Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch.

Hammamet

Aus Wikitravel
Afrika : Nordafrika : Tunesien : Hammamet
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hammamet ist eine Stadt an der nordöstlichen Küste Tunesiens zwischen Nabeul und Sousse.

Hintergrund[Bearbeiten]

Hammamet liegt am nördlichen Ende der Bucht von Hammamet, die sich über ca. 20 km erstreckt. Die Altstadt liegt auf einer kleinen Halbinsel und hat im Norden, v. a. aber im Süden eine ausgedehnte Sandstrandzone. Zentrum der Altstadt ist die durch eine Mauer umschlossene Medina mit der zum Schutz des Hafens erbauten Festung. Die dort befindlichen Läden sind ausschließlich touristisch geprägt. Von der Medina gehen in nördlicher und westlicher Richtung Geschäftsstraßen mit modernen, zum Teil auch touristischen Angeboten ab. Die Mehrzahl der auf den Tourismus ausgerichteten Restaurants finden sich hier in der Nähe des Hafens und der Medina. Sucht man eher einheimische Besonderheiten so empfiehlt sich die Straße Richtung Norden die nach Nabeul, dem Verwaltungssitz führt. Günstige Restaurants, Cafés, daneben hervorragende Konditoreien, Modegeschäfte, Haushaltswaren, einen Supermarkt und gleich nebenan einen Laden mit der Lizenz zum Alkoholverkauf und vieles mehr findet man hier wenn man sich die Zeit dazu nimmt.

Ca. 10 km südlich der Stadt entstand in den letzten Jahren das neue Touristenzentrum Hammamet-Yasmine, welches sehr kommerziell wirkt und neben einem Yachthafen und einem Vergnügungspark sogar eine Eislaufhalle aufweist. Die "Neue Medina" ist 100% künstlich und nur ein schwacher Abklatsch des Originals.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Flugverbindungen von Deutschland aus entweder nach Tunis (Fahrtzeit mit dem Bus Tunis - Hammamet ca. 1,5 Stunden)oder nach Monastir (Fahrtzeit mit dem Bus Monastir - Hammamet ca. 2,5 Stunden)

Am 1. April 2009 wurde der Internationale Airport Enfidha-Hammamet eröffnet. Die Transferzeit vom Flughafen nach Hammamet-Zentrum beträgt etwa 30 Minuten. Der Bau von Enfidha-Hammamet entlastet die Flughäfen von Tunis und Monastir.

Bahn[Bearbeiten]

Züge nach Tunis verkehren mehrmals täglich, hauptsächlich morgens und abends. Da Hammamet an einer Nebenstrecke liegt macht es Sinn mit dem Taxi für ca. 6 Dinar nach Bou Regba zu fahren, von dort verkehren nahezu stündlich Züge nach Norden (Tunis) und Süden (Monastir / Sfax). Die einfache Fahrt erster Klasse nach Monastir kostet 7 Dinar, ca. 3,50 Euro (Stand 2010/2011)

Bus[Bearbeiten]

Linienbusse von und nach Tunis fahren während des gesamten Tages. Die Linie 105 (Comfort/klimatisiert) fährt von Hammamet ab 7:30 Uhr stündlich mit nur einem Zwischenstopp nach Tunis. Die Bushaltestelle in Hammamet befindet sich in der Nähe der Tourist Information. Fahrzeit ca. 1 Std., Kosten 4.20 DT pro Person für die einfache Fahrt (Stand Januar 2012). Die Linie endet in Tunis am Busbahnhof ("Gare Routiere de Tunis Süd"). Von dort sind es etwa 800m Luftlinie bis zum Zentrum/Medina von Tunis. Nicht zum Taxistand schicken lassen, mit dem Hinweis, das Zentrum wäre 5km entfernt!

"Haupttransportmittel" in die größeren Städte ist jedoch die "Louage". Dies sind Sammeltaxen, meist 9-Sitzer, die losfahren sobald die acht Sitzplätze durch Fahrgäste mit dem gleichen Ziel belegt sind. Das kann je nach Tageszeit innerhalb weniger Minuten, aber ebenso auch nach sehr viel längerer Wartezeit der Fall sein. Feste Abfahrtszeiten gibt es nicht, die Preise sind unschlagbar billig. In Hammamet gibt es, je nachdem ob der Zielort im Nordwesten (Tunis) oder im Süden (Sousse, Kairouan) liegt, zwei "Stationen". Am Besten lässt man sich mit dem Taxi dorthin fahren.

Es gibt noch die lokale Buslinie 115, die jede halbe Stunde von Yasmine-Hammamet über Hammamet bis nach Nabeul fährt. Kosten ca. 1 DT pro Person für die gesamte Strecke. Die Haltestellen sind etwas ungleichmäßig verteilt und befinden sich oft vor Hotels. An manchen Haltestellen hängt ein übersichtlicher Streckenplan mit allen Stopps (Foto mit dem Handy machen, dann kann man sich sehr gut orientieren). Bei den langen Gelenkbussen hinten einsteigen, dort sitzt ein Schaffner der die Fahrkarten verkauft. Ausgestiegen wird dann vorne beim Fahrer. Da der Bus hauptsächlich von den Einheimischen benutzt wird kann es auch mal voll werden, wenn gerade Schulschluss ist und sich die Schulkinder drängeln.

Auto[Bearbeiten]

Hammamet liegt an der Autobahn von Sousse nach Tunis und ist deshalb von beiden Städten bequem mit dem Auto zu erreichen. Es gibt in Hammamet viele Autoverleiher, die alle auf europäische Touristen eingestellt sind.

Die Fahrzeuge sind in der Regel recht neu und in einem guten Zustand. Gerade in der Nebensaison ist es ratsam sich mehrere Angebote einzuholen, die Preise variieren, je nach Verhandlungsgeschick, sehr stark. Besonderheiten: Mietwagen sind bei der Auslieferung nicht vollgetankt und müssen dies bei der Ablierferung entsprechend auch nicht sein. Eventuell Vereinbarungen hierzu treffen. Es ist ratsam, sich vom Vorhandensein von Reserverad und Wagenheber zu überzeugen. Fehlen diese, unbedingt im Mietvertrag festhalten.

Schiff[Bearbeiten]

Schiffsverbindungen nach Hammamet existieren mangels eines Passagierhafens nicht, Hammamet verfügt lediglich über einen Fischerhafen für kleine Boote sowie den Yachthafen in Hammamet-Yasmine.

Mobilität[Bearbeiten]

Taxen sind in Hammamet recht günstig, die Fahrzeuge sind mit Taxametern ausgestattet, die Kilometerpreise sind staatlich festgelegt. Fährt man eine unbekannte Strecke zum ersten Mal ist es ratsam das Taxameter einschalten zu lassen. Die meisten Fahrer machen dies von sich aus, einige müssen dazu aufgefordert werden. Es kommt immer wieder vor, daß der Fahrer einen Festpreis anbietet ohne das Taxameter einzuschalten. In der Regel liegt der angebotene Preis zum Teil erheblich über dem des Taxameters. Weigert sich der Fahrer diesen einzuschalten sollte man nicht zögern sofort wieder auszusteigen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Moscheen und Kirchen[Bearbeiten]

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Hafenfestung: (16. Jahrhundert) Ist tagsüber für Besucher geöffnet. Eintritt ca. 3€ für Erwachsene. Mehrere Informationstafeln in verschiednen Sprachen, auch deutsch, geben einen Überblick über die Geschichte der Stadt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Kasba mit Basar: Enge verwinkelte Gassen mit ausschließlich touristischen Läden. Liegt am Hafen neben der Festung.

Parks[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Wochenmarkt: Jeden Donnerstag von ca. 8-13 Uhr auf einem Platz oberhalb der Stadt (Kreuzung Av. Hedi Quali/Av. de la Liberation). Neben Textilien, Gemüse und Gegenständen des täglichen Bedarfs gibt es dort auch die üblichen Souveniers. Sehr lebhafte Atmosphäre, Touristen kommen meist erst ab 10 Uhr. Günstig sind in Tunesien diverse Gewürze, wie beispielsweise Safran.

Vorsicht sollte man bei dem Kauf von "Markenartikeln" walten lassen: Produktfälschungen sind die Regel und wer glaubt mit einer Handtasche von Louis Vitton für umgerechnet fünfzehn Euro ein Schnäppchen gemacht zu haben wird womöglich bei der Rückreise vom Zoll eines besseren belehrt.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Über dem "Brauhaus" gegenüber der Medina befindet sich ein Restaurant mit Italienischer Küche und entsprechend, verglichen mit dem was sonst ortsüblich ist, gehobenen Preisen. Gemessen an europäischen Verhältnissen immer noch im Rahmen. Recht empfehlenswerte Fischgerichte. Im Sommer, bei stärkerer Frequentierung als in der Wintersaison, kann sich das Lokal über zwei Etagen mit unterschiedlichen Angeboten erstrecken.

Gehoben[Bearbeiten]

Ausgehen[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Unterkünfte sind so zahlreich daß eine Aufzählung kaum möglich ist. Der Schwerpunkt liegt bei Vier-Sterne-Hotels, daneben werden durch Reiseveranstalter noch drei- und fünf-Sterne-Hotels angeboten. Diese Hotels werden fast ausschließlich durch Pauschalreisende belegt.

Es gibt in und um Hammamet drei größere Hotelzonen: Hammamet-Nord, die Hotels reihen sich hier am Strand in direkter Nachbarschaft von Wohn- und Geschäftshäuser auf. In der Regel eine ruhige Lage, die Medina ist auf einem Spaziergang noch gut zu Fuß zu erreichen.

In Hammamet Süd bilden die Hotels schon ein eigenes "Zentrum", kaum noch eine direkte Verbindung zum eigentlichen Hammamet. Fußweg zur Medina: Kaum unter einer Stunde.

Die dritte Zone, Hammamet-Yasmine, ist eine Retortensiedlung die im Wesentlichen nur aus Hotelneubauten mit Vergnügungspark, einer "künstlichen" Medina, Diskotheken und dem Yachthafen besteht. Sie bildet einen eigenen Stadtteil weit im Süden und steht mit Hammamet selbst baulich nicht in Verbindung. Wer quirlige Unterhaltung gerne einer geruhsame Nachtruhe vorzieht wohnt hier richtig.

Ein- oder zwei-Sterne-Hotels findet man nur wenige, diese sind nicht auf ausländische Touristen eingerichtet. Überwiegend steigen hier einheimische Geschäftsreisende ab.

Generell darf man einen Sterne-Standard in Tunesien nicht mit dem westlicher Hotels gleichsetzen. Ein bis zwei Sterne sollte man abziehen, dabei allerdings nicht vergessen daß klimatische Gegebenheiten am Meer in Afrika einen viel höheren und schnelleren Verschleiß bewirken als das in unserem gemäßigten Klima der Fall ist.

Das Essen in den Hotels ist meist sehr vielfältig, reichlich und schmackhaft, aber auch wenn die Küche auf Zugeständnisse gegenüber europäischen Gaumen bezüglich der Gewürze eingerichtet ist so sollte man sich bewusst sein daß man sich in einem arabischen Land befindet und keine "Bayerische Küche" erwarten. Für die Kaffeetrinker: Meist ist ein ausgezeichneter Capuccino oder Espresso an den Hotelbars zu erhalten, für das Frühstücksbuffet gilt das jedoch nicht: Was hier als Kaffee angeboten wird hat mit Bohnenkaffee nicht das Geringste zu tun, auch nicht in den fünf-Sterne-Hotels. Wer also auf seinen Frühstückskaffee nicht verzichten möchte bringe sich am besten von zuhause löslichen Kaffee mit.

Untrennbar mit dem Thema Unterkunft ist das Thema Trinkgeld verbunden: Sowohl bei den Kellnern am Tisch als auch bei dem Zimmerservice macht das Trinkgeld den größeren Teil des Verdienstes aus. Das feste Gehalt ist jeweils nur "Basis", entsprechend wird ein Trinkgeld eingerechnet und auch erwartet, wer dies nicht beachte enthält dem Angestellten einen Teil der Entlohnung vor.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Übergriffe auf Touristen kommen so gut wie nicht vor. Jeder Einheimische, der mit Respekt behandelt wird, wird diesen Respekt erwidern. Unangenehme Ausnahmen stellen lediglich ein leider nicht unerheblicher Teil der Händler in der Medina dar, die in Ihrer Aufdringlichkeit schon einmal so weit gehen sich einem in den Weg zu stellen und in den eigenen Laden zu schieben. Aber auch hier gilt: Freundlich, aber bestimmt seine Ablehnung kundtun und weitergehen und sich keinesfalls zu "Beschimpfungen" oder ähnlichem hinreißen lassen. Vorsicht sollte man dort walten lassen wo touristisches Gedränge herrscht: Vor allem in der Medina sind Taschendiebstähle, meist durch Jugendliche oder Kinder, keine Seltenheit. Dies gilt verstärkt bei Tagesausflügen nach Tunis.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Naturgemäß sind die Regeln im Sommer und im Winter unterschiedlich: Während in der kühlen Wintersaison lediglich das Wasser aus der Leitung gemieden werden sollte (was einem nicht schwerfällt da es überall stark gechlort ist) sollte im Sommer, will man eine Durchfallerkrankung vermeiden, alles gemieden werden was nicht abgekocht ist. Schon ein Salat kann da zu unfreiwilligem Aufenthalt im Hotelzimmer führen. Da es in der Praxis nicht oder kaum möglich ist, alle dafür in Frage kommenden Quellen zu vermeiden ist es sinnvoll seine Reiseapotheke auf solche Eventualitäten hin nach Absprache mit einem Apotheker vor der Abreise zu ergänzen. Aber natürlich sind einheimische Ärzte auf solche Dinge auch bestens eingestellt.

Klarkommen[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Generell kann man sich in Tunesien, sollte man des Arabischen nicht mächtig sein, am ehesten mit Französich verständigen.

In den Hotels wird daneben englisch und meist deutsch gesprochen. Taxifahrer sprechen oftmals ein paar Worte deutsch, verlassen sollte man sich darauf allerdings nicht. Am vielfältigsten ist die Sprachauswahl in den touristischen Zentren: Kaum ein Händler in der Medina der nicht ein paar Brocken in mindestens fünf Sprachen spricht.

Weiter geht's[Bearbeiten]




Varianten

Aktionen

Insider für dieses Reiseziel:

In anderen Sprachen

andere seiten