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Glasgow

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Glasgow
Glasgow Panorama
Lage
Lage von Glasgow
Glasgow
Glasgow
Kurzdaten
Bevölkerung: 599.000
Metropolregion: 2,85 Mio.
Koordinaten: 55° 51' 43" N, 4° 15' 14" W 




Glasgow ist die größte Stadt in Schottland und wird oft als der Antipol zum östlich gelegenen Edinburgh angesehen.


Hintergrund[Bearbeiten]

Glasgow hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die ihre Spuren hinterlassen hat. Durch seine Lage am schiffbaren Teil des Flusses Clyde wurde Glasgow, die Second City of the Empire, durch den Schiffbau und den Handel mit der neuen Welt geprägt. Die Merchant City, das Stadtviertel der Tabakbarone, zeigt noch heute das aus der Neuen Welt übernommene Schachbrettmuster. Während der Weltkriege war Glasgow eine verrauchte Millionenstadt mit einer großen Konzentration an Schwerindustrie. Mit dem Niedergang der Schwerindustrie sank die Einwohnerzahl. In den 1990er Jahren fanden umfangreiche Stadterneuerungsarbeiten statt, so dass viele Teile der Innenstadt nun in neuem Glanz erstrahlen. 1990 wurde Glasgow zur European City of Culture, 1999 als UK City of Architecture and Design und 2003 als European City of Sport gewählt. In dieser Stadt voller Kontraste ist es jedoch ein Leichtes, auch Stellen zu finden, an denen diese Erneuerung spurlos vorrüber ging.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Glasgow verfügt über zwei internationale Verkehrsflughäfen:

Glasgow International Airport (GLA)[Bearbeiten]

Glasgow International ist der größere der beiden Flughäfen im Großraum Glasgow und der zweitgrößte Schottlands. Er liegt etwa 10 km südwestlich des Stadtzentrums. Folgende Fluggesellschaften fliegen Glasgow International aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:

  • easyJet aus Berlin-Schönefeld
  • Flybe aus Salzburg (saisonal)
  • Thomson Airways aus Salzburg (saisonal)

Ein regelmäßiger Flughafenbus (Linie 905 und 950) verbindet diesen u.a. mit der Buchanan Bus Station im Zentrum der Stadt.

Glasgow Prestwick Airport (PIK)[Bearbeiten]

Glasgow-Prestwick liegt etwa 56 km südlich von Glasgow und wird in erster Linie von Billigfluggesellschaften genutzt. Aus dem deutschsprachigen Raum wird Prestwick derzeit nicht angeflogen. Der Flughafen verfügt über eine direkte, in der Regel halbstündlich verkehrende Bahnverbindung mit Glasgow Central Station.

Eine Alternative zu Direktflügen nach Glasgow ist der Edinburgh Airport (EDI), der größte Flughafen Schottlands etwa 60 km östlich von Glasgow bei Edinburgh. Er wird unter anderem von Lufthansa direkt angeflogen. Es besteht eine regelmäßige Busverbindung (Airlink100, ca. 15-Minuten-Takt, Fahrzeit etwa 30 Minuten) zum Bahnhof Edinburgh Waverley, von wo man weiter nach Glasgow gelangen kann (z.B. mit First ScotRail in etwa 50 Minuten, ca. 30-Minuten-Takt) sowie eine unregelmäßige direkte Busverbindung nach Glasgow.

Bahn[Bearbeiten]

Glasgows Central Station bildet das nördliche Ende der West Coast Main Line, auf der Virgin Trains regelmäßig zwischen London und Glasgow verkehrt. Die meisten Verbindungen von und zu anderen Teilen Schottlands verkehren ab Glasgows Queen Street Station.

Von Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz aus ist Glasgow mit der Bahn zu erreichen. Die Reisezeit von Amsterdam, Köln und Aachen beträgt 10-11 Stunden mit Umstieg in Brüssel und London. Die Hochgeschwindigkeitszüge Thalys, Eurostar sowie National Express sind mit Vorlaufzeit zu angemessenen Preisen online [1] [2] [3] buchbar. Im günstigen Fall kann man mit einem Fahrpreis von ca. 65 EUR für die gesamte einfache Fahrt rechnen.

Von Zürich und Stuttgart bestehen Reiseketten mit Umstieg in Paris und London, deren Distanz nach der Verbesserung des Hochgeschwindigkeitsangebots in ca. 13 Stunden zurückzulegen ist. Auch hier kann mit Vorbuchung für den TGV Zürich-Paris ein günstiger Preis erreicht werden [4].

Bus[Bearbeiten]

Großbritannien verfügt über ein weitläufiges und meist sehr preisgünstiges Busfernverkehrsnetzwerk. Fernbusse aus allen größeren Städten Großbritanniens fahren zur Buchanan Bus Station im Stadtzentrum.

Auto[Bearbeiten]

Die Anreise per Auto setzt in den meisten Fällen eine Fährverbindung voraus (siehe unten). Aus England erreicht man Glasgow in der Regel über die Autobahn M6, die hinter der schottischen Grenze zur M77 wird. Edinburgh und Glasgow sind durch die M8 miteinander verbunden.

Schiff[Bearbeiten]

Übernacht-Autofähren vom europäischen Kontinent verkehren zwischen Rosyth bei Edinburgh und dem belgischen Seebrügge sowie dem nordenglischen Newcastle und dem niederländischen IJmuiden bei Amsterdam.

Mobilität[Bearbeiten]

Glasgow-Subway

Glasgow besitzt eine einzige, ringförmige U-Bahn-Linie, die das Stadtzentrum mit dem Westend, sowie einigen Teilen der South-Side verbindet. Achtung, der U-Bahn-Betrieb endet früh! Insbesondere schließt die U-Bahn bevor die Pubs schließen und am Sonntag sogar schon um 18:00 Uhr.

Darüber hinaus besitzt Glasgow ein umfangreiches, aber eher undurchschaubares Bus-Netz. Ist man mit mehreren unterwegs, ist eines der zahlreichen Taxis oft günstiger. Die schwarzen Taxis sind frei, wenn das gelbe Licht auf dem Dach leuchtet und werden durch Heben des Arms gerufen.

In vielen Fällen wird man jedoch am besten zu Fuß unterwegs sein, da die meisten Distanzen in der Innenstadt recht gering ausfallen. Eine sehr nützliche Seite für die Erkundung Glasgows zu Fuß ist walkit.com. Dort einfach Standpunkt und Ziel eingeben und es wird einem mit Karte erklärt, wie man in welcher Zeit am Ziel ankommt! Weiter außen liegende Stadtteile erreicht man am schnellsten mit der Bahn.

Eine Übersicht über die verschiedenen Verkehrsmittel bietet der Strathclyde Partnership for Transport.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Glasgow hat insbesondere viel interessante Architektur zu bieten. Ein interessanter Mix aus historischen und modernen Gebäude prägt das Bild der Innenstadt.

St. Mungo Cathedral

Kirchen[Bearbeiten]

Die St. Mungo Cathedral ist die größte und wohl auch älteste Kirche Glasgows. Sie liegt, zusammen mit dem Museum of Religious Life & Art und der Necropolis im Nordosten des Stadtzentrums. Die Nekropolis ist ein Friedhof, dessen Grabmäler den vergangen Reichtum Glasgower Tabakhändler belegen. Der Reformator John Knox überblickt von seiner Säule am Hochpunkt der Necropolis aus den Innenstadtbereich.

Glasgow wartet noch mit einer Vielzahl weiterer großer und kleiner Kirchen auf. So viele, dass einige von ihnen bereits umgenutzt wurden, beispielsweise als Kletterzentrum (Ibrox), als Veranstaltungsort (St. Andrews Square oder Óran Mór) oder gar als trendiges Restaurant und Bar (Westend).

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Anders als Edinburgh blieb Glasgow weitgehend von Adeligen verschont, so dass man hier keine Schlösser oder Burgen antrifft. Die Glasgow City Chamber mit ihrem prunkvollen Marmorinneren diente aber zumindest im Film schon als Palastkulisse, beispielsweise als russischer Zarenpalast.

Bauwerke[Bearbeiten]

Glasgow verfügt über sehr viele schöne Gebäude, modern wie alt. Häufigste Baustoffe sind roter und gelber Sandstein, der lokal abgebaut wird und oft kunstvoll behauen ist. Der Sandstein verleiht der Stadt trotz des vorherrschenden Regenwetters ein sehr warmes Aussehen, vor allem im Kontrast zu den dunklen Glasfassaden der Bürotürme.

Der an sich schachbrettartige Innenstadtbereich ist so angelegt, dass man am Ende der meisten Straßen jeweils auf ein imposantes Gebäude blickt. Dies gilt insbesondere für die Merchant City, wo sich Prestige-Adressen mit verfallenen Gebäuden und Baulücken abwechseln. Mit dem Glasgow Millenium Project versucht die Stadt Glasgow wieder Leben in das imposante Stadtviertel zu bringen. Ein bekanntes Luxus-Warenhaus hat sich bereits einen Block gesichert.

  • Die Glasgow City Chamber am George Square belegt den Reichtum Glasgows als ehemalige Handelsstadt. Hier trifft sich noch immer die Stadtversammlung.
  • Das Lighthouse in einer Seitengasse der Buchanan Street zeigt Ausstellungen zum Thema Architektur in modernem Ambiente.
  • Die Glasgow School of Art ist standesgemäß in einem Art Noveau Gebäude untergebracht, das der Architekt und Designer Charles Rennie Mackintosh gestaltet hat. Regelmäßige Führungen werden angeboten. Noch mehr Mackintosh kann man beim Tee und Kuchen in den Willow Tea Rooms in der Sauchiehall Street und Buchanan Street bewundern. Der Besuch lohnt sich allemal, da das Interieur originalgetreu den Plänen des berühmtesten Glaswegian Architekten nachempfunden ist. Der Andrang kann in der Touristensaison jedoch recht groß sein.
  • Nicht weit der Kunsthochschule befindet sich auch das Tenement House, ein typisches Glasgower Mietshaus, das weitgehend in seinem Originalzustand erhalten wurde und nun als Museum dient. Anders als in den USA, in denen Tennements eher ein Zeichen von Armut sind, werden die viktorianschen und elisabethanischen Tennements in Glasgow, insbesondere im Westend, gepflegt und sind als Wohnstätten sehr beliebt.
  • Die alteingesessene University of Glasgow besitzt ein nicht minder altes, imposantes Gebäude, das sich auf der Spitze des Gilmorehill hoch über das Westened erhebt.
  • Direkt am River Clyde liegen sich die ultra-modernen Scottish Exhibition and Conference Centre und das Science Centre gegenüber. Die größte Halle des SECC ist ein verkleinerter Nachbau des Sydney Opernhauses und wird oft als Armadillo (Gürteltier) bezeichnet.

Denkmäler[Bearbeiten]

Heroische Denkmäler als solche passen nicht besonders ins raue und bewegte Glasgower Stadtbild. Auf einigen Plätzen und in den Parks finden sich zwar die üblichen Standbilder schottischer Persönlichkeiten, diese üben aber keine Anziehungskraft aus. Die neueste Errungenschaft in dieser Beziehung ist eine Statue des kürzlich verstorbenen ersten schottischen Premierministers Donald Dewar. Trotz allgemeiner Hochachtung vor dem Vater der schottischen Unabhängigkeit wurde die Statue vor dem Buchanan Shopping Centre schon mehrfach beschädigt.

Museen[Bearbeiten]

Die Stadt Glasgow unterhält eine Vielzahl von attraktiven Museen, deren Eintritt kostenlos ist. Auch Fotografieren ist überall erlaubt, muffige Museumsluft sucht man vergebens. So bieten sich viele dieser Museen auch für einen Kurzbesuch auf dem Weg an, anstatt in einen Kunstmarathon zu verfallen, bei dem kein Exponat verpasst werden darf. Museen sind in Glasgow beliebte Ziele für Familienausflüge, besonders am Wochenende kann es schon recht voll werden.

  • Die Gallery of Modern Art auf dem Royal Exchange Square zeigt eine Dauerausstellung sowie Zusatzausstellungen zu wechselnden Themen moderner Kunstwerke. In der GOMA werden ausschließlich Kunstwerke noch lebender Künstler ausgestellt.
  • Das Museum of Religious Life & Art in der Castle Street zeigt Kunstwerke und Artefakte von religiöser Bedeutung. Von Aborigine Kunst bis zu Kruzifixen sind alle erdenklichen Religionen vertreten. Das Museum fühlt sich dem Dialog zwischen den Religionen verpflichtet, was zu einer sehr ausgewogenen Darstellung der Weltreligionen führt. Der einzige permanente Zen-Steingarten Großbritanniens hinter dem Museum lädt zur Kontemplation ein.
  • Das Hunterian Museum und die zugehörige Art Gallery zeigt auf dem Gelände der University of Glasgow eine umfangreiche Sammlung von Kunstwerken. Der Schwerpunkt liegt auf Gemälden der vergangenen zwei Jahrhunderte und Künstlern aus oder mit Bezug zu Schottland: So findet sich hier eine der größten Sammlungen des Malers James McNeill Whistler sowie das rekonstruierte Wohnhaus von Charles Rennie Mackintosh.
  • Das Kelvingrove Museum and Art Gallery im Kelvingrove Park ist eine ungewöhnliche Verbindung von naturhistorischem Museum, Gemäldegalerie und thematischen Wechselausstellungen. Seit Juli 2006 ist es nach dreijähriger Umbauzeit wieder geöffnet. Die Ausstellungsfläche wurde um ein Drittel vergrößert und die Museumspädagogik von Grund auf neu gestaltet - es ist ein richtiger Mitmachmuseum zum Erkunden und Interagieren geworden.
  • Das Museum of Transport weist eine umfangreiche Sammlung von Verkehrsmitteln auf. Erwartungsgemäß gibt es eine Vielzahl von Oldtimern, aber auch andere Exponate, wie z.B. U-Bahnwagen werden gezeigt.
  • Eine bekannte Sammlung von Kunstwerken und Artefakten aus aller Welt wird in der Burrell Collection im Pollok Country Park im Süden der Stadt gezeigt. Der Sammler auf den dieses Museum zurückgeht, Burrel, hat zu seiner Lebzeit jede Woche im Schnitt zwei Kunstwerke gekauft - es gibt also genug Austellungsstücke zu bewundern. u.a. einen von Rodins "Denkern".
  • Ebenfalls im Pollok Country Park (zehn Minuten Fußweg von der Burrell Collection) liegt das Pollok House, eine beeindruckende Villa aus dem 18. Jahrhundert, in der eine qualitätsvolle Sammlung alter Meister in einem aristokratischen Ambiente ausgestellt ist. Beide Sammlungen sind mit dem Vorortzug, Station Pollockshaws West, und einem Spaziergang durch den Park erreichbar.
  • Im Peoples Palace im Glasgow Green wird die Geschichte des einfachen Volkes in Glasgow dokumentiert.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Der George Square ist der zentrale Platz vor dem Rathaus. Für viele Reisende ist er außerdem der Startpunkt, weil an ihm sowohl die Queen Street Station liegt und auch der Flughafenbus hält. Er besticht insbesondere durch seinen roten Asphalt und seine Statuen. Bei gutem Wetter verbringen hier viele Glaswegians ihre Mittagspause. Auch für einige Veranstaltungen wird der Platz regelmässig genutzt.

Etwa 200m südlich gelangt zum Royal Exchange Place mit der Gallery of Modern Art. Der Platz umfasst mehrere Cafés Kneipen und Nachtclubs. Von hier gelangt man auch zur Buchanan Street, die zusammen mit der Sauchiehall Street im Norden und der Argyle Street im Süden die z-förmige Fußgängerzone Glasgows darstellen.

Kibble Palace, Botanical Garden

Im Glasgower Westend ziehen den Besucher eher die kleiner Gassen als große Plätze an. Startpunkt ist in der Regel Byres Road, die vom Botanischen Garten zum Partick Cross führt und an dem auch die U-Bahn-Station Hillhead liegt. Von dort gelangt man beispielsweise in die Ashton Lane, in der sich Einheimische und Touristen beim Bier treffen.

Parks[Bearbeiten]

Der größte Park Glasgows ist das Glasgow Green im Südosten der Innenstadt. Der Park zieht sich von der Merchant City über mehrere Kilometer entlang des River Clyde nach Osten. In ihm liegen der Peoples Palace, sowie einige Denkmäler. Im Norden kann man Templetons Factory bewundern, der Beweis, dass auch eine Arbeitsstätte kunstvoll verziert sein darf.

Landschaftlich deutlich schöner ist jedoch der Kelvingrove Park, der zwischen Innenstadt und Westend gelegen ist. Quer durch ihn fließt der River Kelvin. Bei schönem Wetter ist der Park sehr gut besucht, insbesondere auch von Studenten der nahegelegenen Glasgow University. Nachts sollte er freilich gemieden werden.

Etwas weiter im Nordwesten liegt der Botanical Garden. Zwischen 2003 und 2006 sind die Gewächshäuser für 6.3 Mill. GBP umfangreichen Renovierungsmaßnahmen unterzogen worden. Insbesondere der imposante Kibble Palace, der die nationale Farnsammlung beherbergt, erstrahlt wieder in neuem Glanz. Der botanische Garten zieht Touristen wie Einheimische gleichermaßen an. Im Sommer sind auch die Grünflächen eng belegt. Während des Westend Festivals dient der Botanical Garden auch als Bühne für Open Air Konzerte und Theater-Aufführungen.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Eher für jüngere Besucher eignet sich das Glasgow Science Centre, in dem wissenschaftlich-technische Zusammenhänge anschaulich demonstriert werden. Es liegt zusammen mit dem 3D-Kino IMAX und dem Glasgow Tower am River Clyde. Der Glasgow Tower ist das höchste frei drehbare Gebäude der Welt, leidet jedoch an der Glasgow-typischen Macke, das sein Fundament sprichwörtlich in den Sand gesetzt wurde und nun langsam versinkt.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Bei Tag lockt ein Spaziergang durch das ehemalige Händlerviertel Merchant City im Südosten der Innenstadt. Hier sieht man den Reichtum der Tabakhändler im direkten Kontrast zum Verfall des postindustriellen Glasgows. Alternativ kann man auch einen der Sightseeing-Busse nehmen, die beispielsweise vom George Square abfahren. Kunstliebhaber werden insbesondere den Spuren Mackintoshs und seiner Art Noveau nachspüren wollen, z.B. in der Glasgow School of Art, den Willow Tea Rooms oder dem House for an Art Lover.

Der SPT bietet eine Hand voll selbstorganisierter Touren ins Umland von Glasgow an, z.B. zu den Clyde-Fällen stromaufwärts, Gärten auf der Halbinsel Cowal oder zum Schloß auf der Isle of Arran. Die Preise enthalten Tickets für alle benötigten öffentlichen Verkehrsmittel und Eintrittskarten zu den jeweiligen Besucherattraktionen und können an allen bemannten Ticketschaltern erworben werden.

Bei Nacht erwacht ein anderes Glasgow. Die Zahl der Restaurants, Pubs, Theater und Nachtclubs dürfte die meisten Besucher erschlagen. Aber für viele Glaswegians ist das Ausgehen zum Wochenende Hobby und Freizeitgestaltung Nummer Eins. Ein Abend bestehend aus Theaterbesuch, Essen & Trinken und anschließendem Nachtklub dauert leicht von 17 bis 4 Uhr morgens und kann ein knappes Reisebudget erheblich belasten.

Für Kontinentaleuropäer etwas gewöhnungsbedürftig sind die relativ harten Grenzen: Um Punkt Mitternacht wird man aus den diversen Pubs gejagt und findet sich etwa eine halbe Stunde später in einem Nachtklub wieder zusammen. Dasselbe Spiel wiederholt sich um 3 Uhr nachts, wenn die Klubs schließen und sich alle verkatert auf den Heimweg oder ins nächste Fish&Chips-Restaurant aufmachen. Die schottische Landesregierung versucht gegenwärtig, das damit verbundene Kampftrinken zu entschärfen und hat die entsprechenden Gesetzes-Regelungen gelockert.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Buchanan Galleries

Glasgow ist, nach London, die zweitbeste Stadt zum Einkaufen in Großbritannien. Die Haupteinkaufsgegend folgt dem z-förmigen Verlauf von Sauchiehall Street, Buchanan Street und Argyle Street. Entlang diesen findet man auch die drei größten Shopping-Center, die Buchanan Galleries, den noblen Princess Square und den modernen Glasbau des St. Enoch Centre. Sowohl entlang dieser Straßen als auch in den Einkaufszentren finden sich zumeist Filialen immer der selben Ketten. In der Argyle Arcade zwischen Buchanan Street und Argyle Street findet man Schmuck und Uhren bis zum Abwinken.

Folgt man der Argyle Street weiter nach Osten Richtung Glasgow Cross, ändert sich das Bild. Entlang des Trongates werden die Läden kleiner und billiger. Etwa 500 m östlich vom Glasgow Cross am Gallowgate erreicht man schließlich den Barras Market, einen am Wochenende geöffneten Trödelmarkt. Von verramschten Antiquitäten über raubkopierte DVDs und kitschige Touristenartikel bis zu unverzollten Zigaretten bekommt man hier alles. Die Qualität der teils auf mobilen Ständen und teils in festen Läden verkauften Waren ist eher zweifelhaft, aber das Einkaufen ist hier auf jeden Fall interessant.

Das andere Extrem findet man im Italien Centre an der John Street. Hier verkaufen bekannte italienische Nobelmarken ihre Klamotten. Wer dafür nicht das nötige Kleingeld hat, kann im Innenhof oder auf der kurzen Fußgängerzone davor an einem Cappuccino nippen, bevorzugt unter einer italienischen Designer-Sonnenbrille.

Im Westend wird man dagegen eher in Richtung Kunsthandwerk fündig. Auf und abseits der Byres Road liegen die meisten Geschäfte.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Glasgow bietet dem Besucher eine Vielzahl interessanter Restaurants. Das Preisniveau liegt landestypisch deutlich über dem, was in Deutschland bezahlt wird. In fast allen Restaurants sollte man reservieren, insbesondere am Wochenende. Bessere Restaurants verweisen einen ohne Reservierung oft selbst dann der Tür, wenn noch Tische frei sind. Das Reservieren gehört hier ebenso wie das Anweisen der Plätze zur Esskultur.

Das Web-Portal 5PM bietet eine Übersicht über sehr viele Restaurant in Glasgow. Die meisten Restaurants bieten spezielle Sonderangebote an, die man hier online buchen kann. Der Name leitet sich aus der Uhrzeit ab, zu der man oft günstigeres Essen, sogenannte Pre-Theatre Dinners bekommt.

Günstig[Bearbeiten]

  • Verhältnismäßig günstiges Essen bieten fast alle Pubs. Dort kann man Burger und ähnliche Speisen meist knapp unterhalb der Fünf-Pfund-Grenze erwerben. Etwas teurer, dafür aber auch sehr viel besser und umfangreicher wird man in der irischen Bar McChuills in der High Street bedient. Die bodenständige Küche bietet sich insbesondere für einen ausgedehnten Sonntags-Brunch an. Aber Achtung, die Kneipe ist ein bekanntes Fanlokal des Celtic FC und während und nach deren Spielen randvoll.
  • Etwas günstiger sind die stadtweit vertretenen Fish&Chip Shops, in denen man panierten und frittierten Fisch auf fettigen Pommes Frittes bekommt. Generell gilt, das hier alles verkauft wird, was sich frittieren läßt, und alles frittiert wird, was sich verkaufen läßt. Deep fried Mars bars (frittierte Mars / Schoko-Riegel) werden aber eher von wagemutigen Studenten und Touristen bestellt als von Einheimischen.
  • Wer es noch billiger will, kann sich in eine der Kantinen des Glasgows College of Food Technology in der Cathedral Street wagen. Die verschiedenen Einrichtungen dienen zumindest teilweise dem Lehrbetrieb, sind aber öffentlich zugänglich und sehr billig.

Mittel[Bearbeiten]

  • Pub-Food der oberen Preisklasse isst man im Babbity Bowster. Der in der Blackfriar Street gelegene Pub ist klein aber fein und umfasst auch ein richtiges Restaurant im Obergeschoss, einen kleinen Biergarten sowie einige Gästezimmer. Oben wie unten wird gutes schottisch-französisches Essen serviert. Die Portionen unten sind leider recht klein und die des Restaurants recht teuer. Dafür kann man bei gutem Wetter kostenlos Boule spielen.
  • Gumbo in der Ingram Street bietet allerlei Scharfes zu bekömmlichen Preisen.
  • Das Big Blue an der Kelvin Bridge ist ein italinisches Restaurant. Insbesondere die Pizzen sind sehr empfehlenswert. Auch das rustikale Kellerambiente mit Ausblick auf den Kelvin stimmt.
  • Ingram Wynd beschreibt sich zwar selbst als "Restaurant-Bistro", serviert allerdings wunderbares Essen! Vor allen Dingen der smoked salmon und Schottlands Nationalgericht Haggis (gefüllter Schafsmagen) sind hier besonders zu empfehlen!
  • Das "Cail Bruich" in der Great Western Road nahe Byres Road ist ein Restaurant mit neuer schottischer Küche. Hier wird raffiniert gekocht. Spannend zubereitetes Gemüse gibt es neben Fleisch und Fisch als Vorspeisen und Hauptgang.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Two Fat Ladies ist ein Fischrestaurant nahe des Partick Cross an der Dumbarton Road. Der Name leitet sich weder von fetten Besitzerinnen noch Köchinnen ab, sondern aus der Hausnummer '88' und deren zugehörigem Bingo-Ruf.
  • Die Bothy bietet schottisches Fusion Food der Oberklasse zu entsprechenden Preisen. Das Restaurant liegt in der engen Ruthven Lane nahe der Hillhead U-Bahn-Station.

Ausgehen[Bearbeiten]

Glasgow rangiert regelmässig auf einem der Top-Plätze Großbritanniens, was das Nachtleben angeht. Insbesondere bei Studenten ist die Stadt daher sehr beliebt, so dass man diese recht zahlreich in Pubs und Clubs antreffen kann. Über 50 Nachtklubs buhlen um die zahlreiche Kundschaft, viele der größeren an 7 Tagen (oder besser Nächten) der Woche. Wer Schlangen und überhöhte Preise vermeiden will, kann also bedenkenlos am Sonntag oder Montag ausgehen, ohne alleine an der Bar zu stehen.

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

  • Für Cineasten dürften vor allem das Glasgow Film Theatre (GFT) in der Rose Street im Zentrum und das Grosvenor Cinema in der Ashton Lane im Westend interessant sein. Ersteres zeigt überwiegend unabhängige Produktionen, viele davon aus Europa und im Originalton mit Untertiteln. In letzerem kann man sich aus dem Ledersessel oder -sofa aus eine Mischung aus Programm- und kommerziellen Filmen ansehen.
  • Theaterfreunde haben die Auswahl zwischen vielen kleinen bis mittelgrossen Bühnen, zumeist im Innenstadtbereich. Anspruch und Programm schwanken erheblich. Bekannt sind zum Bespiel das Tron Theatre am Trongate und das Citizen Theatre im Stadtteil Gorbals südlich des Clyde.
  • Klassische Musik gibt es vor allem in der Glasgow Royal Concert Hall, dort spielt unter anderem das Royal Scottish National Orchestra.
  • Rock-, Pop-, Elektro-, Metal- und andere moderne Musik gibt's eher in King Tuts Wah Wah Hut in der St Vincent Street.

Pubs[Bearbeiten]

  • Im Uisghe Beatha in der Woodlands Road nördlich des Kelvingrove Park wird zünftig im Schottenrock bedient ohne dass man das Gefühl bekommt in einer Touristenfalle zu sitzen. Der Name ist der gälische Ausdruck für 'Wasser des Lebens' also Whisky. Aber auch Ale-Freunde kommen hier voll auf ihre Kosten.
  • Noch weiter im Westen, am oberen Ende des Partick Hill liegt Cottier's Theatre, eine zum Theather-Restaurant-Pub umgebaute Kirche. Bei schönem Wetter kann man draußen sitzen und den Blick hinab zum River Clyde genießen.
  • In der Innenstadt sind die meisten Kneipen in der Merchant City zu finden. Hier findet jeder etwas nach seinem Geschmack, z.B. in dem gediegenem und oben beschriebenen Babitty Bowster' oder im etwas rauheren McChuills.
  • In der Sauchiehall Street befindet sich das besonders beim jüngeren Publikum sehr beliebte Nice'n'Sleazy, in dem auch regelmässig im hauseigenen Konzertkeller für musikalische Live-Beschallung inklusiver Bombenstimmung gesorgt ist.
  • Das Corinthian in der Ingram Street eignet sich insbesondere für einen späten Drink: Die Piano Bar im vorderen Teil hat eine Club-Lizenz und darf daher bis 3 Uhr nachts Alkohol ausschenken. Der Eintritt ist frei, erfordert jedoch eine gepflegte Garderobe, insbesondere am Wochenende. Vor Mitternacht kann man in der großen Hauptbar gemütlich am Kamin sitzen.

Clubs[Bearbeiten]

  • Der mit Abstand bekannteste Studenten-Nachtclub Glasgows ist die Garage in der Sauchiehall Street. Der sich wiederholende Mix aus Pop-Hits und Evergreens wird keinen Musikliebhaber überzeugen, dennoch herrscht hier immer gute Stimmung. Selbst etablierte Szene-Magazine schreiben, dass an der Garage kein Weg vorbeiführt, und sei es nur zum Abgewöhnen.
  • Etwas rockiger geht es im Cathouse in der Union Street zu. Obwohl die Musik nach deutschen Standards eher soft ist, kommt man sich ohne schwarze Lederjacke hier sehr blöd vor.
  • In den Arches unter der Central Station unterscheiden sich Angebot, Preis und Kundschaft von Nacht zu Nacht. Am Wochenende finden sich hier die eher besser bekleidete Clubber ein.
  • Hat man den Abend in Ashton Lane verbracht bietet sich ein Besuch von "Hive" an. Der Club wird vor allem von (jungen) Studenten besucht und wenn es voll ist kommt man ohne Studentenausweis auch gar nicht rein. Betrieben wird der Club von der Glasgow University Student Union.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Bei der Wahl der Unterkunft sollte man bedenken, dass es nachts unter Umständen schwierig (oder teuer) sein kann in außengelegene Stadtteile zu kommen, da die meisten öffentlichen Verkehrsmittel spätestens um Mitternacht den Betrieb einstellen. Dafür wird man dort eher eine ruhige Nacht verbringen als im recht nachtaktiven Stadtzentrum.

Günstig[Bearbeiten]

  • In der Nähe der Central Station und direkt am Clyde liegt das Euro Hostel. Das ehemalige Studentenhochhaus versprüht keinen Charme. Die Zimmer sind dreckig, die Sanitäranlagen auf einem sehr niedrigen Standard (Die Dusche besteht aus einem Schlauch in der Wand ohne Mischbatterie, in einigen Zimmern fehlte die Klobrille). Zum Frühstück gab es lediglich Toastbrot mit Marmelade oder Butter (mit entsprechend langer Schlange vor dem Röstapparat) und wenig schmackhaftes Cornflakes. Der Aufenthaltsraum ist recht bequem mit Couches und Großbildfernsehen ausgestattet. Zum Hostel gehört auch ein Club bzw. Bar, die allerdings überwiegend von jüngeren Einheimischen genutzt wird. Trotz allen Nachteilen liegt das Hostel aber sehr zentral und bietet Betten ab ca. £14. Der Hauptbahnhof ist in 5 Minuten per Fuß erreichbar, das Einkaufsgebiet ebenfalls.
  • Alternativ dazu bietet das Blue Sky Hostel in der Berkeley Street in unmittelbarer Nähe zur Mitchell Library günstige Übernachtungsmöglichkeiten in zwar spartanischem, aber dennoch sauberen und gemütlich-familiären Wohnzimmerambiente für den kleinen Geldbeutel. Von hier aus sind es nur 3 Minuten Fußmarsch zur Pub- und Flaniermeile Sauchiehall Street
  • Deutlich mehr Charakter hat die offizielle SYHA Jugendherberge an der Park Terrace. Von hier hat man einen schönen Blick über den Kelvingrove Park. Dafür muss man relativ weite Fußwege bis zum nächsten öffentlichen Verkehrmittel in Kauf nehmen.

Mittel[Bearbeiten]

  • Im mittleren Preisbereich bieten sich insbesondere zahlreiche Bed & Breakfasts an. Entlang der Renfrew Street scheint die Dichte besonders hoch zu sein.
  • Relativ gemütlich und preisgünstig steigt man im Merchant Lodge Hotel in der Virginia Street ab. Die umliegende Merchant City ist jedoch recht laut.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Auch einige Pub's bieten Übernachtungsmöglichkeiten an. Reisende mit etwas besser gefülltem Geldbeutel können zum Beispiel im Babbity Bowster oder Cathedral House absteigen. Auch hierbei handelt es sich um B&B-Unterkünfte, die Lage und der Bekanntheitsgrad der Lokale steigern jedoch deren Preise.

Lernen[Bearbeiten]

Glasgow besitzt drei Universitäten und zahlreiche Colleges. Insbesondere die Universitäten ziehen eine Vielzahl internationaler Studenten an, vorwiegend aus China, Griechenland, Malaysia, Deutschland, Frankreich und Norwegen.

  • Die University of Glasgow blickt auf eine über 550-jährige Tradition zurück und hat einen sehr guten Ruf. Ihre Studenten sind sich dessen oftmals zu bewusst und gelten als leicht versnobt; selbst im Kampftrinken sind sie angeblich ihren Kommilitonen anderer Unis überlegen. Ob Wissenschaft, Kunst oder Politik, hier kann man alles studieren.
  • Die University of Strathclyde in Glasgow kann nur mickrige 200 Jahre Geschichte aufbringen und vermarktet sich selbst unter dem Slogan "a place of useful learning". Angewandte Wissenschaft steht hier im Vordergrund, so dass zumindest die Ingenieurswissenschaften und die Business School eine sehr guten Ruf haben.
  • Noch angewandter, aber mit eher bescheidenem Ruf kommt die Glasgow Caledonian University daher. Die angebotenen Kurse orientieren sich sehr stark an den jeweils herrschenden Bedürfnissen der Industrie bzw. der zahlenden Kundschaft, also den Studenten.

Arbeiten[Bearbeiten]

Bürger der Europäischen Union dürfen in Großbritannien uneingeschränkt arbeiten. Für Reisende und Studenten bieten sich die üblichen Jobs in Hostels und Bars an. Allerdings sollte man natürlich in der Lage sein, den recht rauhen Glasgower Akzent zu verstehen. Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit stellen die zahlreichen Call Center dar. Aufgrund der niedrigen Lohnnebenkosten haben viele europäische Firmen ihren Telefonservice nach Glasgow ausgelagert. Direktversicherungen und ähnliche Firmen suchen daher regelmässig muttersprachliche Mitarbeiter, auch deutschsprachige.

Sicherheit[Bearbeiten]

Der etwas verwegene Charakter und schlechte Ruf Glasgows sollte einen nicht sorgen. Zwar gibt es in der Tat eine verhältnismäßig hohe Zahl an Gewalttaten, diese beschränkt sich in der Regel jedoch auf Einheimische. Eine Einladung zu einer Schlägerei kann und sollte man freundlich aber nachdrücklich ausschlagen. In der Innenstadt ist seit einigen Jahren durch erhöhte Polizeipräsenz die Rate von nächtlichen Gewalttaten und kriminellen Delikten zurückgegangen. Trotzallem sollte von einem nächtlichen Besuch der früher als 'the Gorbals' bekannten Armenvierteln und heutigen sozialen Brennpunkten der Stadt zur eigenen Sicherheit abgesehen werden.

Gefährlich wird es eigentlich nur, wenn Fans der verfeindeten Glasgow Rangers (blau-weiss) und des Celtic FC (grün) aufeinandertreffen, sei es nach einem Spiel oder in einschlägig vorbelasteten Bars und Nachtklubs. In diesem Zusammenhang sei insbesondere vor Nachtklubs im östlichen Teil der Sauchiehall Street gewarnt.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Ein Besuch in Glasgow erfordert keine besondere Vorbereitung, da es dort keine ungewöhlichen Krankheiten oder Krankheitserreger gibt. Leitungswasser kann man bedenkenlos trinken. Insbesondere bei ausgedehnten Trinkgelagen in einem der zahlreichen Pubs empfiehlt es sich, ab und an nach einem kostenlosen Glas 'Tap water' zu fragen, um der Dehydration entgegenzuwirken.

Um in Glasgow gesund zu bleiben, empfiehlt es sich den üblichen Regeln zu folgen. Dem meisten Ärger kann man aus dem Weg gehen, wenn man im Nachtleben einen halbwegs klaren Kopf behält. Für sexuell übertragene Krankheiten und Drogengebrauch gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie in jeder anderen Großstadt.

Das älteste Gewerbe der Welt ist hauptsächlich entlang des Rivers Clyde aktiv. Dementsprechend sind nächtliche Spaziergänge insbesondere für weibliche Besucher hier nicht empfehlenswert.

Klarkommen[Bearbeiten]

Glasgow ist bekannt für seine gleichsam freundliche und für den Ortsfremden unverständliche Bevölkerung. Man braucht als deutschsprachiger Tourist hier nicht an seinen Englischkenntnissen zu zweifeln, wenn man zunächst rein gar nichts versteht. Denn auch Amerikaner, Australier und oft sogar Engländer verstehen hier oft nur Bahnhof. Mit am schlimmsten sind die Taxi- und Busfahrer, was das Umherkommen nicht gerade erleichtert. Aber keine Angst, Glaswegians sind zur handfesten Hilfe bereit. Kann man einer Wegbeschreibung überhaupt nicht folgen, wird man einfach unter den Arm genommen und ans Ziel gebracht.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Postämter und Briefkästen sind an der roten Farbe der Royal Mail zu erkennen. Die größeren Postämter, z.b. in der St. Vincent Street und der Hope Street haben die meisten gängigen Devisen vorrätig und tauschen kostenlos um. Der Kurs an einem der zahllosen Geldautomaten dürfte jedoch in den meisten Fällen günstiger sein. Postkarten und Briefe kosten dasselbe Porto, für Sendungen nach Kontinentaleuropa gibt es besondere blaue Briefmarken mit einem aufgedrucktem 'E' anstelle des Wertes.

Telefonzellen sind zumindest in der Innenstadt noch flächendeckend verfügbar, allerdings werden es eher weniger. Diese funktionieren entweder mit Münzgeld, Telefonkarten oder Kreditkarten. Moderne Telefonzellen erlauben auch das Versenden von SMS und e-mail-Nachrichten. Für längere Auslandsgespräche empfehlen sich besondere vorausbezahlte Telefonkarten, die bei vielen Newsagents erwerben kann. Aber Achtung, beim Einsatz von einer öffentlichen Telefonzelle werden oft Zusatzgebühren berechnet. Wie im restlichen vereinigten Königreich telefonieren die Schotten praktisch ausnahmslos per Handy. Dementsprechend gut ist die Netzabdeckung. In Glasgow gibt es jeweils mehrere D- und E-Netzanbieter (GSM 900 & 1800).

Zugang zum Internet findet man entweder über eines der Internetcafés, z.B. in der St. Vincent Street, oder über eine wachsende Zahl von speziellen Zugangsterminals, die oft in Jugendherbergen und anderen Übernachtungsgelegenheiten mit vornehmlich jüngerer Kundschaft installiert sind.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Wer von Glasgows urbanen Dschungel genug hat, sollte sich aufmachen die etwas ruhigeren Seiten Schottlands kennenzulernen.

  • Mit dem Zug erreicht man in etwa einer Stunde Adrossan Harbour, von wo aus man nach Brodick auf Arran übersetzen kann. Dort kann man Schottland im Kleinen erleben, oder über eine weitere Fährverbindung ab Lochranza die Halbinsel Argyll oder die Hebriden erkundigen.
  • Alternativ kann man die proletarische Sub-Kultur Glasgows auch gegen die adelige Hochkultur Edinburghs eintauschen. Busse und Bahn verbinden die beiden Städte mindentens alle halbe Stunde, oft zu unschlagbaren Preisen.
  • Für Natur- und Wanderbegeisterte empfiehlt sich ein Trip zum etwa in 40 minütiger Zugfahrt entfernten Loch Lomond (Schottlands zweitgrösstem See) und dem dortigen Loch Lomond & the Trossaschs Nationalpark
  • Wer nach sportlicher Betätigung sucht, kann auch ab Glasgows Vorort Milngavie auf dem West Highland Way in Richtung Fort William losmarschieren.





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