteEgal ob man nun Bus, MTR oder Schiff fährt, fast überall kann man mit der Octopus-Karte bezahlen. Diese Geld-Karte wird unter anderem auch am Flughafen für 150 HKD verkauft. 100 Dollar können davon beim Ersterwerb zum Fahren verwendet werden. Wenn man Hong Kong dann wieder verlässt, bekommt man die 50 HK$ Differenz(deposit) beim Abgeben wieder zurück. Aufgeladen werden kann die Karte u.a. an jeder MTR-Station und in vielen "Seven Eleven" Shops. Der Vorteil der Karte ist, dass immer der passende Betrag beim Betreten oder Verlassen der Verkehrsmittel automatisch an einer Lesestation abgebucht wird und man sich nicht um Tickets oder Kleingeld zu kümmern braucht. Die Ocotopus Card hat sich in den letzten Jahren rasant in das tägliche Leben eingebunden. Man kann mit ihr bequem sowohl die MTR und KCR nutzen, als auch die Trams auf Hong Kong Island. Besucher des Victoria Peak können damit sogar die Peak Tram bezahlen. Die Star Ferry steht ebenfalls zum Bezahlen mit der Octopus bereit, wie fast alle Fähren zu den Outlying Islands. In vielen Läden und Shops kann man mit der Octopus Card mittlerweile auch bezahlen. Sie ist somit ein "Muss" für den Hong Kong Besucher. Sie bietet nur Vorteile und einen Vorrat an genügend Kleingeld bei sonst schwerem Münzgeld [Bearbeiten] BahnDie Regionalzüge der KCR waren eine Ergänzung der MTR und gehören seit 2007 auch zur MTR Cooperation. Es kann ebenfalls mit der Octopus-Karte bezahlt werden. Sie fahren auf mehreren Linien bis an die Grenze bei Shenzhen. Mit ihren regelmäßigen Abfahrten, günstigen Preisen und großen Teils unterirdischer Linienführung erinnern sie eher an eine U-Bahn. [Bearbeiten] MTRHongkong verfügt über eines der modernsten Massentransitsysteme der Welt. Durch Hong Kongs Untergrund führen fünf verschiedene Routen, auf denen die MTR von 6 Uhr morgens bis ein Uhr nachts verkehrt. Zu den Stoßzeiten fahren die Bahnen im 2-Minuten-Takt, ansonsten alle 4 Minuten. Fahrpreise beginnen bei 4 HKD. Eine Durchquerung des Hafenbeckens kostet grundsätzlich 10 HKD. Hong Kongs U-Bahn ist auch eine der saubersten und sichersten Systeme seiner Art in der Welt. Die Züge werden von der Leitzentrale computergesteuert. Der Fahrer im Zug dient lediglich zur Aufsicht in den Bahnhöfen und zum Eingreifen im Notfall. [Bearbeiten] AirportExpressAls der Flughafen rund 46 Kilometer aus der Innenstadt verlagert wurde, benötigte man auch eine neue Anbindung. Der AirportExpress ist wesentlich schneller als die MTR und benötigt für die Strecke zwischen Flughafen und Central Station 23 Minuten. Die Strecke führt über Tsing Yi und Kowloon Station. Eine einmalige Fahrt kostet 100 HKD für die Strecke Central Station - Flughafen (90 HKD ab Kowloon Station, 60 HKD ab Tsing Yi Station). Die jeweils vorausgehende oder anschließende MTR-Fahrt ist kostenlos. Es besteht auch die Möglichkeit ein Hin- und Rückfahrtticket zu kaufen (Central Station: 180 HKD, Kowloon Station 160 HKD). Es gibt AirportExpress-Tickets auch im Dreierpack, die sind dann etwas günstiger. Der AirportExpress verkehrt zwischen 5:50 Uhr und 0:48 Uhr. Wer im Besitz eines Tickets für den AirportExpress ist, kann den kostenlosen In-town Check-in benutzen. Es empfiehlt sich aber vorher zu prüfen, ob die entsprechende Airline einen Check-In-Schalter hat. Check-in-Schalter gibt es sowohl in der Central, als auch der Kowloon Station, bei denen Gepäck schon Stunden vor Abflug eingecheckt werden kann. Das ist besonders praktisch, wenn man das Hotel früh verlassen muss, der Flieger aber erst später abfliegt. Öffnungszeiten der Check-in-Schalter sind 5:30 Uhr bis 0:30 Uhr. Der AirportExpress bietet auch eine Anbindung an das Gelände der Asia World-Expo. [Bearbeiten] LTRDie LTR (Light Transit Railway= fährt lediglich in Yuen Long in den "New Territories". Hier bedient sie offene Gleisstrecken in den Haupt und Geschäftsstraßen sowie nähere Umlandgemeinden. Die Stationen sind hochgepflastert und deutlich sichtbar. Die Bauart erinnert mehr an europäische Stadtbahnen als an einer Tram in Asien. Der wichtigste Knotenpunkt der LTR in Yuen Long ist der Umsteigebahnhof von KCR EastRail zu LTR im Happy Plaza Shopping Centre. [Bearbeiten] TramDie Straßenbahn kostet 2,30 HK$ und ist somit neben der Star Ferry das billigste Transportmittel. Dabei bleibt der Preis gleich, ob man nun nur eine Station oder bis zur Endhaltestelle fährt. Man bezahlt beim Aussteigen vorne beim Fahrer. Die Tram fährt von Kennedy Town im Westen bis nach Happy Valley (zur Pferderennbahn) oder Shau Kei Wan im Osten. Es ist eine der wenigen noch benutzten Doppeldeckerstraßenbahnen der Welt. Eine Fahrt in der Tram, besonders im oberen Deck, sollte bei keinem Hongkong-Besuch fehlen. Da die Tram aber sehr langsam unterwegs ist, wird man sich bei häufigen Fahrten schnell nach den Doppeldeckerbussen umschauen. [Bearbeiten] BusZu Beginn scheint der Busverkehr für den unwissenden Touristen etwas chaotisch und undurchschaubar. Wenn man sich aber mal damit befasst und die ersten Erfahrungen gesammelt hat, stellt sich heraus, dass es eigentlich die Variante mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Schnell und günstig. Die Linien sind nummeriert und haben manchmal einen zusätzlichen Buchstaben. Ein X bedeutet Express. Der ist meist teurer, aber hält dafür nicht alle 100m. Er eignet sich also für weitere Strecken. An jeder Bushaltestelle stehen Säulen, mit den Nummern der Busse die dort halten. Pro Nummer ist die Linie, also die Strecke angegeben. Je früher man in den Bus einsteigt, also je näher man am Beginn der Gesamtstrecke ist, desto teurer wird die Fahrt. Auch wenn man z.B. nur 2 Stationen mitfährt, zahlt man den vollen Preis, als wolle man bis zur Endstation fahren. Alle paar Stationen wird der Preis dann billiger, da die Reststrecke kürzer wird. Deshalb sollte man an den Säulen die Strecke ablesen um zu sehen, wo man sich befindet und wo man hin will. Man sucht sich dann den Bus, der die kürzere Reststrecke hat. Da die Preise grundsätzlich sehr günstig sind, spart man jedoch nicht sehr viel. Man sollte nur nicht einen Bus erwischen, der durch einen der Tunnel fährt, wenn man beabsichtigt vorher auszusteigen. Da die Tunnel gebührenpflichtig sind, sind diese Busse deutlich teurer. Bezahlt wird beim Einsteigen mit Octopus-Card oder abgezähltem Bargeld. Zugestiegen wird nur vorne, ausgestiegen hinten! Wenn man auf einen Bus wartet und man sieht ihn herannahen, sollte man die Hand heben um dem Fahrer seine Zusteigeabsicht kundzutun. Der Bus hält meist direkt mit der Vordertüre auf Höhe der Bushaltesäule. Größere Haltestellen haben oft Anstelllinen auf dem Boden, in die man sich brav einreiht. Sind keine Linien vorhanden, wird trotzdem brav eingereiht! [Bearbeiten] AutoAuto fahren ist in Hongkong fuer Ortsunkundige nicht leicht und sehr teuer. Vorallem Parkplaetze sind auf Hong Kong Island und der gegenüberliegenden Hafenseite eine Raritaet. Kein Wunder, dass der Verkehr fast ausschliesslich aus Bussen, Taxis, Lieferwagen und teuren Luxusfahrzeugen besteht. Drei Tunnel fuehren unter dem Hafen durch und sind kostenpflichtig: Eastern Habour Crossing, Cross Habour Tunnel und Western Habour Crossing. [Bearbeiten] TaxiSehr günstig im Vergleich zu europäischen Metropolen sind Hongkongs Taxis. Die ersten zwei Kilometer kosten 20 HKD, anschliessend HKD 1.50 pro 200 Meter. Nachdem HKD 70 erreicht wurden kosten die weiteren 200m nur noch HKD 1. Preise in Taxis werden üblicherweise auf den nächsten HKD aufgerundet. Man kann sich bevor man bezahlt vom Taxifahrer eine Quittung ausdrucken lassen. Eine Besonderheit ist, dass Taxis nur in bestimmten Stadtgebieten Fahrgäste aufnehmen dürfen, dann aber auch überall hinfahren dürfen. Rote Taxis fahren auf Hong Kong Island und in Kowloon, blaue Taxis auf Lantau und grüne in den New Territories. Sowohl die gruenen, als auch die blauen Taxis sind etwas guenstiger. Für eine Fahrt durch einen der Hafentunnel berechnen die Fahrer die doppelte Tunnelgebühr, da sie leer zurückfahren müssen. An sogenannten cross-harbour Taxi Ständen fällt die 2. Tunnelgebühr weg. Nicht jeder Fahrer versteht Zielangaben in englischer Sprache. Entweder wird man dann per Funk mit der Zentrale verbunden und kann dort das Fahrziel angeben, oder man muss das nächste Taxi ausprobieren. Am Besten man lässt sich im Hotel das Ziel auf chinesisch aufschreiben. Falls am Strassenrand zwei durchgezogene gelbe Linien sind, gilt dort Halteverbot und man kann dort meist kein Taxi anhalten. [Bearbeiten] SchiffNicht so schnell dafuer aber auf jedenfall schöner ist eine Überquerung des Hafens in einem Boot. Die Fähren der Star Ferry sind laengst eine Ikone des Hafens in Hongkong geworden. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung Tsim Sha Tsui und Central. Der Preis fuer diese Strecke betraegt fuer das Unterdeck 2,00 HKD und 2,50 HKD auf dem Oberdeck. Von halb sieben morgens bis halb zwölf abends verkehren die Fähren im 10 Minuten Takt. Fährverbindungen über den Hafen bestehen von Tsim Sha Tsui nach Central und Wan Chai, von Hung Hom nach Central, Wan Chai und North Point, sowie von Kwun Tong nach North Point. Neben den Hafenüberquerungen verbinden Fähren vor allem Hongkong mit den vorgelagerten Inseln. Der wichtigste Ableger ist der Outlying Islands Ferry Pier, direkt westlich des Star Ferry Piers. Dort gibt es Fahrten nach Launtau, Cheung Chau, Lamma Island, Discovery Bay, sowie Park Island. Weiter westlich vom Outlying Islands Ferry Pier ist das Macao Ferry Pier, dort legen die Faehren aus Macao an und ab. [Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] AktivitätenWandern So kurios das klingen mag, Hongkong ist ein Wanderparadies. Ob der MacLehose Trail in den New Territories oder eine Wanderung zum wunderschönen "Tai Long Wan" Strand bei "Sai Kung", der nur zu Fuß erreichbar ist. Das Wegenetz ist gut ausgebaut und führt teils durch unberührte Natur. Wunderschöne Wanderwege gibt es ebenfalls auf den Inseln Lantau, Lamma Island und Cheung Chau. Das Hong Kong Tourism Board hält hierfür einige sehr schöne Wandertips bereit. Auch für Familien mit Kindern sind gerade die Wanderwege auf der ehemaligen Pirateninsel Cheung Chau interessant. Die Outlying Ferry Pier Terminals sind in direkter Nachbarschaft zum IFC Building und der Star Ferry auf Hong Kong Island. [Bearbeiten] EinkaufenBeim Einkaufen ist zu beachten, dass bei Überschreitung des Freibetrages für Reisemitbringsel nach Deutschland die Einfuhrumsatzsteuer fällig wird. Bei teureren elektronischen Geräten ist das schnell der Fall. (Zoll am Zielflughafen) 1 HKD (Hongkong Dollar) = ca. 0,10 Euro; 1 Euro = ca. 9,5 HKD
[Bearbeiten] KücheIn Hongkong gibt es sehr viele Restaurants. Man kann sehr günstig essen, aber in den oberen Preisklassen gibt es fast keine Grenzen, besonders was europäisches Essen angeht.
Hongkong ist einfach ein Paradies für Genießer. "Gibt's nicht" gibt es nicht. Der Europäische Besucher findet hier natürlich seine speziellen Speisen. Von bekannten Fastfoodketten wie MC Donalds, über das Spaghettihouse bis hin zum Hard Rock Cafè ist alles vorhanden. Auch deutsches oder typisch österreichisches ist im Angebot. Wer natürlich die asiatische Küche probieren möchte ist derart reichlich bedient, daß man sich vorher ein wenig informieren sollte. Besonders geschmacksintensiv ist die einheimische kantonesische Küche. Sie hebt den Geschmack jeder einzelnen Zutat hervor. Für alle anderen Küchen gibt es ebenfalls eine Vielzahl von günstigen und guten Restaurants. Restaurantführer für Touristen gibt es beim Hongkong Tourism Board. Vorsicht geboten ist an kleinen Garküchen, die am Straßenrand stehen. Die Sauberkeit ist dort nicht immer entsprechend und kann zu Magenproblemen bei Europäern führen. [Bearbeiten] NachtlebenDie kostenlose Zeitung HK [2] bietet wöchentliche Ausgehtipps. Man bekommt es in Cafes und in Restaurants. Alternativ kann man sich auch das TimeOut[3] für HKD18 kaufen.
[Bearbeiten] Unterkunft[Bearbeiten] LernenEs gibt eine Schulpflicht für alle Kinder zwischen 6 und 15 Jahren. Da in der chinesischen Gesellschaft Bildung einen sehr hohen Stellenwert besitzt, werden die meisten Kinder schon im Alter von 3 Jahren in Vorschulen geschickt. Die Grundschulbildung beginnt im Alter von 6 Jahren und dauert 6 Jahre. Die Gymnasialbildung ist in junior form (3 Jahre) und senior form (2 Jahre) geteilt. Etwa 90 % der Kinder durchlaufen die Schule bis zur gesamten Gymnasialbildung, um an einer staatlichen Prüfung (HKCEE) teilnehmen zu können, nach deren Bestehen man ein Certificate of Education bekommt. Um eine Hochschulausbildung zu bekommen, muss man zunächst noch zwei Jahre Gymnasialbildung absolvieren und danach eine Numerus-Clausus-Prüfung zur Aufnahme in die Universität ablegen. Seit den 1970er Jahren ist die Pflichtschulbildung in Hongkong gratis, für alle anderen Bildungsmöglichkeiten fallen recht hohe Gebühren an; für die Pflichtschulbildung gibt es ebenfalls zahlreiche private Institutionen, die eine höhere Bildungsqualität zu höherem Preis versprechen. Unterrichtssprache ist Chinesisch (Kantonesisch). Bis 1997 unterrichteten die meisten weiterführenden Schulen auf Englisch, was jedoch von der neuen Regierung trotz großer Proteste der Bevölkerung verboten wurde. Derzeit besitzen nur noch einige ausgewählte Gymnasien die Erlaubnis, auf Englisch zu unterrichten. Da die Wirtschaft Hongkongs mit der Volksrepublik China und anderen asiatischen Ökonomien konkurriert, sieht die Hongkonger Regierung ein hohes Bildungsniveau als einzige Möglichkeit, den hohen Lebensstandard in Hongkong aufrecht zu halten. Es gibt deshalb Pläne, dass mit dem Jahr 2010 etwa 60 % aller Berufseinsteiger eine Hochschulausbildung haben sollen. Hongkong verfügt über acht Universitäten und zwei Academy-Institute, die auch Bachelor-Degree-Studien anbieten. Wegen der hohen Nachfrage nach Hochschulbildung gibt es jedoch mittlerweile eine große Anzahl anderer Institutionen, die Hochschulkurse anbieten. Die älteste Hochschule ist die Universität Hongkong, welche 1910 gegründet wurde. [Bearbeiten] Arbeiten[Bearbeiten] FeiertageVorallem traditionelle chinesische Feiertage werden nicht nach dem Gregorianischen Kalender sondern nach einem Lunissolarkalender berechnet - d. h. ein Kalender der sowohl von Sonnen- als auch Mondzyklen abhängig ist. Das chinesische Jahr besteht aus 12 Monaten mit 29 oder 30 Tagen. Alle 3 Jahre wird ein Schaltmonat eingefügt. Die Folge ist, dass Feiertage dieses Systems jedes Jahr auf andere Tage fallen, da sie an einen bestimmten Tag eines Mondzyklusses gebunden sind, z. B. fällt das Chinesische Neujahrsfest auf den ersten Neumond zwischen 21. Januar und 21. Februar. Abgesehen vom Chinesischen Neujahrsfest sind an den Feiertagen viele Geschäfte und Restaurants geöffnet, Büros sind meist geschlossen. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der darauffolgende Montag arbeitsfrei. Die aktuellen Termine finden sich auf der offiziellen Webseite der Honk Kong Verwaltung (GovHK).
[Bearbeiten] SicherheitHongkong ist eine relativ sichere Großstadt. Kriminalität existiert, jedoch sind mehr Gepäck und Geldbörse denn Leib und Leben in Gefahr. Am Flughafen und in engen Menschenmassen, sollte man Gepäck und Wertsachen nicht aus dem Auge lassen. Ein Geldgürtel oder Brustbeutel können einem Taschendiebstahl vorbeugen. Vorsicht ist auch in Schlafsälen in Jugendherbergen geboten. Auch für alleinreisende Frauen gilt Hongkong als unproblematisch und ungefährlich. Der Notruf hat die Nummer 999. Das Auswärtige Amt schreibt seit 2011 in seinen Sicherheitshinweisen: "In näherer Vergangenheit ist die Verwendung sogenannter K.O.-Tropfen mit bei einzelnen Touristen weitreichenden Konsequenzen für Gesundheit und Leben beobachtet worden." [Bearbeiten] Gesund bleibenAbgesehen von den Chungking Mansions und anderen sehr billigen Unterkuenften findet man in Hongkong durchgehend westlichen Standard mit hohem Hygiene- und Gesundheitsstandard. Impfungen sind fuer Hongkong nicht vorgeschrieben. Die Adressen deutschsprachiger Aerzte koennen bei den Konsulaten erfragt werden. Leitungswasser kann getrunken werden,es schmeckt aber durch den hohen Chloranteil nicht wirklich gut. Stilles Wasser gibt es sehr guenstig im Supermarkt zu kaufen. [Bearbeiten] Klarkommen[Bearbeiten] StromDie elektrische Spannung beträgt in Hongkong 220V bei 50Hz, was in etwa dem deutschen System entspricht. Die Steckdosen haben jedoch in der Regel drei Löcher (entspricht den auf den britischen Inseln üblichen Steckern und -dosen) und ein entsprechender Adapter wird benötigt. Diese gibt es bereits für unter 10 HKD bei vielen Marktständen oder in der Elektrikshopkette pricerite. [Bearbeiten] WaschsalonsWaschsalons gibt es in Hongkong nicht. Wäschereien gibt es aber in den meisten Wohngegenden und sind relativ günstig, zum Beispiel in der Staunton Street in Soho. Eine große Wäschereikette ist zum Beispiel "Sunshine Laundry". Hemden werden einzeln berechnet und kosten 18 HKD. Wäsche wird nach Gewicht berechnet. [Bearbeiten] Vertretungen
[Bearbeiten] KommunizierenSchriftliche Amtssprachen sind Mandarin und Englisch, mündliche Amtssprachen Kantonesisch und Englisch und hauptsächliche Muttersprache Kantonesisch. Zwar ist Kantonesisch wie Mandarin eine chinesische Sprache, ist aber nur entfernt mit Mandarin verwandt und nicht untereinander verständlich. Nimmt man in Anbetracht, daß Hongkong bis 1997 noch eine britische Kronkolonie war, ist der Anteil der Englisch sprechenden Einwohner überraschend gering: 38% der Bevölkerung spricht Englisch, allerdings gehört die Mehrheit der Personen unter 40 Jahren zu diesen 38%. Eventuell muss man ein Taxi wieder verlassen, nachdem man feststellt, dass der Fahrer nicht die englischen Bezeichnungen der Stadtteile von Hongkong versteht. Obwohl von der chinesischen Verwaltung Mandarin stark gefördert wird, spricht nur ein sehr geringer Anteil der Hongkong Chinesen Mandarin. Ebenfalls werden MTR-Durchsagen mittlerweile auf Mandarin nach Kantonesisch und vor Englisch durchgeführt. Und Schriftliche Amtssprachen (Straßenschilder, Zeitungen, Amtliche Dokumente usw.) sind Mandarin + Englisch und nicht Kantonesisch + Englisch, obwohl entgegen vieler Vermutungen eine Schriftsprache für Kantonesisch existiert. Das bedeutet, wer nur Kantonesisch spricht und nicht Mandarin zu lesen gelernt hat, muss sich auf die Englischen Schilder und Speisekarten verlassen. In vielen kleinen Restaurants außerhalb der Touristenzentren finden sich nur Speisekarten auf Mandarin. [Bearbeiten] Weiter geht's
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