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Hofgeismar

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Deutschland : Hessen : Hofgeismar
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Hofgeismar
Hofgeismar-Rathaus
Lage
Lage von Hofgeismar
Hofgeismar
Hofgeismar
Kurzdaten
Bevölkerung: 15.600
Fläche: 86,39 km²
Höhe über NN: 161
Koordinaten: 51° 28' 59" N, 9° 24' 0" O 
Vorwahlnummer: 05671
Postleitzahl: 34369
Website: offizielle Webseite von Hofgeismar
Im Notfall
Polizei: 110
Feuerwehr: 112




Hofgeismar ist eine hübsche Kleinstadt in Nordhessens waldreicher Umgebung mit vielen Fachwerkhäusern und knapp 16.000 Einwohnern.

Hofgeismar liegt an der Esse, einem Zufluss der Diemel. Nördlich der Stadt schließen der Westberg, der Heuberg und der Schöneberg das Hofgeismarer Becken ab und laden zum Wandern ein.

Im nahegelegenen Reinhardswald liegt das Dornröschen-Schloss Sababurg im gleichnamigen Stadtteil.

Anreise[Bearbeiten]

Hofgeismar liegt etwa 25 km nördlich von Kassel an der Bundesstraße B 83; die Bundesautobahn 44 ist ca. 20 km von der Stadt entfernt.

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Warburg - Hofgeismar - Kassel und wird von den RegioTram Kassel und den RegionalExpress-Zügen angefahren. Sie gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einen Rundgang durch die Kernstadt von Hofgeismar mit vielen erhaltenen Fachwerkhäusern unternimmt man am besten zu Fuß.

Große Teile des historischen Stadtkerns gehören heute zur Fußgängerzone.

Aus den Gründerjahren der Stadt im 13. Jahrhundert stammen Teile des Rathausgewölbes, der Turm (Wehrturm) der Altstädter Kirche oder die teilweise erhaltene Stadtbefestigung, die damals aus einer etwa 5 m hohen Mauer mit Wehrgang und vorgelagerten Gräben bestand.

Landgraf Carl von Hessen-Kassel siedelte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch in der Stadt Hofgeismar französische Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) an, die nach der Aufhebung der Religionsfreiheit in Frankreich im Jahre 1685 ihre Heimat verloren hatten. In Hofgeismar wurde am 22. Februar 1686 eine französisch-reformierten Gemeinde gegründet. In den Folgejahren kam es auch im Umkreis von Hofgeismar zur Gründung von Hugenottensiedlungen , wie z. B. Carlsdorf (1686), Kelze und Schöneberg (beide 1699) sowie Friedrichsdorf (1775). Bis heute sind die gut erhaltenen Hugenottenkirchen in diesen Stadtteilen zu besichtigen.

Im 18. Jahrhundert stieg die Stadt Hofgeismar mit dem Stadtteil Gesundbrunnen zum Badeort auf. Daran erinnern bis heute die Bauten, die rund um die Heilquelle entstanden sind. Schon im Dreißigjährigen Krieg soll die Quelle des "Gesundbrunnens" von einem verwundeten Soldaten entdeckt worden sein und ihm die erhoffte Heilung gebracht haben. Das Schlösschen Schönburg im Park Gesundbrunnen („Montcherie“, erbaut 1787-1789 im klassizistischen Baustil nach den Plänen von Simon Louis du Ry) war ursprünglich Wohnsitz von Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel (seit 1803: Kurfürst Wilhelm I.) während seiner Aufenthalte in den Sommermonaten und beheimatet heute die Evangelische Akademie Hofgeismar.

Bauwerke[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen u.a.:

  • Das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert umgebaut,
  • die Altstädter Kirche aus den 12. - 14. Jahrhundert mit dem Hofgeismarer Passionsaltar aus dem Jahre 1310,
  • die Neustädter Kirche aus den Jahren 1341 - 1421,
  • das Steinerne Haus aus dem 13. Jahrhundert (heute: Apothekenmuseum),
  • zahlreiche Fachwerkhäuser,
  • die Parkanlage am Gesundbrunnen mit Schloss Schönburg (heute: Evangelische Akademie),
  • die älteste Hugenottenfachwerkkirche in Deutschland im Stadtteil Carlsdorf und weitere gut erhaltenen Hugenottenkirchen in den Stadtteilen Friedrichsdorf, Kelze und Schöneberg.
  • Die Sababurg im benachbarten Reinhardswald gilt als das bekannteste Ausflugsziel. Westlich der Sababurg befinden sich der Tierpark Sababurg und der Urwald Sababurg.

Museen[Bearbeiten]

Tierpark[Bearbeiten]

Der Tierpark liegt am Fuß der Sababurg im gleichnamigen Stadtteil von Hofgeismar. Im Jahre 1571 gründete Landgraf Wilhelm IV. den Tierpark Sababurg, der zu den ersten in Europa gehörte.

Das nahegelegene "Dornröschen-Schloss" Sababurg aus dem 13. Jahrhundert ließ Landgraf Wilhelm I. ab 1490 zu einem Jagdschloss und Gestüt ausbauen.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Wandern in der waldreichen Umgebung bis zum Reinhardswald;
  • Besuch des Parkschwimmbads;
  • Besuch im Stadtmuseum und im Apothekenmuseum;
  • Radwandern auf gut ausgeschilderten Radwegen bis hin zum Diemel-, Fulda-, Werra- oder Weser-Radweg;
  • Radwandern auf dem Reinhardswald-Radweg - die 55 km lange Strecke führt von Kassel aus in das Mittelgebirge;
  • Besichtigung der sehenswerten Hugenottenkirche im Stadtteil Carlsdorf (errichtet ab 1699);
  • Besuch im Tierpark (im Stadtteil Sababurg).

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Zahlreiche Geschäfte findet man in der Kernstadt von Hofgeismar am Steinweg, am Töpfermarkt, in der Mühlenstraße und in der Marktstraße bis zum Markt.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einen ersten Überblick über das Angebot in und um Kassel mit einer Fülle von Adressen bietet der Online-Gastronomieführer Essen & Trinken in Kassel und Nordhessen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Einen ersten Überblick über das Angebot in und um Kassel bietet die Online-Übersicht "Ausgehen in Kassel und Nordhessen".

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Touristinformation[Bearbeiten]

Touristinformation Märchenland Reinhardswald, Markt 5, 34369 Hofgeismar, Tel. 05671/50 70 400, Fax: 05671/500 839, E-Mail: reinhardswaldinfo@gmx.de, Internet: www.reinhardswald.de.

Ausflüge[Bearbeiten]

Zu Hofgeismar gehören neben der Kernstadt die Stadtteile

  • Beberbeck - der Ort im Reinhardswald ist heute Sitz einer Staatsdomäne;
  • Carlsdorf - wurde im 17. Jahrhundert als eines der ersten Hugenottendörfer von Landgraf Carl gegründet;
  • Friedrichsdorf - das Dorf am Wattberg entstand als Hugenottendorf ab 1775;
  • Hombressen - der Ort im Reinhardswald im Tal der Lempe und Soode ist der größte dörfliche Stadtteil von Hofgeismar;
  • Hümme - lag ab 1848 an den ersten beiden Eisenbahnlinien im Kurfürstentum Hessen-Kassel;
  • Kelze - entstand als Hugenottendorf ab 1699 an der Stelle eines ehemaligen mittelalterlichen Dorfes;
  • Sababurg - ist geprägt durch das „Märchenschloss Sababurg“;
  • Schöneberg - entstand als Hugenottendorf ab 1699 an der Stelle eines ehemaligen mittelalterlichen Dorfes.

Weitere Ziele in der Umgebung[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]




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