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Grenoble

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Grenoble
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Lage
Lage von Grenoble
Grenoble
Grenoble
Kurzdaten
Bevölkerung: 158.000 (2009)
Fläche: 18,13 km²
Höhe über NN: 224 m
Koordinaten: 45° 11' 39" N, 5° 43' 53" O 
Website: offizielle Webseite von Grenoble




Grenoble ist Hauptstadt des französischen Départements Isère. Es liegt in den Rhône-Alpes , einem Teil der Alpen und hat rund 160.215 Einwohner. Im gesamten Großraum Grenoble leben 665.000 Menschen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Grenoble liegt in einem von mehreren Bergketten umgebene Tal, in dem sich zwei Flüsse treffen: Die Drac und die Isère. Obwohl Grenoble von Bergen umgeben ist, ist die Stadt selbst eine der flachsten Städte Europas.

Die erste Erwähnung Grenobles, jedoch noch unter dem Namen Cularo, datiert ins Jahr 43. Damals wird Grenoble als keltisches Dorf beschrieben. Erst im Jahr 292 wurde Grenoble von Kaiser Masimian zu einer Stadt erklärt und 381 zu Ehren des Kaisers Gratian in Gratianopolis umbenannt. Im frühen Mittelalter wechselt die Herrschaft über Grenoble häufig und war kurzzeitig sogar zwischen 942 und 970 unter maurischer Herrschaft. 1032 wird es schließlich in das Heilige Römische Reich eingegliedert, jedoch schon 1349 von dem Kinderlosen Hubert II. an die Französische Krone verkauft.

Während der Renaissance litt Grenoble unter der Stationierung französischer Truppen währender der italienkriege von 1449 bis 1559 und es war einer der Hauptschauplätze der Huggenottenkriege von 1562 bis 1598.

Von dieser Verwüstung erholt sich Grenoble nur langsam und erst im Vorfeld der französischen Revolution kommt es 1788 in Grenoble zu blutigen Auseinandersetzung zwischen der Bevölkerung und der französischen Armee, die in Grenobles Geschichte als Tag des Ziegels in die Geschichtsbücher einging. Am Ende des Tages waren die königlichen Regimenter geschlagen und die Ständeversammlung wurde in den folgenden Monaten ins Leben gerufen um den dritten Stand zu vertreten. Die Stadt wurde sogar kurzzeitig von Grenoble in Grelibre umbenannt. Die Umbenennung wurde jedoch kurz darauf unter Napoleon rückgängig gemacht. Am Ende der Napoleonischen Kriege wurde Grenoble von schweizerischen und sardinischen Truppen erobert. Im weiteren Verlauf des 19. Jhd. erlebte Grenoble eine stätige Industrialisierung: die Handschuh-Industrie wuchs und eine Eisenbahn wurde nach Grenoble errichtet. Der erste Weltkrieg beschleunigte das Wachstum der Ökonomie und nach dem Krieg musste die alte Stadtmauer abgebaut werden. besonders Wasserkraft nahm eine wichtige Rolle ein.

Im zweiten Weltkrieg wurde Grenoble teil des Vychi-Regimes. Da die Resistance in Grenoble besonders aktiv war besetzten deutsche Truppen September 1943, schafften es jedoch nicht die französischen Widerstandskämpferinnen und -Kämpfer zu besiegen und zogen sich am 22. August 1944 wieder zurück.

In der Nachkriegszeit fanden zwei sehr bestimmende Ereignisse statt: 1955 wurden die ersten Laboreinrichtungen unter Aufsicht des Pysikers Louis Néel aufgebaut und die 10 Olympischen Winterspiele fanden 1968 statt. 2005 fanden in Frankreich Bundesweit Aufruhen statt und in den Außenbezirken Grenobles kam es zu einer Eskalation. Die darauf folgende Ruhe hält bis in die Gegenwart an.

Heute Grenoble ist vor allem als Wissenschafts- und Sportstadt bekannt; Seit 1955 die ersten Laboreinrichtungen unter Aufsicht des Pysikers Louis Néel aufgebaut wurden ist die Stadt ein beliebtes Ziel für Phyikerinnen und Physiker, die ihre Experimente am Teilchenbeschleuniger durchführen können. In und um Grenoble gibt es außerdem drei Universitäten. Es ist außerdem Kaum zu übersehen, wie Sportbegeistert die Einwohnerinnen und Einwohner Grenobles sind. Durch die Lage am Fuße der Berge ist hier besonders das Klettern und Wintersportarten beliebt. Aber auch etliche Mannschaftsportarten werden in den vielen Parks betrieben.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Der Aéroport de Grenoble-Isère liegt rund 40 Kilometer von der Stadt entfernt. Er wird jedoch in der Regel nur in der Wintersaison angeflogen. Derzeit bestehen keine Flugverbindungen nach Deutschland.

Der Aéroport Lyon Saint-Exupéry befindet sich etwa 100 Kilometer von Grenoble entfernt. Es bestehen Bus- und Bahnverbindungen, die Fahrzeit beträgt rund eine Stunde. Air France fliegt von Lyon nach Hamburg und Düsseldorf, Austrian Airlines nach Wien und Easyjet nach Berlin-Schönefeld. Lufthansa bietet Verbindungen nach Frankfurt, Düsseldorf und München an.

Es gibt einen Zubringerbus (Shutllebus) vom Flughafen Lyon nach Grenoble. Abfahrtzeiten stündlich von 6:30 bis 23:30 . Fahrzeit ca. 40 Minuten.

Bahn[Bearbeiten]

Grenoble ist von Paris aus mit dem TGV in rund drei Stunden erreichbar, von Genf aus dauert die Fahrt mit dem Zug etwa zwei Stunden.

Bus[Bearbeiten]

Mit Busunternehmen wie z.B. Flix-Bus kann man aus den Größeren Städten direkt nach Grenoble fahren.

Auto[Bearbeiten]

Grenoble ist über die Autobahn A41 von Genf sowie die A48 aus Richtung Lyon und Paris erreichbar.

Mobilität[Bearbeiten]

Grenoble ist eine eher unübersichtliche Stadt mit vielen Staus während der Hauptverkehrszeit. Es empfiehlt sich daher die Nutzung des Park + Ride Systems.

Grenoble verfügt über ein gut ausgebautes Straßenbahn- und Busnetz. Tickets für den Bus können beim Fahrer gekauft werden, für die Straßenbahn am Automaten am Bahnsteig. Wie auch in vielen deutschen Städten, müssen die Tickets im Bus, bzw. bei Straßenbahnen vor Fahrtantritt am Bahnsteig, entwertet werden. Alle Straßenbahnen sowie viele Busse sind behindertengerecht konstruiert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen[Bearbeiten]

  • Die Khathedrale Notre Dame am Place notre-dame ist die Bischofskirche des Bistums Grenoble-Vienne. Die erste Erwähnung des Romanischen Baus stammt aus dem Jahre 902, sie wurde jedoch in der Renaissance und dem 19. Jhd stark überprägt. Der Eintritt ist frei.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Die [www.bastille-grenoble.fr Bastille] ist die Befestigungsanlage am Hang der umgebenen Gebirgsketten. Dort gibt es einige Einrichtungen, die Eintritt kosten und Öffnungszeiten haben und andere nicht. Mehr dazu hier.

Museen[Bearbeiten]

  • Das [www.musee-archeologique-grenoble.fr Musée Archeologique Grenoble – Saint Laurent] am Place Saint – Laurent (Tel.: 04 7603 15 25) hat täglich 10:00 - 18:00 geöffnet und der Eintritt ist frei. In diesem Museum wird die Fundstelle Saint-Laurent vorgestellt anhand derer sich die fast 2000 Jahre alte Geschichte Grenobles exemplarisch dargestellt wird
  • Das Musée Dauphinois
  • Das Musée de l’Ancien Evêché
  • das Musée de la Resistance
  • Das Muséum d'histoire naturelle in der Rue Dolomieu 1 (Tel.: +33 4 76 44 05 35) hat Dienstag bis Freitag 9:15 – 12:00 und 13:30 – 13:00 und Samstag Sonntag 14:00 – 18:00 geöffnet. Es ist ein modern eingerichtetes naturhistorisches Museum in dem die Flora, Fauna und Geologie der Umgebung vorgestellt wird, das aber auch einige interessante exotische Tiere und Fossilien vorzuweisen hat.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Der place de victor Hugo liegt westlich der Altstadt an der Halltestelle Victor Hugo der Straßenbahnlienen A und B. Hier findet sich ab und zu ein Markt der um einen Springbrunnen zentriert ist.
  • Der Place de Verdune direkt gegenüber der Préfecture an der Haltestelle Verdun Préfectue der Straßenbanhlinie A ist eine sehr schöne, aber etwas leblose Gartenanlage
  • Der place de plantes befindet sich direkt neben dem Muséum d'histoire naturelle zwischen dem Boulevard Jean Pain und der Rue Dolomieu. In diesem Park wird vom Muséum d'histoire naturelle Pflanzenzuch betrieben.

Parks[Bearbeiten]

  • Der Parc Paul Mistral befindet direkt südlich der Altstadt zwischen den Hauptstraßen Boulevard Jean Pain und Boulevard Clémenceau. Im Park werden tagsüber allerlei Sportarten betrieben, er ist aber auch groß genug um eine stillere Ecke zu finden.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Les Bulles Nennen die Bewohner die Seilbahn, die direkt an der Quai Stéphane Jay neben dem Jadern de Ville am Ufer der Isère ihren Station hat und hoch zur Bastille fährt (Tel.: +33 (0)4 76 44 33 65). Die Öffnungszeiten hängen von den Jahreszeiten ab und eine Hin- und Rückfahrt kostet 8 €, es gibt aber auch andere Tarife.

Die Bastille[Bearbeiten]

Die Bastille ist im engeren Sinn nur die Festung am Ausläufer des Mont Jalla, aber im weiteren Sinn befindet sich um umkreis eine Menge sehenswertes. Ich kann hier unmöglich alles vorstellen, was sich hier entdecken lässt. Erste verteidigungsanlagen wurden hier bereits im Mittelalter errichtet. Die Anlage in seiner Heutigen Form wurde jedoch zwischen 1823 und 1848 unter Anleitung General Haxos errichtet um die Angriffe des Königreichs Sardinine abzuhalten.

  • Es führen drei Wege zur Bastille. Die erste ist eine Fahrt mit Les Bulles, die man definitiv machen sollte. Es lohnt sich aber die Strecke zu wandern. der zweite weg beginnt bei dem Jardin des Dauphins und schlängelt sich an den alten Befestigungsanlagen entlang. dieser weg kann nur zu Fuß begangen werden und wird um 17:30 geschlossen! Der Dritte weg beginnt bei Place de la Cymaise oder Der ehemaligen Kirche St. Laurnet. Bei diesen weg handelt es sich um eine Serpentine, die nicht nur zu Fuß benutzt werden kann.
  • Die Bastille selbst kann hier besucht werden.
  • das Musée des Troupes de montagne ist ein Militärhistorisches Museum direkt an der Bastille indem es um die Gebirgtruppen geht.
  • die Geologen Terrasse ist eine zu ehren der Pioniere der Alpengeologen errichtet worden. Die Terasse ist öffentlich und hier wird erklärt, wie die Grenoble umgebenden Berge entstanden.
  • die Grotte dites de Mandrin sind künstlich angelegte Höhlen nördlich der Bastille, in denen Kanonen stationiert waren. auch wenn sie nicht direkt an die Bastille anstößt gehören die Höhlen doch zur befestigungsanlag dazu. Es kostet keinen Eintritt.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • die Halle Sainte-Claire am place Sainte Claire 19 ist eine Markthalle in der man allerlei Spezialitäten aus der Umgebung Kaufen kann. Sie hat Di. bis So. 7:00 – 13:00 Uhr und Fr. & So. 15:00 – 19:00 geöffnet.
  • im Momie Folie in der rue Lafayette nr. 1 (Tel.: 04 76 51 66 22) in der Altstadt gibt es eine große Auswahl an Comics.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Solltet ihr essen gehen wollen, gilt es zu beachten, dass die meisten Restaurants und Imbisse am Nachmittag kein essen verkaufen, sondern nur gegen Mittag und am Abend. Von 14:00 bis 19:00 Uhr ist es sehr schwer Essen zu finden. In der Regel kann man dann aber in den gleichen Restaurants Kaffee und Kuchen bekommen.

  • das Fast-Food Beyrouth am Place Notre Dame 4 ist ein Libanesisches fast Food Restaurant wo man für wenig Geld gute vegetarische Gerichte bekommt.
  • das Fast-Food Multifood in der rue de Chenoise 1 ist ein sehr günstiger und guter Dönerladen.
  • das La Table Ronde am place Saint André 7 (Tel. 04 80 38 18 85) ist ein französisches Restaurant dessen Geschichte bis ins Jahr 1739 reicht.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Grenoble gibt es eine Reihe Interessanter Themenkneipen, die einen Besuch wert sind.

  • das Meltdown in der Rue Auguste Gaché 2 ist eine Themenkneipe, die sich aufs Gaming spezialisiert hat. Hier kann man von 18:00 – 2:00 Uhr trinken und zocken.
  • das Hasard in der Rue Barnave 22 ist eine Kommunistenkneipe (ob es nur der Stil ist, oder tatsächlich Überzeugung konnte ich nicht herausfinden) mit einem Geschichtenautomaten, der einem das Warten auf die Toilette erleichtert.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Weiter geht's[Bearbeiten]

Klarkommen[Bearbeiten]

Grenoble ist zwar eine sehenswerte Stadt, aber keineswegs so sehr auf Tourismus ausgelegt wie andere Städte. Die meisten Bewohner und Bewohnerinnen können nur sehr wenig Englisch. Am besten ist es natürlich Französisch zu sprechen. Ich habe in Grenoble zwei Office de Tourism (Tourismus Büros)gefunden; das erste befindet sich im Stadtzentrum in der Rue de la République 14 das Zweite befindet sich in der Bastille. Die Öffnungzeiten sind von der Saison abhängig aber in der Regel Montags bis Samstags von 9:00 bis 18:00 und Sonntags 9:00 bis 12:00 geöffnet.


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