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Diskussion:Zypern

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Ich habe weder Zeit noch Lust, mich in die Policy hier einzuarbeiten, möchte aber meine Erfahrungen in Zypern trotzdem hier weitergeben. Vielleicht findet sich ja mal ein hilfreicher Mensch, der das in den Artikel einarbeitet:

Mein Hintergrund: Ich war in den Weihnachtsferien in Zypern und spreche etwas Griechisch (nicht gut genug, um mich fließend zu verständigen, aber genug, um mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen). Überall, wo ich griechischen Text in lateinischer Umschrift benutze, habe ich den zu betonenden Vokal fett geschrieben. Die Betonung ist in der griechischen Sprache sehr wichtig; ein falsch betontes Wort wird in der Regel nicht verstanden.

Nikosia[Bearbeiten]

Nikosia (gr. Lefkosia) ist wie die Insel zweigeteilt. In der Stadtmitte gibt es einen Bereich, alt Nikosia genannt, der durch eine Stadtmauer abgegrenzt ist, die im wesentlichen ein regelmäßiges Zwölfeck ist. Dieser ist ebenfalls geteilt. Die Verbindungsstraßen zwischen Nord und Süd (die Einheimischen sprechen von Nord- und Südzypern, und nicht von türkische, bzw. griechischem Teil) sind durch Blockaden versperrt, die auf beiden Seiten von Soldaten bewacht werden.

Für Füßgänger gibt es ca 500 Meter nordwestlich von Alt Nikosia einen Zollübergang (Der Straße "Leoforos markou drakou" folgen). Das passieren ist meiner Erfahrung nach problemlos möglich. Bei der Einreise in den Norden bekommt man einen Stempel in den Pass oder falls man mit dem Perso einreisen will (was kein Problem ist) auf einen Extrazettel (Visum genannt), auf dem man Name, Passnummer und Nationalität eintragen muss. Bei der Ausreise gibt es einen weiteren Stempel. Nach Auskunft der Turisteninfo im Süden darf man sich nur maximal drei Tage im Norden aufhalten und keine Wahren mit zurückbringen.

Nach Auskunft von Einheimischen wird im Norden auch das zypriotische Pfund (gr. Lira) akzeptiert. An einigen Kebapständen habe ich dort auch entsprechende Preistafeln gesehen; hab's aber nicht ausprobiert.

Im Süden von Alt Nikosia gibt es das volkstümliche Viertel (gr. Laiki; a und i getrennt spechen). Dabei handelt es sich um einen Füßgängerbereich mit kleinen Gäßchen, der stark touristisch geprägt ist (Viele Restaurants, Souvenierläden etc.). Mitten drin findet sich auch die Touristeninformation (mehr dazu weiter unten). Am westlichen Ende des volkstümlichen Viertels findet man elefteria-Platz (=Freiheitsplatz), der eine Art Zentrum von Nikosia darstellt; von dort führen nach Norden hin, mehrere Fußgängerzonen weg.

Unterkünfte in Nikosia: Im volkstümlichen Viertel gibt es zwei Hotels und ein Bed&Breakfirst, die sich alle drei direkt nebeneinader in der Solonosstraße befinden.

Das B&B nennt sich Tonys B&B und ist wohl die billigste Möglichkeit in Nikosia zu wohnen (JuHe ist noch billiger). Betrieben wird es von drei älteren Herren, die sich im 8 Stundenrythmus an der Rezeption aufhalten. Allerdings tat bei mir dort die Heizung nicht, was im Winter doch recht unangenehm ist. Ich habe dann ein anderes Zimmer bekommen, dort ging die Heizung nur, wenn man da ist, weil man den Türschlüssel in einen Schlitz einstecken muss, um die Stromversorgung im Zimmer zu gewährleisten (das ist wohl in den meisten Hotels in Zypern so). Da das Zimmer dort auch noch ziemlich dunkel war (kein Fenster) und die Räumlichkeiten auch sonst einen eher bescheidenen Eindruck auf mich machten, bin ich in ein Hotel umgezogen. In den anderen drei Jahreszeiten ist das aber für Leute, die den ganzen Tag draußen sind und möglichst billig wohnen wollen, durchaus geeignet. Mein Zimmer kostete 12 Pfund (Zur Zeit ca. 18 Euro). Den Schlüssel muss man immer an der Rezeption abgeben.

Das Rimi-Hotel (zwei Sterne) ist weitaus besser eingerichtet, die Zimmer sind recht komfortabel und gut geheizt. Ich habe dort 28 Pfund (42 Euro) bezahlt. Der Preis scheint mir dort aber recht stark zu schwanken. Als ich mich eine Weile im Rezeptionsbereich aufgehalten habe, habe ich Angebote zwischen 20 Pfund für ein Doppelzimmer und 45 Pfund für ein Einzelzimmer gehört (Winterpreise!!!). Geputzt wird nur, wenn den Schlüssel an der Rezeption abgibt, was ich recht angenehm fand, da ich so entscheiden konnte, wann ich geputzt haben will, und wann nicht. Frühstück ist inklusive und wird zwischen 8 und 10 Uhr serviert; taugt aber meiner Meinung nach nichts. Es besteht aus einem Pot heißem Wasser zu dem man einen Teebeutel oder Instantkaffee erhalten kann, sowie zwei Scheiben Toastbrot mit Butter und etwas Rührei mit Schinken. Kakao bekommt man nicht zum Frühstück, obwohl das Restaurant das eigentlich anbietet. Was mich an diesem Hotel gestört hat, war, dass man die ganze Nacht von Lärm umgeben war. Im Volkstümlichen Viertel gibt es ein paar Bars, die bis ca. 2 Uhr laute Musik laufen lassen. Im Hotel schlägt irgendwer jede Nacht eine Tür zu (mich hat das schon etwas verwundert, aber dem war wirklich so). Zudem gab es einige Hotelgäste, die auch noch um 4 Uhr nachts laut auf den Gängen gesprochen haben.

Wie man leider auch hören musste, wurden in beiden Unterkünften die Zimmer auch stundenweiße vermietet...

Das dritte Hotel habe ich nicht getestet, es soll aber im Preis zwischen den beiden anderen liegen und ist wohl noch recht neu.

In der Nähe des Fußgängergrenzübergangs gibt es das Averof-Hotel (zwei Sterne) in der gleichnamigen Straße. Ich hatte dort bei einem Spaziergang mal nachgefragt, was ein Zimmer kostet: Antwort 26.50 Pfund. Scheint ruhiger zu sein als das Rimi-Hotel, liegt aber ein wenig außerhalb. Ansonsten hat es einen gepflegten ersten Eindruck hinterlassen.

Etwas östlich von Alt Nicosia ligt auf einem Berg gelegen ein Chinarestaurant, von dem aus man einen wunderbaren Überblick über die Stadt und in die Berge im nördlichen Teil von Zypern hat. Das Restaurant findet sich in der Stylianoulena-Straße.

Polis[Bearbeiten]

Polis (was auf griechisch einfach Stadt bedeutet) ist nach unseren Verhältnissen wohl eher ein Dörfchen, ganz im Nordwesten der Insel. Um Polis herum gibt es schöne Landschaft, vorallem auf der Akamas-Halbinsel (das ist der Nordwestlichste Zipfel von Zypern). Dort findet sich das Bad der Aphrodite, ein Tümpel in einer Felsnische. Von dort aus gibt es zwei Rundwanderwege (Adonisrundweg, bzw. Aphroditerundweg) zu je 7 km, ca. 3 Stunden, da recht bergig. Diese sind einigermaßen gut ausgeschildert; man sollte aber auf die Schilder gut achten, sonst verläuft man sich leicht. Oben auf den Bergen gibt es zwei weitere Wanderrundwege (Smigiesrundweg und Pissouromouttirundweg); diese sind von Neo Chorio (zu deutsch neues Dorf) aus erreichbar. Der Smiegiesrundweg ist auch über den Adonisrundweg erreichbar. Beim Siegiesrundweg kommt man an einem Feuerwachturm auf einer Bergkuppe vorbei, von wo aus man einen schönen Blick rundherum hat.

Des weiteren kann man an der Ostseite der Halbinsel entlang zur Fontana Amorosa wandern, und wenn man sich durch Gebüsch und Ziegenherden schlagen will auch noch weiter bis zum Ende der Halbinsel (und auch von ganz Zypern).

Fährt von Polis in die entgegengesetzte Richtung ca. 35 Kilometer in die Berge, so kommt man zum Wandergebiet "Stavros tis Psokas", wo es ebenfalls Wanderwege (mit Mufflons) geben soll.

Die Stadt selbst hat auf mich einen recht touristischen Eindruck hinterlassen, was wohl daran lag, das in nahezu allen Tavernen nur Ausländer bedient haben, die oftmals kein Griechisch konnten.

Übernachtet habe ich im Hotel Mariella, welches mir ziemlich gut gefallen hat. Das Hotel hat zwei Swimmingpools (ich hab die aber nicht getestet, war ja Winter). In den Zimmern gibt es eine Kücheneinrichtung (zumindest war das so bei mir) und im Vergleich zu Nikosia war der Preis recht niedrig: 13 Pfund (ca. 19.50 Euro). Einziger Nachteil war die Tatsache, dass die Heizung nur lief, wenn man da war und mit dem Schlüssel die Stromversorgung angestellt hatte. Aber zumindest in meinem Zimmer war die Heizung so montiert, dass damit recht zügig (30 Min bis es gemütlich warm war) das Zimmer beheizt werden konnt. Der Besitzer des Hotels war sehr nett und freundlich und hat mir neben etlichen Tees, Weihnachtskuchen und der gleichen auch noch einen Beutel voll Orangen geschenkt. Zu finden ist das Hotel ca. 300 Meter östlich des Stadtzentrums, an der Straße Richtung Pomos und eigentlich nicht zu übersehen.

Öffentlicher Nahverkehr in Zypern[Bearbeiten]

Der öffentliche Nahverkehr in Zypern ist ... *hüstel* sagen wir mal "ausbaubar". Zug gibts auf der ganzen Insel garnicht. Dafür gibt es ca. 20 Busunternehmen, die alle ihr eigenes Süppchen kochen. Mal muss man sich einen Tag vorher für einen Bus anmelden, mal fahren die Busse an Mittwochen wie an Samstagen, ausserdem muss man oftmals erraten wo denn die Haltestellen sein sollen. Und zu allem Überfuss ändern sie die Fahrpläne, wann es ihnen gerade so Spaß macht. Um ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen folgenes:

  • An Sonntag und an Feiertagen fährt kein Bus.
  • Nahezu alle Busslinien fahren Samstags nur bis ca. 13.00 Uhr, einige haben Samstags einen anderen Fahrplan.
  • Die Grünen Busse http://www.intercitybuses.com/ sind ziemlich zuverlässig. Diese fahren mehrmals täglich zwischen Larnaka und Nikosia (Fahrzeit 1 Stunde) einerseits und zwischen Larnaka und Limasol (Fahrzeit 1 Stunde 15 min) andererseits. Im Sommer wohl auch nach Protaras. (Ich bin mit dieser Buslinie 7 mal gefahren und die waren jedesmal auf die Minute pünktlich) Praktisch an dieser Buslinie ist, dass man die Busse schon von weitem daran erkennt, dass sie grasgrün angemalt sind (kleine Busse, ca. 25 Sitzplätze). Zudem haben sie an allen wichtigeren Haltestellen Schilder aufgestellt, wo die Abfahrtszeiten zu finden sind. In Larnaka fahren diese Busse auch zum und vom Flughafen, wenn man das haben will.
Haltestelle in Larnaka ist an der Uferpromenade, nicht zu übersehen.
Haltestelle in Nikosia ist der Solomou-Platz, der zentale Bussbahnhof, welcher sich ca. 100 Meter westlich vom Elefteria-Platz befindet. Dort halten die grünen Busse an der Nordöstlichsten Ecke (das ist die Ecke Richtung Laiki); falls sich dort aber zuviele Busse tummeln auch mal etwas daneben, als ausschau halten nach den Bussen.
Haltestellen in Limasol gibt es dutzendweise entlang der mehrere Kilometer langen Uferstraße.
  • Von Limasol nach Lefkosia (und wohl auch umgekehrt) verkehrt eine Buslinie, die in Limasol am Markt (angora) losfährt und dann wie auch die grünen Busse die Uferstraße abklappert, zurück irgendwo am zentralen Bussbahnhof. Fahrzeit 1 Stunde 30 Minuten.
  • Zwischen Polis und Pafos gibt es eine gute Busslinie. In Polis fährt diese gegenüber des Touristenbüro ab, in Pafos beim Busbahnhof.
  • Auch zwischen Larnaka und Agia-Nara gibt es wohl eine funktionierende Busslinie, die in Larnaka an der selben Stelle wie die grünen Busse abfährt.
  • Die Preise zwischen zwei der großen Städte sind ca. 2 bis 3 Pfund (=3-4.50 Euro).

Die Sammeltaxis[Bearbeiten]

Die Zyprioten schwören auf ihre Sammeltaxis (travel express) und haben mich immer für blöd erklärt, wenn ich Bus fahren wollte. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen, welches sowohl Pakete als auch Menschen (in kleinstbussen, ca 10 Sitzplätze) zwischen den Städten hin- und her befördert. Analog zu den Bussen haben sie auch feste Fahrpläne (halbstündig, an sonntagen ganzstündig und etwas teurer, an Feiertagen kein Betrieb). Im Unterschied zu den Bussen kann man angeben wo man abgeholt und wo man hingebracht werden möchte. (Zumindest in der Theorie in der Praxis hat er mich irgendwo rausgeschmissen und in irgend eine Richtung gezeigt und gemeint ca 300 Meter weiter sei das, was ich haben wolle; zudem hat er 10 Cent (=15 Eurocent) mehr verlangt, als eigentlich angeschrieben war.) Der Preis für die Sammeltaxis ist nicht ganz das doppelte dessen, was die Busse verlangen. Schneller ist man mit den Sammeltaxis auch nicht (für die Strecke Pafos-Limasol habe ich 1 Stunde 30 Minuten gebraucht. Kosten 4 Pfund (= 6 Euro))

Um mit dem Sammeltaxi zu fahren ruft man in der Zentrale an (Telefonnummer 7777 7474; das ist sowas wie bei uns eine 0190er Nummer, recht teuer und ich verstehe nicht, warum die da am anderen Ende jemanden hinsetzen, der kein englisch spricht; es gibt auch noch lokale Nummern, die vermutlich billiger sind). Dort gibt man an, wann wo und zu wievielt man losfahren möchte, und wohin und bekommt dann gesagt, wann ein Taxi ungefähr dort vorbei kommt.

Tourismus Office[Bearbeiten]

In jeder großen Stadt in Zypern, sowie an den beiden Flughäfen in Larnaka und in Pafos gibt es ein Büro der Zypriotischen Tourismus Behörde. Diese sind Gold wert!!! Man bekommt dort zu allem, was man als Tourist so braucht brauchbare Auskunft. Z.B. die aktuellen Busfahrpläne, wenn man sich für einen Bus anmelden will rufen die auch gerne dort für einen an. Sie haben Infos zu den lokalen Sehenswürdigkeiten, oft auch auf Deutsch. Ausserdem gibt es dort für alle größeren Städe Stadtkarten sowie eine Überblickskarte über die Insel. Und das alles umsonst. Und da findet man die Büros (sie sind gut ausgeschildert): Larnaka-Flugplatz: Direkt neben der Gepäckrückgabestelle und wohl auch nochmal im Hauptbereich, aber das habe ich nicht getestet). Larnaka: Irgendwo in der Nähe des Busabfahrplatzes, genauer weiss ich es nicht, da ich dort nie da war. Nikosia: Im Laiki-Viertel Lemesos: An der Uferstraße, ca. 300 Meter östlich vom alten Hafen (das ist das westliche Ende der Uferstraße), bei der ersten Ampel. Polis: Am südlichen Ende des Stadtzentrums

Essen gehen[Bearbeiten]

Ich möchte wissen, wie man bei den Restaurantpreisen auf Zypern von preiswert reden kann. Ich habe die Passage (mal wieder) geändert. Nach meinen Erfahrungen (und ich habe schon etwas von der Welt gesehen) und denen von Bekannten ist das Essen gehen auf Zypern teuer, auf jeden Fall teuerer als in deutschen Großtädten ! -- 84.177.138.210 19:04, 18. Mär 2006 (CET)

Bitte deutsche Rechtschreibung überdenken

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