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Gabbānat el-Bagawāt
Gabbanat el-Bagawat (arab. جبانة البجوات, Ǧabbānat al-Baǧawāt, auch مقابر البجوات, Maqābir al-Baǧawāt, „Friedhof der Vornehmen“) ist eine archäologische Stätte im Norden der Senke Chārga (Ägypten), ca. 5 km nördlich der Stadt el-Chārga. [Bearbeiten] Anreise[Bearbeiten] AutoMan verlässt el-Chārga in Richtung Asyūṭ vorbei am Tempel von Hībis bis zu einem nach Norden führenden Abzweig (25° 29' 00" N 30° 33' 43" O), die Asfaltstraße folgt man bis zum Eingang des Friedhofs. Vor dem Eingang befindet sich ein großer Parkplatz. [Bearbeiten] Zu FußDen Friedhof kann man auch zu Fuß erreichen, entweder an der beschriebenen Straße entlang oder besser über den „Umweg“ Hībis dann auf direktem Weg durch die Wüste. [Bearbeiten] MobilitätDer Friedhof kann nur zu Fuß ergründet werden. [Bearbeiten] HintergrundDer „Friedhof der Vornehmen“ (Gabbānat el-Bagawāt), der sich an den südlichen Ausläufern des Gebel et-Teir befindet, gehört zu den bedeutendsten frühchristlichen Hinterlassenschaften. Die Gräber und Grab-Kapellen der Einwohner von el-Chārga, einige mit Kuppel- und/oder Wandfresken ausgeschmückt, stammen aus dem 2. – 7. Jahrhundert n. Chr. Anfänglich ist der Friedhof eine heidnische Nekropole, zum Ende hin wird sie ausschließlich von Christen benutzt. Das Christentum gelangt wohl im 3. nachchristlichen Jahrhundert nach el-Chārga. Die Korrespondenz einer Gilde von Einbalsamieren, der sowohl Christen als auch Heiden angehören, vom Ende des 3., Anfang des 4. Jahrhunderts ist das älteste Zeugnis ihrer Ansiedelung. Viele Christen flohen vor der Verfolgung in die Wüste oder wurden hierher verbannt. Vom 4. bis zum 14. Jahrhundert ist el-Chārga Bischofssitz. Nach der arabischer Eroberung werden die Christen noch geduldet. Seit dem 11. Jahrhundert werden sie zunehmend unterdrückt, was zu zahlreichen Abfällen führt. Vier Jahrhunderte später ist das Christentum erloschen. Zum Friedhof gehören 263 Grabkapellen und eine Kirche, die aus Lehmziegeln errichtet wurden. Die meisten Kapellen sind quadratisch oder rechteckig, in der Regel flach gedeckt oder mit einer Kuppel bekrönt. Gelegentlich werden Doppelkapellen errichtet; einige Kapellen sind Rundbauten bzw. Ensembles aus mehreren Räumen. Die Freskomalerei, sie lässt sich in das 4. und 5. Jahrhundert datieren, ist insbesondere an den Kuppeln zufinden. Zu den häufig gewählten Motiven gehören Adam und Eva, Arche Noah, Abrahams Opfer und Daniel in der Löwengrube. Die Darstellungen von Martyrien widerspiegeln den festen Glauben der Mitglieder der Religionsgemeinde – hier ist der Inhalt sicher wichtiger gewesen als die zugegebenermaßen naive Darstellung. Gelegentlich wird eine Verwandtschaft zur Malerei der römischen Katakombenmalerei gezogen. [Bearbeiten] SehenswürdigkeitenDer Friedhof ist im Sommer von 08:00 bis 18:00 Uhr und im Winter von 08:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt LE 20 und für Studenten LE 10. Die Beschreibung erfolgt nach ihrer Lage von Süd nach Nord:
[Bearbeiten] UnterkunftEine Unterkunft wird üblicherweise in der Stadt el-Chārga gewählt. [Bearbeiten] Weiter geht'sDie Nekropole lässt sich mit verschiedenen Zielen im Norden von el-Chārga verbinden: mit den Tempeln von Hibis und en-Nadura bzw. mit dem Gebiet von 'Ain Mustafa Kaschif und dem Gebel et-Teir. Die letzten beiden Stätten verfügen über weitere christliche Monumente. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte seinen Weg nach 'Ain Mustafa Kaschif fortsetzten, da das Gelände vom Friedhof einfach zu erreichen ist: Man verlässt den Friedhof nach Norden und bleibt auf dem Bergrücken, so dass man die Stätte nicht verfehlen kann. Vom Kloster steigt man dann den Hang herab, um die weiteren Sehenswürdigkeiten aufzusuchen. [Bearbeiten] Weblinks
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