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Haintchen

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Taunus : Haintchen
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Haintchen ist ein Ortsteil der Gemeinde Selters (Taunus) im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen, Deutschland.

Ortsansicht mit Pfarrkirche St. Nikolaus

Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1388 belegt. Der Ort ist vermutlich bereits im 11./12. Jahrhundert als Rodungssiedlung entstanden. Der Name Haintchen lässt sich von dem alten Wort "Hain", gerodeter oder lichter Wald ableiten. Die Waldfläche beträgt 7,43 km², von der Gesamtgemarkungsfläche von 12,02 km². Seit 1980 ist Haintchen im Taunus staatlich anerkannter Erholungsort.

Lage[Bearbeiten]

Haintchen liegt im Östlichen Hintertaunus, nordwestlich des Großen Feldberg, im Naturpark Hochtaunus, an der Wasserscheide zwischen dem Emsbachtal und dem Weiltal. Die Höhenlage der Gemarkung liegt auf 300 bis 500 Meter über NN. Die höchste Erhebung ist der Suterkopf, mit 492 Meter über NN, aufdem während des 2. Weltkrieg ein Beobachtungsturm stand. Von dort aus gab es eine Telefonstandleitung bis ins Dorf, um in der Umgebung Feuer und Rauchentwicklung zu beobachten. Von den höher gelegenen Stellen des Dorfes besteht bei klarem Wetter eine weite Fernsicht über das Limburger Becken bis in den Westerwald und über das Weilburger Lahntalgebiet bis zum Dünsberg, der am Rand des Lahn-Dill-Bergland liegt. Die nächst grösseren Städte sind Bad Camberg ca. 12 km südwestlich und Limburg a.d. Lahn ca. 21 km nordwestlich.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Die im Jahre 1750 erbaute katholische Barockkirche, die unter dem Patronat von St. Nikolaus gestellt wurde, zählt zu den wenigen Gotteshäuser im weiteren Umkreis, die ihre komplette alte Ausstattung des 18. Jahrhunderts erhalten hat. Der hohe Westturm, der von einer barocken Haube (Zwiebelturm) bekrönt ist, wirkt weit in die Talebene hinein. Die aufwendige Ausstattung stammt aus der Hadamarar Schule. Eine Seltenheit ist auch die wertvolle barocke Orgel von dem Frankfurter Orgelbauer Johann Christian Köhler.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das im Jahre 1843 erbaute Schulgebäude im spätklassizistischem Baustill, das als Grundschule dient. Der dahinterstehende ehemalige Schulstall (Ökonomiegebäude) wurde vor einigen Jahren als neuer Klassenraum umgebaut. Die Haintchener Grundschule ist eine der kleinsten Grundschulen des Landkreises Limburg-Weilburg.

Erwähnenswert sind noch mehrere Kapellen, Heiligenhäuschen und Bildstöcke, die im Dorf und in der Gemarkung aufzufinden sind. Diese wurden größtenteils im 18. Jahrhundert erbaut. Kapellen wurden meistens an Wegen, an den Dorfrändern, errichetet an denen man in früherer Zeit weite Strecken per Fuß zurücklegte, um in die umliegenden Ortschaften zu gelangen, an diesen betete man um einen sicherern Hin- und Rückweg.

Die alte Hessenstraße, eine Handelstrasse im Spätmittelalter, auf dieser auch unzählige Selterswasser Tonkrüge in die ganze Welt transportiert wurden, war für das Dorf ein wichtiger Transportweg.

Natur im Hintertaunus[Bearbeiten]

In den großen zusammenhängenden Mischwäldern im Östlichen Hintertaunus ist ein großer Wildbestand anzutreffen. Der Rothirsch, die größte einheimische Wildart, findet seinen Lebensraum in den großen zusammenhängenden Wäldern mit einander übergehenden, störungsfreien Dickungen. Rehwild]], Schwarzwild, Rotfuchs und Muffelwild sind anzutreffen. Das Muffelwild wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in einem Gewöhnungsgatter in einem nahegelegenen Distrikt bei Neuweilnau (Weilrod) eingeführt. Nach der Öffnung des Gatters hat es sich stark vermehrt.

Einrichtungen, Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten]

  • Festplatz/Bolzplatz
  • Fußballplatz
  • Tennisplätze
  • Freizeitgelände:

→ Naturschwimmbad

→ Grillhütte

→ Wassertretbecken

→ Feuchtbiotope

  • Wanderwege
  • Spielplätze

Weblinks[Bearbeiten]





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