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Gröden

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Gröden (ital: Val Gardena, ladinisch: Gherdëina) ist ein Dolomitental in Südtirol, Italien. Die drei Grödner Gemeinden St. Ulrich (1.236 m), St. Christina (1.428 m) und Wolkenstein (1.563 m) liegen ca. 8 km voneinander entfernt und bieten neben einer intakten Natur auch eine Fülle von abwechslungsreichen Angeboten rund um Kunst und Kultur. Gröden liegt auf einer Höhe zwischen 1.200 und 1.700 m, die Almen und Skipisten reichen bis auf 2.518 m und die Bergspitzen gar bis auf 3.181 m.

Orte[Bearbeiten]

  • St. Ulrich – Der Hauptort von Gröden liegt auf 1.236 m Meereshöhe und zählt 5.700 Einwohner. Eine idyllische Fußgängerzone, die alpine Landschaft, stille Wanderwege, aber auch die direkte Anbindung an die Ski- und Wandergebiete von Seiser Alm, Seceda und Raschötz kennzeichnen diesen belebten Tourismusort. Zu St. Ulrich gehören auch die drei malerischen Ortschaften Pufels (1.481 m), St. Jakob (1.433 m) und Runggaditsch (am Taleingang des Grödnertales gelegen).
  • St. Christina – Der Ort liegt auf 1.428 m in der geografischen Mitte Grödens und ist idealer Ausgangspunkt für spannende Skiabfahrten im Winter und abwechslungsreiche Wanderungen im Sommer. Die umliegenden Berge von Monte Pana, Col Raiser und Seceda bieten eine Vielfalt an Möglichkeiten die Dolomiten ganz aus der Nähe zu erleben und zu "erwandern".
  • Wolkenstein – Umgeben von den imposanten Bergen Langkofel, Cir und Sellagruppe liegt Wolkenstein auf 1.563 m, eingebettet in die traumhafte Landschaft der Dolomiten. Im Sommer idealer Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen, im Winter direkt an die Sella Ronda angeschlossen und daher für jeden Wintersportler ein Begriff.

Hintergrund[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

In Gröden ist das Klima mild, im Sommer aber nie heiß. Der Winter hingegen ist schneereich und durch kalte, meist sonnige Tage gekennzeichnet.

Sprache[Bearbeiten]

In Gröden wird neben deutsch und italienisch auch ladinisch gesprochen. Diese alte Sprache entstand aus der Fusion zwischen der altkeltischen rätischen Kultur mit jener der Römer, geht also auf die Zeit der römischen Besiedlung des Alpenhauptkammes zurück. Sie weist auffallende Ähnlichkeiten mit dem Altkastilischen, dem Provenzalischen und der katalanischen Sprache auf und wird auch heute noch von der Bevölkerung gesprochen und sogar in der Schule gelehrt. Es gibt auch verschiedene Publikationen in ladinischer Sprache (Bücher und Zeitungen), außerdem werden täglich ladinische Sendungen in Radio und Fernsehen ausgestrahlt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Auto: Von Norden kommend folgt man der Strecke Innsbruck-Brenner-Klausen (Autobahnausfahrt Klausen/Gröden). Von hier erreicht man in 20 Minuten St. Ulrich und wenige Kilometer weiter St. Christina und Wolkenstein.

Mit der Bahn: Die nächsten Bahnhöfe liegen in Brixen, Klausen und Bozen, wo Intercity- und Eurocity-Züge halten (Zugfahrpläne unter www.trenitalia.com). Von dort kommt man mit dem Bus oder dem Taxi nach Gröden (für Busfahrpläne siehe www.sii.bz.it).

Mit dem Flugzeug: Die nächsten Flughäfen liegen in Bozen, Innsbruck und Verona. Low cost transfer von Verona, Bergamo und Innsbruck direkt nach Gröden. www.flytovalgardena.com

Mobilität[Bearbeiten]

Winter: Gherdëina Ski Express von St. Ulrich nach Wolkenstein und zurück sowie Dorf-Skibusse in den drei Ortschaften Wolkenstein, St. Christina und St. Ulrich. Sommer: Die Mobilitätskarte Valgardena Card gilt von Mitte Juni bis Anfang Oktober und ermöglicht es 6 Tage lang das gesamte Grödnertal zu besuchen ohne das Auto zu benützen. Die Valgardena Card ermöglicht neben der Benutzung aller Aufstiegsanlagen in Gröden, die im Sommer in Betrieb sind, auch die Benutzung der Linienbusse von Gröden bis zu den umliegenden Pässen. Auch der Sellaronda-Bus ist im Angebot inbegriffen. Mobilcard - Urlaub 360°: Mit der Mobilcard können alle Verkehrsmittel des Südtiroler Verkehrsverbundes benutzt werden. Beim Kauf der Valgardena Card ist diese kostenlos. Nähere Infos unter www.mobilcard.info

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten]

  • St. Jakobskirche oberhalb von St. Ulrich: Der Überlieferung nach die älteste Kirche des Tales, geweiht dem Hl. Jakob (Beschützer der Wanderer und Pilger).
  • Die Pfarrkirche "Maria Hilf" in Wolkenstein: Das neugotische Langschiff aus dem 19. Jh. wurde 1988 abgerissen und durch einen modernen Bau ersetzt. Aus dem Jahre 1670 blieb der Altarraum mit dem Gnadenbild von Lucas Cranach am Hauptaltar bestehen.
  • Silvesterkapelle im Langental (Wolkenstein): In der dem Schutzpatron des Viehs geweihten Kapelle wurden 1993 bei Restaurierungsarbeiten über 300 Jahre alte Fresken entdeckt, die die Lebensgeschichte Jesu darstellen.
  • Pfarrkirche in St. Christina: Glockenturm und Dachansatz stammen aus der romanischen Zeit, aus der gotischen Zeit hingegen stammt der Chorraum, dem im 16. Jh. ein polygonales Beinhaus angefügt wurde.
  • Pfarrkirche in St. Ulrich: stammt aus dem späten Barock und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch zwei Seitenschiffe erweitert. Beachtenswert in dieser Kirche sind die mit schönen Schnitzereien verzierten Kirchenstühle.
  • Antoniuskirchlein in St. Ulrich: Dieses wurde 1673 erbaut und steht am Hauptplatz von St. Ulrich. Beachtenswert ist hier das Altarbild des Heiligen Antonius von Padua, das vom Schweizer Künstler Melchior Paul von Deschwanden im Nazarener-Stil gemalt wurde.

Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

  • Fischburg: Die liegt an der Grenze zwischen St. Christina und Wolkenstein und wurde zwischen 1622 und 1641 von Engelhard Dietrich von Wolkenstein-Trostburg im Stil der Renaissance erbaut. Seit 1926 ist sie in Besitz der Familie des Barons Franchetti und daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
  • Die Burgruine Wolkenstein hängt wie ein Adlerhorst in der Stevia-Wand in Wolkenstein. Die Burg wurde im frühen 13. Jh. erbaut, ist dann aber schon 1525 eingestürzt und wurde danach nicht wieder aufgebaut.

Museen[Bearbeiten]

  • Museum de Gherdëina: in St. Ulrich - Einblick in die Grödner Kultur und Geschichte.

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • ART52: in St. Ulrich - die Musterschau des Grödner Kunsthandwerks
  • Dolfi Land: Holzschnitzkunst aus Südtirol in St. Ulrich. (www.dolfiland.com)

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Im Sommer wie im Winter bietet Gröden eine reiche Palette an Aktivitäten: Neben den zahlreichen Angeboten mitten in der Natur wie Skifahren, Snowboarden oder Langlaufen im Winter oder Wandern, Klettern, Mountainbiken, Reiten oder Gleitschirmfliegen im Sommer wird auch "indoor" viel geboten: Eislaufen, Billard, Bowling, Sportklettern in der Halle, Schwimmen und Tennis.


Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Gastronomie in Gröden ist so international wie ihre Gäste und verbindet italienische Tafelkultur mit kulinarischen Spezialitäten aus der Gegend. Gröden sollte man jedoch auf keinen Fall verlassen ohne zuvor die einheimischen Knödel, einen Kaiserschmarren oder einen frischgebackenen Apfelstrudel verkostet zu haben.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Ein Ausflug in die nahe gelegenen Städte Brixen, Bozen oder Meran bringt einen zusätzlichen Einblick in die Südtiroler Geschichte und Kultur.

Klarkommen[Bearbeiten]

  • Val Gardena/Gröden Marketing (Val Gardena/Gröden Marketing), +39 0471 777777 (, fax: +39 0471 792235), [1].  edit






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