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Guernsey

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Kanalinseln : Guernsey
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Flagge
=Flagge Guernsey
Kurzdaten
Hauptstadt: Saint Peter Port
Staatsform: Kronbesitz
Währung: Britisches Pfund, Guernsey Pfund
Fläche: 78 km²
Bevölkerung: 65.000
Sprachen: Englisch und Französisch
Telefonvorwahl: +44
Internet TLD: .gg
Zeitzone: UTC (MEZ-1)


Guernsey ist eine der Kanalinseln im Ärmelkanal zwischen England und Frankreich. Der Verwaltungsbezirk Guernsey umfasst neben Guernsey selbst die kleineren Inseln Alderney, Herm und Sark.

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Castle Cornet. Eine der größten Attraktionen Guernseys ist das Castle Cornet. Die aus dem frühen 13. Jahrhundert stammende Burg steht auf einer Insel direkt vor Saint Peter Port, der Hauptstadt von Guernsey. Die Burg kann nur über eine längere Brücke, welche erst im 19. Jahrhundert erstellt wurde, erreicht werden. Bevor die Brücke errichtet wurde, war die Burg bei Flut vom restlichen Teil Guernseys abgeschnitten. Die Burg wurde an einem Ort errichtet, von welchem man einen guten Überblick über das kleine Städtchen sowie eine gute Sicht auf das Meer hat. Das „Castle Cornet“ diente primär der Verteidigung der Insel. Des Weiteren diente es bis 1811 als Gefängnis. Die Burg besteht aus drei Ebenen. Unmittelbar nach dem Eintreten in die Burg findet man sich in der „Unteren Ebene“ wieder, welche eine Kanonenbatterie beherbergt. Nach dem Besteigen einer der zahlreichen steinernen Treppen befindet man sich auf der „Mittleren Ebene“. Diese ist wesentlich größer als die untere und hat auch mehr zu bieten, so beispielsweise der Garten des Gouverneurs, der seinerseits seine Residenz auf der „Oberen Ebene“ besaß. Früher beinhaltete die „Obere Ebene“ auch noch eine Kapelle, die bei einer Explosion im Jahr 1672 allerdings zerstört wurde. Neben dem „Maritime Museum“, das dem Besucher die Entwicklung des Hafens näher bringt, gibt es auf der „Mittleren Ebene“ die folgenden weiteren Museen: die „Hatton Gallery“, das „Militia Museum“ und das „No. 201 Squadron Museum“. Etwas abgestuft von der „Mittleren Ebene“ steht die „Noonday-Gun-Kanone“. Täglich um 12:00 Uhr mittags wird diese durch einen in traditioneller Militär-Uniform gekleideten Mann unter klassischer britischer Musik abgefeuert. Das stellt den Höhepunkt des Besuches dar und sollte auf keinen Fall verpasst werden. Alles in allem ist der Besuch der Burg sehr lohnend. Durch das Besichtigen einer Burg erhält man jeweils einen guten Einblick ins geschichtliche Leben. Beim Besuch von St. Peter Port lässt sich mit gutem Gewissen einen Abstecher zu jenem mittelalterlichen Gebäude empfehlen.
  • Klippenwanderung. Wir schlagen jedem Besucher dieser Insel eine Wanderung vor. Besonders sehenswert ist gewiss der Gang über die Klippen der Südküste. Der sehenswerte Küstenabschnitt ist mit langen Sandstränden geschmückt. Nicht nur eine herrlich natürliche Landschaft bietet sich dem Wandervogel an jenem Ort, sondern auch die Sicht aufs Meer. Zudem sind die schönsten Buchten der Insel an der Südküste anzutreffen. So beispielsweise die bekannte aus Sand- und Kiesstrand bestehende „Fermain Bay“, die auch eine gute Bademöglichkeit bietet. Sehenswert ist auch die „Moulin Huet Bay“ im Südosten, die durch kleine, kahle Felsen charakterisiert ist. Bei diesem Wanderweg handelt es sich um den schönsten überhaupt der Kanalinseln. Vor allem im Frühjahr, wenn alles blüht, sollte dieser Ausflug keinesfalls versäumt werden. Der Weg ist gesäumt von herrlich duftenden Blüten der verschiedenen Pflanzenarten. Der Wanderweg ist richtiggehend geeignet für Pflanzenliebhaber und sonstige Geniesser. Auch Vögel liebende Menschen kommen auf ihre Kosten. Der Klippenweg erstreckt sich auf der gesamten Südküste von Pleinmont bis in den Osten nach St. Peter Port. Mit der Klasse haben wir allerdings nur jenen kurzen Abschnitt im Westen dieses wunderbaren Weges bewältigt. Wie auf der gesamten Strecke handelt es sich auch bei diesem Teil eher um einen Spaziergang denn um eine Wanderung, da auf diesem eher ebenen Weg nicht sämtliche Kraftreserven gebraucht werden. Einige Bänke und Wiesen lassen dem Wanderer die Möglichkeit offen, sich auszuruhen und neue Kräfte für den weiteren Weg zu mobilisieren. Wie an vielen Orten dieser Insel gibt es auch an der Südküste einige Bunker, die an den zweiten Weltkrieg erinnern. Ansonsten ist die Natur an der Südküste absolut unberührt. Bei der Wanderung empfiehlt sich, etwas Kleines zwischen die Zähne und für den Durst mitzunehmen, da Restaurants und sonstigen Verpflegungsständen fehlen. Turnschuhe reichen für diese Wanderung absolut, bei schlechterem Wetter hingegen ist gutes Schuhwerk empfehlenswert.
  • Little Chapel. Das Sehenswürdigste dieser Insel ist wohl die Little Chapel. Nach Angaben unseres Reiseführers handelt es sich dabei um die kleinste Kirche der Welt. Beim Aufenthalt auf der Insel Guernsey darf ein Besuch der Little Chapel keineswegs versäumt werden. Die Kirche ist auch beeindruckend: Folgt man den Wegweisern zur Litte Chapel, so sieht man sie von der Strasse aus plötzlich gross aufragen. Steigt man die Treppen zu ihr empor, kann sie durch einen Hintereingang betreten werden. Im Bauch der Kirche braucht man seinen Kopf beinahe schon einzuziehen. Nach dem Besteigen einiger Stufen gelangt man in den Hauptteil dieses eindrücklichen Monumentes. Die Wände mit den Porzellanscherben lassen die Kirche in einen bezaubernden Schein tauchen. Dieser Bereich der Kirche umfasst nur wenige Quadratmeter. Etwas fremd für unseren Geschmack erscheint das Gästebuch auf dem Altar der Kirche. Wird die Kirche nun durch den Haupteingang verlassen, fällt einem beim Zurückblicken erstmals die Winzigkeit des Gebäudes auf. Wie im inneren Bereich ist auch die Aussenwand der Kirche mit Porzellanscherben und zusätzlich mit Muscheln dekoriert. Die Little Chapel besitzt insgesamt drei Eingänge. Neben den bereits Erwähnten gelangt man durch den dritten in einen sehr kleinen Vorraum, welcher wohl nicht mehr als zwei Quadratmeter umfasst. Die Kirche ist das Werk Déodats, welcher mit seiner Bruderschaft de La Salle gezwungen war, Frankreich zu verlassen. Er fand sein Glück auf Guernsey. Seine Idee dabei war, eine Miniaturausgabe der Kirche von Lourdes zu bauen. Als Baubeginn galt das Jahr 1914. Da die kleine Kirche allerdings grosser Stoff für Polemik war, riss er das halbfertige Gebäude wenige Zeit später wieder ab. Schliesslich änderte er seine Meinung und begann erneut mit dem Aufbau der Kirche. Als der grossgewachsene Bischof von Portsmouth mit der Idee, eine Messe in der Kirche abzuhalten, anreiste, in der Kirche allerdings nicht aufrecht stehen konnte, bewog sich Déodats dazu, sein Werk erneut zu zerstören. Die Little Chapel, wie sie dem Besucher heute zur Schau steht, wurde nach einem Aufruf nach Porzellanscherben per Zeitung mithilfe der zahlreichen Inselbewohnern fertiggestellt. Obwohl die Kirche sehr klein ist, hat sie dennoch eine grosse Ausstrahlung.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung und auch der Touristen liegt relativ hoch. Nur 9 % der Touristen sind unter 35 Jahren. Guernsey ist vor allem eine Kulturinsel. Dies ist mitunter ein Grund, weshalb Familien mit Kindern die Insel eher meiden, wodurch der Altersschnitt so hoch anzusetzen ist. An sportlichen Freizeitangeboten mangelt es. Die Insel erscheint einem ausgestorben. Nur gerade in Saint Peter Port trifft man auf der Straße Menschen. Der Rest der Insel wird durchs bloße Dastehen von Häusern geziert.

Jährlich wird Guernsey von 200.000 Touristen besucht. 49 % davon sind nur für ein Wochenende auf Guernsey. Im Folgenden beziehen wir uns hauptsächlich auf das Jahr 2005, welches 267.000 Besucher angelockt hat. Der größte Teil der Touristen, rund zwei Drittel, kommt, wie erwartet, von der großen Bruderinsel Großbritannien. Nur etwa 22.000 Touristen besitzen den französischen Pass. Neben 5.000 Deutschen und 2.000 Holländern besuchen noch 4.000 weitere Europäer die Insel. Zusätzlich wagen noch 6.000 Besucher die Anreise von einem anderen Kontinent.

Die Gründe für den Aufenthalt auf Guernsey sind vielfältig: Knapp die Hälfte aller Touristen waren früher schon einmal auf der Kanalinsel und wollen die Schönheiten der Insel ein zweites Mal genießen. Der Rest möchte eine neue Feriendestination entdecken oder war schon einmal auf Jersey und will nun die zweite große Kanalinsel besuchen.

Festzuhalten gilt bestimmt noch die Meinung der Touristen über ihren Aufenthalt in Guernsey. Mehr als die Hälfte fanden ihren Besuch sehr lohnenswert und stellen sich vor, in absehbarer Zeit zurückzukommen. Nur jedem zwanzigsten Guernsey-Besucher gefällt die Insel nicht sonderlich. Auf die letzten fünf Jahre hin gesehen nahm der Tourismus stetig ab.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Guernsey besitzt einen eigenen Flughafen, der, von außen betrachtet, sehr modern wirkt. Rund zwei Drittel der Touristen gelangen über diesen Flughafen auf die Insel. Der Rest betritt die Insel im Hafen St. Peter Port. Der Flughafen verfügt über beschränkte Verbindungen hauptsächlich zwischen den Inseln und Festland England und Frankreich.

Schiff[Bearbeiten]

Es gibt mehrere Fährdienste, die die Kanalinseln untereinander und mit Frankreich (St. Malo, Cherbourg) und England (Portsmouth, Weymouth, Poole) verbinden. Siehe z.B. http://www.condorferries.com

Mobilität[Bearbeiten]

Auf den Kanalinseln wird links gefahren. Ein eigenes Auto ist nicht zwingend erforderlich, Guernsey hat ein sehr gutes Busnetz, das zentral von St. Peter Port die ganze Insel umspannt. Zwei Linien führen rund um die Insel (mit und gegen den Uhrzeigersinn), deren Busse können auch zwischen den Haltestellen angehalten werden. Obwohl die Buspreise relativ billig sind, gibt der Tourist im Schnitt 40 Franken für den Transport auf der Insel aus. Auf diese hohen Ausgaben kommt man wohl nur wegen den enormen Taxipreisen. Auch das Erkunden per Fahrrad ist praktikabel. Beliebt sind auch Mietwagen, die es für verhältnismäßig günstige Preise gibt. Verleihstationen findet man am Flughafen und in St. Peter Port. Tanken ist durch die Besteuerung auf der Insel günstiger als in Kontinental-Europa. Weitere Informationen gibt es bei den Vermietern Value Rent a Car, EUROPCAR oder Hertz sowie kleineren Unternehmen vor Ort.

Sprache[Bearbeiten]

Auf Guernsey wird Englisch gesprochen, nicht Französisch, wie man meinen könnte.

Kaufen[Bearbeiten]

Neben dem überall akzeptierten britischem Pfund gibt es lokale Währungen, das Jersey Pfund und das Guernsey Pfund. Diese lokalen Währungen werde nur auf den Kanalinseln selbst angenommen und lassen sich außerhalb nicht wieder umtauschen.

Finanziell ist die Insel kein Paradies. Über Ernährung, Unterkunft und Unterhaltung befindet sich alles in einer gehobenen Preisklasse. Der durchschnittliche Tourist gibt täglich 78 £, umgerechnet rund 180 SFr., fürs Hotel inkl. Essen und Trinken aus. Auf die Unterhaltung fallen nur gerade 70 Franken, die verjubelt werden.

Küche[Bearbeiten]

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Der größte Teil der Touristen, rund 35 %, übernachten in 3 Sterne-Hotels. Nur etwa 6 % logieren in Hotels mit 4-5 Sternen. Von solchen luxuriösen Hotels sieht man während eines Aufenthaltes auf Guernsey jedoch wenig. Der Rest schläft in billigeren Unterkünften. 85 % von allen Hotelgästen kommen aus Großbritannien.

Lernen[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
9. Mai Liberation Day Ende des 2. Weltkrieges

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Die Hauptsaison ist das Sommerhalbjahr, also von April-September. Rund ¾ der Touristen sind in dieser Zeitspanne zugegen.

Respekt[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Varianten

Aktionen

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