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Galway

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Galway ist eine Hafenstadt an der Westküste und gilt als die inoffizielle Hauptstadt von Westirland, das die Counties Galway, Mayo und Roscommon umfasst. Stadt und County gehören zur Provinz Connacht. Mit einem Studentenanteil von 20% der Bevölkerung, Zustrom von außen und wachsender Wirtschaft ist Galway eine der jüngsten und aufstrebendsten Städte Irlands.

Wappen Karte
Wappen Karte
Basisdaten
Staat: Irland
(Éire, Ireland)
Funktion: County-Hauptstadt
Name: Gaillimh (irisch)
Galway (englisch)
Bezirk: County Galway
Fläche: 50.57 km² (County)
Einwohner: 65,832 (2002)
Vorwahlen: (+353) 091
Kfz-Kennzeichen: G
Offizielle Website: www.galway.net
Politik
Oberbürgermeister: Cllr. Brian Walsh
Wichtige Nummern
Polizei: 112 oder 999
Feuerwehr: 112 oder 999

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Name Galways, bzw. in der Landessprache Gaillimh, ist eventuell auf den Fluss Gaillimh (Corrib (Fluss)Corrib) zurückzuführen. Dieser markierte die westlichen Grenzen der ältesten Siedlung, die Dún Bhun na Gaillimhe genannt wurde. Galway trägt auch den Namen The City of the Tribes, da die Stadt in anglo-normannischer Zeit von den Stämmen, in diesem Fall 14 Familien geführt wurde.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Der nahegelegenste Flughafen sollte Knock International Airport sein, der sich ca. zwei Busstunden nördlich von Galway befindet. Kaum weiter entfernt ist Shannon International Airport im Süden. Andernfalls empfiehlt sich sicher eine Landung in Dublin und eine anschließende Anreise mit dem öffentlichen Fernverkehr.

Bahn[Bearbeiten]

Wie an anderer Stelle bereits geschrieben wurde, ist Bahnfahren (mit der Irish Rail) in Irland nicht sonderlich üblich. Dennoch sei erwähnt, dass der Bahnhof im Stadtzentrum nahe des Eyre Square, liegt. Unterbringung für jeden Geldbeutel sind von hier schnell zu Fuß zu erreichen.

Bus[Bearbeiten]

Eine beliebtere Art und Weise in Irland ohne Auto zu reisen, ist das Streckennetz von Bus Éireann zu nutzen. Man muss sich zwar darauf einstellen, dass der Busfahrer in so ziemlich jedem kleinen Kuhdorf hält, dafür wird man aber mit vielen Eindrücken von Landschaft und Ortschaften entschädigt. Busse in Städte verkehren mehrmals am Tag. Galways Busbahnhof schließt sich direkt an den der Bahn an.

Auto[Bearbeiten]

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen[Bearbeiten]

  • St. Nicholas Cathedral, [1]. Die Kathedrale wurde in den Jahren 1958 bis 1965 auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses errichtet.  edit
  • St. Nicholas Collegiate Church, Lombard Street/Market Street, +353 (0)86 3898777, [2]. Die im Jahre 1320 fertiggestellte Kirche ist die größte mittelalterliche Kirche in Irland. Hier soll sogar Christoph Columbus 1477 schon eine Messe besucht haben.  edit


Menlo-Castle[Bearbeiten]

Menlo Castle bei Galway

Traumhaft, idyllisch, Romantik pur, märchenhaft – welches dieser Prädikate beschreibt dieses alte Gemäuer wohl am besten? Vermutlich sind alle vier zutreffend. Die Schlossruine aus dem 16. Jahrhundert liegt etwas versteckt nördlich von Galway, westlich des Dörfchens Menlo am Ufer des Corrib. Das Schlößchen ist vor gut 100 Jahren abgebrannt und wurde seitdem nicht wieder aufgebaut. Die fast vollständig mit Efeu bewachsene Ruine umgibt eine Aura von alten Märchen und Sagen, und wenn an der alten Geschichte auch nur ein Fünkchen Wahrheit ist, dann muss dies das Dornröschenschloss gewesen sein!

Bauwerke[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Eyre Square. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof (und dem Busbahnhof) liegt dieser mit vielen Grünflächen, Sitzbänken und schattigen Bäumen ausgestattete Platz. Hier befinden sich auch Stationen für den Großteil der öffentlichen Busse von Galway.  edit

Parks[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die irische Küche mag insofern nicht jedermanns Geschmack sein, da häufig sparsam mit Gewürzen umgegangen wird. Allerdings bedeutet dies noch lange nicht, dass die Gerichte nicht schmecken. Sehr beliebt sind Hühnchen, Lamm und Rind; Schwein eher weniger. Beilage Nr.1 ist selbstverständlich die Kartoffel - ob nun als Pellkartoffel, Brei oder (besonders in den letzten zehn Jahren immer beliebter geworden) Pommes Frites. Letztere, vor Ort Chips oder French Fries genannt, werden selbst zu Gerichten gereicht, zu denen sie nach unserem Verständnis eigentlich nicht passen, wie z.B. Nudeln - Kartoffeln gehören eben einfach dazu.

Wie in vielen Lebensbereichen ist auch das Essen in Irland teurer. Wer in einem guten, aber nicht extravagantem Restaurant speisen möchte, sollte sich für ein komplettes Mahl auf etwa 25€ einrichten. Es ist auch keine Seltenheit, dass Preise für eine gute Flasche Wein, die in einem Laden bei mindestens 7€ beginnen, in einem Restaurant auch locker doppelt oder dreifach so hoch sind.

Günstig[Bearbeiten]

Verhältnismäßig günstig kommt man mit Snacks, Fast Food (McDonald's und Burger King sind im Stadtzentrum jeweils dreimal vertreten) oder Speisen in Bars, in denen oft eine gute Auswahl an leckeren Speisen (z.B. hausgemachte Burger) oder echter Hausmannskost angeboten wird. Aber auch ein gutes Sandwich oder eine Suppe können den Hunger stillen. Wer Döner & Co. liebt, sollte in Irland generell die Finger davon lassen. Ketten wie Abrakebabra werden den Appetit eher verderben als ihn anzuregen.

Mittel[Bearbeiten]

  • McDonagh's Seafood House, 22 Quay Street, 091 565001, [3]. Das 1902 gegründete McDonagh's ist berühmt für seine Fish'n'Chips (mit Fischarten zur Auswahl) und die Hausspezialität: Fischsuppe.  edit

Gehoben[Bearbeiten]

Ausgehen[Bearbeiten]

Will man den Abend in der Atmosphäre eines oder mehrerer uriger Pubs verbringen, sollte man sich auf verschiedene Aspekte einstellen. Zunächst sollte man die in Deutschland gängigen Preise für Biere ganz schnell vergessen und für einen guten Pint (exakt 0,568 Liter) Guinness, Cider, Lager oder Stout je nach Lokalität zwischen vier und fünf Euro bereithalten. Des weiteren ist es in Irland üblich, sich sein Getränk an der Bar selber zu bestellen, abzuholen und auch sofort zu bezahlen. Ist man mit Einheimischen unterwegs, wird man feststellen, dass selten jemand separat für sein Getränk bezahlt - oft wird jeder, der dabei ist, am Abend eine Runde ausgeben. Je größer die Gesellschaft ist, desto mehr Konsum steht entsprechend zu erwarten.

In den typischen Pubs wird man selten auf Sitzecken wie in deutschen Kneipen stoßen. Einige Besucher werden an der Bar sitzen oder die wenigen Hocker an kleinen Tischen in Beschlag genommen haben. Die Mehrheit wird aber in alle anderen Möglichkeiten nutzen, um einfach zu stehen. Wer in beliebte Pubs gehen will, sollte keine Platzangst mitbringen. Es kann gut und gern passieren, dass man sich auf dem Weg zur Bar durch eine dichte Menschenmasse durchwühlen muss. Wenn man dabei auch nur ansatzweise höflich und freundlich bleibt, braucht man sich jedoch keine Sorgen um den Rückweg mit vollen Gläser zu machen.

Alkoholisches Getränk Nr.1 ist in Irland natürlich Guinness, was meines Wissens in die Gruppe der Stout-Biere gehört. Neben seinem starken Geschmack ist es auch wegen seines cremigen Schaumes beliebt. Wer Liebhaber eines guten Pils ist, wird von Lager nicht sehr begeistert sein, denn es schmeckt ein wenig wie abgestandenes Pils. Ausländische Pilsner, die in Irland durchaus angeboten werden, sind aber eher dem heimischen - sprich Lager - Geschmack angepaßt. Cider kann man wohl mit Apfelwein vergleichen, ist aber erfrischender und kommt in seinem Gesamteindruck einem Bier nahe.

In vielen Pubs wird man am Abend mit traditioneller Musik verwöhnt. Die Tische, die für die Musiker reserviert sind, sollte man nicht besetzen. Als Dankeschön bekommt man einen kostenlosen Einblick in die oft lebenslustigen, aber auch wehmühtigen Lieder.

Ebenfalls sehr angenehm: wie überall in öffentlichen Gebäuden ist auch in Pubs das Rauchen verboten. Nichtraucher kommen unbeschadet und ohne Tabakgestank nach Hause, während Raucher öfter einen Grund haben, an die frische Luft zu gehen. Die Luft in den Pubs wird so nicht übermäßig stickig.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Beliebte und gute Pubs im Altstadtbereich sind u.a. Tig Coilí, Taaffes Pub, Quays Bar, King's Head oder The Crane Bar.

  • The Kings Head, 15 High Street, +353 91 566630 (), [4]. Ein sehr gutes Pub in einem interessanten historischen Gebäude.  edit

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

Die günstigste Art, für ein paar Nächte unterzukommen, ist sicher eine Buchung in einem der Youth Hostels.

  • Barnacles Quay Street House 10 Quay Street, Galway tel +353 091 568 644, fax +353 91 568644, email galway@barnacles.ie. Das zentral in der Quay Street in Galway gelegene Barnacles Quay Street House ist ein idealer Standort, um die Stadt kennen zu lernen. Es liegt nur 10 Minuten vom Busbahnhof/Bahnhof entfernt und befindet sich praktisch inmitten des aufregenden Nachtlebens, umgeben von den beliebtesten Bars, Nachtclubs und Theatern von Galway. Auch fürs Shopping liegt das Barnacles genau richtig.
  • Gemessen an Preis, Komfort und Leistung ist das Kinlay House eine gute Adresse. Es liegt auf der Merchants Road - wieder sehr nahe am Eyre Square. Das Kinlay House ist übrigens auch in Dublin und Cork vertreten.

Mittel[Bearbeiten]

Hotels für den normalen Geldbeutel und Bed & Breakfast, was in etwa unseren Pensionen entspricht, sind auch in Galway in großer Auswahl leicht zu finden. Man muss allerdings damit rechnen, dass man diese nicht in direkter Nähe des Stadtzentrums findet.

Gehoben[Bearbeiten]

Das Angebot an guten Hotels im Stadtzentrum ist breit. Stellvertretend seien hier das Radisson SAS und das Great Southern genannt, die mit vier Sternen bewertet sind und einen sehr angenehmen Aufenthalt garantieren.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Wer keinen Streit sucht, nicht extrem unhöflich auffällt und sich nicht in die dunkelsten Ecken der Stadt begibt, wird keine Probleme bekommen. In den belebten Pubs der Innenstadt sorgen Türsteher meist allein durch ihre Präsenz für eine sichere, angenehme Atmosphäre.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Klarkommen[Bearbeiten]

Sich in nicht nur in Galway, sondern generell in Irland zurechtzufinden, stellt kein großes Problem dar. Die Offenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der großen Mehrheit ist überwältigend und geradezu ansteckend.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Irisch, eine Unterart des Gälischen, ist erste Amtssprache in Irland und gerade im Westen noch relativ lebendig. Bis vor kurzem war es noch ein Pflichtfach in der Schule. Sämtliche Verkehrsschilder, öffentlichen Bekanntmachungungen etc. sind zweisprachig verfaßt. Reisende werden jedoch keine Probleme bekommen sich zurechtzufinden, wenn man des Englischen halbwegs mächtig ist. Dabei sollte man sich vom irischen Akzent nicht allzu sehr irritieren lassen, denn die Iren sind im Allgemeinen sehr freundlich und hilfsbereit. Gern wiederholen sie etwas langsamer und deutlicher, wenn es zu schnell war. Wer sich an die lokale Aussprache gewöhnen will, sollte - gerade in Pubs - die Gelegenheit nutzen, den Einheimischen beim Sprechen zuzuhören. Es sei aber darauf hingewiesen, dass - ähnlich wie in anderen englischsprachigen Ländern - von Gästen erwartet wird, dass diese Englisch sprechen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass der deutsche Wortschatz der Iren mehr als ein paar Brocken umfasst.

Weiter geht's[Bearbeiten]

The Burren

Galway hat nicht nur viel Sehenswertes in der Stadt zu bieten. Das Umland, sprich: COUNTY Galway, besticht durch eine wunderbare Natur. Nordwestlich der Stadt liegt die Landschaft von Connemara, südlich - allerdings bereits in County Clare - der Burren. Beide geben durch ihre relative Ursprünglichkeit einen Einblick in den früheren Westen: unwirtliche, steinig unfruchtbare Gegenden aus dem Blickwinkel der Bewohner, wildromantisch für den Besucher. Zum Burren gehörend befinden sich an der Küste die berühmten Cliffs of Moher - Steinklippen, die sich majestätisch 200m aus dem Atlantik erheben.

Die weltbekannten Cliffs of Moher, 200m hohe Felsen, südlich von Doolin im County Clare

Zum Besuch dieser Gegenden ohne Auto werden Tagestouren mit dem Bus angeboten, für die ca. 20€ einzuplanen sind. Für ausreichend Pausen, Gelegenheiten zum Fotografieren und einen Stop zum Mittagessen mit guter irischer Küche wird gesorgt.


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