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Fürth

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Fürth
Lage
Lage von Fürth
Fürth
Fürth
Kurzdaten
Bevölkerung: 118.000(2012)
Fläche: 63,4 km²
Höhe über NN: 294,5 m
Koordinaten: 49° 28' 41" N, 10° 59' 25" O 
Postleitzahl: 0911
Website: offizielle Website von Fürth




Fürth ist eine Stadt in Franken, Bayern. Sie ist Bestandteil des Städtedreiecks Nürnberg-Fürth-Erlangen und damit der Metropolregion Nürnberg. Sie hat 118.000 Einwohner.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Fürth liegt in unmittelbarer Nähe des internationalen Flughafen Nürnberg [1]. Dieser bietet zahlreiche Linienverbindungen zu europäischen Zielen und viele Charterverbindungen. Air Berlin dient er als Drehkreuz. Der Flughafen hat direkten Anschluss an das Nürnberg-Fürther U-Bahn-System. Die Linie 2 führt zum Nürnberger Hauptbahnhof, von dort führt die U 1 oder die Regionalbahn nach Fürth.

Bahn[Bearbeiten]

Fürth verfügt über ein U-Bahn-Streckennetz das die Stadt mit Nürnberg verbindet (U1). Sie fährt werktags von 5 Uhr - 0 Uhr zu den Hauptverkehrszeiten ca. 10 minütlich. Innerhalb Fürths gilt die Preisstufe "K" für Kurzstrecke, wer nach Nürnberg möchte muss die Preisstufe 2 wählen, hier bietet sich allerdings das Tagesticket Solo an, mit welchem man den ganzen Tag(oder das Wochenende) im Streckennetz fahren kann. Für Gruppen gibt es entsprechend günstige Gruppentickets.

Die DB fährt von Fürth Hauptbahnhof ab praktisch nur kurze Strecken an, über diese ist Erlangen und das fränkische Umland zu erreichen. Eine S-Bahnverbindung von Nürnberg über Fürth bis nach Erlangen befindet sich derzeit im Bau.

Bus[Bearbeiten]

In Fürth gibt es ein sehr gut ausgebautes und gut getaktetes Stadtbusnetz. Für Fahrten innerhalb des Stadtgebietes muss neuerdings die Tarifzone Z gewählt werden (für sehr kurze Strecken gilt weiterhin die Tarifzone K = Kurzstrecke).

Auto[Bearbeiten]

Für Auswärtige ist es nicht ratsam den Stadtkern mit dem Auto zu besuchen, viele Einbahnstraßen stiften in der gewachsenen Stadt Verwirrung, Parkplätze sind rar gesät. Falls doch gelangt man am besten über die A73 Ausfahrt Fürth/Nürnberg und dann über die Fürther Str. bzw. Nürnberger Str. oder über die B8 und dann über die Schwabacher Straße.

Schiff[Bearbeiten]

Fürth ist an den Main-Donau-Kanal angeschlossen und besitzt einen eigenen Hafen, welcher allerdings nicht von Flusskreuzfahrtanbietern bedient wird. Jedoch wird der Fürther Hafen von einigen regionalen Ausflugsschifffahrtanbietern bedient, welche in Nürnberg starten und an einem Fürther Anleger Halt machen.

Mobilität[Bearbeiten]

Fürth besitzt ein Stadtbussystem, eine U-Bahnlinie, die die Stadt mit Nürnberg verbindet. Außerdem am Hauptbahnhof dichte Regional- und S-Bahnverbindungen nach Nürnberg und Umland. Des weiteren erschließen Regionalbuslinien das Umland. Fahrscheine sind zum einheitlichen Tarif des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg erhältlich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen[Bearbeiten]

Sehenswerte Kirchen sind die Michaeliskirche in der Altstadt, eines der ältesten Gebäude der Stadt und Wahrzeichen, die Kirche "Unsere Liebe Frau" gegenüber des Stadttheaters sowie die Auferstehungskirche in der Nähe des Stadtparks.

  • St. Michaelskirche, Kirchenplatz

Die Michaelskirche ist das älteste Gebäude in Fürth. Die Anfänge dieser Wehrkirche gehen auf die Zeit um 1100 zurück. Wie es dem damaligen Marktflecken entsprach, ist St. Michael nur eine einfache, relativ schmucklose, dörfliche Kirche mit einem Schiff und einem Turm. Der ehemals befestigte Kirchhof ist noch in seinen Umrissen zu erkennen. Der Turm konnte als Wehrturm nur durch das Innere betreten werden, in Kriegszeiten war er die einzige Schutzmöglichkeit, da Fürth keine Mauern besaß. Teile des Langhauses gehen auf die Romantik zurück. In der Gotik entstanden der Turm mit dem Westportal, der Chor und der Südeingang. Das Innere entspricht der Neugotik des 19. Jahrhunderts. Als einziges altes Kunstwerk ist das um 1500 von Adam Kraft gebaute Sakramentshaus aus Sandstein erhalten. Über Jahrhunderte hinweg war die Michaelskirche der einzige Monumentalbau in Fürth. Ihr charakteristischer Turm allein bestimmte die Silhouette des Ortes.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Der klassizistische Bau wurde von 1830 bis 1834 im Auftrag der Grafen Pückler-Limburg von dem königlich-bayerischen Bauinspektor Leonhard Schmidtker errichtet. Das Gebäude ersetzte das alte marode gewordene Wasserschloss. Da es für zwei gräfliche Familien, die Grafen Ludwig und Friedrich Pückler-Limburg, gebaut wurde, ist es stolze 70 Meter lang und stellt die größte klassizistische Schlossanlage Süddeutschlands dar. Die Fassade weist eine streng symmetrische Gliederung auf. Heute gehört das Schloss der Stadt Fürth, die es als Stadtarchiv, Stadtbibliothek und als Museum nutzt.

  • Nahe des Stadtteils Dambach im Stadtwald befindet sich die Alte Veste, eine Festungsruine aus dem Dreißigjährigen Krieg. Dort findet man einen kostenlos besteigbaren Aussichtsturm, von welchem man einen guten Ausblick über die Stadt und das Umland hat.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Rathaus, Königstraße 86-88

Das schmucke Rathaus fällt in Größe und Bauart völlig aus dem Rahmen seiner Umgebung. 1840-50 wurden diese monumentalen Gebäude nach den Plänen von Eduard Bürklein im klassizistischen Stil errichtet. Der Bau drückt das Selbstverständnis der aufstrebenden Industriestadt aus und liegt an der Hauptverkehrsachse, der Königstraße. Der 55 Meter hohe viereckige Turm, das Wahrzeichen Fürths, ist dem Palazzo Vecchio in Florenz nachempfunden. Hauptgestaltungselement sind die Rundbogenfenster, die der römischen Antike, dem frühen Mittelalter und der italienischen Frührenaissance entlehnt sind.

Die Industriestadt wuchs so schnell, dass schon 50 Jahre später ein Erweiterungsbau notwendig war, der dem Hauptbau sehr ähnlich sieht und in dem heute der Sitzungssaal mit seiner Neo-Renaissance-Ausstattung untergebracht ist. Die Holzvertäfelung und die reich verzierte Kassettendecke geben ihm ein würdiges Aussehen. Einen Blick lohnt das klassizistische Treppenhaus mit seinen Farben am Sockel und schließt immer heller werdend mit der filigranen Deckenbemalung ab, welche Blatt- und Laubornamente sowie das Stadtsymbol, das dreiblättrige Kleeblatt, im Zentrum zeigt. Überall im Haus findet man als Schmuck dieses Wappen von Fürth.

Eines der prachtvollsten Gebäude Fürths ist das Stadttheater, das die berühmten Wiener Architekten Helmer und Felmer im neobarocken Stil 1902 gebaut haben. In nur 14 Monaten wurde das Theater fertig gestellt und war das erste Fürther Gebäude, das mit elektrischem Strom ausgestattet war. Für Theaterbauten wurde damals gerne der Barockstil verwendet. Zum einen, weil er sehr festlich wirkt, zum anderen weil im Barock das Theater einen hohen Stellenwert einnahm. Die Fassade wird von einem großen Portalbogen dominiert und entfaltet eine repräsentative Wirkung. Reliefs von Mozart und Schiller, dazu Büsten von Wagner, Beethoven, Goethe und Lessing an den Seitenfronten, stehen für das Programm des Hauses und den bildungsbürgerlichen Geschmack der Zeit. Insgesamt ist der Stil historisch, das heißt, dass auf verschiedene Epochen zurückgegriffen und daraus etwas Neues kreiert wurde. Der Zuschauerraum dagegen ist im Neo-Rokkoko gehalten und glitzert Golden, Weiß und Rot wie ein Geigen-Schatzkästlein.

Das Berolzheimerianum ist ein Beispiel für den in Fürth beliebten Jugendstil. Ganz und gar asymmetrisch ist dieser Prachtbau nach drei Seiten frei. Wichtigstes Gestaltungsmerkmal ist die Vielfalt an Fensterformen. Am Giebel an der Südseite wurden die geschwungenen Formen des Jugendstils nicht nur als Dekor verwendet, sondern sind ganz in die Architektur eingeflossen. 1904 stiftete der jüdische Bleistiftfabrikant Heinrich Berolzheimer den Fürthern dieses prächtige Volksbildungsheim, um auch Arbeitern Zugang zu Büchern zu bieten. Diese Gelegenheit nutzte auch der DGB-Begründer Hans Böckler. Heute dient das komplett renovierte Gebäude der Comödie Fürth als Spielstätte und Restaurant. Die Comedians Volker Heißmann und Martin Rassau haben hier ihre Heimstatt.

  • Logenhaus der Freimaurerloge, Dambacherstraße 11

Das herausragende Historismusgebäude der Fürther Loge wurde 1890/91 von dem Nürnberger Architekten Leonhard Bürger erbaut und stellt die steingewordene Idee der Freimaurer dar. Der Architekt bezog Inspirationen aus der italienischen Renaissance für den gewaltigen Kubus, weil hier die Wiege des Humanismus und der Beginn der Toleranz war. Die barocken Schmuckelemente sollen diese Idee kostbar gestalten. Das Gebäude steht frei in einem großen Garten, eingegrenzt von einer aufwändigen Einzäunung mit schmiedeeisernem Gitter. Die Größe zeigt den hohen gesellschaftlichen Status der Freimaurer Ende des 19. Jahrhunderts. Der kubusartiger Baukörper ist reich geschmückt, vor allem mit freimaurerischen Zeichen. Oben auf dem Giebel symbolisieren zwei Frauengestalten die Wahrheit und Freundschaft, den Namen der Fürther Loge. Der renovierte Saal zählt zu den schönsten Festsälen Fürths.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Centaurenbrunnen am Bahnhofplatz

Den Kunstbrunnen schuf Rudolf Maison im Jahre 1890 als Erinnerung an die erste deutsche Eisenbahn und die Errichtung der zentralen Wasserversorgung. Dargestellt ist die Bändigung der Naturkraft in Form des Centauren, eines Mischwesens, das halb Mensch und halb Pferd ist. Der Mensch zähmt es, so wie er den Dampf der Lokomotive bändigt, um ihn für sich zu nützen. Dass es sich um ein Denkmal für die historische Eisenbahn des Adlers anno 1835 handelt, verdeutlicht das geflügelte Eisenbahnrad. Den Dampf der Eisenbahn empfanden die Menschen zuvor als etwas Bedrohliches. Der schöne Brunnen wertet den zentralen Bahnhofplatz auf und dominiert ihn. Er war der erste große Brunnen in Fürth und spiegelt den Stil seiner Zeit.

  • Paradiesbrunnen

Seit 1995 steht der Paradiesbrunnen auf der nach seinem Stifter benannten Dr.-Max-Grundig-Anlage, die von den Fürthern "Kleine Freiheit" genannt wird. Dargestellt ist der Garten Eden: Ein Baum bildet seine Mitte, exponierte Figuren sind das Einhorn, die Schlange, sowie die Darstellung von Adam und Eva. Viele weitere Tiere sind unregelmäßig über den ganzen Brunnen verteilt. Er hat keine feste Begrenzung, sondern bezieht sein Umfeld mit ein. Adam und Eva gehören dazu, stehen jedoch daneben. So wird eine gestalterische Verbindung zwischen Brunnen und Platz hergestellt. Der Ort lädt, besonders mit seinen Bänken, zum Verweilen ein. Es plätschern zahlreiche Wasserspiele. Als Baum im Zentrum steht eine Esche, die aus der germanischen Mythologie entlehnt ist. Der Regenbogen als Zeichen der Zuversicht spannt sich als Brücke vom Himmel zur Erde.

Museen[Bearbeiten]

Auf über 1000 qm präsentiert die Ausstellung die Geschichte des Rundfunks und der Tonaufzeichnung von den Anfängen bis in die Gegenwart. Ein 100-KW-Sender aus dem Jahr 1940 steht im Mittelpunkt der Geschichte des Sendewesens.

Adresse: Kurgartenstraße 37, 90765 Fürth, U1 Haltestelle: "Stadtgrenze", Tel.: 0911/756 81 10, E-Mail: rundfunkmuseum@fuerth.de

Öffnungszeiten: Di.-Fr. 12-17 Uhr, Sa.-So. + Feiertage 10-17 Uhr, jeden 1. Do. im Monat 12-22 Uhr

In Fürth entstand im 17. Jahrhundert das größte jüdische Gemeinwesen in Süddeutschland. Das Museum thematisiert neben der Geschichte und der Kultur der Juden in Fürth und Franken auch die Gegenwart und Zukunft. Das ganze Jahr gibt es sehenswerte Sonderausstellungen.

Adresse: Königstraße 89, U1 Haltestelle: "Rathaus", 90762 Fürth, Tel.: 0911 / 77 05 77, E-Mail: info@juedisches-museum.org

Öffnungszeiten: Mi.-So. 10 - 17 Uhr Di. 10 - 20 Uhr

Die Kunst Galerie ist ein kleiner, feiner Ort, um dem kunstorientierten Publikum in wechselnden Ausstellungen Werke nationaler und internationaler Künstler zu präsentieren.

Adresse: Königsplatz 1, U1 "Haltestelle Rathaus", 90762 Fürth, Tel.: 0911 / 974-1690, E-Mail: info@kunst-galerie-fuerth.de

Öffnungszeiten: Di. - Sa. 13 - 18 Uhr So. + Feiertags 11- 17 Uhr

Adresse: Ottostraße 2, 90762 Fürth, U1 Haltestelle "Hauptbahnhof Fürth", Tel.: 0911/979 222 90, E-Mail: info@stadtmuseum-fuerth.de

Öffnungszeiten: Di., Fr., So., 11 - 17 Uhr Mi. 9 - 12 Uhr Do. 11 - 20 Uhr Sa. 13 - 17 Uhr

Das Museum zeigt Ausstellungen zum Frauenalltag und zu Frauenkulturen im interkulturellen Vergleich. Das erste Frauenmuseum in Bayern ist eine Kooperation von Frauen in der Einen Welt e.V. und dem Fürther Kulturreferat.

Adresse: Schlosshof 23, 90768 Fürth, Bus 172 Haltestelle Regelsbacher Straße, Tel.: 0911/598769, E-Mail: frauenindereinenwelt@web.de

Öffnungszeiten: Do., Fr. 14-18 Uhr Sa. + So. 11 - 17 Uhr

Dialysemuseum Fürth

Das KfH-Dialysezentrum wurde nach dem Fürther Arzt Jakob Henle benannt. Die Ausstellung zeigt die historische Entwicklung der Nierenersatztherapie von der Antike bis in die Neuzeit.

Adresse:

Robert-Koch-Str. 41, 90766 Fürth, U1 Haltestelle "Fürth Klinikum", Tel.: 0911/977 957 47

Öffnungszeiten: Di. + Do. 14 - 16 Uhr und nach Vereinbarung

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Fürther Freiheit

An diesem Platz kam 1835 die erste deutsche Eisenbahn, der Adler, an. Zu dieser Zeit lag die Freiheit noch am Südrand der Stadt, wurde aber dank der Eisenbahn schnell zum neuen Zentrum von Fürth. Bis 1922 verkehrte hier die Ludwigsbahn. Ein Platz wurde die Freiheit erst, als 1938 der alte Ludwigsbahnhof abgerissen wurde, weil die nationalsozialistischen Machthaber einen Platz für ihre Aufmärsche benötigten. An der nördlichen Seite ist die Adenauer-Anlage zu sehen, eine Grünanlage, die bereits 1827 entstand. Heute ist der historische Platz ein zentraler Veranstaltungsort, beispielsweise für die Fürther Michaelis-Kirchweih. Außerdem wird er als Obst- und Gemüsemarkt genutzt.

  • Marktplatz und Gauklerbrunnen

Der grüne Markt war einst Mittelpunkt des alten Fürths. Hier verlief die wichtige Handelsstraße von Frankfurt nach Prag. Da Fürth im Dreißigjährigen Krieg 1632 fast vollständig zerstört wurde, stammen mit Ausnahme der Michaelskirche die schönen alten Häuser am Grünen Markt aus der ersten Hälfte des 17. und dem 18. Jahrhundert. Neben einfachen Fachwerkbauten stehen Sandsteinhäuser mit barocken Schweifgiebeln, die vom Aufschwung künden, den die Stadt im 18. Jahrhundert genommen hat. Besonders schön ist das barocke ehemalige Gasthaus "Zum goldenen Schwan" mit seinem plastisch gestalteten Ausleger.

Der Marktplatz ist im Grunde eher eine verbreiterte Straße. Nach einer aufwändigen Neugestaltung ist er heute zum neuen kleinen Zentrum der Stadt avanciert. Eine beliebte Attraktion ist der 2004 von Harro Frey gestaltete "Gauklerbrunnen" mit zwei Figurengruppen, die Akrobaten und Artisten zeigen. Sie verweisen darauf, dass in früheren Zeiten viele Künstler hier auftraten.

  • Hornschuchpromenade und Königswarterstraße

Die zwei Straßen aus der Gründerzeit gehören zu den schönsten in Fürth. Zwischen Luisen- und Jakobinenstraße wurden 1883 bis 1904 von der Oberschicht repräsentative Häuser mit reichen Sandsteinverzierungen erbaut. Um die teueren Grundstücke gut auszunutzen, entstanden eine geschlossene Bebauung. Im Kontrast zur Altstadt wirkt Fürth hier ausgesprochen urban. Schon die großzügige Anlage als Promenade mit Baumbestand in der Mitte ist etwas Besonderes. Hier auf dem grünen Mittelstreifen fuhr einst die Ludwigseisenbahn. An den prunkvoll verzierten Fassaden mit ihren Figuren, schmiedeisernen Balkonen und hübschen Erkern zeigt sich der Reichtum der Besitzer. Der erste Stock, in dem meist der Hausherr wohnte, ist besonders repräsentativ gestaltet. Viele der Häuser, vor allem in der Königswarterstraße, haben für gewerbliche Nutzung ein Rückgebäude im Hof. Die Durchgangsflure zu den Rückgebäuden erhielten sehenswerte Stuckdecken, Malereien und andere Schmuckelemente und haben so ihren ganz individuellen Charakter.

  • Gustavstraße

Die Gustavstraße war jahrhundertelang die wichtigste Straße der Altstadt. Heute ist sie Mittelpunkt der Kneipenszene und vor allem am Abend ein beliebter Treffpunkt. Kein Haus gleicht hier dem anderen. Dachformen, Höhen, Stile und Fassadengestaltung wechseln sich ab. Charakteristisch sind die bunten Schiefer auf vielen Bauwerken. Hinter ihnen wurde das ursprüngliche Fachwerk verborgen, das man damals als bäuerlich und unzeitgemäß empfand. Besonders attraktiv ist das barocke Sandsteingebäude des Gasthauses "Grüner Baum", in dem der Schwedenkönig Gustav Adolf 1632 genächtigt haben soll. Nach ihm ist in jedem Fall die Straße heute benannt.

Parks[Bearbeiten]

Nordstadt von Innenstadt trennend der Pegnitz entlang liegt der Fürther Stadtpark, der auch bereits Schauplatz der Landesgartenschau war. Im Stadtpark bietet sich an sonnigen Tagen ein Besuch des Stadtparkcafé an. Im Sommer werden zahlreiche Theaterstücke auf der Fürther Freilichtbühne im Stadtpark aufgeführt. Im Süden der Stadt ist eine kleine Parkanlage am Rednitzufer gelegen. Mitten in der Stadt an der Fürther Freiheit befindet sich die Konrad-Adenauer-Anlage als grüne Oase in der Stadt.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Alter Jüdischer Friedhof

Der Friedhof wurde 1607 angelegt, 300 Jahre lang war er in Gebrauch. Inzwischen ist er jedoch vollständig belegt und geschlossen, ein freier Zugang ist also nicht möglich. Das Gelände wird von einer hohen Mauer eingefriedet und lag bis zum 19. Jahrhundert außerhalb der Stadt. Erst danach wurde hier gebaut. Rund 20 000 Menschen wurden auf dem traditionsreichen Friedhof beerdigt, noch erhalten sind etwa 6500 Grabsteine.

Der jüdischen Tradition entsprechend ist kein Blumenschmuck zu sehen, ebenso wenig wie festgelegte Grabfelder. Auch die Bäume sind nicht geplant gepflanzt, man überlässt die Vegetation der Natur. Auf einigen Grabsteinen liegen kleinere Steine. Dies ist ein jüdischer Brauch in Anlehnung an den Auszug aus Ägypten. Im Westlichen Teil des Friedhofs befinden sich die neueren Gräber. Man kann die Integration der Juden im 19. Jahrhundert daran erkennen, dass hier deutsche Inschriften auf den Steinen zu finden sind. Auskünfte erteilt die jüdische Gemeinde. Die Tourist Information bietet ebenfalls Führungen an.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kinos

  • Uferpalast - Programmkino der Kinokooperative Fürth e.V. im Kulturforum Schlachthof (U-Bahn Linie 1 Haltestelle Stadthalle)

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ein etwas versteckes American Diner, zwischen Rathaus und Stadthalle, welches die wohl besten BBQ-Ribs anbietet. Zu den üblichen amerikanischen Spezialitäten wie Burger, Ribs und Tex-Mex, gibt es hier nicht nur die üblichen Steaks von Rind und Schwein, sondern auch Kangaroo, Strauß, Krokodil & Klapperschlange.
  • "Schillers Glocke"
Schillerstraße/ Ecke Marienstraße; fränkisches Speiselokal, Essen ohne Schnick Schnack zu günstigen Preisen.
  • Eine gute Destination ist das Restaurant Stara Chata in der Angerstraße in der Nähe des Marktplatzes mit hervorragender polnischer Küche zu niedrigen Preisen und einer großen Auswahl an polnischem Bier.

Ausgehen[Bearbeiten]

In Fürth findet sich eine bunte Kneipenszene mit Schwerpunkt im Altstadtviertel rund um die Michaeliskirche. Reichlich Open-Air Gastronomie findet sich vor allem in der Gustavstraße.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Klarkommen[Bearbeiten]

Stadtmagazine

  • LottaLeben - Das jüngste Online-Stadtmagazin für die Nachbarstädte Nürnberg, Fürth und Erlangen. Der Zugriff ist kostenlos. Dem Veranstaltungskalender stehen umfassende Artikel mit Empfehlungen voran.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Weiter geht's[Bearbeiten]



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