El Petén

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Mittelamerika : Guatemala : El Petén
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El Petén ist das nördlichste der 22 Departamentos von Guatemala und mit Abstand auch das größte.

Der Petén ist eine höchst eigenständige geokulturelle Region, er hat mit dem südlichen Yucatan („Ort der Pflanzungen“) und dem westlichen Belize mehr gemein als mit Guatemala zu dem er politisch gehört. Die präkolumbianische Bevölkerung im Petén mag über eine Million betragen haben, im Jahre 1697 etwa 60-80 000 (Morley 1983, Souza 1970)

Demographische Explosion 1714: 3 027, 1950: 15897, 1978: 120 774, 1986: 300 000, 2000: 500 000 (Aldana 1974).

[bearbeiten] Regionen

[bearbeiten] Orte

  • Dolores
  • Flores
  • La Libertad
  • Melchor de Mencos
  • Poptún
  • San Andrés
  • San Benito
  • San Francisco
  • San José
  • San Luis
  • Santa Ana
  • Sayaxché

[bearbeiten] Weitere Ziele

Die wichtigsten Flüsse sind der Rio San Pedro, der Usumacinta und der Rio de la Passión.

[bearbeiten] Hintergrund

Naturräumlich betrachtet besteht der Petén aus der sehr einheitlichen Formation des Yucatan-Karstes, wobei sich der nördliche Hügelkarst mit seinen gleichförmigen runden Kuppen, die oft überwachsenen Pyramiden ähneln, deutlich vom spitzeren und höheren Kegelkarst unterscheidet. Der Untergrund ist noch jung und überwiegend flachgründig. Es werden mit meist bis zu 400m nur geringe Höhen über dem Meeresspiegel erreicht. Dem Wasserhaushalt in Karstgebieten entsprechend ist Grundwasser kaum verfügbar und die sommerliche Trockenperiode verschärft den Wassermangel. Der Wasserstand des größten Sees des Petén, des "Lago Petén Itzá" (ca. 100 Quadratkilometer) ändert sich im Laufe eines Jahres um bis zu 2 m und hat starke Schwankungen in Perioden von etwa 40 Jahren. Dieses Absinken und Ansteigen des Wassers kann über 10 m betragen und ist in seiner Ursache noch weitgehend unerforscht. Der Peténsee, ein Grabenbruch von Osten nach Westen (fällt etwa mit dem 17 en Grad NB zusammen) ist durch Höhlen mit den anderen, kleineren Karstseen verbunden. Viele Flüsse trocknen im Sommer völlig aus, um sich in der Regenzeit in tiefe, reißende und von Krokodilen und Schildkröten bevölkerte Gewässer zu verwandeln.

Unter diesen klimatischen Voraussetzungen hat sich ein teilweise laubabwerfender Wald gebildet den LUNDELL (1937) als Quasi-Regenwald bezeichnet hat. Es ist damit zu rechnen, daß beinahe der gesamte Tieflandwald im Laufe der Jahrhunderte durch die Mayabesiedelung irgendwann einmal mehr oder weniger genutzt worden ist. Jedenfalls legt die reiche, arbeitsintensive Bautätigkeit der Maya in vorklassischer und klassischer Zeit eine hohe Bevölkerungszahl und eine damit verbundene intensive Naturnutzung nahe. Dieser echte oder "Quasi-Primärwald" läßt sich durch das Vorhandensein vieler epiphytischer Pflanzen wie Flechten, Moose, Orchideen, Bromelien und Tillandsien und vieler Lianen wie Philodendron, Monstera, Würgefeigen und Farne charakterisieren. Er kann auf gut dränierten Böden bis zu 50 m hoch Im Wald des Karstbereiches gehören Ceiba (Ceiba petandra, Bombacaceae) und Caoba (Swietenia macrophylla, Meliaceae) zu den auffallendsten "emergent trees". Neben dem von den Maya geförderten Ramón- (Brosimum alicastrum, Moraceae) und Cedrobaum (Cedrella odorata, Meliaceae) sind auch Chicozapote (Manilkara zapota, Sapotaceae), Amapola (Bombax ellipticum), Pimienta (Pimenta dioica, Myrtaceae), Leguminosen Sapotaceae und Sabalpalmen häufig. Die unterste Vegetationsschicht wird von Piperaceae, Rubiaceae und mehreren Arten der Bergpalme (Chamaedoraea) dominiert. Waldgräser, Costus und Farne wachsen am Boden.

Etwa 35% der Fläche sind für Landwirtschaft geeignet. Nährstoffreiche Böden sind oft tiefliegend und schlecht drainiert, sie bieten eine hohe Vielfalt von „microenvironments“ oder landwirtschaftlichen Mikronischen. Vielleicht war damals schon die Übervölkerung, die Erschöpfung der Böden und oder eine Trockenperiode ein Grund, warum viele Mayazentren so jäh verlassen worden waren. Im Mayakonzept war eben ein Zyklus von Besiedelung und Abwanderung vollendet – ähnlich einer Milpa, die nach der Ernte jahrelang brach liegt. Der Wald hatte jedenfalls immer Jahrhunderte Zeit sich zu regenerieren.

[bearbeiten] Klima

Das guatemaltekische Departement El Petén hat etwa 36 000 Quadratkilometer und liegt zwischen den beiden Wendekreisen, im Bereich der echten Tropen. Hier prägt sich ein tropischer Regenwald dann aus, wenn der Jahresniederschlag mehr als 2000 mm beträgt und gleichmäßig übers Jahr verteilt ist. Beide Voraussetzungen sind im Petén nicht erfüllt. Die Niederschlagsmenge beträgt im Norden (El Paso) etwa 1800 mm. Die Trockenzeit dauert von November bis Mai, die feuchte Jahreszeit von Mai bis Oktober. Die trockensten Monate sind Jänner bis April, die regenreichsten Monate sind Juni bis Dezember mit bis zu 90 % des Jahresniederschlags. Das Niederschlagsmittel aus zehn Beobachtungsjahren für den Petén ist 1762 mm, die Jahresdurchschnittstemparatur beträgt 26,6 Grad.

[bearbeiten] Sprache

[bearbeiten] Anreise

[bearbeiten] Mobilität

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

In Petén liegt auch eine der bekanntesten guatemaltekischen Sehenswürdigkeiten: die Ruinen von Tikal in der Nähe der Hauptstadt Peténs Flores.

[bearbeiten] Aktivitäten

Eine Forschungsstation wirkt seit 1990 in San José, Petén, Guatemala Sie hat eine exzellente Infrastruktur und bietet zu günstigen Preisen sowohl Exkursionen und Feldpraktika für Gruppen als auch Studienmöglichkeiten für individuelle Ansätze.

Schwerpunkte: Ethnobotanik, Ethnologie, Landesentwicklung, Linguistik, Ressourcenschutz Ökologie, soziales und nachhaltiges Naturmanagement im Habitat des Tropenwaldes Infrastruktur der Forschungsstation Playa Diana - Botanischer Garten, traditionelle Landwirtschaft und Naturschutzgebiet (insgesamt 5 ha) - 6 Gästehäuser mit Bad, Studienplätze für bis zu 22 Personen - hochqualifizierte, erfahrene Mitarbeiter aus der Mayagemeinde für wissenschaftliche Arbeit und kulturellen Austausch. - Bibliothek, PC, Internet - Kontakte zu verschiedenen sozialen Sektoren, sowie zu Regierungs- u. Nichtregierungsorganisationen - Kleinbäuerliche, traditionelle Landwirtschaft (Milpa) für agrotechnische Studien (200 ha), - Exkursionen in den Tropenwald und zu archäologischen Sehenswürdigkeiten, Sprachkurse. - Badestrand, gute Küche, Reitpferde, Boote, u.a.

Exkursionen und Feldpraktika: Für Gruppen bis zu 20 Personen, für 20 Tage, Unterkunft, Verpflegung und akademische Betreuung, p. P.: 700 Euro Individuelle Aufenthalte: Unterkunft und Verpflegung für 20 Euro pro Tag und Person. Hängematte: 3 Euro Tropenstation Playa Diana Municipio de San José/Petén, Guatemala Tel.: 00502 59796513, +58215520 playa_diana@yahoo.de

[bearbeiten] Küche

[bearbeiten] Sicherheit

[bearbeiten] Weiter geht's

[bearbeiten] Weblinks

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