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Donaudelta

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Das Biosphärenreservat Donaudelta ist Weltnaturerbe und befindet sich im Mündungsgebiet der Donau ins Schwarze Meer im Osten Rumäniens, an der Grenze zur Ukraine.

Regionen[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Donau teilt sich nahe der Stadt Tulcea in ein dreiarmiges Delta mit zahlreichen Abzweigungen, bevor sie ins Schwarze Meer fließt. Dieser 70 km lange Abschnitt ist ein Gewirr von Flüsschen, Inseln, Seen, Schilf, Teichen und Bächen.

Gefahr droht dem Naturschutzgebiet durch allgemeine Verschmutzung der Gewässer; besonders im Januar 2000 gab es eine Katastrophe durch eine Cyanidverseuchung aus dem rumänischen Norden.

Sprache[Bearbeiten]

Im Donaudelta wird Rumänisch gesprochen. In den Siedlungen der Lipowaner (auch Lipovaner, Lippowaner genannt) wird heute noch eine alte Version des Russischen gesprochen. In diesen Orten, zB. Letea oder Mila 23, sind auch die Ortsschilder in Kyrillischer und lateinischer Schrift beschriftet.

Anreise[Bearbeiten]

Bis Tulcea ist die Anreise mit der Bahn möglich. Zweimal täglich (Stand 2009) fährt ein Zug ab Medgidia (an der Linie Bucuresti - Konstanta) nach Tulcea und wieder retour. Schneller sind Linienbusse, die mehrmals täglich zwischen Bukarest und Tulcea verkehren. Auch mit dem Auto ist die Anreise nach Tulcea oder am Sf. Gheorghe-Arm bis Murighiol möglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Im Donaudelta selbst wird der Verkehr auf Linienschiffen und kleinen Booten abgewickelt. Aufgrund der vielen Wasserwege spielt das Auto hier keine Rolle. Linienschiffe verkehren auf allen drei Hauptarmen, aber nicht täglich. Der Verkehr zwischen den Armen ist nur über Tulcea möglich. Die Arme werden von verschiedenen Gesellschaften bedient. Die Reise ist mit "normalen" Schiffen, Katameranen und Schnellbooten möglich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In den nahezu unberührten Feuchtgebieten leben neben seltenen Pflanzen und unzähligen Insektenarten mehr als 300 verschiedene Vogelarten, darunter Ibisse, Pelikane, Seeadler sowie rastende Zugvögel. Der ukrainischen Direktion des Biosphärenreservates zufolge nisten viele der Vögel auf der rumänischen Seite und fliegen zur Futterbeschaffung auf die ukrainische Seite. Da es zwischen den beiden Ländern kein Abkommen über Personenfreizügigkeit gibt, ist es nahezu unmöglich, eine Genehmigung zur Beobachtung in beiden Teilen des Deltas zu erhalten. Wer sich für eine Vogelbeobachtung interessiert sollte vorab also gut planen, was er beobachten möchte und sich dann für das Beobachtungszielland entscheiden.

Im Schutzgebiet gibt es ebenfalls reiche Fischbestände, unter anderen den selten gewordenen Stör.

Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Sanddünen von Letea. Mitten im Auenwald erheben sich die kilometerlangen und bis zu 15 Meter hohen Wüstendünen. Vor rund 13.000 Jahren lag hier die Küstenlinie, heute ist sie etwa 20 Kilometer weiter östlich zu finden.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Beliebte Aktivitäten im Donaudelta sind Kanufahrten, Vogelbeobachtungen oder auch Bootsfahrten in die kleinen Arme des Deltas. Die Ruhe lädt außerdem zum Entspannen ein. Wer hier Party sucht wird enttäuscht sein.

Nachhaltiger Tourismus[Bearbeiten]

QualityCoast

Im Jahr 2011 wurde das Donaudelta die Auszeichnung, QualityCoast Gold, für besondere Anstrengungen in der nachhaltigen Entwicklung verliehen. Daher wurde das Donaudelta in den weltweiten Atlas für nachhaltigen Tourismus, DestiNet, aufgenommen. [1]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Donaumündungen waren schon immer für den ausgezeichneten Fischfang (Hausen, Stör, Sternhausen, Sterlet)bekannt wie auch für die beeindruckenden Mengen an Kaviar, den diese Fische lieferten. Die Dörfer bieten dem Gast Mahlzeiten wie Fischsakuska, Fisch-"bors", Barschragout, gebackene Fisch und Fisch in Salzlake, Hechtklösschen, Froschschenkel oder Krebse.Ein besonderer Leckerbissen ist natürlich das Wildbret, das auch nicht fehlen darf. Wildschwein, Hase oder Fasan liefern das Rohmaterial. Berühmt sind auch das Gemüse hier im Donaudelta.Tomaten, Paprika und Pilze sind sehr gut vertreten. In diesem Paradies hat selbstverständlich der Bienenhonig ein ausgezeichneten Geschmack.

Ausgehen[Bearbeiten]

In den kleinen Orten, wie Mila 23, Crisan oder Sf. Gheorghe gibt es nur kleine Dorfkneipen. Tulcea bietet hingegen eine komplette touristische Infrastruktur mit Restaurants, Cafes und Bars.

Sicherheit[Bearbeiten]

Touristen sollten sich im Donaudelta nicht wundern, wenn es zu den Zimmern in kleinen Pensionen keinen Schlüssel gibt. Das ist hier anscheinend so üblich.

Klima[Bearbeiten]

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