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Engadin

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Das Engadin ist ein südlicher Landstrich im Kanton Graubünden (Hauptstadt: Chur). Das Engadin ist benannt nach dem Inn (rätoromanisch: En), grob umrissen als südöstlichster Teil der Schweiz.

Das Unterengadin oberhalb Lavin

Regionen[Bearbeiten]

Morgenstimmung im Oberengadin

Das Engadin ist ein Hochtal im Alpenhauptkamm, das auf etwa 86 Km in Nordöstlicher Richtung verläuft. Man unterscheidet das * Oberengadin und das * Unterengadin. Die Grenze verläuft bei der Punt Ota vor zwischen Cinuos-chel (S-chanf) und Brail. Das Oberengadin ist ein Tal mit ausgeprägter U-Form. Es ist berühmt für seine Seenlandschaft zwischen Maloja und St. Moritz und weist durch das rauhe Bergklima fast ausschliesslich reine Nadelwälder auf. Das Unterengadin indes weist eher eine V-form auf. Der Inn fliesst hier über weite Strecken in einer regelrechten Schlucht. Das Klima ist bereits deutlich milder, und die Wälder haben eine Mischform zwischen Laub und Nadelholz.

Orte[Bearbeiten]

St.Moritz im Herbst

Im Oberengadin finden sich Orte wie St. Moritz, Sils Maria oder Pontresina. Im Unterengadin liegt Scuol im Tal, also am Inn, während die romantischeren Ortschaften wie Guarda, Ardez, Ftan und Sent einige Höhenmeter höher - quasi auf einer "Sonnentrasse" - angesiedelt sind. Ab 2011 werden die Orte Tarasp und Vulpera mit einer Brücke von Scuol her besser erschlossen und sind neu auch mit Reisebussen erreichbar.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Neben dem Haupttal sind die vielen kleineren und grösseren Seitentäler des Engadin erwähnenswert. Im Westen wird das Engadin durch den steil abfallenden Malojapass begrenzt. Dieser führt in das bewohnte Tal Bergell mit seinen Kastanienhainen und steilen Bergflanken. Im Süden kommt man über den reizvollen Berninapass ins Val Poschiavo (Puschlav), das ebenfalls bewohnt ist. Und im Unterengadin kommt man über den Ofenpass (der durch den Nationalpark führt) ins Münstertal, das in Hausstil und Lebensart schon deutlich vom Südtirol geprägt wird. Im Norden kommt man über den Julier nach Bivio, von wo aus der berühmte Septimerpass beginnt. Und nördlich von La Punt kommt man über den pass da l' alvra in das gleichnamige Albulatal mit Bergün. Schlussendlich gelangt man bei Susch über den Flüela nach Davos und bei Martina ins Samnaun und nach Österreich. Aber auch kleinere, unbewohnte Nebentäler wie das Val Fex, das Val Chamuera, Val Trupchun oder das Val Fedoz sind erwähnens- und besuchenswert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Die ursprüngliche Sprache im Engadin war und ist das Rätoromanische, wobei zwischen Ober- und Unterengadin unterschieden werden muss. Zwar gehören beide romanischen Idiome dem ladinischen Typ an, jedoch wird das Romanische des Oberengadin als Putèr bezeichnet und das Romanische des Unterengadin als Vallader . Romanisch ist eine Lateinische Sprache (viele sagen die ursprünglichste, dem Latein am nahestehendste). Sie entstand als eine Gemisch aus dem Rätischen, das in vorrömischer Zeit in den Rätischen Bergen gesprochen wurde und Latein, das die Römer mitbrachten. Die meisten Leute im Engadin sind jedoch der deutschen Sprache (zumindest dem Schweizerdeutsch) mächtig, wenn nicht gar Muttersprachler. Auch mit Italienisch sollte man so gut wie gar keine Schwierigkeiten haben, zumal viele Gäste wie auch Arbeitnehmer im Engadin aus dem grenznahen Ausland und somit aus Italien stammen.

Anreise[Bearbeiten]

RHB and the Morteratsch Glacier

Im Oberengadin führen der Bernina- und Maloja-Pass, im Unterengadin der Ofen- und der Reschenpass nach Italien. Der Fluelapass bringt den Reisenden in den nördlichen Teil des Kantons Graubünden. Auf der anderen Seite des Passes finden sich dann Davos und Klosters. Der Vereina-Tunnel verbindet diese beiden Teile Graubündens seit einigen Jahren, so dass der Fluelapass zum Winter kaum mehr geräumt wird. Der wichtigste Pass für Autoverkehr ins Oberengadin ist der Julierpass, der auch im Winter gut geräumt wird. Der Albulapass ist für Autoverkehr im Winter jedoch gesperrt, die Passtrasse wird im Winter als Schlittenbahn benutzt.

Von Norden führen zwei Bahnstrecken ins Engadin. Entweder über Landquart, Klosters, Saglians ins Unterengadin oder über Chur, Filisur, Albula, Samedan ins Oberengadin. Die Bahnfahrt von Chur nach Samedan gehört sicherlich zu einer der spektakulärsten Bahnstrecken der Welt und wurde 2006 zu einem UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Von Süden gibt es eine Bahnstrecke von Tirano über Poschavio, Bernina, Pontresina ins Oberengadin. Auch diese Bahnfahrt ist ein besonderes Erlebnis.

Seit 2005 gibt es eine Postbusverbindung von St.Moritz über Maloja, Bergell nach Lugano. Reservierung notwendig.

Mobilität[Bearbeiten]

Das gesamte Oberengadin ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. In der Wintersaison stehen zusätzliche zahlreiche Bergbahnen zur Verfügung. Bei der Anreise mit dem eigenen PKW ist besonderst im Winter zu beachten, dass geeignete Parklplätze Mangelware sind.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Maloja

Muottas Muragl, Diavolezza, Herbst, Winter, Guarda, Ardez, White Turf, Nationalpark ... Eigentlich ist alles im Engadin sehenswert.

Ausgehen[Bearbeiten]

Während in der Hochsaison, speziell um Weihnachten, der Bär steppt, kann es in der Nebensaison auch ziemlich ausgestorben sein.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Das Engadin bietet eine Vielzahl an Köstlichkeiten. Die berühmte Engadiner Nusstorte oder Plain in Pigna (eine Art Kartoffelauflauf mit Speck)sind nur ein Paar der vielen Spezialitäten. Die Küche ist eher deftig und teilweise durch das Tirol geprägt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Noch sicherer als der Rest der Schweiz. Sicherer gehts sozusagen nicht mehr.

Klima[Bearbeiten]

Das Engadin ist bekannt für seine vielen Sonnentage. Bedingt durch die Höhe kann es aber sehr kalt werden. Also auch im Sommer einen warmen Pulli einpacken. Im Winter kann es zwar zum bis zu minus 30 Grad kalt werden, jedoch ist das Klima im Winter durch die trockene Luft und die Sonne meist trotzdem sehr angenehm.

Das Klima unterscheidet sich stark zwischen Ober- und Unterengadin. Dort sind Temperaturen im Sommer von 30 Grad nicht mehr so selten, während im Oberengadin die 30 Grad Marke nicht so oft geknackt wird.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Snowboarden, Skifahren, Klettern, Tourenski, Mountainbike, Inlineskaten, Langlaufen, Golfen, Curling, Kitesurfen, Windsurfen, Snowkiten, Angeln, Segelfliegen, Drachenfliegen, Bob, Skeleton, Skijöring und wandern kann man auch.

Weiter geht's[Bearbeiten]