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Falklandinseln

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Südamerika : Falklandinseln
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Lage
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Flagge
Fk-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Stanley
Staatsform: Monarchie
Währung: Falkländisches Pfund (FKP)
Fläche: 12.173 km²
Bevölkerung: 3.060
Sprachen: Englisch
Religionen: Anglikaner (Hauptreligion), Römisch Katholisch, Freie Kirchen, Zeugen Jehovas, Lutheraner u.a.
Telefonvorwahl: +500
Internet TLD: .fk
Zeitzone: UTC-4


Karte der Falklandinseln

Die Falklandinseln sind ein Archipel aus 2 Hauptinseln und ca. 200 Inseln im Südatlantik. Sie sind ein britisches Überseeterritorium und liegen auf etwa 50 Grad südlicher Breite vor der Ostküste Südamerikas. Die Inseln werden von Argentinien beansprucht und auf spanisch Islas Malvinas genannt.

Inseln[Bearbeiten]

Das Leben auf den Falklands kann man zwischen dem Leben in Stanley oder dem Leben im "Feldlager" unterscheiden. Die zwei Hauptinseln sind Westfalkland und Ostfalkland. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere, kleinere Inseln. Die wichtigsten sind:

Städte[Bearbeiten]

Den Begriff "Stadt" kann man nur für die Hauptstadt Stanley anwenden, die etwa 2000 Menschen beherbergt, etwa vier Fünftel der gesamten Inselbevölkerung. Als "Dörfer" kann man dann eigentlich nur noch wenige Orte bezeichnen, Port Howard mit ca. 120, Goose Green/Darwin mit zusammen ca. 70 und Fox Bay East/West mit ca. 50 und noch 4 weitere mit etwas mehr als 35 Einwohnern.

Die restlichen ca. 120 Bewohner wohnen über die -bewohnbaren- Inseln verteilt in "camp-settlements", (vergleichbar bei uns mit "Gehöft", oder "Weiler"). Die Schafscherzeit stellt hier eine Ausnahme dar, dann treffen sich die Siedler in größeren Gruppen , auch in den größeren Dörfern.

Hintergrund[Bearbeiten]

Obwohl die Falklandinseln ein britisches Überseeterritorium sind, gehören sie nicht zur Europäischen Union. Als Islas Malvinas von Argentinien beansprucht, waren sie 1982 Schauplatz eines Krieges zwischen beiden Ländern, der 907 Menschen das Leben kostete.

Obwohl sie bereits 1592 von einem englischen Seefahrer entdeckt wurden, fand der erste Landgang erst 100 Jahre später, im Jahre 1690 statt. Die erste Siedlung entstand nicht durch die Engländer, sondern durch die Franzosen.

Zwei Jahre später wurden die Inseln an Spanien abgetreten. Seitdem waren die Inseln immer wieder Gegenstand von Gebietsstreitigkeiten, zuerst zwischen England und Spanien, dann nach 1816 zwischen England und Argentinien (in der Rechtsnachfolge als ehemalige spanische Kolonie). Da die Inseln aber fast ausschließlich britische Einwanderer hatten, behauptete Großbritannien 1833 durch Errichtung einer Marinebasis seinen Anspruch, 1837 wurden die Falklandinseln britische Kolonie.

Am 2. April 1982 besetzte Argentinien die Inselgruppe. Einen Monat später antworteten die Briten mit einem militärischen Gegenschlag, der zur Kapitulation der Argentinier am 14. Juni 1982 führte.

Die Wirtschaft der Falklandinseln basierte früher auf der Landwirtschaft (hauptsächlich Schafzucht), heute ist der wichtigste Erwerbszweig jedoch die Fischerei. Inbesondere die Lizenzvergabe an ausländische Fischfangunternehmen, die in den fischreichen Gewässern um die Falklandinseln operieren. Mit 75 % Anteil am Gesamtertrag bilden Tintenfische den größten Anteil in diesem Erwerbszweig. Die Lizenzvergabe bringt der Inselgruppe jährlich 40 Mio $. Landwirtschaftliche Aktivitäten beschränken sich auf die Selbstversorgung, lediglich hochwertige Schafwolle wird exportiert. Bei Untersuchungen wurden Erdölvorkommen in der 200 Meilenzone rund um die Inseln entdeckt. Die Förderung dieser Vorkommen hat bislang noch nicht begonnen. Ein weiteres wichtiges wirschaftliches Standbein ist die Präsenz des britischen Militärs, das 1700 Soldaten auf den Inseln stationiert hat.

Der Tourismus wird gefördert und nimmt stark zu - 2001 gab es über 30.000 Besucher - hauptsächlich durch Kreuzfahrtschiffe. Die Mehrheit der Besucher kommt aus dem Vereinigten Königreich, es werden jedoch auch Versuche unternommen, den Natur- und Abenteuertourismus attraktiver zu machen. Die Hauptsaison ist von November bis zum März, das Angeln von Meeresforellen ist aber besser außerhalb der Saison.

Reisende besuchen die Inseln meist wegen der landschaftlichen Schönheit und Unberührtheit der Inseln, sowie deren Flora und Fauna. Die Tierwelt besteht hauptsächlich aus Vögeln und Meerestieren. Dazu gehören fünf Pinguinarten, vier Seehundarten, Albatrosse, die Versicolorente, Geierfalken und der Falklandpieper, der nur hier und auf einigen Inseln um das Kap Horn zu finden ist. Tümmler und Delfine lassen sich oft beobachten, auch Wale sind gelegentlich zu sehen.

"The Neck" auf Saunders Island

Die Landschaft ist felsig und hüglig, teilweise finden sich auch Moraste. Torf ist auf der ganzen Insel zu finden und stellt ein hohes Gefahrenpotential für Schwelbrände dar, die monatelang anhalten können. Die stark zerklüftete Küste bietet viele Naturhäfen. Die höchste Erhebung der Inseln ist der 705 Meter hohe Mount Usbourne.

Adresse der Touristeninformation:

  • Falkland Islands Tourism. Shackleton House, Stanley, Falkland Islands, Tel. 22215, Fax: 22619, E-Mail jettycentre@horizon.co.fk

Anreise[Bearbeiten]

Alle Besucher der Falklandinseln müssen bei Einreise ein Rückreiseticket, Unterkunft und einen Nachweis über ausreichende Geldmittel vorweisen. Eine Kreditkarte wird als Beweis für vorhandene Mittel akzeptiert. Bürger der Europäischen Union benötigen zur Einreise kein Visum. Bei der Abreise wird eine Gebühr von 20 £ erhoben.

Flugzeug[Bearbeiten]

Der Hauptflughafen ist RAF Mount Pleasant (MPN), ein Luftwaffenstützpunkt der Royal Air Force (RAF). Der einzige zivile Anbieter internationaler Flüge ist LanChile mit einem wöchentlichen Flug von Punta Arenas. Die einzige direkte Verbindung aus Europa bietet die britische Luftwaffe. Sie fliegt Mount Pleasant generell zwei Mal wöchentlich von Brize Norton in Oxfordshire an. Es ist zu beachten, dass es sich hierbei um militärische Flüge handelt und pro Flug nur etwa 25 Plätze für Zivilisten verfügbar sind. Der Anflug aus England dauert 18 Stunden, einschließlich einem Zwischenstopp auf Ascension. Die Flüge können über das Falkland Islands Government Office in London per Telefon (+44 020 7222 2542) oder E-Mail (travel@falklands.gov.fk.) gebucht werden.

Der Flughafen ist 56 km von Stanley entfernt. Die Falkland Island Tours & Travel (Tel. 21775, fitt@horizon.co.fk) bietet einen Shuttle-Bus an, der bei allen Landungen bereit steht und 13 £ pro Person kostet. Taxis können ebenfalls Reisende zum und vom Flughafen bringen.


Schiff[Bearbeiten]

Während des (Süd-)Sommers legen im Hafen von Stanley Kreuzfahrtschiffe an. Einige Schiffe steuern auch die abgelegenen Inseln an.

Mobilität[Bearbeiten]

FIGAS-Flugzeug auf der Start- und Landebahn von Sea Lion Island

Der Flugverkehr zwischen den Inseln wird von dem Falkland Islands Government Air Service (FIGAS) gewährleistet. Bei den Flugzeugen handelt es sich um Britten Norman Islander, die in der Lage sind, bis zu acht Passagiere samt Pilot zu transportieren. Die Passagierzahl kann jedoch von der Qualität der Landebahn abhängen. Außerhalb von Stanley bestehen die Landebahnen nur aus unbefestigten Pisten oder Grasebenen. Vor dem Start/vor der Landung können außerdem Verzögerungen auftreten, wenn sich Vieh auf der Landebahn befindet.

Zweimal täglich verlassen Flugzeuge mit einer Vielzahl von Zielen den Flughafen Stanley. Das Gepäcklimit liegt bei 14 kg, für jedes zusätzliche Kilogramm wird eine Gebühr von 0,60 £ erhoben. Reservierungen sind erforderlich und sollten mindestens 24 Stunden vor dem Abflug erfolgen. Buchungen sind über Telefon (27219) oder E-Mail (fwallace@figas.gov.fk) möglich. Flugpläne werden erst in der Nacht vor dem Abflug bekannt gegeben und sind ebenfalls über Telefon oder Fax abrufbar. In den meisten Hotels werden jedoch auch Flugpläne, sobald bekanntgegeben, ausgehängt.

Die Preise variieren von Ziel zu Ziel. Beispielpreise vom November 2004:

  • von Stanley nach Sea Lion Island: 47,67 £
  • von Sea Lion Island nach Saunders Island: 54,16 £
  • von Saunders Island nach Pebble Island: 21,12 £
  • von Pebble Island nach Stanley: 53,57 £

Sprache[Bearbeiten]

Die offizielle Sprache ist Englisch.

Kaufen[Bearbeiten]

Die offizielle Währung ist das Falkländische Pfund (FKP). Diese Währung ist 1:1 an das Britische Pfund gekoppelt. Geld kann in Stanley in der einzigen Bank der Inseln getauscht werden - sie befindet sich gegenüber dem FIC West Store. Überall auf den Inseln wird jedoch auch das Britische Pfund akzeptiert, in Stanley zusätzlich Kreditkarten und US-Dollar. Auf den abgelegenen Inseln werden Kreditkarten höchstwahrscheinlich nicht angenommen. Es ist daher ratsam, sich vorher bei den Eigentümern über die Zahlungsmethoden zu informieren.

Vor der Rückreise sollte man auf jedenfall falkländische Pfund zurücktauschen, da dies auußerhalb der Inseln nicht möglich ist.

Essen[Bearbeiten]

Die Küche auf den Falklands besteht vorrangig aus britischem Essen.

Trinken[Bearbeiten]

Während die Preise für fast alles durch die Importkosten sehr hoch sind, sind alkoholische Getränke gänzlich steuerfrei und damit preislich relativ akzeptabel. Kneipen und Unterkünfte bieten eine großen Auswahl an alkoholischen Getränken.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In Stanley gibt es zahlreiche Bed and Breakfasts, aber auch eine handvoll Hotels. Die Gebäude sind oft älter und die herzliche Gastfreundschaft scheint aus längst vergangenen Zeiten zu stammen. Außerhalb von Stanley reichen die Übernachtungsmöglichkeiten vom einfachen Farmhaus bis zu Häusern, die extra für den Tourismus gebaut worden sind. Viele Übernachtungsmöglichkeiten setzen Selbstversorung voraus. Auf dem Land ist es zwingend erforderlich, vorher zu buchen. In Stanley ist es möglich, ohne vorherige Reservierung eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, Reservierungen sind jedoch auch hier empfohlen.


Arbeiten[Bearbeiten]

Alle Angehörigen fremder Nationalität müssen eine Arbeitserlaubnis beantragen. Weitere Informationen sind hier erhältlich.

Angeln[Bearbeiten]

Zum Angeln ist eine Lizenz erforderlich. Diese ist auf dem Postamt in Stanley erhältlich.Die Angelsaison für Meeresforelle & Meeresäsche beginnt am 1. September und schliesst am 30. April.

Angeltouristen wird empfohlen die gefangenen Fische wieder ins Wasser zurückzusetzen.Die normal zugänglichen Flüsse sind in der Regel privat verpachtet, und es ist gängige Praxis, diese "Fangen & Zurücksetzen"-Regel anzuwenden, es sei denn dass der Eigentümer es ausdrücklich erlaubt hat.Es wird zusätzlich angeraten dass Widerhakenfreie Haken verwendet werden.

Die maximale Anzahl von Fischen die gefangen werden dürfen, sind auf 6 Stück pro Tag beschränkt.

Feiertage[Bearbeiten]

  • der Geburtstag von Königin Elizabeth II. am 21. April
  • Liberation Day (Tag der Befreiung) am 14. Juni (1982)
  • Battle Day am 8. Dezember (1914)

Sicherheit[Bearbeiten]

Verbrechen sind auf den Inseln relativ unbekannt, obwohl man auch hier grundsätzliche Vorsichtsmaßnahmen einhalten sollte. Persönliche Sachen sollten nicht unbeaufsichtigt bleiben, außerdem sollte man spät in der Nacht nicht alleine unterwegs sein. Bei Problemen ist die Polizei definitiv hilfreich.

Landminen und Blindgänger aus dem Konflikt von 1982 sind immer noch vorhanden. Es ist jedoch höchst unwahrscheinlich, dass ein Fremder eine finden wird. Falls dies doch der Fall ist, sollte die Landmine selbstverständlich nicht berührt und die Verwaltung informiert werden. Es sollte außerdem beruhigend sein, dass seit dem Krieg keine Zivilisten von einer Landmine getötet oder verletzt wurden.

Viele Tiere können gefährlich werden, wenn ihnen der Fluchtweg versperrt wird, oder sie Junge haben. Seeelefanten und Seelöwen sind die gefährlichsten - halte eine sichere Distanz ein, wenn du diese Tiere siehst. Eine generelle Regel lautet, dass du zu nahe bist, wenn ein Tier dich bemerkt.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Besondere medizinische Vorsorge ist für einen Besuch der Inseln nicht notwendig. In Stanley gibt es ein großes Krankenhaus, außerhalb der Stadt bist du jedoch selbst für deine Gesundheit verantwortlich. Bei schweren Unfällen ist der Abtransport mit dem Hubschrauber sehr teuer, möglicherweise wird man sich auch vorher erkundigen, ob eine Reiseversicherung abgeschlossen wurde, damit die Kosten für den Abtransport gedeckt sind.

Klima[Bearbeiten]

Auf vielen Teilen der Inseln existieren starke und beständige Westwinde. Im Südosten ist die Regenwahrscheinlichkeit höher, während die westlichen Inseln einen geringen jährlichen Niederschlag vorzuweisen haben. Die Temperaturen sind kühl, Schnee kann außer im Januar und Februar fast immer fallen, owohl nur wenig Schnee liegen bleibt. Die meisten Besucher kommen deswegen zwischen November und März.

Durch die Lage der Falklandinseln weit auf der südlichen Erdhalbkugel wirkt sich das Ozonloch von August bis Dezember besonders stark aus. An sonnigen Tagen ist die Sonnenbrandgefahr dann um ein beträchtliches Maß höher und man sollte unbedingt Sonnencreme benutzen. In den anderen Monaten schrumpft das Ozonloch wieder, dann ist die Gefahr nicht höher als in anderen Teilen der Erde.

Respekt[Bearbeiten]

Aufgrund britischer Wurzeln, sind Traditionen und Brauchtümer auf den Inseln ähnlich denen des Vereinigten Königreiches. In vieler Weise sind die Inseln jedoch konservativer als das Mutterland. Drogen werden nicht toleriert, außerdem sollten sich Besucher der Tatsache bewusst sein, dass viele Einheimische seit dem Krieg von 1982 immer noch misstrauisch gegenüber Argentiniern sind.

Zusätzlich existiert ein "Ländercode", der von den Besuchern eingehalten werden sollte:

  • Immer um Erlaubnis bitten, bevor Privatland betreten wird.
  • Die Fußwege nicht verlassen, wo es möglich ist.
  • Sich des hohen Feuerrisikos bewusst sein, die gilt besonders für das Wegwerfen von Zigarettenkippen.
  • Keine Abfälle hinterlassen, den Müll wieder mit in die Unterkunft zurück nehmen.
  • Niemals wilde Tiere füttern, verletzen oder töten.
  • Tieren nicht den Weg verstellen oder den Weg für Seevögel zwischen dem Strand und ihren Kolonien blockieren.
  • Einige Pflanzen sind geschützt und sollten daher nicht gepflückt werden.
  • Fischbein, Schädel, Eier oder ähnliches sollten nicht ausgeführt werden.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Cable & Wireless verkauft Telefonkarten, die überall benutzt werden können. Internationale Telefonate kosten 0.90 £ pro Minute. In Port Stanley existieren DSL-Internetzugänge, außerhalb gibt es langsamere Einwahlverbindungen. In verschiedenen Hotels und im Touristenzentrum existieren Computer, an denen Internetkarten von Cable & Wireless benutzt werden können. Sowohl die Telefon- als auch die Internetkarten können im Büro von Cable & Wireless in Stanley erworben werden (auf dem Hügel hinter dem Kriegsdenkmal). In größeren Unterkünften werden ebenfalls Telefonkarten, eventuell auch Internetkarten verkauft.

Die Post ist auf den Inseln ziemlich zuverlässig. Briefe können in Stanley und den meisten anderen Siedlungen einfach verschickt werden. Die Hauptpost befindet sich im Zentrum von Stanley, gegenüber dem FIC West.





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