Edinburgh
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Edinburgh ist die Haupstadt von Schottland. Es ist mit seinen etwa 450.000 Einwohnern zwar deutlich kleiner als Glasgow, dient mit seiner hochaufragenden Burg aber schon seit Jahrhunderten als politisches Zentrum Schottlands.
[bearbeiten] Hintergrund
Edinburgh beherbergt nicht nur das weltbekannte Edinburgh Castle als ehemaligen Sitz der schottischen Könige, sondern auch das 1999 einberufene schottische Parlament. Beide sind durch die Royal Mile miteinander verbunden, die sich vom Fuße des Stadtberges Arthur's Seat bis zur Burg erstreckt. An deren Fuß befindet sich auch Holyrood Palace, eine Residenz der britischen Königsfamilie.
Die Edinburgher Innenstadt lässt sich grob in Altstadt (Old Town) und Neustadt (New Town) aufteilen. Die mittelalterliche Altstadt wird dominiert vom Burgberg, der nach Osten hin sanft zum Holyrood Palace abfällte. Entlang des Burgberges zieht sich die Royal Mile. Typisch für die Altstadt sind die Closes, kleine Gassen die verwinkelt und häufig mit vielen Treppen von der Royal Mile nach Süden und Norden abfallen. Die georgianische Neustadt wurde ab 1766 nach Plänen des Architekten James Craig planmässig neuangelegt. Sie bestand ursprünglich aus drei parallelen Strassen (Princes Street, George Street, Queen Street) nördlich der Altstadt und wurde später nach Norden erweitert. Die Edinburgher Neustadt gilt als eines der besterhaltenden Beispiele für georgianische Stadtarchitektur.
Der Stadtkern besteht überwiegend aus historischen Gebäuden und lockt daher eine Vielzahl von Touristen an. Des Weiteren ist Edinburgh bekannt für seine zahlreichen Festivals, insbesondere dem Fringe Festival, dem Edinburgh Tattoo und dem Edinburgh Hogmanay.
[bearbeiten] Anreise
Edinburgh erreicht man aus dem deutschsprachigen Raum am besten per Flugzeug oder alternativ per Übernachtfähre.
[bearbeiten] Flugzeug
Edinburgh besitzt einen internationalen Flughafen (EDI), der am westlichen Stadtrand gelegen ist und über einen regelmässigen Flughafenbus vom Stadtzentrum aus erreicht werden kann.
- Die Lufthansa fliegt täglich 3x von Frankfurt am Main nach Edinburgh.
- Germanwings fliegt Edinburgh vom Flughafen Köln/Bonn an.
- EasyJet fliegt von München und Dortmund aus.
- Bmi fliegt Edinburgh vom Flughafen Zürich an.
- Ryanair fliegt ab dem 02. April 2008 2x wöchentlich (Mittwochs und Sonntags) von Bremen aus.
Alternativ kann man auch das westlich gelegene Glasgow anfliegen und dann mit Bus oder Bahn nach Edinburgh weiterfahren.
Beim Flug mit Ryanair nach Glasgow Prestwick (PIK) ist zu beachten, dass von dort der Zug nach Glasgow (ca. 45 Minuten) und dort (Wechsel zum anderen Bahnhof) der Zug nach Edinburgh zu nehmen ist. Als Ryanair Fluggast erhält man allerdings 50% Rabatt auf den Fahrpreis (dann ca. 7 Pfund bis Edinburgh).
Nach Newcastle gibt es Flugverbindungen von Düsseldorf (Lufthansa) und Hannover (TUIfly). Newcastle ist per Bahn 90min von Edinburgh entfernt. Fahrkarten für die Bahn gibt es bei Vorbuchung [1] für ca 20 GBP retour.
[bearbeiten] Bahn
Edinburghs Waverley Station im Stadtzentrum liegt an der East Coast Main Line, die von London Kings Cross nach Edinburgh und weiter führt. Der Service wird von dem Eisenbahnunternehmen National Express EastCoast betrieben. Scotrail verbindet Edinburgh mit Glasgow, Aberdeen und Perth und weiter in die schottischen Highlands. Fast alle Züge halten auch am Bahnhof Haymarket, 1km westlich der Burg.
Von Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz aus ist Edinburgh bequem und umweltfreundlich mit der Bahn zu erreichen. Die Reisezeit von Amsterdam, Köln und Aachen beträgt 9-10 Stunden mit Umstieg in Brüssel und London. Die Hochgeschwindigkeitszüge Thalys, Eurostar sowie National Express sind mit Vorlaufzeit zu angemessenen Preisen online [2] [3] [4] buchbar. Die Tickets des National Express (London-Edinburgh) werden nur innerhalb Grossbritanniens versandt. Wer keine Adresse oder Bekannte in Grossbritannien hat, kann die vorbestellten Tickets mit der Option FastTicketMachine bis eine Stunde vor Abfahrt am Abfahrtsbahnhof London King's Cross mit der Kreditkarte ziehen. Im günstigen Fall kann man mit einem Fahrpreis von ca. 65 EUR für die gesamte einfache Fahrt rechnen.
Von Zürich und Stuttgart bestehen Reiseketten mit Umstieg in Paris und London, deren Distanz nach der Verbesserung des Hochgeschwindigkeitsangebots in ca. 12 Stunden zurückzulegen ist. Auch hier kann mit Vorbuchung für den TGV Zürich-Paris ein günstiger Preis erreicht werden [5].
[bearbeiten] Bus
- Scotish CityLink verbindet praktisch alle nennenswerte Orte Schottlands miteinander.
- MegaBus verbindet Edinburgh mit einigen Großstädten Großbritanniens. Wer im Internet bucht, kann selbst für deutsche Verhältnisse unschlagbare Preise ergattern. Beispiele: Edinburgh-Glasgow, Fahrzeit ca.1 Stunde, Preis 1-2 Pfund! Edinburgh-Inverness, Fahrzeit ca.3 1/2 Stunden, Preis ca.7 Pfund!
Der sehr große Busbahnhof am St.Andrews Sq. liegt etwas versteckt im Innenhof eines Häuserblocks. Wer mit dem Bus verreisen will, sollte sich vorher über seine Lage informieren.
[bearbeiten] Auto
Edinburgh ist von Glasgow, Stirling und Perth über die Autobahnen M8, M9 und M90 zu erreichen. Von London aus ist Edinburgh über die Ostküste (A1/A1(M)) ca 600km, oder die Westküste M6/A74(M)/A701 ca. 650km zu erreichen. Parken in der Edinburgher Innenstadt ist teuer (um £0.40/15min) und Parkplätze sind schwer zu finden.
[bearbeiten] Schiff
Superfast Ferries bedienen das nördlich von Edinburgh gelegene Rosyth mit einer Übernachtfähre ab Zeebrügge. Alternativ betreibt Scandinavian Seaways eine Übernachtfähre von Ijmuiden (bei Amsterdam) nach Newcastle. Vom Newcastler Fährhafen (North Shields) sind es mit dem Auto etwa 2 1/2 h nach Edinburgh.
[bearbeiten] Mobilität
Der öffentliche Nahverkehr in Edinburgh beruht ausschliesslich auf Bussen. Lothian Busses [6] (mit weinroten Bussen) und First Edinburgh [7] (pink/lila Busse) konkurrieren miteinander. Beide haben ein ähnliches Preisgefüge: Fahrkarten werden beim Busfahrer gekauft, es gibt kein Wechselgeld. Momentan (Mitte 2006) kostet bei Lothian Busses eine Einzelstrecke £1.00 und das Tagesticket £2.30. Auf den Hauptstrecken verkehren Doppeldeckerbusse im Taktverkehr (Liniennetzpläne an den Haltestellen), die Nebenstrecken werden alle 15-30min befahren. Liniennetzkarten und Fahrpläne gibt es beim Lothian Travelshop auf der Waverley Bridge oder in der Tourist Information. Zu beachten ist, dass auf viel befahrenen Strecken nicht jeder Bus an jeder Haltestelle hält: Die Haltestellen sind gestaffelt, Schilder an der Haltestelle geben die Busse an, die dort halten. Busse fahren in etwa von 5h (Sonntags 8h) bis Mitternacht, zusätzlich gibt es auf den Hauptrouten Nachtbusse im Stundentakt.
Besonders empfehlenswert zur Erkundung der Innenstadt sind die angebotenen Busrundtouren [8]. Dabei werden auf vier verschiedenen Routen die touristisch relevanten Ziele der Stadt angefahren. Besonders Mutige können die vier verschiedenen Routen sogar kombinieren. Die oben offenen Doppeldeckerbusse befahren die Rundtouren ca. im 30-Minuten-Takt, wobei die Busse an jedem beliebigen Halt der gewählten Runde verlassen und wieder bestiegen werden können (Hop on hop off). Die 24 Stunden gültigen Bustickets gibt es für Erwachsene, Senioren/Studenten, Kinder und Familien. Die Tickets können online, an besonderen Ticketschaltern in der Stadt gekauft oder in den Bussen selbst gelöst werden. Teilweise werden bei Eintrittspreisen nach Vorlage der Tickets Nachlässe gewährt.
Alternativ bietet sich eines der vielen Taxis an und für einige wenige Vororte der Zug.
Eine Strassenbahn die Leith über Innenstadt mit dem Flughafen verbinden soll ist in Planung (Betriebsbereit ca. 2010).
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[bearbeiten] Kirchen
Die St. Giles´s Cathedral, auch "High Kirk" genannt, ist die Hauptkirche Edinburghs. Die im 15. Jh. im gotischen Stil erbaute Kirche ist 63 m lang und 30 m breit. An der High Street gelegen, diente sie im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte u. a. als Webstube, Gefängnis, Gerichtssaal, Polizeiwache, Schule und Depot für Galgen(!). Besonders markant ist der Turmhelm, der einer Krone nachgebildet ist.
[bearbeiten] Burgen, Schlösser und Paläste
- Edinburgh Castle: am oberen Ende der Royal Mile. Erstaunlich grosses Areal mit vielen verwinkelten Gassen, hat mehr den Character eines mittelalterlichen Dorfes als einer klassischen Burg. Im Inneren gibt es mehrere Ausstellungen, z.B. die schottischen Kronjuwelen und ihre Geschichte oder "Prisons of war" über die Lebensbedingungen der Kriegsgefangenen in der Festung. Minimum 2 Stunden sollte man schon einplanen. Eintritt £11 (ist durchaus angemessen)
- Holyrood Palace: am unteren Ende der Royal Mile. Berühmt u.a. durch Maria Stuart. Schottische Residenz der Queen, die jedes Jahr im Juni hier ist. Wenn sie nicht da ist, kann man Teile des Palastes besichtigen und erhält eine (elektronische) Führung auch in deutsch. Dauer ca. 2h. Eintritt £9.
- Craigmillar Castle: Etwas ausserhalb, am besten Busse 8, 33 ab North Bridge zum Klinikum "New Royal Infirmary" und von dort auf dem Fussweg weiter. Kleine Burgruine, recht gut erhalten.
[bearbeiten] Bauwerke
- Schottisches Parlament (gegenüber des Holyrood Palace). Es ist ein arbeitendes Parlament, kann aber besichtigt werden. Schlangenbildung in Spitzenzeiten.
- City Chambers (Rathaus), Royal Mile: An den Berg gebaut, ist vom Bahnhof aus gesehen 10 Stockwerke hoch (Naturstein!), von der Royal Mile aus nur 2. Das Treppenhaus ist sehenswert.
- Forth Rail Bridge: Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth. 15km nordwestlich der Stadtmitte, zu erreichen per Zug (Zielbahnhof "Dalmeny" oder "North Queensferry").
[bearbeiten] Denkmäler
- Scott Monument: Zu Ehren von Sir Walter Scott. Auf der Princes Street, direkt am Bahnhof. Kann bestiegen werden.
[bearbeiten] Museen
- Royal Museum/Museum of Scotland: Doppelmuseum in der Chambers Street (südlich parallel zur Royal Mile). Das Royal Museum ist ein naturhistorisches Museum mit beeindruckender Jugendstilhalle. Das Museum of Scotland (eröffnet 2000) widmet sich der Geschichte Schottlands von der Steinzeit bis heute. Eintritt Frei.
- National Gallery: Mound (zwischen West und East Princes Street Gardens). Eingang von den East Princes Street Gardens aus: kleine aber feine Gemäldegallerie. Eintritt Frei. Sonderausstellungen im Nebengebäude kosten um die £5.
- National Portrait Gallery
- National Gallery of Modern Art/Dean Gallery: Hinter der Dean Village (von dort zu Fuß am Fluss entlang zu erreichen, oder per kostenlosen Shuttlebus vom Mound). Die National Gallery kostet keinen Eintritt, Sonderausstellungen in der Dean Gallery zwischen £5-£10.
- Museum of Childhood (Royal Mile)
[bearbeiten] Straßen und Plätze
- Princes Street: Haupteinkaufsstrasse, zwischen Alt- und Neustadt an den Princes Street Gardens entlang und mit Blick auf die Burg, Altstadt und Arthur Seat.
- The Royal Mile: berühmte Straße zwischen dem Castle und dem Holyrood-Palace mit historischer Kulisse und zahlreichen Souvenir-Läden. Wer dort unbedingt kaufen will, sollte genau vergleichen. Zwischen den einzelnen Geschäften gibt es für die selben Artikel Preisunterschiede von über 100%.
[bearbeiten] Stadtteile
Viele von Edinburghs innenstadtnahen Stadtteilen haben sich einen eigenen Charakter erhalten. Es lohnt sich einfach mal durchzulaufen
- Dean Village: Unterhalb der Dean Bridge am Nordwestrand der Neustadt.
- Stockbridge: Gilt als Künstlerviertel. Schliesst sich Nördlich bis Nordwestlich an die Neustadt an.
- Marchmont: Ähnlich zur Neustadt, auch 3-4geschossige Natursteinhäuser, aber verschnörkelter. Studentengegend. Südlich der Meadows.
[bearbeiten] Parks
- Princes Street Gardens zieht sich in Ost-West Richtung durch die Innenstadt und markiert die ehemals sumpfige Trennung zwischen Old Town und New Town.
- The Meadows weiter südlich in der Stadt lädt mit seinen weiten Rasenflächen zum Spazierengehen ein
- The Royal Botanic Garden etwas nördlich des Stadtzentrums beeindruckt durch seine Anlage und die dort im Freiland wie in Gewächshäusern ausgestellten Pflanzen. Der Eintritt zum Garten ist frei, zu den Gewächshäusern nicht. Außerdem gibt es ein Café mit schönem Blick.
- Holyrood Park am unteren Ende der Royal Mile mit dem markanten Arthurs Seat. Ein Aufstieg auf Arthurs Seat bei schönem Wetter wird durch einen atemberaubenden Blick vom Hafen über die Royal Mile, Old und New Town bis zum Castle und darüber hinaus belohnt
- Calton Hill mit dem Nelson Monument und der nie über eine Säulenreihe hinausgekommenenen Akropolis bietet einen Blick über Princes Street und New Town Richtung Castle, Palace of Holyrood House, Arthurs Seat und dem neuen schottischen Parlament bis zum Hafen nach Leith. Besonders bei Sonnenuntergang ein wunderbarer Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.
- Water of Leith: Flüsschen durch die Stadt, auf der ganzen Länge von Leith bis Balerno gibt es einen Uferweg. Am einfachsten an der Dean Village und in Stockbridge zu erreichen.
[bearbeiten] Verschiedenes
- Zoo: Hauptsächlich um Arterhaltung bemüht, daher mehr ausgefallene Tierarten. Berühmt ist die Pinguin Parade, bei der die Pinguine (freiwillig) hinter den Wärtern um ihr Gehege laufen.
- Camera Obscura: Direkt am Castle gelegen, bietet einen schönen Überblick über die Stadt.
- Scottish Whisky Heritage Center: Für 8 Pfund Entritt bekommt man eine Führung (auch mit dt.Übersetzung) und eine Probe geboten. Außerdem bekommen Sie in der Bar am Ende der Führung für weitere 8 Pfund vier Whiskys aus den verschiedenen Gebieten Schottlands zusammengestellt und die Geschmacksunterschiede erklärt. Am Ende ist man vielleicht kein Experte, aber auch der Laie ist überrascht über die deutlichen Unterschiede der verschiedenen Sorten. Kaufen sollte man den Whisky aber zuhause, in Schottland ist er viel zu teuer. Lage: Royal Mile, direkt vor dem Castle. Die Führung dauert etwa 1 Stunde plus dem Aufenthalt in der Bar, sie schließt um 17.30.
- Die ehemalige königliche Yacht "HMY Britannia" [9] ist im Hafen zu besichtigen. Da man sogar in die (getrennten) Schlafzimmer der Queen und ihres Gatten blicken kann, die beide selbst eingerichtet haben, kommt man hier Königs wohl näher als an jedem anderen Ort auf der "Insel". In Spitzenzeiten bilden sich Schlangen, daher empfiehlt es sich entweder ganz früh oder ganz spät aufzulaufen, in der Woche Nachmittags zeigt sich aber ein eher trostloses und verlassenes Bild. Dauer der Besichtigung ca. 1-2h. Der Speisesaal kann übrigens gemietet werden.
[bearbeiten] Aktivitäten
Im Sommer, speziell im August, befindet sich Edinburgh im Ausnahmezustand, da dort gleichzeitig mehrere Festivals stattfinden, die Besucher aus aller Welt anlocken.
- Das Edinburgh Fringe Festival - Ein Festival mit Kleinkunst, Theater, Musik, Comedy, Strassenperformance etc.
- Das Edinburgh International Film Festival
- Das Book Festival
- Das Edinburgh International Festival - Hier geht es mehr um die "klassischen" Künste wie Oper, Ballett, Konzerte. Sehenswert ist das Abschlußkonzert mit Feuerwerksbegleitung in Princes Street Gardens (Tickets für den Park nur per postalischer Verlosung, aber man kann von der abgesperrten Princes Street aus zuhören und schauen).
- Das Edinburgh Tattoo ist ein Militärmusikfestival auf der Esplanade vor dem Castle. Sehenswert, aber sehr eng bestuhlt!
Gerade während der Festivalzeit sollte man die (dann teureren) Unterkünfte unbedingt rechtzeitig im voraus reservieren.
[bearbeiten] Einkaufen
Die Haupteinkaufsstrasse Princes Street ist nur einseitig auf ihrer Nordseite bebaut. Allein der Ausblick über die Anlagen der Princes Street Gardens hinweg zu Altstadt und Burgberg lohnen das Flanieren. Es finden sich im Wesentlichen Filialisten, Bekleidungsgeschäfte und Kaufhäuser (wie Bhs, Debenhams, Jenners - bis vor kurzem das älteste unabhängige Kaufhaus der Welt).
Die Royal Mile hat hauptsächlich Touristenkitsch.
Eng, wuselig, chaotisch, bis unter die Decke gestopft mit (nicht nur) italienischen Lebensmitteln und Weinen, ein Stück Neapel am zugigen Leith Walk. Allein die Käsetheke ist ein Muss: Valvona&Crolla am oberen Leith Walk zwischen London Road und Montgomery Street (18, Elm Row). Meist Schlangen bis auf die Strasse, in denen (fast) alle Sprachen der Welt gesprochen werden. "Its the smell, which keeps me buying here" - "Its the smell which keeps me working here", so mal ein aufgeschnappter Dialog zwischen Kunde und Verkäufer. Kein Discounter, aber reelle Preise. Auch die Königin kauft hier Käse ein.
Für Lebensmittel gibt es einen kleinen Supermarkt am St Andrews Square; ansonsten viel im Viertel Newington (1-2km stadtauswärts der North Bridge folgen). In der Old Town gibt es einen Lidl, Tesco Metro und 24h Alldays auf der Nicolson Street (verlängerung der South bridge, 5 Gehminuten von der Royal Mile).
Bitte seien Sie sich bewußt: Sie befinden sich in einem Touristen-Zentrum in einem der teuersten Länder der Erde. Wenn Ihnen etwas billig vorkommt, glauben Sie es nicht. Beim Essen sind dann beispielweise die Portionen viel kleiner als man es von Kontinentaleuropa her kennt.
[bearbeiten] Küche
Es gibt überall die schottischen Butterkekse (shortbread). Eine weitere Landesspezialität ist Haggis, gekochte Schafsinnereien im (heute meist künstlichen) Magen. Schottisches Frühstück ist deftig mit Gemüse und Fleisch.
[bearbeiten] Günstig
Um die Auslastung zu verbessern, haben viele Restaurants mittags (für britische Verhältnisse) günstige Angebote. Die Pizza Hut-Kette (mehrfach an der Princes Street) bietet z.B. ein All-you-can-eat-Büffet für 3.99 Pfund an. Softdrinks gibt es rund um die Uhr für 1,79 Pfund bei unbegrenztem kostenlosem Nachfüllen.
Unschlagbar günstig ist auch bis 16.30 Uhr Buffet King[10], Nicolson Street 6a (ca.200 m.von der Royal Mile). Ein asiatisches All-you-can-eat-Büffet für 5.49 Pfund (abends wird es teurer). Für nicht Asia-Fans gibt es u.a. auch Lasagne, Pommes, Fischstäbchen und sogar eine Softeis-Maschine! Da einzelne Gerichte sehr ölig gekocht sind, sollte man vorher probieren. Das Ambiente ist sehr anprechend und das mobiliar stylisch.(Möglichweise renoviert, auf jeden Fall nicht wie hier vorher angegeben wie eine Kantine.)Im Eingang hängt ein Schild, J.K.Rowling hätte hier begonnen, ihre Harry-Potter-Reihe zu schreiben. Das stimmt zwar, allerdings hat seitdem das Management gewechselt (es war früher ein Cafe).
[bearbeiten] Mittel
[bearbeiten] Gehoben
[bearbeiten] Ausgehen
[bearbeiten] Günstig
Das Three Sisters (139 Cowgate) ist jedenfalls umsonst und bietet neben der "besten" Musik der letzten 30 Jahre authentische schottische Partykultur, d.h. viel trinken, wenig Kleidung, schrille Kostüme. Am besten ist es, man paßt sich schnell dem allgemeinen Alkoholpegel an. So oder so ein Erlebnis.
In der Left Bank (37 Guthrie Street) gibt es häufig gute Konzerte oder Kleinkunstabende. Der Eintritt ist meist frei. Ansonsten kann man dort auch ganz gemütlich etwas trinken.
[bearbeiten] Mittel
[bearbeiten] Gehoben
[bearbeiten] Unterkunft
[bearbeiten] Günstig
Es gibt diverse privat betriebene Jugendherbergen (Hostels) unterschiedlicher Qualität in Edinburgh.
Mir der Eröffnung der neuen 5-Sterne Edinburgh Central 2006 wurden die bisherigen "offiziellen" Jugendherbergen des Schottischen JH Verbands Eglinton und Bruntsfield geschlossen. Die neue JH liegt am am östlichen Rand der Neustadt, am oberen Leith Walk (9, Haddington Place). Dies ist nur wenige Gehminuten von der Princes Street entfernt, vom Bahnhof Waverley sind es ca. 10 bis 15 Minuten Fussweg, vom Busbahnhof St. Andrews Sq noch weniger. Keycards, Konferenzräume, Bistro, Restaurant, an eine JH erinnert hier kaum noch etwas. Es gibt aber auch noch, wie in schottischen JH üblich, Küchen für Selbstversorger. Gerade hier mit einem der besten Delis auf der Insel, Valvona&Crolla (s. Einkaufen) schräg gegenüber, eine gute Idee.
Sie wird im Sommer und zur Festivalzeit durch von der Uni angemietete Studentenwohnheime ergänzt. Unterkünfte in Studenten WGs (Einzel-Schlafzimmer, Gemeinschafts-Bad und -Küche) in zentraler Lage gibt es hier für unschlagbar günstige Preise.
[bearbeiten] Mittel
Die Universität vermietet während der Semesterferien Studentenunterkünfte, entweder als Selbstversorgerappartment oder als B&B Unterkunft. Außerhalb der Semesterferien sind einzelne Zimmer in verschiedenen Häusern auf dem Campus ebenfalls verfügbar.
[bearbeiten] Gehoben
[bearbeiten] Lernen
Eine Vielzahl von privaten Institutionen und die Universitäten bieten Englisch-Sommerkurse an.
[bearbeiten] Arbeiten
[bearbeiten] Sicherheit
Wie in jeder größeren Stadt sollte man auf seine Tasche und sein Portemonaie aufpassen, alleinreisende Frauen sollten die Rose-Street in der Neustadt ab Pubschluss meiden. Sonst gibt es in der Innenstadt keine größeren Probleme.
[bearbeiten] Gesund bleiben
[bearbeiten] Klarkommen
Edinburgh ist in der Struktur der Straßen und durch markante Bezugspunkte, eine Stadt, in der man sich gut zurechtfindet. Bei Fragen ist man in Edinburgh bestens aufgehoben, weil die Freundlichkeit und Hilfbereitschaft in Edinburgh enorm ist. Wenn es derjenige, den man etwas fragt, nicht weiß, dann wird ein anderer dazugeholt und es wird auf jeden Fall nach einer Lösung oder Information gesucht. Wir haben in Edinburgh nicht einen unfreundlichen Menschen gesehen, sondern überall, ob Ticketverkäufer, im Bus, in Führungen, in Geschäften, im Pub, Taxi oder auf der Straße offene und hilfsbereite Menschen getroffen, die einem den Aufenthalt zur Freude machten.
[bearbeiten] Kommunizieren
[bearbeiten] Weiter geht's
- North Berwick: Küstenstädtchen an der Mündung des Forth in die Nordsee. Strand, Fischereihafen, Bootsausflüge zum Bassrock (Basstölpel) und Isle of May. Zu erreichen per Zug ab Edinburgh Waverley.
- Pentland Hills: Naherholungsgebiet für Edinburgh. Viele Wandermöglichkeiten die fast Highlandcharakter haben. In Hillend gibt es eine Sommerskipiste (nach eigenen Aussagen die längste Europas - ganzjährig geöffnet, abends mit Flutlicht). Bus 4 nach Hillend, 10 nach Bonaly oder 44 nach Balerno.
- Linlithgow Palace: Interessante Ruine eines mittelalterlichen Palastes. Maria Stuart wurde hier geboren. Zu erreichen per Zug (Richtung Glasgow) ab Edinburgh Waverley/Haymarket.
[bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Stadt] (engl.)



