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Esna

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Esna (arab.: اسنا, Isnā), das antike Iunit oder Ta-senet (Tesnet), das koptische Sne bzw. das griechische Latopolis, ist ein Ort in Oberägypten (Ägypten) auf dem Westufer des Nils im Gouvernement Qena. Er befindet sich 54 km südlich von Luxor und 49 km nördlich von Edfu. Esna hat 30.000 Einwohner und ist ein Zentrum des koptischen Glaubens.

Hintergrund[Bearbeiten]

Frühe Funde nahe Esnas datieren ins Jungpaläolithikum (um 10.000 v. Chr.), Esna war Zentrum der Steinindustrie (Mahlsteine, Sichelklingen, Schaber und Stichel).

Pharaonische Zeugnisse sind gering. Texte erwähnen zwar die Königsnamen wie Thutmosis III., Amenophis II. und Psametik I. Die archäologischen Zeugnisse beschränken sich jedoch auf dem ptolemäischen Chnum-Tempel und die Nilbarsch-Nekropole (lat. Lates niloticis, von dem sich die griechische Bezeichnung ableitet). Ursprünglich hat es wohl drei Tempel im Großraum Esna gegeben, zwei wurden aber abgerissen (einer erst im 19. Jahrhundert zur Zeit Muhammed Alis). Der verbliebene Tempel verlor seinen Hauptbau im Mittelalter.

Esna ist Zentrum des Christentums. In seiner Nähe befinden sich bedeutende Kirchen und Klöster.

Im Mittelalter erlangte Esna Bedeutung als Karawanenstadt und Umschlagort für landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Anreise[Bearbeiten]

Esna liegt auf der westlichen Niluferseite und ist nicht direkt an des Fernstraßennetz bzw. Bahnnetz angebunden. Straße und Bahnlinien verlaufen auf dem Ostufer.

Auto und Taxi[Bearbeiten]

Sie können mit Auto oder Taxi nach Esna anreisen, müssen sich aber in Luxor oder Assuan einem Konvoi anschließen. Der Konvoi hält jedoch in der Nähe des Tempels von Esna.

Bus[Bearbeiten]

Sie können mit einem Überlandbus von Luxor nach Esna fahren. Dieser hält aber auf dem Ostufer. Sie können nun mit einem Taxi oder zu Fuß Esna über die Straße über den Nilstaudamm erreichen.

Bahn[Bearbeiten]

Sie können mit dem Zug von Luxor nach Esna fahren. Dieser hält aber auf dem Ostufer. Sie können nun mit einem Taxi oder zu Fuß Esna über die Straße über den Nilstaudamm erreichen.

Schiff[Bearbeiten]

Sehr beliebt sind Nilkreuzfahrten. Die Schiffe halten in unmittelbarer Nähe zum Tempel am Nilufer.

Mobilität[Bearbeiten]

Man erreicht den Tempel zu Fuß, indem man den Basar in westlicher Richtung durchquert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Altägyptische Denkmäler[Bearbeiten]

  • Der griechisch-römische Tempel des Chnum befindet sich mitten in der Stadt, aber auf 9 m niederem Bodenniveau. Öffnungszeiten: Oktober bis Mai 6 - 17:30 Uhr, Juni bis September 6 - 18:30 Uhr. Eintrittspreis: LE 15. Heutzutage kann man nur noch den Vorhof und den ersten Säulensaal (Pronaos) besichtigen. Der Säulensaal hat eine Breite von 33 m und eine Tiefe von ca. 17 m, die Fassade wird durch eine Schrankenwand gebildet. In seinem Inneren befinden sich insgesamt 24 Säulen. Dargestellt sind Opferszenen und Kulthandlungen von Königen vor Göttern, eine Feindniederschlagung, Fisch- und Vogelfang. Die Decke ist mit astronomischen Darstellungen geschmückt.

Stadt[Bearbeiten]

  • Es lohnt ein Besuch des Basars und der Altstadt.

Christliche Denkmäler[Bearbeiten]

  • Kirche am Esna-Tempel. Gegenüber dem Esna-Tempel wurde eine kleine, 7 × 11 m große Kirche gefunden, hinter dem Altar befand sich eine Apsis, im Kirchenraum 2 × 5 Säulen.
  • Das Kloster des Hl. Matthias des Töpfers (auch Matthias der Arme; Deir al-Fachuri) ist nordwestlich von Esna am Wüstenrand, ca. 7 km vom Dorf Asfun al-Matana gelegen. Seine Ursprünge reichen in das achte Jahrhundert zurück. Schöne Wandmalereien stammen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert. Seit 1975 wird das Kloster wieder von Mönchen bewohnt.
  • Das Nonnen-Kloster der Märtyrer (Deir al-Schuhada), auch Kloster des Hl. Ammonius (Deir Manawus), liegt ca. 7 km südlich des Esna-Tempels. Seinem Namen bezieht das Kloster vom Märtyrium des Ammonius und weiterer 3600 Märtyrer, die auf Geheiß des Hadrian ermordet wurden. Das Kloster besitzt zwei Kirchen, die Kirche der Hl. Jungfrau Maria (errichtet 1931) und die Kirche der Heiligen Märtyrer (8. Jahrhundert). Letztere Kirche zählt zu den schönsten Kirchen Ägyptens. Heute wird das Kloster von etwa 20 Nonnen bewohnt.
  • Auf dem Gebiet zwischen dem Kloster des Hl. Matthias und dem Kloster der Märtyrer wurden zahlreiche unterirdische Einsiedeleien aus dem 5. und 6. Jahrhundert gefunden.

Weitere Denkmäler[Bearbeiten]

  • Staudamm von Esna.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die meisten Toursiten reisen aus Assuan oder Luxor an.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Ein Besuch der etwa zeitgleichen Tempelanlagen von Edfu und Kom Ombo lohnt. Man sollte nicht versäumen, die 10 km nördlich von Edfu gelegene archäologische Stätte El-Kab zu besichtigen.






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