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Höllental

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Das Höllental ist eines der markantesten Täler des Südschwarzwaldes. An einer Stelle namens "Hirschsprung" wird das Tal schluchtartig eng - dort kommen sich die benachbarten felsigen Berghänge so nahe, dass der Sage nach ein Hirsch sich auf der Flucht vor seinem Jäger von einer Seite auf die andere retten konnte. Da der niedrigste Pass im Südschwarzwald von Donaueschingen über Titisee und das Höllental nach Freiburg im Breisgau führt, führen seit Jahrhunderten wichtige Verkehrsverbindungen durch das Höllental. Wanderungen im Höllental sind streckenweise möglich, aber empfehlenswert vor allem ist der obere Teil nahe Hinterzarten, da sich dort mit der Ravennaschlucht und dem Rotbachtal zwei markante Schluchten befinden. Am Fuß beider befindet sich das berühmte Gasthaus Sternen. Weitere bekannte Wanderwege bieten vom Grat oberhalb des Höllentals auf beiden Seiten gute Ausblicke ins Tal.

Landschaft[Bearbeiten]

Das meist enge Höllental gliedert sich in drei Teile. Im oberen Bereich führen zwei steile Schluchten von der Ebene um Hinterzarten ins Tal hinab. Im mittleren Bereich ist das Tal etwas breiter, dort befinden sich an den Hängen Laubmischwälder und im Tal rechts und links der Straße Wiesen. Der Durchbruch zum unteren Teil ist die besonders enge Stelle "Hirschsprung", unterhalb derer sich das Tal wieder aufweitet, bis es am Ende bei "Himmelreich" ins Dreisamtal mündet bzw. zu diesem wird.


Historisches[Bearbeiten]

Schon kurz nach Gründung der Stadt Freiburg entwickelte sich um 1100 ein reger Salz- und Erzhandel mit Schwaben (Im Gebiet um Freiburg am Berg Schauinsland wurde Silbererz abgebaut), der dazu führte, dass die Wege im Höllental ausgebaut wurden. Die Reise durch das Höllental war früher nicht nur beschwerlich, sondern auch gefährlich, da hinter den Biegungen Wegelagerer lauern konnten, oder auch Steine von den Hängen herunterfielen. Wer die Reise durch das Tal auf dem Weg nach Westen erfolgreich hinter sich gebracht hatte, fühlte sich beim Anblick des weiten Dreisamtales an dessen Ende wie im "Himmelreich". Noch heute erinnert die gleichnamige Bahnstation an die Erleichterung, die Reisende vor Jahrhunderten empfanden.

Heute zieht sich die Bundesstraße B31 z. T. vierspurig durch das Höllental. Die alten Handelswege sind z. T. immer noch als Wanderwege begehbar, z. T. aber aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Schienen der Regionalbahn Freiburg - Neustadt (bzw. Freiburg - Schluchsee) erklimmen am Nordhang des Höllentals allmählich einen Höhenunterschied von ca. 500m.

Der Hirschsprung[Bearbeiten]

An der engsten Stelle des unteren Tales ("Hirschsprung") führt die Eisenbahn in einem Tunnel, Bundesstraße und Bach nehmen den gesamten Raum am Boden des Tales ein, das links und rechts von fast senkrecht aufragenden Felswänden begrenzt wird. Selbst der Wanderweg (ehemaliger Handelspfad) wurde dort teilweise als Tunnell in den Fels getrieben. Der landschaftlich spektakuläre Abschnitt ist leider heute für Wanderungen aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Auf der flussabwärts gesehen rechten Nordseite ragt ein Felsvorsprung fast bis zum anderen Hang in das Tal hinein. Dort erinnert eine goldene Hirschstatue an die Legende, nach der ein kapitaler Hirsch sich auf der Flucht vor seinem Jäger durch einen gewaltigen Satz von einer Seite auf die andere retten konnte. Diese Geschichte ist jedoch biologisch unhaltbar, da der Abstand immer noch zu groß ist, als dass ein Hirsch ihn durch einen Sprung überwinden konnte.

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